Inhaltsverzeichnis
L A G E B E R I C H T 2025 der Bad Reuthe Frick GmbH
1. Unternehmen
An der Bad Reuthe Frick GmbH werden 52 % der Geschäftsanteile von der JUF Holding GmbH und 48 % von der FRICK BV GmbH gehalten. Es handelt sich um einen Hotelfachbetrieb samt Kuranstalt.
2. Geschäftsverlauf
2.1. Geschäft und Rahmenbedingungen
Im Geschäftsjahr erfolgten neben der Umrüstung des Zutrittssystems und diversen Nachaktivierungen im "Haus Antonia" nur unwesentliche Ersatzinvestitionen.
Die zum Vorjahr leicht gestiegenen Erlöse standen einem leicht gesunkenen Materialeinsatz und einem gestiegenen Personaleinsatz gegenüber. Die folgende Kennzahlenauswertung liefert Aufschluss über den Geschäftsverlauf 2025:
2.2. Ergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT)
Das Ergebnis vor Zinsen und Steuern entspricht dem um den Zinsaufwand korrigierten Ergebnis vor Steuern (Summe aus Z 7 und Z 12).
| 2025 | 2024 | |
|---|---|---|
| Ergebnis vor Steuern (Summe aus Z 7 und Z 12) | 4.949.349,37 | 4.693.980,24 |
| + Zinsen und ähnliche Aufwendungen gem. § 231 Abs 2 Z 15 bzw. | ||
| Abs 3 Z 14 UGB | 42.129,02 | 42.552,23 |
| |= Ergebnis vor Zinsen und Steuern | 4.991.478,39 | 4.736.532,47 |
| 2.3. Ertragslage |
Umsatzrentabilität
Die Umsatzrentabilität entspricht dem Verhältnis aus Ergebnis vor Steuern und den Umsatzerlösen.
| Berechnung: | 2025 | 2024 |
|---|---|---|
| Ergebnis vor Steuern x 100 | ||
| Umsatzerlöse | 36,36 % | 35,50 % |
Eigenkapitalrentabilität
Die Eigenkapitalrentabilität ergibt sich aus dem Verhältnis des Ergebnis vor Steuern (Summe aus Z 7 und Z 12) zum Eigenkapital.
| Berechnung: | 2025 | 2024 |
|---|---|---|
| Ergebnis vor Steuern (Summe aus Z 7 und Z 12) x 100 | ||
| Eigenkapital zum 01.01.2025 | 16,34 % | 14,81 % |
Gesamtka pitalrentabilität
Die Gesamtkapitalrentabilität ergibt sich aus dem Verhältnis des Ergebnisses vor Zinsen und Steuern zum Gesamtkapital.
| Berechnung: | 2025 | 2024 |
|---|---|---|
| Ergebnis vor Zinsen und Steuern x 100 | ||
| Gesamtkapital zum 01.01.2025 | 14,58 % | 13,38 % |
2.4. Vermögens- und Finanzlage
| Eigenkapitalquote in % | 92,91 % | 88,51 % | 89,57 % | |
|---|---|---|---|---|
| Berechnung: | EK x 100 | 34.138 x 100 | 30.296 x 100 | 31.702 x 100 |
| Gesamtkapital | 36.745 | 34.230 | 35.393 | |
| Fremdkapitalquote in %: | 7,09 % | 11,49 % | 10,43 % | |
| Berechnung: | FK x 100 | 2.607 x 100 | 3.935 x 100 | 3.690 x 100 |
| Gesamtkapital | 36.745 | 34.230 | 35.393 |
2.5. Finanzlage - Geldflussrechnung
Die Darstellung der Finanzlage erfolgt durch eine Geldflussrechnung entsprechend der AFRAC Stellungnahme 36 (Juni 2020):
| 2025 | 2024 | Veränderung | ||
|---|---|---|---|---|
| TEUR | TEUR | TEUR | % | |
| Netto-Geldfluss aus der betrieblichen Tätigkeit | 2.869 | 9.088 | -6.220 | -68,44 |
| Netto-Geldfluss aus der Investitionstätigkeit | -563 | -8.735 | 8.172 | -93,55 |
| Netto-Geldfluss aus der Finanzierungstätigkeit | -42 | -5.043 | 5.000 | -99,17 |
2.6. Mitarbeiter
Gute Arbeitsbedingungen und eine gute Betriebskultur sind dem Unternehmen sehr wichtig. Durch kontinuierliche interne und externe Schulungen werden die Mitarbeiter zu verantwortungsbewussten und qualifizierten Fachkräften entwickelt. Im Berichtsjahr wurden, wie in den Vorjahren, wiederum zahlreiche Lehrlinge ausgebildet. Seit vielen Jahren ist das Gesundhotel Bad Reuthe ein ausgezeichneter Lehrbetrieb. Vom Land Vorarlberg erhielt das Unternehmen wiederholt die Auszeichnung als familienfreundlicher Betrieb. Diverse Auszeichnungen als "bester Arbeitgeber" unterstreichen die Bemühungen, den Mitarbeitern optimale Arbeitsbedingungen und ein gutes Umfeld für die persönliche und berufliche Entwicklung zu bieten. Trotz aller Bemühungen wird es von Jahr zu Jahr schwieriger, sowohl Lehrlinge als auch ausgebildete und qualifizierte Mitarbeiter zu finden
2.7. Organisation
Die innerbetriebliche Organisation wird kontinuierlich weiterentwickelt und optimiert.
2.8. Forschung und Entwicklung
Es wird keine eigene Forschungs- und Entwicklungsabteilung unterhalten.
2.9. Zweigniederlassungen
Es bestehen derzeit keine Zweigniederlassungen der Gesellschaft.
3. Risiko
3.1. Allgemeines Risiko
Die Gesellschaft ist einer Vielzahl von Risiken ausgesetzt. Das implementierte Risikomanagement berücksichtigt die notwendigen Planungs- und Entscheidungsprozesse zur Risikoanalyse und Risikobeherrschung.
Aus heutiger Sicht sind keine Risiken zu erkennen, die den Fortbestand des Unternehmens gefährden können. Risiken, die während des Jahres auftauchen, werden im Laufe des Jahres evaluiert und fallweise mit entsprechenden Maßnahmen adressiert. Der Organisationsgrad entspricht dem eines KMU-Familienbetriebes.
3.2. Absatz
Der erzielbare Absatz ist besonders abhängig von der Nachfrageentwicklung bei unserer Zielgruppe wie insbesondere Erholungs- und Kurgäste, aber auch Gäste im allgemeinen Tourismus der Region Vorarlberg/Bregenzerwald. Zur Aufrechterhaltung der Attraktivität unseres Angebotes gegenüber unseren Gästen sind strenge Qualitätsanforderungen in allen unseren Leistungsbereichen in Geltung, denen täglich von Neuem entsprochen werden muss. Nicht zuletzt ist der Absatzerfolg weiterhin mitbedingt durch die Attraktivität unseres Standortes im Bregenzerwald als Destination unserer Gäste.
3.3. Beschaffung und Mitarbeiter
Beschaffungsrisiken können weniger in der Verfügbarkeit sondern mehr in der preislichen Entwicklung unserer Produktionsfaktoren ausgemacht werden. Diesem Risiko wird insbesondere durch eine intelligente Einkaufsorganisation begegnet. Das Angebot am Arbeitsmarkt bleibt nach wie vor angespannt. Zur Unterstützung der Mitarbeitergewinnung wurde beim gegenständlichen Hotel ein Mitarbeiterhaus errichtet, was die Attraktivität des Arbeitgebers erhöht.
3.4. Betriebliche Risiken
Sonstige betriebliche Risiken werden insbesondere in der Verfügbarkeit von qualifiziertem Personal ausgemacht, welchem mit entsprechendem zielgerichteten Personalmanagement begegnet wird.
3.5. Finanzielle Risiken
Die Gesellschaft betreibt ein dem Geschäftsumfang entsprechendes Cash- und Liquiditätsmanagement, das stets ausreichend verfügbare Liquidität gewährleisten soll, um eingegangene Verbindlichkeiten zu begleichen. Investitionen werden detailliert auf Risikoaspekte hin analysiert und müssen klaren Rentabilitätszielen entsprechen.
4. Ausblick auf das Geschäftsjahr 2026
Die Budgetierung des Geschäftsjahres 2026 geht von einem ähnlichen Umsatzvolumen aus.
Reuthe, am 22. September 2026