Inhaltsverzeichnis
SPAR Business Services GmbH
1. Bericht über den Geschäftsverlauf und die wirtschaftliche Lage
Der Unternehmensgegenstand der SPAR Business Services GmbH, Salzburg, ist die Erbringung zentraler IT- und Prozessmanagement-Leistungen für die gesamte SPAR Österreich-Gruppe im In- und Ausland.
Diese umfassten im Geschäftsjahr 2025 unter anderem konzernale Logistikprojekte sowie Projekte im Zusammenhang mit dem Sicherheits- und Berechtigungsmanagement.
Die Vermögenslage der Gesellschaft ist geordnet. Lizenzen und Investitionen in die Betriebs- und Geschäftsausstattung prägen auch die Anlagenzugänge des Jahres 2025. Der Buchwert des Anlagevermögens in Höhe von € 12,6 Mio. beträgt 17,6 % (VJ 12,8 %) der Bilanzsumme. Die signifikante, relative Veränderung basiert auf der Verkürzung der Bilanzsumme, welche aus den reduzierten Forderungen aus Konzernverrechnungen resultiert.
Die Umsatzerlöse veränderten sich gegenüber dem Vorjahr um € 12,9 Mio. von € 187,8 Mio. auf € 200,7 Mio. (6,9 %). Diese Umsätze resultieren im Wesentlichen aus der Verrechnung von IT- Leistungen innerhalb der SPAR Österreich-Gruppe. Die IT-Mitarbeitenden werden allesamt von der SPAR Österreichische Warenhandels-Aktiengesellschaft beschäftigt und von dieser gestellt. Gestiegene Personalkosten sowie höhere Mietaufwendungen bedingen eine Erhöhung der absoluten Aufwendungen für Material und Leistungen in Höhe von € 31,7 Mio. Zusätzliche sonstige Aufwendungen und Investitionen in geringwertige Wirtschaftsgüter, bei gleichzeitiger Erweiterung des qualitativen und quantitativen Dienstleistungsspektrums führen in Verbindung mit den erzielten Umsatzerlösen zu einem höherem Betriebserfolg (EBIT) in Höhe von € 7,4 Mio. (VJ € 7,0 Mio.). Unter Miteinbeziehung des Finanzerfolges beträgt das Ergebnis vor Steuern (EBT) € 6,1 Mio. (VJ € 5,3 Mio.).
Der vereinfachte Cash-Flow der Gesellschaft – berechnet nach der Praktiker-Methode – beträgt € 11,1 Mio. (VJ: € 8,0 Mio.).
Die Eigenkapitalquote der Gesellschaft beträgt zwar lediglich 0,4% (VJ: 0,3%). Zur laufenden Absicherung der erforderlichen Kapitalisierung ist die SPAR Business Services GmbH aber über einen Ergebnisabführungsvertrag in die SPAR Österreichische Warenhandels-Aktiengesellschaft eingegliedert.
Die Gesellschaft betreibt keine Zweigniederlassungen und führt auch keinerlei Forschung durch. Teil des Kerngeschäftes bildet allerdings die Entwicklung von Software und die Erbringung von Prozessmanagementleistungen.
2. Bericht über die voraussichtliche Entwicklung und Risiken des Unternehmens
Voraussichtliche Entwicklung
Die Liquidität des Unternehmens ist durch Einbindung in das konzernale Cashpooling ausreichend gesichert. Zur laufenden Absicherung der erforderlichen Kapitalisierung ist die SPAR Business Services GmbH über einen Ergebnisabführungsvertrag in die SPAR Österreichische Warenhandels-Aktiengesellschaft eingegliedert.
Im Jahr 2026 wird entsprechend der Unternehmensziele an der Planung, Entwicklung und Umsetzung von laufenden und neu zu startenden nationalen bzw. internationalen IT- und Organisationsprojekten bzw. Prozessoptimierungen gearbeitet.
Grundsätze des Finanzrisikomanagements
Die Gesellschaft ist in den Konzern der HOLDAG Beteiligungsgesellschaft m.b.H., Salzburg, einbezogen. Das Finanzrisikomanagement wird für die Gesellschaft durch die SPAR Österreichische Warenhandels-Aktiengesellschaft durchgeführt. Die SPAR Österreichische Warenhandels-Aktiengesellschaft als Leitgesellschaft des HOLDAG-Konzerns und der SPAR Gruppe Österreich unterliegt hinsichtlich ihrer Vermögenswerte, Schulden, festen Verpflichtungen und geplanten Transaktionen insbesondere Risiken aus der Veränderung der Bonität, der Zinssätze, der Wechselkurse und der sonstigen Marktpreise sowie der Zahlungsfähigkeit von Geschäftspartnern. Daneben spielen vor allem auch Liquiditätsrisiken eine wesentliche Rolle.
Ziel des Finanzrisikomanagements ist es, alle Finanzrisiken zu begrenzen und systematisch zu steuern. Zu diesem Zweck werden je nach Einschätzung des Risikos derivative und nicht derivative Sicherungsinstrumente eingesetzt oder andere geeignete Maßnahmen ergriffen. Derivative Finanzinstrumente werden grundsätzlich als Sicherungsinstrumente genutzt Der operative und strategische Handlungsrahmen für das Finanzrisikomanagement wird zumindest jährlich vom Vorstand festgelegt bzw. aktualisiert und laufend überwacht. Das operative Finanzrisikomanagement obliegt dem Bereich Konzernfinanzen und den Finanzbereichen der operativen Einheiten der SPAR Gruppe Österreich.
Neben der Absicherung eigener Risiken (siehe dazu nachstehend) schließt die SPAR Österreichische Warenhandels-Aktiengesellschaft regelmäßig Derivate mit Banken zur Währungs- und Zinsrisikoabsicherung für verbundene Unternehmen ab und reicht diese Derivate in der Folge an verbundene Unternehmen weiter.
Währungsrisiken
Die geschäftlichen Aktivitäten der SPAR Business Services GmbH werden in Euro abgewickelt; Währungsrisiken resultieren somit ausschließlich aus Investitionen, Finanzierungsmaßnahmen und operativen Tätigkeiten (insbesondere Einkäufen von Waren und Dienstleistungen) in Fremdwährung. Zur Umwandlung von in Fremdwährung lautenden Vermögenswerten, Schulden, festen Verpflichtungen und geplanten Transaktionen werden gegebenenfalls vor allem Zins- /Währungsswaps und Devisentermingeschäfte eingesetzt. Das Transaktionsrisiko der Zahlungsströme in Fremdwährung wird laufend beobachtet. Mindestens monatlich wird die Nettoposition und die Sensitivität in der jeweiligen Fremdwährung berechnet. Diese Analyse stellt die Basis für das Risikomanagement des Transaktionsrisikos bei Währungen dar.
Zinsänderungsrisiken
Die Zinsänderungsrisiken der SPAR Gruppe Österreich resultieren im Wesentlichen aus langfristigen verzinslichen Finanzierungsmaßnahmen (insbesondere Anleiheemissionen und Bankkrediten). Der Bereich Konzernfinanzen legt zur Begrenzung der Zinsänderungsrisiken regelmäßig die Zusammensetzung aus fest und variabel verzinslichen finanziellen Vermögenswerten und Schulden fest.
Offene Zinsänderungsrisiken werden gesichert, soweit sie die Cash-Flows oder die Fair Values der SPAR Gruppe Österreich wesentlich beeinflussen. Unter Berücksichtigung der gegebenen und der geplanten Finanzposition setzt der Bereich Konzernfinanzen vor allem Zinsswaps und Zinsoptionen ein, um die Zinsausstattung entsprechend anzupassen. Die Zinsdifferenz zwischen Sicherungsgeschäften und Grundgeschäften (Kredite) wird als Korrektur des Zinsaufwandes verbucht. Die SPAR Business Services GmbH ist auf Grund natürlicher Risikoausgleiche und vorgenommener Sicherungsmaßnahmen nach Einschätzung der Geschäftsführung zum Bilanzstichtag Zinsänderungsrisiken von nur untergeordneter Bedeutung ausgesetzt, die im Wesentlichen aus originären variabel verzinsten Finanzinstrumenten resultieren (Cash Flow-Risiko).
Sonstige Marktpreisrisiken
Die SPAR Business Services GmbH ist neben Währungs- und Zinsänderungsrisiken auch anderen Preisrisiken ausgesetzt (etwa Energie- und Rohstoffpreisrisiken).
Die sonstigen Marktpreisrisiken sind insgesamt von untergeordneter Bedeutung.
Ausfallrisiken (Kredit- bzw. Bonitätsrisiken)
Die SPAR Business Services GmbH hat keine wesentlichen Kreditrisikokonzentrationen außerhalb der SPAR Gruppe Österreich bzw. des HOLDAG-Konzerns. Es bestehen keine Ausfallrisiken aus Darlehen von verbundenen Unternehmen der SPAR Gruppe Österreich bzw. des HOLDAG-Konzerns.
Das maximale Ausfallrisiko wird durch die Buchwerte der in der Bilanz angesetzten finanziellen Vermögenswerte wiedergegeben.
Das Ausfallrisiko für Forderungen ist für die SPAR Business Services GmbH gering, da es kaum Forderungen aus dem operativen Geschäft gibt bzw. die Forderungen zu großen Teilen gegenüber verbundenen Unternehmen bestehen. Die SPAR Business Services GmbH ist aus diesen Gründen nach Einschätzung der Geschäftsführung zum Bilanzstichtag keinen wesentlichen Ausfallrisiken ausgesetzt.
Liquiditätsrisiken
Ein wesentliches Ziel des Finanzrisikomanagements der SPAR Österreichische Warenhandels- Aktiengesellschaft ist es, die jederzeitige Zahlungsfähigkeit und die finanzielle Flexibilität aller Konzerngesellschaften (und somit auch die der SPAR Business Services GmbH) sicherzustellen. Zu diesem Zweck wird eine Liquiditätsreserve in Form von ungenützten Kreditlinien vorgehalten. Diese ungenützten Kreditlinien haben meist eine Laufzeit von bis zu 12 Monaten und werden laufend prolongiert.
Das operative Liquiditätsmanagement umfasst auch ein effektives Cash-Pooling mit den verbundenen Unternehmen in Österreich. Durch den konzerninternen Finanzausgleich wird eine Reduzierung des Fremdfinanzierungsvolumens sowie eine Optimierung der Geld- und Kapitalanlagen der SPAR Gruppe Österreich angestrebt. Das Cash Pooling ermöglicht die Nutzung der Liquiditätsüberschüsse einzelner Konzerngesellschaften zur internen Finanzierung des Geldbedarfs anderer Konzerngesellschaften.
Die SPAR Business Services GmbH ist auf Grund der Liquiditätsreserven innerhalb der SPAR Gruppe Osterreich nach Einschätzung der Geschäftsführung zum Bilanzstichtag keinen wesentlichen Liquiditätsrisiken ausgesetzt.
Salzburg, am 27. April 2026
Die Geschäftsführung:
Mag. Markus Kaser
20.-2016 ndreas s'Kranabitl