Inhaltsverzeichnis
1. Bericht über den Geschäftsverlauf und die wirtschaftliche Lage
Generelle Entwicklung
Seit dem Jahr 2023 schrumpft die Anzahlt der verleasten Dienstnehmer.
| Entwicklung der Zeitarbeit langfristig | ||||||
|---|---|---|---|---|---|---|
| 96,101 93,586 91,411 | 97,526 92,231 | 88,609 | ||||
| 73.913 | 76,879 | 75 | ,362 | 9,259 | 78,764 | 75,791 |
| 3 | ||||||
17.1%
| .5% | |||||||||||
|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|
| -15.8% | |||||||||||
| 2013 | 2014 | 2015 | 2016 | 2017 | 2018 | 2019 | 2020 | 2021 | 2022 | 2023 | 2024 |
Die Umsatzentwicklung der staff24 Personalservice GmbH konnte sich größtenteils gegen diese Marktentwicklung stemmen. Der Umsatz im Jahr 2024 sank von € 48.836.113,51 im Jahr 2023 auf € 48.127.747,01. Das ist ein Rückgang von 1,5 %. Mit dem Volumensrückgang ist auch ein Druck auf die Margen spürbar. Selbst renommierte Unternehmen legen weniger Wert auf die Qualität des Lieferanten, als auf einen günstigeren Preis. Finanzschwache Lieferanten aus er Personaldienstleistungsbrache werden beauftragt, obwohl die Haftung nach dem Subsidiaritätsprinzip in keinem Verhältnis zu den Einsparungen steht.
Risiken:
Im Jahr 2025 erwarten wir einen neuerlichen Rückgang der Förderungen durch das AMS und einen erschwerten Zugang zu den Fördertöpfen des SWF, Bis zum heutigen Tag gibt es keine Regierung und daher auch keine Förderbudgets für das AMS.
Da alle Forderungen der staff24 bei der Acredia gegen das Delkredererisiko versichert sind, erwarten wir von dieser Seite keine zusätzliche Belastung. Es ist aber bereits jetzt eine starke Tendenz zu spüren, dass
die Acredia mögliche Kunden gar nicht, oder nur in geringerer Höhe versichert. Dies könnte unsere Geschäftsmöglichkeiten einschränken.
Im Jahr 2024 hatten wir keine Forderungsausfälle, wir streben das auch im Jahr 2025 an.
Mit 14.01.2025 erhielten wir den Bericht der Betriebsprüfung für die Jahre 2020 bis 2023 und einer Nachschau für das Jahr 2024 vom Finanzamt für Großbetriebsprüfungen.
Das Ergebnis wird aus dem Bescheid vom 14.01.2025 zitiert:
Auf Grund der durchgeführten Außenprüfung ergaben sich hinsichtlich der oben angeführten Abgaben und Zeiträume keine Feststellungen, die zu einer Anderung der ergangenen Bescheide oder der eingereichten Erklärungen führen.
Es gibt daher keine Nachforderungen, die Prüfung brachte ein sogenanntes „Nullergebnis“. Dies bestärkt uns, weiter konsequent den Weg der hohen Qualität zu gehen.
Die staff24 ist seit dem Jahr 2016 durchgehend nach ISO 9001 qualitätszertifiziert. Dort werden die Risiken in einem eigenen Kapitel behandelt und entsprechend Vorsorge getroffen.
Vermögenslage:
Das Eigenkapital der staff24 beträgt zum 31.12.2024 € 3.260.439,65.
Die Verbindlichkeiten betragen zum 31.12.2024 € 5.838.174,53, die Forderungen betragen zum gleichen Zeitpunkt € 8.709.725,77. Damit können alle Verbindlichkeiten zeitgerecht bedient werden.
Finanzlage:
Der staff24 steht bei der Raika Region Schallaburg ein Kontokorrentkreditrahmen in Höhe von € 4.000.000,-- zur Verfügung. Dieser wurde zu keinem Zeitpunkt zur Gänze genutzt. Es wurden alle Verbindlichkeiten pünktlich beglichen. Das erwarten wir auch für das Jahr 2025.
Geldflussrechnung
| 2024 | 2023 | ||
|---|---|---|---|
| TEUR | |||
| 1. Ergebnis vor Steuern | 377 | 414 | |
| 2. Überleitung auf den Netto-Geldfluss aus dem Ergebnis vor Steuern | |||
| a. Gewinn/Verlust aus dem Abgang von Vermögensgegenständen des | |||
| Investitionsbereichs | -13 | 1 | |
| b. Abschreibungen/Zuschreibungen auf Gegenstände des | |||
| Anlagevermögens sowie auf Wertpapiere des Umlaufvermögens | 145 | 154 | |
| Geldfluss aus dem Ergebnis | 508 | 569 | |
| c. Ab-/Zunahme der Vorräte, Forderungen aus Lieferungen und | |||
| Leistungen sowie anderer Aktiva | 6.857 | -4.584 | |
| d. Ab-/Zunahme der Rückstellungen, ausgenommen für Steuern vom | |||
| Einkommen | -15 | 11 | |
| e. Ab-/Zunahme der Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen | |||
| sowie anderer Passiva | -8.157. | 3.817 | |
| -1.183 | -601 | ||
| 3. Netto-Geldfluss aus dem Ergebnis vor Steuern | -807 | ||
| 188 | |||
| 4. Zahlungen für Steuern | |||
| a. Steuern vom Einkommen | -120 | ||
| 126 | |||
| b. sonstige Forderungen aus Steuern | -26 | 0 | |
| c. Veränderungen Steuerrückstellungen | -69 | 8. | |
| -214 | -118 | ||
| 5. Netto-Geldfluss aus der laufenden Geschäftstätigkeit | -1.021 | ||
| 306 | |||
| 6. Netto-Geldfluss aus der Investitionstätigkeit | |||
| a. Einzahlungen aus Anlagenabgang (ohne Finanzanlagen) | 106 | 17 | |
| b. Anlagenzugänge It. Anlagenspiegel (ohne Finanzanlagen) | -86 | ||
| 220 | |||
| c. Investitionszuschüsse | 0 | -6 | |
| 19 | |||
| 208 | |||
| 7. Netto-Geldfluss aus der Finanzierungstätigkeit | |||
| a. Einzahlungen/Auszahlungen für die Aufnahme/Tilgung von sonstigen | |||
| Finanzkrediten | 801 | 541 | |
| 8. zahlungswirksame Veränderung des Finanzmittelbestandes | -200 | 27 | |
| 9. Finanzmittelbestand am Beginn der Periode | 200 | 173 | |
| 10. | Finanzmittelbestand am Ende der Periode | 0 | -200 |
Kennzahlen gemäß Unternehmensreorganisationsgesetz (URG)
Ermittlung der Eigenmittelquote gemäß 5 23 URG:
| 2024 | 2023 | ||
|---|---|---|---|
| EUR | EUR | ||
| Eigenkapital laut Bilanz | 3.260.439,65 | 3.003.451,61 | |
| Gesamtkapital (5224 Abs. 3 UGB) | 9.143.052,00 | 16.325.819,20 | |
| - | von den Vorräten absetzbare Anzahlungen | 0,00 | 0,00 |
| Investitionszuschüsse Gesamtkapital | -0,00 9.143.052,00 | -0,00 16.325.819,20 |
Eigenmittelquote gemäß § 23 URG:
| Eigenkapital x 100 | 35,66 % | 18,40 % |
|---|---|---|
| Gesamtkapital |
Ermittlung der fiktiven Schuldentilgungsdauer gemäß § 24 URG:
| 2024 | 2023 | ||
|---|---|---|---|
| EUR | EUR | ||
| Rückstellungen | 44.437,82 | 128.087,25 | |
| + | Verbindlichkeiten | 5.838.174,53 | 13.194.280,34 |
| - sonstige Wertpapiere und Anteile | 0,00 | 0,00 | |
| - | von den Vorräten absetzbare Anzahlungen | 0,00 | 0,00 |
| - liquide Mittel | 0,00 | -200.404,80 | |
| = effektives Fremdkapital | 5.882.612,35 | 13.121.962,79 | |
| Ergebnis vor Steuern | 376.787,22 | 413.576,05 | |
| - | Steuern vom Einkommen | -119.799,18 | -126.014,03 |
| + | Abschreibungen auf das Anlagevermögen und Verluste aus dem | ||
| Abgang von Anlagevermögen | 146.428,51 | 155.259,90 | |
| - Zuschreibungen zum Anlagevermögen und Gewinne aus dem | |||
| Abgang von Anlagevermögen | -14.735,37 | 0,00 | |
| - | Auflösung Investitionszuschüsse | -0,00 | -0,00 |
| +/- Veränderung langfristiger Rückstellungen | 0,00 | 0,00 | |
| Mittelüberschuss aus der Geschäftstätigkeit | 388.681,18 | 442.821,92 | |
Fiktive Schuldentilgungsdauer gemäß § 24 URG:
| (effektives) Fremdkapital | 15,1 Jahre | 29,6 Jahre | |
|---|---|---|---|
| Mittelüberschuss aus der | |||
| Geschäftstätigkeit |
Nach 5 22 des URG wird Reorganisationsbedarf vermutet, wenn die Eigenmittelquote weniger als 8 % und die fiktive Schuldentilgungsdauer mehr als 15 Jahre beträgt.
Ertragslage:
Der Umsatz ist im Jahr 2024 gegenüber 2023 um 1,5% zurückgegangen. Dies hatte auch einen Einfluss auf den Gewinn nach Steuern. Dieser sank von € 287.562,02 im Jahr 2023 auf € 256.988,04 im Jahr 2024. Angesichts der wirtschaftlichen Situation in Osterreich und der unsicheren Geopolitik haben wir mit Ende 2024 mit Kostensenkungen begonnen. Diese betreffen insbesondere das interne Personal. Wir erwarten daher auch im Jahr 2025 einen stabilen Gewinn in der Größenordnung von 0,75% des Umsatzes.
Nichtfinanzielle Leistungsindikatoren:
Gegen Ende des Jahres 2024 wurde in einer Rezertifizierung unseres Qualitätsmanagementsystems nach ISO 9001 durchgeführt. Es wurden keine Beanstandungen gefunden und das Gütesiegel für ein weiteres Jahr vergeben.
Die Programmierung einer internen Ablaufsoftware wurde fortgesetzt, wodurch eine noch stärkere Integration mit dem Programm des Steuerberaters möglich ist. Dadurch werden die internen Abläufe weniger aufwendig und die Fehlerquote nochmals reduziert. Die Strategie, sowohl die Buchhaltung als auch die Lohnverrechnung beim Steuerberater zu machen, soll weiter verfolgt werden. Dadurch bleiben diese Kosten auch variabel; sie werden nach Stückzahl bezahlt.
Die internen Schulungen werden weiter geführt, um am Markt als Unternehmen mit kompetenten Mitarbeitern wahrgenommen zu werden. Die Fluktuation der internen Schlüsselmitarbeiter war in den vergangenen Jahren sehr gering; das soll weiter so gehandhabt werden.
2. Bericht über die voraussichtliche Entwicklung und Risiken im Jahr 2025
Auch im Jahr 2024 war die österreichische Wirtschaft in der Rezession. Die Vorzeichen für das Jahr 2025 sehen derzeit auch nicht besonders rosig aus. Wir rechnen mit keiner großen Verbesserung und erwarten, wie schon weiter oben angeführt, einen Druck auf die Margen. Weiters wird es weiterhin notwendig sein, sich auf Branchen mit besseren Wachstumsaussichten zu konzentrieren. Die Produktion von Waren könnte auch das gesamte Jahr 2025 in der Krise bleiben.
Wenn notwendig, müssen die Sparmaßnahmen nochmals intensiviert werden. Immerhin zeichnet sich schon ab, dass einige Mitbewerber finanzielle Schwierigkeiten haben, was auch an der höheren Zahl von Insolvenzen in der Branche abzulesen ist.
Bis Ende Februar gibt es noch keine Regierung, sodass auch die Förderungen durch das AMS versiegen. Es ist zu erwarten, dass mit einer neuen Regierung auch das AMS wieder über Förderbudgets verfügen kann.
Derzeit zeichnet sich bei staff24 eine stabile Entwicklung auch im Jahr 2025 ab.
Niederlassungen:
Das Filialnetz von staff24 ist einer der Erfolgsfaktoren. Wir sind nahe an den Kunden und Mitarbeitern und können so maßgeschneiderte Lösungen anbieten. Dieses Konzept wollen wir auch im Jahr 2025 weiter verfolgen. Sollte es aber auf Grund der Geschäftsentwicklung bei einzelnen Kunden notwendig sein, würden wir kleinere Filialen temporär schließen und bei einer verbesserten Wirtschaftslage wieder eröffnen. Aus heutiger Sicht ist das aber nicht notwendig.
Risiken:
Die größte Ungewissheit ist in der Personaldienstleistungsbranche immer die Gesetzeslage. Sollten neue, restriktive Normen erlassen werden, würde das großen Einfluss auf die Kalkulation und damit auf die Angebots- und Nachfragekurve nehmen.
Derzeit ist die Arbeitslosigkeit noch relativ gering. Sollte es zu einer Massenarbeitslosigkeit kommen, würde das gravierende Folgen für die Personaldienstleistungsbranche haben.
Es wird erwartet, dass auch die künstliche Intelligenz einen großen Einfluss auf den Arbeitsmarkt haben wird. Das ist derzeit noch nicht spürbar, aber in Zukunft ist damit zu rechnen. Das gleiche gilt für eine fortschrittliche Robotik.
Finanzielle Risiken, die sich durch die Verwendung von Finanzinstrumenten ergeben, trägt die staff24 nicht. Es werden keine Finanzinstrumente verwendet.
Das Risiko einer Betriebsprüfung mit entsprechender Nachzahlung wird mit Null bewertet, da das Ergebnis der Betriebsprüfung gegen Ende 2024 ein Nullergebnis brachte. Die nächste Prüfung wird in frühestens drei Jahren erwartet.
Forschung und Entwicklung:
Es wird weiterhin am Ausbau der internen Ablaufsoftware gearbeitet. Ansonsten sind keine Aktivierungen für Forschung und Entwicklung vorgenommen worden.
Wien am 05.05.2025 Martin Heiss Christian Bucher