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Lagebericht 2024/25

Vorarlberger Mühlen und Mischfutterwerke GmbH

Original-PDF

Stichtag 30. Juni 2025 · Eingereicht am 17. März 2026

Inhaltsverzeichnis

L A G E B E R I C H T

2024/2025

der

Vorarlberger Mühlen- und Mischfutterwerke GmbH

1. Bericht über den Geschäftsverlauf und die wirtschaftliche Lage

1.1. Geschäftsverlauf

1.1.1.Erläuterungen der wirtschaftlichen und gesellischaftlichen Rahmenbedingungen

Allgemeines:

Im Geschäftsjahr 2024/25 gab es wieder viele Herausforderungen.

Die Rohstoffpreise sind im laufenden Wirtschaftsjahr für prompte Lieferungen gesunken. Da wir aber nicht von der Hand im Mund leben können und für unsere Kunden Getreide am Lager haben, war dies für uns kein Vorteil. Zudem sind andere Kostenfaktoren – zum Beispiel Löhne und Transportkosten - gestiegen.

Wegen der allgemeinen Inflation zogen die Löhne und Gehälter beispielsweise um 5,6 % ordentlich an.

Mühle:

Die Kostensteigerungen – hauptsächlich bei Löhnen, Verpackung und Transport – konnten nicht zu 100% an die Kunden weitergegeben werden. Weiters stellte uns die Personalsuche mitunter vor ordentliche Herausforderungen.

Der mengenmäßige Umsatz konnte dank Mengenzugewinne bei Teigwarenkunden gesteigert werden.

Mischfutterwerk:

Das vergangene Wirtschaftsjahr war einerseits geprägt von gestiegenen Rohstoffkosten auf Grund einer quantitativ und qualitativ schwachen Ernte. Die stark gestiegenen Lohn- und Transportkosten machten entsprechende Preisanpassungen unumgänglich und führten zu Kaufzurückhaltung und Umsatzeinbußen. Steigende Preise für Landwirtschaftliche Veredelungsprodukte ließen die Stimmung in der Landwirtschaft und in der Folge auch die Umsätze im letzten Wirtschaftsjahresquartal wieder steigen.

Holzpelletswerk:

Das Wirtschaftsjahr begann mit fallenden Pellets- und Spänepreisen. Dies hatte fallende Pelletspreise bis in den Dezember hinein zur Folge. Mit dem Jahreswechsel kam es zu einer starken Gegenreaktion. Trotz deutlich tieferem Preisniveau zur jährlichen Frühjahrseindeckungsaktion wurde diese von den Endkunden nur zögerlich angenommen und führte zu spürbaren Absatzrückgängen im 2. Kalenderquartal.

1.2. Geschäftsentwicklung

1.2.1. Entwicklung des Gesamtumsatzes

Die Umsatzerlöse lagen im Jahr 2024/25 mit 22,2 Mio. EUR unter dem Vorjahresniveau (23,4 Mio. EUR).

Mühle:

Der mengenmäßige Absatz konnte im Vergleich zur Vorjahresmenge gesteigert werden. Aufgrund des gesunkenen Wareneinsatzes sank der betragsmäßige Umsatz allerdings.

Futtermittel:

Die Absatzmengen lagen auf Grund der Kaufzurückhaltung in den ersten 3 Quartalen des Wirtschaftsjahres leicht unter dem Vorjahr. Auch konnte der im Vorjahr erzielte Umsatz nicht ganz erreicht werden.

Holzpellets:

Der mengenmäßige Absatz lag auf Grund der Kaufzurückhaltung in der Frühjahrseindeckungsaktion deutlich unter denen der Vorjahre.

1.2.2. Finanzielle Leistungsindikatoren

Die Eigenmittelquote It. URG beträgt 23,0 % und wurde wie folgt berechnet:

Die Schuldentilgungsdauer It. URG beträgt 12,4 Jahre und wurde wie folgt berechnet:

Angaben aus dem Lagebericht, Originalseite 3
GeschäftsjahrVorjahr
EURTEUR
Eigenkapital4.349.112,504.455
Bilanzsumme18.898.981,3118.567
Eigenmittelquote23,024,0
Angaben aus dem Lagebericht, Originalseite 3
Rückstellungen650.493,02763
Verbindlichkeiten13.735.256,9213.148
- sonstige Wertpapiere und Anteile00
- liquide Mittel5.673,44-1.126
- erhaltene Anzahlungen00
Schulden It. URG14.391.423,3812.785
Ergebnis vor Steuern110.363,11266
- Steuern von Einkommen und Ertrag16.264,19-174
+ Abschreibungen1.155.384,261.156
+ Verluste Abgang Anlagevermögen00
- Gewinne a. Anlagenabgang-14.477,49-14
+ Zuweisung langfristige Rückstellung-111.582,79-13
Cash-Flow It. URG1.155.951,281.221
Schuldentilgungsdauer in Jahre12,410,5

Aus Sicht der Geschäftsführung ist aufgrund der vorliegenden Planungsrechnung und der URG-Kennzahlen (siehe oben) die Annahme der Fortführung der Unternehmenstätigkeit gerechtfertigt. Es besteht jedoch eine Ungewissheit bezüglich der zukünftigen Entwicklung, die eine Planungsrechnung naturgemäß immanent ist.

1.2.3. Umwelt- und Arbeitnehmerbelange

Die Firma Vorarlberger Mühlen und Mischfutterwerke GmbH mit den Standorten Feldkirch und Dornbirn produziert umweltfreundlich und weitgehend emissionsfrei. Kurze Transportwege in der Rohstoffbeschaffung und wenn möglich Beschaffung per Waggon sind Teil der Unternehmensphilosophie.

Es werden betriebswirtschaftliche Ziele, Qualitätsziele und Umweltziele gleichwertig behandelt. Umweltschutz ist daher ein Bestandteil aller Entscheidungen und Aktivitäten. Unsere Umweltpolitik wird laufend überprüft und neuen Erkenntnissen angepasst.

Wir überprüfen laufend unsere Verfahren und Technologien auf Ressourcen schonenden und Emission vermeidenden Einsatz von Rohstoffen, Wasser und Energie.

Wir achten insbesondere auf einen umweltschonenden Umgang mit gefährlichen Einsatzstoffen und setzen Maßnahmen zur Verhütung und Begrenzung umweltschädlicher Einflüsse. Wir verpflichten uns zur Einhaltung der gesetzlichen Vorschriften und führen offenen und ehrlichen Dialog mit Kunden, Lieferanten, Behörden und der Öffentlichkeit.

Sicherheit, als zentraler Bestandteil unserer Unternehmensstrategie, wird in allen Organisationsebenen und Unternehmensbereichen mittels konkreter Ziele und Handlungen umgesetzt. Deshalb fördern wird das Verantwortungsbewusstsein aller Mitarbeiter durch ständige Information und Einbindung bei der Lösung von sicherheitstechnischen Problemen.

Unser Ziel ist es, über die Erfüllung sämtlicher Arbeitnehmerschutz- und Sicherheitsvorschriften hinaus, bei allen Aktivitäten Sicherheitsrisiken vorausschauend zu vermeiden oder diese im Rahmen technisch und ökonomisch vertretbarer Möglichkeiten zu verringern.

Unsere Mitarbeiter versorgen wir mit den bestmöglichen Schutzmaßnahmen und machen sie mit deren Gebrauch vertraut.

Wir überprüfen regelmäßig die Einhaltung unserer Sicherheitspolitik und der von uns festgelegten Ziele und Programme zur kontinuierlichen Verbesserung der innerbetrieblichen Sicherheit. Dies stellen wir durch regelmäßige Evaluierung unserer Arbeitsplätze und durch Umsetzung der sich daraus ergebenden Korrekturmaßnahmen sicher.

Alle Teilnehmer am Unternehmensgeschehen verpflichten sich zu einer offenen, vertrauensvollen und gegenseitig hilfreichen Zusammenarbeit und einem kooperativen Führungsstil mit einem höchstmöglichen, noch vertretbaren Maß an Delegation von Aufgaben, Pflichten und Rechten.

Jeder Mitarbeiter soll nach seinen Erfahrungen und Fähigkeiten, nach seinem Können und seiner Begabung zum Nutzen des Ganzen optimal eingesetzt werden. Er soll einen positiven Beitrag zum Betriebsklima leisten und nach den Kriterien von Anerkennung und Kritik so geführt werden, dass er Freude an seiner Arbeit und deren Herausforderungen hat, aber auch konstruktive Kritik gerne annimmt.

Von all den Umwelt- und Arbeitnehmerbelangen reden wir nicht nur, wir haben die Mühle in Feldkirch im Juli 2024 nach SMETA 4-Pillar einer Zertifizierung unterzogen. Hier geht es um die 4 Säulen, die die Grundpfeiler von verantwortungsvollen und nachhaltigen Unternehmensprozessen darstellen:

1. Arbeitsbedingungen 2. Gesundheit für die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter 3. Sicherheit für die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter 4. Umweltbilanz

Wir sind stolz darauf, erfolgreich bestanden zu haben.

2. Wesentliche Risiken und Ungewissheiten, denen das Unternehmen ausgesetzt ist

2.1 Absatz- und Beschäftigungsrisiko:

Aufgrund langjähriger Kontakte mit den wichtigsten Kunden und Lieferanten sehen wir hier kein besonderes Risiko fürs kommende Geschäftsjahr.

2.1.1. Forderungsausfälle:

Kunden mit schleppender Zahlungsweise werden genau beobachtet und regelmäßig gemahnt. Daher sehen wir keine Gefährdung unseres Ergebnisses durch überdurchschnittlich hohe Forderungsausfälle.

2.1.2. Wechselkursschwankungen:

Das Risiko von Wechselkursschwankungen beschränkt sich auf die Außenstände aus dem Exportgeschäft in die Schweiz.

2.1.3. Rohstoffe:

Die Versorgung mit den benötigten Rohstoffen ist gewährleistet. Wir pflegen langjährige Lieferantenbeziehungen auf Grundlage von Handschlagsqualität.

2.1.4. Umweltauflagen:

Derzeit sind alle Umweltauflagen erfüllt und auch keine unerfüllbaren Auflagen in Sicht.

2.2. Voraussichtliche Entwicklung des Unternehmens

Die Mengenumsätze werden in der Mühle mindestens auf Vorjahresniveau erwartet.

Dies gilt auch für das Futterwerk und das Holzpelletswerk.

In der Mühle wird die Automatisierung weiter vorangetrieben.

Die Erneuerung des Kesselhauses mit optimierter Dampfaufbereitung und entsprechender Energieeinsparung wir am Dornbirner Standort zum Jahreswechsel durchgeführt.

Aufgrund der prognostizierten Budgets, der planmäßig guten Cash-Flows, sowie der aufrechten Kreditverträge bei der Hausbank ist der Fortbestand des Unternehmens gesichert.

3. Bericht Forschung und Entwicklung

Die F&E in der Mühle bezieht sich auf die Optimierung der Qualität. Eine Ausweitung bzw. Ergänzung des derzeitigen Sortiments wird ständig geprüft.

Im Bereich Tiernahrung wurde an der Prozessoptimierung der Extruder-Linie gearbeitet, um das Rohstoffspektrum durch neue, regional verfügbare Rohstoffe zu erweitern.

Die F&E im Bereich Holzpelletsproduktion konzentriert sich in erster Linie auf die Optimierung der Produktionskosten durch den Einsatz neuer Hilfs- und Betriebsstoffe, sowie die Optimierung der Produktionsleistung.

Im Geschäftsjahr 2024/25 sind keine wesentlichen F&E-Aufwendungen angefallen. Forschungsförderungen wurden nicht in Anspruch genommen.

4. Finanzinstrumente, Risiken und Strategien

Für die Beschaffung der Getreide- und Rohstoffvorräte werden fallweise Warentermingeschäfte getätigt. Diese werden entsprechend überwacht und bei Notwendigkeit in der Bilanz berücksichtigt.

Zur Absicherung des Inflations- bzw. Zinsrisikos wurde für einen Teil der Kredite ein Fixzinssatz vereinbart.

Feldkirch und Dornbirn, 23.10.2025

Die Geschäftsführung

Felix Rhomberg

Unterschrift

Bernd Hagen

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