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Lagebericht 2024

Steirerfleisch Gesellschaft m.b.H.

Original-PDF

Stichtag 31. Dez. 2024 · Eingereicht am 29. Sep. 2025

Inhaltsverzeichnis

für das Geschäftsjahr 2024

Geschäftsverlauf und Lage der Gesellschaft

Die Steirerfleisch Gesellschaft m.b.H., mit Sitz in 8421 Schwarzautal, Wolfsberg 1, ist ein systemrelevantes Produktionsunternehmen der österreichischen Lebensmittelwirtschaft mit dem Auftrag, die Grundversorgung der Bevölkerung mit Schweinefleisch sicherzustellen.

Die Hauptlieferanten sind im überwiegenden Ausmaß die Bauern der Steiermark sowie Osterreichs. Die Gesellschaft verkauft das verarbeitete Fleisch einerseits in Osterreich und anderseits in das Ausland an diverse Lebensmittelketten und Wurstindustrien. Der Exportanteil verminderte sich im laufenden Geschäftsjahr von 43,3 % im Vorjahr um 1,4 % auf 41,9 %. Osterreich hat nach wie vor mit einer verschlechterten internationalen Wettbewerbsfähigkeit der österreichischen Betriebe im Schweinefleischbereich gegenüber jenen aus anderen EU-Staaten, aber auch gegenüber jenen aus Nord- und Südamerika zu kämpfen. Besonders stark war der Rückgang dabei in Asien.

Das Geschäftsjahr 2024 war seit mehreren Jahren erstmals durch ein leicht angestiegenes Lebendschweineangebot gekennzeichnet. Insgesamt erhöhte sich das Lebendschweineangebot österreichweit mengenmäßig um 0,1 %. Während 2023 4.635.868 Schweine in Osterreich geschlachtet wurden, waren es 2024 4.661.336 Schweine (vgl. Statistik Austria, Schlachtungsstatistik, Wien 2025).

Die Umsatzerlöse sind im Geschäftsjahr 2024 um 1,1 % gesunken. Das Ergebnis vor Steuern reduzierte sich hauptsächlich aufgrund der extrem hohen Lohn- und Gehaltsabschlüsse im Geschäftsjahr sowie weiterer Kostensteigerungen für bezogene Leistungen. Diese gesamten Kostensteigerungen konnten leider nicht durch ausreichende Preissteigerungen auf der Verkaufsseite kompensiert werden. Darüber hinaus verschlechterte sich die internationale Wettbewerbsfähigkeit der österreichischen Betriebe im Schweinefleischbereich vor allem gegenüber jenen aus Südeuropa sowie Nord- und Südamerika.

Vorgänge von besonderer Bedeutung

Das abgelaufene Geschäftsjahr war durch ein extrem hohes Personalkostenniveau gekennzeichnet. Sowohl im Vergleich zu anderen EU-Staaten als auch zu Anbietern aus Nordund Südamerika verlor die Gesellschaft aufgrund der hohen Personalkostentangente Wettbewerbsfähigkeit in Österreich. Die Schweinebestände haben sich im abgelaufenen Geschäftsjahr seit vielen Jahren erstmalig nicht mehr weiter vermindert.

Am 29. Februar 2024 konnte in Peking das für die österreichische Schweinefleischexportwirtschaft so wichtige Schweinefleischprotokoll II zwischen der Volksrepublik China und Osterreich unterzeichnet werden. Dadurch sind die für China zugelassenen österreichischen Schweinefleischbetriebe (zu denen auch die Gesellschaft zählt) zum Export von sogenannten Nebenprodukten der Schlachtung (beispielsweise Schweinefüße oder Schweineinnereien) nach China berechtigt. Aufgrund zahlreicher organisatorischer und behördlicher Vorarbeiten und Abstimmungen kam es leider zu massiven Verzögerungen im endgültigen Zulassungsprozess weshalb mit einem ersten Export nicht vor dem dritten Quartal 2025 zu rechnen ist.

Seit Dezember 2024 wurde die Gesellschaft für den Export von Schweinefleisch nach Indien zugelassen. Für 2025 sind erste Probelieferungen nach Indien geplant.

Die Situation mit der Afrikanischen Schweinepest in Osterreich ist weiterhin unverändert. Auch bei dieser Tierseuche ist weiterhin höchste Vorsicht geboten und die Biosicherheitsvorkehrungen entlang der Wertschöpfungskette müssen unverändert aufrechterhalten werden.

Der Krieg zwischen Russland und der Ukraine ging in unverminderter Härte weiter. Die Gesellschaft pflegt weiterhin keine Geschäftsbeziehungen mit Russland, Weißrussland oder der Ukraine und benötigt für die Aufrechterhaltung der Betriebe kein Erdgas oder Erdöl. Seit 7. Oktober 2023 führt Israel und die islamistische Hamas Krieg im Gazastreifen. Die Gesellschaft ist durch diese kriegerische Auseinandersetzung dadurch betroffen, dass der Seeweg durch das Rote Meer noch immer beeinträchtigt ist, wodurch Containerschiffe, welche die Gesellschaft für Exporte nach Asien nutzt, nicht mehr durch das Rote Meer, sondern um den afrikanischen Kontinent (Kap der guten Hoffnung) fahren müssen.

Voraussichtliche Entwicklung des Unternehmens

Anhand der derzeit vorliegenden Auftragslage des Unternehmens, der allgemeinen Marktlage, der unklaren Situation durch die aktuelle geopolitische Lage und den durch die USA provozierten, zollbedingten Handelskriegen, der tierseuchenbedingten Importsperre für österreichisches Schweinefleisch seitens einiger Länder und der sehr ernsten Tierseuchensituation in Europa und Osterreich ist im Geschäftsjahr 2025 mit rückläufigen Verarbeitungsmengen zu rechnen. Durch die weiterhin sehr hohen Schweinepreise, sehr hohen Lohn- und Gehaltsabschlüssen und Kostensteigerungen für zahlreiche Hilfs- und Betriebsstoffe wird es sehr herausfordernd werden, dies in höheren Verkaufspreisen umzusetzen. Die Gesellschaft sieht es daher als Erfolg, wenn das Ergebnis vor Steuern des Vorjahres im laufenden Geschäftsjahr wieder erreicht werden kann.

Die Geschäftsführung befasst sich laufend mit verschiedenen Maßnahmen, die Ertragskraft des Unternehmens nachhaltig zu steigern, um so den Weiterbestand des Unternehmens zu gewährleisten bzw den Beschäftigungsstand weiter aufrecht zu erhalten.

Die Seuchensituation hat seit dem Ausbruch der Maul- und Klauenseuche in Deutschland, Ungarn und der Slowakei im 1. Quartal 2025 eine neue Dimension erhalten und die Afrikanische Schweinepest als pekuniär für uns gefährlichste Tierseuche abgelöst. Zusätzlich hat Japan, Großbritannien, Kanada, die USA und partiell Serbien eine unerklärliche Importsperre für österreichisches Schweinefleisch verhängt, weil eine –- mittlerweile wieder aufgehobene – Überwachungszone in vier Gemeinden im Burgenland aufgrund des Maul- und Klauenseuchenausbruchs nahe der österreichischen Grenze in Ungarn eingerichtet wurde.

Forschung und Entwicklung

Die Gesellschaft entwickelt gemeinsam mit einer Schwestergesellschaft für die Gesellschaft als auch für die Konzerngesellschaften und Dritte smarte Prozesssoftware, die Effizienzsteigerungen in den Produktionsprozessen sicherstellen können. Fokus dabei liegt auf Ressourcenschonung und reduziertem Energieeinsatz für die Produktionsprozesse.

Risiken und Ungewissheiten

Die Afrikanische Schweinepest (kurz: ASP) breitet sich weltweit weiter aus. Die Gefahr, durch Ausbruch der Schweinepest einen Schaden in einer Schweinepopulation zu verursachen, ist nach wie vor sehr groß. Hinzugekommen ist die Maul- und Klauenseuche, die bereits gravierende Auswirkungen auch auf Osterreich hat, obwohl Osterreich gemäß der World Organisation for Animal Health mit Sitz in Paris (kurz: WOAH) maul- und klauenseuchenfrei ist.

Die Klimakrise ist in aller Munde. Deshalb beschäftigt sich die Gesellschaft sehr intensiv mit Ressourcenschonung und investiert in erneuerbare Energien und in Technologien (Kühlungen, Maschinen), die es erlauben, energiesparender zu produzieren als noch vor einigen Jahren. Die Vorbereitungen für das ESG-E-Reporting sind ebenfalls in Umsetzung. Es bleibt derzeit jedoch abzuwarten, wann und in welcher Form diese Vorschriften in Osterreich als nationales Recht beschlossen werden.

Die Gesellschaft beobachtet die globalen Entwicklungen sehr genau. Insbesondere die kriegerischen Auseinandersetzungen in Europa und im Nahen Osten erfordern es, Warenströme, Transportwege und Lieferketten zu analysieren, um nachteilige Auswirkungen auf die Gesellschaft frühzeitig zu erkennen und entgegenwirken zu können.

Negative Auswirkungen könnten sich durch die „Amerika first-Politik“ und dem jüngsten Handelsstreit zwischen den USA und dem Rest der Welt, insbesondere auch mit der EU wegen neuer, hoher Zölle ergeben. Für uns in der Schweinefleischbranche könnten sich negative indirekte Auswirkungen im Drittlandsexport ergeben, weil auch diese Drittländer von der neuen Zollpolitik der USA betroffen sind und zur Umlenkung von Warenströmen führen könnte, wodurch sich in einzelnen Ländern ein Angebotsdruck ergeben könnte.

Weitere Risiken und Ungewissheiten liegen in keinem Ausmaß vor, um existenzgefährdend zu sein oder zu einer anderen Beurteilung der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft zu führen.

Finanzinstrumente

Finanzinstrumente wurden im Geschäftsjahr 2024 keine angewendet. Detailinformationen dazu sind dem im Anhang zu entnehmen.

Finanzielle Leistungsindikatoren

Die folgenden betriebswirtschaftlichen Kennzahlen vermitteln einen Einblick in die finanzielle Lage des Unternehmens.

Kennzahlen der Ertragslage

Angaben aus dem Lagebericht, Originalseite 7
1. Umsatzerlöse20242023
TEURTEUR
Umsatzerlöse273.059276.175
2. Ergebnis vor Zinsen und Steuern20242023
TEURTEUR
Ergebnis vor Steuern6.0236.418
+ Zinsen und ähnliche Aufwendungen gem. § 231 Abs.
2 Z 159059
= Ergebnis vor Zinsen und Steuern6.1136.476

3. Kapitalrentabilität

Angaben aus dem Lagebericht, Originalseite 7
3.1. Eigenkapitalrentabilität2024 TEUR2023 TEUR
Ergebnis vor Steuern6.0236.418
durchschnittliches Eigenkapital29.14228.701
= Eigenkapitalrentabilität207%22.4%
3.2. Gesamtkapitalrentabilität2024 TEUR2023 TEUR
Ergebnis vor Zinsen und Steuern6.1136.476
durchschnittliches Gesamtkapital46.93346.863
= Gesamtkapitalrentabilität13,0%13.8%

Kennzahlen der Vermögens- und Finanzlage

1. Nettoverschuldung

Angaben aus dem Lagebericht, Originalseite 8
20242023
TEURTEUR
Verzinsliches Fremdkapital1.5031.448
Flüssige Mittel-3.129-2.768
= Nettoverschuldung-1.626-1.320
Verzinsliches Fremdkapital
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten00
Rückstellungen für Abfertigungen189145
Rückstellungen für Pensionen782841
Rückstellungen für Jubiläumsgelder532462
= Verzinsliches Fremdkapital1.5031.448
2. Nettoumlaufvermögen (Working Capital)
20242023
TEURTEUR
Umlaufvermögen (inkl. Latente Steuern, ARA)40.00543.858
- langfristiges Umlaufvermögen00
=kurzfristiges Umlaufvermögen40.00543.858
- kurzfristiges Fremdkapital-13.576-18.788
Nettoumlaufvermögen26.43025.070
3. Eigenmittelquote20242023
TEURTEUR
Eigenmittel inkl. Investitionszuschüsse29.81928.732
Bilanzsumme44.89848.968
Eigenmittel x 100
Gesamtkapital66.4%58.7 %
Angaben aus dem Lagebericht, Originalseite 9
4. Fremdkapitalquote2024 TEUR2023 TEUR
Fremdmittel15.07920.236
Bilanzsumme44.89848.968
Fremdmittel x 100 Gesamtkapital33.6%41.3%
Angaben aus dem Lagebericht, Originalseite 9
5. Fiktive Schuldentilgungsdauer20242023
TEURTEUR
Langfristiges Fremdkapital1.5031.448
Mittel- und kurzfristiges Fremdkapital13.57618.788
ab:
Flüssige Mittel-3.129- 2.768
11.95017.467
Mittelüberschuss aus der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit
Betrieblicher Cash flow5.1745.186
Fremdmittel - verfügbare Aktiva2,3 Jahre3,4 Jahre
Mittelüberschuss aus der gewöhnlichen
Geschäftstätigkeit
Angaben aus dem Lagebericht, Originalseite 9
6. Nettoverschuldungsgrad2024 TEUR2023 TEUR
Nettoverschuldung-1.626-1.320
Eigenkapital (inkl. IVZ)29.81928.732
= Nettoverschuldungsgrad-5.5%-4.6%

GELDFLUSSRECHNUNG

Angaben aus dem Lagebericht, Originalseite 10
20242023
TEURTEUR
Finanzielles Ergebnis aus dem operativen Bereich4.0884.761
Finanzielles Ergebnis aus der Investitionstätigkeit-137-2.877
Finanzielles Ergebnis aus der Außenfinanzierung-3.590-5.002
361-3.118

Nichtfinanzielle Leistungsindikatoren

Die nichtfinanziellen Leistungsindikatoren werden vom Management neben den finanziellen Leistungsindikatoren ebenfalls zur Steuerung des Unternehmens und zur Messung des Zielerreichungsgrades in den folgenden unternehmensspezifischen Teilgebieten verwendet.

Ein wesentlicher Werttreiber der Gesellschaft ist die hohe Flexibilität und Kundenbindung. Ziel ist es, die Kunden der Gesellschaft bestmöglich zu bedienen und Produkte, die der Kunde wünscht, zu produzieren und zu liefern. Die Gesellschaft ist mittlerweile bereits sehr stark mit den Kunden vernetzt und tauscht eine Menge Daten aus, um Informationen bestmöglich zu nutzen. Speziell entwickelte Produkte und Zuschnitte der Gesellschaft sind weltweit gefragt, insbesondere auch am asiatischen Markt. Anspruch der Gesellschaft ist, der kompetente Partner zu sein, wenn es um Schweinefleisch geht.

Ein besonderes Augenmerk wird aktuell auf die Bereiche Digitalisierung und künstliche Intelligenz im Bereich der Prozesssteuerung, Ressourcenschonung und Energieeffizienz gelegt. Tierwohl und Tierschutz, Okologie und Umweltschutz sowie die Vorbereitung auf das ESG-E-Reporting sind prioritäre Anliegen der Gesellschaft. Für das Jahr 2025 sind wieder umfangreiche Investitionen im Bereich Lebensmittelsicherheit, Hygiene, Mitarbeiter- und Sozialräumlichkeiten geplant. Es wird laufend im Bereich Tierwohl investiert und ausgebildet. Die Gesellschaft ist neben den üblichen Standards wie IFS, QS, AMA oder BIO nach dem CSR-Standard SEDEX-SMETA 4pillar zertifiziert.

Ein besonderes Anliegen der Gesellschaft ist die Wahrung der Unabhängigkeit über alle Stufen. Es werden weltweit 28 Länder bearbeitet und ein Exportanteil von 41,9 % (Vorjahr: 43,3 %) erreicht. Besonders steht aktuell der Heim- und benachbarte EU-Markt im Fokus der Verkaufsbemühungen, weil sich die globalen Handelsströme durch die kriegerischen Handlungen in der Ukraine und im Nahen Osten, der Importsperren durch einige Länder aufgrund der Maulund Klauenseuche in Ungarn und der Slowakei, der Zollpolitik durch die USA sowie der extrem hohen Lohn- und Gehaltsabschlüsse völlig verändert haben. Natürlich sind die Exportmärkte ebenfalls bedeutend, vor allem um einen internationalen Risikoausgleich erreichen zu können.

Die große Frage aktuell ist, wie die Warenströme sich im weiteren Verlauf des Geschäftsjahres 2025 entwickeln werden. Da die Gesellschaft aktuell für ein sehr wichtiges konzernales Exportland – nämlich Japan – gesperrt ist, verschieben sich aktuell die Absatzkanäle. Wir hoffen, dass die Sperre im 2. Quartal 2025 wieder aufgehoben wird und zu einer Normalisierung des Geschäfts beiträgt. Dies führt sehr häufig zu Kaufzurückhaltung der Kunden.

Eine gravierende Auswirkung auf den globalen Handel hat die weitere Vorgangsweise der USA in vielen Fragen der Geo- und der Zollpolitik. Die Verunsicherung der Märkte führt zu Kaufzurückhaltung und zu sinkenden Verkaufspreisen.

Einen besonderen Stellenwert hat die Tierseuchenbekämpfung – nun auch in Osterreich – erhalten. Durch den Ausbruch der Maul- und Klauenseuche in Deutschland, Ungarn und der Slowakei im 1. Quartal 2025 hat auch Österreich extrem strenge Biosicherheits- und -überwachungsmaßnahmen eingeführt, um einen Übertritt dieser hoch kontagiösen Tierseuche nach Osterreich zu verhindern und die nicht nachvollziehbaren Exportsperren für Fleisch- und Milchprodukte aus Osterreich nach Japan, Großbritannien, Kanada, USA und partiell nach Serbien schnellstmöglich wieder rückgängig zu machen.

Neben der verkaufsseitigen Präsenz ist ein ganz entscheidender Werttreiber die Sicherung des Rohstoffes. Nach einer Konsolidierung im Vorjahr ist für 2025 wieder mit einem rückläufigen Schweineangebot und erneut stark steigenden Lebendschweinepreisen zu rechnen, weshalb die Nachfrage nach Lebendschweinen erneut in den Fokus tritt.

Im abgelaufenen Geschäftsjahr wurden im Bereich Produkt- und Objektschutz zahlreiche weitere Vorhaben umgesetzt. Neben den Vorschriften der Datenschutzgrundverordnung (DSGVO), die es einzuhalten gilt, wurden im abgelaufenen Geschäftsjahr weiter große Anstrengungen gegen Cyber-Kriminalität unternommen. Der Versicherungsschutz gegen Cyberangriffe ist weiterhin aufrecht, wodurch für die Gesellschaft zusätzlich Versicherungsschutz gegen Schäden aus Cyber-Angriffen gegen die Gesellschaft besteht. Die NIS-2-Richtlinie ist an sich umgesetzt, da jedoch nach wie vor die nationale Gesetzwerdung ausständig ist, bleibt abzuwarten, ob es noch weiterer Anpassungen oder Änderungen der durchgeführten Maßnahmen bedarf.

Umwelt- und Arbeitnehmerbelange

Die ökologischen Ziele der Gesellschaft umfassen den schonenden Einsatz der Ressourcen sowie die Erfüllung höchster hygienischer Anforderungen unter Optimierung der Emissionsbelastungen. Die Gesellschaft und die Gruppe investiert daher gerade in diesem Bereich sehr intensiv. Tierwohl und Tierschutz stehen weiterhin ganz oben in der Prioritätenliste. Die Aspekte Wasserwirtschaft, Regionalität und Nachhaltigkeit sowie Ersatz fossiler Brennstoffe durch erneuerbare Energien ist gelebte Realität. Im abgelaufenen Geschäftsjahr wurde sehr viel in die Prozessoptimierung und in die Datenauswertung in diesem Bereich investiert.

Die Themen Regionalität und Nachhaltigkeit sind mittlerweile zur Selbstverständlichkeit der Gesellschaft geworden. Die Geschäftsführung der Gesellschaft beschäftigt sich intensiv mit einigen Projekten im Bereich Genussqualität von Schweinefleisch, gepaart mit mehr Tierwohl, da die Nachfrage diesbezüglich ansteigt und die Gesellschaft den Marktanteil in diesem Segment ausbauen konnte. Zusätzlich beschäftigt sich die Gesellschaft mit der Kennzeichnung von Tierhaltungsformen. Die Gesellschaft ersetzt bereits seit Jahrzehnten fossile Brennstoffe durch alternative Brennstoffe. So wird die Heißwasserbereitung und Heizung der kompletten Betriebe am Standort Schwarzautal durch Biomasse (örtliche Hackschnitzel) anstatt mit Heizöl durchgeführt. Insgesamt konnten auf diese Weise allein am Standort Schwarzautal rund 406.000 Liter Heizöl im Jahr 2024 eingespart werden. Das entspricht einem CO2-Aquivalent von 1,22 Mio. kg CO2.

Die Gesellschaft ist langfristig nur mit qualifizierten und engagierten Mitarbeiterlnnen erfolgreich. Die Gesellschaft hat sich daher zum Ziel gesetzt, der Mitarbeiterentwicklung und der Mitarbeiterakquise höchste Priorität beizumessen, da dies für die erfolgreiche Entwicklung in den kommenden Jahren von entscheidender Bedeutung sein wird. Deswegen wurde dieses Thema auf Ebene der Geschäftsführung angesiedelt. Voraussetzung dafür ist die Schaffung von Rahmenbedingungen, die auf gegenseitiger Wertschätzung und Anerkennung von Leistung beruhen. Die Zahl der durchschnittlichen Mitarbeiterlnnen erhöhte sich im Geschäftsjahr von 248 um 9 Mitarbeiterlnnen auf 257.

Die Lohn- und Gehaltssumme stieg absolut (ohne Berücksichtigung der Veränderung der Mitarbeiteranzahl) von TEUR 14.179 um 9,5 % auf TEUR 15.520. Hervorzuheben ist die kostenlose Versorgung der Mitarbeiter durch die betriebseigenen Kantinen mit mehrmaligem warmen Essen pro Tag. Umfassende Investitionen in neue Hygiene- und Sozialräumlichkeiten für die Mitarbeiter wurden im zweiten Quartal 2024 abgeschossen sowie mit dem Umbau des QM-Büros begonnen.

Die internen und externen Schulungen der Mitarbeiter wurden wie gehabt in allen Bereichen weiterhin durchgeführt. Die Gesellschaft investiert in die Ausbildung der Nachwuchsführungskräfte (Steirerfleisch-Akademie) enorm viel Geld, um die Zukunft der Gesellschaft abzusichern. Weitere Schulungen erfolgen nach dem Schulungsplan, der im Rahmen des Qualitäts- und Hygienemanagementsystems nach dem Regelwerk des IFS (International Featured Standard, Food - Version 8) jährlich ausgearbeitet wird. 2024/2025 erfolgte wieder die erfolgreiche Rezertifizierung nach dem IFS- und nach dem QS-Standard.

Schwarzautal, am 10. Juni 2025

Die Geschäftsführung:

Mag. Strohmeio Atis

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