Inhaltsverzeichnis
7. Lagebericht
7.1. Vorwort der Geschäftsführung
Die in den vergangenen Jahren eingeleiteten und in den Lageberichten regelmäßig dargestellten Restrukturierungs- und Kostensenkungsmaßnahmen, die konsequent gelebte Kostendisziplin sowie die kontinuierliche Weiterentwicklung der Organisation haben zu einer nachhaltigen Stabilisierung und Verbesserung der Profitabilität geführt. Dies spiegelt sich erneut im Jahresabschluss 2025 wider.
Das breite Produktportfolio von INTECO sowie die in den letzten Jahren deutlich ausgeweitete internationale Marktpräsenz bilden eine solide Grundlage für eine weiterhin positive geschäftliche Entwicklung. Die breite Aufstellung reduziert die Abhängigkeit von einzelnen Märkten und erhöht die Krisenresilienz des Unternehmens, insbesondere vor dem Hintergrund globaler wirtschaftlicher Unsicherheiten, die in immer kürzer werdenden Abständen auftreten.
Als reines Dienstleistungsunternehmen kann INTECO seine Geschäftstätigkeit flexibel an Marktveränderungen anpassen und Projekte rasch in andere Regionen verlagern. Diese Fähigkeit hat sich bereits in früheren Wirtschaftskrisen – etwa in der Asienkrise 1997/1998 oder der Finanzkrise 2008 – bewährt und wirkt heute durch die breit diversifizierte Kundenbasis noch stärker. Trotz zahlreicher Herausforderungen, wie der seit vier Jahren andauernden Ukraine-Krise, zunehmender geopolitischer Machtverschiebungen seit der Amtsübernahme des US-Präsidenten Donald Trump sowie den jüngsten militärischen Auseinandersetzungen zwischen den USA, Israel und dem Iran, zeigen sich die Stärken des Geschäftsmodells in stabilen Auftragseingängen.
Die strategische Ausrichtung der vergangenen Jahre – basierend auf einer schlanken Organisation und reduzierten Kostenstruktur profitable Aufträge gezielt zu identifizieren und priorisiert zu bearbeiten – wird konsequent fortgeführt und weiter ausgebaut. Vor diesem Hintergrund ist die Geschäftsführung der Einschätzung, dass das Unternehmen in den kommenden 12 bis 24 Monaten sehr robust und krisenfest aufgestellt ist.
Die wesentlichen Eckpunkte der Geschäftsentwicklung 2025 sind:
• Auftragseingang: EUR 68,31 Mio. (VJ: EUR 123,45 Mio.) • Wertschöpfung aus dem Auftragseingang: EUR 28,96 Mio. (VJ: EUR 48,24 Mio.) • Auftragsbestand per 31.12.2025: ca. EUR 141,76 Mio. (VJ: EUR 132,08 Mio.) • Umsatzerlöse: EUR 58,382 Mio. (VJ: EUR 50,396 Mio.) • Betriebsleistung: EUR 60,535 Mio. (VJ: EUR 59,953 Mio.) • EBITDA: EUR 8,551 Mio. (VJ: EUR 7,366 Mio.) • Cashflow über die Abrechnungsperiode: EUR –5,536 Mio. (VJ: EUR 23,365 Mio.)
| 2025 | 2024 | |
|---|---|---|
| TEUR | TEUR | |
| Netto-Geldfluss aus laufender Geschäftstätigkeit | (1.236) | 24.913 |
| Netto-Geldfluss aus der Investitionstätigkeit | (1.500) | (748) |
| Netto-Geldfluss aus der Finanzierungstätigke it | (2.800) | (800) |
| Zahlungswirksame Veränderung des Finanzmittelbestandes | (5.536) | 23.365 |
| Finanzmittelbestand am Beginn der Periode | 41.827 | 18.462 |
| Finanzmittelbestand am Ende der Periode | 36.290 | 41.827 |
| (5.536) | 23.365 |
• Jahresüberschuss: EUR 5,796 Mio. (VJ: EUR 5,395 Mio.)
Diese Ergebnisse bestätigen die erfolgreiche Umsetzung der Unternehmensstrategie und schaffen eine solide Basis für die weitere Entwicklung des Unternehmens.
7.2. Marktentwicklung
7.2.1. Rahmenbedingungen der Weltwirtschaft
Die weltwirtschaftlichen Rahmenbedingungen im Jahr 2026 sind weiterhin von einem moderaten, jedoch unterdurchschnittlichen Wachstum geprägt. Parallel dazu setzt sich der Trend einer schrittweisen Normalisierung der Inflation fort, während geopolitische und handelspolitische Risiken erhöht bleiben. Insgesamt zeigt die globale Konjunktur trotz struktureller Schwächen eine bemerkenswerte Widerstandsfähigkeit.
Das globale Wirtschaftswachstum wird für 2026 auf Basis aktueller internationaler Prognosen mit rund 3,3 % erwartet und liegt damit leicht unter dem langjährigen Durchschnitt der Jahre 2000 bis 2019. Die Wachstumsdynamik bleibt dabei regional unterschiedlich ausgeprägt:
• In fortgeschrittenen Volkswirtschaften wird ein BIP–Wachstum von knapp unter 2 % prognostiziert. • In Schwellen- und Entwicklungsländern wird ein Wachstum von über 4 % erwartet und diese bleiben damit die zentralen Treiber der globalen Nachfrageentwicklung.
Für die Eurozone zeichnet sich nach einer schwachen Phase in den Jahren 2023 und 2024 eine leichte konjunkturelle Erholung ab, getragen von einer Belebung des privaten Konsums sowie zunehmenden Investitionen in Energie–, Infrastruktur– und Verteidigungsprojekte. Das erwartete Wachstum liegt bei etwa 1,5 %.
In den USA hat sich die Konjunktur nach einem starken Jahr 2024 abgeschwächt, bleibt aber robuster als vielfach erwartet. Für 2026 wird ein BIP–Wachstum von knapp 2 % angenommen. Eine geldpolitische Lockerung sowie fiskalische Stimuli der US–Regierung könnten positive Effekte haben, jedoch bestehen Unsicherheiten infolge protektionistischer Maßnahmen und potenzieller Gegenreaktionen wichtiger Handelspartner.
China befindet sich weiterhin in einem strukturellen Transformationsprozess hin zu einem stärker konsumund dienstleistungsorientierten Wachstumsmodell. Für 2026 wird ein Wachstum von etwas über 4 % erwartet. Belastend wirken strukturelle Probleme des Immobiliensektors, ein rückläufiges Arbeitskräftepotenzial sowie zunehmende handelspolitische Spannungen mit den USA und der EU.
Die globale Inflation ist 2025 weiter zurückgegangen und nähert sich 2026 in vielen Volkswirtschaften den Zielwerten der Notenbanken an. Für die OECD wird eine Inflationsrate von rund 3 % prognostiziert. Trotz erster Zinssenkungen verfolgen viele Zentralbanken weiterhin eine restriktive Geldpolitik, um ein Wiederanziehen der Inflation zu verhindern.
Die globalen Arbeitsmärkte zeigten sich 2026 weitgehend stabil. Während die Arbeitslosigkeit in vielen entwickelten Volkswirtschaften niedrig bleibt, wirken strukturelle Herausforderungen – insbesondere der demografische Wandel, Fachkräftemangel in technischen Berufen sowie technologische Veränderungen – zunehmend belastend.
Die Risikoexposition der Weltwirtschaft hat sich im Zuge der politischen Ausrichtung der neuen US–Administration nochmals verschärft. Geplante oder bereits umgesetzte Importzölle auf Produkte aus China, Mexiko, Kanada und der EU erhöhen die Gefahr eskalierender Handelskonflikte. Hinzu kommen geopolitische Spannungen, die das Risiko volatiler Energie– und Rohstoffpreise weiter verstärken. Im Falle einer Eskalation – insbesondere im Nahen Osten – könnten Wachstumsverluste von bis zu 1–2 Prozentpunkten im Vergleich zu den Basisszenarien entstehen.
Trotz dieser Risiken bleibt die Weltwirtschaft im Jahr 2026 aufgrund fortschreitender Disinflation, stabilisierter Lieferketten, verbesserter Energie- und Rohstoffmärkte sowie hoher Investitionstätigkeit in Dekarbonisierung, Digitalisierung und Verteidigung insgesamt robust. Diese Faktoren bilden den wirtschaftlichen Rahmen für das Geschäftsjahr 2026 und sind maßgeblich für die Branchenentwicklung, in der INTECO tätig ist.
7.2.2. Weltweite Stahlproduktion
Die weltweite Rohstahlproduktion blieb auch im Jahr 2025 in einem herausfordernden Umfeld zurückhaltend. Laut aktuellen Daten der World Steel Association sank die Produktion auf rund 1,85 Mrd. Tonnen und damit um ca. 2 % gegenüber dem Vorjahr. Für 2026 wird eine moderate Erholung von 1–1,5 % erwartet.
China bleibt der dominierende Akteur der globalen Stahlproduktion, zeigt jedoch strukturelle Schwächen. Die chinesische Rohstahlproduktion blieb 2025 unter einer Milliarde Tonnen (rund 960 Mio. Tonnen; ca. –4 % im Jahresvergleich), hauptsächlich aufgrund schwacher Inlandsnachfrage aus dem Bau- und Immobiliensektor. Der daraus resultierende Exportdruck führt dazu, dass chinesische Ausfuhren – trotz verschärfter Umweltauflagen und handelspolitischer Maßnahmen (u. a. EU–CBAM, Anti–Dumping–Verfahren) – 2026 voraussichtlich weiterhin auf einem hohen Niveau von etwa 100–110 Mio. Tonnen bleiben. Dies erzeugt Preisdruck insbesondere für europäische Hersteller.
In Europa wird nach mehreren schwachen Jahren nur eine schrittweise Erholung erwartet. Laut EUROFER sank die Stahlnachfrage 2025 nochmals leicht um 0,2–0,9 %. Für 2026 wird ein moderates Wachstum von etwa 3 % prognostiziert, wenngleich das Nachfrageniveau weiterhin deutlich unter jenem des Jahres 2019 liegt. Belastende Faktoren bleiben die hohen Energiekosten, eine schwache Industriekonjunktur sowie Investitionsbedarf infolge der Transformation der Stahlindustrie.
Deutschland, als größter europäischer Stahlmarkt, bleibt in einer schwierigen Strukturphase. Eine Stabilisierung wird erwartet, allerdings von historisch niedrigem Niveau.
In den Schwellenländern – insbesondere in Indien – bleibt die Nachfrage dynamisch. Indien steigert seine Rohstahlproduktion kontinuierlich, getragen von wachsender Bautätigkeit und Industrialisierung. Da ein großer Teil der Produktion hohe CO2 - Intensität aufweist, bleibt der Binnenmarkt das zentrale Absatzfeld.
Auch in der Türkei und im Nahen Osten kommt es zu einem Ausbau der Produktionskapazitäten, getrieben durch umfangreiche Infrastrukturprogramme.
Die geopolitischen Verwerfungen sowie die Zoll- und Handelspolitik der USA erhöhen die Unsicherheit hinsichtlich Nachfrage, Preisen und Handelsströmen. Parallel dazu wirken regulatorische Maßnahmen wie der EU-CBAM dämpfend auf CO2 - intensive Importe und vestärken die Marktsegmentierung.
Im Segment der rostfreien Stähle verzeichnete die globale Produktion 2025 jedoch ein Wachstum von rund 2 % auf etwa 64 Mio. Tonnen. China hält hierbei weiterhin einen Anteil von über 60 %.
Trotz der Volatilität bleibt Stahl mit Abstand der bedeutendste industrielle Werkstoff. Die Produktion von über 1,8 Mrd. Tonnen liegt weiterhin weit vor Aluminium (ca. 70 Mio. Tonnen p. a.). Stahl bleibt daher ein zentraler Indikator für die industrielle Entwicklung und relevant für das Geschäftsumfeld von INTECO.
7.2.3. Marktausblick für den metallurgischen Anlagenbau
Der metallurgische Anlagenbau profitiert von einem weltweit anhaltenden Investitionszyklus, der maßgeblich von Dekarbonisierung, Energieeffizienz und Modernisierungen geprägt ist. Die Investitionstätigkeit verschiebt sich zunehmend von Kapazitätserweiterungen hin zu Projekten, die auf eine signifikante Reduktion des CO2-Fußabdrucks abzielen, die Flexibilität hinsichtlich Einsatzstoffen erhöhen udn Betriebskosten reduzieren.
Neue Prozessrouten wie wasserstoffbasierte Direktreduktion sowie elektrolichtbogenbasierte Stahlerzeugung gewinnen an Bedeutung und werden durch Digitalisierung und Automatisierung ergänzt. Hier entstehen für Unternehmen wie INTECO umfangreiche Marktchancen entlang der gesamten metallurgischen Wertschöpfungskette.
Besondere Wachstumssegmente sind:
• Spezialschmelzverfahren, • Umschmelzanlagen, • pulvermetallurgische Anlagen, • sowie modernisierte Sekundärmetallurgie.
Diese Technologien werden verstärkt in Märkten wie Luft- und Raumfahrt, Energieerzeugung sowie High-Tech-Industrien nachgefragt.
Zusätzliche Impulse entstehen durch politische Programme in Europa und Nordamerika, mit einem Fokus auf Energieinfrastruktur, Wasserstofftechnologien, Elektromobilität, Rüstung und Digitalisierung. Der globale Trend zu regionalen Wertschöpfungsketten, verstärkt durch protektionistische Maßnahmen der USA und künftig möglicherweise auch Europas, begünstigt den Aufbau lokaler Produktion und somit zusätzliche Investitionen in metallurgische Anlagen.
INTECO ist in diesen Segmenten aufgrund seines Technologieportfolios, seiner Expertise in Spezialverfahren und seiner globalen Marktpräsenz gut positioniert, um an diesem strukturellen Wachstum zu partizipieren.
Quellen:
International Monetary Fund: World economic outlook, January 2026.
European Central Bank: Economic Bulletin, 1/2026.
Eurofer: Economic and steel market outlook 2026/27.
Worldsteel.org: Statistical data for crude steel and stainless steel production
7.3. Beteiligungsgesellschaften / Zweigniederlassung
Die Geschäftstätigkeit der deutschen Beteiligungsgesellschaft MKKD wurde – wie bereits im Lagebericht 2024 berichtet und geplant – nach der endgültigen Abwertung des Beteiligungsansatzes im Geschäftsjahr 2024 vollständig eingestellt. Die Gesellschaft befindet sich im gesetzlich vorgeschriebenen Abwicklungsprozess und wird nach Ablauf der in Deutschland geltenden Sperrfrist voraussichtlich im Laufe des Geschäftsjahres 2026 endgültig liquidiert.
Bei allen weiteren Beteiligungsgesellschaften kam es im Berichtsjahr zu keinen Veränderungen der Beteiligungsansätze.
| Anteile an verbundenen Unternehmen | EUR | |
|---|---|---|
| 2025 | 2024 | |
| INTECO Rolling Mill Technologies S.r.l., | 105.000,00 | 105.000,00 |
| Udine (100%) | ||
| INTECO Dalian Metallurgical Equipment Co. Ltd., | 930.000,00 | 930.000,00 |
| China (100%) | ||
| INTECO Special Melting Technologies India Pvt | 16.200,00 | 16.200,00 |
| Indien (92%) | ||
| INTECO S.r.l. | 62.637,68 | 62.637,68 |
| Udine (100%) | ||
| MKKD Vermögensverwaltung GmbH, Deutschland (100%) | 0,00 | 0,00 |
| 1.113.837,68 | 1.113.837,68 |
Wie bereits im Vorjahr dargestellt, besteht weiterhin eine temporäre Betriebsstätte in der Türkei, die ausschließlich der Abwicklung eines lokalen Projektes dient. Die ursprünglich bis Ende 2022 geplante Fertigstellung der Projektarbeiten wurde – wie im Lagebericht 2024 berichtet – im Laufe des Geschäftsjahres 2025 abgeschlossen. Derzeit erfolgt die Vorbereitung zur Abwicklung bzw. Auflösung dieser Betriebsstätte im Geschäftsjahr 2026. Aufgrund administrativer Anforderungen und der ausgeprägten Bürokratie in der Türkei ist der Zeitpunkt der endgültigen Schließung jedoch aus heutiger Sicht noch nicht sicher bestimmbar. Operative Tätigkeiten werden über diese Betriebsstätte nicht mehr durchgeführt.
Ende des Geschäftsjahres 2024 wurde mit der Kaiser–Gesellschaft m.b.H. (Österreich) ein Vertrag über ein Wandeldarlehen in Höhe von EUR 44.000 (Vertragspartner: INTECO Holding GmbH und Kaiser–Gesellschaft m.b.H.) sowie weitere Finanzierungsdarlehen in Höhe von monatlich EUR 35.000 für den Zeitraum Jänner bis Dezember 2025 (Vertragspartner: INTECO melting and casting technologies GmbH und Kaiser–Gesellschaft m.b.H.) abgeschlossen. Ziel dieser Finanzierung war die geplante Übernahme von 55 % der Gesellschaftsanteile durch die INTECO Holding GmbH Anfang 2026 nach Leistung einer weiteren Kapitalzufuhr von EUR 44.455. Darüber hinaus wurden Call– und Put–Optionen hinsichtlich der restlichen 45 % der Anteile mit Ausübungsfrist bis 31.12.2027 vereinbart.
Da sich die wirtschaftliche Entwicklung der Kaiser–Gesellschaft m.b.H. auch im Jahr 2025 als fragil erwiesen hat, hat INTECO beschlossen, den Jahresabschluss 2026 der Gesellschaft abzuwarten und erst auf dieser Grundlage über einen möglichen Mehrheitseintritt zu entscheiden. Die vertraglichen Fristen sowie die Optionen wurden infolgedessen um ein Jahr verschoben und angepasst. Weitere Zahlungen oder Unterstützungsleistungen werden seitens INTECO bis zur Entscheidungsfindung nicht geleistet.
7.4. Auftragseingang und Auftragsbestand
Der Auftragseingang im Wirtschaftsjahr 2025 beträgt EUR 68,31 Mio. (VJ: EUR 123,45 Mio.) und stellt – trotz des außergewöhnlich hohen Auftragseingangs im Jahr 2024 aufgrund eines Großauftrags – den dritthöchsten Auftragseingang in der mehr als 50–jährigen Unternehmensgeschichte dar. Besonders hervorzuheben ist, dass dieser Wert ohne außergewöhnlichen Großauftrag erzielt werden konnte. Insgesamt waren 17 Aufträge mit einem Einzelauftragswert von über EUR 1 Mio. erforderlich, um einen Auftragseingang von knapp unter EUR 55 Mio. zu erreichen.
Auftragseingang / Order Intake - Auftragsbestand / Order Backlog
| 180,0 | ||||||||||||||
|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|
| 160,0 | ||||||||||||||
| 140,0 • Auftragseingang / Order Intake | ||||||||||||||
| 120,0 | ||||||||||||||
| • Auftragsbestand /Order | ||||||||||||||
| Backlog | ||||||||||||||
| 100,0 | ||||||||||||||
| 2 | ||||||||||||||
| 80,0 | ||||||||||||||
| 60,0 | ||||||||||||||
| ,0 | ||||||||||||||
| 20,0 | ||||||||||||||
| 0,0 | ||||||||||||||
| 2026 | ||||||||||||||
| 2013 | 2014 | 2015 | 2016 | 2017 | 2018 | 2019 | 2020 | 2021 | 2022 | 2023 | 2024 | 2025 | 03 24 | |
| Auftragseingang / Order Intake | 46,73 | 51,26 | 37,72 | 68,69 | 92,64 | 51,89 | 44,37 | 30,65 | 44,33 | 52,04 | 51,03 | 123,45 | 68,31 | 46,15 |
| Auftragsbestand /Order Backlog | 72,04 | 75,41 | 60,61 | 62,32 | 114,92 | 99,25 | 70,28 | 56,32 | 44,13 | 59,97 | 57,78 | 132,08 139,93 163,15 | ||
Der um das geplante Zukaufsvolumen bereinigte Netto–Auftragseingang beläuft sich auf EUR 28,96 Mio. (VJ: EUR 48,24 Mio.), was einem Anteil von 42 % am gesamten Auftragswert entspricht (VJ: 39 %). Dieser Wert liegt erwartungsgemäß leicht über dem Vorjahr, jedoch unter den Vergleichswerten der Jahre 2019–2023 (46–50 %). Dennoch bewegt er sich im langjährigen Vergleich weiterhin auf einem soliden Niveau und deutlich über den geringeren Werten der Jahre 2016–2018 (37–40 %).
Die Geschäftsführung beobachtet die Entwicklung des Netto-Auftragswerts weiterhin sehr genau, um bei Bedarf rasch organisatorische oder strategische Maßnahmen ergreifen zu können. Grundsätzlich wird die bestehende Strategie fortgeführt, Aufträge mit geringeren Volumina, aber höheren Netto-Margen, gegenüber Großaufträgen mit tendenziell niedrigeren prozentuellen Nettoauftragswerten zu bevorzugen.
Der Auftragsbestand zum 31. Dezember 2025 beträgt EUR 139,93 Mio. (VJ: EUR 132,08 Mio.). Die Erhöhung resultiert insbesondere daraus, dass der im Jahr 2024 akquirierte Großauftrag aufgrund vertraglicher Rahmenbedingungen erst im Laufe des Jahres 2026 ausgeliefert werden kann. Zudem lag der Auftragseingang – wie oben dargestellt – auch 2025 auf einem im historischen Vergleich hohen Niveau. Der Auftragsbestand wird sich voraussichtlich im Jahr 2026 aufgrund geplanter Auslieferungen deutlich reduzieren und wieder auf ein markt- und unternehmensübliches Niveau zurückgehen.
Die aktuelle Auftragslage gewährleistet eine vollständige Auslastung für das gesamte Geschäftsjahr 2026 und reicht weit in das Jahr 2027 hinein. Dadurch besteht eine hohe Planungssicherheit und ein erweiterter strategischer Handlungsspielraum. Gleichzeitig bleibt INTECO aufgrund der effizienten Unternehmensstruktur in der Lage, zusätzliche Aufträge aufzunehmen, ohne die organisatorischen oder personellen Kapazitäten zu überlasten. Der hohe Auftragsbestand kann daher problemlos bewältigt werden – sowohl gegenwärtig als auch perspektivisch.
7.5. Ausblick
Der Ausblick der INTECO melting and casting technologies GmbH für die kommenden 18 bis 24 Monate ist unverändert positiv. Wie bereits im Zusammenhang mit dem Jahresabschluss 2024 dargestellt, bildet der hohe Auftragsbestand – in Verbindung mit einem weiterhin stabilen und wachstumsorientierten Auftragseingang – die Grundlage für eine solide Geschäfts- und Ergebnisentwicklung in den kommenden Jahren.
Die in den vergangenen Jahren durchgeführten Investitionen in die Erweiterung des Produktportfolios sowie in die Bearbeitung zusätzlicher globaler Märkte zeigen nachhaltig positive Effekte. INTECO sieht sich im internationalen Wettbewerbsumfeld gut positioniert und verfügt über die notwendige organisatorische Stärke, um auf Marktveränderungen flexibel reagieren zu können.
Trotz eines insgesamt verhaltenen globalen wirtschaftlichen Umfelds, der herausfordernden Situation in Europa – insbesondere in Deutschland – sowie der anhaltenden geopolitischen Risiken (u. a. Russland–Ukraine–Konflikt und die jüngsten Entwicklungen im Nahen Osten) bestätigt der Auftragseingang des Jahres 2025 sowie jener der ersten Monate 2026 die robuste Lage des Unternehmens.
Durch umfangreiche Kosteneinsparungsmaßnahmen der vergangenen 24 Monate ist INTECO organisatorisch schlank und hocheffizient aufgestellt. Die Belegschaft verfügt über einen hohen Anteil an langjähriger Erfahrung, was sich sowohl in der Projektabwicklung als auch in der Weiterentwicklung des Produktportfolios positiv bemerkbar macht.
Die Geschäftsführung ist sich zugleich bewusst, dass stabile und erfolgreiche Zeiten besondere Achtsamkeit erfordern. Effizienz, Kostenbewusstsein, technische Exzellenz und Kundenorientierung bleiben zentrale Erfolgsfaktoren. Die hohe Kundenzufriedenheit ist maßgeblich für die erfolgreiche Entwicklung des Unternehmens und kann nur durch konstante Qualitäts- und Serviceorientierung dauerhaft gewährleistet werden.
Ein besonderer Fokus der kommenden Jahre liegt auf einer rechtzeitigen und strukturierten Weitergabe von Know–how. Die systematische Einbindung junger Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, begleitet durch erfahrene Experten, soll sicherstellen, dass technisches und organisatorisches Wissen erhalten bleibt und die Organisation nachhaltig gestärkt wird. Dieses Know–how bildet das Fundament für zukünftige Projekte, technologische Weiterentwicklungen und nachhaltigen Unternehmenserfolg.
Die strategische Zielsetzung des Unternehmens bleibt unverändert:
INTECO beabsichtigt, in den kommenden Geschäftsjahren weitere finanzielle Reserven aufzubauen, um den langfristigen wirtschaftlichen Erfolg sicherzustellen und gleichzeitig Investitionen in die zukünftige Entwicklung des Unternehmens – insbesondere in Technologie, Innovation und qualifiziertes Personal – zu ermöglichen.
7.6. Organisation & Personal
Der durchschnittliche Personalstand der INTECO melting and casting technologies GmbH betrug im Geschäftsjahr 2025 158 Mitarbeiter (VJ: 150). Die durchschnittliche Anzahl an Vollzeitäquivalenten (FTE) lag bei 148,51 (VJ: 141,48). Eine wesentliche Veränderung der Mitarbeiterzahl – weder im Sinne einer Erweiterung noch einer Reduktion - ist aktuell nicht vorgesehen und aus heutiger Sicht auch nicht erforderlich.
Die Gesellschaft wurde im Berichtsjahr von den beiden alleinvertretungsberechtigten Geschäftsführern Ing. Roland Kristl und Patrick Mild geleitet. Der im Vorjahr begonnene Ubergang in der Unternehmensführung wurde damit erfolgreich abgeschlossen, womit INTECO organisatorisch sowohl für operative als auch strategische Herausforderungen sehr gut positioniert ist.
Die Geschäftsführung überwacht regelmäßig das Durchschnittsalter sowie die durchschnittliche Betriebszugehörigkeit, um mögliche strukturelle Veränderungen in der Altersstruktur frühzeitig zu erkennen. Derzeit beträgt das durchschnittliche Alter der Belegschaft 41,10 Jahre, die durchschnittliche Betriebszugehörigkeit 11,7 Jahre. Beide Werte spiegeln aus Sicht der Geschäftsführung eine ausgewogene Kombination aus Erfahrung und Nachwuchspotenzial wider. Dies gewährleistet einerseits ein hohes Maß antechnischem Fachwissen und andererseits die Entwicklung zukünftiger Führungskräfte aus den eigenen Reihen.
HR Kennzahlen
Alter
HR Kennzahlen Betriebszugehörigkeit
| J |
|---|
NTECO
12,00 10,00
is 2 Jahre 10 bis 15 Jahre
2 bis 5 Jahre 15 bis 20 Jahre
durchschnittl. Firmenzugehörigkeit
5 bis 10 Jahre ii mehr als 20 Jahre
Der Personalaufwand für Löhne, Gehälter und Sozialabgaben – einschließlich Aufwendungen für Abfertigungen, Altersversorgung, Geschäftsführerboni sowie Mitarbeiterprämien in Höhe von etwas mehr als EUR 1,1 Mio. (VJ: EUR 0,622 Mio.) – belief sich im Geschäftsjahr 2025 insgesamt auf EUR 15,117 Mio. (VJ: EUR 13,619 Mio.).
Die Entwicklung der Personalkosten ist im Wesentlichen auf den gestiegenen Personalstand, inflationsbedingte Anpassungen sowie auf variable Vergütungsbestandteile zurückzuführen, die an das wirtschaftliche Ergebnis der Gesellschaft gekoppelt sind.
7.7. Wesentliche Risiken
Die INTECO melting and casting technologies GmbH ist unterschiedlichen Risiken ausgesetzt, die systematisch erfasst, laufend überwacht und durch geeignete Maßnahmen gesteuert werden. Die nachfolgenden Risikokategorien stellen die für das Unternehmen wesentlichen Risikobereiche dar.
7.7.1. Politische Risiken
Politische Risiken ergeben sich insbesondere aus den sich dynamisch verändernden geopolitischen Rahmenbedingungen. Diese Risiken betreffen sowohl die Kundenmärkte als auch die internationalen Lieferund Transportketten.
Im Kundenmarkt Russland wurden Geschäftsbeziehungen bereits vollständig ausgesetzt, sodass derzeit keine Aktivitäten in dieser Region stattfinden. Weitere politische Risiken ergeben sich durch mögliche Beeinträchtigungen internationaler Transportwege, beispielsweise durch die anhaltenden Spannungen im Roten Meer (Huthi–Rebellen) sowie durch potenzielle Zollerhöhungen der USA. Kurzfristig hinzugekommen ist zudem das Risiko aus dem militärischen Konflikt rund um den Iran, dessen weitere Entwicklung derzeit nicht absehbar ist.
INTECO beobachtet diese Entwicklungen laufend und bewertet ihre möglichen Auswirkungen auf bestehende Projekte sowie zukünftige Geschäftschancen.
7.7.2. Marktrisiken
Die globalen Marktrisiken im Jahr 2025/2026 werden wesentlich beeinflusst durch:
• den Russland–Ukraine–Krieg, • die handelspolitische Ausrichtung der US–Administration („Make America Great Again“), • den Iran–Israel–USA–Konflikt.
Diese Ereignisse wirken unmittelbar auf die wirtschaftliche Lage Europas und führen zu erhöhter Unsicherheit. Neben diesen außergewöhnlichen Risiken sind die üblichen konjunkturellen Schwankungen und branchenüblichen Marktrisiken weiterhin relevant.
Die Geschäftsentwicklung von INTECO zeigte sich im Jahr 2025 jedoch erneut sehr widerstandsfähig. Globale Kunden konnten ihre Geschäftstätigkeit weitgehend fortsetzen, und negative Auswirkungen auf die Auftragslage blieben gering.
Das breite Produktportfolio, die internationale Marktpräsenz sowie die Fokussierung auf Engineering– und Dienstleistungsprojekte – ohne eigene Fertigungsstätten in den jeweiligen Ländern – tragen wesentlich zur Risikominimierung bei. Dadurch ist INTECO in der Lage, Aktivitäten kurzfristig an Märkte mit höherer Dynamik zu verlagern und sich aus rückläufigen oder gestörten Märkten flexibel zurückzuziehen.
7.7.3. Umweltrisiken
Direkte Umweltrisiken bestehen für INTECO nicht, da das Unternehmen ausschließlich als Engineeringund Dienstleistungsunternehmen tätig ist und keine eigenen Fertigungsstätten betreibt.
Indirekt bestehen jedoch Risiken aufgrund des globalen Fokus auf den Klimawandel und der hohen CO2-Relevanz der Stahlindustrie, die für rund 7% der weltweiten anthropogenen CO2-Emissionen verantwortlich ist. Als Anbieter von technologischen Anlagen und Prozessen ist INTECO von regulatorischen und gesellschaftlichen Entwicklungen in diesem Bereich mittelbar betroffen.
INTECO reagiert auf diese Risiken durch:
• kontinuierliche Weiterentwicklung der eigenen Technologien, • enge Zusammenarbeit mit Universitäten und Forschungseinrichtungen, • aktive Unterstützung des technologischen Wandels in Richtigung CO2-ärmeren Produktionsprozesse
Das Risiko, durch umweltbedingte Strukturveränderungen vom Markt verdrängt zu werden, wird als gering eingeschätzt. Vielmehr ergeben sich daraus zusätzliche Chancen, da INTECO als innovatives Technologieunternehmen zunehmend bei Transformationsprojekten eingebunden wird.
7.7.4. Finanzwirtschaftliche Risiken
Zinsrisiken
Zinsrisiken bestehen lediglich im Zusammenhang mit bestehenden Leasingverträgen, einem Exportkredit sowie Bankguthaben. Das Risiko hat sich in den letzten Jahren deutlich reduziert, da wesentliche Leasingverträge ausgelaufen und Bankverbindlichkeiten vollständig zurückgeführt wurden. Zum Bilanzstichtag 31.12.2025 bestehen keine Bankverbindlichkeiten. Die Strategie der Fremdkapitalreduktion soll beibehalten werden.
Liquiditätsrisiken
Aufgrund der hohen Einzelvolumina der Projekte können Liquiditätsschwankungen nicht vollständig ausgeschlossen werden. Zur Minimierung dieser Risiken setzt INTECO folgende Maßnahmen ein:
• Absicherung nahezu aller außereuropäischen Projekte durch Dokumentenakkreditive oder vergleichbare Instrumente, • Einsatz von Exportgarantien der Osterreichischen Kontrollbank sowie Exportversicherungen, • kurzfristige Liquiditätsüberwachung auf Wochenbasis (Planungshorizont 10–12 Wochen), • mittelfristige Liquiditätsplanung auf Monatsbasis mit einem Horizont von 24–26 Monaten.
Diese Instrumente gewährleisten eine hohe Transparenz und ermöglichen eine frühzeitige Steuerung der Zahlungslage.
Fremdwährungsrisiken
Fremdwährungsrisiken werden weitgehend durch vertragliche Vereinbarungen in EUR reduziert. In den USA, wo Zahlungen üblicherweise in USD erfolgen, werden zur Absicherung Devisentermingeschäfte oder vergleichbare Instrumente eingesetzt.
Kostenrisiken
Kostenrisiken beim Zukauf von Fertigungskomponenten können auftreten, insbesondere da:
• Kundenaufträge häufig Fixpreise enthalten, • Fremdvergaben an Sublieferanten erst mehrere Monate nach Auftragseingang erfolgen, • internationale Lieferketten durch geopolitische Ereignisse beeinträchtigt sein können.
INTECO adressiert diese Risiken durch:
• globales Sourcing, • eine breite und diversifizierte Lieferantenbasis, • tägliche Abstimmungen mit relevanten Lieferanten, • konsequentes Projektcontrolling mit wöchentlicher Überwachung.
In der Vergangenheit konnten auch bei bestehenden Pauschallieferverträgen mit Kunden erfolgreiche Nachverhandlungen aufgrund außergewöhnlicher Marktverwerfungen (z. B. Pandemie, Ukraine-Krieg, Blockaden im Welthandel) geführt werden. Dies zeigt, dass Kostenrisiken organisatorisch handhabbar bleiben.
7.7.5. Betriebliche Risiken
Es bestehen keine über das übliche unternehmerische Ausmaß hinausgehende betriebliche Risiken. Die internen Prozesse sind etabliert, stabil und werden laufend überprüft.
7.8. Forschung und Entwicklung
Die INTECO melting and casting technologies GmbH investiert seit ihrer Gründung kontinuierlich – im Rahmen der personellen und finanziellen Möglichkeiten – in Forschung und Entwicklung. Die Geschäftsführung ist überzeugt, dass eine nachhaltige Wettbewerbsfähigkeit nur durch laufende Forschungsaktivitäten sowie durch die Weiterentwicklung bestehender Produkte und Technologien gewährleistet werden kann.
In der Vergangenheit wurden F&E–Aktivitäten aufgrund begrenzter Ressourcen überwiegend inkrementell und projektbegleitend durchgeführt. Auf Basis der positiven wirtschaftlichen Entwicklung der letzten Jahre und des günstigen Ausblicks Anfang 2024 wurde eine deutliche Ausweitung der F&E–Tätigkeit beschlossen. Insgesamt wurden Forschungsprojekte mit einem Gesamtvolumen von knapp EUR 2,0 Mio. für die Jahre 2024, 2025 und 2026 initiiert, um die technologische Positionierung des Unternehmens nachhaltig zu stärken.
Der Forschungsaufwand wurde in den vergangenen Jahren konsequent erhöht und betrug im Geschäftsjahr 2025 EUR 1,301 Mio. (VJ: EUR 0,670 Mio.).
Neben mehreren kleineren Projekten zur Weiterentwicklung bestehender Produkte sind insbesondere folgende strategische Forschungsinitiativen hervorzuheben:
Entwicklung und industrielle Umsetzung der Methanpyrolyse Technologie
Kooperation mit der Montanuniversität Leoben
Für dieses Zukunftsprojekt wurde ein Kooperationsvertrag mit der Montanuniversität Leoben über eine Laufzeit von knapp drei Jahren abgeschlossen. INTECO leistet dabei einen finanziellen Beitrag von EUR 1,64 Mio. Ziel ist die industrielle Umsetzung einer neuartigen, kostengünstigen Technologie zur Erzeugung von „blauem“ Wasserstoff mittels Methanpyrolyse, basierend auf den Ergebnissen der universitären Forschung. Im Jahr 2025 wurden erste Versuche im industriellen Pilotmaßstab erfolgreich durchgeführt. Die Arbeiten werden 2026 fortgesetzt. Zudem konnte bereits ein erster potenzieller Kunde in Asien identifiziert werden. Dieses Projekt stellt das bislang größte Forschungsprogramm der Unternehmensgeschichte dar und unterstreicht den strategischen Fokus auf innovative Zukunftstechnologien.
Entwicklung und erster Einsatz einer elektronischen Leistungsversorgung für den Umschmelzprozess
Dieses Projekt wurde Anfang 2024 gestartet und läuft planmäßig bis voraussichtlich Ende 2025. Der finanzielle Beitrag der INTECO beträgt EUR 852.000. Ziel ist die Entwicklung einer neuen Generation elektronischer Leistungsversorgungen für den Umschmelzprozess.
Bereits vorliegende Forschungsergebnisse sind vielversprechend. Mit der Fabrikation eines vorindustriellen Prototyps (Skalierung 1:4) wurde Ende 2024 begonnen. Aufgrund einer leichten Verzögerung erfolgt die Erprobung der Anlage entgegen der ursprünglichen Planung nun im 1. Quartal 2026. Die Fertigstellung des Projekts wird weiterhin für das Jahr 2026 erwartet. Parallel dazu wird der Patentantrag vorbereitet; die Unterlagen liegen bereits vor und sollen 2026 eingereicht werden.
Entwicklung eines rotierenden Blockgussverfahrens mit dem Ziel die Blockqualität zu optimieren
Dieses eigenständige Forschungsprojekt basiert auf einer 2023 betreuten Diplomarbeit an der Montanuniversität Leoben. Im Jahr 2025 wurden großtechnische Versuche bei der Edelstahl Breitenfeld durchgeführt.
Die ersten Ergebnisse – insbesondere ein Versuch mit einem Blockdurchmesser von 1.000 mm – sind sehr vielversprechend. Weitere Versuchsreihen sowie eine begleitende Dissertation an der Montanuniversität Leoben sind geplant.
Conventional vs Rotational (Ingot) Casting
Parallel dazu arbeitet INTECO mit dem Lehrstuhl für Simulation an der Montanuniversität Leoben zusammen, um ein geeignetes Simulationsmodell zu entwickeln. Dieses soll künftig ermöglichen, projektspezifische Ergebnisse vorab zu modellieren, um kostenintensive und zeitaufwendige Versuche zu reduzieren.
Die Geschäftsführung der INTECO melting and casting technologies GmbH bestätigt, dass dieser Lagebericht den gesetzlichen Anforderungen entspricht und ein zutreffendes Bild der Geschäftsentwicklung, der wirtschaftlichen Lage sowie der wesentlichen Risiken und Chancen der Gesellschaft vermittelt.
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| Datum, Ing. Kristl Roland | |||||
2503
Datum, Patrick Mild