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Lagebericht 2025

Johann Pabst Holzindustrie GmbH

Original-PDF

Stichtag 31. Dez. 2025 · Eingereicht am 15. Sep. 2026

Inhaltsverzeichnis

1. Geschäftsverlauf

Verkauf

Die Hauptmärkte sind nach wie vor Italien und Österreich. Die Länderverteilung insgesamt blieb, gegenüber den Vorjahren, ungefähr im gleichen Verhältnis.

Die Schnittholz- und Brettschichtholz-Mengen konnten nach dem Sägewerksumbau 2024 wieder gesteigert werden. Die Preise konnten 2025 zwar erhöht werden; die nötigen Erhöhungen aufgrund der stark gestiegenen Rundholzpreise im zweiten Halbjahr, konnten aber nicht in voller Höhe weitergegeben werden.

Der Pelletsverkauf hat sich das ganze Jahr über gut entwickelt. Die Preiserhöhungen des Rohmateriales konnten annähernd weitergegeben werden und die Auslieferungen konnten sehr gleichmäßig erfolgen. Eine leichte Verknappung im Herbst und Winter hat zu zusätzlicher Nachfrage geführt. Diese konnten wir durch ein gut gefülltes Lager bedienen.

Rundholz-Einkauf

Das Rundholz hat sich 2025 mit einer, kaum gekannten, Dynamik entwickelt und hat gegen Jahresende zu einem neuen Rekordniveau geführt. Diese Preiseerhöhungen konnten am Schnittholzmarkt aber nicht in der nötigen Geschwindigkeit weitergegeben werden.

Mit dem US-Angriff auf den Iran im Februar 2026 hat sich die Lage aber dramatisch geändert und es bleibt abzuwarten, wie hart der Holzmarkt getroffen wird.

Produktion

Der Umbau des Sägewerks im Jahr 2024 hatte Auswirkungen auf alle Produktionsbereiche des Unternehmens. Somit sind die Vergleichszahlen 2024 nur bedingt aussagekräftig.

Der Einschnitt im Sägewerk erhöhte sich von 238.000 fm im Jahr 2024 auf 339.000 fm im Jahr 2025. Auch im Bereich der Hobelwerke wurde die Produktion von 77.000 m3 (2024) auf 86.000 m3 im Berichtsjahr gesteigert. Die Produktion im Brettschichtholzwerk in Zeltweg stieg von 102.000 m3 (2024) auf 103.200 m3. Die Alpenspanproduktion war mit 382.000 Ballen nahezu unverändert (2024: 376.000 Ballen). Jedoch wurde der Zukauf in diesem Segment stark erhöht um die Nachfrage zu bedienen. Die Pellets-Produktion konnte durch die kontinuierliche Versorgung mit Sägespänen aus der eigenen Säge wieder gleichmäßig produzieren und erhöhte die Produktion von 55.500 t (2024) auf 88.100 t im Berichtsjahr.

Investitionen

Im Jahr 2025 wurden Investitionen im Gesamtausmaß von € 11,4 Mio. getätigt.

Nach dem Komplettumbau des Sägewerks 2024 wurden in diesem Bereich die baulichen Maßnahmen fertiggestellt und es kam zu diversen Restzahlungen bei der maschinellen Ausstattung. Zur Sicherstellung der elektrischen Energieversorgung wurde eine neue Trafostation errichtet bzw, auf den aktuellen Stand der Technik gebracht und die Photovoltaikanlage am Dach des Sägewerks wurde in Betrieb genommen. Das Großprojekt Sägewerksumbau konnte zur Zufriedenheit aller abgeschlossen werden.

2025 wurden auch Anzahlungen für die Errichtung eines Blockheizkraftwerkes in Obdach mit einer Leistung von 1 MW (600 kW thermisch und 400 kW elektrisch) geleistet. Es handelt sich um eine „Ausfallsheizung“ die jedoch

ganzjährig betrieben wird. Der erzeugte elektrische Strom wird firmenintern verbraucht. Für den Betrieb der Anlage werden ca. 2.000 t Pellets eingeplant. Die Fertigstellung erfolgt 2026.

Zusätzlich erfolgte eine Anzahlung für eine neue Hobelmaschine. Die übrigen Investitionen betreffen hauptsächlich Ersatzinvestitionen bzw. kleinere Erweiterungsinvestitionen, die sich über alle Produktionsbereiche, den Fuhrpark bzw. über die Verwaltung erstreckten.

2. Finanzielle Leistungsindikatoren

Die wesentlichen Kennzahlen sind in der Tabelle ersichtlich.

Angaben aus dem Lagebericht, Originalseite 2
Entwicklung20252024
UmsatzT€ 136.247T€ 124.186
Ergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT)T€ 7.502T€ 2.591
Ergebnis vor SteuernT€ 7.457T€ 2.587
Umsatzrentabilität (ROS)5,43 %2,11 %
Eigenkapitalrentabilität *)6,15 %2,19 %
Gesamtkapitalrentabilität *)5,55 %1,95 %

*) Bei der Berechnung der Eigenkapital- und Gesamtkapitalrentabilitäten wurden die

Durchschnittswerte der letzten beiden Jahre herangezogen.

Die Vorräte erhöhten sich von € 21,3 Mio. auf € 23,7 Mio. im laufenden Jahr. Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen stiegen mit dem Umsatzzuwachs von € 10,4 Mio. im Jahr 2024 auf € 11,3 Mio. im Berichtsjahr.

Die Eigenmittelquote gemäß § 23 URG blieb nahezu unverändert (89,26 % im Vorjahr, Berichtsjahr: 89,66 %).

Laufende Investitionen wurden aus dem Cash-Flow finanziert.

Die Nettoverschuldung beträgt zum Bilanzstichtag € 1,2 Mio. gegenüber € 1,7 Mio. im Vorjahr. Der Nettoverschuldungsgrad entwickelte sich von 1,5 % auf 1,0 % im laufenden Jahr. Das Working Capital veränderte sich von € 24,9 Mio, im Vorjahr auf € 31,6 Mio, im laufenden Jahr. Der Cash-Flow (Jahresüberschuss zzgl. Abschreibung) steigerte sich von € 11,8 Mio. im Vorjahr auf € 17,9 Mio. im Berichtsjahr.

3. Voraussichtliche Entwicklung des Unternehmens

Der Sägewerksumbau konnte erfolgreich abgeschlossen werden. 2026 wird aber ganz im Zeichen von Optimierungen stehen um die neuen Möglichkeiten auch entsprechend zu nutzen. Es sind derzeit keine Mengensteigerungen geplant. Der Hintergrund des Umbaues war eine Verbesserung Produktionsmöglichkeiten und eine Reduzierung der Nachtschichten. der

Aufgrund der aktuellen Vorgänge im Nahen Osten ist eine Prognose praktisch unmöglich geworden. Sogar im besten Fall, werden wir die Auswirkungen des Irankrieges auf die Energiepreise, Transport- und Lieferketten noch lange spüren.

Durch die Investitionen der letzten Jahre hoffen wir, dass wir für eine schwierige Zukunft gut gerüstet sind und unseren Kunden auch in solchen Zeiten einen außergewöhnlichen Service bieten zu können.

4. Wesentliche Risiken und Ungewissheiten

Das Unternehmen ist ausreichend gegen bestehende Betriebsrisiken versichert. Die Wartung und Überprüfung der Versicherungsverträge erfolgen jährlich.

Durch den Einsatz moderner Anlagen, deren laufender Wartung und Instandhaltung wird ein kontinuierlicher Betrieb am Stand der modernen Technik gewährleistet. Durch ein umfassendes Brandschutzkonzept bzw. bestehender Sprinkleranlagen wird das Produktionsausfallsrisiko minimiert. Die Produktionsanlagen sind mit modernen Absaug- und Filteranlagen ausgestattet, um die Emissionen auf konstant niedrigem Niveau zu halten.

Das Kundenausfallsrisiko wird durch ein laufendes Forderungsmanagement mit intensiven Bonitätsprüfungen und durch eine bestehende Kreditversicherung minimiert. Demzufolge kann das Kreditrisiko auf der Forderungsseite als überschaubar eingeschätzt werden.

Das Cash- und Liquiditätsmanagement stellt sicher, dass jederzeit ausreichend Liquidität (eigene Mittel bzw. jederzeit ausnützbare Kreditlinien) verfügbar ist, um Verbindlichkeiten begleichen und Investitionen finanzieren zu können. Risiken aus Zinssatzschwankungen sind überschaubar, da am Bilanzstichtag nur geringe Kreditverbindlichkeiten vorhanden sind.

Alle Unternehmensdaten werden laufend gesichert und durch aktuelle Firewalls von externem Zugriff geschützt.

Unternehmensintern wird der Zugriff auf Daten durch ein Berechtigungssystem gesteuert.

Um das Personalrisiko zu minimieren, findet im Bereich des Personalcontrollings eine monatliche Überwachung der Kennzahlen statt. Dadurch ist das Unternehmen in der Lage auf Abweichungen rasch zu reagieren und die Entwicklung in den Bereichen Fluktuation, Überstunden, krankheitsbedingte Absenzen, Urlaubsstände sowie Rückstellungsentwicklung zu steuern.

Auf der Rundholz-Beschaffungsseite wird versucht, durch eine Vielzahl von Lieferanten das Zulieferrisiko zu minimieren und ein kontinuierliches Liefervolumen zu erreichen. Auf der Verkaufsseite wird durch eine ausgewogene Marktverteilung das Risiko gestreut.

5. Forschung und Entwicklung

Da im Unternehmen selbst keine Forschungs- und Entwicklungsabteilung besteht, gibt es in diesem Bereich bei Bedarf Zusammenarbeit mit diversen Forschungseinrichtungen wie der Holzforschung Austria und der Studiengemeinschaft Holzleimbau.

6. Information über Umwelt und Arbeitnehmerbelange

Umwelt

Sämtliche die Umwelt betreffenden Bestimmungen werden eingehalten.

Arbeitnehmerschutz

Die Wahrung der Arbeitnehmerschutzvorschriften und die Betriebssicherheit werden durch eine interne Sicherheitsfachkraft und durch arbeitsmedizinische Betreuung gewährleistet.

Personalentwicklung

Der Personalstand von durchschnittlich 249 Mitarbeitern im Jahr 2024 erhöhte sich und lag im Jahresschnitt 2025 bei 262 Mitarbeitern.

Die Geschäftsführer:

Angaben aus dem Lagebericht, Originalseite 3
Johann PabstReinhard Pabst
Zeltweg, 15. April 2026

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