Inhaltsverzeichnis
1. Geschäftsverlauf und Lage der Gesellschaft
Das Geschäftsjahr 2025 wurde im Krankenhaus durch folgende wesentliche Entwicklungen geprägt:
Das Finanzierungsmodell mit dem Land Steiermark und dem Gesundheitsfonds Steiermark wurde für 2025 verhandelt. Sämtliche Zahlungen des Gesundheitsfonds Steiermark und des Landes Steiermark sind fristgerecht eingelangt.
Mit Verkauf der Gesundheitseinrichtungen der VAMED Management und Service GmbH an den neuen Mehrheitseigentümer PAI wurde am 01.10.2024 ein Großteil der Gesundheitseinrichtungen von der Ynomos Beteiligungsverwaltungs GmbH übernommen. Am 31.03.2025 wurden auch die bisher von der VAMED Management und Service GmbH gehaltenen Anteile an der Neurologisches Therapiezentrum Kapfenberg GmbH auf die Ynomos Beteiligungsverwaltungs GmbH übertragen, nachdem sich die Gesellschafter, die Stadtgemeinde Kapfenberg und die Ynomos Beteiligungsverwaltungs GmbH sowie die Betreiberin der Einrichtung, HFO Health Facility Operations Services GmbH, in einem Syndikatsvertrag vom 25.02.2025 nach der Zustimmung des Gemeinderates der Stadtgemeinde Kapfenberg am 24.02.2025 und der erfolgten Zustimmung der Gemeindeaufsichtsbehörde über die Rahmenbedingungen der weiteren Zusammenarbeit verständigt haben.
Ein diesbezüglicher Gesellschafterbeschluss ist am 04.03.2025 erfolgt. Die Stadtgemeinde Kapfenberg sichert sich darin eine Mitsprache in allen wesentlichen Punkten der Geschäftsordnung für die Geschäftsführung und den Gesellschafterausschuss und hat mit Ynomos Beteiligungsverwaltungs GmbH einen Zeitraum von zwei Jahren vereinbart, an dessen Ende die Stadtgemeinde ihre Anteile an der Neurologisches Therapiezentrum Kapfenberg GmbH auf 100% aufstocken kann.
Wie zwischen den Gesellschaftern vereinbart, wurde die Finanzbuchhaltung und die Materialwirtschaft im September 2025 von SAP auf BMD umgestellt und in das Unternehmen verlegt sowie die IT-Infrastruktur mit neuen Servern und einem neuen Netzwerk im Unternehmen Ende 2025 errichtet. Der 1. und 2. Level Support wurde mit eigenem IT-Personal im Unternehmen eingerichtet.
Durch verstärkte Personalmarketingmaßnahmen wurde dem Personalengpass im Ärzte- und Pflegebereich teilweise entgegengewirkt.
Die Nebenbetriebe, diese sind das selbständige Ambulatorium für Physiotherapie Kapfenberg, das Ambulatorium für neurologische Spezialtherapie und die Osteoporoseambulanz Kapfenberg haben sich in ihrer Gesamtheit über Plan entwickelt, wodurch auch das budgetierte Gesamtergebnis nach Steuern überschritten wurde.
Für das Ambulatorium für Physiotherapie und das Ambulatorium für neurologische Spezialtherapie wurden die Tarife für 2025 von den Krankenversicherungen angepasst.
1.1 Finanzielle Unternehmenslage
| 2025 | 2024 | |
|---|---|---|
| Stationäre Auslastung nach Belagstagen (%) | 95,67 | 94,71 |
| Umsatz (T ) | 16.283 | 16.873 |
| LKF-Punktewert in Cent | 90,75 | 103,53 |
| Ergebnis nach Steuern (nach Gemeinde- | ||
| Subvention und Ergebnisse der | ||
| Nebenbetriebe) (T ) | +109 | +219 |
| Ergebnis | 0 | 0 |
| Eigenkapitalquote | 25,8% | 23,4 % |
| Fremdkapitalquote | 74,2 % | 76,6 % |
1.2 Liquidität
Die Liquidität des Unternehmens ist auf Grund der regelmäßigen Zahlungsflüsse durch den Gesundheitsfonds Steiermark und durch die vertraglich abgesicherten Landes- und Gemeindesubventionen für das Krankenhaus sowie aufgrund der Liquiditätsbeiträge der Nebenbetriebe gesichert.
1.3. Finanzlage
Der Bestand der liquiden Mittel beträgt 1,946.278,61 (Vj: 571,9 T).
| Netto-Geldfluss aus laufender Geschäftstätigkeit | +1.631,6 T (Vj.: | -999,2 T) |
|---|---|---|
| Netto-Geldfluss aus der Investitionstätigkeit | -257,3 T (Vj.: +1.550,6 T) | |
| Netto-Geldfluss aus der Finanzierungstätigkeit | 0,0 T (Vj.: | 0,0 T) |
Der Netto-Geldfluss aus der Investitionstätigkeit im Jahr 2025 betrifft im Wesentlichen die getätigten Investitionen in das Anlagevermögen abzüglich der Investitionszuschüsse aus öffentlichen Mitteln.
1.4. Risikoanalyse
1.4.1. Wesentliche Risiken
Im Rahmen der erstmaligen Zertifizierung nach ISO 9001 und EN 15224 wurde ein bereichsübergreifendes technisches und medizinisches Riskmanagement im Krankenhaus eingeführt.
Die Sicherheitsfachkraft führt gemeinsam mit den Sicherheitsvertrauenspersonen, Brandschutzbeauftragten und Arbeitsmedizinern eine jährliche Evaluierung der Gefahrenpotentiale durch. Sämtliche Wartungen und Revisionen der medizintechnischen Geräte sowie der technischen Brandschutzeinrichtungen werden regelmäßig durchgeführt. Alle MitarbeiterInnen werden jährlich auf die Verfahrensanweisungen „Verhalten im Brandfall“ geschult. Über sämtliche Schulungen sowie Evaluierungsbegehungen liegen Dokumentationen auf.
Die Steuerung erfolgt auf Basis eines quartalsmäßigen Management-Reviews. Mittels Finanzcontrolling werden die wesentlichen kaufmännischen Daten- und Leistungszahlen monatlich erfasst. Im Falle von Abweichungen werden durch die Geschäftsführung kurzfristige Gegensteuerungsmaßnahmen gesetzt.
Eine Betriebshaftpflichtversicherung in Höhe von 7,5 Mio. €, eine Computerversicherung in der Höhe von 60 T€, eine Brand- und Katastrophenschutzversicherung in Höhe von 47,4 Mio. € und eine Feuer-Betriebsunterbrechungsversicherung in Höhe von 26,1 Mio. € liegen vor. Zusätzlich wurde 2025 eine Versicherung gegen Cyberkriminalität mit einer Versicherungssumme von 2 Mio. € abgeschlossen.
Außer den bereits im Jahresabschluss berücksichtigten Risiken bestehen keine weiteren Preisänderungs-, Liquiditäts-, Währungs-, Ausfalls- und Cashflow-Risiken.
1.4.2. Berichterstattung zur Verwendung von Finanzinstrumenten
Derivative Finanzinstrumente wurden von der Gesellschaft nicht verwendet.
2. Voraussichtliche Entwicklung des Unternehmens
Ein Finanzierungsmodell für das Krankenhaus mit dem Land Steiermark, dem Gesundheitsfonds Steiermark wurde für das Jahr 2026 verhandelt.
Die Tarifverhandlungen mit der ÖGK für das Ambulatorium für Physiotherapie und für das Ambulatorium für neurologische Spezialtherapie wurden Ende 2025 abgeschlossen und die Tarife entsprechend dem Rahmenvertrag für 2026 angepasst. Die Verhandlungen mit der OGK für einen neuen Rahmenvertrag beginnen im Mai 2026 und sollen bis Ende 2026 abgeschlossen werden.
Aufgrund von strategischen Steuerungsmaßnahmen der Geschäftsführung, insbesondere im Energie- und Personalbereich, wird eine stabile Entwicklung in allen Geschäftsbereichen des Unternehmens bis Ende 2026 angestrebt.
3. Forschung und Entwicklung
Die Gesellschaft betreibt keine Forschungs- und Entwicklungstätigkeit.
4. Bestehende Zweigniederlassungen
Es bestehen keine Zweigniederlassungen.
Kapfenberg, am 07.05.2026
Die Geschäftsführer
Mag. Robert Schober
In Prim. Dr. Matthias König