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GESCHÄFTSJAHR 2024/2025
der
Silvretta Montafon Gastronomie GmbH
Allgemeines
Die vorliegenden Zahlen des Jahresabschlusses zum 30. September 2025 sind das Ergebnis des Geschäftsjahres 2024/2025, das den Zeitraum vom 1. Oktober 2024 bis zum 30. September 2025 umfasst.
Besondere Ereignisse
Nach mehreren Geschäftsjahren die von starken externen Schocks geprägt waren (Covid-19- Pandemie, Ukrainekrieg und Energiekrise) etablieren sich stabilere, wenn auch nach wie vor herausfordernde Rahmenbedingungen.
Geschäftsverlauf
Der Schwerpunkt der Geschäftstätigkeit liegt weiterhin im Wintertourismus. Die Silvretta Montafon Gastronomie GmbH ist sehr eng mit dem Geschäftsverlauf der Silvretta Montafon Bergbahnen GmbH verknüpft.
Die Wintersaison begann am 23.11.2024 mit der Öffnung der Nova Stoba, Bella Nova und des Kapellrestaurants. Getrieben durch eine hohe Eventdichte, zahlreiche Sonnentage bei ausgesprochen stabiler Wetterlage und einem späten Ostertermin, der die Saison bis zum 20.04.2025 verlängerte, konnten die gastronomischen Umsätze gesteigert werden (+10%).
Die positive Umsatzentwicklung konnte im Sommer 2025 nicht fortgeführt werden. Eine anhaltende Schlechtwetterphase im Juli sowie der laufende Umbau des Kapellrestaurants führten dazu, dass der Umsatz um 4 % unter dem Vorjahresniveau lag.
Unabhängig davon wird das Hostel St. Josefsheim seit dem Geschäftsjahr 2024/2025 ebenfalls in der Silvretta Montafon Gastronomie GmbH geführt. Im abgelaufenen Geschäftsjahr verzeichnete die Unterkunft rd. 7.900 Nächtigungen.
Ertragslage
Im Geschäftsjahr erzielte die Silvretta Montafon Gastronomie GmbH einen Rohertrag von TEUR 12.949 (VJ TEUR 11.779). Die Personalintensität bezogen auf den Rohertrag liegt bei 52,8% (VJ 53,4%). Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen machen 38,4% vom Rohertrag aus (nach 37,7% im VJ).
Das Betriebsergebnis beträgt TEUR 83 (VJ TEUR 139), das sind 0,6% vom Rohertrag (VJ 1,2%).
Das Finanzergebnis liegt bei TEUR -5 (VJ TEUR 38).
Damit erreicht das Ergebnis vor Steuern TEUR 78 (VJ TEUR 177).
Der Jahresüberschuss beträgt TEUR 75 (VJ TEUR 152).
Die Rentabilität vom Rohertrag erreicht 0,6% (VJ 1,5%).
Finanzlage
Der Netto-Geldfluss aus der betrieblichen Tätigkeit betrug im Geschäftsjahr TEUR 4.808 (VJ TEUR 1.561). Der Netto-Geldfluss aus der Investitionstätigkeit beläuft sich auf TEUR -5.153 (VJ TEUR -503) aus. Der Netto-Geldfluss aus der Finanzierungstätigkeit betrug TEUR -32 (VJ TEUR -3.015). Die liquiden Mittel betragen TEUR 221 (VJ TEUR 599).
Vermögenslage
Die Bilanzsumme erhöht sich, primär durch den Umbau des Kapellrestaurants, auf TEUR 9.392 (VJ TEUR 5.735). Bankverbindlichkeiten bestanden zum Bilanzstichtag wie im Vorjahr keine.
Die Eigenkapitalquote ist im abgelaufenen Geschäftsjahr auf 37,3% (VJ 59,8%) gesunken; das EK beträgt jetzt TEUR 3.503 (VJ TEUR 3.428).
Die Eigenkapitalrentabilität erreicht 2,3% (VJ 3,6%), die Gesamtkapitalrentabilität 1,5% (VJ 2,6%).
Die Nettoverschuldung ist positiv. Das Nettoumlaufvermögen beläuft sich auf TEUR -4.949 (VJ TEUR -1.379).
Mitarbeiter
Zum Bilanzstichtag 30. September 2025 wurden 65 (VJ 69) Dienstnehmer, davon 49 Arbeiter und 16 Angestellte beschäftigt. Der durchschnittliche Personalstand der Silvretta Montafon Gastronomie GmbH betrug 143 Mitarbeiter (VJ 136).
Forschung und Entwicklung
Eigene Forschungs- und Entwicklungsaktivitäten werden nicht durchgeführt.
Zweigniederlassungen
Die Silvretta Montafon Gastronomie GmbH betreibt keine Zweigniederlassungen.
Voraussichtliche Entwicklung des Unternehmens
Der Schwerpunkt der Geschäftstätigkeit wird auch in absehbarer Zukunft eindeutig im Wintertourismus liegen. Die enge Verknüpfung der Silvretta Montafon Gastronomie GmbH mit dem Geschäftsverlauf der Silvretta Montafon Bergbahnen GmbH wird weiterhin die Entwicklung bestimmen.
Die kurzfristige Geschäftsentwicklung ist von mehreren Faktoren abhängig. Unsicherheiten in der wirtschaftlichen Entwicklung in den Hauptmärkten (Rezession) und dadurch verändertes Urlaubs- und Konsumverhalten könnten die Nachfrage dämpfen. Gleichzeitig haben Witterung und Schneelage einen entscheidenden Einfluss auf die Auslastung. Chancen für die Gewinnung neuer Gäste ergeben sich aus den umfassenden Marketing- und Vertriebsmaßnahmen der Unternehmensgruppe.
Trotz einer leichten Entspannung bei den Energiekosten ab 2025 bleiben diese weiterhin deutlich über dem Ausgangsniveau. Zwar sinkt die allgemeine Inflationsrate, jedoch ist dauerhaft mit einem deutlich höheren Kostenniveau zu rechnen.
Basis für eine langfristig erfolgreiche Geschäftsentwicklung ist eine gelungene Positionierung der Restaurants im Skigebiet der Silvretta Montafon, um vom vorhandenen Gästepotential zu profitieren.
Hierzu wird ab Winter 25/26 das umgebaute und in neuem Glanz erstrahlende Kapellrestaurant beitragen. Zusätzlich legen die von der Silvretta Montafon Bergbahnen getätigten Investitionen weiterhin den Grundstein für eine auch zukünftig positive Entwicklung des gesamten Skigebiets und somit auch der Silvretta Montafon Gastronomie GmbH.
Die generelle touristische Entwicklung in der Destination Montafon ist für den langfristigen Geschäftsverlauf ebenfalls mitentscheidend, insbesondere die Entwicklung im Beherbergungssektor.
Risikomanagementsystem
Das interne Berichtssystem stellt sicher, dass die Geschäftsführung periodisch und zeitnah Berichte über Steuerungsgrößen (Deckungsbeiträge, Umsatz je Ersteinritte, Mitarbeitereinsatz) sowie die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage erhält.
Klima und Umwelt
Diesen nicht beeinflussbaren Risiken versuchen wir mit dem Ausbau von Aktionsangeboten, Events und Firmenveranstaltungen entgegenzuwirken.
Personal- und Fluktuationsrisiko
Dem Risiko der Abwanderung von Fach- und Führungskräften wirken wir mit einem entsprechenden Vergütungssystem und Sozialleistungen entgegen.
Risiko aus Forderungen und Verbindlichkeiten
Es bestehen keine Fremdwährungsrisiken bei Forderungen und Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen. Ein Liquiditätsrisiko in Bezug auf die eingegangenen Verbindlichkeiten sehen wir aus heutiger Sicht nicht.
Risiko aus Kassabeständen und Bankquthaben
In der Position Kassenbestand und Guthaben bei Kreditinstituten sind zum Abschlussstichtag keine Fremdwährungsvaluten enthalten.
Derivative Finanzinstrumente
Derivative Geschäfte, wie Zinsswaps, Devisentermin- und Devisenoptionsgeschäfte wurden im Geschäftsjahr nicht eingesetzt.
Schruns, am 2. Dezember 2025