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Das Geschäftsjahr 2023/2024
Im abgelaufenen Geschäftsjahr konnte ein Umsatz in Höhe von Euro 50.784.863,31 erzielt werden (Vorjahr: Euro 46.787.302,42). Unter Berücksichtigung der Bestandsveränderungen an fertigen und unfertigen Erzeugnissen - und aktivierter Eigenleistungen beträgt die Betriebsleistung Euro 50.412.305,91 (Vorjahr: Euro 47.717.645,43). Diese ist somit gegenüber dem Vorjahr um 5,65 % gestiegen.
Der Aufwand für Material und sonstige bezogene Herstellungsleistungen beträgt Euro 20.872.359,94 (Vorjahr: Euro 18.281.796,60). Das entspricht einer Zunahmen von 14,17 % gegenüber dem Vorjahr. Der Personalaufwand ist von Euro 13.572.100,35 auf Euro 14.008.718,48 gestiegen. Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen iHv Euro 6.940.643,78 (Vorjahr: Euro 7.531.652,16) sind um -7,85 % gesunken..
Nach Abzug des sonstigen betrieblichen Aufwandes und unter Berücksichtigung der sonstigen betrieblichen Erträge und der Abschreibung verbleibt somit ein Betriebserfolg iHv Euro 6.606.007,67 (Vorjahr: Euro 6.740.133,66). Unter Einbezug des Finanzergebnisses in Höhe von Euro 24.334,18 (Vorjahr: Euro 299.800,14) ergibt sich ein Ergebnis vor Steuern von Euro 6.630.341,85 (Vorjahr: Euro 7.039.933,80).
Nach Berücksichtigung von Steuern verbleibt ein Jahresgewinn iHv Euro 5.154.551,27 (Vorjahr: Euro 5.497.941,85), welcher zu einem Bilanzgewinn von Euro 16.248.649,88 (Vorjahr: Euro 15.094,098,61) fuhrt.
Die Eigenmittelquote nach URG ist von 52,55 % auf 57,38 % gestiegen. Die Schuldentilgungsdauer beträgt im Geschăftsjahr 2024/2025 1,3 Jahre (Vorjahr: 1,4 Jahre).
Finanzierungskennzahlen
| 2024/2025 | 2023/2024 | 2022/2023 | ||
|---|---|---|---|---|
| Verschuldungsgrad in %: | 74,5 % | 89,5 % | 104,5 % | |
| Berechnung: | Fremdkapital x 100 | 12.428 x 100 | 13.946 x 100 | 14.839 x 100 |
| (Eigenkapital + IZ) | 16.685 | 15.587 | 14.195 |
| Investitionsdeckung in %: | 110,9 % | 144,6 % | 135,9 % | |
|---|---|---|---|---|
| Berechnung: | Nettoinvestition SAV x 100 | 2.391 x 100 | 2.909 x 100 | 2.449 x 100 |
| Abschreibung SAV | 2.156 | 2.012 | 1.802 | |
| Anlagendeckungsgrad in %: | 151,1 % | 143,8 % | 143,0 % | |
| Berechnung: | (Eigenkapital + IZ) x 100 | 16.685 x 100 | 15.587 x 100 | 14.195 x 100 |
| Anlagevermögen | 11.046 | 10.841 | 9.931 | |
| Anlagenabnutzungsgrad der Sachanlagen in %: | 65,1 % | 63,2 % | 64,4 % | |
| Berechnung: | kum. Afa SAV x100 | 20.426 x 100 | 18.349 x 100 | 17.734 x 100 |
| Anschaffungskosten SAV | 31.369 | 29.057 | 27.545 | |
| Working Capital (in TEUR): | 8.768 | 8.794 | 8.962 | |
| Berechnung: | kfr. Aktiva - kfr. Passiva | 17.845 -9.077 | 18.388 -9.594 | 18.790 -9.829 |
| Working Capital Ratio in %: | 196,6 % | 191,7 % | 191,2 % | |
| Berechnung: | kfr. Aktiva x 100 | 17.845 x 100 | 18.388 x 100 | 18.790 x 100 |
| kfr. Passiva | 9.077 | 9.594 | 9.829 | |
Rentabilitätskennzahlen
| 2024/2025 | 2023/2024 | 2022/2023 | ||
|---|---|---|---|---|
| Umsatzrentabilität in %: | 13,2 % | 14,8 % | 13,2 % | |
| Berechnung: | EBT x 100 Umsatz (inkl. BV) | 6.630 x 100 50.412 | 7.040 x 100 47.718 | 5.979 x 100 45.177 |
| Eigenkapitalrentabilität in %: | 41,1 % | 47,3 % | 46,1 % | |
| Berechnung: | EBT x 100 | 6.630 x 100 | 7.040 x 100 | 5.979 x 100 |
| Ø (Eigenkapital + IZ) | 16.136 | 14.891 | 12.981 | |
| Gesamtkapitalrentabilität in %: | 22,9 % | 24,6 % | 22,3 % | |
| Berechnung: | (EBT + FK-Zinsen) x 100 | 6.724 x 100 | 7.192 x 100 | 6.039 x 100 |
| Ø Gesamtkapital | 29.323 | 29.284 | 27.119 |
Rückblick auf das Wirtschaftsjahr 2024/2025
Der Start in das Wirtschaftsjahr 2024/25 fand unter erschwerten Voraussetzungen statt. Nach einem weiteren Rekordjahr lag die Latte sehr hoch, um in der schwierigen Situation speziell der europäischen Industrie das Niveau zu halten oder gar zu übertreffen. Dieser allgemeinen Wirtschaftsentwicklung konnten auch wir uns nicht vollständig entziehen. Allerdings ermöglichte uns die konsequente Umsetzung von Maßnahmen in den Vorperioden uns stabil Wweiterzuentwickeln. Der Verlauf des Geschäftsjahres war saisonüblich, mit einer Stärkung gegen Ende hin, Viele Branchen in der Industrie standen und stehen weiter unter großem Druck. In der für uns wichtigen Energiebranche war jedoch eine zufriedenstellende Entwicklung spürbar.
Daher war über das gesamte Wirtschaftsjahr eine Auslastung im durchschnittlichen Rahmen mit saisonüblichen Schwankungen über alle Bereiche gegeben. Die erzielten Umsätze konnten hochgehalten oder gegen Ende des Berichtzeitraums sogar gesteigert werden.
Die Lieferketten haben sich im Allgemeinen stabilisiert, sodass von einer normalen Versorgung mit Produkten und Materialen ausgegangen werden kann. Bei einzelnen Materialgruppen oder Leistungen war es schwierig, diese zu entsprechenden Kosten bei akzeptablen Lieferzeiten zu beschaffen. Die Preise für zugekaufte Materialen und Leistungen haben sich im Rahmen der Inflation erhöht.
Die Personalkosten haben sich aufgrund der hohen Inflation in Österreich abermals überdurchschnittlich erhöht.
Die Preise unserer Produkte und Leistungen wurden möglichst angepasst, um Kostensteigerungen abzufedern. Die Anpassung fiel nochmals geringer aus als in der Vorperiode. Zumindest ein Teil der steigenden Kosten konnte so abgefangen werden. Allerdings ist es im internationalen Umfeld nicht möglich, lokale Kostensteigerungen voll weiterzugeben. Daher hat sich die Marge rückläufig entwickelt. Kunden verlangen weiterhin vermehrt eine Verlagerung in kostengünstigere Regionen. Zukünftige Preisanpassungen sind in den internationalen Märkten schwierig bis kaum umsetzbar.
Die Energiekosten der Vorperiode haben sich wieder erhöht, gehen tendenziell weiter nach oben und sind auf einen viel höheren Niveau als vor der Energiekrise. Außerdem schwanken die Energiepreise stark und sind schwierig planbar.
Markt- und Wettbewerbsumfeld
Die Handelsmarine bewegte sich auf einem gleichbleibenden Niveau. Die gute Marktstellung konnte gehalten werden. Vermehrter Druck durch chinesische Anbieter oder Produkte aus chinesischen Produktionswerken internationaler Anbieter ist spürbar.
Der Hauptmarkt für marine Anwendungen befindet sich in China. Auch andere Branchen und Anwendungen wurden von europäischen und amerikanischen Unternehmen nach China verlagert, sodass die Betreuung vor Ort an Wichtigkeit gewinnt. Unsere Niederlassung in China wurde und wird laufend gestärkt.
Allgemeine Trends in den Kraftstoffbranchen zeigen Entwicklungen hin zu alternativen Treibstoffen wie Ethanol, Methanol, Ammoniak oder auch Wasserstoff. Allerdings ist unklar welche Technologien sich langfristig durchsetzen werden. Weiterhin zeigt sich kein klares Bild und die Prioritäten verschieben sich laufend. Die Lösungen fur die Förderung und das Messen dieser alternativen Treibstoffe erfordert neue Entwicklungen, da bestehende Produkte für Erdöle nicht direkt für andere Medien verwendet werden können. Somit entwickeln sich am Markt diverse Ideen und Lösungen. Weiterhin unklar ist der Schwerpunkt für die kommerzielle Verwertung dieser Innovationen.
Die Wettbewerbsintensität war weiterhin hoch. Mit steigendem Wettbewerb wird der Druck auf preise und somit Margen immer intensiver. Tendenziell werden aus China und Indien auch vermehrt lokale Anbieter wahrgenommen, die mit niedrigerer Kostenstruktur diesen Druck weiter erhöhen.
Forschung und Entwicklung
In beiden Produktgruppen Pumpen und Durchflussmesstechnik werden Forschungs- und Entwicklungsaktivitäten durchgeführt.
Niederlassungen/Zweigniederlassungen
Es bestehen weiterhin die Tochtergesellschaften KRAL Deutschland, KRAL Polska Sp. z o.o., KRAL SAS in Frankreich und die Schwestergesellschaften KRAL-USA Inc. und KRAL (Wuxi) Machinery Technology Co., Ltd. in China. Im abgelaufenen Wirtschaftsjahr hat es keine wesentlichen Veränderungen gegeben.
Im abgelaufenen Geschäftsjahr wurden keine weiteren Zweigniederlassungen unterhalten.
Risiken
Die Situation ist weiterhin mit vielen Unsicherheiten behaftet. Die Industrieentwicklung ist im Allgemeinen schwach. Weiters steigen die Preise in vielen Bereichen. Die Versorgung mit Rohmaterialien und Gütern kann verzögert sein.
• Unvorhersehbare Veränderung der Bedarfslage in den einzelnen Branchen. • Entwicklung der weltwirtschaftlichen Lage mit starken regionalen Unterschieden. • Eskalation geopolitischer Krisen, Handelskriege und Zölle. • Weltweite Tendenz zu verstärktem Protektionismus. • Preissteigerungen bei Material und Personal. • Verzögerungen in den Lieferketten. • Verzögerungen in der Abnahme unserer Produkte durch Projektverzögerungen. • Rekrutierung guter Mitarbeiter und guter Lehrlinge am Arbeitsmarkt Vorarlberg. • Zunehmende Bürokratie von Behörden, Zertifizierungs- und Abnahmegesellschaften.
Derivative Finanzinstrumente
Es werden Devisentermingeschäfte zur Absicherung von Fremdwährungsforderungen verwendet. Darüber hinaus werden keine Finanzinstrumente verwendet.
Ausblick auf das Wirtschaftsjahr 2025/2026
Welterhin scheint eine Erholung die Industrie speziell in Europa nicht in Sichtweite. Gleichzeitig zu geringem oder gar rückläufigem Wirtschaftswachstum steigen die Kosten weiterhin an.
Die hohe Inflation in Osterreich hat sich kaum zurückentwickelt. Zumindest hat ein im Verhältnis zur Inflation relativ niedriger Lohnabschluss zu weniger überdurchschnittlichem Kostendruck beigetragen. Im internationalen Umfeld sind die Kosten allerdings weiterhin (zu) hoch.
Handelskriege und Zölle sind vermehrt auf dem Vormarsch, was eine schwächere Wirtschaftsentwicklung zur Folge haben wird.
Energiekosten zeigen aufgrund der bekannten globalen Krisen wieder steigende Tendenz und hohe Schwankungsbreite.
Das Wettbewerbsumfeld und die Wettbewerbsintensität sind weiterhin sehr stark. Der Wettbewerbsdruck ist und bleibt hoch bzw. mit allgemein rückläufiger Wirtschaftsentwicklung wird dieser weiter steigen.
Breit gestreute Aktivitäten in diversen Branchen und Anwendungen sollen das Risiko minimieren und zukünftige Chancen ermöglichen.
Aus heutiger Sicht ist das Unternehmen trotz widriger Bedingungen gut gerüstet, um auch bei länger anhaltenden Unsicherheiten erfolgreich zu wirtschaften.
Eine Vorhersage über die weitere Entwicklung ist allerdings kaum möglich, daher wird darauf verzichtet.
Lustenau, am 12. November 2025
DI Otmar Kräutler
Thomas Blum, MSc
Dipl.BW Christoph Matt, MBA