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Lagebericht 2025

Alu-met GmbH

Original-PDF

Stichtag 31. Dez. 2025 · Eingereicht am 28. Apr. 2026

Inhaltsverzeichnis

Geschäftsverlauf 2025

Das Geschäftsjahr 2025 war von einer sehr schwachen Nachfrage für Aluminium-Strangpressprofilen und damit auch Strangpressbolzen in Europa geprägt. 2025 war auf dem Absatzmarkt auf dem Niveau von 2024 (Rückgang bei dem Profilsektor ca. 20% gegenüber der starken Jahre 2021/22). Das bedeutet auch einen Minderbedarf von ca. 0,7 Million Tonnen von Bolzen in Europa (EU ohne Türkei und Russland). Zusätzlich kam ein starker Druck von Bolzenverkäufen von Elektrolysen in Nordeuropa bzw. aus der Golfregion. Der Grund hierfür war auch der stark gestiegene LME-Preis, der den Elektrolysen schon am Rohmaterial eine beachtliche Gewinnmarge sicherstellt (d.h. auch ein Druck auf Verkaufsmargen – Bolzenprämien – war eigentlich nicht gegeben; bei den Umschmelzer ist die LME ein reiner Durchlaufposten). Darüber hinaus sind Schrotte als Einsatzmaterial für die Umschmelzer sehr umkämpft. Generell sind die Elektrolysen in Norwegen und Island, bzw. in der Golfregion und Indien nicht mit den Kostensteigerungen in Mitteleuropa von Energiepreisen betroffen.

Die Energiepreise erholten sich nur zu einem gewissen Teil und sind im Schnitt doppelt so hoch wie vor 2021. Der Krieg in der Ukraine und die Sanktionen gegenüber Russland belasten insgesamt die wirtschaftliche Lage in unseren Stammmärkten. Die Primärprämien und auch die Schrottprämien als unsere wichtigen Einsatzmaterialien sind im Verlauf des Jahres gestiegen.

Alu-met verzeichnete im Geschäftsjahr 2025 mit ca. 127.000 to fakturierte Menge einen Rückgang der gelieferten Bolzen von ca. 20% gegenüber dem Rekordjahr 2022 und in etwa die gleiche Menge wie Vorjahr 2024.

Der Umsatz liegt im vorigen Geschäftsjahr 2024 von 276,3 Mio. €, nun sehr ähnlich im Jahr 2025 bei 282 Mio. €. Der LME-Metallpreis wurde wie in allen Vorjahren vollumfänglich an der Londoner Börse abgesichert (Hedging im vollen Umfang).

Die Alu-met mit den Produktionswerken hat einen sehr guten Ruf bezüglich Lieferbereitschaft und Qualität im gesamten Markt. In Nachrodt kommt es kontinuierlich zu einer Verschiebung der Produktion weg von Standardqualitäten hin zu spezielleren.

Highlight im Geschäftsjahr 2025

Nach dem schwachen Gesamtjahr 2024 blieb auch im gesamten 2025 die Nachfrage deutlich hinter den Erwartungen und Hoffnungen der gesamten Branche zurück, hiervon besonders betroffen waren die Bauwirtschaft und die Automobilindustrie. Wobei sich das erste Halbjahr 2025 durchaus mengenmäßig auf Alu-met Budgetkurs war, erst im 3. Quartal und speziell 4. Quartal 2025 brach unser Markt sprichwörtlich ein.

Die Alu-met verzeichnete bei vielen Kunden weitere Rückgänge an Aufträgen, hat aber auch wiederum neue Kunden dazu gewonnen, die jedoch den Rückgang nicht ausgleichen konnten. Jedoch hat die Alu-met aber keinen Kunden oder große Projekte verloren. Die freiwerdende Kapazität wurde zum Teil für Lager- und Vorproduktionen verwendet. In Schlins musste Mitte des Jahres geplant der Gießzylinder erneuert werden (ca. 2 Wochen Stillstand ohne Produktion). Die Zeit am Ende des Jahres wurde auch wieder in beiden Werken für wichtige Umbauten, Reparaturen und Investitionen verwendet.

Die Töchterwerke der Alu-met produzieren, ausgewiesen in der EPD (Environmental Product Declaration) mit einem CO2 Foot Print von 1,9 to CO2 Emission je Tonne Aluminium. Das ist ein vergleichbarer Spitzenwert, welcher weit unter dem Europäischen Durchschnitt von 6,7 Tonnen und in China mittels Kohlekraftwerke betriebene Elektrolysen mit ca. 20,5 Tonnen CO2 Emission je Tonne Aluminium liegt. Die EPD der Alu-met ist auf der Homepage www.alu-met.com nachzulesen, ein neues EPD wird nun wieder 2026 durchgeführt und anschließend publiziert.

Das Unternehmen unterhält keine Zweigniederlassungen.

Finanzielle Leistungsindikatoren - Kennzahlen

Das Jahresergebnis vor Steuern (EBIT) für 2025 beträgt +3,5 Mio. € (gegenüber -6,869 Mio. € im Geschäftsjahr 2024). Die großen Abweichungen gegenüber Budget waren die geringere Verkaufsmenge und gleichzeitig eine drastische Kostenerhöhung bei den Einsatzmaterialien bei schwachen Verkaufsprämien.

Zum Bilanzstichtag zeigt sich ein positives Eigenkapital von 80,76 Mio. €. Das bedeutet ein Zuwachs von 3,2 Mio. € des Eigenkapitals zum Vorjahr. Die Eigenkapitalquote konnte dadurch zum Vorjahr um 6,41 Prozentpunkte auf 88,95 % gesteigert werden. Dies ist im Wesentlichen durch den gezielten Einsatz von Liquiden Mitteln erzielt worden.

Angaben aus dem Lagebericht, Originalseite 3
EBIT20252024
Ergebnis nach Steuern3.183.004,20-6.276.821,75
zuzüglich Zinsen und ähnliche Aufwendungen316.657,73666.397,64
abzüglich Zinserträge-54,54-1.250.303,55
zuzüglich Steueraufwand2.245,218.770,81
EBIT3.501.852,60-6.869.498,47
Eigenkapitalquote20252024
Eigenkapital80.763.181,4277.580.177,22
Gesamtkapital90.822.773,9693.994.105,12
Eigenkapitalquote88,92%82,54%
Umsatz-Rentabilität ROS (Return On Sales)20252024
Ergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT)3.501.852,60-6.851.956,85
Umsatzerlöse282.222.045,14276.341.395,54
ROS1,24%-2,48%
Berechnungsformel
Nettoverschuldungsgrad20252024
Fremdkapital - liquide Mittel Eigenkapital2,03%10,60%

Cash-Flow in TEUR

Angaben aus dem Lagebericht, Originalseite 4
20252024
Geldfluß aus laufender Geschäftstätigkeit6.719,00-31.800,00
Geldfluß aus der Investitionstätigkeit-2-70,00
Geldfluß aus der Finanzierungstätigkeit-6.799,001.000
Summe-82,00-30.800,00

Nichtfinanzielle Leistungsindikatoren

Die Alu-met ist bezüglich Liefertreue, Qualität, Flexibilität und weiterer Leistungsindikatoren bei nahezu jedem Kunden (über 50 Kunden) als A Lieferant eingestuft.

Eine Mehrheit der Belegschaft nahm an internen Ausbildungskursen teil. Der eingeführte und intensivierte KVP-Prozess wird zusammen mit den Werken als wichtiger Bestandteil in den Werken der Weiterentwicklung stetig vorangetrieben.

Ausblick 2026

Die Nachfrage an Strangpressbolzen ist am relevanten europäischen Markt nach wie vor verhalten. Die ersten beiden Monate im Jahr 2026 ist sehr schleppend angelaufen. Auf Grund des Iran-Konfliktes, werden größere Bolzenmengen für 2. Quartal gebucht und 3.Quartal vorerst verstärkt angefragt. Gleichzeitig steigen die Energiekosten (Gas und Strom) bzw. auch die Materialkosten (Aluminiumpreis – LME, Primär-Masselprämie) relativ stark an. Die Budgetmenge 2026 sollte in Hinblick der momentanen Situation zu erreichen sein.

Der energetische Kostennachteil für Pressbolzen produziert in unseren Werken in Österreich und Deutschland gegenüber Ländern, die ohne Anstrengungen die Klimaschutzziele zu erreichen, haben bereits ihr kritisches Maß mehr als überschritten. Diese nach Mitteleuropa importierten Bolzen stammen fast ausschließlich aus Elektrolysen (Indien, Golfregion, usw.).

Die Zertifizierung nach ASI muss als grundlegende Vorrausetzung etabliert werden, um in die liberal demokratischen Wirtschaftsstandorte zu liefern. Die Kriterien zur Zertifizierung nach ASI und EPD sind gleichwertig auch für Länder mit billigen Energie- und Lohnkosten anzuwenden (was nicht passiert – es wird mit gegen die lokalen Standards zertifiziert).

Die Verordnung bezüglich CBAM (Carbon Border Adjustment Mechanism) ist formal mit Oktober 2023 in Kraft getreten, die Randbedingungen sind aber noch nicht endgültig abgesteckt. Erste Einpreisungen der CBAM – Berechnung sind in der Primärprämie mit Beginn 2026 bereits geschehen.

Der technische und technologische Ausbau bzw. Modernisierung in der Produktion geht unter dem Aspekt Sicherheit, Nachhaltigkeit und Energieeinsparungen in einem zur wirtschaftlichen Lage passenden Umfang weiter. Ausgewählte notwendige Investitionen werden weiter durchgeführt.

Nüziders, ar 08.64.2026

DDr. techh. Gerhard Anger

Geschäftsführer

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