Inhaltsverzeichnis
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E. Lagebericht für das Wirtschaftsjahr 2025/2026
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1. Bericht über den Geschäftsverlauf und die wirtschaftliche Lage
1.1. Gesamtwirtschaftliche Rahmenbedingungen
Das Wirtschaftsjahr 2025/2026 war weiterhin von einem herausfordernden, gesamtwirtschaftlichen Umfeld geprägt. Sowohl die europäische als auch die internationale Wirtschaftsentwicklung zeigten sich insgesamt verhalten. Das Fehlen neuer großer öffentlicher und privater Bauprojekte sowie die Zurückhaltung öffentlicher Stellen in der Reinvestition, sowie unklar angekündigte, zukünftige Investitionsanreize prägten das Investitionsverhalten im Bau- und Baunebengewerbe. Die wirtschaftliche Entwicklung war durch die Auswirkungen der Inflationsschwankungen, insbesondere hinsichtlich steigender Lohnund Lohnnebenkosten, einer restriktiven Zinspolitik, sowie zunehmender regulatorischer Anforderungen auf nationaler und europäischer Ebene beeinflusst. Die daraus resultierende Kauf- und Investitionszurückhaltung war sowohl im privaten als auch im gewerblichen Bereich deutlich spürbar. Auch notwendige Preiserhöhungen waren in diesem Beobachtungszeitraum am Markt kaum durchzusetzen.
Darüber hinaus war im Berichtszeitraum eine steigende Anzahl an Unternehmensinsolvenzen, insbesondere in baunahen Branchen und im Handel, festzustellen. Dies führte zu Bonitäts- und Ausfallsrisiken entlang der gesamten Wertschöpfungskette und erforderte eine verstärkte und mit höherem Aufwand belastete Beobachtung der Forderungsentwicklung.
Gemäß Hinweis im ersten Absatz, führen die zunehmende regulatorische Komplexität auf europäischer Ebene - insbesondere im Zusammenhang mit Nachhaltigkeitsberichterstattung, ESG-Anforderungen, Lieferkettenregelungen, CSRD sowie CBAM-Verordnung und daran anschließend die steuerlichen und dokumentationsbezogenen Verpflichtungen dazu, einen weiter steigenden administrativen und organisatorischen Aufwand zu erledigen, der Personalressourcen benötigt und Liquidität verbraucht.
Obwohl auf europäischer Ebene weiterhin Bemühungen zur Verbesserung der Wettbewerbsfähigkeit und Ansätze zum Abbau bürokratischer Belastungen wahrgenommen werden, ist jedoch festzustellen, dass deren praktische Umsetzung sich jedoch aufgrund geopolitischer und wirtschaftlicher Entwicklungen zunehmend anspruchsvoll gestaltet.
Die demographische Entwicklung sowie der anhaltende Fachkräftemangel in Verbindung mit der geopolitischen Entwicklungen stellen darüber hinaus weiterhin erhöhte Anforderungen an Recruiting Management Systeme für den Wirtschaftsstandort Osterreich und Europa dar.
Die Groß-Investition SCH2024, welche eine Lagererweiterung und vollautomatische Kommissionierung von Sperrgut, hauptsächlich im Bereich der Baufertigteile, beinhaltet, wurde begonnen und wird im geplanten Ausmaß abgewickelt. Im Zuge der Vergabe der einzelnen Gewerke konnten aufgrund der aktuellen Marktbedingungen wirtschaftlich attraktive Angebote erzielt und die Projektkosten entsprechend optimiert werden.
1.2. Geschäftsverlauf
Die Schachermayer GmbH konnte sich trotz der herausfordernden wirtschaftlichen Rahmenbedingungen im Berichtszeitraum insgesamt stabil entwickeln.
Schachermayer verfolgt weiterhin einen langfristig orientierten und umsichtigen Unternehmensansatz mit besonderem Fokus auf nachhaltige Kundenbeziehungen, stabile Finanzierungsstrukturen sowie eine enge Zusammenarbeit innerhalb der Unternehmensgruppe und mit internationalen Partnern.
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Die Schachermayer GmbH als österreichische Muttergesellschaft unterstützt ihre Tochtergesellschaften weiterhin sowohl operativ als auch strategisch bei der Anpassung an die sich laufend verändernden wirtschaftlichen Rahmenbedingungen.
Dabei stehen insbesondere die Sicherstellung stabiler Lieferketten, die Optimierung gemeinsamer Beschaffungsstrukturen sowie die gruppenweite Abstimmung wesentlicher Geschäftsprozesse im Vordergrund.
In Osterreich konnte im Berichtszeitraum insgesamt eine maßvolle Geschäftsentwicklung verzeichnet werden. Der Umsatz lag mit rund EUR 496 Mio. um etwa 1,6 % über dem Vorjahresniveau und näherte sich damit der Grenze von EUR 500 Mio. an. Die Handelsspanne konnte trotz des weiterhin erhöhten Kosten- und Wettbewerbsdrucks konstant gehalten werden.
Auch einige Auslandstochtergesellschaften entwickelten sich insgesamt positiv und lagen im Geschäftsjahr 2025 über den geplanten Ergebnissen. Einzelne Märkte - insbesondere Rumänien - zeigen sich weiterhin herausfordernd. Die im Geschäftsjahr 2026/2027 geplanten Anpassungs- und Restrukturierungsmaßnahmen sollen dazu beitragen, die Geschäftstätigkeit im südeuropäischen Absatzmarkt weiterhin fortzuführen.
Die Marktentwicklung zeigte sich regional und branchenspezifisch unterschiedlich.
Während öffentliche Investitionsprojekte weiterhin eine eher stagnierende Entwicklung aufwiesen, blieb die Nachfrage im privaten Bereich insgesamt stabil. Unternehmensbezogene Investitionen erforderten hingegen weiterhin eine differenzierte Einzelfallbeurteilung.
Im Bereich der baunahen Kundengruppen war weiterhin eine erhöhte Insolvenzanfälligkeit festzustellen. Vor diesem Hintergrund wurde und wird dem laufenden Monitoring von Forderungen aus Lieferungen und Leistungen erhöhte Aufmerksamkeit gewidmet. Schachermayer verfolgt hierbei weiterhin zur Minimierung potenzieller Forderungsausfälle eine prudente Kredit- und Risikopolitik.
Im Bereich der Objekttischler zeigte sich die Auftragssituation weiterhin verhalten, während kleinere Handwerks- und Tischlereibetriebe teilweise über eine stabile Auslastung berichten konnten.
Zusätzlichen Steuerungsbedarf ergab sich im E-Commerce-Bereich. Veränderungen in den Vertriebsstrategien einzelner Lieferanten führten zu erhöhtem Wettbewerbsdruck auf internationalen digitalen Plattformen und beeinflussten einzelne Geschäftsbereiche weniger vorteilhaft.
Auch im Bereich Gastronomie und Hotellerie blieb die Investitionsbereitschaft fortgesetzt zurückhaltend, wodurch sich die Nachfrage in einzelnen Produktsegmenten verlangsamt entwickelte.
1.3. Finanzielle und nicht finanzielle Leistungsindikatoren
Im abgelaufenen Geschäftsjahr wurde besonderes Augenmerk auf die Steuerung finanzieller Leistungskennzahlen im Bereich der Lagerbewirtschaftung gelegt. Ziel war es, die Lagerstände stärker an die tatsächliche Geschäftsentwicklung anzupassen, um Uberbestände zu vermeiden und anfallenden Abwertungsbedarf zu minimieren.
Die enge Zusammenarbeit mit Kunden aus Industrie, Gewerbe und Handel bildete dabei eine zentrale Grundlage für die bedarfsgerechte Lagersteuerung. Diese partnerschaftliche Ausrichtung ist nicht nur ein wesentliches Element zur Absicherung der Versorgungskette, sondern trägt auch zur wirtschaftlichen Stabilität der Schachermayer GmbH sowie zur langfristigen Sicherung der Arbeitsplätze bei.
Neben den finanziellen Kennzahlen wurden im Geschäftsjahr auch zentrale nichtfinanzielle Leistungsindikatoren systematisch beobachtet und in die Steuerung einbezogen. Im Bereich der Logistik lag der Fokus auf Effizienz, Digitalisierung und technischer Weiterentwicklung. Das bestehende Dienstleistungsangebot wird fortlaufend analysiert, verbessert und durch gezielte Investitionen in moderne
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Technologien erweitert. Als zentrale Indikatoren dienten unter anderem die Liefertermintreue, die Fehlerquote in der Zustellung sowie die Zufriedenheit der Kunden mit der logistischen Abwicklung.
Ein weiterer nichtfinanzieller Schwerpunkt lag auf der Qualifikation und Motivation der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter. Durch kontinuierliche Aus- und Weiterbildungsmaßnahmen wurde das unternehmensspezifische Know-how gezielt gefördert und gesichert. Leistungsindikatoren in diesem Bereich umfassen unter anderem die Anzahl der absolvierten Schulungsstunden und die Fluktuationsquote. Diese Maßnahmen stärken langfristig die Innovations- und Anpassungsfähigkeit von Schachermayer.
Auf Basis der breiten Produktpalette und des konstant hohen Qualitätsniveaus sieht sich die Schachermayer GmbH auch zukünftig in der Lage, ihre Marktstellung weiter auszubauen. Die Kombination aus wirtschaftlicher Steuerung und qualitativen Entwicklungsmaßnahmen stellt ein integriertes Steuerungsmodell dar, das sowohl auf kurzfristige Effizienz als auch auf nachhaltiges Wachstum ausgerichtet ist.
1.4. Kostenentwicklung und Ergebnislage
Die Ergebnisentwicklung war weiterhin von erhöhtem Kosten- und Margendruck geprägt. Belastungsfaktoren waren insbesondere:
• gestiegene Energiepreise, • inflationsbedingte Kostensteigerungen, • höhere Personalaufwendungen, • sowie erhöhte regulatorische und administrative Anforderungen.
Entgegen der dargestellten Entwicklungen konnte die Kostenstruktur durch laufende Steuerungs- und Optimierungsmaßnahmen stabil gehalten werden. Entlastungen ergaben sich dabei insbesondere in den Bereichen Instandhaltung, sonstiger betrieblicher Aufwand sowie Personal.
Bezüglich der Entwicklung der Personalrückstellungen, insbesondere der zugrunde gelegten Zinsparameter, wird auf die entsprechenden Ausführungen im Anhang des Jahresabschlusses verwiesen. Zusätzlich wurden laufend Maßnahmen zur Optimierung von Lagerständen, Verpackungsaufwendungen sowie internen Prozessabläufen umgesetzt.
Die Liquiditätssituation der Gesellschaft blieb im gesamten Berichtszeitraum stabil und gesichert. Die Eigenkapitalbasis stellt weiterhin ein wesentliches Stabilitätsfundament der Schachermayer GmbH dar. Mit dem erzielten „Cash Flow" erfolgte die Rückführung verzinslichen Fremdkapitals gemäß den Finanzierungsplänen; mit dem verbuchten Jahresgewinn ergab sich auch im Wirtschaftsjahr 2025/2026 die fortan gewünschte und prognostizierte Stärkung im Eigenkapital der Gesellschaft.
Nachfolgend werden wesentliche Kennzahlen für das Wirtschaftsjahr 2025/2026 aufgelistet und mit - teilweise nicht veränderten (Hinweis auf das RAG 2014) - Vorjahreswerten verglichen.
Ausgewählte finanzielle Leistungsindikatoren (Angabe in TEUR)
(Gemäß Empfehlung im Fachgutachten des Fachsenates für Betriebswirtschaft und Organisation KFS/BW 3)
| 2025/2026 | 2024/2025 | |
|---|---|---|
| Umsatzerlöse | 496.250 | 488.474 |
| Wareneinsatz | 320.088 | 315.091 |
| Personalaufwand | 99.187 | 99.628 |
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| Ergebnis vor Steuern | 19.094 | 17.519 | ||
|---|---|---|---|---|
| Eigenmittelquote in % | 72,36 | 69,75 | ||
| Schuldentilgungsdauer | 2,26 Jahre | 1,41 Jahre | ||
| Nettoverschuldung | 13.859 | es liegt keine Nettoverschuldung vor | ||
| Nettoverschuldungsgrad in % | 5,67 % | es liegt keine Nettoverschuldung vor | ||
| Cash Flow nach der Praktikermethode | 24.784 | 13.961 | ||
| Cash Flow Finanzierungstätigkeiten | - | 8.184 | - | 8.289 |
| Cash Flow Investitionstätigkeiten | - | 42.625 | - | 12.808 |
| Working Capital | 69.642 | 82.785 |
1.5. Investitionen und Standortentwicklung
Die Firma Schachermayer GmbH mit dem Sitz in Linz unterhält eine Zweigniederlassung in Wien und ist mit ihren Standorten (Beratungszentren) in St. Pölten, Graz, Villach, Salzburg, Innsbruck und Rankweil österreichweit vertreten.
Die Investitionstätigkeit erfolgte anhaltend unter Berücksichtigung langfristiger Zielsetzungen.
Im Berichtszeitraum wurde die Erweiterung und Modernisierung bestehender Infrastrukturprojekte am Firmensitz fortgeführt.
Die Aufstockung des Bürogebäudes verläuft planmäßig; die Übersiedelung in die erweiterten Räumlichkeiten ist für das Jahr 2027 vorgesehen.
Parallel dazu wurden die Bauarbeiten im Bereich des Großraum-Hauptlagers weiter vorangetrieben. Im Rahmen sämtlicher Investitionsprojekte wird besonderer Wert auf Kostenkontrolle, langfristige Wirtschaftlichkeit sowie nachhaltige Infrastrukturentwicklung gelegt.
Aufgrund der aktuellen wirtschaftlichen Rahmenbedingungen werden Investitionsentscheidungen stets mit erhöhter Sorgfalt getroffen. Gleichzeitig verfolgt Schachermayer eine langfristig orientierte Investitionspolitik zur Sicherstellung ihrer Wettbewerbsfähigkeit und technologischen Marktposition.
1.6. Nachhaltigkeit und ESG
Der Fokus auf die Nachhaltigkeit ist in die langfristige Unternehmensstrategie eingebunden.
Die zunehmenden europäischen regulatorischen Anforderungen im Zusammenhang mit:
• ESG-Kriterien, • Nachhaltigkeitsberichterstattung, • EU-Taxonomie, • Lieferkettenregelungen, • sowie weiteren Offenlegungs- und Dokumentationspflichten führen jedoch zu einem erheblichen organisatorischen, technischen und administrativen Mehraufwand.
Die Schachermayer GmbH arbeitet laufend an der Optimierung bestehender und Weiterentwicklung neuer interner Prozesse, Systeme und Kontrollmechanismen zur Sicherstellung der Einhaltung sämtlicher regulatorischer Anforderungen.
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1.7. Energie und Umwelt
Die Entwicklungen auf den internationalen Energie- und Rohstoffmärkten erfordern auch im Geschäftsjahr 2025/2026 weiterhin eine Uberprüfung und Planung für mögliche flexible Anpassungsmaßnahmen.
Die Gesellschaft verfolgt laufend Maßnahmen zur:
• Verbesserung der Energieeffizienz, • Reduktion des Ressourcenverbrauchs, • Optimierung logistischer Prozesse, • sowie langfristigen Sicherstellung der Energie- und Versorgungssicherheit.
1.8. Mitarbeiterlnnen und Demographie
Die demographische Entwicklung sowie der anhaltende Fachkräftemangel erfordern eine erhöhte Aufmerksamkeit und laufende Evaluierung.
Die Rekrutierung qualifizierter Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter gestaltet sich insbesondere in technischen, kaufmännischen und IT-orientierten Bereichen anspruchsvoll, aber für SCH erfolgreich.
Trotz der unveränderten - täglichen - Herausforderungen wurde der Personalstand stabil gehalten, insbesondere unter Berücksichtigung der umfangreichen Maßnahmen, weswegen die Schachermayer GmbH daher unverändert und gezielt investiert in:
• Lehrlingsausbildung, • Mitarbeiterentwicklung, • Gesundheitsmanagement, • sowie Aus- und Weiterbildungsprogramme
Die im dritten Jahr von Schachermayer last erfolgten Investitionen in moderne Freizeit-, Kreativ- und Gamingwelten unterstützen neue Wege im Recruiting junger Talente als zukünftige Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter von Schachermayer.
Mit innovativen Bereichen für Gaming, Sport, Events und Community schafft das Familienunternehmen Schachermayer einen Ort, der Jugendliche begeistert und gleichzeitig die vielfältigen Beruswelten hinter Schachermayer erlebbar macht.
So positioniert sich Schachermayer als zukunftsorientierter Arbeitgeber, der zeigt, dass Arbeit, Innovation und Spaß perfekt und integriert zusammenpassen können.
2. Bericht über die voraussichtliche Entwicklung
und die Risiken des Unternehmens
2.1. Voraussichtliche Entwicklung des Unternehmens
Für das kommende Wirtschaftsjahr wird fortwährend von einem herausfordernden wirtschaftlichen Umfeld ausgegangen.
Die Unsicherheiten hinsichtlich:
• Konjunkturentwicklung, • Energiepreisen, • geopolitischer Entwicklungen, • regulatorischer Anforderungen, • sowie Investitions- und Konsumverhalten bleiben unverändert hoch und wird diesen auch künftig besondere Bedeutung beigemessen werden.
Eine kurzfristige nachhaltige Erholung der europäischen Bau- und Investitionsgüterkonjunktur ist derzeit nur eingeschränkt absehbar. Die Hoffnung, dass eine solche Entwicklung in Europa im Jahr 2026 “ Platz nimmt", bleibt bestehen.
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Mit der Inbetriebnahme des Sperrgutlagers wird eine Entlastung der bestehenden Lagerkapazitäten erwartet. Dadurch ergeben sich zusätzliche Möglichkeiten zur Bevorratung ausgewählter Sortimentsbereiche sowie zur Nutzung von Beschaffungsvorteilen im Rahmen marktbedingter Einkaufssituationen. Gleichzeitig soll die Flexibilität in der Beschaffung erhöht werden, um auf Veränderungen der Marktund Preisverhältnisse besser reagieren zu können.
Die Entwicklung des Personalaufwandes im Verhältnis zur Ertragslage stellt weiterhin einen wesentlichen Faktor für die wirtschaftliche Entwicklung der Gesellschaft dar. Vor diesem Hintergrund werden die bestehenden Strukturen und Prozesse laufend überprüft und, soweit wirtschaftlich zweckmäßig, Maßnahmen zur Effizienzsteigerung sowie technologiegestützte Optimierungen in den einzelnen Geschäftsbereichen umgesetzt.
2.2. Wesentliche Risiken und Ungewissheiten
Risiken sind Bestandteil jeglicher, unternehmerischer Geschäftstätigkeit und beinhalten die Gefahr, dass durch interne bzw. externe Ereignisse sowie durch Handlungen oder Entscheidungen Unternehmensziele nicht erreicht werden oder gar der Fortbestand eines Unternehmens gefährdet wird.
Nur ein bewusster und zielorientierter Umgang mit Risiken ermöglicht, unternehmerischen Ziele optimal zu erreichen.
Schachermayer verfügt über ein laufend weiterentwickeltes Risikomanagement- und internes Kontrollsystem zur frühzeitigen Identifikation, Bewertung und Steuerung wesentlicher Unternehmensrisiken.
Zu den wesentlichen Risiken zählen insbesondere:
• konjunkturelle und geopolitische Risiken, • Energie- und Rohstoffpreisrisiken, • regulatorische Risiken, • Cyber- und IT-Risiken, • Lieferkettenrisiken, • Personal- und Fachkräftemangel, • sowie Bonitäts- und Ausfallsrisiken.
Derzeit bestehen keine rechtlichen und wirtschaftlichen Risiken mit wesentlichem Einfluss auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft. Der Marktwert der flüssigen mittel- und kurzfristigen Veranlagungen, kurzfristigen Forderungen sowie kurzfristigen Rückstellungen und Verbindlichkeiten entspricht im Wesentlichen den bilanzierten Werten, sodass für diese ausgewiesenen Bilanzpositionen keine Sicherungsgeschäfte abgeschlossen werden müssen.
Das Risikomanagementsystem umfasst die laufenden Analysen und Überwachung der wesentlichen Risiken wie Branchenrisiken, unternehmerische Risiken, Zinsänderungsrisiken und IT-Risiken.
Zur Steuerung der betrieblichen Risiken dienen insbesondere die
- Umsatz- und Ertragsplanung - Finanzplanung - Investitionsplanung - Personalplanung - sowie deren ständige Überwachung und Anpassung.
Die laufende Uberwachung von Debitorenforderungen sowie die vorsichtige Bewertung potenzieller Ausfallsrisiken bleiben weiterhin wesentliche Bestandteile der Unternehmenssteuerung.
Zusätzlich bestehen weiterhin Unsicherheiten hinsichtlich der zukünftigen Entwicklung internationaler Konflikte sowie deren Auswirkungen auf Energieversorgung, Rohstoffpreise, internationale Handelsstrukturen und Investitionsbereitschaft.
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IT-Risiken werden im Unternehmen durch einen strukturierten, monatlich erstellten Risiko- und Sicherheitsbericht gesondert überwacht und bewertet.
Der Umstieg vom bisherigen SAP R/3-System auf SAP S/4HANA wurde erfolgreich abgeschlossen. Die Systemumstellung wurde nicht nur zur technologischen Modernisierung durchgeführt, sondern auch mit Blick auf eine nachhaltige Reduktion potenzieller IT-Sicherheitsrisiken. Sie bildet eine zukunftsweisende Grundlage für die fortlaufende Weiterentwicklung hin zu einer stärker automatisierten und integrativen Buchhaltungs- und Systemarchitektur, insbesondere im Zusammenspiel mit den Lager- und Logistiksystemen.
Im Zuge der Systemmigration wurde auch der Uberwachung der Einhaltung sämtlicher produktbezogener rechtlicher Anforderungen erhöhte Aufmerksamkeit gewidmet. Die Sicherstellung regulatorischer Konformität ist in diesem Zusammenhang ein wesentlicher Bestandteil des internen Kontrollsystems geblieben.
Die Branchenentwicklung ist durch einen kontinuierlichen Wettbewerb auf der Anbieterseite teilweise auch auf der Lieferantenseite gekennzeichnet. Besondere Branchen- und Marktrisiken sind aktuell nicht ersichtlich. Hinsichtlich der Risikoentwicklung in globalen Marktbereichen und/oder im EU-Raum können keine Vorhersagen getroffen werden.
Vorbehalt zu Zukunftsaussagen
Dieser Lagebericht enthält zukunftsgerichtete Aussagen zur Geschäfts- und Ertragsentwicklung, die auf unseren derzeitigen Plänen, Einschätzungen, Prognosen und Erwartungen beruhen. Diese Aussagen beinhalten Risiken und Unsicherheiten. Es gibt eine Vielzahl von Faktoren, die auf unser Geschäft einwirken und zu großen Teilen außerhalb unseres Einflussbereiches liegen. Dazu gehören vor allem die konjunkturelle Entwicklung und mögliche Forderungsausfälle. Die tatsächlichen Ergebnisse und Entwicklungen können also von unseren heute getroffenen Annahmen abweichen. Sie haben daher nur zum Zeitpunkt der Veröffentlichung Gültigkeit. Wir übernehmen keine Verpflichtung, die zukunftsgerichteten Aussagen angesichts neuer Informationen oder unerwarteter Ereignisse zu aktualisieren.
3. Bericht über die Forschung und Entwicklung
Die Gesellschaft unterhält keine Forschungs- und Entwicklungsbereiche.
4. Bericht über den Bestand sowie den Erwerb und die Veräußerung eigener Anteile
Die Gesellschaft besitzt keine eigenen Anteile; weshalb auch die Veräußerung als gegenstandslos festzustellen ist.
5. Wesentliche Merkmale des internen Kontroll- und des Risikomanagementsystems
Risikoverständnis und Ziele des Risikomanagements
Finanzinstrumente
Die in der Bilanz ausgewiesenen originären Finanzinstrumente sind Gegenstand des allgemeinen Risikomanagements des Unternehmens. Erkennbare Risiken und notwendige Vorsorgen werden im Rahmen der angewandten Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden erfasst und sind im vorliegenden Jahresabschluss angemessen berücksichtigt. Derivative Finanzinstrumente werden nicht eingesetzt.
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Beschaffungsrisiken
Risiken im Zusammenhang mit der Beschaffung von Waren für die Kunden wird durch sorgfältige Auswahl der Lieferanten und Abschluss von jährlichen Rahmenvereinbarungen begegnet.
Die Schachermayer GmbH ist bestrebt, die langfristigen Lieferantenverbindungen zu erhalten und neue aufzubauen. Besonderes Augenmerk wird auf die Lieferbereitschaft und Qualität der Waren des Unternehmens, auf die Produkt - Nachfragen der Kunden, sowie auf konkurrenzfähige Preise gelegt.
Kredit- und Ausfallsrisiken
Die Bezahlung der Kundenforderungen erfolgt teilweise im Wege des Bankeinzugs, sonst auf Grund mit den Kunden vereinbarter Zahlungsziele. Die laufende Überwachung der offenen Kundenforderungen und das eingerichtete Mahnwesen gewährleistet ein hohes Maß an Einbringlichkeit der Debitorenforderungen. Bei größeren und/oder erkennbaren Risiken werden fallweise Sicherungsvereinbarungen abgeschlossen.
Liquiditätsrisiken
Das Liquiditätsmanagement der Firma Schachermayer GmbH ist so ausgerichtet, dass durch die Planung der Umsätze und Zahlungseingänge sichergestellt ist, dass die offenen Lieferantenverbindlichkeiten entsprechend den mit den Lieferanten getroffenen Vereinbarungen fristgerecht und unter Ausnutzung bestmöglicher Skontoabzüge beglichen werden können. Ein weiterer Teil des Liquiditätsmanagement umfasst die laufenden Re-Investitionen sowie Groß-Investitionsvorhaben.
Versicherungs- und Betriebsrisiken
Den allgemeinen und speziellen Betriebsrisiken wird neben entsprechenden Versicherungen durch regeimäßige Wartung der Gebäude und Betriebsmittel begegnet.
Risiken der IT-Systeme
Die zunehmende Digitalisierung betrieblicher Prozesse führt gleichzeitig zu erhöhten Anforderungen im Bereich IT-Sicherheit und Datenschutz.
Die Gesellschaft investiert daher laufend in:
• moderne IT-Infrastruktur, • Sicherheits- und Kontrollsysteme, • sowie Maßnahmen zur Prävention und Minimierung potenzieller Cyberrisiken.
Im Hinblick auf Verfügbarkeit, Zuverlässigkeit und Effizienz der eingesetzten EDV-Systeme bedient sich die Firma Schachermayer GmbH neben eigenen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern auch externer Unternehmen. Im IT-Bereich kommt geprüfte Software zum Einsatz, zusätzlich werden die einschlägigen Sicherheitsstandards beachtet. Ein monatlicher Sicherheitsbericht, sowie die klare Messung und Zieldefinition von Sicherheitsstandards geben ein gutes Bild über das aktuelle IT-Risiko.
Linz, am 29.06.2026
Ma Gerd Schąchermayer; Gesellschafter- Geschäftsführer Franz Josef Schachermayer MIB; Geschäftsführer
Schachermayer GmbH
4020 Linz, Schachermayerstraße 2, T. +43 (0)732 6599 0. F. +43 (0)732 6599 1360 E. [email protected], www. schachermayer at UID-Nr : ATU 23134409, DVR 0079561, ARA-LN 949, LG Linz, FN 78652 s ISO 9001:2015 zertifiziert