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Lagebericht 2024/25

Walser GmbH

Original-PDF

Stichtag 30. Sep. 2025 · Eingereicht am 22. Juni 2026

Inhaltsverzeichnis

WALSER GMBH, RANKWEIL LAGEBERICHT FÜR DAS GESCHÄFTSJAHR 2024/25

1. Unternehmen

Die Walser GmbH ist ein traditionsreiches Familienunternehmen, deren Geschäfte bereits in der vierten Generation von Hr. Rauch geführt werden. Die Walser GmbH befindet sich zu 100 % in Familienbesitz. Neben dem Hauptsitz in Rankweil besteht eine deutsche Tochtergesellschaft mit Sitz in Lachen.

2. Geschäftsverlauf

2.1 Geschäfts- und Rahmenbedingungen

Wir decken mit unseren Kernkompetenzen ein breites Produktportfolio ab, welches vom klassischen Fahrzeugbau über den Bau von Feuerwehrfahrzeugen, den dazugehörigen Service- und Reparaturarbeiten bis hin zu Spengler- und Lackierarbeiten reicht. So vielfältig unsere Produkte sind, so unterschiedlich ist auch die Kundenstruktur und reicht von Industrie & Gewerbe, Kommunen & Länder, Versicherungen & Leasinggesellschaften bis hin zu Privatpersonen. Unsere Kernmärkte bilden Österreich, Deutschland, Schweiz und Liechtenstein, wobei es uns aber auch immer wieder gelingt, tolle Aufträge gerade im skandinavischen Raum zu platzieren.

2.2 Kennzahlen zur Ertragslage

Im abgelaufenen Wirtschaftsjahr 24/25 haben wir einen Umsatz in Höhe von € 23.516 Tsd. erwirtschaftet, was einer Umsatzsteigerung von 6,7 % gegenüber dem Vorjahr (€ 22.042 Tsd.) entspricht. Den positiven Geschäftsverlauf des vergangenen Wirtschaftsjahres - EBIT € 803 Tsd. - durften wir in diesem Jahr fortführen und konnten das EBIT um € 432 Tsd. auf € 1.234 Tsd. erhöhen. Unter Berücksichtigung des Finanzergebnisses liegen wir im EBT bei einem Gewinn in Höhe von € 1.023 Tsd., was mehr als eine Verdoppelung des Vorjahrsergebnisses darstellt. Dies entspricht einer Umsatzrentabilität von 5,25 % bezogen auf das Ergebnis vor Zinsen und Steuern.

Dieser äußerst positive Geschäftsverlauf wirkt sich auch auf die weiteren Kennzahlen aus. Die Eigenkapitalrentabilität verbesserte sich im Vergleich zum Vorjahr um 6,1 % von 5,7 % auf 11,8 % und die Gesamtkapitalrentabilität stieg insgesamt um 2,1 % von 3,5 % auf 5,6 %.

2.3 Kennzahlen zur Vermögens- und Finanzlage

Die Nettoverschuldung hat sich gegenüber dem Vorjahr wesentlich verbessert und liegt nun bei € 7.400 Tsd. im Vergleich zu € 9.625 Tsd. aus dem Vorjahr. Das Nettoumlaufvermögen ist von € -57 Tsd. auf € 662 Tsd. gestiegen, was einer Veränderung von € 719 Tsd. entspricht. Die Eigenkapitalquote ist um 2,6 % gestiegen und liegt nun bei 42,1 %, während der Nettoverschuldungsgrad sich von 110,8 % auf 76,2 % verbessert hat.

2.4 Kennzahlen zum Cash-Flow

Im Rahmen der Geldflussrechnung ergeben sich folgende Veränderungen: der Nettogeldfluss aus der betrieblichen Tätigkeit hat sich von € 109 Tsd. im Vorjahr auf € 2.854 Tsd. erhöht, während der Nettogeldfluss aus der Investitionstätigkeit sich von € -232 Tsd. im Vorjahr um € 259 Tsd. auf € -491 Tsd. verändert hat. Der Nettogeldfluss aus der Finanzierungstätigkeit hat sich um € 1.590 Tsd. verändert und liegt im abgelaufenen Wirtschaftsjahr bei € -1.547 Tsd.

2.5 Organisation

Vereinheitlichung der Systemlandschaft innerhalb der Walser Gruppe:

Dem Leitsatz der Schaffung maximaler Transparenz und Vergleichbarkeit folgend, sind wir weiterhin bestrebt, die Systemlandschaft innerhalb Walser Gruppe zu vereinheitlichen. Diesbezüglich wurde heuer der Beschluss gefasst, alle 6 Standorte der Walser Gruppe auf ein neues, einheitliches ERP- System umzustellen.

2.6 Forschung und Entwicklung

Die Firma Walser zeichnet sich als Fahrzeugschmiede aus, was bedeutet, dass wir in der Lage sind, sämtliche Kundenwünsche in den Belangen von Funktionalität, Qualität und Design zu erfüllen. Aufgrund der Tatsache, dass wir rein kundenspezifisch produzieren, ist jedes unserer Fahrzeuge ein Unikat.

2.7 Zweigniederlassungen

Es bestehen keine Zweigniederlassungen.

2.8 Finanzinstrumente

Es werden von uns keine Finanzinstrumente eingesetzt, welche für die die Beurteilung der Vermögens- Finanz- und Ertragslage wesentlich und an dieser Stelle zu erläutern wären.

3. Risiken

Um auch in Zukunft die hohe Qualität unserer Produkte sowie optimierte Durchlaufzeiten gewährleisten zu können, ist es unser Bestreben, laufend gut ausgebildete, innovative und motivierte Fachkräfte zu rekrutieren. Ebenso liegt uns die Ausbildung unserer Lehrlinge sehr am Herzen, denn dies garantiert uns, die jungen Handwerker entsprechend unseren geforderten Kompetenzen und Fertigkeiten zu schulen und zu fördern. Als mittelständischer Handwerksbetrieb liegt unser Erfolg im wahrsten Sinne in den Händen unserer Mitarbeiter, was aufgrund der fehlenden Facharbeiter ein nicht zu unterschätzender Risiko- und Wettbewerbsfaktor darstellt.

Dem für uns mittlerweile bewährten Motto „Risikominimierung durch Verkürzung von Durchlaufzeiten“ folgend, setzen wir weiterhin den Fokus auf Projektrealisierungszeiträume von maximal 15 Monaten, was gerade im Bereich der Feuerwehraufbauten deutlich unter dem Branchenschnitt liegt. Dieses Vorgehen stellt sicher, dass wir die Projekte finanziell als auch in der Umsetzung bestmöglich monitoren und gegebenenfalls auf Veränderungen der wirtschaftlichen Rahmenbedingungen schnellstmöglich reagieren können.

4. Ausblick auf das Geschäftsjahr 2025/26

Rückblickend auf das gerade vergangene und für uns wiederum sehr positive Geschäftsjahr, schreiten wir zuversichtlich in die Zukunft, was sich auch in unserem Budget für das Geschäftsjahr 2025/26 widerspiegelt.

Es ist festzustellen, dass regional wieder mehr Nachfrage nach Investitionsgütern erfolgt, wobei die Wettbewerbssituation sich gerade in Bezug auf die Preisgestaltung deutlich verschärft hat. Generell können wir festhalten, dass gerade in Deutschland in Bezug auf die Themen der Ersatz- bzw. Neubeschaffung von Feuerwehrfahrzeugen (Sonderfahrzeuge) für uns immer noch großes Potential vorhanden ist. Erfreulich ist, dass wir in unseren Dienstleistungsbereichen von Service- und Reparatur sowie der Spenglerei und Lackiererei weiterhin konstantes Wachstum erfahren dürfen.

Erfreulich ist, dass die von uns im vergangenen Jahr getätigten Investitionen in die Personalgewinnung bzw. deren Schulung und Ausbildung Früchte tragen, was sich sehr positiv auf alle Bereiche unserer Organisation auswirkt (Prozessoptimierung, ERP-Evaluierung, Zusammenführung von operativen Einheiten, etc.).

Rankweil, 16.03.2026

Gerhard Rauch*

Daniel Scheibenstock

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