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Lagebericht 2025

KRANNER GmbH

Original-PDF

Stichtag 31. Dez. 2025 · Eingereicht am 17. Aug. 2026

Inhaltsverzeichnis

der KRANNER GmbH zum Jahresabschluss 31.12.2025

1. Allgemeines

Die KRANNER GmbH, ein renommiertes Unternehmen, welches auf eine bald 80-jährige Firmengeschichte zurückblicken kann, wurde mit 01.01.2020 von der Gaugl Holding GmbH, 8225 Schönau 103, mit dem Bestreben, das ursprüngliche Geschäftsfeld unverändert beizubehalten, zu 100 % übernommen.

Das Unternehmen sammelt und sortiert NE-Metalle/Eisenschrotte und führt diese zur Wiederverwertung an Metallschmelzwerke und Händler weiter. Ein weiteres Augenmerk der KRANNER GmbH ist es die Sammlung von Abfällen/Wertstoffen aus Rückbauprojekten zu forcieren, sogenanntes „urban-mining“, um es dem Recyclingprozess zuzuführen und damit aktiv der Ressourcenschonung beizutragen.

2. Geschäftsverlauf und wirtschaftliche Lage

Das Geschäftsjahr 2025 ist im ersten Halbjahr gut gestartet, jedoch kam es im Sommer zu einer Flaute. Die Notierungen an der Londoner Metallbörse (LME) waren in den ersten Monaten eher konstant. Ab dem zweiten Halbjahr entwickelte sich ein leichter Aufwärtstrend, der bis zum Ende des Berichtsjahres 2025 stark zugenommen hat.

Aus jetziger Sicht wird sich das hohe Preisniveau halten. Das Unternehmen konnte die Mengen im Input sowie im Output zum Vorjahr konstant halten. Gesamt kann man sagen, dass das Jahresergebnis der Planrechnung entspricht.

3. Zweigniederlassungen

Die Gesellschaft hat neben dem Hauptstandort Dresdner Straße 26a in 1200 Wien zusätzlich je einen Standort in der Siebenhirtenstraße 12b in 1230 Wien und im Gewerbegebiet 3 in 2100 Stetten, Niederösterreich wo jeweils dieselben Geschäftstätigkeiten verrichtet werden. Diese sind jedoch keine im Firmenbuch eingetragenen Zweigniederlassungen.

4. Finanzielle Leistungsindikatoren

4.1. Kennzahlen zur Ertragslage/Finanzlage/URG

Angaben aus dem Lagebericht, Originalseite 2
20252024
Ergebnis vor Zinsen und Steuern (in T€)1.882,81.981,1
Umsatzrendite (Ergebnis vor Steuern / Umsatz)6,35%6,22%
Eigenkapitalquote(Eigenkapitalper31.12.I59,31%50,8%
Gesamtkapital 31.12.)
Verschuldungsgrad68,47%96,54%
Fiktive Schuldentilgungsdauer (in Jahren)1,732,32

4.2. Kennzahlen der Kapitalflussrechnung/Cashflow

Angaben aus dem Lagebericht, Originalseite 2
20252024
TT
Netto-Geldfluss aus der betrieblichen Tätigkeit1.6272.831
Netto-Geldfluss aus der Investitionstätigkeit-375-315
Netto-Geldfluss aus der Finanzierungstätigkeit-1.667-1.380
Veränderung des Finanzmittelbestandes-4151.136

5. Voraussichtliche Entwicklung des Unternehmens

Zu Beginn 2026 blieben die Preise nach wie vor stabil, welche sich auf die konstante Nachfrage zurückführen lässt. Die stagnierende Bau- und Automobilindustrie sind ein weiteres Indiz für ein herausforderndes Geschäftsjahr. Trotz der leichten Mengenreduktion verhalfen uns die hohen Preise zu einem positiven Start ins neue Jahr. Abgesehen davon, bereiten die globalen Krisen und Konflikte, sowie die hohen Energiekosten und Treibstoffpreise dem Unternehmen neue Aufgaben. Zusätzlich behalten wir die Verschärfung der rechtlichen Rahmenbedingungen der Abfallwirtschaft im Auge.

Das Unternehmen akquiriert nach wie vor in Richtung Industriekunden und Gewerbebetriebe, um eine Streuung und Erweiterung des Portfolios zu erreichen.

Der aktuelle Mitarbeiterstand soll tendenziell gehalten werden.

Das Unternehmen orientiert sich an einem integrierten Managementsystem (QSU) und ist nach ISO 9001 Qualitäts- und ISO 14001 Umweltzertifiziert. Dadurch werden hohe Standards in Qualitäts-, Umwelt- und Arbeitssicherheitsfragen gewährleistet.

6. Wesentliche Risiken und Ungewissheiten

Die Risiken und Ungewissheiten der Branche liegen in der Entwicklung der Konjunktur und der Rohstoffpreise. Auf beide Faktoren hat das Unternehmen keinen Einfluss. Die Marktentwicklung wird regelmäßig beobachtet, um zeitnah auf Änderungen reagieren zu können.

Das Unternehmen ist neben den aus der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit resultierenden operativen Risiken, hier insbesondere den Markt-, Preisänderungs-, Kosten- und Investitionsrisiken sowie diversen Finanzrisiken ausgesetzt.

Hierzu zählen insbesondere Liquiditäts- und Zinsänderungsrisiken, sowie die Bonität und Zahlungsfähigkeit der Kunden und Geschäftspartner, die den Cashflow des Unternehmens beeinflussen können. Im Personalbereich und operativen Geschäft sind ebenfalls relevante Risiken in Betracht zu ziehen, sprich der generelle Mangel an Arbeitskräften.

Das Ausfallsrisiko stellt das Risiko dar, das aus der Nichterfüllung von Vertragsverpflichtungen durch Geschäftspartner entsteht und zu Vermögensverlusten führen kann. Die Ausfallrisiken werden kontinuierlich überwacht, für eingetretene und erkennbare Risiken wird durch den Ansatz von entsprechenden Wertberichtigungen und Rückstellungen vorgesorgt.

Das Liquiditätsrisiko wird durch die Finanzierungspolitik des Unternehmens, sowie durch eine langfristige Finanzplanung, ungeachtet des Zinsniveau, überwacht.

Das Zinsänderungsrisiko wird in der Finanzplanung kontinuierlich überwacht. Vor allem wird das Augenmerk auf ältere Investitionen mit variablen Zinssätzen gerichtet, wo mit außerordentlichen Tilgungen gegensteuert wird. Aufgrund der niedrigen Investitionen im Berichtsjahr ist das Risiko der Zinserhöhungen hierfür überschaubar.

Das Personalrisiko des Unternehmens liegt darin, dass das Stammpersonal, welches eine langjährige Firmenzugehörigkeit hat, in den nächsten Jahren aus dem Betrieb durch Pensionierung ausscheiden wird. Gleichzeitig ist es eine Herausforderung für das Unternehmen kompetentes, engagiertes Personal zu rekrutieren und einzustellen.

Um das operative Risiko zu minimieren, werden Maschinen und Fahrzeuge, welche langfristig eingesetzt werden, regelmäßig gewartet und gemäß den gesetzlichen Vorgaben überprüft. In der Beschaffung der Materialien, wird das Einkaufs- bzw. Verkaufsrisiko durch langfristige Partnerschaften bzw. Verträge mit den Lieferanten/Kunden niedrig gehalten.

Die Globalen Risiken, wie Krisen und Kriege, werden von der Unternehmensführung im Auge behalten, auch wenn sich diese nicht aktiv beeinflussen lassen. Den daraus resultierenden Erhöhungen der Treibstoffpreise, wurde schon im Vorhinein anhand von Rahmenverträgen mit Fixpreisen entgegengewirkt.

Zusammenfassend kann festgehalten werden, dass die Hauptrisiken wie Markt-, Währungs- und Zinssatzrisiko, sowie Personal und operative Risiken aktuell als nicht unternehmensgefährdend einzustufen sind.

7. Forschung und Entwicklung

Das Unternehmen betreibt keine Forschung und Entwicklung.

Wien, 27-03-2026

GF Peter Heinrich/GF Alexander Gåugl

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