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Lagebericht 2025

Marian & Co. Gesellschaft m.b.H.

Original-PDF

Stichtag 31. Dez. 2025 · Eingereicht am 28. Mai 2026

Inhaltsverzeichnis

Marian & Co. Gesellschaft m. b. H.

Jahresabschluss zum 31.12.2025

1. Bericht über den Geschäftsverlauf und die wirtschaftliche Lage

1.1. Geschäft und Rahmenbedingungen

1.1.1. Rahmenbedingungen Österreich

Die heimische Wirtschaft wuchs im Jahr 2025 leicht. Das BIP erhöhte sich im Vergleich zum Vorjahr nach ersten Schätzungen um +0,6%1. Von diesem Trend konnte sich der Handel absetzen. Das nominelle Wachstum betrug hier +2,1% gegenüber dem Vorjahr (real bei +0,6%). Innerhalb des Handels konnte insbesondere der Lebensmitteleinzelhandel ein Plus von +4,4% vs. 2024 erzielen (real bei +1,1%)2.

Die Teuerungsrate ist im Vergleich zum Vorjahr höher gewesen. Sie lag im Jahr 2025 bei +3,6% gegenüber dem Vorjahr. Im Jahr 2024 ist die Inflation bei +2,9% gelegen. Damit verzeichnete Osterreich eine deutlich stärkere Teuerungsrate als fast alle anderen Länder im Euroraum. Die Teuerung für Lebensmittel lag bei +3,7% (nach +2,6% im Vorjahr) und damit nur leicht über dem HVPI, der vor allem durch Wohnen, Wasser, Energie (+5,7%) und Restaurants und Hotels (+5,8%) getrieben wurde3.

Ein Treiber der guten Entwicklung waren Mindestlohnanpassungen, die mit +3,9% gegenüber dem Vorjahr oberhalb der Teuerungsrate lagena.

Ein weiterer positiver Treiber der Entwicklung war die gestiegene Anzahl an Übernachtungen, die im Vergleich zum Vorjahr um +1,9% stiegen. Der höchste Zuwachs konnte dabei in Wien erzielt werden, wo REWE über eine überdurchschnittlich hohe Marktanzahl verfügt5.

1 Osterreichisches Institut für Wirtschaftsforschung,WiFO, Wirtschaftliche Dynamik war im IV. Quartal 2025 leicht positiv

² Statistik Austria, Konjunktur Handel Umsatz 2025

3 Statistik Austria, Inflation 2025 mit 3,6 % höher als im Vorjahr

4 Statistik Austria, Mindestlöhne 2025 stärker gestiegen als Inflation 2024

3 Statistik Austria, Wieder Höchstwert: 157 Mio. Nächtigungen im Jahr 2025

1.1.2. Geschäftsverlauf

Die Umsatzerlösentwicklung des abgelaufenen Geschäftsjahres lag rd. MEUR 13,2 über dem des Vorjahres. Dies wurde vor allem durch die gestiegenen Leasing- und Mieterlöse (rd. + 13,2%) erreicht.

Die Betriebsleistung stieg in Folge im Vergleich zum Vorjahr um 6,9 % von TEUR 190.984 auf TEUR 204.195.

1.2. Zweigniederlassungen

Es bestehen keine Zweigniederlassungen.

1.3. Finanzielle und Nichtfinanzielle Leistungsindikatoren

1.3.1. Finanzielle Leistungsindikatoren

Das ordentliche Betriebsergebnis vor Abschreibung, Zinsen und Ertragsteuern stieg von TEUR 124.782 auf TEUR 140.847. Die Umsatzsteigerung führte auch zu einer Erhöhung des Leistungsaufwandes (Aufwand für bezogene Leistungen). Durch die positive Umsatzentwicklung und trotz dem der allgemeinen Zinssituation geschuldetem erhöhten Zinsaufwand stieg der Jahresüberschuss gegenüber dem Vorjahr von TEUR 8.950 auf TEUR 15.080.

Der Netto-Geldfluss aus der laufenden Geschäftstätigkeit ist von TEUR 119.516 auf TEUR 130.230 gestiegen. Der Netto-Geldfluss aus der Investitionstätigkeit beträgt TEUR -134.087 (Vorjahr: TEUR -137.245) und der Netto-Geldfluss aus der Finanzierungstätigkeit liegt bei TEUR -8.941 (Vorjahr: TEUR -6.305).

Die Eigenkapitalrentabilität (Ergebnis vor Steuern in Prozent des Eigenkapitals zu Beginn der Periode – ROE) erhöhte sich von 13,7% auf 22,1%. Die Gesamtkapitalrentabilität (EBIT in Prozent des Gesamtkapitals zu Beginn der Periode ROI) stieg von 9,6% auf 10,4%.

Die Eigenkapitalausstattung stieg gegenüber dem vergangenen Jahr. Das Unternehmen weist ein Eigenkapital in Höhe von TEUR 93.892 (Vorjahr: TEUR 87.752) aus, die Eigenkapitalquote beträgt 34,7% (Vorjahr: 34,2%). Die Anlagendeckung veränderte sich geringfügig auf 39,2% (Vorjahr: 39,4%).

1.3.2. Nichtfinanzielle Leistungsindikatoren

1.3.2.1. Österreichischer Musterbetrieb

Marian wird seit nunmehr 14 Jahren von der ÖQA Quality Austria (Österreichische Arbeitsgemeinschaft zur Förderung der Qualität) mit dem Austria Gütezeichen und somit als österreichischer Musterbetrieb ausgezeichnet.

Dieses Gutachten muss nach zweijähriger Laufzeit mittels Rezertifizierung, sprich Überprüfung, erneuert werden.

Mit diesem international anerkannten Gütezeichen werden die Qualität unserer Inhouse-Produkte und Dienstleistungen (Grafik, Fotografie, Bildbearbeitung, Druck und Service) unterstrichen und für die Zukunft sichergestellt.

1.3.2.2. Das österreichische Umweltzeichen

Immer mehr Menschen ist es wichtig, durch ihr persönliches Konsumverhalten einen entscheidenden Beitrag zum Umweltschutz zu leisten. Das österreichische Umweltzeichen dient dabei als wichtige Orientierung, indem es umweltfreundliche Produktalternativen aufzeigt.

Der Marian Inhouse-Agentur wurde bereits im Jahr 2010 durch das Umweltministerium des Österreichische Umweltzeichen verliehen.

Eine Auszeichnung mit diesem Gütesiegel steht für höhere Lebens- und Umweltqualität. Diese bezieht sich nicht nur auf die hervorragende Qualität des Produktes selbst, sondern ist ein Garant für Umwelt und Gesundheitsvorsorge sowie ethische Fundierung. Die Richtlinien werden laufend aktualisiert, sodass ein hoher Qualitätsstandard nachhaltig garantiert wird. Um Transparenz zu gewährleisten, wird die Einhaltung dieser Umweltrichtlinien alle vier Jahre durch ein unabhängiges Gutachten nachgewiesen. Nicht nur dieses, gemäß den Richtlinien des österreichischen Umweltzeichens ist jährlich eine Meldung zu Schulungsnachweis, Papierabfällen und VOC-Emissionen an den VKI zu übermitteln. Marian signalisiert damit, dass wir nachhaltige Produktion unterstützen, fördern und selbst ausführen. Durch transparente Information über Herstellung, Gebrauch und Entsorgung einzelner Verbrauchsgüter und deren Belastung für die Umwelt wird Vertrauen in das Gütesiegel geschaffen. Konsumenten erkennen durch das österreichische Umweltzeichen auf den ersten Blick: hohe Qualität, Nachhaltigkeit und Verantwortung. Marian produziert bis zum heutigen Tag unter ökologischen Gesichtspunkten. Um nur einen kleinen Auszug zu nennen, beginnt dies bereits bei den Digitaldruckmaschinen, geht weiter bis zu den kadmiumfreien Heftklammern für die Broschüren Heftung und endet in der Entsorgung der Toner- und Papierabfälle.

2. Bericht über die voraussichtliche Entwicklung und die Risiken des Unternehmens

2.1. Voraussichtliche Entwicklung des Unternehmens

Durch die Anbindung an den REWE-Konzern wird weiterhin von einer stabilen Entwicklung ausgegangen.

2.2. Risiken des Unternehmens

2.2.1. Beschaffungsrisiko

Durch kurzfristig auftretende Störungen in den globalen Warenflüssen kann es zu Lieferengpässen kommen. Diese können in der Regel durch alternative Lieferanten zeitgerecht behoben werden.

Aufgrund der geografischen Ausrichtung der Beschaffungs- und Absatzmärkte bestehen derzeit keine unmittelbaren Auswirkungen des Nahost-Konfliktes/Iran-Krieges auf die Geschäftstätigkeit der REWE Group. Mögliche indirekte Effekte können sich jedoch aus globalen Energie- und Rohstoffpreisentwicklungen ergeben und werden im Rahmen des Risikomanagements laufend beobachtet.

2.2.2. Personalrisiko

Die Gesellschaft benötigt für ihre strategischen und unternehmerischen Ziele qualifizierte Fach- und Führungskräfte. Dadurch entsteht die ständige Herausforderung, dieses Personal für den Konzern zu gewinnen und zu binden. Vor dem Hintergrund des anhaltenden Fachkräftemangels und dem weiteren hohen Stand an offenen Stellen wird dies zunehmend schwieriger. Aktuell zeichnet sich zwar eine leichte Entspannung6 ab, der demografische Wandel wird aber auch zukünftig Auswirkungen auf die Gewinnung qualifizierter Fach- und Führungskräfte haben.

Um die Qualifikation der Mitarbeiter:innen zu verbessern werden zielgruppenspezifische Aus- und Weiterbildungsmaßnahmen gesetzt, ein breit gefächertes Seminarangebot steht ebenfalls zur Auswahl.

Neben klassischen Trainings werden auch moderne Methoden wie das E-Learning in Form von kompakten Modulen zu verschiedenen Themen eingesetzt.

Der Fachkräftemangel betrifft auch die Gesellschaft. Hierauf wird laufend mit Employer Branding Kampagnen reagiert, um sich so als attraktiver Arbeitgeber mit vielfältigen Job- und Entwicklungsmöglichkeiten bei potentiellen Bewerber:innen zu positionieren.

2.2.3. Finanzinstrumente

Folgende Finanzinstrumente werden verwendet (die Werte sind in der Bilanz ersichtlich):

x Liquide Mittel x Forderungen aus Lieferungen und Leistungen x Forderungen gegenüber verbundenen Unternehmen x Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten x Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen x Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen

Aus der Verwendung von Finanzinstrumenten bestehen für die Gesellschaft folgende Risiken:

Für die sonstigen Forderungen und Verbindlichkeiten sowie die liquiden Mittel ergeben sich aufgrund ihrer kurzen Laufzeit keine signifikanten Unterschiede zwischen Buchund Marktwerten.

2.2.4. Liquiditätsrisiko

Die Gesellschaft hat einen Finanzplan erstellt, der laufend aktualisiert und an die aktuellen Verhältnisse angepasst wird. Das Liquiditätsrisiko wird vom Management als gering eingeschätzt. Die Gesellschaft ist in das Cashpooling des REWE-International- Konzerns eingebunden, wobei im Falle einer ordentlichen Kündigung eine Kündigungsfrist von zwölf Monaten als vereinbart gilt. Die wesentlichen Risiken aus Konzernverrechnungen und Bankverbindlichkeiten sind durch das Risikomanagement der REWE-Group, der die Gesellschaft angehört, abgedeckt. Dadurch ist sichergestellt, dass ausreichend Liquidität zur fristgerechten Bedeckung der Verbindlichkeiten vorhanden ist.

2.2.5. Fremdwährungsrisiko

Da sowohl Beschaffung als auch Vertrieb im Wesentlichen in Euro abgewickelt wird, besteht kein Fremdwährungsrisiko.

2.2.6. Ausfallsrisiko von Forderungen aus Lieferungen und Leistungen

Die Gesellschaft beurteilt das Ausfallsrisiko betreffend den gesamten Kundenforderungsbestand regelmäßig und trägt den aktuellen Verhältnissen mit einer Wertberichtigung Rechnung. Weiters ist die Gesellschaft seit 2009 in das zentrale Forderungsmanagement der REWE Group eingebunden.

Derzeit bestehen keine wesentlichen Forderungen gegenüber Russland und der Ukraine wodurch auch aus diesem Sachverhalt kein erhöhtes Ausfallrisiko gegeben ist.

2.2.7. Ausfallsrisiko von Forderungen gegenüber verbundenen Unternehmen

Aufgrund der laufenden Zahlungen und der wirtschaftlichen Lage der verbundenen Unternehmen schätzen wir das Ausfallsrisiko als gering ein.

2.2.8. Cashflowrisiko

Das Risiko, dass sich zukünftige Zahlungen aufgrund von Zinsschwankungen ändern, schätzen wir als gering ein.

2.2.9. Preisänderungsrisiko

Da die Gesellschaft langfristige Abnahmeverträge mit Lieferanten abgeschlossen hat, beobachten und schätzen wir das Preisänderungsrisiko laufend ein.

2.2.10. Legislatives Risiko

Aus Risikogesichtspunkten werden alle relevanten Gesetze oder Verordnungen, die den Geschäftszweck der Gesellschaft betreffen, wenn möglich schon im Prozess der Ausarbeitung bzw. Anderung intensiv beobachtet. Die Auswirkungen von neuen bzw. geänderten Gesetzen oder Verordnungen auf die Gesellschaft können somit zeitnah analysiert und bewertet werden, wodurch ein zeitgerechtes Handeln möglich ist.

2.2.11. Verfahrensrisiko

Es besteht kein Verfahrensrisiko, da momentan weder Verfahren anhängig sind noch Rechtstreitigkeiten bestehen.

3. Bericht über die Forschung und Entwicklung

Im Bereich Forschung und Entwicklung wurden im Geschäftsjahr 2025 keine Aktivitäten gesetzt.

Wiener Neudorf, am 17. April 2026

Thomas SCHMID e.h. DocuSigned by: 22948D. Ing. Barbara REIMOND-CHARAMSA e.h. –DocuSigned by: -8A3F35E7369C474..

Mag. Richard HEINSCHINK e.h. Signed by: Giband Herbin 5356F6CE722E484.

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