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Lagebericht 2025

Mayr-Melnhof Holz Gaishorn GmbH

Original-PDF

Stichtag 31. Dez. 2025 · Eingereicht am 23. Sep. 2026

Inhaltsverzeichnis

Tätigkeit der Gesellschaft

Die Mayr-Melnhof Holz Gaishorn GmbH ist eine Gesellschaft der Mayr-Melnhof Holz-Gruppe. Die Gesellschaft ist am Standort Gaishorn in der Erzeugung und dem Vertrieb von Brettschichtholz und Brettsperrholz tätig.

Rahmenbedingungen

Gesamtwirtschaftliche Rahmenbedingungen

Die globale Inflationsdynamik hat sich im Jahr 2025 weiter abgeschwächt. In der OECD sank die durchschnittliche Inflation von 7,1 % (2023) auf 5,4 % (2024) und wird für 2025 bei rund 3,1 % erwartet. In der Eurozone liegt die Inflation mit etwa 2,3 % nahe dem Zielwert der Europäischen Zentralbank, getragen von stabilisierten Energiepreisen und einer moderateren Lohnentwicklung.

Die Arbeitsmärkte zeigen sich weiterhin robust, wenngleich erste Anpassungseffekte sichtbar sind. Für die OECD wird 2025 eine Arbeitslosenquote von rund 4,9 % erwartet. In Österreich und Deutschland ist mit einer leichten Zunahme zu rechnen, jedoch weiterhin auf einem historisch gesehen vergleichsweise niedrigem Niveau.

Das Nominallohnwachstum bleibt positiv, verliert jedoch an Dynamik. Mit rückläufiger Inflation flachen auch die Reallohnzuwächse ab, was gemeinsam mit anhaltender Unsicherheit das Konsumverhalten dämpft. Der private Verbrauch entwickelt sich entsprechend verhalten, stabilisiert sich jedoch schrittweise.

Die Weltwirtschaft dürfte auch im Jahr 2026 moderat wachsen. Laut dem Internationalen Währungsfonds (IMF) wird das globale Bruttoinlandsprodukt um etwa 3,3 % zulegen, getragen von resilienten Investitionen und privaten Konsumausgaben trotz anhaltender geopolitischer und handelspolitischer Unsicherheiten.

Für Österreich prognostizieren internationale Institutionen gesamtwirtschaftlich ein geringes Wachstum. Die Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (OECD) geht davon aus, dass das reale Bruttoinlandsprodukt in Österreich im Jahr 2026 um rund 0,9 % wächst, nachdem sich die Wirtschaft bereits leicht stabilisiert hat.

In der Eurozone wird ebenfalls ein leichter Aufschwung erwartet. Die Wirtschaft soll 2026 in einem moderaten Rahmen expansiv bleiben, unterstützt durch stabilere Nachfrage und eine fortgesetzte Erholung privater Haushalte und Investitionen. Diese Erwartungen werden durch Prognosen unabhängiger europäischer Forschungsnetzwerke gestützt, die für 2026 eine leichte Erholung der europäischen Bauproduktion erwarten, allerdings mit signifikanten regionalen Unterschieden.

Die Inflationsentwicklung in Österreich und der Eurozone dürfte weiter abnehmen. Prognosen gehen davon aus, dass die Teuerungsrate 2026 auf ein Niveau von rund 2 % bis 2,5 % zurückgeht, was dem geldpolitischen Ziel vieler Zentralbanken näherkommt und die Kaufkraft stabilisiert.

Insgesamt bleibt jedoch die wirtschaftliche Entwicklung 2026 von hohen Risiken und zunehmender Unsicherheit geprägt. Kriege und kriegerische Auseinandersetzungen an mehreren globalen Brennpunkten, Zölle und Handelskonflikte, die abnehmende Bedeutung von internationalen Verträgen, Regeln und Organisationen stellen Faktoren dar, die eine konkrete Einschätzbarkeit der zukünftigen Entwicklungen und Rahmenbedingungen deutlich erschweren und erratischer machen.

Branchenbezogene Rahmenbedingungen

Laut EUROCONSTRUCT gingen die Bauaktivitäten in Europa 2024 real um rund –2,4 % zurück. Für 2025 wird ein geringerer Rückgang von rund –0,5 % erwartet.

Die Talsohle bei den Baugenehmigungen wurde 2025 erreicht. Seither zeichnet sich eine leichte Erholung ab, das Niveau liegt jedoch weiterhin deutlich unter den Vor-Corona-Werten.

Für das Jahr 2026 wird zwar gesamteuropäisch ein Wachstum prognostiziert, das jedoch von Süd- und Osteuropa getragen wird. In den Kernländern des Holzbaus (DACH und Italien) fallen die Prognosen deutlich geringer aus und stützen sich zu einem nicht unbeträchtlichen Teil auf den Tiefbau und die Infrastrukturprogramme insbesondere der deutschen Regierung.

Internationale Impulse aus China, Japan und den USA bleiben 2025 aus und werden auch für 2026 als kaum vorhanden bzw. volatil und schwer prognostizierbar eingeschätzt. Zusätzlich erschweren seit Oktober eingeführte Zölle auf Schnittholz den Export in die USA.

Nadelschnittholzmarkt – Marktlage 2025

Die österreichischen Nadelholzsägewerke verarbeiteten zuletzt rund 15,8 Mio. Festmeter Rundholz, woraus eine Schnittholzproduktion von etwa 9,8 Mio. m3 resultierte. Das Produktionsniveau zeigt sich stabil, erfolgt jedoch unter weiterhin herausfordernden Marktbedingungen.

Die Kostenbasis bleibt strukturell erhöht (Rohstoff, Energie, Personal), während sich die Nachfrage in den europäischen Kernmärkten verhalten präsentiert. Diese Konstellation führt zu anhaltendem Margendruck entlang der gesamten Wertschöpfungskette.

Holzbauprodukte (BSP / BSH)

Im BSP-Bereich setzt sich der Kapazitätsausbau fort, wodurch das Preisniveau gedämpft bleibt.

Bei BSH (Leimholz) wird für 2025/2026 ein weitgehend ausgeglichenes Verhältnis zwischen Angebot und Nachfrage erwartet, was zu einer Stabilisierung des Marktumfelds aber mit hohem Wettbewerbsdruck führt.

Pelletsmarkt Österreich

Laut Austrian Market Report 2025 wurden 2024 in Österreich rund 1,80 Mio. t Pellets in 53 Werken produziert. Für 2025/2026 wird – getragen durch die Nachfrage im Heizenergiesektor – von einem Verbleib auf hohem Niveau mit moderatem Zuwachs (rund +3-4 %) ausgegangen.

International Monetary Fund (2026): World Economic Outlook Update, January 2026. Washington, D.C.Organisation for Economic Co-operation and Development (2025): OECD Economic Outlook, Volume 2025 Issue 2. Paris. European Central Bank (2025): ECB Staff Macroeconomic Projections for the Euro Area. Frankfurt am Main. Oesterreichische Nationalbank (2025): Volkswirtschaftliche Prognose für Österreich 2025-2026. Wien. Österreichisches Institut für Wirtschaftsforschung (2025): Konjunkturprognose Österreich 2025 und 2026. Wien. Institut für Höhere Studien (2025): Sommer- und Herbstprognose der österreichischen Wirtschaft. Wien. EUROCONSTRUCT (2025): Summer Conference Report – European Construction Market Forecast 2025– 2027.Holzkurier (2025): Marktbericht Schnittholz und Holzindustrie Europa. Wien. proPellets Austria (2025): Austrian Market Report 2025 – Pelletsproduktion und Marktübersicht. Wien.

Bericht über den Geschäftsverlauf und die wirtschaftliche Lage Geschäftsverlauf 2025

Der Bereich BSH startete mit einer soliden Nachfrage in das Jahr 2025. Diese hielt auch über weite Teile des Jahres an, sodass die Fertigungen gut ausgelastet waren. Aufgrund von Produktivitätssteigerungen konnte die Ausbringung weiter erhöht werden. Trotz einer mengenmäßig zufriedenstellenden Nachfragesituation waren Preise und Margen das gesamte Jahr über unter Druck. Auch im Bereich BSP begann das Jahr 2025 mit einer soliden Nachfrage. Ungeachtet der neu installierten Kapazitäten in der Branche konnte die Auslastung der eigenen Werke sichergestellt und die Ausbringung deutlich gesteigert werden. Die Preisqualität erholte sich im Jahresverlauf, wobei die steigenden Rohstoffkosten nur bedingt im Markt untergebracht werden konnten. Der Trend zu einer erhöhten Abbundtiefe setzte sich fort.

Ungeachtet der generell weiter schwachen Tätigkeit im Hochbau lässt die die mengenmäßig gute Nachfrage auf einen anhaltenden Trend des Ersatzes mineralischer Baustoffe durch Holz schließen.

Die Versorgung der Werke war das gesamte Jahr über durch einen gesunden Mix von externen und konzerninternen Lieferungen sichergestellt. Für niedrigere Qualitätsstufen konnte der Rohstoff jedoch über weite Teile des Jahres nicht in ausreichender Menge zur Verfügung gestellt werden.

Entwicklung des Geschäftsergebnisses

Aufgrund des niedrigen Preisniveaus am Absatzmarkt verbunden mit einer strukturell erhöhten Kostenbasis (Rohstoff, Energie, Personal) konnten die Umsatzerlöse die Aufwendungen im Geschäftsjahr nicht decken.

Produktionsbereich

Die betrieblichen Schwerpunkte lagen im Jahr 2025 in einer Verbesserung der Rohstoffnutzung, des Nutzungsgrades der Anlagen und im Stabilisieren des hohen Qualitätsniveaus.

Die Produktionsmenge bei BSH und BSP lagen über dem Vorjahresniveau.

Investitionsbereich

Am Standort Gaishorn wurden vor allem Ersatzinvestitionen, sowie Investitionen in die Beschleunigung der Produktionsprozesse, die Erhöhung der Produktivität und die Verbesserung der Produktqualität getätigt.

Finanzierungsbereich

Die Gesellschaft benötigt keine langfristige Fremdfinanzierung und wird bei Bedarf über den Konzern-Cash- Pool durch die Mayr-Melnhof Holz Holding AG mit kurzfristigen Mitteln versorgt.

Umwelt und Nachhaltigkeit

Die Energiegewinnung durch die Biomasse-KWK-Anlage eines Partners vor Ort gewährleistet eine optimale Nutzung des Rohstoffes Holz am Standort Gaishorn. Es wurde eine 4,1 MWp Photovoltaikanlage in Betrieb genommen, so können seit dem heurigen Jahr signifikante Anteile des Strombedarfs selbst gedeckt werden.

Personal- und Sozialwesen

Im Rahmen gezielter Weiterbildungsmaßnahmen und des internationalen Einsatzes der Mitarbeiter fördert die Geschäftsführung die fachlichen Qualifikationen sowie die Persönlichkeitsentwicklung. Schwerpunkte in der Personalentwicklung bilden neben der Erweiterung von spezifischem, fachlichem Know-how die Weiterentwicklung von Sozial- und Führungskompetenz. Hierbei stellt auch der Wissensaustausch zwischen

den Mitarbeitern der verschiedenen Standorte innerhalb der

Komponente dar. MM-Holz-Gruppe eine wesentliche

Im Bereich des Personalcontrollings findet eine monatliche Überwachung der Kennzahlenentwicklung statt. Dadurch sind wir in der Lage auf Abweichungen rasch zu reagieren und die Entwicklung in den Bereichen Fluktuation, Überstunden, krankheitsbedingte Absenzen, Urlaubsstände sowie Rückstellungsentwicklung zu steuern.

Oberstes Ziel der Lehrlingsausbildung ist es, qualifizierte Fachkräfte für die Zukunft auszubilden. Der Schwerpunkt der Lehrlingsausbildung liegt derzeit in den Bereichen Holztechnik, Maschinenbautechnik, IT und Industriekauffrau/-mann.

Finanzielle Lage der Gesellschaft

Vermögenslage

Angaben aus dem Lagebericht, Originalseite 4
Aktiva in TEUR31.12.202531.12.2024 Veränderungin %
Anlagevermögen20.92021.916-996-5%
langfristig gebundene Mittel20.92021.916-996-5%
kurzfristiges Umlaufvermögen21.59928.757-7.158-25%
Rechnungsabgrenzungsposten063-63-100%
Aktive latente Steuern371401-30-7%
kurzfristig gebundene Mittel21.97029.221-7.251-25%
Summe Aktiva42.89051.137-8.247-16%
Passiva in TEUR31.12.202531.12.2024 Veränderungin %
Eigenkapital15.82424.163-8.339-35%
Investitionszuschüsse227335-108-32%
eigene Mittel16.05124.498-8.447-34%
langfristiges Fremdkapital2.9353.353-418-12%
kurzfristiges Fremdkapital23.90423.2866183%
fremde Mittel26.83926.6392001%
Summe Passiva42.89051.137-8.247-16%

Kennzahlen zur Finanzlage

Angaben aus dem Lagebericht, Originalseite 4
Kennzahlen zur Finanzlage20252024
Eigenkapitalquote nach §23 URG37,1%47,6%
Eigenkapital15.82424.163
Gesamtkapital It. §23 URG42.66350.803
Liquidität 1. Grades3,5%51,0%
liquide Mittel 1. Grades83311.868
kurzfristiges Fremdkapital23.90423.286
Working capital ratio90,4%123,8%
Working Capital21.59928.820
kurzfristiges Fremdkapital23.90423.286

Kapitalflussrechnung nach AFRAC 36

Angaben aus dem Lagebericht, Originalseite 5
Cash Flow in TEUR20252024
1. Ergebnis vor Steuern-1.548-2.640
2. +/- Abschreibungen / Zuschreibungen auf Vermögensgegenstände des Bereichs Investitionstätigkeit4.3756.133
3. -/+ Gewinne/Verluste aus dem Abgang von Vermögensgegenstände des Bereichs Investitionstätigkeit-28-36
4. -/+ Beteiligungserträge, Erträge aus anderen Wertpapieren & Ausleihungen des Finanzanlagevermögens
5. +/- sonstige zahlungsunwirksame Aufwendungen/Erträge, soweit sie nicht Zeilen 7-9 betreffen02
6. Netto-Geldfluss aus dem betrieblichen Ergebnis2.7993.459
7. -/+ Zunahme/Abnahme der Vorräte, Forderungen L&L, sowie anderer Aktiva7.637-4.224
8. +/- Zunahme/Abnahme von Rückstellungen207260
9. +/– Zunahme/Abnahme der Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen sowie anderer Passiva-7923.088
10. Netto-Geldfluss aus der betrieblichen Tätigkeit vor Steuern9.8512.583
11. - Zahlungen für Ertragsteuern0106
12. Netto-Geldfluss aus der betrieblichen Tätigkeit9.8512.689
13. + Einzahlungen aus Anlagenabgang (ohne Finanzanlagen)3463
14. + Einzahlungen aus Finanzanlagenabgang und sonstigen Finanzinvestitionen00
15. – Auszahlungen für Anlagenzugang (ohne Finanzanlagen)-3.384-2.242
16. – Auszahlungen für Finanzanlagenzugang und sonstige Finanzinvestitionen00
17. + Einzahlungen aus Beteiligungs-, Zinsen- und Wertpapiererträgen
18. Netto-Geldfluss aus der Investitionstätigkeit-3.350-2.179
19. Einzahlungen von Eigenkapital00
20. -- Rückzahlungen von Eigenkapital00
21. –– ausbezahlte Ausschüttungen-7.0000
22. + Einzahlungen aus der Begebung von Anleihen und der Aufnahme von Finanzkrediten677-424
23. – Auszahlungen für die Tilgung von Anleihen und Finanzkrediten00
24. – Auszahlungen für Zinsen und ähnliche Aufwendungen00
25. Netto-Geldfluss aus der Finanzierungstätigkeit-6.323-424
26. Zahlungswirksame Veränderung der Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente (Z 12+18+25)17886
27. +/– wechselkursbedingte und sonstige Wertänderungen der Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente
28. + Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente am Beginn der Periode10418
29. Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente am Ende der Periode282104

Die Gesellschaft ist in das Cash Pooling der Mayr-Melnhof Holz Gruppe einbezogen. Innerhalb dieses Cash- Poolings finden ausschließlich Finanzierungen im kurzfristigen Bereich statt. Zum 31. Dezember 2025 besteht eine Cash-Pool-Forderung iHv TEUR 551 (Vorjahr TEUR 11.764).

Zum Liquiditätsrisiko der Gesellschaft im Zusammenhang mit dem Cash Pool verweisen wir auf den Abschnitt "Voraussichtliche Entwicklung der Gesellschaft und Risiken des Unternehmens".

Ertragslage

Angaben aus dem Lagebericht, Originalseite 6
Ertragslage in TEUR20252024Veränderungin %
Umsatzerlöse168.090128.11939.97131,2%
Bestandsveränderungen2.561-1012.662-2635,6%
Betriebsleistung170.651128.01842.63333,3%
Aufwendungen für Material und bezogene Leistungen126.28984.21342.07650,0%
Rohertrag I44.36243.8055571,3%
Personalaufwand18.93418.5733611,9%
Rohertrag II25.42825.2321960,8%
sonstige betriebliche Erträge8031.636-833-50,9%
sonstige betriebliche Aufwendungen23.38423.285990,4%
Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (EBITDA)2.8473.583-736-20,5%
Abschreibungen4.3756.133-1.758-28,7%
Finanzerträge202192105,2%
Ergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT)-1.326-2.3581.032-43,8%
Zinsen und ähnliche Aufwendungen223283-60-21,2%
Ergebnis vor Steuern (EBT)-1.548-2.6401.092-41,4%
Steuern vom Einkommen-209-15-1941293,3%
Jahresgewinn /-verlust-1.339-2.6251.286-49,0%

Rentabilitätskennziffern

Die Eigenkapitalrentabilität ergibt sich aus dem Verhältnis durchschnittlichen Eigenkapital.

des Ergebnisses vor Steuern zum

Die Gesamtkapitalrentabilität ergibt sich aus dem Verhältnis des Ergebnisses vor Steuern zum durchschnittlichen Gesamtkapital.

Angaben aus dem Lagebericht, Originalseite 6
Rentabilitätskennziffern20252024
Eigenkapitalrentabilität-7,7%-10,4%
Ergebnis vor Steuern-1.548-2.640
durchschnittliches Eigenkapital19.99425.476
Gesamtkapitalrentabilität-3,3%-5,2%
Ergebnis vor Steuern-1.548-2.640
durchschnittliches Gesamtkapital47.01450.977

Voraussichtliche Entwicklung der Gesellschaft und Risiken des Unternehmens

Voraussichtliche Entwicklung

Dem jüngsten Wirtschaftsausblick der Organisation for Economic Co-operation and Development zufolge bleibt die Weltwirtschaft trotz anhaltender Herausforderungen insgesamt widerstandsfähig. Für 2026 wird ein globales BIP-Wachstum von rund 3,3 % erwartet. Die Wachstumsaussichten bleiben jedoch regional sehr unterschiedlich.

Für die USA wird ein BIP-Wachstum von rund 2,1 % prognostiziert. Im Euroraum wirken die Erholung der Realeinkommen, stabile Arbeitsmärkte sowie ein weniger restriktives Zinsumfeld grundsätzlich unterstützend, dennoch wird lediglich ein moderates Wachstum von rund 1,5 % erwartet. Die Prognosen für Osterreich und Deutschland liegen weiterhin nur knapp über der Stagnationslinie.

Für Japan wird ein Wachstum von rund 1,3 % bis 1,5 % erwartet. In China setzt sich die Wachstumsverlangsamung fort, mit einem prognostizierten BIP-Wachstum von rund 4,4 %.

Die Inflation in der OECD-Zone dürfte weiter zurückgehen und sich im Jahr 2026 bei rund 3,0 % einpendeln. In weiten Teilen der fortgeschrittenen Volkswirtschaften nähert sich die Inflation damit wieder den Zielwerten der Zentralbanken an. Die Arbeitslosigkeit bleibt im historischen Vergleich niedrig, ebenso das Realeinkommen der Haushalte. Das Wachstum des privaten Verbrauchs bleibt jedoch aufgrund verhaltenen Verbrauchervertrauens gedämpft.

Die Entwicklungen der Baugenehmigungen und der Finanzierungen zeigen für den Hochbau, dass die Talsohle erreicht scheint. Ein wirklicher Aufschwung ist noch nicht in Sicht. Zusätzlich befinden sich viele institutionelle Entwickler und Bauträger in einer schwierigen finanziellen Lage, so dass in Summe für das kommende Jahr mit keiner Erholung in der Bauwirtschaft gerechnet werden kann. Weiterhin positiv für das Geschäft der Gruppe wird sich aber der Trend zur Substitution mineralischer Baustoffe und Stahl durch Holz auswirken.

Es ist damit zu rechnen, dass 2026 die Verfügbarkeit von Rundholz in Mitteleuropa weiter knapp und in Schweden weiter sehr knapp sein wird. Auch ist damit zu rechnen dass die Rohstoffverfügbarkeit speziell für niedrigere Qualitätsstufen unzureichend sein wird. Dies wird zu anhaltend hohen Rundholzpreisen führen. In den Sägewerken wird die Auslastung durch die Verfügbarkeit von Rundholz bestimmt werden, in der Weiterverarbeitung sehen wir aufgrund der anhaltenden Substitution in Richtung Holz weitere Mengensteigerungen möglich. Zusammengefasst erwarten wir ein wirtschaftlich schwieriges Jahr 2026.

Wesentliche Risiken und Ungewissheiten

Die Risiken aus der unsicheren globalen gesamtwirtschaftlichen Entwicklung, den Rahmenbedingungen in der mitteleuropäischen Bauwirtschaft und den spezifischen Entwicklungen der Holzindustrie sind im obigen Kapitel beschrieben.

Weitere Unsicherheiten stellen lokale Verwerfungen der Rohstoffmärkte aufgrund von Umwelt- und Wettereinflüssen, die zu einer Verzerrung der Wettbewerbssituation führen können, dar. Hier gilt es durch sorgfältige und kontinuierliche Beobachtung der operativen und langfristigen Kennzahlen vor allem rasch reaktionsfähig zu bleiben und aufkommende negative Entwicklungen rechtzeitig durch innerbetriebliche oder marktseitige Gegenmaßnahmen einzudämmen.

Das Unternehmen ist verschiedenen weiteren Risiken ausgesetzt, die ein systematisches und kontinuierliches Risikomanagement erforderlich machen.

Die kontinuierliche Rohstoffversorgung erfolgt zum überwiegenden Teil durch die konzernzugehörigen Sägewerke.

Die für die Produktion benötigte elektrische Energie wird fremdbezogen und ist abhängig vom internationalen Börsenpreis (im Speziellen: European Energy Exchange in Leipzig, D). Der Wärmebedarf für die Trockenkammern ist durch die Biomasse-KWK-Anlage eines Partners langfristig abgesichert. Eine hauseigene Photovoltaikanlage mindert das Risiko volatiler Strompreise signifikant. Abhängigkeiten vom internationalen Erdölpreis bestehen insbesondere bei den Frachtkosten.

Die kritischen Faktoren verkaufsseitig liegen zum Teil im Bereich des Marktes. Dabei stellen sowohl die Lagerthematik als auch Uberkapazitäten ernstzunehmende Risiken für den Standort dar. Trotz einer flexiblen Produktpalette und einer Differenzierung über Zusatzleistungen könnten sich diese Bedrohungen nachteilig auf die Umsatzkraft und die Rentabilität des Unternehmens auswirken.

Wachstumsinvestitionen werden nach umfassender betriebswirtschaftlicher, rechtlicher und steuerlicher Würdigung, sowohl durch interne als auch durch externe Experten, getätigt. Der Investitionsprozess unterliegt dabei einem standardisierten Projektcontrolling.

Ein umfassendes Versicherungsprogramm schützt die Gesellschaft vor operativen Vermögensrisiken.

Das Kundenausfallsrisiko wird laufend durch intensive Bonitätsprüfungen und durch den Abschluss entsprechender Kundenkreditversicherungen minimiert.

Das Cash- und Liquiditätsmanagement stellt sicher, dass ausreichend Liquidität (eigene Mittel bzw. jederzeit ausnutzbare Kreditlinien) verfügbar ist, um eingegangene Verbindlichkeiten zu begleichen und Investitionen zu finanzieren. Veranlagungen bzw. Finanzierungen im kurzfristigen Bereich erfolgen im Rahmen des "Cash- Pooling" der Mayr-Melnhof Holz-Gruppe, längerfristige Finanzierungen werden im Zuge der Konzernplanung zentral koordiniert. Das grundsätzliche Liquiditätsrisiko der Gesellschaft bzw. der Gruppe wird mittels laufender Liquiditätsplanungen überwacht. Die Liquiditätssteuerung erfolgt auf Tagesbasis, die Performance der Konzerngesellschaften wird auf Monatsbasis evaluiert, somit kann ein rasches Handeln ermöglicht werden.

Forschung und Entwicklung

Forschung und Entwicklung werden im Konzernverbund abgedeckt. Die Schwerpunkte im Jahr 2025 lagen im Bereich der Leimoptimierung, der Rohstoffnutzung, der Erlangung von marktspezifischen Produktzertifizierugen und der Spezifikationserweiterung.

Bestehende Zweigniederlassungen

Es bestehen keine Zweigniederlassungen.

Gaishorn am See, am 01. März 2026

Die Geschäftsführung

Bernhard Ambros Waldner, 06.03.2026

Mag. Bernhard Waldner

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