Inhaltsverzeichnis
Bregenzer Festspiele GmbH Lagebericht zum Jahresabschluss per 31. Dezember 2025
1. Bericht über den Geschäftsverlauf und die wirtschaftliche Lage
1.1
Geschäftsverlauf
Im ersten Jahr der Intendanz von Lilli Paasikivi stand George Enescus monumentales Werk CEdipe im Festspielhaus im Zentrum des Festspielgeschehens. Andreas Kriegenburg brachte den epischen Stoff in einer eindrucksvollen Inszenierung zur Aufführung, die auf einem-visuellen Konzept der vier Elemente Erde, Wasser, Feuer und Luft von Harald B. Thor basierte. Die Oper erwies sich als Werk, das wie geschaffen ist für die Bregenzer Dramaturgle: Neben populären Stücken auf der Seebühne bieten seltener aufgeführte Werke im Festspielhaus künstlerische Herausforderungen für alle Beteiligten. Solist:innen, Chor und Orchester meisterten diese Aufgabe mit höchster musikalischer und darstellerischer Qualität. Die außergewöhnliche Produktion überzeugte die Presse und begeisterte das Publikum gleichermaßen bei einer Auslastung von 96 %.
Beim Spiel auf dem See stand die Wiederaufnahme von Der Freischütz auf dem Programm. Philipp Stözls erzählerische Inszenierung begeisterte nicht nur das Stammpublikum, sondem gewann auch zahlreiche neue Besucher:innen hinzu: Rund ein Drittel der Gäste war im Wiederholungsjahr erstmals bei den Bregenzer Festspielen zu Gast. Besonders erfreulich war der deutliche Zuwachs junger Menschen, die sich diese außergewöhnliche Produktion nicht entgehen lassen wollten – insgesamt ein Plus von 50 % an verkauften Jugendtickets im Vergleich zu Madame Butterfly. Trotz wechselhafter Wetterverhältnisse im ersten Teil der Saison musste lediglich eine Vorstellung ins Festspielhaus verlegt werden. Die Platzauslastung blieb nahezu unverändert und erreichte hervorragende 97 %.
Die Werkstattbühne präsentierte sich 2025 als vielseitige Spielstätte für experimentelle Tanz- und Musiktheaterformate. Das Programm umfasste insgesamt vier Vorstellungen der Tero-Saarinen-Company (Borrowed Light sowie Study for Life). Zwei mal wurde Emily – No Prisoner Be mit Joyce DiDonato aufgeführt. Auf der Werkstattbühne erreichte das Programm eine Auslastung von 93 % bei rund 2.260 Besucher:innen.
Die Uraufführung von bumm tschak oder der letzte henker von Ferdinand Schmalz fand am 18. Juli 2025 im Theater am Kommarkt statt. Unter der Regie von Burgtheater-Intendant Stefan Bachmann wurde das Stück an vier Abenden vor insgesamt 1.451 Besucher:innen gezeigt und erreichte eine Auslastung von 75 %.
Im März 2025 gastierte die Staatsoper Unter den Linden mit der Mitmachoper Der Freischütz für Kinder. Insgesamt 2.920 Schüler innen ab acht Jahren besuchten diese Produktion, begleitet und vorbereitet von ihren Lehrer:innen, die das Werk gemeinsam mit den Kindem musikalisch und szenisch erarbeitet hatten. Ebenfalls im Rahmen der Jungen Festspiele fand mit der Orchesterhauptprobe von Der Freischütz die Young People’s Night statt, die knapp 4.000 Jugendliche auf die Seebühne und ins Festspielhaus führte.
Martin Kerschbaum, Dinigent und Schlagzeuger der Wiener Symphoniker, vereinte Blasmusiker:innen aus verschiedenen Ländem in einem großen symphonischen Blasorchester. Das Abschlusskonzert Brass Amore wurde vor ausverkauftem Haus aufgeführt. Wiederum vor der maximalen Teilnehmerzahl von 200 Kindern wurde das Fest des Kindes mit einer Abschlussvorstellung vor 882 Eltern, Großelten und Geschwistern gefeiert.
Die Orchesterkonzerte zählten 2025 insgesamt 5.822 Besucher:innen und verzeichneten damit einen weiteren Anstieg gegenüber den direkten Vorjahren.
Zwei Akzente des Programms von Lilli Paasikivi dürfen nicht unangesprochen bleiben: ein zusätzliches Chorkonzert in der Pfarrkirche Herz Jesu sowie Tango am See brachte dem Publikum diese finnische Musiktradition näher.
Insgesamt erreichte das Programm der Bregenzer Festspiele 2025 mit 27 Vorstellungen von Der Freischütz – abgesehen von einer regenbedingten Absage – beeindruckende 196.384 Besucher:innen (ohne Vermittlungsprogramme und öffentliche Proben).
| 2025 | 2024 | 2023 | 2022 | |
|---|---|---|---|---|
| Spiel auf dem See | 170.722 | 182.437 | 170.127 | 156.810 |
| Oper im Festspielhaus | 4.391 | 4.543 | 4.563 | 4.632 |
| Kornmarkttheater | 1.980 | 1.948 | 1.498 | 2.928 |
| Orchesterkonzerte | 5.822 | 5.803 | 5.221 | 6.228 |
| Werkstattbühne | 2.260 | 1.261 | 1.350 | 2.607 |
| Schauspiel | 1.451 | 2.865 | 1.135 | 3.512 |
| weiteres Programm (ohne GPs, YPN) | 9.758 | 10.900 | 14.247 | 13.636 |
| Besucher:innen | 196.384 | 209.757 | 198.141 | 190.353 |
1.2 Vermögenslage und Kapitalstruktur
Der bilanzielle Wert der Anlagen hat sich im Abschlussjahr 2025 aufgrund von Neuanschaffungen auf TEUR 4.177 erhöht.
Die Vorräte an Merchandisingartikeln wurden gegeüber dem Vorjahr um TEUR 66 deutlich auf TEUR 112 reduziert. Im Sortiment vorrätig sind DVDs und CDs der letzten Jahre im Wert von TEUR 65 sowie Textbücher für La traviata im Wert von TEUR 15. Bei den weiteren Vorräten handelt es sich um diverse Artikel in Kleinmengen.
Die liquiden Mittel verzeichneten im Vergleich zum Vorjahr einen Zugang: Das Guthaben bei Kreditinstituten und der Kassenbestand stiegen um TEUR 1.160 (4%) auf TEUR 29.277. Die zum Bilanzstichtag verbuchten Anzahlungen für Bestellungen im Jahr 2026 erhöhten sich im Jahresvergleich um TEUR 5.641 (86%). Mit einem Vorverkaufsvolumen von TEUR 12.223 konnten bis zum Bilanzstichtag noch nie mehr Karten verkauft werden.
Die Summe der Aktiva erhöht sich gegenüber dem Vorjahr um TEUR 1.625 (4%) auf TEUR 39.436.
Das Geschäftsjahr 2025 schloss mit einem Jahresfehlbetrag von TEUR -3.978 ab. Dieser wird vollständig durch die Auflösung von Gewinnrücklagen in gleicher Höhe ausgeglichen. Infolgedessen reduziert sich die satzungsmäßige Rücklage auf TEUR 21.936. Unter Berücksichtigung des Jahresfehlbetrags beträgt die Eigenkapitalquote für 2025 57 %.
1.3 Finanz- und Liquiditätslage
Der Finanzmittelfonds verzeichnete zum Ende der Periode 2025 einen Zuwachs von TEUR 1.159 auf TEUR 29.277, bedingt durch den Aufbau liquider Mittel bei Bankinstituten. Der. Geldfluss aus der betrieblichen Tätigkeit fiel im Jahr 2025 mit TEUR -4.157 negativ aus. Maßgeblich für diese Entwicklung war das Ergebnis vor Steuern von TEUR -3.978 im Gegensatz zu TEUR -849 im Vorjahr. Wesentliche Einflussfaktoren waren die Reduktion der Subventionen um TEUR -2.083, der Anstieg der Personalkosten um TEUR 401 und die erhöhten Honorare für die Künstler (Anstieg um TEUR 386).
Das Umlaufvermögen im Bereich Bühneneinrichtungen stieg um TEUR 203 auf TEUR 4.446. Diese Summe umfasst aktivierte Herstellkosten für Produktionen 2026 und darüber hinaus, einschließlich der Bühne für La traviata im ersten Nutzungsjahr. Die Gesamtkosten für die Ausstattung der Seebühne werden im Verhältnis 60:40 über zwei Jahre verteilt.
Zum Bilanzstichtag beliefen sich die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen auf TEUR 597, was einem Zuwachs von TEUR 136 gegenüber 2024 entspricht. Alle Forderungen sind inzwischen eingegangen, wobei die zwei größten Posten mit insgesamt TEUR 259 zeitlich verzögerte Abrechnungen von Kreditkartenumsätzen sowie Rechnungen an die Kongresskultur Bregenz GmbH betreffen.
Die Verbindlichkeiten erhöhen sich um TEUR 5.887 auf TEUR 14.245. Hauptgrund hierfür sind die bereits erhaltenen Anzahlungen von
Kunden für die Seeproduktion 2026 La traviata .
Die Gesellschaft verwendet keine derivativen Finanzinstrumente. Im Geschäftsjahr 2025 traten bei Kartenzahlungen (Debit, Kredit, Maestro, etc.) keine Forderungsverluste auf.
| Cash Flow Berechnung | 2025 | 2024 Veränderun; | |
|---|---|---|---|
| (in TEUR) | |||
| 1. Ergebnis vor Steuern | -3.978 | -849 | -3.130 |
| a) Abschreibungen auf Vermögensgegenstände des | |||
| Investitionsbereiches | 401 | 415 | -13 |
| b) Verluste/Gewinne aus dem Abgang von | |||
| Vermögensgegenständen | 0 | 1 | -1 |
| c) Verluste aus dem Abgang Vermögensgegenständen | 5 | 439 | -434 |
| d) Beteiligungserträge, Erträge aus Wertpapieren und | |||
| Ausleihungen des Finanzanlagevermögens sowie | |||
| sonstige Zinsen und ähnliche Erträge und ähnliche | -584 | -1.232 | 648 |
| Aufwendungen | |||
| e) sonstige zahlungsunwirksame Aufwendungen/Erträge | |||
| 0 | 30 | -30 | |
| Geldfluss aus dem Ergebnis | -4.157 | -1.197 | -2.960 |
| f) Zunahme/Abnahme der Vorräte, der Forderungen aus | |||
| Lieferungen und Leistungen sowie andere Aktiva | -448 | 476 | -924 |
| g) Zunahme von Rückstellungen | -482 | -1.318 | 837 |
| h) Zunahme/Abnahme der Verbindlichkeiten aus | |||
| Lieferungen und Leistungen sowie anderer Passiva | 6.085 | -1.374 | 7.459 |
| 2. Netto-Geldfluss betrieblicher Tätigkeit vor Steuern | 999 | -3.413 | 4.412 |
| 3. Zahlungen für Ertragsteuem | 0 | 0 | 0 |
| 4. Netto-Geldfluss aus der betrieblichen Tätigkeit | 999 | -3.413 | 4.412 |
| 5. Einzahlungen aus Anlagenabgang (ohne | |||
| Finanzanlagen) | 7 | 2 | 5 |
| 6. Auszahlungen für Anlagenzugang (ohne | |||
| Finanzanlagen) | -431 | -3.636 | 3.206 |
| 7. Einzahlungen aus Beteiligungs-, Zins- und | |||
| Wertpapiererträgen | 584 | 1.232 | -648 |
| 8. Netto-Geldfluss aus der Investitionstätigkeit | 161 | -2.402 | 2.562 |
| 9. Auszahlungen für Zinsen und ähnliche Aufwendungen | 0 | 0 | 0 |
| 10. Netto-Geldzufluss aus der Finanzierungstätigkeit | 0 | 0 | 0 |
| 11. Zahlungswirksame Veränderungen des | |||
| Finanzmittelfonds | 1.160 | -5.815 | 6.973 |
| 12. Finanzmittelfonds am Beginn der Periode | 28.118 | 33.932 | -5.815 |
| 13. Finanzmittelfonds am Ende der Periode | 29.277 | 28.118 | 1.159 |
| Definition des Finanzmittelfonds | |||
| (in TEUR) | 2025 | 2024 Veränderung | |
| Kassenbestand, Guthaben bei Kreditinstituten | 29.277 | 28.118 | 1.159 |
| Finanzmittelfonds am Ende der Periode | 29.277 | 28.118 | 1.159 |
1.4 Ertragslage
Im Wiederholungsjahr von Der Freischütz konnten die Bregenzer Festspiele den Umsatzrekord des Vorjahres mit TEUR 21.725 nahezu bestätigen (-0,5 %). Nur bei besonders populären Produktionen wie Carmen und Die Zauberflöte gelang es in der Vergangenheit, im zweiten Aufführungsjahr den Umsatz zu halten oder sogar zu steigen. Dass dies auch mit Der Freischütz erreicht wurde, unterstreicht eindrucksvoll die starke Strahlkraft und Kontinuität der Marke Bregenzer Festspiele in den vergangenen Jahren.
Der Vorverkauf für Der Freischütz verlief nahezu idealtypisch: Zunächst wurden die höherpreisigen Karten nachgefragt, anschließend bedienten sich vor allem Wiederverkäufer größerer Kontingente. Mit Beginn der Probenphase standen überwiegend die günstigeren Plätze zur Verfügung. Aufgrund der anhaltend regenreichen Witterung während der ersten beiden Festspielwochen konnten jedoch nicht alle Karten abgesetzt werden. Um eine vollständige Auslastung von 100 % zu erreichen, bedarf es neben einer gefragten Produktion auch stabiler Wetterverhältnisse. Ab Mitte der Saison stellte sich diese Wetterbesserung ein, und ab diesem Zeitpunkt waren sämtliche Vorstellungen restlos ausverkauft.
In der Kuratoriumssitzung vom 5. Mai 2025 teilten die Subventionsgeber den Bregenzer Festspielen mit, dass die Fördermittel! für die Jahre 2025 und 2026 von TEUR 6.944 auf TEUR 4.861 – und damit um 30 % – reduziert werden. Seit 2016 wurden die Subventionen nicht an die Inflation angepasst, der daraus resultierende Kaufkraftverlust entspricht in etwa demselben prozentualen Rückgang.
| Jahr | 2025 | 2024 | 2023 | 2022 |
|---|---|---|---|---|
| (in TEUR) | ||||
| Umsatzerlöse | 21.725 | 21.830 | 19.695 | 18.823 |
Die sonstigen betrieblichen Erträge enthalten die 2025 gekürzten Subventionen in Höhe von TEUR 4.861.
1.5 Finanzielle und nicht-finanzlelle Leistungsindikatoren
Umsatz, Besucherzahlen und Auslastung der Produktionen waren im Abschlussjahr 2025 ausgezeichnet. Lilli Paasikivi konnte im ersten Jahr ihrer Intendanz an die starke Performance der Vorjahre anknüpfen. Mit GEdipe setzte die neue Intendantin den eingeschlagenen Weg der Oper im Festspielhaus fort und präsentierte zugleich mit Formaten wie den Chorkonzerten, Tango am See, einem Schwerpunkt auf Kammermusik sowie der erstmaligen Zusammenarbeit mit der Staatsoper Unter den Linden Berlin bei den Jungen Festspielen bemerkenswerte Programmneuerungen, die auf große Resonanz stießen.
Deutlich ausgebaut werden konnten die Zugriffe auf die Homepage und die sozialen Medien. Immer mehr Besucherinnen kaufen ihre Karten online und nutzen die digitalen Medien zur Vorbereitung auf ihren Besuch in Bregenz. Inhaltlich hochwertige Formate wie Podcasts, Kurzvideos und Textbeiträge ergänzen zunehmend die klassischen Kommunikationsmittel wie Prospekte und die Festspielzeitung.
Folgende Auslastungen haben sich im Detail ergeben:
| Auslastungen in % | 2025 | 2024 | 2023 | 2022 | ||||
|---|---|---|---|---|---|---|---|---|
| Platz Erlös | Platz Erlös | Platz | Erlös | Platz | Erlös | |||
| Spiel auf dem See | 97 | 93 | 100 | 95 | 98 | 97 | 100 | 96 |
| Oper im Festspielhaus | 96 | 65 | 99 | 75 | 99 | 74 | 86 | 60 |
| Musiktheater am Kornmarkt | 100 | 82 | 100 | 79 | 77 | 58 | 93 | 76 |
| Orchesterkonzerte | 94 | 77 | 94 | 74 | 85 | 61 | 87 | 65 |
| Werkstattbühne | 93 | 70 | 84 | 45 | 90 | 63 | 80 | 56 |
| Schauspiel | 75 | 59 | 93 | 79 | 58 | 53 | 81 | 72 |
| weiteres Programm | 87 | 68 | 94 | 75 | 97 | 82 | 72 | 57 |
| Summe | 96 | 91 | 99 | 94 | 97 | 95 | 96 | 94 |
2. Bericht über die voraussichtliche Entwicklung und Risiken
2.1 Voraussichtliche Entwicklung
Giuseppe Verdis Rigoletto bleibt den Bregenzer Festspielen mit zwei nahezu ausverkauften Saisonen, trotz der widrigen Umstände während der Covid-Zeit, äußerst positiv in Erinnerung. Nun stellt sich die Frage, ob ein weiterer Verdi-Klassiker die hohen Erwartungen im Vorverkauf ebenfalls erfüllen kann. Schon wenige Tage nach Beginn des Kartenverkaufs von La traviata im Oktober 2025 zeichnete sich ab, die 28 Vorstellungen werden aller Voraussicht nach ausverkauft sein. Jetzt, zu Ostern 2026, hat sich diese Prognose bestätigt, noch nie in der Geschichte der Bregenzer Festspiele war die maximale Anzahl an Vorstellungen des Spiels auf dem See so früh restlos ausverkauft.
Die positive Resonanz im Premierenjahr von La traviata 2026 weckt berechtigte Hoffnung, dass auch das Wiederholungsjahr 2027, wenn auch möglicherweise nicht auf demselben außergewöhnlichen Niveau, eneut sehr erfolgreich verlaufen wird.
Der Vorverkauf für 2027 wurde bereits auf die letzte Vorstellung 2026 vorverlegt.
Die steigenden Kosten stellen die Bregenzer Festspiele zunehmend vor Herausforderungen. Die hohe Personalintensität, verbunden mit automatischen Indexanpassungen und Vorrückungen, sowie zusätzliche Anforderungen durch neue Gesetze und an die Sicherheit treiben die Produktionskosten kontinuierlich in die Höhe. Aus diesem Grund hat die Geschäftsleitung in Abstimmung mit den Eigentümervertretem ein Kosteneinsparungsprogramm gestartet, das Ziel lautet: minus 10 Prozent bei den Gesamtkosten.
2.2
Wesentliche Risiken und Ungewissheiten
Auch im Abschlussjahr 2025 musste trotz sehr guter Ertragslage und lediglich einer witterungsbedingten Absage beim Spiel auf dem See ein Verlust in Höhe von TEUR -3.978 hingenommen werden. Dieser wird aus den Gewinnrücklagen gedeckt, die sich dadurch auf TEUR 21.936 reduzieren. Die Reserven liegen damit deutlich unter dem Umfang eines Jahresbudgets. Finanzexperten empfehlen den Bregenzer Festspielen jedoch, Rücklagen mindestens in Höhe eines Jahresbudgets vorzuhalten, um den Risiken des langen Planungshorizonts von bis zu fünf Jahren angemessen begegnen zu können.
In dem Ergebnis ist eine kurzfristig beschlossene Reduzierung der Subventionen um TEUR 2.083 enthalten. Bis zu Beginn des Abschlussjahres gingen die Bregenzer Festspiele davon aus, dass sich aufgrund bestehender Verträge die laufende Subventionszusage für die folgenden drei Witschaftsjahre automatisch verlängem würde. Die Kürzung betrifft die Jahre 2025 und 2026. Ob und wann die Subventionen wieder auf das Niveau des Jahres 2016 angepasst werden - eine Indexanpassung war von 2016 bis 2024 nicht erfolgt - wurde bislang nicht mitgeteilt. Zudem ist der Subventionsbedarf in den vergangenen Jahren weiter gestiegen, insbesondere infolge des erweiterten Nutzungsumfangs des Festspielhauses nach Inbetriebnahme der dritten Baustufe sowie der ökologischen Umstellung der Wärme- und Kälteversorgung.
3. Bericht über Forschung und Entwicklung
Die Bregenzer Festspiele betreiben keine.Eorschung und Entwicklung i.e.S.
Bregenz, den 11.05.2026
Die Geschäftsführung: Lilli Katriina Paasikivi-llves Intendantin Michael Dim Michael Diem Kaufmännischer Geschäftsführer