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Lagebericht 2024

BOWAS-INDUPLAN CHEMIE Gesellschaft m.b.H.

Original-PDF

Stichtag 31. Dez. 2024 · Eingereicht am 17. Nov. 2025

Inhaltsverzeichnis

1. Bericht über den Geschäftsverlauf und die wirtschaftliche Lage

1.1. Geschäftsverlauf

Die Bowas-Induplan Chemie Ges.m.b.H. ist auf die Planung, Lieferung und Modernisierung von Produktionsanlagen für die chemische Industrie mit Fokus auf energetische Stoffe, insbesondere auf Treibladungen und deren Vorprodukte, spezialisiert. Wir bieten dabei Ingenieurwesen, Anlagenkomponenten, Training und weitere Unterstützungs- und Beratungsdienstleistungen um unsren Kunden den Bau, die Erweiterung oder die Modernisierung Ihrer Produktionsanlagen zu ermöglichen.

Die Betriebsleistung (Umsatz einschl. Bestandsveränderungen) ist um 16,8 % von T€ 24.893,0 im Jahr 2023 auf T€ 20.722,1 im aktuellen Jahr gesunken. Dies ist im Wesentlichen darauf zurückzuführen, dass in den laufenden Projekten ein geringeres Volumen abgerechnet werden konnte als noch im Vorjahr. Gleichzeitig wurden die Aufwendungen für Material und bezogene Leistungen von T€ 21.783,7 im Vorjahr auf Te 16.090,4 im Jahr 2024 gesenkt. Der Personalaufwand hat sich von T€ 3.385,7 im Jahr 2023 auf T€ 4.508,8 erhöht. Das Ergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT/Betriebsergebnis) in Höhe von T€ 111,0 hat sich gegenüber dem Vorjahr (T€ -327,9) verbessert. Die Veränderung dieser Kennzahlen ist zum Einen auf spezifische Besonderheiten unserer Branche, aber auch auf eine Erhöhung des Personalbestandes zurückzuführen, die uns in die Lage versetzen den zukünftig erwarteten Marktpotenzialen verstärkt gerecht werden zu können.

Nach Berücksichtigung der Steuern vom Einkommen beträgt der Jahresüberschuss 2024 T€ 662,2 gegenüber einem Jahresfehlbetrag TE 138,7 im Jahr 2023.

Das kurzfristige Vermögen hat sich von T€ 56.278,5 in 2023 auf T€ 39.384,6 verringert. Dies ist insbesondere auf die Verringerung von Forderungen aus Lieferung und Leistungen als auch der liquiden Mittel zurückzuführen. Zahlungsausfälle waren sowohl im aktuellen Geschäftsjahr wie auch im Vorgängerjahr keine zu verzeichnen.

Das kurzfristige Fremdkapital konnte von T€ 25.720,8 auf T€ 13.679,0 verringert werden. Dies ist im Wesentlichen auf die Reduzierung von erhaltenen Anzahlungen durch entsprechende Lieferungen im Geschäftsjahr 2024 zurückzuführen. Da sich jedoch auch die liquiden Mittel verringert haben, verringerte sich das Working Capital, welches das

kurzfristige Finanzierungspotential des Unternehmens darstellt, somit von T€ 30.557,6 im Vorjahr auf T€ 25.705,6 im Jahr 2024. Es wurde keine Ausschüttung zulasten des Bilanzgewinnes beschlossen.

1.2. Bericht über die Zweigniederlassungen

Die Gesellschaft verfügt derzeit über keine Zweigniederlassungen

1.3. Finanzielle Leistungsindikatoren

In Abhängigkeit von der Größe und der Komplexität des Unternehmens werden für die BOWAS-INDUPLAN CHEMIE Ges.m.b.H. folgende finanzielle Leistungsindikatoren dargestellt:

1.3.1. Kennzahlen zur Ertragslage

Das Ergebnis der Gesellschaft vor Zinsen und Steuern (EBIT) und beträgt im Geschäftsjahr 2024 Te 111,0 (Vorjahr: T€ -328,0).

Zur Darstellung der Ertragslage wird ergänzend auf unsere Ausführungen unter Pkt. 1.1 verwiesen.

Die Umsatzrentabilität entspricht dem Verhältnis aus dem Jahresüberschuss und den Umsatzerlösen und wurde im Berichtsjahr mit 3,26 % (Vorjahr: -0,50 %) berechnet.

Die Eigenkapitalrentabilität ergibt sich aus dem Verhältnis des Jahresüberschusses zum Eigenkapital. Als Basis zur Berechnung wird das Eigenkapital zum Bilanzstichtag zugrunde gelegt. Die Eigenkapitalrentabilität gibt an, mit wie viel Prozent das Eigenkapital verzinst wird. Die Eigenkapitalrentabilität beträgt im Geschäftsjahr 2024 30,01 % (Vorjahr: -8,98 %).

Die Gesamtkapitalrentabilität ergibt sich aus dem Verhältnis des Jahresüberschuss zum Gesamtkapital. Als Basis wird der Berechnung das Gesamtkapital zum Bilanzstichtag zugrunde gelegt. Die Gesamtkapitalrentabilität beträgt im Geschäftsjahr 2024 1,55 % (Vorjahr: -0,23 %) und gibt an, mit wie viel Prozent das gesamte Kapital (Eigenkapital und Fremdkapital) verzinst wird.

1.3.2. Kennzahlen zur Vermögens- und Finanzlage

Die Nettoverschuldung ergibt sich als Saldo des verzinslichen Fremdkapitals und der flüssigen Mittel. Zur Berechnung des Fremdkapitals werden von der Gesellschaft die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten in Höhe von T€ 0 (Vorjahr: T€ 2,5) und die Rückstellungen für Abfertigungen in Höhe von T€ 60,5 (Vorjahr: T€ 164,7) herangezogen. Unter Berücksichtigung dieser Rückstellungen ermittelt sich im Geschäftsjahr ein Reinvermögen in Höhe von T€ 13.971,7 (Vorjahr: T€ 18.953,9).

Die Eigenkapitalquote stellt den Anteil des Eigenkapitals am Gesamtkapital dar und beträgt zum Bilanzstichtag 5,17 % gegenüber dem Vorjahr in Höhe von 2,58 %.

Der Cash Flow des Unternehmens berechnet nach der Praktikermethode (Ergebnis vor Steuern, zuzüglich Steuern, zuzüglich Abschreibungen und die Veränderungen langfristiger Rückstellungen) entwickelte sich mit T€ 867,0 wie im Vorjahr positiv (Vorjahr: T€ 140,0). Insgesamt ergibt sich eine zahlungswirksame Verminderung des Finanzmittelbestandes in Höhe von T€ 5.086,4 (Vorjahr: Erhöhung um T€ 16.373,2)

2. Bericht über die voraussichtliche Entwicklung und die Risiken des Unternehmens

Die politische Entscheidung vieler Staaten vor dem Hintergrund geo-politischer Spannungen auf globaler und europäischer Ebene die eigene Verteidigungsfähigkeit zu stärken und der daraus resultierender Beschluss der Nato-Mitgliedstaaten die Verteidigungsausgaben von 2 % auf 5 % zu erhöhen, zeigte bereits im Vorfeld ein global erhöhtes Interesse an unserem Produktportfolio. Dabei werden sich uns Wachstumspotenziale eröffnen, wie nie zuvor, seit unserer mehr als 50-jährigen Unternehmensgeschichte.

Im Jahr 2025 wurde die Integration, unserer Gesellschaft in die Unternehmensstruktur der Repkon Holding A.S. mit Sitz in Istanbul/Türkei, die Ende 2024 begann, weiter betrieben. Durch den Zusammenschluss ergeben sich demnach Chancen die Zusammenarbeit, die Innovationskraft, Liefersicherheit und Projektabwicklung im internationalen Großanlagenbau zu stärken.

Nun gilt es, die daraus erwachsenden Chancen aktiv zu nutzen. Das Geschäftsjahr 2025 steht daher noch im Zeichen der Umsetzung laufender Großprojekte sowie bedeutender Vertriebserfolge. Letztere mündeten bereits in vielversprechenden Neuaufträgen, die sich voraussichtlich insbesondere in der zweiten Jahreshälfte 2025 monetarisieren könnten.

Ungeachtet der verbesserten Marktmöglichkeiten, die sich durch die Zugehörigkeit zur Repkon Holding AS bieten, wird die zielgerichtete fachliche Verstärkung unseres Personals in unserem Stammsitz konsequent weiter fortgeführt, um die sich uns bietenden Marktchancen gerecht werden zu können.

Das aktive Management von Risiken ist ein wichtiger Bestandteil der Entscheidungs- und Geschäftsprozesse in unserem Unternehmen. Zentraler Bestandteil des Risikomanagementsystems ist ein projektbasiertes Berichtssystem, mit dem die

projektspezifische Entwicklung und deren Auswirkungen auf das Gesamtunternehmen laufend analysiert werden und die Abweichungen zur Planung ersichtlich sind.

Trotz langjähriger Erfahrung, eingerichteter Qualitätssicherungsprozesse und eines strukturierten Berichtswesens unterliegen unsere Projekte den branchenüblichen Risiken des Anlagenbaus, die nicht alle in unserem Verantwortungsbereich liegen müssen. Dazu zählen insbesondere Terminverzögerungen, Kostensteigerungen und Leistungsabweichungen. Letztere sind in der bisherigen Unternehmenspraxis zwar nicht aufgetreten, können jedoch – wie in der Branche üblich – nicht vollständig ausgeschlossen werden.

Ergänzend dazu bestehen geopolitische Risiken, etwa durch die zunehmenden Spannungen im internationalen Handel, protektionistische Tendenzen oder Anderungen in der Zoll- und Exportpolitik wichtiger Märkte. Diesen begegnen wir größtenteils durch vertragliche Vereinbarungen, die die Zollbelastung bei Projekten außerhalb der EU auf unsere Kunden übertragen. Darüber hinaus befinden sich unsere wichtigsten Zulieferer im europäischen Binnenmarkt, der einen stabilen, harmonisierten Rechts- und Wirtschaftsraums bietet und externe Abhängigkeiten verringert.

Darüber hinaus setzen wir auf eine zunehmende globale Streuung unserer Kundenbasis und Absatzmärkte, Diese Diversifikation verringert die Abhängigkeit von einzelnen Märkten und schafft eine größere Widerstandsfähigkeit gegenüber regionalen Krisen oder Handelskonflikten.

Das erwartete Wachstum des Unternehmens stellt darüber hinaus erhöhte Anforderungen an Organisation, Personal, Prozesse und Finanzierung. Risiken ergeben sich dadurch insbesondere aus einer möglichen Überlastung interner Strukturen, Engpässen bei qualifiziertem Personal, sowie aus einer potentiell gestiegenen operativen Komplexität in den Lieferketten und im internationalen Geschäftsumfeld. Zur Begrenzung dieser Risiken verfolgt das Unternehmen eine kontrollierte und strukturierte Wachstumsstrategie. Dazu zählen insbesondere der gezielte Ausbau von Schlüsselressourcen, ein gestärktes Projektmanagement und die Stärkung eines entsprechenden Controllings. Ergänzt wird dies durch regelmäßige Risikoanalysen auf Managementebene und den Ausbau von Standardprozessen und Modularisierungen unseres Produktportfolios.

Auf diese Weise soll sichergestellt werden, dass das Wachstum operativ beherrschbar bleibt. Für 2025 rechnen wir aufgrund der beschriebenen Entwicklungen mit entsprechendem Unternehmenswachstums, einhergehend mit einer entsprechenden Entwicklung unserer Geschäftszahlen.

Die Geschäftsführung sieht derzeit keine Risiken, die den Fortbestand des Unternehmens gefährden könnten.

3. Bericht über die Forschung und Entwicklung

Das Unternehmen erkennt die zentrale Bedeutung kontinuierlicher Innovations- und Entwicklungstätigkeit und hat diese in der obersten Führungsebene verankert. Dabei wird permanent und kontinuierlich an innovativen Anlagenkonzepten gearbeitet, die auf eine höhere Automation, Produktivität, Sicherheit, Umweltfreundlichkeit und Nachhaltigkeit abzielen.

Salzburg, den 14. Oktober 2025

177 ___/___/___ c Patrick André Gade

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