Inhaltsverzeichnis
I Bericht über den Geschäftsverlauf 2025 und die wirtschaftliche Lage
Überblick
Die ESA Elektron.Steuerungs- und Automat. GmbH ist im Bereich elektronische Steuerung und Automatisierung tätig. Im Geschäftsjahr 2025 konnte die Gesellschaft ihre Umsatzerlöse und ihr Ergebnis gegenüber dem Vorjahr deutlich steigern. Der Umsatz erreichte rund 13,2 Mio. EUR. Die Entwicklung war durch eine höhere Betriebsleistung bei gleichzeitig rückläufigen Aufwendungen für Material und bezogene Leistungen geprägt.
Der Personalaufwand stieg nur moderat. Dadurch verbesserte sich das operative Ergebnis deutlich. Der gestiegene Umfang der Forderungen und erhaltenen Anzahlungen unterstreicht die Bedeutung der Projektabwicklung und der zeitlichen Abstimmung von Leistungserbringung, Abrechnung und Zahlungseingängen.
Die Verstärkung unseres Vertriebsteams und die such nach Strategischen Partner im Anlagenbau haben bereits leichte Veränderung in unserer Kundenstruktur gebracht.
Finanzielle und nichtfinanzielle Leistungsindikatoren
Die Betriebsleistung nahm gegenüber dem Vorjahr zu. Aufgrund der negativen Bestandsveränderung bei noch nicht abrechenbaren Leistungen fiel ihr Anstieg geringer aus als das Umsatzwachstum.
Die Aufwendungen für Material und bezogene Leistungen gingen trotz höherer Betriebsleistung zurück. Auch der Anteil des Personalaufwands an der Betriebsleistung verringerte sich. Diese Entwicklung verbesserte die operative Ertragskraft, während höhere sonstige betriebliche Aufwendungen einen Teil des Zuwachses aufzehrten.
Die Beschäftigtenzahl und der Umsatz je Arbeitnehmer bilden ergänzende Anhaltspunkte für die Personal- und Leistungsentwicklung. Die Vergleichbarkeit mit dem Vorjahr ist aufgrund widersprüchlicher Arbeitnehmerangaben in den Abschlüssen noch abzustimmen. Der Umsatz je Arbeitnehmer wird außerdem durch Material- und Fremdleistungsanteile sowie den Zeitpunkt der Projektabrechnung beeinflusst.
Vermögenslage
Die Bilanzsumme erhöhte sich gegenüber dem Vorjahr. Das Anlagevermögen wuchs durch Investitionen in immaterielle Vermögensgegenstände und Sachanlagen sowie durch einen höheren Wertpapierbestand.
Die Vorräte einschließlich noch nicht abrechenbarer Leistungen und die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen nahmen zu. Auch die sonstigen Forderungen erhöhten sich deutlich; darin ist insbesondere ein Gesellschafterdarlehen enthalten. Die Kapitalbindung im Umlaufvermögen stieg damit an.
Das Eigenkapital verminderte sich trotz des positiven Jahresergebnisses, da die Ausschüttung den Jahresüberschuss überstieg. Bei gleichzeitig gestiegener Bilanzsumme ging dadurch auch die Eigenkapitalquote zurück.
Ertragslage
Das Betriebsergebnis und die operative Umsatzrendite verbesserten sich deutlich gegenüber dem Vorjahr. Nach Berücksichtigung des weiterhin positiven, jedoch rückläufigen Finanzergebnisses und der Ertragsteuern wurde ein Jahresüberschuss von rund 929.000 EUR erzielt. Die Ergebnisverbesserung beruht überwiegend auf der operativen Entwicklung.
Finanzlage
Die liquiden Mittel gingen gegenüber dem Vorjahresstichtag zurück. Bankverbindlichkeiten bestanden zum Jahresende nicht. Gleichzeitig erhöhten sich die erhaltenen Anzahlungen und die passiven
Rechnungsabgrenzungen, die insbesondere mit der Abwicklung und Abrechnung laufender Projekte zusammenhängen.
Der Mittelzufluss aus der laufenden Geschäftstätigkeit überstieg den Mittelabfluss aus Investitionen. Ausschüttungen und zusätzliche Forderungen gegenüber Gesellschaftern führten insgesamt dennoch zu einem Rückgang des Finanzmittelbestands. Die Liquiditätslage ist im Zusammenhang mit den noch zu erfüllenden Projektverpflichtungen und den erhaltenen Anzahlungen zu beurteilen.
| Bericht über Zweigniederlassungen |
|---|
| keine |
Vorgänge von besonderer Bedeutung nach Schluss des Geschäftsjahres
Folgende wesentliche Ereignisse sind nach dem Abschlussstichtag eingetreten, die weder in der Bilanz noch in der Gewinn- und Verlustrechnung berücksichtigt sind:
Aufgrund des Ablebens des Geschäftsführers (uns mittelbaren Gesellschafters) Steinmayr Philipp im Juli 2026 wurden Steinmayr Bernhard und Tobias Steinmayr als Geschäftsführern eingesetzt und die Eigentümerstruktur neu geregelt.
II Bericht über die voraussichtliche Entwicklung und die Risiken des Unternehmens
Voraussichtliche Entwicklung des Unternehmens
Die im Geschäftsjahr 2025 erzielte Ergebnisverbesserung bildet den historischen Ausgangspunkt für die weitere Unternehmensplanung. Für die Beurteilung der voraussichtlichen Entwicklung sind insbesondere die Auftragslage, die erzielbaren Projektmargen, die Personal- und Fremdleistungskosten sowie der Finanzierungsbedarf der laufenden Projekte maßgeblich.
Für das Geschäftsjahr 2026 wird weiterhin von einer angespannten und nur eingeschränkt planbaren Geschäftslage ausgegangen. Die Investitionsbereitschaft der Kunden sowie die allgemeine Marktentwicklung dürften verhalten bleiben. Der Fokus liegt daher auf einer stabilen Auftragsabwicklung, einem konsequenten Kostenmanagement und der Sicherung der Liquidität. Unter weitgehend unveränderten wirtschaftlichen Rahmenbedingungen wird ein Umsatz in etwa auf dem Niveau des Geschäftsjahres 2025 erwartet.
Insgesamt wird für 2026 mit einem positiven Ergebnis gerechnet, das voraussichtlich annähernd dem Ergebnis des Jahres 2025 entsprechen wird.
Allgemeine Risiken
Aus der Vermögens- und Finanzierungsstruktur ergeben sich insbesondere Prüffelder hinsichtlich der Einbringlichkeit von Forderungen, der Bewertung noch nicht abrechenbarer Leistungen und der verbleibenden Kosten zur Fertigstellung laufender Projekte. Für eine abschließende Beurteilung sind die Forderungen mit den einzelnen Projekten und den zugehörigen Anzahlungen abzustimmen. Für Nacharbeiten wurden Rückstellungen gebildet.
Der Rückgang der Eigenkapitalquote und der liquiden Mittel ist bei der künftigen Finanzierungs- und Ausschüttungsplanung zu berücksichtigen. Im Zusammenhang mit dem Gesellschafterdarlehen sind insbesondere die vereinbarten Rückzahlungsbedingungen und dessen Werthaltigkeit relevant. Darüber hinaus sind etwaige Zins- , Währungs- und Wertpapierrisiken im Rahmen der Gesamtbeurteilung der Finanzinstrumente zu berücksichtigen.
III Forschung und Entwicklung
Die kontinuierliche Weiterentwicklung unseres Prozessleitsystems wurde im Geschäftsjahr fortgeführt und bleibt auch künftig ein wesentlicher Schwerpunkt unserer Entwicklungsarbeit.
Die Entwicklungsaktivitäten im Bereich der künstlichen Intelligenz werden deutlich ausgeweitet. Im Fokus stehen dabei sowohl Anwendungen zur Unterstützung interner Prozesse als auch der Einsatz von KI-Lösungen in Kundenprojekten.
Wolfern, am 28 00 26
Bernhard Steinmayr
Tobias Steinmayr