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zum 31. Dezember 2025
Bericht über den Geschäftsverlauf
Wirtschaftliches Umfeld
Die Bauwirtschaft befindet sich weiterhin in einer Schwächephase, hat sich im Jahr 2025 jedoch auf niedrigem Niveau stabilisiert. Der Rückgang der realen Wertschöpfung fiel mit rund - 0,5 % deutlich moderater aus als im Vorjahr (- 3,5 %), wobei der Wohnbau mit rund - 1,6 % erneut am stärksten betroffen war, während sich der Tiefbau mit rund + 1,1 % stabil entwickelte.
Die Kostendynamik hat sich nach den exorbitanten Steigerungen der Vorjahre spürbar beruhigt. Die Baukosten im Wohnungs- und Siedlungsbau stiegen 2025 nur mehr um rund 2 %; für 2026 wird nahezu Kostenstabilität erwartet, getragen von sinkenden Materialpreisen und einer nachlassenden Lohnkostendynamik. Das seit 2020 aufgebaute Kostenniveau bleibt jedoch bestehen und belastet die Investitionsentscheidungen weiterhin.
Deutlich verbessert haben sich die Finanzierungsbedingungen. Die Europäische Zentralbank senkte den Leitzins von Juni 2024 bis Juni 2025 kontinuierlich von 4,25 % auf 2,15 %. Zudem ist die KIM-Verordnung mit 30. Juni 2025 ausgelaufen. Die Finanzmarktaufsicht hat die wesentlichen Vergabestandards - maximal 90 % Beleihungsquote, maximal 40 % Schuldendienstquote, maximal 35 Jahre Laufzeit - allerdings über ein Rundschreiben fortgeschrieben, sodass die Erleichterung in der Praxis geringer ausfällt als erwartet. Neukreditvergabe und Immobilientransaktionen zogen im Jahresverlauf dennoch spürbar an.
Für das Jahr 2026 erwartet das Euroconstruct-Netzwerk eine deutliche Erholung der europäischen Bauwirtschaft um real + 2,4 %, nachdem das europäische Bauvolumen 2025 nahezu stagnierte (+ 0,3 %). Für Osterreich fällt der Ausblick verhaltener aus: Erwartet wird ein Wachstum von rund + 0,6 % im Jahr 2026 und + 1,0 % im Jahr 2027, da die Budgetkonsolidierung auf Bundes-, Landes- und Gemeindeebene den Tiefbau bremst und auch den Sanierungsmarkt an Dynamik verlieren lässt.
Das Marktumfeld bleibt trotz vorsichtiger Erholung herausfordernd. Während sich die Nachfrage im Neubausegment nur langsam belebt, bilden die Sanierung, Modernisierung und Aufwertung von Bestandsimmobilien weiterhin die tragende Säule der Nachfrage. Das Sortiment der Gesellschaft ist genau in diesem Segment positioniert: Terrasse, Zaun und Außenanlage sind typische Investitionen am bestehenden Objekt, werden überwiegend aus Eigenmitteln finanziert und sind damit weniger abhängig von der Entwicklung der Baufinanzierung als das Neubaugeschäft. Die Investitionsbereitschaft von Privathaushalten hängt unverändert stark von der Kaufkraftentwicklung und den Energiekosten ab, was wiederum Einfluss auf die Nachfrage nach Bau- und Ausstattungselementen hat.
Politische Maßnahmen zur Förderung energieeffizienter Bauweisen sowie nachhaltiger Materialien bieten zusätzliche Impulse, haben sich im Berichtsjahr im Bereich der erneuerbaren Energie allerdings ins Gegenteil verkehrt.
Die Wettbewerbssituation im Handel mit Bau- und Ausstattungselementen ist unverändert intensiv. Zahlreiche Anbieter vom Baustoffhandel über Baumärkte bis hin zu spezialisierten Importeuren und reinen Online-Händlern konkurrieren um Marktanteile. Preisdruck, kurze Produktlebenszyklen und eine hohe Abhängigkeit von internationalen Lieferketten prägen den Wettbewerb. Differenzierungsfaktoren sind neben Preis und Verfügbarkeit zunehmend auch Produktqualität, Nachhaltigkeit und Serviceleistungen, insbesondere die Fähigkeit, Ware und Montage aus einer Hand anzubieten sowie sperrige und lange Güter zuverlässig zuzustellen. Die Englputzeder GmbH positioniert sich hierbei durch ihre Rolle als Direktimporteur mit einem breiten Spezialsortiment, wodurch Preis- und Qualitätsvorteile gegenüber klassischen Zwischenhändlem erzielt werden können.
Der im Vorjahr noch dominierende Wachstumstreiber Photovoltaik hat sich im Berichtsjahr in sein Gegenteil verkehrt Der Nationalrat beschloss im März 2025 die vorzeitige Aufhebung des Nullsteuersatzes für Photovoltaikanlagen bis 35 kWp; mit 1. April 2025 gilt wieder Regelsteuersatz von 20 %, obwohl die Befreiung ursprünglich bis Ende 2025 in Geltung stehen sollte. Parallel dazu wurden sämtliche Umweltförderungen gekürzt und die künftigen Rahmenbedingungen für Einspeisung und Netzentgelte öffentlich diskutiert, was zusätzliche Verunsicherung bei privaten Investoren erzeugte. Die Auswirkungen waren unmittelbar spürbar: Bereits im ersten Quartal 2025 ging der Photovoltaik-Zubau in Osterreich um rund 20 % gegenüber dem Vorjahreszeitraum zurück, im Jahresverlauf fiel er auf den niedrigsten Stand seit drei Jahren. Besonders betroffen war das für die Gesellschaft relevante Segment der privaten Dachanlagen. Der Photovoltaik-Umsatz der Englputzeder GmbH entwickelte sich entsprechend ab dem zweiten Quartal deutlich rückläufig.
Der Rückgang im Photovoltaik-Bereich konnte durch die Kernsortimente weitgehend kompensiert werden. Terrassen und Zäune wuchsen überproportional und haben ihren Anteil am Gesamtumsatz deutlich ausgebaut. Getragen wurde diese Entwicklung vom weiteren Ausbau des Online-Vertriebs, der Verbreiterung des Sortiments sowie der stärkeren Verzahnung von Produktverkauf und Montageleistung. Die Verschiebung der Umsatzstruktur reduziert zugleich die Abhängigkeit von einzelnen, politisch getriebenen Produktsegmenten und ist damit auch aus Risikosicht positiv zu bewerten.
Beilage V/3
| Das Unternehmen | Die Englputzeder GmbH ist Direktimporteur und hat sich auf den Ver- |
|---|---|
| trieb von WPC- und Holzterrassen, Keramikplatten, Akustikpaneelen | |
| sowie Zaun- und Sichtschutzelementen spezialisiert. Ergänzend wer- | |
| den Montage- und Serviceleistungen angeboten. | |
| Den Kundenkreis bilden neben privaten Endkunden auch Bauträger zur | |
| Realisierung von Großbaustellen bei Wohnanlagen. |
| Geschäftsverlauf | Die wirtschaftliche Entwicklung des Geschäftsjahres 2025 verlief posi- |
|---|---|
| tiv. Der Jahresgewinn liegt infolge eines leichten Umsatzrückganges | |
| und gestiegener Kosten leicht unter dem Vorjahresniveau. Das Ergeb- | |
| nis vor Steuern betrug EUR 1.601.200,00. |
Zweigniederlassungen Die Englputzeder GmbH betreibt keine Zweigniederlassungen.
Umgründung Mit Spaltungs- und Übernahmevertrag vom 18.09.2025 hat die Englputzeder Holding GmbH (FN 403137z; vormals: Englputzeder GmbH) als übertragende Gesellschaft ihren operativen Betrieb unter Inanspruchnahme der Begünstigungen des Art VI UmgrStG rückwirkend zum 31.12.2024 abgespalten und auf die Englputzeder GmbH (FN 659267k) als übernehmende Gesellschaft übertragen.
Beilage V/4
Kennzahlen zur Ertragslage
Umsatz
Der Umsatz betrug im Geschäftsjahr 2025 EUR 21.909.500,00.
Ergebnis
Das Ergebnis vor Steuern (EBT) sowie daraus abgeleitet das Ergebnis vor Zinsen und Steuen (EBIT) entwickelten sich folgendermaßen:
| 2025 | |
|---|---|
| Ergebnis vor Steuem (EBT) | 1.601.200 |
| Bereinigt um Finanzergebnis | 3.100 |
| Ergebnis vor Zinsen und Steuem (EBIT) | 1.604.400 |
Nach dem Abzug der Steuern weist die Gesellschaft im Geschäftsjahr
2025 einen Jahresgewinn von EUR 1.210.100,00 aus.
Umsatzrentabilität Die Umsatzrentabilität, ausgedrückt als Verhältnis zwischen EBIT und Umsatz, beträgt:
| 2025 | |
|---|---|
| Umsatzrentabilität in % | 7,3 |
Kapitalrentabilität Die Kapitalrentabilitäten ergeben sich aus dem Verhältnis des Ergebnisses zum durchschnittlichen Kapital. Die Eigenkapitalrentabilität (Return on Equity), bezogen auf das EBT, und die Gesamtkapitalrentabilität (Return on Investment), bezogen auf das EBIT, bereinigt um Zinsaufwendungen, betragen:
| 2025 | |
|---|---|
| Eigenkapitalrentabilität in % | 51,1 |
| Gesamtkapitalrentabilität in % | 21,3 |
Beilage V/5
Kennzahlen zur Vermögens- und Finanzlage
Nettoverschuldung Der Überschuss des verzinslichen Fremdkapitals über die flüssigen Mittel (Nettoverschuldung) und dessen Verhältnis zu den Eigenmitteln (Nettoverschuldungsgrad) sind aus nachstehender Tabelle ersichtlich:
| 2025 | |
|---|---|
| Nettoverschuldung (Net Debt) | -66.700 |
| Eigenmittel | 2.768.100 |
| Nettoverschuldungsgrad (Gearing) in % | n.v.* |
Working Capital Die Entwicklung des Working Capital, auch Nettoumlaufvermögen, als Saldo zwischen dem kurzfristigen Umlaufvermögen und dem kurzfristigen Fremdkapital, ist in der nachstehenden Tabelle dargestellt:
| 2025 | |
|---|---|
| Nettoumlaufvermögen (Working Capital) | 2.097.600 |
| Bilanzsumme | 5.869.900 |
| Anteil Working Capital an Bilanzsumme in % | 35,7 |
URG-Kennzahlen Der Anteil des Eigenkapitals am Gesamtkapital gemäß § 23 URG und die fiktive Schuldentilgungsdauer gemäß § 24 Abs. 1 URG betragen:
| 2025 | |
|---|---|
| Eigenmittelquote in % | 47,2 |
| Fiktive Schuldentilgungsdauer in Jahren | 2,0 |
Beilage V/6
Cash-Flow-Kennzahlen
Netto-Geldfluss
Die im Folgenden dargestellten Teilergebnisse wurden entsprechend der AFRAC-Stellungnahme 36 „Geldflussrechnung (UGB)“ berechnet.
| Cash-Flow | 2025 |
|---|---|
| aus der betrieblichen Tätigkeit | 663.400 |
| aus Investitionstätigkeit | - 297.400 |
| aus Finanzierungstätigkeit | - 493.900 |
Entwicklung Investitionen
und Netto-Geldfluss
Im Geschäftsjahr 2025 wurden EUR 305.300,00 in das Anlagevermögen (inkl. GWG) investiert. Diesen Investitionen steht ein Cash-Flow (ergebnisbezogen) in Höhe von EUR 1.831.900,00 gegenüber.
Selbstfinanzierung der Investitionen durch den Netto-Geldfluss
| 2025 | |
|---|---|
| Investitionen | 305.300 |
| Netto-Geldfluss aus dem Ergebnis | 1.831.900 |
| Selbstfinanzierungsgrad in % | 600,1 |
Beilage V/7
Forschungs- und Entwicklungstätigkeiten
Als Handelsunternehmen nimmt das Unternehmen weder Forschungsnoch Entwicklungstätigkeiten vor.
Beilage V/8
Risiken des Unternehmens
| Geschäftsrisiken | Vertriebsrisiko |
|---|---|
| Abnahmeausfälle von Kundengruppen stellen gewisse Risiken dar, de- | |
| nen das Unternehmen durch die laufende Erweiterung des Kunden- | |
| spektrums bzw. der Absatzsegmente entgegenwirkt. | |
| Beschaffungsrisiko | |
| Die Lieferanten der Englputzeder GmbH werden regelmäßig überprüft, | |
| um Risiken frühzeitig zu erkennen und transparent zu machen. Abhän- | |
| gigkeiten von einzelnen Lieferanten werden vermieden. Diese Aspekte | |
| beeinflussen die Beschaffungsentscheidungen des Unternehmens. | |
| Forderungsausfälle | |
| Ausfallsrisiken werden durch Vorkehrungen wie Voraus- und Anzahlun- | |
| gen auf Lieferungen, einem straffen Mahnwesen sowie durch Wertbe- | |
| richtigungen Vorsorge getroffen. | |
| Finanzielle Risiken | Preisänderungsrisiko |
| Bestehende Preisänderungen können weitgehend auf die Verkaufser- | |
| löse umgelegt werden. | |
| Fremdwährungsrisiko | |
| Neben dem EURO als Bilanzwährung wickelt die Englputzeder GmbH | |
| fallweise Einkäufe in CNY ab. Kursrisiken, die sich aus diesem Ge- | |
| schäft ergeben, unterliegen einer laufenden Kontrolle. | |
| Liquiditātsrisiko | |
| Es sind Kreditrahmen mit Banken vereinbart. | |
| Finanzinstrumente | Zu den derivaten Finanzinstrumenten wird auf die Ausführungen im An- |
| hang verwiesen. |
Voraussichtliche Entwicklung der Gesellschaft
Die Umsatzentwicklung im bisherigen Verlauf des Geschäftsjahres 2026 lässt einen Umsatz auf dem Niveau des Vorjahres erwarten, aufgrund des Wegfalls der Photovoltaik-Umsätze und der Investitionen in Vertrieb, Personal und Logistik wird jedoch mit einem Ergebnis unter jenem des Berichtsjahres gerechnet.
Andrichsture, 22, A. 206
Dominik Englputzeder Geschäftsführer
Richard Zweimüller Geschäftsführer