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Lagebericht 2024/25

DO & CO Party-Service & Catering GmbH

Original-PDF

Stichtag 31. März 2025 · Eingereicht am 29. Dez. 2025

Inhaltsverzeichnis

DO & CO PARTY-SERVICE & CATERING GMBH, WIEN

1. Allgemeines

Die DO & CO Party-Service & Catering GmbH ist ein hundertprozentiges Tochterunternehmen der DO & CO Aktiengesellschaft und wird im Wege der Vollkonsolidierung in den von der Muttergesellschaft per 31. März 2025 erstellten Konzernabschluss einbezogen.

Das Geschäftsfeld der DO & CO Party-Service & Catering GmbH ist unteranderem die personelle Ausstattung für sämtliche DO & CO Standorte innerhalb Österreichs sowie zur Leistungserbringung auf diversen Events.

Zwischen der DO & CO Aktiengesellschaft als Organträger und der DO & CO Party-Service & Catering GmbH wurde mit Vertrag vom 26. Februar 1998 eine Ergebnisabführung vereinbart.

2. Bericht über den Geschäftsverlauf und die wirtschaftliche Lage

2.1. Geschäftsverlauf

Durch die erhöhte Nachfrage im Eventcatering, verzeichnet die DO & CO Party-Service & Catering GmbH im Geschäftsjahr 2024/2025 ebenfalls eine positive Entwicklung.

Die Umsatzerlöse erhöhen sich im letzten Geschäftsjahr von € 12,63 Mio. um € 0,71 Mio. oder 5,6% auf € 13,34 Mio. Die Erhöhung ist auf höhere Personalumsätze rückzuführen.

Die sonstigen betrieblichen Erträge sind von € 0,03 Mio. um € 0,08 Mio. auf € 0,11 Mio. gestiegen. Haupttreiber waren Erträge aus der Auflösung von Rückstellungen sowie Personalbezogene Aufwände.

Die Aufwendungen für Material und bezogene Leistungen erhöhen sich in diesem Wirtschaftsjahr von € 0,82 Mio. um € 0,40 Mio. auf € 1,22 Mio., der Anteil an den Erlösen beträgt somit 9,1 % (Vorjahr: 6,5 %).

Der Personalaufwand ist von € 11,54 Mio. um € 0,18 Mio. auf € 11,36 Mio. gesunken, der Anteil an den Umsatzerlösen beträgt somit 85,1 % (Vorjahr: 91,4 %).

Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen steigen gegenüber dem letzten Wirtschaftsjahr von € 0,22 Mio. um € 0,01 Mio. auf € 0,23 Mio., der Anteil an den Erlösen beträgt somit 1,7 % (Vorjahr: 1,7 %).

Das Betriebsergebnis ist von € 0,08 Mio. auf € 0,65 Mio. gestiegen.

Das Ergebnis vor Steuern liegt bei € 0,67 Mio. (VJ: € 0,07 Mio.).

2.2. Bericht über Zweigniederlassungen

Die Gesellschaft verfügt über keine Zweigniederlassungen.

2.3. Wesentliche Erläuterungen zur Vermögenslage

Die Bilanzsumme erhöhte sich zum Stichtag von € 2,7 Mio. um 0,5 Mio. auf € 3,2 Mio.

Der Anstieg ist im Wesentlichen auf die gestiegenen Forderungen gegenüber verbundenen Unternehmen zurückzuführen, die von € 2,4 Mio. um € 0,8 Mio. auf € 3,1 Mio. zunahmen.

Auf der Passivseite erhöht sich das Eigenkapital von € 0,6 Mio. um € 0,5 Mio. auf € 1,1 Mio. Die Rückstellungen stiegen gegenüber dem Vorjahr um € 0,1 Mio., während die Verbindlichkeiten insgesamt um rund € 0,1 Mio. abnahmen.

2.4. Finanzielle Leistungsindikatoren

Die EBIT-Marge sowie der „Return on sales“ (Relation Ergebnis vor Steuern zum Umsatz) der Gesellschaft ist im Vergleich zum Vorjahr von 0,7 % um 4,2 % auf 4,9 % gestiegen.

Die Eigenkapitalquote (Verhältnis von Eigenkapital zum Gesamtkapital) beträgt 35,1 % (VJ: 22,3 %).

Die Cash-Flow-Rechnung nach der Praktiker-Methode ergibt für dieses Geschäftsjahr € 0,7 Mio. (Vorjahr: € 0,07 Mio.).

3. Bericht über die voraussichtliche Entwicklung und die Risiken des Unternehmens

3.1. Voraussichtliche Entwicklung

In der DO & CO Party-Service & Catering GmbH wird im nächsten Wirtschaftsjahr 2025/2026 von der Geschäftsführung eine zufriedenstellende Umsatz- und Ergebnisentwicklung angestrebt.

3.2. Wesentliche Risiken und Ungewissenheiten

Folgende Risiken und Ungewissheiten betreffen den DO & CO Konzern in seiner Gesamtheit. Als Tochterunternehmen der DO & CO Aktiengesellschaft, sind diese Risiken und Ungewissheiten für die DO & CO Party-Service & Catering GmbH ebenfalls maßgeblich. Aus diesem Grund werden die Aufgaben des Risikomanagements für die DO & CO Party-Service & Catering GmbH zum Teil durch die DO & CO Aktiengesellschaft in ihrer Funktion als Holding- bzw. Muttergesellschaft durchgeführt. Das Risikomanagement wird bei DO & CO als wichtiges Instrument der Unternehmenssteuerung gesehen.

Vom Management wurden vor allem die folgenden Risikofelder als wesentlich identifiziert:

Spezifische Risiken und Entwicklung der Event Catering Branche

Das Jahr 2024/2025 war zudem von einem Arbeitskräftemangel geprägt. Die Branche litt unter einem Mangel an qualifiziertem Personal sowie erhöhten Lohnkosten. Hinzu kamen Einschränkungen bei den Lieferketten und angebotsseitige Engpässe, welche zu höheren Lebensmittelpreisen führten.

Wenngleich die Nachfrage nach Events aufgrund eines Aufholbedarfs mit dem Ende der Corona- Pandemie trotz hoher Inflationsraten kontinuierlich gestiegen ist, kann eine mögliche wirtschaftliche Abschwächung/Rezession dennoch negative Implikationen auf die Nachfrage haben. Es ist weiterhin ein positiver Trend hinsichtlich Event-Nachfrage zu erwarten, das Wachstum könnte sich möglicherweise verlangsamen.

Personalrisiken

Für DO & CO sind die Mitarbeiter und die von ihnen gelebte Unternehmenskultur das größte Kapital und damit die wichtigste Säule des Erfolges. Die zukünftige Entwicklung von DO & CO hängt maßgeblich davon ab, inwiefern es gelingt, hoch qualifizierte und motivierte Mitarbeiter einzustellen, zu integrieren und dauerhaft an das Unternehmen zu binden. Professionelle Ausbildung und konsequente Personalentwicklung sind die zentralen Instrumente, um das angestrebte Wachstum sicherzustellen.

Parallel zur laufenden Expansion des DO & CO Konzerns wird auch das Management des Unternehmens auf eine immer breitere Basis gestellt.

Eine große Herausforderung für den zukünftigen Erfolg von DO & CO wird es sein, neue Unternehmensteile professionell und wertbringend zu integrieren. Gemeinsame Werte und eine starke Unternehmenskultur tragen dazu bei, neuen Mitarbeitern den hohen Qualitätsanspruch an Produkt und persönlicher Dienstleistung näher zu bringen und dauerhaft zu verankern.

Konjunkturelle Entwicklung

Die Aktivitäten von DO & CO sind in allen drei Divisionen stark von der globalen wirtschaftlichen Entwicklung beeinflusst, da diese einen erheblichen Einfluss auf den Tourismus sowie das Freizeitverhalten der Konsumenten hat. Die volatile Reise- und vor allem Flugaktivität der Konsumenten haben besonders auf die Division Airline Catering Auswirkungen.

DO & CO steuert dem konjunkturellen Risiko in Bezug auf seine Geschäftsfelder durch eine regionale Diversifikation mit Standorten in sieben verschiedenen Ländern sowie durch seine Aktivitäten in drei unterschiedlichen Marktsegmenten entgegen. Eine zeitnahe Ergebnisberichterstattung inklusive Analyse und Vorschau zum laufenden operativen Geschäft in jeder „Reporting Entity“ (zum Zweck der internen Berichterstattung werden die Unternehmen des Konzerns in mit Profit Centern vergleichbare Einheiten aufgeteilt) stellen sicher, dass eine entsprechende Kapazitätsanpassung unverzüglich erfolgt.

ESG-Risiken

Die Beurteilung von Umwelt-, Sozial- und Governance-Risiken (ESG) stellt eine wesentliche Komponente der auf nachhaltiges Wachstum ausgerichteten Unternehmensstrategie von DO & CO dar. Die Erwartungen der Stakeholder im Hinblick auf Nachhaltigkeit nehmen weiter zu. Zu den finanziellen Herausforderungen im Bereich der Klimarisiken zählen unter anderem Kostensteigerungen infolge kontinuierlicher, regulatorischer Veränderungen, wobei insbesondere die Anwendbarkeit unterschiedlicher Regularien aufgrund des Doppel-Listings sowie aufgrund der globalen Geschäftstätigkeit des Unternehmens zu berücksichtigen ist.

Darüber hinaus ist ein verstärkter Fokus bezüglich der Einhaltung nationaler und internationaler Berichtsstandards sowie der Erfüllung der Sorgfaltspflichten entlang der Lieferkette zu beobachten. Verstöße in diesen Bereichen können zu finanziellen Sanktionen und einem Vertrauensverlust bei Investoren, Geschäftspartnern und anderen Stakeholdern führen.

Klimabedingte Extremwetterereignisse stellen ein Risiko für die Stabilität der Lieferkette dar. Sie können die Versorgung mit essenziellen Rohstoffen beeinträchtigen und die Einhaltung regionaler oder kundenspezifischer Anforderungen erschweren.

Eine unzureichende Reduktion von Emissionen sowie energieineffiziente Prozesse können zu signifikant steigenden Betriebskosten führen. Darüber hinaus besteht bei der Nichterreichung öffentlich kommunizierter ESG-Ziele das Risiko von Reputationsschäden. Unzureichendes, vertraglich vereinbartes Umweltmanagement kann zudem bestehende Vertragsbeziehungen negativ beeinflussen.

Kurz- und mittelfristig können sich diese Risiken direkt auf Umsatz, Kosten, Finanzlage und Cashflow auswirken. Langfristig beeinflussen sie den Zugang zu Finanzmitteln und die Kapitalkosten, da Investoren und Kreditgeber zunehmend ESG-Kriterien berücksichtigen.

Vor diesem Hintergrund legt das Unternehmen besonderen Wert auf einen strukturierten Risikomanagementansatz, der ESG-Aspekte systematisch einbezieht. Regulatorische Veränderungen werden fortlaufend beobachtet und bewertet um potenzielle Herausforderungen in den Bereichen „Environment, Social und Governance“ frühzeitig zu erkennen und darauf aufbauend geeignete Präventions- und Anpassungsmaßnahmen zu entwickeln und umzusetzen.

Cyber- und Informationstechnologie-Risiken

Viele Prozesse innerhalb des DO & CO Konzerns sind IT-unterstützt bzw. von Informationen abhängig, die aus diesen Systemen generiert werden. Ein Ausfall dieser Systeme stellt daher ein Risiko dar. Diesem Risiko wird durch intensive Schulungen und dem entsprechenden Ein-satz interner und externer Fachkräfte entgegengewirkt. Die IT-Infrastruktur und IT-Systeme werden konzernweit permanent gewartet und optimiert, um die Funktionalität aufrechtzuerhalten und zu verbessern bzw. das Ausfallsrisiko so gering wie möglich zu halten.

Reputationsrisiken

Möglichen Schäden an der Marke und dem Ruf von DO & CO wird mit entsprechendem Risikomanagement entgegengewirkt. Dieses gewährleistet einen einheitlichen Standard für die Identifikation, Bewertung und Steuerung von Reputationsrisiken.

Die Mitarbeiter sind die wichtigsten Botschafter der Marke DO & CO und seiner Unternehmenskultur. Das Unternehmen sieht seine Aufgabe in der Bewusstmachung der Verantwortung, die damit verbunden ist. Die Identifizierung, Beurteilung, Steuerung, Überwachung sowie Berichterstattung möglicher Reputationsrisiken obliegt den nationalen und internationalen Geschäftsbereichsleitungen. Wird ein potenzielles Reputationsrisiko erkannt, so wird ein zentral gesteuerter Risikomanagementprozess in Gang gesetzt, welcher alle erforderlichen Aktivitäten beinhaltet, um jeglichen Imageschaden und damit verbundene Schäden von DO & CO abzuwenden.

Akquisition und Integration von Unternehmen

Eines der strategischen Ziele der DO & CO Gruppe besteht darin, sowohl organisch als auch anorganisch zu wachsen, indem Unternehmen erworben werden, die dem strategischen Portfolio des Unternehmens entsprechen. Zu diesem Zweck wurden und werden Unternehmen erworben und in die DO & CO Gruppe integriert. Im Zuge dieses Prozesses ergeben sich zahlreiche Herausforderungen, um die angestrebten Ziele zu erreichen und entsprechende Risiken bei der Post- Merger-Integration zu vermeiden.

Hierzu zählen u.a. gemeinsame Werte und eine starke Unternehmenskultur zu unterstützen, neue MitarbeiterInnen mit den hohen Qualitätsstandards des Produktes und der persönlichen Dienstleistung vertraut zu machen und dauerhaft zu verankern. Bereits erfolgreich abgeschlossene Unternehmensintegrationen dienen als Grundlage für erfolgreiche zukünftige Projekte.

Risiken aufgrund von Terror und politischen Unruhen

Terroranschläge auf öffentliche Einrichtungen können ein beträchtliches Sicherheitsrisiko für Kunden als auch für Mitarbeiter bedeuten. Ebenso kann eine konkrete Terrorwarnung unmittelbaren Einfluss auf das Freizeitverhalten haben. Es ist daher im Falle eines Terroranschlags oder konkreten Terrorwarnungen mit negativen Auswirkungen auf die Tourismusbranche und das Gastgewerbe zu rechnen. DO & CO bereitet sich durch ständige Beobachtung der politischen Situation und Sicherheitsschulungen auf entsprechende Maßnahmen im Bedarfsfall vor.

Gesamtaussage zur Chancen- und Risikosituation

Das Geschäftsjahr 2024/2025 stand wie in den Vorjahren im Zeichen der weiteren globalen Expansion, welches auf den konsequent gelebten Unternehmenswerten „Innovation, Qualität und Menschen“ sowie dem Engagement der Mitarbeiter an allen DO & CO Standorten weltweit basiert.

Risiken und Herausforderungen bestehen weiterhin, insbesondere durch den anhaltenden Druck auf globale Lieferketten, die Anforderungen höchster Sicherheits- und Hygienestandards an den Produktionsstandorten sowie zunehmend neuer Risiken wie der raschen digitalen Transformation wie auch den waschsenden Anforderungen aus dem Bereich der Nachhaltigkeit.

Die Gewinnung, Entwicklung und langfristige Bindung qualifizierter Mitarbeiter auf allen Unternehmens-Ebenen stellt einen entscheidenden Faktor für nachhaltiges Wachstum dar. In einem nach wie vor herausfordernden Arbeitsmarktumfeld bedarf es innovativer, attraktiver und kompetitiver Strategien und Ansätze, um die besten Mitarbeiter für das Unternehmen zu gewinnen und zu halten.

Die Zunahme von Cyber-Attacken und die Weiterentwicklung entsprechender Methoden führen trotz höchster Sicherheitsvorkehrungen zu einem Anstieg der IT-Risiken, denen entsprechend entgegengewirkt werden muss.

Die Geschäftsführung ist weiterhin von der Effektivität des implementierten Chancen- und Risikomanagementsystems überzeugt und verfolgt konsequent das Ziel, ein ausgewogenes Verhältnis zwischen unternehmerischen Chancen und potenziellen Risiken zu gewährleisten.

Den Fortbestand des Unternehmens sieht die Geschäftsführung nicht gefährdet.

Beilage II Seite 7

4. Bericht über Forschung und Entwicklung

Im Unternehmen wird keine Forschung und Entwicklung betrieben.

Wien, am 01.07.2025

Die Geschäftsführung:

Dogudan Attila

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