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Lagebericht 2024/25

Oberhauser & Schedler Bau GmbH

Original-PDF

Stichtag 31. März 2025 · Eingereicht am 18. Dez. 2025

Inhaltsverzeichnis

Oberhauser & Schedler Bau GmbH 6886 Andelsbuch Scheidbuchen 328 FN 76932 k

1. Geschäftsverlauf

1.1 Geschäft und Rahmenbedingungen

Die Oberhauser & Schedler Bau GmbH ist ein vielseitig aufgestelltes Bauunternehmen mit Schwerpunkt im Hoch- und Tiefbau. Unsere Einsatzgebiete umfassen nach wie vor den Industrie- und Straßenbau, den Tourismus, den Wohnbau, den Sichtbetonbau sowie Sonderbauten und Spezialtiefbauarbeiten. Durch unsere starke regionale Verankerung im gesamten Vorarlberger Raum und den angrenzenden Gebieten können wir flexibel auf Marktanforderungen reagieren und Projekte in hoher Qualität und Effizienz umsetzen.

Das Geschäftsjahr 2024/2025 war für die Bauwirtschaft erneut ein herausforderndes Jahr. Während die Lohn- und Lohnnebenkosten weiter anstiegen, sind die Marktpreise - insbesondere im öffentlichen Tiefbau - deutlich gefallen. Sowohl die öffentliche Hand als auch die Privatwirtschaft haben ihre Investitionstätigkeit spürbar reduziert, was zu einem erhöhten Wettbewerbsdruck führte. Dennoch konnten wir durch eine starke Marktposition, Flexibilität und hohe technische Kompetenz eine gute Auftragslage erreichen und mehrere bedeutende Großprojekte akquirieren und ausführen.

Im Tiefbau konnten wir auch im abgelaufenen Geschäftsjahr eine hohe Auslastung verzeichnen. Zu den wesentlichen Projekten gehörten:

• L 193 Faschinastraße – Mauersanierungen • Radweg Staudenweg, Dornbirn • L 41 Senderstraße, Wolfurt • Sohlrampensanierung Bolgenach, Hittisau • L 200 Ortsdurchfahrt Schoppernau • Rankweil – Omicron: Aushub mit Sicherung und Kiesaushub • Doppelmayr Wolfurt – Hangsicherung • Brückenbauarbeiten in Lustenau und Hard • Zahlreiche Baugrubensicherungen mittels Spritzbeton, IBO-Nägeln und Spezialtiefbautechniken

Diese Projekte unterstreichen unsere starke Position im Tief- und Spezialtiefbau. Besonders bei Baugrubensicherungen konnten wir erneut unsere gesamte Kompetenzkette – von der Planung über die Logistik bis zur Ausführung – effizient einsetzen.

Auch im Hochbau konnten mehrere technisch anspruchsvolle Projekte erfolgreich abgeschlossen werden. Zu den größten Baustellen zählen:

• Kristberg Lech • Campus Dornbirn • Boutiquehotel Berghaus Samwer, Oberlech • Materialseilbahn Speicher Bolgenach, Hittisau • Fischtreppe Kennelbach (Schindler) • Fischtreppe Illwerke, Bersbuch • Rickenbachquartier Wolfurt (ARGE Doppelmayr) • Abschlussarbeiten beim Stadthallenbad Bregenz (Frühjahr 2024) • Zusätzlich eine Vielzahl an Kleinbaustellen und Sonderbauprojekten

Gerade im Sichtbeton- und Tourismusbau konnten wir erneut unsere hohe Ausführungsqualität unter Beweis stellen.

Neubau der Firmenzentrale

Ein besonderes internes Schwerpunktprojekt im Geschäftsjahr war der Beginn des Neubaus unserer neuen Firmenzentrale. Im Jänner 2024 erfolgte der Umzug unserer Büroarbeitsplätze an den Ubergangsstandort, unmittelbar gefolgt von der vollständigen Entkernung und dem Abbruch des bestehenden Firmengebäudes.

Der Hochbau startete anschließend und befindet sich derzeit in Umsetzung. Mit dem Neubau schaffen wir moderne, zukunftsorientierte Arbeitsbedingungen und stärken langfristig die Infrastruktur unseres Unternehmens.

Synergien zwischen Hoch- und Tiefbau

Eine der größten Stärken unseres Unternehmens bleibt die enge Verzahnung von Hoch- und Tiefbau. Durch diese Synergie können wir Gesamtpakete anbieten, die auf dem Markt einen klaren Wettbewerbsvorteil bieten. Besonders deutlich wurde dies bei Projekten wie:

• Fischtreppen Kennelbach und Bersbuch • Materialseilbahn Speicher Bolgenach, Hittisau • Rankweil – Omicron • sowie zahlreichen weiteren Baustellen, bei denen Hoch- und Tiefbauleistungen optimal kombiniert wurden.

Diese integrierten Leistungen erhöhen die Effizienz, reduzieren Schnittstellenrisiken und schaffen einen deutlichen Mehrwert für unsere Auftraggeber.

Beteiligungen und Materialwirtschaft

Nach wie vor wirken sich die hohen Abnahmemengen im Bereich Kies und Beton positiv auf unsere Beteiligung beim Betonwerk Bregenzerwald (BWB) aus. Dies stärkt gleichzeitig das Ergebnis der Kieswerk Andelsbuch GmbH & Co KG nachhaltig.

Durch diese starke Wertschöpfungskette – von der Materialgewinnung über die Betonproduktion bis hin zur Projektumsetzung – sichern wir uns eine stabile Marktposition und langfristige Wettbewerbsfähigkeit.

1.2. Ertragslage

Angaben aus dem Lagebericht, Originalseite 3
in TSD EUR2024/2025 2023/2024 Veränderung
Rohergebnis14.06213.99369
Betriebserfolg1.7783.787- 2.009
Finanzerfolg1.261498763
Ergebnis vor Steuern3.0394.285- 1.246
Steuern vom Einkommen und Ertrag- 599- 978379
Jahresüberschuss2.4393.307- 868

Der Betriebserfolg der Gesellschaft verringerte sich im Vergleich zum Wirtschaftsjahr 2023/2024 um TSD EUR 2.009. Der Finanzerfolg hat sich im Vergleich zum Vorjahr um TSD EUR 763 erhöht. Das Ergebnis vor Steuern hat sich im Wirtschaftsjahr 2024/2025 im Vergleich zum Vorjahr um TSD EUR 1.246 verringert.

1.3 Finanzlage

Angaben aus dem Lagebericht, Originalseite 3
in TSD EUR2024/2025 2023/2024 Veränderung
Finanzmittelbestand am Beginn der
Periode6.4863.1723.314
Nettogeldfluss aus der betrieblichen
Tätigkeit1.3135.930- 4.617
Nettogeldfluss aus der
Investitionstätigkeit- 4.113- 1.981- 2.132
Nettogeldfluss aus der
Finanzierungstätigkeit195- 635830
Finanzmittelbestand am Ende der
Periode3.8816.486- 2.605

Im Berichtsjahr wurden Neuinvestitionen in Höhe von insgesamt TSD EUR 5.436 getätigt, wobei TSD EUR 5.436 das Sachanlagevermögen betreffen und TSD EUR 0 in das Finanzanlagevermögen investiert wurden.

Die Bankverbindlichkeiten wurden im Geschäftsjahr 2024/25 um TSD EUR 930 erhöht.

1.4 Vermögenslage

Angaben aus dem Lagebericht, Originalseite 3
in TSD EUR2024/2025 2023/2024 Veränderung
langfristige Vermögensgegenstände11.1476.9684.179
kurzfristige Vermögensgegenstände11.08914.7823.693
Summe Aktiva22.23621.750486
langfr Verbindlichkeiten + Rückstellungen1.510569652
kurzfristige Verbindlichkeiten6.3898.5756.657
Eigenkapital inkl. Investitionszuschüsse14.33712.6069.809
Summe Passiva22.23621.750486

Die Bilanzsumme erhöhte sich im Vergleich zum Vorjahr um TSD EUR 486. Den Neuinvestitionen im Anlagevermögen in Höhe von TSD EUR 5.436 standen Abschreibungen in Höhe von TSD EUR 1.245 gegenüber.

Die Eigenkapitalquote hat sich im Geschäftsjahr 2023/24 von 58,0 % auf 64,5 % erhöht.

1.5 Mitarbeiter

Unsere Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sind weiterhin das Fundament unseres Unternehmenserfolgs. Ihre Professionalität, Leistungsbereitschaft und hohe Motivation tragen entscheidend zur positiven Entwicklung der Oberhauser & Schedler Bau GmbH bei. Um diese Stärke langfristig zu sichern, investieren wir kontinuierlich in Aus- und Weiterbildungsmaßnahmen sowie in gemeinsame Aktivitäten zur Förderung des Teamgeists. Ein besonderes Anliegen bleibt die Förderung junger Fachkräfte. Auch im Geschäftsjahr konnten wir erneut drei Lehrlinge aufnehmen, die in den klassischen Lehrberufen des Hochund Tiefbaus sowie in technischen Ausbildungszweigen wie technischer Assistenz und technischem Zeichnen ausgebildet werden. Damit stellen wir sicher, dass wir auch in Zukunft über qualifizierte und engagierte Nachwuchskräfte verfügen.

Großen Wert legen wir zudem auf eine moderne und wertschätzende Mitarbeiterführung. Die Zufriedenheit unserer Mitarbeiter ist ein zentraler Bestandteil unserer Unternehmenskultur. Um diese aktiv zu fördern, führen wir regelmäßige Mitarbeiterumfragen durch, binden unsere Belegschaft bei der Planung von Betriebsausflügen und Veranstaltungen ein und schaffen so ein Arbeitsumfeld, in dem sich unsere Teams wohlfühlen und langfristig entwickeln können.

Mit besonderem Stolz wurden wir am 1. Februar 2024 vom Land Vorarlberg mit dem Gütesiegel „Familienfreundlicher Betrieb“ ausgezeichnet. Diese Anerkennung bestätigt unsere Bemühungen, ein Arbeitsumfeld zu schaffen, das die Vereinbarkeit von Familie und Beruf unterstützt und in dem sich Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in allen Lebenslagen gut aufgehoben fühlen.

Zum Stichtag 31. März 2025 beschäftigen wir insgesamt 95 Mitarbeiter, darunter 21 Angestellte, 65 Arbeiter und 9 Lehrlinge – eine starke und engagierte Mannschaft, die gemeinsam mit uns die Zukunft gestaltet.

1.6 Umwelt

Der Schutz unserer Umwelt bleibt eines der zentralen Anliegen der Oberhauser & Schedler Bau GmbH. Nachhaltiges Bauen und verantwortungsbewusster Ressourceneinsatz sind fest in unserer Unternehmensphilosophie verankert. Nach wie vor legen wir großen Wert darauf, Baurestmaterialien aufzubereiten und wiederzuverwenden, um wertvolle Ressourcen zu schonen und Abfallmengen zu reduzieren.

Mit besonderem Stolz blicken wir auf die im Mai 2024 erhaltene Okoprofit-Zertifizierung zurück – ein Gütesiegel, dass unser kontinuierliches Engagement für Umweltschutz und betriebliches Nachhaltigkeitsmanagement bestätigt. Die Auszeichnung wurde stellvertretend für das Unternehmen von Gesellschafterin Susanne Schedler entgegengenommen, die maßgeblich an der erfolgreichen Umsetzung des Projekts beteiligt war.

Auch im Berichtsjahr setzen wir beim Kauf neuer Baumaschinen konsequent auf modernste Motorentechnik und achten auf die Einhaltung aktueller EURO-Abgasnormen. Durch optimierte Dispositionsprozesse reduzieren wir Transportwege auf ein Minimum und kombinieren LKW- Fahrten – wann immer möglich – mit Gegenladungen, was sowohl ökologische als auch wirtschaftliche Vorteile mit sich bringt.

Im Bereich Mobilität fördern wir weiterhin nachhaltige Alternativen: Neue Firmen-PKWs werden bevorzugt als Elektrofahrzeuge angeschafft, und unseren Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern steht weiterhin die Möglichkeit eines Job Rad über den Betrieb offen.

Unser regionaler Ansatz bleibt unverändert: Schalungsmaterialien wie Holz, Kanthölzer und Bretter beziehen wir aus umliegenden Sägewerken, während wir Kies, Beton und weitere

Rohstoffe aus einem Umkreis von maximal 35 Kilometern beschaffen. Auch Aushubmaterial wird ausschließlich innerhalb dieses Radius auf geeignete Deponien transportiert. Dieses regionale und ressourcenschonende Vorgehen entspricht unserem Anspruch, Verantwortung für Umwelt und Gemeinschaft zu übernehmen.

Auch wenn sich im Vergleich zum Vorjahr keine wesentlichen Veränderungen ergeben haben, bemühen wir uns weiterhin intensiv, diese Prozesse laufend zu optimieren und unsere Umweltleistungen kontinuierlich zu verbessern.

2. Risiko

2.1 Allgemeines Risikomanagement

Wir setzen weiterhin alles daran, den vielfältigen Risiken, denen unser Unternehmen ausgesetzt ist, proaktiv vorzubeugen und angemessen zu begegnen. Ein umfassendes internes Risikomanagement stellt sicher, dass alle notwendigen Entscheidungsprozesse zur Kontrolle und Minimierung von Risiken berücksichtigt werden. Bei größeren Bauvorhaben werden die Liquidität sorgfältig analysiert und präzise Zahlungspläne erstellt, um finanzielle Risiken frühzeitig zu erkennen und zu steuern.

Trotz der aktuell herausfordernden Rahmenbedingungen in der Baubranche — insbesondere durch steigende Kosten, Preisdruck und die abgeschwächte Investitionsbereitschaft - sind aus heutiger Sicht keine Risiken erkennbar, die den Fortbestand des Unternehmens gefährden könnten.

Ein zunehmend bedeutender Risikofaktor betrifft jedoch den Bereich Personal und Fachkräftebindung. Die Gewinnung und langfristige Bindung qualifizierter Mitarbeiter gestaltet sich schwieriger als in den vergangenen Jahren. Verantwortungsvolle Aufgabenbereiche erfordern hochqualifizierte und engagierte Mitarbeiter, deren Rekrutierung am aktuellen Arbeitsmarkt zunehmend herausfordernd ist. Der Wandel hin zu einer stärkeren Orientierung an Work-Life-Balance, flexiblen Arbeitszeitmodellen und individuellen Erwartungshaltungen verändert den Arbeitsmarkt spürbar und wirkt sich auch auf die Baubranche aus.

Wir begegnen diesen Entwicklungen durch eine moderne, wertschätzende Mitarbeiterführung, umfangreiche Weiterbildungsangebote, Lehrlingsausbildung, attraktive Rahmenbedingungen und die Positionierung als familienfreundlicher Betrieb. Dennoch bleibt dieser Bereich ein wesentliches Risiko, das wir laufend beobachten und aktiv managen.

2.2 Absatz

Anpassungen im Absatzmarkt können auch weiterhin zu Umsatzschwankungen führen. Wir setzen alles daran, den Gesamtumsatz durch eine möglichst ganzjährige Auslastung auf einem hohen Niveau zu halten. Dazu zählen auch Winterbaustellen, die mitunter geringere Deckungsbeiträge aufweisen, jedoch wesentlich zur kontinuierlichen Beschäftigung unserer Mitarbeiter beitragen.

Unser Fokus liegt unverändert auf einem breit gefächerten Leistungsangebot, das von kleinen Projekten wie Garten- und Stützmauern bis hin zu komplexen Großprojekten wie Kraftwerken, Sichtbetonbauten und Spezialtiefbauarbeiten reicht. Um dieses breite Spektrum abzudecken, ist es für unser Unternehmen entscheidend, regelmäßig mehrere größere Bauvorhaben zu akquirieren und erfolgreich umzusetzen.

Ein wesentlicher Bestandteil unserer stabilen Auslastung ist auch der Eigenbau, bei dem wir sämtliche Erd- und Baumeisterarbeiten selbst ausführen. Dadurch konnten im Berichtsjahr durchgehend rund 10 bis 20 Mitarbeiter beschäftigt werden, was maßgeblich zu einer gleichmäßigen Auslastung über das gesamte Jahr hinweg beiträgt.

Im Herbst 2024 waren wir zudem als Aussteller auf der Herbstmesse in Dornbirn vertreten, um unser umfangreiches Leistungsspektrum einer breiten Öffentlichkeit zu präsentieren. Obwohl die Messe für uns mit einem hohen Werbe- und Personalaufwand verbunden war, stärkte sie unsere regionale Präsenz und bot wertvolle Kontakte zu potenziellen Auftraggebern und Partnern.

2.3 Beschaffung

Um Qualität, Versorgungssicherheit und Lieferfähigkeit zu gewährleisten, setzt die Gesellschaft bei den wichtigsten Einkaufsmaterialien weiterhin auf längerfristige Bezugsvereinbarungen. Durch das eigene Kieswerk in Andelsbuch sowie die Beteiligungen an der Ros Rock Steinbruch GmbH und der Bregenzerwald Beton GmbH (BWB) erreichen wir im Rohstoffbereich eine hohe Unabhängigkeit und können Preis- und Lieferengpässe im Markt weitgehend abfedern.

Die langjährige Zusammenarbeit mit Architekten, öffentlichen Auftraggebern, Subunternehmern und regionalen Partnern hat sich auch im aktuellen Geschäftsjahr als äußerst wertvoll erwiesen. Diese stabilen Beziehungen tragen nicht nur zur Qualität der Projektabwicklung bei, sondern ermöglichen es uns auch, regelmäßig Folgeaufträge zu sichern.

Gleichzeitig beobachten wir jedoch eine deutliche Veränderung im Wettbewerbsumfeld. Während vor wenigen Jahren bei vielen Ausschreibungen nur 2 bis 3 Anbieter auftraten, sind heute oftmals 5 bis 10 Mitbewerber beteiligt. Dies erhöht den Aufwand in der Angebotslegung sowie bei der Akquirierung neuer Projekte erheblich und erfordert intensivere Kalkulations- und Vertriebsaktivitäten. Trotz dieser verschärften Wettbewerbssituation konnten wir durch unsere Kompetenz, Zuverlässigkeit und regionale Stärke weiterhin erfolgreich Aufträge gewinnen.

2.4 Finanzielles Risiko

Durch ein konsequentes und regelmäßiges Cash- und Liquiditätsmanagement stellen wir sicher, dass jederzeit ausreichend Liquidität zur Verfügung steht, um sämtliche Verbindlichkeiten termingerecht zu erfüllen. Das Risiko von Zahlungsausfällen bei Kundenforderungen wird durch ein effektives Debitoren-Management auf ein geringes Maß reduziert.

Der Beginn unseres Neubaus der Firmenzentrale stellt eine zusätzliche finanzielle Herausforderung dar, da dieser mit erheblichen Investitionen und parallelen Projektkosten verbunden ist. Dennoch konnten wir durch vorausschauende Planung, strikte Kostenkontrolle und hohen Arbeitseinsatz ein insgesamt stabiles und zufriedenstellendes Geschäftsjahr erreichen. Trotz der schwierigen wirtschaftlichen Rahmenbedingungen und des steigenden Preisdrucks blieb die finanzielle Lage solide, sodass die laufenden Investitionen nachhaltig abgesichert sind.

3. Vorschau und Prognose

Die allgemeine Marktsituation stellt sich weiterhin herausfordernd dar und ist in vielerlei Hinsicht vergleichbar mit jener vor einem Jahr. Insbesondere im Wohnbau bleibt die Lage in Vorarlberg angespannt, und auch Kommunen zeigen aufgrund der wirtschaftlichen Rahmenbedingungen weiterhin Zurückhaltung bei neuen Bauvorhaben. Im Tourismussektor herrscht ebenfalls Vorsicht, wobei die Entwicklung der kommenden Wintersaison maßgeblichen Einfluss auf zukünftige Investitionen haben wird.

In dieser Situation haben wir uns bewusst dazu entschieden, ausgewählte Projekte auch zu geringeren Preisen zu akquirieren, um eine ausreichende Auslastung unserer Mannschaft sicherzustellen. Trotz des erhöhten Wettbewerbsdrucks und der angespannten Konjunkturlage sind wir mit der aktuellen Auftragslage zufrieden und blicken insgesamt positiv auf das kommende Geschäftsjahr.

Unsere besondere Leistungsfähigkeit zeigt sich vor allem bei komplexen und technisch anspruchsvollen Projekten sowie bei Baustellen mit engem Terminplan, wo wir durch die Kompetenz und Einsatzbereitschaft unserer Mitarbeiter regelmäßig überzeugen können. Diese Stärke verschafft uns weiterhin wichtige Wettbewerbsvorteile.

Ein bedeutender Erfolg war zudem der Zuschlag für den ersten Breitbandausbau in Bezau, den wir als Generalunternehmer ausführen durften. Derzeit befinden wir uns für weitere Breitbandprojekte in der finalen Verhandlungsrunde, was zusätzliche Chancen für die kommenden Monate eröffnet.

Trotz der bestehenden Herausforderungen erwarten wir eine stabile Umsatzentwicklung. Aufgrund des hohen Preisdrucks und der reduzierten Deckungsbeiträge ist allerdings von einer weiteren Ergebnisstagnation auszugehen. Die Sicherung des Mitarbeiterstandes bleibt ein wesentlicher Schwerpunkt, insbesondere angesichts des anhaltenden Fachkräftemangels. In einzelnen Bereichen greifen wir weiterhin auf die Zusammenarbeit mit Akkordarbeiterfirmen zurück, um Kapazitätsspitzen zu bewältigen. Gleichzeitig erfordert die Mitarbeiterführung nach wie vor einen hohen Einsatz der Geschäftsleitung.

Mit vereinten Kräften, einer klaren Fokussierung auf unsere Kernprojekte und der Leistungsstärke unserer Teams sind wir zuversichtlich, auch die kommenden Herausforderungen erfolgreich zu bewältigen.

Andelsbuch, am 25. November 2025

Marc Hagspiel

Michael Pircher

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