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Tätigkeit der Gesellschaft
Die Mayr-Melnhof Holz Gaishorn GmbH ist eine Gesellschaft der Mayr-Melnhof Holz-Gruppe. Die Gesellschaft ist am Standort Gaishorn in der Erzeugung und dem Vertrieb von Brettschichtholz und Brettsperrholz tätig.
Rahmenbedingungen
Gesamtwirtschaftliche Rahmenbedingungen
Die globale Inflationsdynamik hat sich im Jahr 2025 weiter abgeschwächt. In der OECD sank die durchschnittliche Inflation von 7,1 % (2023) auf 5,4 % (2024) und wird für 2025 bei rund 3,1 % erwartet. In der Eurozone liegt die Inflation mit etwa 2,3 % nahe dem Zielwert der Europäischen Zentralbank, getragen von stabilisierten Energiepreisen und einer moderateren Lohnentwicklung.
Die Arbeitsmärkte zeigen sich weiterhin robust, wenngleich erste Anpassungseffekte sichtbar sind. Für die OECD wird 2025 eine Arbeitslosenquote von rund 4,9 % erwartet. In Österreich und Deutschland ist mit einer leichten Zunahme zu rechnen, jedoch weiterhin auf einem historisch gesehen vergleichsweise niedrigem Niveau.
Das Nominallohnwachstum bleibt positiv, verliert jedoch an Dynamik. Mit rückläufiger Inflation flachen auch die Reallohnzuwächse ab, was gemeinsam mit anhaltender Unsicherheit das Konsumverhalten dämpft. Der private Verbrauch entwickelt sich entsprechend verhalten, stabilisiert sich jedoch schrittweise.
Die Weltwirtschaft dürfte auch im Jahr 2026 moderat wachsen. Laut dem Internationalen Währungsfonds (IMF) wird das globale Bruttoinlandsprodukt um etwa 3,3 % zulegen, getragen von resilienten Investitionen und privaten Konsumausgaben trotz anhaltender geopolitischer und handelspolitischer Unsicherheiten.
Für Österreich prognostizieren internationale Institutionen gesamtwirtschaftlich ein geringes Wachstum. Die Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (OECD) geht davon aus, dass das reale Bruttoinlandsprodukt in Österreich im Jahr 2026 um rund 0,9 % wächst, nachdem sich die Wirtschaft bereits leicht stabilisiert hat.
In der Eurozone wird ebenfalls ein leichter Aufschwung erwartet. Die Wirtschaft soll 2026 in einem moderaten Rahmen expansiv bleiben, unterstützt durch stabilere Nachfrage und eine fortgesetzte Erholung privater Haushalte und Investitionen. Diese Erwartungen werden durch Prognosen unabhängiger europäischer Forschungsnetzwerke gestützt, die für 2026 eine leichte Erholung der europäischen Bauproduktion erwarten, allerdings mit signifikanten regionalen Unterschieden.
Die Inflationsentwicklung in Österreich und der Eurozone dürfte weiter abnehmen. Prognosen gehen davon aus, dass die Teuerungsrate 2026 auf ein Niveau von rund 2 % bis 2,5 % zurückgeht, was dem geldpolitischen Ziel vieler Zentralbanken näherkommt und die Kaufkraft stabilisiert.
Insgesamt bleibt jedoch die wirtschaftliche Entwicklung 2026 von hohen Risiken und zunehmender Unsicherheit geprägt. Kriege und kriegerische Auseinandersetzungen an mehreren globalen Brennpunkten, Zölle und Handelskonflikte, die abnehmende Bedeutung von internationalen Verträgen, Regeln und Organisationen stellen Faktoren dar, die eine konkrete Einschätzbarkeit der zukünftigen Entwicklungen und Rahmenbedingungen deutlich erschweren und erratischer machen.
Branchenbezogene Rahmenbedingungen
Laut EUROCONSTRUCT gingen die Bauaktivitäten in Europa 2024 real um rund –2,4 % zurück. Für 2025 wird ein geringerer Rückgang von rund –0,5 % erwartet.
Die Talsohle bei den Baugenehmigungen wurde 2025 erreicht. Seither zeichnet sich eine leichte Erholung ab, das Niveau liegt jedoch weiterhin deutlich unter den Vor-Corona-Werten.
Für das Jahr 2026 wird zwar gesamteuropäisch ein Wachstum prognostiziert, das jedoch von Süd- und Osteuropa getragen wird. In den Kernländern des Holzbaus (DACH und Italien) fallen die Prognosen deutlich geringer aus und stützen sich zu einem nicht unbeträchtlichen Teil auf den Tiefbau und die Infrastrukturprogramme insbesondere der deutschen Regierung.
Internationale Impulse aus China, Japan und den USA bleiben 2025 aus und werden auch für 2026 als kaum vorhanden bzw. volatil und schwer prognostizierbar eingeschätzt. Zusätzlich erschweren seit Oktober eingeführte Zölle auf Schnittholz den Export in die USA.
Nadelschnittholzmarkt – Marktlage 2025
Die österreichischen Nadelholzsägewerke verarbeiteten zuletzt rund 15,8 Mio. Festmeter Rundholz, woraus eine Schnittholzproduktion von etwa 9,8 Mio. m3 resultierte. Das Produktionsniveau zeigt sich stabil, erfolgt jedoch unter weiterhin herausfordernden Marktbedingungen.
Die Kostenbasis bleibt strukturell erhöht (Rohstoff, Energie, Personal), während sich die Nachfrage in den europäischen Kernmärkten verhalten präsentiert. Diese Konstellation führt zu anhaltendem Margendruck entlang der gesamten Wertschöpfungskette.
Holzbauprodukte (BSP / BSH)
Im BSP-Bereich setzt sich der Kapazitätsausbau fort, wodurch das Preisniveau gedämpft bleibt.
Bei BSH (Leimholz) wird für 2025/2026 ein weitgehend ausgeglichenes Verhältnis zwischen Angebot und Nachfrage erwartet, was zu einer Stabilisierung des Marktumfelds aber mit hohem Wettbewerbsdruck führt.
Pelletsmarkt Österreich
Laut Austrian Market Report 2025 wurden 2024 in Österreich rund 1,80 Mio. t Pellets in 53 Werken produziert. Für 2025/2026 wird – getragen durch die Nachfrage im Heizenergiesektor – von einem Verbleib auf hohem Niveau mit moderatem Zuwachs (rund +3-4 %) ausgegangen.
International Monetary Fund (2026): World Economic Outlook Update, January 2026. Washington, D.C.Organisation for Economic Co-operation and Development (2025): OECD Economic Outlook, Volume 2025 Issue 2. Paris. European Central Bank (2025): ECB Staff Macroeconomic Projections for the Euro Area. Frankfurt am Main. Oesterreichische Nationalbank (2025): Volkswirtschaftliche Prognose für Österreich 2025-2026. Wien. Österreichisches Institut für Wirtschaftsforschung (2025): Konjunkturprognose Österreich 2025 und 2026. Wien. Institut für Höhere Studien (2025): Sommer- und Herbstprognose der österreichischen Wirtschaft. Wien. EUROCONSTRUCT (2025): Summer Conference Report – European Construction Market Forecast 2025– 2027.Holzkurier (2025): Marktbericht Schnittholz und Holzindustrie Europa. Wien. proPellets Austria (2025): Austrian Market Report 2025 – Pelletsproduktion und Marktübersicht. Wien.
Bericht über den Geschäftsverlauf und die wirtschaftliche Lage Geschäftsverlauf 2025
Der Bereich BSH startete mit einer soliden Nachfrage in das Jahr 2025. Diese hielt auch über weite Teile des Jahres an, sodass die Fertigungen gut ausgelastet waren. Aufgrund von Produktivitätssteigerungen konnte die Ausbringung weiter erhöht werden. Trotz einer mengenmäßig zufriedenstellenden Nachfragesituation waren Preise und Margen das gesamte Jahr über unter Druck. Auch im Bereich BSP begann das Jahr 2025 mit einer soliden Nachfrage. Ungeachtet der neu installierten Kapazitäten in der Branche konnte die Auslastung der eigenen Werke sichergestellt und die Ausbringung deutlich gesteigert werden. Die Preisqualität erholte sich im Jahresverlauf, wobei die steigenden Rohstoffkosten nur bedingt im Markt untergebracht werden konnten. Der Trend zu einer erhöhten Abbundtiefe setzte sich fort.
Ungeachtet der generell weiter schwachen Tätigkeit im Hochbau lässt die die mengenmäßig gute Nachfrage auf einen anhaltenden Trend des Ersatzes mineralischer Baustoffe durch Holz schließen.
Die Versorgung der Werke war das gesamte Jahr über durch einen gesunden Mix von externen und konzerninternen Lieferungen sichergestellt. Für niedrigere Qualitätsstufen konnte der Rohstoff jedoch über weite Teile des Jahres nicht in ausreichender Menge zur Verfügung gestellt werden.
Entwicklung des Geschäftsergebnisses
Aufgrund des niedrigen Preisniveaus am Absatzmarkt verbunden mit einer strukturell erhöhten Kostenbasis (Rohstoff, Energie, Personal) konnten die Umsatzerlöse die Aufwendungen im Geschäftsjahr nicht decken.
Produktionsbereich
Die betrieblichen Schwerpunkte lagen im Jahr 2025 in einer Verbesserung der Rohstoffnutzung, des Nutzungsgrades der Anlagen und im Stabilisieren des hohen Qualitätsniveaus.
Die Produktionsmenge bei BSH und BSP lagen über dem Vorjahresniveau.
Investitionsbereich
Am Standort Gaishorn wurden vor allem Ersatzinvestitionen, sowie Investitionen in die Beschleunigung der Produktionsprozesse, die Erhöhung der Produktivität und die Verbesserung der Produktqualität getätigt.
Finanzierungsbereich
Die Gesellschaft benötigt keine langfristige Fremdfinanzierung und wird bei Bedarf über den Konzern-Cash- Pool durch die Mayr-Melnhof Holz Holding AG mit kurzfristigen Mitteln versorgt.
Umwelt und Nachhaltigkeit
Die Energiegewinnung durch die Biomasse-KWK-Anlage eines Partners vor Ort gewährleistet eine optimale Nutzung des Rohstoffes Holz am Standort Gaishorn. Es wurde eine 4,1 MWp Photovoltaikanlage in Betrieb genommen, so können seit dem heurigen Jahr signifikante Anteile des Strombedarfs selbst gedeckt werden.
Personal- und Sozialwesen
Im Rahmen gezielter Weiterbildungsmaßnahmen und des internationalen Einsatzes der Mitarbeiter fördert die Geschäftsführung die fachlichen Qualifikationen sowie die Persönlichkeitsentwicklung. Schwerpunkte in der Personalentwicklung bilden neben der Erweiterung von spezifischem, fachlichem Know-how die Weiterentwicklung von Sozial- und Führungskompetenz. Hierbei stellt auch der Wissensaustausch zwischen
den Mitarbeitern der verschiedenen Standorte innerhalb der
Komponente dar. MM-Holz-Gruppe eine wesentliche
Im Bereich des Personalcontrollings findet eine monatliche Überwachung der Kennzahlenentwicklung statt. Dadurch sind wir in der Lage auf Abweichungen rasch zu reagieren und die Entwicklung in den Bereichen Fluktuation, Überstunden, krankheitsbedingte Absenzen, Urlaubsstände sowie Rückstellungsentwicklung zu steuern.
Oberstes Ziel der Lehrlingsausbildung ist es, qualifizierte Fachkräfte für die Zukunft auszubilden. Der Schwerpunkt der Lehrlingsausbildung liegt derzeit in den Bereichen Holztechnik, Maschinenbautechnik, IT und Industriekauffrau/-mann.
Finanzielle Lage der Gesellschaft
Vermögenslage
| Aktiva in TEUR | 31.12.2025 | 31.12.2024 Veränderung | in % | |
|---|---|---|---|---|
| Anlagevermögen | 20.920 | 21.916 | -996 | -5% |
| langfristig gebundene Mittel | 20.920 | 21.916 | -996 | -5% |
| kurzfristiges Umlaufvermögen | 21.599 | 28.757 | -7.158 | -25% |
| Rechnungsabgrenzungsposten | 0 | 63 | -63 | -100% |
| Aktive latente Steuern | 371 | 401 | -30 | -7% |
| kurzfristig gebundene Mittel | 21.970 | 29.221 | -7.251 | -25% |
| Summe Aktiva | 42.890 | 51.137 | -8.247 | -16% |
| Passiva in TEUR | 31.12.2025 | 31.12.2024 Veränderung | in % | |
| Eigenkapital | 15.824 | 24.163 | -8.339 | -35% |
| Investitionszuschüsse | 227 | 335 | -108 | -32% |
| eigene Mittel | 16.051 | 24.498 | -8.447 | -34% |
| langfristiges Fremdkapital | 2.935 | 3.353 | -418 | -12% |
| kurzfristiges Fremdkapital | 23.904 | 23.286 | 618 | 3% |
| fremde Mittel | 26.839 | 26.639 | 200 | 1% |
| Summe Passiva | 42.890 | 51.137 | -8.247 | -16% |
Kennzahlen zur Finanzlage
| Kennzahlen zur Finanzlage | 2025 | 2024 |
|---|---|---|
| Eigenkapitalquote nach §23 URG | 37,1% | 47,6% |
| Eigenkapital | 15.824 | 24.163 |
| Gesamtkapital It. §23 URG | 42.663 | 50.803 |
| Liquidität 1. Grades | 3,5% | 51,0% |
| liquide Mittel 1. Grades | 833 | 11.868 |
| kurzfristiges Fremdkapital | 23.904 | 23.286 |
| Working capital ratio | 90,4% | 123,8% |
| Working Capital | 21.599 | 28.820 |
| kurzfristiges Fremdkapital | 23.904 | 23.286 |
Kapitalflussrechnung nach AFRAC 36
| Cash Flow in TEUR | 2025 | 2024 | |
|---|---|---|---|
| 1. Ergebnis vor Steuern | -1.548 | -2.640 | |
| 2. +/- Abschreibungen / Zuschreibungen auf Vermögensgegenstände des Bereichs Investitionstätigkeit | 4.375 | 6.133 | |
| 3. -/+ Gewinne/Verluste aus dem Abgang von Vermögensgegenstände des Bereichs Investitionstätigkeit | -28 | -36 | |
| 4. -/+ Beteiligungserträge, Erträge aus anderen Wertpapieren & Ausleihungen des Finanzanlagevermögens | |||
| 5. +/- sonstige zahlungsunwirksame Aufwendungen/Erträge, soweit sie nicht Zeilen 7-9 betreffen | 0 | 2 | |
| 6. Netto-Geldfluss aus dem betrieblichen Ergebnis | 2.799 | 3.459 | |
| 7. -/+ Zunahme/Abnahme der Vorräte, Forderungen L&L, sowie anderer Aktiva | 7.637 | -4.224 | |
| 8. +/- Zunahme/Abnahme von Rückstellungen | 207 | 260 | |
| 9. +/– Zunahme/Abnahme der Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen sowie anderer Passiva | -792 | 3.088 | |
| 10. Netto-Geldfluss aus der betrieblichen Tätigkeit vor Steuern | 9.851 | 2.583 | |
| 11. - Zahlungen für Ertragsteuern | 0 | 106 | |
| 12. Netto-Geldfluss aus der betrieblichen Tätigkeit | 9.851 | 2.689 | |
| 13. + Einzahlungen aus Anlagenabgang (ohne Finanzanlagen) | 34 | 63 | |
| 14. + Einzahlungen aus Finanzanlagenabgang und sonstigen Finanzinvestitionen | 0 | 0 | |
| 15. – Auszahlungen für Anlagenzugang (ohne Finanzanlagen) | -3.384 | -2.242 | |
| 16. – Auszahlungen für Finanzanlagenzugang und sonstige Finanzinvestitionen | 0 | 0 | |
| 17. + Einzahlungen aus Beteiligungs-, Zinsen- und Wertpapiererträgen | |||
| 18. Netto-Geldfluss aus der Investitionstätigkeit | -3.350 | -2.179 | |
| 19. Einzahlungen von Eigenkapital | 0 | 0 | |
| 20. - | - Rückzahlungen von Eigenkapital | 0 | 0 |
| 21. – | – ausbezahlte Ausschüttungen | -7.000 | 0 |
| 22. + Einzahlungen aus der Begebung von Anleihen und der Aufnahme von Finanzkrediten | 677 | -424 | |
| 23. – Auszahlungen für die Tilgung von Anleihen und Finanzkrediten | 0 | 0 | |
| 24. – Auszahlungen für Zinsen und ähnliche Aufwendungen | 0 | 0 | |
| 25. Netto-Geldfluss aus der Finanzierungstätigkeit | -6.323 | -424 | |
| 26. Zahlungswirksame Veränderung der Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente (Z 12+18+25) | 178 | 86 | |
| 27. +/– wechselkursbedingte und sonstige Wertänderungen der Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente | |||
| 28. + Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente am Beginn der Periode | 104 | 18 | |
| 29. Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente am Ende der Periode | 282 | 104 | |
Die Gesellschaft ist in das Cash Pooling der Mayr-Melnhof Holz Gruppe einbezogen. Innerhalb dieses Cash- Poolings finden ausschließlich Finanzierungen im kurzfristigen Bereich statt. Zum 31. Dezember 2025 besteht eine Cash-Pool-Forderung iHv TEUR 551 (Vorjahr TEUR 11.764).
Zum Liquiditätsrisiko der Gesellschaft im Zusammenhang mit dem Cash Pool verweisen wir auf den Abschnitt "Voraussichtliche Entwicklung der Gesellschaft und Risiken des Unternehmens".
Ertragslage
| Ertragslage in TEUR | 2025 | 2024 | Veränderung | in % |
|---|---|---|---|---|
| Umsatzerlöse | 168.090 | 128.119 | 39.971 | 31,2% |
| Bestandsveränderungen | 2.561 | -101 | 2.662 | -2635,6% |
| Betriebsleistung | 170.651 | 128.018 | 42.633 | 33,3% |
| Aufwendungen für Material und bezogene Leistungen | 126.289 | 84.213 | 42.076 | 50,0% |
| Rohertrag I | 44.362 | 43.805 | 557 | 1,3% |
| Personalaufwand | 18.934 | 18.573 | 361 | 1,9% |
| Rohertrag II | 25.428 | 25.232 | 196 | 0,8% |
| sonstige betriebliche Erträge | 803 | 1.636 | -833 | -50,9% |
| sonstige betriebliche Aufwendungen | 23.384 | 23.285 | 99 | 0,4% |
| Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (EBITDA) | 2.847 | 3.583 | -736 | -20,5% |
| Abschreibungen | 4.375 | 6.133 | -1.758 | -28,7% |
| Finanzerträge | 202 | 192 | 10 | 5,2% |
| Ergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT) | -1.326 | -2.358 | 1.032 | -43,8% |
| Zinsen und ähnliche Aufwendungen | 223 | 283 | -60 | -21,2% |
| Ergebnis vor Steuern (EBT) | -1.548 | -2.640 | 1.092 | -41,4% |
| Steuern vom Einkommen | -209 | -15 | -194 | 1293,3% |
| Jahresgewinn /-verlust | -1.339 | -2.625 | 1.286 | -49,0% |
Rentabilitätskennziffern
Die Eigenkapitalrentabilität ergibt sich aus dem Verhältnis durchschnittlichen Eigenkapital.
des Ergebnisses vor Steuern zum
Die Gesamtkapitalrentabilität ergibt sich aus dem Verhältnis des Ergebnisses vor Steuern zum durchschnittlichen Gesamtkapital.
| Rentabilitätskennziffern | 2025 | 2024 |
|---|---|---|
| Eigenkapitalrentabilität | -7,7% | -10,4% |
| Ergebnis vor Steuern | -1.548 | -2.640 |
| durchschnittliches Eigenkapital | 19.994 | 25.476 |
| Gesamtkapitalrentabilität | -3,3% | -5,2% |
| Ergebnis vor Steuern | -1.548 | -2.640 |
| durchschnittliches Gesamtkapital | 47.014 | 50.977 |
Voraussichtliche Entwicklung der Gesellschaft und Risiken des Unternehmens
Voraussichtliche Entwicklung
Dem jüngsten Wirtschaftsausblick der Organisation for Economic Co-operation and Development zufolge bleibt die Weltwirtschaft trotz anhaltender Herausforderungen insgesamt widerstandsfähig. Für 2026 wird ein globales BIP-Wachstum von rund 3,3 % erwartet. Die Wachstumsaussichten bleiben jedoch regional sehr unterschiedlich.
Für die USA wird ein BIP-Wachstum von rund 2,1 % prognostiziert. Im Euroraum wirken die Erholung der Realeinkommen, stabile Arbeitsmärkte sowie ein weniger restriktives Zinsumfeld grundsätzlich unterstützend, dennoch wird lediglich ein moderates Wachstum von rund 1,5 % erwartet. Die Prognosen für Osterreich und Deutschland liegen weiterhin nur knapp über der Stagnationslinie.
Für Japan wird ein Wachstum von rund 1,3 % bis 1,5 % erwartet. In China setzt sich die Wachstumsverlangsamung fort, mit einem prognostizierten BIP-Wachstum von rund 4,4 %.
Die Inflation in der OECD-Zone dürfte weiter zurückgehen und sich im Jahr 2026 bei rund 3,0 % einpendeln. In weiten Teilen der fortgeschrittenen Volkswirtschaften nähert sich die Inflation damit wieder den Zielwerten der Zentralbanken an. Die Arbeitslosigkeit bleibt im historischen Vergleich niedrig, ebenso das Realeinkommen der Haushalte. Das Wachstum des privaten Verbrauchs bleibt jedoch aufgrund verhaltenen Verbrauchervertrauens gedämpft.
Die Entwicklungen der Baugenehmigungen und der Finanzierungen zeigen für den Hochbau, dass die Talsohle erreicht scheint. Ein wirklicher Aufschwung ist noch nicht in Sicht. Zusätzlich befinden sich viele institutionelle Entwickler und Bauträger in einer schwierigen finanziellen Lage, so dass in Summe für das kommende Jahr mit keiner Erholung in der Bauwirtschaft gerechnet werden kann. Weiterhin positiv für das Geschäft der Gruppe wird sich aber der Trend zur Substitution mineralischer Baustoffe und Stahl durch Holz auswirken.
Es ist damit zu rechnen, dass 2026 die Verfügbarkeit von Rundholz in Mitteleuropa weiter knapp und in Schweden weiter sehr knapp sein wird. Auch ist damit zu rechnen dass die Rohstoffverfügbarkeit speziell für niedrigere Qualitätsstufen unzureichend sein wird. Dies wird zu anhaltend hohen Rundholzpreisen führen. In den Sägewerken wird die Auslastung durch die Verfügbarkeit von Rundholz bestimmt werden, in der Weiterverarbeitung sehen wir aufgrund der anhaltenden Substitution in Richtung Holz weitere Mengensteigerungen möglich. Zusammengefasst erwarten wir ein wirtschaftlich schwieriges Jahr 2026.
Wesentliche Risiken und Ungewissheiten
Die Risiken aus der unsicheren globalen gesamtwirtschaftlichen Entwicklung, den Rahmenbedingungen in der mitteleuropäischen Bauwirtschaft und den spezifischen Entwicklungen der Holzindustrie sind im obigen Kapitel beschrieben.
Weitere Unsicherheiten stellen lokale Verwerfungen der Rohstoffmärkte aufgrund von Umwelt- und Wettereinflüssen, die zu einer Verzerrung der Wettbewerbssituation führen können, dar. Hier gilt es durch sorgfältige und kontinuierliche Beobachtung der operativen und langfristigen Kennzahlen vor allem rasch reaktionsfähig zu bleiben und aufkommende negative Entwicklungen rechtzeitig durch innerbetriebliche oder marktseitige Gegenmaßnahmen einzudämmen.
Das Unternehmen ist verschiedenen weiteren Risiken ausgesetzt, die ein systematisches und kontinuierliches Risikomanagement erforderlich machen.
Die kontinuierliche Rohstoffversorgung erfolgt zum überwiegenden Teil durch die konzernzugehörigen Sägewerke.
Die für die Produktion benötigte elektrische Energie wird fremdbezogen und ist abhängig vom internationalen Börsenpreis (im Speziellen: European Energy Exchange in Leipzig, D). Der Wärmebedarf für die Trockenkammern ist durch die Biomasse-KWK-Anlage eines Partners langfristig abgesichert. Eine hauseigene Photovoltaikanlage mindert das Risiko volatiler Strompreise signifikant. Abhängigkeiten vom internationalen Erdölpreis bestehen insbesondere bei den Frachtkosten.
Die kritischen Faktoren verkaufsseitig liegen zum Teil im Bereich des Marktes. Dabei stellen sowohl die Lagerthematik als auch Uberkapazitäten ernstzunehmende Risiken für den Standort dar. Trotz einer flexiblen Produktpalette und einer Differenzierung über Zusatzleistungen könnten sich diese Bedrohungen nachteilig auf die Umsatzkraft und die Rentabilität des Unternehmens auswirken.
Wachstumsinvestitionen werden nach umfassender betriebswirtschaftlicher, rechtlicher und steuerlicher Würdigung, sowohl durch interne als auch durch externe Experten, getätigt. Der Investitionsprozess unterliegt dabei einem standardisierten Projektcontrolling.
Ein umfassendes Versicherungsprogramm schützt die Gesellschaft vor operativen Vermögensrisiken.
Das Kundenausfallsrisiko wird laufend durch intensive Bonitätsprüfungen und durch den Abschluss entsprechender Kundenkreditversicherungen minimiert.
Das Cash- und Liquiditätsmanagement stellt sicher, dass ausreichend Liquidität (eigene Mittel bzw. jederzeit ausnutzbare Kreditlinien) verfügbar ist, um eingegangene Verbindlichkeiten zu begleichen und Investitionen zu finanzieren. Veranlagungen bzw. Finanzierungen im kurzfristigen Bereich erfolgen im Rahmen des "Cash- Pooling" der Mayr-Melnhof Holz-Gruppe, längerfristige Finanzierungen werden im Zuge der Konzernplanung zentral koordiniert. Das grundsätzliche Liquiditätsrisiko der Gesellschaft bzw. der Gruppe wird mittels laufender Liquiditätsplanungen überwacht. Die Liquiditätssteuerung erfolgt auf Tagesbasis, die Performance der Konzerngesellschaften wird auf Monatsbasis evaluiert, somit kann ein rasches Handeln ermöglicht werden.
Forschung und Entwicklung
Forschung und Entwicklung werden im Konzernverbund abgedeckt. Die Schwerpunkte im Jahr 2025 lagen im Bereich der Leimoptimierung, der Rohstoffnutzung, der Erlangung von marktspezifischen Produktzertifizierugen und der Spezifikationserweiterung.
Bestehende Zweigniederlassungen
Es bestehen keine Zweigniederlassungen.
Gaishorn am See, am 01. März 2026
Die Geschäftsführung
Bernhard Ambros Waldner, 06.03.2026
Mag. Bernhard Waldner