Inhaltsverzeichnis
Franz Ablinger & Co. Fleischhauereibetrieb Gesellschaft m.b.H. zu Bilanz und Gewinn- und Verlustrechnung
1. Lagebericht
Geschäftsverlauf und Lage des Unternehmens sowie voraussichtliche Entwicklung Tätigkeit Die Gesellschaft ist in der Fleischproduktion tätig.
Ertragslage
Der österreichische Markt für Fleisch- und Wurstwaren war im Jahr 2025 von gegensätzlichen Entwicklungen geprägt. Während die Produktionsbetriebe aufgrund des anhaltenden Preisdrucks im Schweinesektor erheblich unter Druck standen, blieb die Nachfrage nach Fleisch insgesamt stabil beziehungsweise zeigt eine leichte Aufwärtstendenz. Darüber hinaus gewinnt der Trend zu natürlichen Proteinquellen zunehmend an Bedeutung und beeinflusst die Entwicklung der Branche nachhaltig.
Im Jahr 2025 entwickelte sich die Gesellschaft stabil gleichbleibend wie auch schon im Vorjahr mit einer Verschiebung innerhalb der Segmente.
Wesentliche Kostenfaktoren stellen weiterhin verschiedene EU-Regulierungen dar, insbesondere die PPWR (Packaging und Packaging Waste Regulation). Darüber hinaus führen steigende Kosten für die Lizenzierung von Verpackungen sowie für recyclingfähige Folien zu zusätzlichen Belastungen. Die Umsetzung dieser Verordnungen verursacht einen erhöhten Verwaltungsaufwand und wirkt sich kostentreibend auf die Unternehmen der Branche aus.
Voraussichtliche Entwicklung der Gesellschaft
Mit Abschluss der Restinvestitionen aus dem Investitionsplan 2023-2025 im Geschäftsjahr 2025 sind für das Folgejahr keine planmäßigen Großinvestitionen vorgesehen. Der strategische Fokus der Gesellschaft liegt nun auf der Intensivierung bestehender Geschäftsbeziehungen sowie der Erschließung neuer Kundenpotenziale.
Forschung und Entwicklung
Die Gesellschaft unterhält keine eigene Forschungs- und Entwicklungsabteilung.
Wesentliche Risiken, operative Risiken, Personalrisiken
Zu den wesentlichen Risiken zählt weiterhin die verhaltende Entwicklung der österreichischen
Gesamtwirtschaft, die durch geopolitische Unsicherheiten und anhaltende Inflation beeinträchtigt wird. Das Sparverhalten der Konsumenten bleibt auch bei Gütern des täglichen Bedarfs ausgeprägt. Da Fleisch- und Wurstwaren nicht in die Mehrwertsteuersenkung der österreichischen Bundesregierung einbezogen wurden, entsteht der Gesellschaft zusätzlicher administrativer Aufwand, dem kein unmittelbarer wirtschaftlicher Nutzen gegenübersteht.
Unternehmensschließungen im regionalen Umfeld führen zu einer Entspannung am Arbeitsmarkt. Dies wirkt sich positiv auf die Rekrutierungsmöglichketen der Gesellschaft aus und trägt zu einer verbesserten Bewerberlage bei.
Ergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT)
Das Ergebnis vor Zinsen und Steuern entspricht dem um den Zinsaufwand korrigierten Ergebnis vor Steuern (Summe aus Z 7 und Z 11).
| 2025 | 2024 | |
|---|---|---|
| Ergebnis vor Steuern (Summe aus Z 7 und Z 11) | -991.502,18 | -1.064.631,89 |
| + Zinsen und ähnliche Aufwendungen gem. § 231 Abs 2 Z 15 bzw. | ||
| Abs 3 Z 14 UGB | 323.591,23 | 305.784,52 |
| |= Ergebnis vor Zinsen und Steuern | -667.910,95 | -758.847,37 |
Franz Ablinger & Co. Fleischhauereibetrieb Gesellschaft m.b.H.
Ermittlung der Eigenmittelquote gemäß § 23 URG:
| 2025 | 2024 | ||
|---|---|---|---|
| EUR | EUR | ||
| Eigenkapital laut Bilanz | 6.046.218,16 | 7.069.472,30 | |
| Gesamtkapital (§224 Abs. 3 UGB) | 22.120.140,91 | 22.190.776,86 | |
| - von den Vorräten absetzbare Anzahlungen | 0,00 | 0,00 | |
| - Investitionszuschüsse | -93.643,38 | -110.496,72 | |
| Gesamtkapital | 22.026.497,53 | 22.080.280,14 | |
| Eigenmittelquote gemäß § 23 URG: | 2025 | 2024 | |
| Eigenkapital x 100 | |||
| Gesamtkapital | 27,5% | 32,0 % | |
| 2025 | 2024 | ||
| Working Capital (in TEUR): | -440 | -1.309 | |
| Berechnung: | kfr. Aktiva - kfr. Passiva | 8.432 - 8.872 | 8.072 -9.381 |
Das Working Capital stellt das kurzfristige Finanzierungspotential dar. Das Working Capital (zuzüglich nicht ausgenutzter Kreditrahmen) sollte immer positiv sein, da ansonsten zumindest kurzfristig Zahlungsunfähigkeit vorliegt. Das Working Capital steht zur Deckung der durch die Geschäftstätigkeit bedingten Baraufwendungen zur Verfügung.
Eigen kapitalrentabilität
Die Eigenkapitalrentabilität ergibt sich aus dem Verhältnis des Ergebnis vor Steuern (Summe aus Z 7 und Z 11) zum Eigenkapital.
| Berechnung: | 2025 | 2024 |
|---|---|---|
| Ergebnis vor Steuern (Summe aus Z 7 und | ||
| Z 11) x 100 | -14,0% -12,8% | |
| Eigenkapital zum 01.01.2025 | ||
Gesamtkapitalrentabilität
Die Gesamtkapitalrentabilität ergibt sich aus dem Verhältnis des Ergebnisses vor Zinsen und Steuern zum Gesamtkapital.
| Berechnung: | 2025 | 2024 |
|---|---|---|
| Ergebnis vor Zinsen und Steuern x 100 | ||
| Gesamtkapital zum 01.01.2025 | -3,0 % | -9,1% |
Franz Ablinger & Co. Fleischhauereibetrieb Gesellschaft m.b.H.
| Fiktive Schuldentilgungsdauer gemäß § 24 URG: | 2025 | 2024 |
|---|---|---|
| k.A. | k. A. (negativer | |
| (effektives) Fremdkapital Mittelüberschuss | (negativer Mittelüberschuss | Mittelüberschuss) |
| 2025 | 2024 | ||
|---|---|---|---|
| Nettoverschuldungsgrad | 156,7% | 102,4% | |
| Berechnung: | Fremdkapital - flüssige Mittel | 9.532-60*100 | 7.337-95*100 |
| Eigenkapital | 6.046 | 7.069 |