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Lagebericht 2024/25

Juwelier Wagner Gesellschaft m.b.H.

Original-PDF

Stichtag 31. März 2025 · Eingereicht am 10. Dez. 2025

Inhaltsverzeichnis

Geschäftsverlauf

Erläuterungen über die wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Rahmenbedingungen

Die Covid 19 Pandemie wurde zwar im Berichtsjahr endgültig bewältigt, der Ukraine-Krieg und die Vorkommnisse im Gaza-Streifen beeinflussen die wirtschaftliche Gesamtsituation nach wie vor negativ und ermöglichen aktuell kein gesamtwirtschaftliches Wachstum. Insgesamt hat sich die Wirtschaftsleistung Osterreichs im Jahr 2023 damit im Vergleich zu 2022 real um 0,8 % verringert,was vor allem auf die negative Entwicklung der Warenproduktion sowie des Handels und des Verkehrs zurückgeht. Belastend wirken die nach wie vor hohen Inflationsraten die sich in hohen Kollektivvertragsabschlüssen und steigenden Mieten niederschlagen. Positiv zu anzumerken ist, dass der Tourismus wieder auflebt und die Innlandsnachfrage stützt.

Wirtschaftliche Entwicklung

Es konnte ein Rohergebnis von 23.741.390,75 EUR (VJ 22.020.814,22 EUR) erzielt werden, das Ergebnisses vor Zinsen und Steuern betrug 8.841.996,38 EUR ( VJ 10.634.052,08 EUR ).

Angaben aus dem Lagebericht, Originalseite 1
weitere Ertragskennzahlen
2024/20252023/2024
Umsatzrentabilität in %:15,05 %19,54 %
Eigenkapitalrentabilität in %:45,89 %55,07 %
Gesamtkapitalrentabilität in %:37,98 %42,87 %

Vermögens-, Finanz und Liquiditätslage

Die Eigenkapitalquote beläuft sich nach 81,60 % im Vorjahr auf 83,54 % im Berichtsjahr. Der

Nettoverschuldensgrad betrug im Berichtsjahr -1,02 % (VJ -4,77 %) bei einer Nettoverschuldung von -207.871 EUR (VJ -864.834 EUR).

Das Nettoumlaufvermögen beläuft sich auf 17.121.005,60 EUR (VJ 16.529.988,36 EUR):

Angaben aus dem Lagebericht, Originalseite 1
Geldfluss aus der laufenden Geschäftstätigkeit6.900.376,473.954.477,32
Netto-Geldfluss aus der Investitionstätigkeit-3.296.908,14-183.416,45
Nettogeldfluss aus der Finanzierungsstätiqkeit0,00-10.517.241,38

Lage der Gesellschaft

Struktur des Unternehmens

Die organisatorische und rechtliche Struktur blieb im Wirtschaftsjahr 2024/2025 unverändert. Auchinder Gesellschafterstruktur gab es keine Änderungen.

Vorgänge von besonderer Bedeutung nach Schluss des Geschäftsjahres

Wirtschaftliche und politische Ereignisse

Währungskursschwankungen

Geschäfte in Fremdwährungen (Wareneinkauf) werden überwiegend kurzfristig abgewickelt, weshalb Kursrisiken begrenzt sind. Allfällige mittelfristige Fremdwährungsexpositionen werdendurch Devisentermingeschäfte abgesichert.

Die Gesellschaft verwendet keine Finanzinstrumente, die für die Beurteilung der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage von Bedeutung wären. Insbesondere werden keine derivativen Finanzinstrumenteohne Grundgeschäft eingesetzt.

Voraussichtliche Entwicklung der Gesellschaft

Volkswirtschaftliche Entwicklung

Der bereits seit Anfang 2023 beobachtete Rückgang der Industrieproduktion im Euro-Raumstrahlt weiterhin auf Österreich aus. Umfragen unter Industrieunternehmen lassen bislang noch keine Trendwendeerkennen. Zudem belastet die angekündigte Zollerhöhung der USA auf Exportgüter der EU die Stimmung. DieBau- und die Konsumnachfrage legen hingegen tendenziell zu. Die Inflationsrate erhöhte sich Anfang 2025deutlich, wird jedoch im weiteren Jahresverlauf wieder sinken. Der Arbeitsmarkt erweist sich angesichts der Dauer und Schwere der Rezession als relativ robust, wenngleich die Arbeitslosigkeit auch 2025 steigenwird. Das WIFO prognostiziert für 2025 einen BIP-Rückgang von 0,3%. 2026 wird die österreichische Wirtschaft nach drei Rezessionsjahren wieder Fahrt aufnehmen (+1,2%).

Auch die Konsumnachfrage wird wieder leicht zulegen, da die im vergangenen Jahr deutlich gestiegene Sparquote der privaten Haushalte 2025 allmählich wieder zurückgeführt wird, was trotz der belastenden Effekte des Sparpakets ein geringes Wachstum des privaten Konsums ermöglichen wird.

Der auf Infrastrukturprojekte fokussierte deutsche Fiskalimpuls wird vor allem der dortigen Bauwirtschaft zugutekommen. Ein Teil der zusätzlichen Mittel dürfte aber auch in andere Investitionsgüter fließenundso über einen Anstieg des deutschen Warenimports die europäische Industrieproduktion stimulieren.

Die in der Prognose unterstellten Zölle der USA treffen allerdings alle Länder der EU und trüben insbesondere die Aussichten für die krisengeschüttelte Industrie. Dementsprechend wird sich das Wirtschaftswachstum im Euro-Raum im Prognosezeitraum nur wenig beschleunigen. Allerdings ist ineinigen Ländern, allen voran in Spanien, die Inlandsnachfrage bislang robust. Zudem ist die Lage auf dem Arbeitsmarkt vielerorts weiterhin günstig, und die Realeinkommen der privaten Haushalte werdenweiter zulegen. Dies dürfte den privaten Konsum in der EU stützen, auch wenn die hohe wirtschaftspolitische Unsicherheit bislang einen deutlichen Rückgang der Sparquoten verhindert hat. Die größten Prognoserisiken birgt derzeit klar die Entwicklung der internationalen Konjunktur. In den USA wurden große wirtschaftspolitische Veränderungen angekündigt, allerdings zeichnet sich bisher kein klares Bildab, daseine verlässliche Basis für eine Prognose wäre. Die Zollerhöhung von 10 Prozentpunkten auf Güter, diedieUSA aus der EU beziehen, tritt annahmegemäß ab dem II. Quartal 2025 in Kraft.

(Quelle WIFO Konjunkturprognose Marcus Scheiblecker, März 2025)

Entwicklung der Marktstellung

Aufgrund der Positionierung am Markt, der breiten Werbeaktivitäten und der Geschäftsgröße gibt es aus heutiger Sicht keine Anderung der Konkurrenzverhältnisse. Positiv auswirken sollte sich das Redesign der Marke und der Umbau der Geschäfte. Juwelier Wagner bewegt sich im oberen Luxussegment, daher ist in den Beschaffungs- und Absatzmärkten kein zusätzliches Risiko gegeben. Wirtschaftsgüter mit Werthaltigkeit werden weiter nachgefragt und als alternative Veranlagung gesehen.

Tendenzielle Entwicklung von Umsatz und Ergebnis

Die Umsatzentwicklung wird auf ähnlichem Niveau wie im Geschäftsjahr 2024/2025 liegen, da auch 2025/2026 Umsätze aus dem Tourismus erst verspätet anfallen werden.

Die Erwartungshaltung betreffend Umsatz und Ergebnis ist ähnlich wie im Vorjahr.

Bestehende Zweigniederlassungen

Es gibt seit 2011 eine Zweigniederlassung am Graben 21, Wien I.

Personal

Die Beschäftigungssituation ist gegenüber dem Vorjahr gleich und alle Positionen sind mit qualifizierten Fachkräften mehrfach besetzt.

Forschung und Entwicklung

Die Gesellschaft betätigt sich nicht in Forschung und Entwicklung.

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