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Lagebericht 2025

Borouge Group International AG

Original-PDF

Stichtag 31. Dez. 2025 · Eingereicht am 09. Juni 2026

Inhaltsverzeichnis

Einleitung

Das Jahr 2025 war das Gründungsjahr der Borouge Group International AG („BGI“), die ins Leben gerufen wurde, um wichtige petrochemische und Midstream-Vermögenswerte unter einem gemeinsamen Dach zwischen der OMV Aktiengesellschaft und ADNOC zu vereinen. Obwohl in dieser Gründungsphase nur begrenzte operative Aktivitäten stattfanden, war diese Phase aus unternehmerischer, rechtlicher und finanzieller Sicht von großer Bedeutung. Das Führungsteam konzentrierte sich das ganze Jahr über darauf, die rechtliche Struktur der BGI zu etablieren, den Rahmen für die Finanzberichterstattung zu verfeinern, die gesetzlichen Prüfungsanforderungen vorzubereiten und die Grundlagen für die künftigen Aktivitäten zu schaffen, darunter IT-Systeme, Governance-Prozesse und die Bankinfrastruktur.

Gründung und rechtliche Struktur

Wie im März 2025 angekündigt, unterzeichneten OMV Aktiengesellschaft und ADNOC eine verbindliche Vereinbarung zur Zusammenführung von Borealis GmbH („Borealis“ und Borouge PLC („Borouge“) zu BGI. Die beiden Partner vereinbarten außerdem die Übernahme von Nova Chemicals Corporation („Nova Chemicals“), einem in Nordamerika ansässigen Polyolefinhersteller. Die Zusammenführung von Borealis und Borouge unter der BGI und die Übernahme der Nova Chemical sollen vorbehaltlich der behördlichen Genehmigungen und anderer Bedingungen voraussichtlich im ersten Quartal 2026 abgeschlossen werden. Der Hauptsitz der BGI wird in Österreich liegen, mit regionalen Niederlassungen in den Vereinigten Arabischen Emiraten und Firmenstandorten in Kanada, den USA und Singapur sowie Produktionsstandorten in Europa, Afrika und Asien. Die Borouge Group International soll der viertgrößte Polyolefinhersteller der Welt sein, an dem OMV und ADNOC zu gleichen Teilen beteiligt sind.

Die Gründung der BGI erfolgte im Wege einer Abspaltung zur Neugründung der 75% Beteiligung der OMV Downstream GmbH an der Borealis GmbH („Borealis“). Gemäß den Bestimmungen des österreichischen Spaltungsgesetzes wurden die im Zuge der Abspaltung entstandenen Anteile an die alleinige Aktionärin der OMV Downstream GmbH, die OMV Aktiengesellschaft, ausgegeben. Die Abspaltung und damit die Gründung der BGI wurden im September 2025 durch Eintragung in das Firmenbuch beim Landesgericht Korneuburg rechtswirksam.

In einer außerordentlichen Hauptversammlung im September 2025 wurde beschlossen, das Kapital von BGI von EUR 4,41 Milliarden um EUR 1,47 Milliarden gegen Sacheinlage zum beizulegenden Zeitwert in Höhe von EUR 2,54 Milliarden zu erhöhen. Die damalige alleinige Aktionärin (OMV Aktiengesellschaft) verzichtete zugunsten der XRG Austria GmbH (ehemals MPP Holdings GmbH, eine hundertprozentige Tochtergesellschaft der Abu Dhabi National Oil Company (ADNOC) P.J.S.C.), die ihre 25%-Beteiligung an Borealis einbrachte und im Gegenzug die neu ausgegebenen Aktien erhielt, auf ihr gesetzliches Bezugsrecht. Die Kapitalerhöhung wurde im September wirksam, und mit Beschluss im selben Monat setzte der Aufsichtsrat auch interne Regelungen für den Vorstand und den Aufsichtsrat um.

Zum Jahresende 2025 bestand die Aktionärsstruktur aus der OMV Aktiengesellschaft mit einem Anteil von 75% und XRG Austria GmbH mit den restlichen 25%.

Wichtige Ereignisse seit der Gründung / Wichtige Schritte zur Gründung

In Vorbereitung auf den operativen Start von BGI wurden bedeutende Fortschritte beim Aufbau der finanziellen und digitalen Infrastruktur erzielt, um die Geschäftsaktivitäten vom ersten Tag an zu unterstützen. Der Schwerpunkt der IT- und Systemeinrichtung lag auf der Implementierung von SAP S/4 Hana, um robuste Funktionen für die Unternehmensressourcenplanung sicherzustellen. Dazu gehörten die Sicherung einer BGI- Mandantenlizenz, die Beschaffung der erforderlichen Software und Hardware sowie die Koordination interner und ausgelagerter IT-Ressourcen, um eine nahtlose Integration und Betriebsbereitschaft zu gewährleisten.

Investitionen in die digitale Infrastruktur wurden priorisiert, um einen effizienten und zuverlässigen Betrieb zu gewährleisten. Diese Bemühungen umfassten Infrastruktur-Upgrades und die Bereitstellung kritischer Systeme, wodurch BGI in die Lage versetzt wurde, ihre Prozesse und Daten von Anfang an effektiv zu verwalten.

BGI hat am 22. Dezember 2025 eine Term- und Revolving-Facilities-Vereinbarung über USD 15,4 Milliarden mit einem Konsortium internationaler Finanzinstitute abgeschlossen, arrangiert und administriert von der UniCredit Bank GmbH. Die Fazilitäten umfassen eine Akquisitionsbrückenfazilität, zwei Term-Darlehensfazilitäten sowie eine revolvierende Kreditfazilität, die jeweils detaillierten Bestimmungen zu Inanspruchnahme, Rückzahlung und Covenants unterliegen. Die Mittel dienen der Finanzierung der Übernahme der NOVA Chemicals Corporation, der Refinanzierung bestehender Verbindlichkeiten sowie allgemeinen Unternehmenszwecken.

Seit dem Geschäftsjahr 2025 ist die Gesellschaft Gruppenmitglied einer Unternehmensgruppe gemäß § 9 Körperschaftsteuergesetz (KStG) mit der OMV Aktiengesellschaft als Gruppenträger. Gemäß Gruppenvertrag wird bei einem positiven steuerlichen Ergebnis dem Gruppenmitglied ein Körperschaftsteueraufwand, der auf das positive Ergebnis entfällt, vorgeschrieben. Bei einem negativen steuerlichen Ergebnis ist vom Gruppenträger keine Steuerumlage zu leisten. Negative steuerliche Ergebnisse sind vom Gruppenträger evident zu halten und mit positiven steuerlichen Ergebnissen des Gruppenmitglieds in der Zukunft zu verrechnen.

Technologische Innovation

Bei BGI ist Innovation global ausgerichtet. Im Jahr 2025 waren mehr als 500 Mitarbeitende in einem der drei Innovationszentren von der Beteiligung Borealis beschäftigt. Dabei handelt es sich um die Innovationszentren in Porvoo (Finnland) und Stenungsund (Schweden) sowie das Innovation Headquarter in Linz (Österreich), wo Forscher kürzlich mit Daploy™ High Melt Strength Polypropylen (HMS PP) eine bahnbrechende Innovation im Bereich des Designs für Recyclingfähigkeit vorangetrieben haben. Borealis betreibt außerdem Borstar-Pilotanlagen für PE in Porvoo und für PP in Porvoo und Schwechat (Österreich). Die Katalysator- Produktionsanlagen in Linz und Porvoo werden durch eine Pilotanlage in Porvoo ergänzt.

Borealis zählt im European Patent Index durchweg zu den führenden österreichischen Innovatoren und baut sein umfangreiches Patentportfolio weiter aus. Im Jahr 2025 reichte die Gruppe 115 neue prioritäre Anmeldungen beim Europäischen Patentamt ein, gegenüber 121 im Jahr 2024. Mit Stand Dezember 2025 hält die Gruppe rund 7.400 Patente sowie etwa 3.200 Patentanmeldungen, die in rund 1.500 Patentfamilien zusammengefasst sind.

Finanzübersicht

Betriebskosten und Investitionen

Im ersten Geschäftsjahr fielen bei der BGI Fixkosten an, die für den Aufbau der organisatorischen und operativen Infrastruktur einer neu gegründeten Holdinggesellschaft sowie für die Vorbereitung und Umsetzung der vorgesehenen Investitionen erforderlich waren. Diese Ausgaben umfassten Beratungs- und Rechtskosten, Wirtschaftsprüfungsleistungen, Investitionen in die IT-Implementierung und -Infrastruktur und andere Dienstleistungen sowie Grunderwerbsteuern. Die Zuweisung von Ressourcen für Beratungs-, Rechts- und Wirtschaftsprüfungsleistungen war von grundlegender Bedeutung, um die Einhaltung der rechtlichen Anforderungen sicherzustellen und von Anfang an wirksame Governance-Protokolle zu implementieren.

Investitionen in die IT-Infrastruktur und damit verbundene Dienstleistungen erleichterten die Integration der Kernsysteme und ermöglichten einen reibungslosen Übergang der Betriebsprozesse. Die Grunderwerbsteuern stellten notwendige Kosten im Zusammenhang mit den für die Gründung von BGI und die Übertragung von Vermögenswerten erforderlichen Akquisitions- und Umstrukturierungsmaßnahmen dar.

Finanzielle Erträge

Das Jahresergebnis wurde durch die ersten Dividendenerträge in Höhe von EUR 10 Millionen geprägt, die von Borealis zur Deckung aller Betriebsausgaben bis zum ersten Tag gezahlt wurden, die für den Aufbau der erforderlichen Infrastruktur und Rahmenbedingungen unerlässlich waren.

Im Dezember 2025 hat BGI aufgrund des Dividendenbeschlusses von Borealis eine Dividendenforderung in Höhe von 6,82 Milliarden Euro ausgewiesen. Anstatt diesen Betrag in bar zu erhalten, wird BGI die Forderung mit ihren künftigen Zahlungsverpflichtungen aus dem Erwerb von Borouge PLC und Borouge Pte von Borealis Middle East Holding GmbH verrechnen. Diese Verrechnungsvereinbarung soll die finanzielle Abwicklung zwischen der BGI und Borealis vereinfachen.

BGI schloss das Jahr 2025 mit einem Jahresüberschuss von EUR 6,80 Milliarden ab, wobei sich die Gesamtbetriebskosten auf EUR 37,40 Millionen beliefen, die hauptsächlich auf Beratungs- und Rechtskosten, IT-Implementierungs- und Infrastrukturaufwendungen, Prüfungsdienstleistungen und Grunderwerbsteuern zurückzuführen waren.

Kapitalflussrechnung und Leistungskennzahlen

Angaben aus dem Lagebericht, Originalseite 3
2025
TEUR
Netto-Geldfluss aus der operativen Tätigkeit-589
Netto-Geldfluss aus der Investitionstätigkeit10.000
Netto-Geldfluss aus der Finanzierungstätigkeit0
Netto-Geldfluss der Periode9.411
Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente
am 10. September0
Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente am 31. Dezember9.411
Veränderung der Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente
9.411

Der Netto‑Cashflow aus der operativen Tätigkeit in Höhe von EUR –589 Tausend resultiert im Wesentlichen aus Zahlungen im Zusammenhang mit der Grunderwerbsteuer in Österreich sowie aus angefallenen Prüfungs‑ und Rechtskosten. Der Netto-Geldfluss aus der Investitionstätigkeit in Höhe von EUR 10,00 Millionen resultiert aus einer Dividendenausschüttung der Borealis GmbH.

Angaben aus dem Lagebericht, Originalseite 4
2025
Eigenkapitalquote99,74%
Eigenkapitalrentabilität48,68%
Nettoverschuldung in TEUR-9.411
Verschuldungsgrad-0,07%

Die BGI weist zum Bilanzstichtag eine äußerst solide Kapitalstruktur auf. Die Eigenkapitalquote beträgt 99,74 %, was die starke Eigenfinanzierungskraft und die bilanzielle Stabilität der Gesellschaft unterstreicht. Die Eigenkapitalrentabilität liegt bei 48,68% und ist im Wesentlichen auf die im Geschäftsjahr erhaltenen Dividendenerträge aus der 100-%-Beteiligung an der Borealis GmbH zurückzuführen.

Die Gesellschaft verfügt über keine zinstragenden Finanzverbindlichkeiten. Insgesamt spiegeln die Kennzahlen die finanzielle Robustheit der Holdingstruktur im ersten Geschäftsjahr wider.

Risikomanagement im Unternehmen

Da BGI derzeit als Holdinggesellschaft mit Borealis als einziger operativer Einheit tätig ist, erkennt und steuert das Unternehmen die mit dieser Eigentumsstruktur verbundenen Risiken sorgfältig. Dies umfasst sowohl Risiken, die direkt mit Borealis verbunden sind, als auch solche, die sich aus Entscheidungen über die Ausschüttung von Dividenden zwischen den Unternehmen ergeben.

Als Anteilseigner von Borealis erkennt und übernimmt BGI die mit Borealis verbundenen Risiken. Borealis setzt einen umfassenden Prozess zum Unternehmensrisikomanagement ein, mit dem regelmäßig eine Vielzahl von Risiken im gesamten Unternehmen identifiziert, bewertet und angegangen werden. So werden sowohl die strategischen als auch die operativen Ziele unterstützt. Im Jahr 2025 konzentrierte sich das Unternehmen angesichts globaler wirtschaftlicher und regulatorischer Herausforderungen darauf, Wachstum, Rentabilität und Nachhaltigkeit in Einklang zu bringen. Ein starker Schwerpunkt lag dabei auf der Förderung einer proaktiven Risikokultur. Bei der Risikobewertung unterscheidet Borealis zwischen strategischen, operativen, projektbezogenen, finanziellen, Compliance- und Informationssicherheitsrisiken. Dabei stützt sich das Unternehmen auf festgelegte Richtlinien, Risikomatrizen und die kontinuierliche Überwachung durch den Vorstand und den Aufsichtsrat. Alle Mitarbeiter sind in das Management der für ihre Aufgaben relevanten Risiken eingebunden. Dadurch ist sichergestellt, dass das Risikomanagement fest in den täglichen Entscheidungsund Organisationsprozessen verankert ist.

Die BGI erkennt die mit den Aktivitäten von Borealis verbundenen Risiken an und integriert sie in ihr eigenes Risikoprofil. Das Rahmenwerk für das Risikomanagement von Borealis umfasst alle identifizierten Schlüsselrisikobereiche des Unternehmens und stellt sicher, dass Risiken, die sich aus den Aktivitäten der Tochtergesellschaft ergeben, systematisch identifiziert, bewertet und behandelt werden. Dieser Ansatz unterstützt sowohl langfristige strategische als

auch kurzfristige operative Ziele und erfasst gleichzeitig aufkommende und strategische Risiken innerhalb der gesamten Gruppe proaktiv.

Vorstand und Aufsichtsrat

Zum Zeitpunkt der Gründung war die OMV Aktiengesellschaft alleinige Aktionärin der BGI und war als alleinige Eigentümerin aller Aktien vollständig eingetragen. Der Aufsichtsrat bestand aus drei Mitgliedern. Vorsitzender ist Martijn Arjen van Koten, Reinhard Florey fungiert als stellvertretender Vorsitzender und Alfred Stern ist Mitglied des Aufsichtsrats. Vorstand und Aufsichtsrat bilden zusammen die in den Gründungsdokumenten der Gesellschaft festgelegten Leitungsorgane der BGI.

Der Vorstand der BGI besteht aus vier Mitgliedern: Dies sind Rainer Gunz, Oliver Dillenz und Katja Tautscher, die am 10. September 2025 in den Vorstand berufen wurden, sowie Mo Fin Wong, die auf einer außerordentlichen Hauptversammlung im selben Monat als zusätzliches Mitglied bestellt wurde. Auf derselben Versammlung wurden Michael James Baker und Hetal Patel zu zusätzlichen Mitgliedern des Aufsichtsrats ernannt.

Ausblick

Durch die Bündelung der komplementären Stärken der drei Unternehmen Borealis, Borouge und Nova Chemicals entsteht ein führender Polyolefin-Unternehmensverbund, der wichtige globale Märkte abdeckt. Zu den erheblichen Synergieeffekten, die bis 2030 auf mindestens 500 Millionen US-Dollar pro Jahr geschätzt werden, gehören eine vorteilhafte Kostenposition mit Zugang zu kostengünstigen Rohstoffen, ein vielfältiges, wertschöpfendes Portfolio, das auf führenden, proprietären Technologien basiert, sowie die notwendige Führungsrolle im Bereich Nachhaltigkeit. So kann die BGI die weltweite Nachfrage nach zirkulären und nachhaltigen Lösungen voll ausschöpfen.

Für das Jahr 2026 steht jedoch fest, dass das Marktumfeld weiterhin schwierig bleiben wird. Die weltweiten Überkapazitäten werden für die Hersteller auch zukünftig eine Herausforderung darstellen. Trotz anhaltender geopolitischer Turbulenzen und Marktveränderungen wird BGI gut positioniert sein, um seine Position als führendes Unternehmen in den Bereichen Forschung und Entwicklung, Innovation und Vermarktung von fortschrittlichen Polyolefinen weiter auszubauen.

BGI wird im Jahr 2026 auf der starken strategischen Dynamik aufbauen, die im Rahmen der umfassenden Transformation hin zu einem kunden- und zukunftsorientierten Betriebsmodell in allen verbundenen Unternehmen entstanden ist.

Wesentliche Ereignisse nach dem Bilanzstichtag – Geopolitische Entwicklungen Nach dem Bilanzstichtag kam es zu einer Verschärfung der geopolitischen Spannungen im Nahen Osten infolge militärischer Auseinandersetzungen unter Beteiligung der Vereinigten Staaten und Israels sowie entsprechender Vergeltungsmaßnahmen Irans. Diese Entwicklungen betreffen unter anderem die Vereinigten Arabischen Emirate, in denen Borouge seine wesentlichen operativen Aktivitäten ausübt.

Zum Zeitpunkt der Genehmigung dieses Abschlusses beobachtet das Management die Situation laufend. Die geopolitischen Entwicklungen könnten zu erhöhten Risiken in Bezug auf Sicherheit, Logistik, Energieversorgung, Versicherungsschutz sowie die Fortführung der operativen Tätigkeit von Borouge führen. Zum Aufstellungszeitpunkt des Jahresabschlusses wurden jedoch keine wesentlichen Beeinträchtigungen der Produktion oder der operativen Prozesse von Borouge festgestellt.

Für Borealis, dessen Produktionsstandorte und wesentliche Absatzmärkte überwiegend in Europa liegen, wurden bislang keine direkten operativen Auswirkungen festgestellt. In bestimmten Szenarien könnten anhaltende Störungen der Lieferwege im Nahen Osten, insbesondere eine mögliche Einschränkung oder Blockade der Straße von Hormus, zu einer Verknappung des globalen Polyolefinangebotes, zu Veränderungen der Handelsströme sowie zu höheren und volatileren Ölpreisen und damit verbundenen Kosten für Einsatzstoffe und Energie führen. Umfang und Dauer möglicher Auswirkungen sind jedoch mit erheblichen Unsicherheiten behaftet und abhängig von der weiteren Entwicklung der geopolitischen Lage. Aufgrund der dynamischen Situation ist eine verlässliche Quantifizierung der finanziellen Auswirkungen – sowohl negativer als auch positiver Art – auf BGI sowie deren Beteiligungen derzeit nicht möglich. Die beschriebenen Sachverhalte stellen nicht zu berücksichtigende Ereignisse nach dem Abschlussstichtag dar. Dementsprechend wurden in den vorliegenden Abschlüssen keine Anpassungen vorgenommen.

Das Management wird die weitere Entwicklung beobachten und potenzielle Auswirkungen auf Geschäftstätigkeit, Vermögens-, Finanz- und Ertragslage laufend beurteilen.

Schwechat, 3. März 2026 Vorstand:

Rainer Gunz Vorstandsmitglied

Öliver Dillenz Vorstandsmitglied

col

Katja Tautscher Vorstandsmitglied

Mo Fin Wong Vorstandsmitglied

Schwechat, 3. März 2026 Vorstand:

Rainer Gunz Vorstandsmitglied Oliver Dillenz Vorstandsmitglied

Katja Tautscher Vorstandsmitglied

Mo Fin Wong Vorstandsmitglied

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