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Lagebericht 2025

Dyckerhoff & Widmann Gesellschaft m.b.H.

Original-PDF

Stichtag 31. Dez. 2025 · Eingereicht am 30. Juni 2026

Inhaltsverzeichnis

Dyckerhoff & Widmann Gesellschaft m.b.H.

Thanhoferstraße 5-7 A-4030 Linz

L A G E B E R I C H T

2025

1.1. Bericht über den Geschäftsverlauf und die wirtschaftliche Lage

Das Unternehmen ist spezialisiert auf den Industrie- und Wirtschaftsbau und untergeordnet ist das Unternehmen im Wohnbau als Generalunternehmer tätig.

Mit einer aus Herrn Mag. Ing. Thomas Bodner und Herrn Dipl. Ing. Dr. Gerald Höninger bestehenden Geschäftsführung und einer schlanken funktionalen Organisationsstruktur ist es möglich, schnell und schlagkräftig auf Veränderugen des Baumarktes und des Wettbewerbes zu reagieren.

Mit diesen schlanken Strukturen kann sich das Unternehmen für jeden seiner Kunden auf das Wesentliche konzentrieren: die kompetente, schnelle und flexible Realisierung von Bauten unterschiedlichster Art. Hervorragende Zusammenarbeit, klare Planungsprozesse und viel Einfühlungsvermögen sorgen für unkomplizierte und reibungslose Projektfortschritte.

1.2. Geschäftsverlauf

Das Unternehmen konnte im abgelaufenen Geschäftsjahr eine Betriebsleistung von EUR 59,14 Mio (Vorjahr EUR 111,05) erzielen. Das Betriebsergebnis veränderte sich von EUR 1,63 Mio auf EUR 1,39 Mio, wobei das Ergebnis vor Steuem bei EUR 2,01 Mio(Vorjahr: EUR 3,82 Mio) liegt.

Die Gesamtkapitalrentabilität liegt bei 6,05% (Vorjahr: 9,35%). und der Jahresgewinn liegt bei EUR 1,71 Mio (Vorjahr EUR 2,99 Mio).

Die gute Auftragslage zum jetzigen Zeitpunkt bewegt sich auf ähnlich hohem Niveau wie im Vorjahr und sichert eine nahezu Vollbeschäftigung in allen Regionen und Bereichen.

1.3. Bericht über die Zweigniederlassungen

Die Gesellschaft hat Standorte in Wien, Linz, Graz und Wals/Salzburg sowie den Zentralbauhof in Ennsdorf.

1.4. Finanzielle und nichtfinanzielle Leistungsindikatoren

Im Geschäftsjahr 2025 hat sich der Beschäftigtenstand der Gesellschaft auf 211 Mitarbeiter gegenüber dem Vorjahr (227 Mitarbeiter) verändert.

Unternehmerische Verantwortung bedeutet eine nachhaltige Sicherung der Wettbewerbsfähigkeit. Eine langfristige Zufriedenheit unserer Kunden ist dabei stets das oberste Ziel. Der große Anteil an bestens ausgebildeten und motivierten Stammmitarbeitern verbunden mit einer geringen Fluktuation ist unser Garant für höchste Leistungsfähigkeit. Durch die hervorragenden Kompetenzen jedes Einzelnen verwirklichen wir mutige Visionen ebenso wie große bauliche Herausforderungen. Um die fachliche Qualifikation unserer Mitarbeiter weiter zu verbessern, fördert das Unternehmen kontinuierliche Aus- und Weiterbildungsprogramme. Die Dyckerhoff & Widmann Gesellschaft m.b.H. arbeitet größtenteils mit eigenen Mitarbeitern. Zur Abdeckung von Spitzen wird Leasingpersonal eingesetzt.

Erwähnenswert ist auch die Lehrlingsausbildung im Unternehmen. Es werden die Lehrberufe Betonbauer, Hochbauer und Bautechnische Assistenz angeboten. In den Bereichen Mitte und West sind jeweils Lehrlingsbeauftragte tätig, die die Auswahl und die Betreuung der Lehrlinge dieser Bereiche verantworten.

1.4.1. Kennzahlen zur Ertragslage

1.4.1.1. Produktionsleistung

Die Produktionsleistung entspricht den Umsatzerlösen zuzüglich den Bestandsveränderungen und der aktivierten Eigenleistungen und gliedert sich wie folgt:

Angaben aus dem Lagebericht, Originalseite 3
20252024202320222021
EUREUREUREUREUR
Produktionsleistung58.670.394109.625.309101.520.76671.618.24769.481.901

1.4.1.2. Ergebnis vor Zinsen und Steuern und Abschreibung (EBITDA)

Das Ergebnis vor Zinsen und Steuern und Abschreibung entspricht dem um die Abschreibung und dem Finanzerfolg korrigierten Ergebnis vor Steuern.

Die Berechnung erfolgt folgendermaßen:

Ergebnis vor Steuern + Finanzergebnis + Abschreibungen

= Ergebnis vor Zinsen und Steuern und Abschreibung (EBITDA)

Angaben aus dem Lagebericht, Originalseite 3
20252024202320222021
EUREUREUREUREUR
EBITDA2.508.7572.587.2172.493.4293.143.5873.405.326

1.4.1.3. Rentabilität bezogen auf die Produktionsleistung

Die Rentabilität entspricht dem Verhältnis aus Ergebnis vor Zinsaufwand und Steuern und der Produktionsleistung. Die Produktionsrentabilität wurde daher wie folgt ermittelt:

Angaben aus dem Lagebericht, Originalseite 3
Ergebnis vor Zinsaufwand und Steuern
Produktionsrentabilität =—
Produktionsleistung
20252024202320222021
%%%%6
Produktionsentabilität3,683,691,984,263,72

1.4.1.4. Kapitalrentabilität

Grundsätzlich werden die Kapitalrentabilitäten auf Basis des Kapitals zum Anfang des Geschäftsjahres berechnet.

1.4.1.4.1. Eigenkapitalrentabilität (Return on Equity - ROE)

Die Eigenkapitalrentabilität ergibt sich aus dem Verhältnis des Ergebnisses vor Steuern zum Eigenkapital und berechnet sich folgendermaßen:

Ergebnis vor Steuern.

Angaben aus dem Lagebericht, Originalseite 4
Eigenkapitalrentabilität =
Eigenkapital
20252024202320222021
%6%%%
Eigenkapitalrent.18,1933,7316,8229,2523,79

1.4.1.4.2. Gesamtkapitalrentabilität (Return on Investment - ROI)

Die Gesamtkapitalrentabilität ergibt sich aus dem Verhältnis des Ergebnisses vor Zinsaufwand und Steuern zum Gesamtkapital.

Angaben aus dem Lagebericht, Originalseite 4
Ergebnis vor Zinsaufwand und Steuern
Gesamtkapitalrentabilität =
Gesamtkapital
20252024202320222021
%%%%%
Gesamtkapitalrent.6,059,353,337,146,59

1.4.2. Kennzahlen zur Vermögens- und Finanzlage

1.4.2.1. Nettoverschuldung (Net Debt)

Die Nettoverschuldung ergibt sich als Saldo des verzinslichen Fremdkapitals und der flüssigen Mittel.

verzinsliches Fremdkapital - flüssige Mittel

= Nettoverschuldung

Für das verzinsliche Fremdkapital wurden folgende Posten angesetzt:

- Anleihen - Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten - Rückstellungen für Abfertigungen - Rückstellungen für Pensionen - Rückstellungen für Jubiläumsgelder

Die flüssigen Mittel setzen sich wie folgt zusammen:

- Kassenbestand, Schecks, Guthaben bei Kreditinstituten - Wertpapiere des Umlaufvermögens

Angaben aus dem Lagebericht, Originalseite 5
20252024202320222021
EUREUREUREUREUR
Nettoverschuldung-5.446.979-817.477-6.717.631-7.509.422-13.807.343

1.4.2.2. Eigenkapitalquote (Equity Ratio)

Die Eigenkapitalquote stellt den Anteil des Eigenkapitals am Gesamtkapital dar.

Angaben aus dem Lagebericht, Originalseite 5
Eigenkapital
Eigenkapitalquote =
Gesamtkapital
20252024202320222021
%%%%%
Eigenkapitalquote30,9126,2217,9423,4723,43

1.4.2.3. Nettoverschuldungsgrad (Gearing)

Der Nettoverschuldungsgrad entspricht dem Verhältnis der Nettoverschuldung zum Eigenkapital

Angaben aus dem Lagebericht, Originalseite 6
Nettoverschuldung
Nettoverschuldungsgrad =
Eigenkapital
20252024202320222021
%%%%%
Nettoversch.grad-49,35-7,21-61,95-75,00-150,19

1.5. Ereignisse von besonderer Bedeutung nach dem Abschlussstichtag

Es sind derzeit keine Ereignisse bekannt, die das Gesamtbild des Jahresabschlusses verändern würden.

2. Bericht über die voraussichtliche Entwicklung und die Risiken des

Unternehmens

2.1. Voraussichtliche Entwicklung des Unternehmens

Nach den von der VIBÖ (Vereinigung Industrieller Bauunternehmungen Österreichs) veröffentlichten Zahlen für die Bauwirtschaft hat sich der gesamtösterreichische Bauproduktionswert des Jahres 2025 gegenüber dem Vorjahr um rund 4,10% erhöht (Stand Jänner bis Oktober 2025).

2.2. Wesentliche Risiken und Ungewissheiten

Zum 31. 12. 2025 sind für das Geschäftsjahr 2026 keine Risiken zu erkennen, die für die Dyckerhoff & Widmann Gesellschaft m.b.H. einzeln oder in Wechselwirkung mit anderen Risiken bestandsgefährdende Auswirkungen haben können.

Ein transparentes Berichtswesen aus dem Controlling und dem Rechnungswesen dient der Geschäftsführung als Frühwarnsystem und ist die Basis für eine effiziente Einleitung und Durchführung von Steuerungsmaßnahmen zur Risikobeherrschung.

Durch die in der Dyckerhoff & Widmann Gesellschaft m.b.H. systematisch durchgeführten strategischen Planungen wird auf alle im Umfeld erkennbaren Risiken und Chancen eingegangen. Nachhaltige strategische Maßnahmen verhindern Risiken und tragen dazu bei, aus den sich daraus ergebenden Potentialen, Geschäftserfolg zu generieren. Entsprechende Programme zur Effizienzsteigerung und Sparmaßnahmen tragen zu einer soliden Geschäftsentwicklung und Risikominimierung bei. Besonderes Augenmerk legen wir auch auf die Forderungssituation, da sich durch die stark eingeschränkte Finanzierungstendenz der Banken die finanzielle Ausstattung der Unternehmen generell zunehmend anspannt.

3. Bericht über die Forschung und Entwicklung

Aufwendungen für Forschung und Entwicklung wurden bei verschiedenen Bauprojekten betrieben.

4. Berichterstattung über wesentliche Merkmale des internen Kontroll- und des

Risikomanagementsystems im Hinblick auf den Rechnungslegungsprozess

Unsere Gesellschaft ist im Rahmen ihrer unternehmerischen Tätigkeit einer Vielzahl von Risiken ausgesetzt. Diese werden durch ein aktives Risikomanagementsystem erhoben, beurteilt und mit einer adäquaten Risikopolitik bewältigt.

Die Unternehmensziele sind auf allen Unternehmensebenen festgelegt. Dies war die Voraussetzung, dass Prozesse eingerichtet werden konnten, um potenzielle Risiken, die einer Zielerreichung entgegenstehen könnten, zeitnah zu identifizieren.

Im Rahmen der gesellschaftsinternen Risikoberichterstattung wurden folgende zentrale Risikogruppen definiert:

4.1. Externe Risiken:

Die gesamte Bauindustrie ist zyklischen Schwankungen unterworfen und reagiert regional und nach Sektoren unterschiedlich stark. Die allgemeine wirtschaftliche Entwicklung, die Entwicklung der Baumärkte, die Wettbewerbssituation, aber auch die Verhältnisse auf den Kapitalmärkten und die technologischen Veränderungen am Bau können zur Entstehung von Risiken führen. Diese Risiken werden von den zentralen Fachbereichen und den operativen Einheiten kontinuierlich beobachtet und überwacht. Veränderungen bei den externen Risiken führen zu Anpassungen in der Organisation, Marktpräsenz und Angebotspalette sowie zur Adaptierung der strategischen bzw. operativen Planung.

4.2. Betriebliche Risiken:

Hierzu zählen in erster Linie die Risiken der Auftragsauswahl und der Auftragsentwicklung. Zur Uberprüfung der Auftragsauswahl werden Akquisitionslisten geführt. Zustimmungspflichtige Geschäftsvorfälle werden entsprechend den internen Geschäftsordnungen analysiert und genehmigt. Kalkulations- und Abgrenzungsrichtlinien regeln ein einheitliches Verfahren zur Ermittlung von Kosten und zur Leistungsdarstellung.

4.3. Finanzwirtschaftliche Risiken:

Hierunter verstehen wir Risiken im Finanz- und Rechnungswesen einschließlich von Manipulationsvorgängen. Besonderes Augenmerk gilt dabei dem Liquiditäts- und Forderungsmanagement, das durch permanente Finanzplanungen und tägliche Statusberichte gesichert wird. Die Einhaltung der internen kaufmännischen Richtlinien wird durch die zentralen Fachbereiche Rechnungswesen und Controlling sichergestellt, die ferner das interne Berichtswesen und den periodischen Planungsprozess verantworten.

Risiken aus eventuellen Manipulationsvorgängen (Vorteilnahme, Betrug, Täuschung und sonstige Gesetzesverstöße) werden von den zentralen Bereichen verfolgt.

Die Dyckerhoff & Widmann Gesellschaft m.b.H.ist zertifiziert nach ISO 9001, SCC, ISO 45001 sowie ISO 37301.Die Systeme werden laufend auditiert und stellne ein hohes Niveau in der Prozessqualität

der Gebiete Qualitätsmanagement, Sicherheit, Gesundheit, Umweltschutz als auch Compliäfö833 sicher. Ebenso sind die Vorschriften im Hinblick auf das Hinweisgeberschutzgesetz (HschG) bzw. die EU-Whistleblowing Richtlinie umgesetzt.

4.4. Organisatorische Risiken:

Für die Gestaltung und Infrastruktur der IT-Ausstattung (Hardware und Software) ist der Bereich IT verantwortlich.

4.5. Personalrisiken:

Die Erfahrungen der vergangenen Jahre zeigen, dass gut qualifiziertes und hoch motivlertes Personal einen wichtigen Wettbewerbsfaktor darstellt. In Feedback- bzw. Mitarbeitergesprächen analysieren Vorgesetzte und Mitarbeiter die Ergebnisse und vereinbaren gezielt individuelle Förderund Weiterbildungsmaßnahmen.

4.6. Umweltpolitik:

Die Gesellschaft Ist bestrebt, neben den ökonomischen Wachstumszielen sowohi ökologisch als auch soziale Aspekte zu berücksichtigen.

Die Dyckerhoff & Widmann Gesellschaft m.b.H.hält in Umweltbelangen die entsprechenden Normen und Vorschriften ein.

Weiters ist geplant 2026 ein Umweltmanagementsystem nach ISO 14001 einzuführen und zu zertifizieren.

Linz, den 05.03.2026

Die Geschäftsführer der Dyckerhoff & Widmann Gesellschaft m.b.H.

(Magag: The nas Bodner)

(Dipl. Ing. Dr. Gerad Höninger)

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