Inhaltsverzeichnis
1.Bericht über den Geschäftsverlauf und die wirtschaftliche Lage
a. Geschäftsverlauf
Umsatzentwicklung
Der Umsatz im Geschäftsjahr 2025 war geringfügig höher als im Vorjahr, obwohl sich im Exportbereich die Lieferungen in Drittstaaten aufgrund der ASP als sehr schwierig gestaltet haben.
Einkauf
Der Einkaufspreis beim Schweinefleisch lag zu Jahresbeginn bei EUR 2,00 und hielt sich bis zum letzten Quartal auf diesem Niveau.
Der Anstieg der Rindfleischpreise setzte sich im Geschäftsjahr weiter fort. Verarbeitungsmaterial, aber auch Edelteile, stiegen im Jahresverlauf um bis zu 30 Prozent.
Bei den Energiekosten gab es weiterhin eine Seitwärtsentwicklung. Ober das Jahr gesehen waren die Ausgaben für Strom, Gas und Fernwärme auf einem ähnlichen Level wie im Vorjahr.
Bei den Hilfs- und Betriebsstoffen gingen zwar teilweise die erforderlichen Vorbestellzeiten etwas zurück, das hohe Preisniveau blieb aber weiterhin bestehen. Auffallend hoch waren die Einkaufspreise für Ersatzteile im technischen Bereich.
Mitarbeiter
Die Anzahl der Mitarbeiter ist auf einem relativ hohen Niveau geblieben. Dies einerseits um die deutlich gestiegenen krankenstandsbedingten Ausfälle zu kompensieren und andererseits auf die altersbedingten Pensionierungen vorbereitet zu sein.
Im Bereich Schulungen wurde der Weg der letzten Jahre konsequent weiter fortgesetzt. Neben den allgemeinen Bereichen wie Hygiene oder Kommunikation, wurden auch wieder personenbzw, stellenspezifische Weiterbildungen durchgeführt.
QM
Alle Audits, die im Geschäftsjahr 2025 durchgeführt wurden, haben wir bestanden, wobei der Höhepunkt sicher wieder das 3-tägige IFS-Audit war, welches wir wieder auf höherem Niveau abgeschlossen haben.
Auch vom LEH direkt durchgeführte Audits im Bereich der Handelsmarken konnten erfolgreich absolviert werden.
Für uns ist das Qualitätsmanagement sehr wichtig, da die Produktsicherheit oberste Priorität hat.
Investitionen
Bei den Neuinvestitionen wurden im Geschäftsjahr wiederum mehrere Spindelkopfpressen, sowie ein neues Kassensystem für das Verkaufsgeschäft angeschafft.
Ansonsten wurden notwendige Ersatzinvestitionen durchgeführt.
Ergebnis
Das Jahresergebnis konnte gegenüber dem Vorjahr deutlich verbessert werden.
b. Zweigniederlassungen
Es bestehen keine Zweigniederlassungen.
c. Finanzielle Leistungsindikatoren
| Vermögenskennzahlen | 31. Dezember | |
|---|---|---|
| 2025 | 2024 | |
| Anlagendeckung | ||
| Eigenmittel + langfristiges Fremdkapital | 1,59 | 1,53 |
| Anlagevermögen | ||
| Anlagenintensität | ||
| Anlagevermögen x 100 | ||
| Gesamtvermögen | 47 % | 51 % |
| Liquidität | ||
| Flüssige Mittel + kurzfristige Forderungen | ||
| Kurzfristige Verbindlichkeiten | 1,33 | 1,44 |
Eigenmittelquote gemäB § 23 URG:
| (Eigenkapital + unversteuerte Rücklagen) x 100 | 66,60 | 66,1 |
|---|---|---|
| Gesamtkapital |
| Fiktive Schuldentilgungsdauer: | ||
|---|---|---|
| (Rückstellung + Verbindlichkeiten - flüssige Mittel) | 2,22 | neg. |
| (EGT + Abschreibung +/- Veränderung langfr. Rückstellung) |
Erfolgskennzahlen
| 2025 | ||
|---|---|---|
| Gesamtkapitalrentabilität: | ||
| Betriebsergebnis x 100 | 4,2% | |
| Durchschnittliches Gesamtkapital | ||
| Eigenkapitalrentabilität (vor Steuern) | ||
| Unternehmensergebnis x 100 | 6% | |
| Durchschnittliches Eigenkapital |
Cash-Flow-Kennzahlen
| 2025 | |
|---|---|
| Netto-Geldfluss aus laufender Geschäftstätigkeit (in TEUR): | 191 |
| Netto-Geldfluss aus der Investitionstätigkeit (in TEUR): | -166 |
| Netto-Geldfluss aus der Finanzierungstätigkeit (in TEUR): | 234 |
2. Bericht über die voraussichtliche Entwicklung und
Risiken des Unternehmens
Seit dem Bilanzstichtag haben sich die geschäftlichen Aktivitäten im Wesentlichen entsprechend den Planungen entwickelt.
Aufgrund der negativen wirtschaftlichen Auswirkungen durch den Krieg in der Ukraine und im Iran und die nach wie vor bestehende negative Kostenentwicklung im Einkaufsbereich können nachhaltige Auswirkungen auf die Auftragslage und Preissituation nicht ausgeschlossen werden.
Qualitätsrisiko
Die fleischverarbeitende Industrie ist sehr hohen Qualitätsansprüchen seitens der AbnehmerInnen und der KonsumentInnen ausgesetzt. Um Qualitätsschwankungen und damit
Risiken auf die Ertragslage zu minimieren, sehen wir folgende Maßnahmen vor:
Einsatz modernster Produktionsanlagen
Laufende Schulungen des Personals
Qualitätskontrollen durch interne und externe Audits
Beschaffungsrisiko
Da die Ertragslage von der Entwicklung der Rohstoffpreise abhängig ist, können externe Effekte, wie ein volatiles Angebot, starke Schwankungen in den Angebotsmengen und damit den Beschaffungspreisen mit den entsprechenden negativen Auswirkungen auf die Ertragslage der Gesellschaft haben.
Energierisiko
Durch den erfolgten Anschluss an das Fernwärmenetz sowie die Installation eines neuen Dampfkessels, der auch mit Heizöl betrieben werden kann, konnten wir die Abhängigkeit von Gas wesentlich reduzieren. Darüber hinaus werden bereits alle unsere Klimaräume ohne Gasbedarf mit Abwärmeenergie gekühlt.
Die Entwicklung der Energiekosten wird weiterhin eine starke Auswirkung auf die Ertragslage der Gesellschaft haben.
Absatzrisiko
Das Absatzrisiko versuchen wir durch eine gezielte Streuung von Sortiment und Vertriebswegen zu minimieren.
Personalrisiko
Das Personalrisiko definieren wir als Risiko aus der Fluktuation von MitarbeiterInnen sowie aus dem Mangel an FacharbeiterInnen und Führungskräften. Mit attraktiven Karrieremöglichkeiten, finanziellen Anreizsystemen und flexiblen Arbeitszeiten versuchen wir unsere Attraktivität als Arbeitgeberin zu steigern.
3. Bericht über Forschung und Entwicklung
Im Bereich Forschung und Entwicklung wird ständig an Neuentwicklungen und Optimierungen zur Erhöhung der Kundenzufriedenheit gearbeitet.
Wagna, am 29.09.2026
Die Geschäftsführung
Franz Krainer
Maine