Inhaltsverzeichnis
1.) Geschäftsverlauf und Lage der Gesellschaft / Marktentwicklung:
Das Geschäftsjahr 2025 war von einem weiterhin anspruchsvollen Marktumfeld geprägt. Der Nettoumsatz verringerte sich um 2,73 %. Hauptursache war die anhaltende Inflation in Osterreich, die zu erhöhter Preissensitivität sowie zu einer deutlichen Nachfrageverschiebung in Richtung preisgünstigerer Produktsegmente führte. Insbesondere das „Billigpreis“-Segment gewann an Bedeutung, während margenstärkere Sortimente unter erhöhtem Wettbewerbsdruck standen.
Trotz des Umsatzrückgangs verbesserte sich die Ertragssituation der Gesellschaft. Durch gezielte Maßnahmen im Pricing, im Konditionenmanagement sowie durch konsequente Kostenkontrolle konnte die durchschnittliche Marge gesteigert werden. Das geringere Umsatzvolumen wurde dadurch teilweise durch eine strukturell verbesserte Umsatzqualität kompensiert.
Der Go-Live von SAP S/4HANA im Juli 2025 stellte einen wesentlichen Meilenstein der digitalen Transformation dar. Im Zuge der Systemumstellung kam es temporär zu erhöhtem organisatorischem Aufwand sowie zu Effizienzbeeinträchtigungen in einzelnen Prozessen. Mittel- und langfristig bildet die neue Systemlandschaft die Grundlage für eine verbesserte Transparenz, Prozessoptimierung und betriebswirtschaftliche Steuerung.
Insgesamt war das Geschäftsjahr 2025 von strukturellen Marktverschiebungen, hoher Preisvolatilität und internen Transformationsprozessen geprägt. Durch operative und strukturelle Maßnahmen konnte die Ertragskraft im Vergleich zum Vorjahr gestärkt werden.
2.) Organisationsstruktur:
Eric Overbeek wurde als zusätzlicher Geschäftsführer im Handelsregister eingetragen. Der durchschnittliche Mitarbeiterstand belief sich im Geschäftsjahr 2025 auf 40 Mitarbeiter und lag damit um zwei Personen unter dem Vorjahresniveau.
3.) Umsatz:
Der Nettoumsatz (nach Abzug von Skonti und Boni) verringerte sich im Geschäftsjahr 2025 um T€ 613 auf T€ 21.853. Dies entspricht einem Rückgang von 2,73 % gegenüber dem Vorjahr.
4.) Ertragssituation in T€:
| 2025 | 2024 | |
|---|---|---|
| Jahresgewinn/Jahresverlust | -58,1 | -645 |
| Nettogeldfluss aus dem Ergebnis vor Steuern | 2.708 | -156 |
Die Liquidität der Gesellschaft war im Geschäftsjahr 2025 jederzeit sichergestellt. Die Finanzlage ist als stabil zu beurteilen.
5.) Analyse mittels finanzieller Leistungsindikatoren
| Erfolgswirtschaftliche Kennzahlen | 2025 | 2024 |
|---|---|---|
| EBIT-Marge Betriebsergebnis | ||
| Umsatzerlöse | 0,40% | -2,2% |
| CF aus dem Ergebnis Cash-Flow / Umsatz | ||
| Umsatzerlöse | 8,64 % | -0,7% |
| Bilanzkennzahlen | 2025 | 2024 |
| Eigenkapital Eigenkapitalanteil | ||
| Gesamtkapital | 15,33% | 4,24% |
| Eigenkapitalrentabilität Ergebnis vor Steuern | ||
| durchschnittliches Eigenkapital | -5,29% | -97,01% |
6.) Ausblick
Für das Geschäftsjahr 2026 ist weiterhin von einem anspruchsvollen Marktumfeld auszugehen. Die konjunkturellen Rahmenbedingungen in Osterreich bleiben verhalten, und auch im Food-Service-Bereich ist mit anhaltender Zurückhaltung bei Investitionen sowie mit einer weiterhin hohen Preissensitivität der Kunden zu rechnen. Steigende Kostenstrukturen entlang der Wertschöpfungskette sowie intensiver Wettbewerb dürften den Margendruck in einzelnen Segmenten aufrechterhalten.
Vor diesem Hintergrund wird die Gesellschaft im Jahr 2026 die strategische
Weiterentwicklung ihres Geschäftsmodells konsequent fortführen. Der bisher stark direktvertriebsorientierte Ansatz wird schrittweise zu einem hybriden Vertriebsmodell weiterentwickelt. Neben dem persönlichen Direktvertrieb sollen verstärkt strukturierte Großhandelskooperationen sowie digitale Vertriebskanäle genutzt werden, um Marktabdeckung, Effizienz und Skalierbarkeit zu erhöhen.
Ziel dieser Transformation ist es, die Vertriebskostenstruktur nachhaltig zu optimieren, neue Kundensegmente zu erschließen und gleichzeitig die Ertragsqualität weiter zu verbessern. Die im Jahr 2025 implementierte SAP-Systemlandschaft bildet hierfür eine wesentliche Grundlage, insbesondere im Hinblick auf Transparenz, Steuerungsfähigkeit und Prozessintegration.
Insgesamt erwartet die Gesellschaft für 2026 eine stabile bis leicht positive Umsatzentwicklung bei weiterhin konsequenter Margenorientierung. Der Fokus liegt dabei auf profitablem Wachstum, Effizienzsteigerung und der strukturellen Weiterentwicklung des Geschäftsmodells.
7.) Risikoberichterstattung
Risikomanagementsystem
Unabhängig von den rechtlichen Verpflichtungen sehen wir es als wichtige und unverzichtbare Aufgabe alle betrieblichen und finanziellen Risiken zu erkennen, zu analysieren und deren Eintrittswahrscheinlichkeit und Schadenshöhe zu bewerten, um Bedrohungen für das Unternehmen zu reduzieren oder ganz zu eliminieren, aber auch um die Wahrnehmung von Chancen zu fördern.
Zentraler Bestandteil des Risikomanagementsystems ist ein umfassendes Berichtssystem, mit welchem die gesamtwirtschaftliche und branchenspezifische Entwicklung fortlaufend beobachtet und analysiert wird.
Die Geschäftsführung erhält regelmäßig Berichte über den Status und die Entwicklung des Einkaufes und des Verkaufes sowie auch Berichte über die Vermögens-, Finanzund Ertragslage.
Risikobericht Finanzinstrumente
Finanzinstrumente sind auf Vertrag basierende wirtschaftliche Vorgänge, die einen Anspruch auf den Austausch von Zahlungsmitteln beinhalten.
Hierzu gehören zunächst
Originäre Finanzierungsinstrumente
Wie Forderungen und Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen, oder Bestände (Kassenbestände, Guthaben bei Kreditinstituten) sowie Finanzforderungen und Finanzschulden.
Der Bestand der originären Finanzinstrumente ist aus der Bilanz ersichtlich. Die Finanzinstrumente unterliegen folgenden wesentlichen Risiken:
Ausfallrisiko
Zur Minimierung des Ausfallrisikos bei Kunden besteht eine zeitnah geführte Debitorenbuchhaltung mit laufender Zahlungseingangsüberwachung und funktionierendem Mahnwesen.
Zinsänderungsrisiko
Das Zinsänderungsrisiko ist die mögliche Wertschwankung eines Finanzinstruments aufgrund von Anderungen des Marktzinssatzes. Im operativen Bereich ist ein derartiges Risiko nicht von Bedeutung. Im Bereich der Finanzschulden ist das Zinsänderungsrisiko als gering zu beurteilen.
Währungsänderungsrisiko
Das Währungsänderungsrisiko wird durch die fast ausschließliche Fakturierung in EURO begrenzt.
Zum Bilanzstichtag 31. Dezember 2025 bestehen weder bei den Forderungen aus Lieferungen und Leistungen noch bei den Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen Fremdwährungsrisiken.
Derivative Finanzinstrumente
Diese können zu Währungs-, Beschaffungspreis- und Zinsänderungen eingesetzt werden.
Zum Bilanzstichtag ist die Gesellschaft mangels Abschluss von derivativen Finanzinstrumenten weder berechtigt noch verpflichtet.
Risikobericht zu sonstigen Faktoren
IT-Risiken
Zur Minimierung möglicher Risiken aus der Informationstechnologie setzen wir moderne Hardware und aktuelle Software ein.
Absolute Datensicherheit stellen wir durch laufende Datensicherung und Lagerung der Sicherungsdatenbestände sicher.
Personal- und Fluktuationsrisiko
Dem Risiko der „Abwanderung“ von Fach- und Führungskräften wirken wir mit einem leistungsgerechten Vergütungssystem und vorbildlichen Sozialleistungen entgegen.
Einzelrisiko
Die Geschäftstätigkeit der Gesellschaft ist verschiedenen externen Risiken ausgesetzt. Insbesondere geopolitische Spannungen, Handelsbeschränkungen sowie volatile Rohstoff- und Energiepreise können zu Beschaffungsrisiken, Kostensteigerungen und Lieferengpässen führen.
Zudem gewinnen regulatorische Anforderungen auf EU- und nationaler Ebene – wie beispielsweise die EU-Entwaldungsverordnung (EUDR) – zunehmend an Bedeutung. Erweiterte Dokumentations- und Sorgfaltspflichten entlang der Lieferkette können zusätzlichen administrativen Aufwand sowie Compliance-Risiken verursachen.
Darüber hinaus stellen die konjunkturelle Entwicklung in Osterreich und die strukturellen Veränderungen im Food-Service-Markt potenzielle Risiken für Umsatz- und Ertragslage dar.
Die Gesellschaft begegnet diesen Risiken durch laufende Marktbeobachtung, Diversifikation von Lieferquellen sowie durch Anpassungen in Preis-, Sortiments- und Compliance-Strukturen.
8.) Forschung und Entwicklung
Bei der „Hügli“ Nährmittel Erzeugung Gesellschaft m.b.H. handelt es sich um eine Vertriebsgesellschaft. An diesem Standort werden keine wesentlichen Forschungs- und Entwicklungstätigkeiten vorgenommen.
Hard, 25. März 2026
Hügli NährmifteJ Erzeugung-GmbH
Thomas Kofler Geschäfts führer
Mibhael Ven Gunten-Marotta Geschäftsfnrer
Erid Overbeek Geschäftsführer