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Lagebericht 2025

LIEBHERR-WERK NENZING GMBH

Original-PDF

Stichtag 31. Dez. 2025 · Eingereicht am 29. Sep. 2026

Inhaltsverzeichnis

1. Wirtschaftliche Rahmenbedingungen

Die Weltwirtschaft wird sich im Jahr 2026 nach Einschätzung der OECD leicht verlangsamen und ein Wachstum von rund 2,9 % erreichen, bevor sie 2027 wieder leicht auf etwa 3,1 % anzieht. Parallel erwartet der IWF weltweit ein Wachstum von 3,3 % für 2026 und 3,2 % für 2027, getragen von Technologieinvestitionen und der Anpassungsfähigkeit der Unternehmen. Für Europa erwartet die EZB, dass die Inflation 2026 und 2027 etwas unter 2 % liegt, während das genaue Inflationsziel erst 2028 erreicht werden dürfte, gestützt durch eine sinkende Kerninflation sowie moderatere Lohn- und Dienstleistungspreise.

Regional ordnet die OECD das Wachstum 2026 wie folgt ein: Nordamerika verzeichnet eine verlangsamte Dynamik, die USA liegen bei etwa 1,7 % und 2027 bei 1,9 % Wachstum, gebremst durch Zölle und schwächere außenwirtschaftliche Impulse, aber stabilisiert durch Konsum und hohe Technologieinvestitionen. Für die Baubranche wird nach 2025 eine Rückkehr zu Wachstum erwartet, angetrieben von einer Erholung im US-Wohnbau, die 2026 global zu einem Plus von rund 2,9 % beiträgt; zugleich dürfte die Baumaschinenbranche nach einem zyklischen Tief 2025 in die Erholungsphase übergehen.

Europa erreicht laut OECD 2026 ein Wachstum von rund 1,2 % und 2027 etwa 1,4 %, getragen von steigenden Realeinkommen, verbesserten Finanzierungsbedingungen und einer allmählichen Erholung der Auslandsnachfrage. Für die Bauwirtschaft ergibt sich daraus eine verhalten positive Entwicklung, mit zunehmenden Impulsen durch Infrastruktur- und Versorgungsnetze sowie Projekte des Green Deal. Die Baumaschinenindustrie dürfte sich durch Elektrifizierung, Telematik und stabilisierende Mietflotten schrittweise erholen.

Asien bleibt überdurchschnittlich, mit China bei etwa 4,4 % im Jahr 2026 und 4,3 % im Jahr 2027, während sich Japan 2026 auf rund 0,9 % verlangsamt.

Für den Mittleren Osten erwartet der IWF steigende Wachstumsraten, getragen von Olproduktion, robuster Binnennachfrage und Diversifizierung. Insgesamt normalisiert sich die G20-Inflation bis 2027 in Richtung 2,5 %, und für die globale Baubranche wird 2026/27 mit weiterem Zuwachs gerechnet.

2. Geschäftsentwicklung

Vor dem Hintergrund der weltwirtschaftlichen und geopolitischen Herausforderungen wurde im Jahr 2025 ein Umsatzwachstum von 6,2 % auf 746,6 Mio. EUR erreicht. Das Ergebnis vor Steuern liegt bei 89,8 Mio. EUR und konnte um 11,2 % gegenüber dem Vorjahr gesteigert werden. Dies entspricht einer EBT-Marge von 12,0 %.

Mit dem Baumaschinenportfolio sind 679,2 Mio. EUR Erlöse erzielt worden (2024: 623,9 Mio. EUR / +8,9 %). Aus der Abwicklung maritimer Altverträge ergibt sich ein Umsatz von 4,9 Mio. EUR (-51,6 %). Die sonstigen Erlöse erreichten einen Wert von 62,4 Mio. EUR und lagen damit unter dem Wert des Vorjahres (-6,2 Mio. EUR / -9,1 %).

Details im Vergleich zum Vorjahr 2025 stellen sich dabei wie folgt dar:

Angaben aus dem Lagebericht, Originalseite 2
Jahr20252024
in Mio. EURin Mio. EUR
Raupenkrane283,91,4 %279,9
Ramm- und Bohrgeräte232,814,1 %204,1
Seilbagger162,516,1 %140,0
Summe Baumaschinen679,28,9 %623,9
Hafenmobilkrane1,712,6 %1,6
Offshorekrane2,6-66,9 %7,8
Schiffskrane0,5-32,4 %0,8
Reachstacker0,177,0 %0,0
Summe Maritime Geräte4,9-51,6%10,1
Sonstige Erlöse62,4-9,1 %68,7
GESAMT746,66,2 %702,7

Der Gesamtabsatz an Geräten belief sich auf 322 Einheiten und lag damit um 7,0 % über dem Niveau des Vorjahres (2024: 301 Geräte).

Nach Absatzregionen betrachtet verlief das Geschäft mit den Baumaschinen im Kernmarkt Nordamerika mit 303,3 Mio. EUR / +8,4 % stabil, in Europa (EU und nicht EU) wurde eine deutliche Steigerung auf 311,1 Mio. EUR / +43,9 % verzeichnet. In Mittel- und Südamerika konnte ein erfreulicher Zuwachs auf 14,4 Mio. EUR /+ 82,2 % erzielt werden. In Australien mit 4,2 Mio. EUR / -70,6 % sowie in Asien mit 42,6 Mio. EUR / -56,1 % kam es hingegen zu einem Rückgang. Die Absätze in Afrika lagen auf einem geringen Niveau von 3,7 Mio. EUR.

Der Auftragseingang erreichte im abgelaufenen Jahr 714,4 Mio. EUR und lag damit deutlich über dem Vorjahreswert (2024: 459,8 Mio. EUR).

3. Produktion

Angesichts des Auftragseingangs und trotz der Herausforderungen in der Zulieferkette stieg die Anzahl der produzierten Geräte auf 334 Einheiten. Damit lag das Fertigungsvolumen mit 4,7 % über dem Vorjahreswert (2024: 319 Geräte).

Die notwendigen Kapazitätssteigerungen konnten durch Einstellungen, den Einsatz von Leihkräften, Mehrarbeit sowie durch die Auswärtsvergabe realisiert werden.

4. Beschaffung

Die Beschaffungssituation erwies sich im Geschäftsjahr 2025 aufgrund volatiler Märkte, begrenzter Lieferantenkapazitäten und qualitätsbedingter Risiken weiterhin als anspruchsvoll. Dennoch konnten Preissteigerungen durch gezielte Maßnahmen weitgehend begrenzt und eine stabile Versorgungslage sichergestellt werden.

Angaben aus dem Lagebericht, Originalseite 3
DasEinkaufsvolumenlag-beeinflusstdurcheinenveränderten Produktmix,
Bestandsoptimierungen und einen weiterhin fokussierten Dispositionsansatz – unter dem Niveau
des Vorjahres. Trotz des gestiegenen Umsatzniveaus der Gesellschaft reduzierte es sich moderat.

5. Investitionen

Angesichts des volatilen und unsicheren Umfelds wurde im Jahr 2025 mit bedachter Vorsicht investiert. Die Investitionen beliefen sich auf insgesamt 12,4 Mio. EUR (2024: 10,3 Mio. EURO / +20,8 %). Im Wesentlichen wurden notwendige Ersatzinvestitionen in der Produktion sowie laufende Projekte erfolgreich zum Abschluss gebracht.

6. Finanzielle Leistungsindikatoren

Das Jahresergebnis vor Steuern 2025 liegt deutlich über dem Vorjahresniveau und erreichte 89,8 Mio. EUR.

Das Eigenkapital betrug zum Bilanzstichtag 218,8 Mio. EUR, im Vorjahr waren es 215,5 Mio. EUR. Die Eigenkapitalquote erreichte 36,8 % und lag damit leicht über dem Wert aus 2024 (31.12.2024: 36,6 %).

Zur Beurteilung der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage unserer Gesellschaft sehen wir nachstehende Kennzahlen als wesentlich:

Angaben aus dem Lagebericht, Originalseite 3
Veränd.Veränd.
Kennzahlen 12023202420252023/20242024/2025
Umsatz691,5702,7746,61,6 %6,2 %
EBIT63,462,392,9-1,7 %49,1 %
EBT65,680,789,823,1 %11,2 %
Jahresergebnis nach
Steuern Angaben in Mio. EUR52,266,570,327,4%5,8 %
Kennzahlen 2202320242025
Eigenkapitalquote35,1 %36,6 %36,8 %
Anlagendeckungsgrad234,4 %242,0 %236,8 %
EK-Rendite v. Steuern33,7 %38,8 %41,4 %
Gesamtkapitalrendite v. Steuern13,1 %15,1 %11,5 %
Umsatzrentabilität9,5 %11,5 %12,0 %

Der notwendige Finanzbedarf für Investitionen und für die Vorratshaltung wurde aus dem Cashflow der laufenden Geschäftstätigkeit entnommen. Darüber hinaus wurden entsprechende Mittel seitens der Muttergesellschaft Liebherr-MCCtec GmbH zur Verfügung gestellt.

Die einzelnen Positionen entwickelten sich dabei wie folgt:

Angaben aus dem Lagebericht, Originalseite 4
Cashflow in Mio. EUR aus20242025
laufender Geschäftstätigkeit+51,1+93,4
Investitionstätigkeit+ 14,2-7,1
Finanzierungstätigkeit-68,5-72,5

7. Personal- und Sozialbereich

Im Jahr 2025 wurde die Beschäftigung gegenüber dem Vorjahr auf 1.740 Personen reduziert. Dies entspricht einem Rückgang von 5,4 % und resultiert aus dem Transfer von 155 Mitarbeitenden in die Spartenobergesellschaft MCCtec GmbH.

Der überwiegende Bedarf an Fachkräften wird weiterhin durch die eigene Ausbildung gedeckt. Zum Stichtag 31.12.2025 waren insgesamt 133 Auszubildende beschäftigt. Die Ausbildungsquote erreichte im Jahresverlauf einen Wert von 9,5 % (2024: 9,1 %).

Die Zusammenarbeit mit umliegenden berufsbildenden Schulen, Fachhochschulen, insbesondere der FH Vorarlberg, aber auch Universitäten wurde fortgeführt. Interessierte Personen wurden über Jobmessen sowie über schul- und universitätseigene Jobportale angesprochen. Ergänzend wurde auch das Angebot der akademischen Dual-Ausbildung fortgeführt.

Die Fluktuationsquote lag im Jahr 2025 bei 2,7 % und damit unter dem Vorjahreswert von 3,5 %.

Insgesamt betrachtet stellte sich der Personalstand zum Stichtag 31.12.2025 wie folgt dar:

Angaben aus dem Lagebericht, Originalseite 4
Mitarbeiter31.12.202431.12.2025
Beschäftigte1.4871.407
Lehrlinge135133
GESAMT eigen1.6221.540
Leasing217200
Gesamt1.8391.740
Leasing-Quote11,8 %11,5 %
Ausbildungsquote9,1%9,5 %

8. Umweltschutz und Nachhaltigkeit

Im Berichtsjahr wurden die Nachhaltigkeitsdaten der vergangenen Jahre systematisch erfasst, ausgewertet und in einem zentralen Dashboard für die Sparte visualisiert. Das neue Kennzahlen- Dashboard dient als Grundlage für die kontinuierliche Verbesserung unserer Leistungen sowie für das Controlling bestehender und neu verabschiedeter Nachhaltigkeitsziele auf Spartenebene. Wesentliche Kennzahlen wurden gruppenweit gemäß den Anforderungen der ESRS (European Sustainability Reporting Standards) harmonisiert und konsolidiert, um im Rahmen des Geschäftsberichts der Firmengruppe im April 2026 erstmals veröffentlicht zu werden.

Ein weiterer Schwerpunkt lag auf der Bearbeitung und Weiterentwicklung der Treibhausgasbilanzen auf Unternehmens- und Produktebene. Hierfür wurden neue Software- Tools eingeführt und Mitarbeitende gezielt im Umgang mit den Tools, in der Methodik sowie in der Kommunikation geschult. Die konsequente Umsetzung aller für das Berichtsjahr geplanten Dekarbonisierungsmaßnahmen brachte uns unserem CO2-Reduktionsziel deutlich näher.

Auch im Bereich der Lieferkette bauten wir die Nachhaltigkeitsbemühungen weiter aus: Seit 2025 werden bei jedem Lieferantenaudit standardmäßig Fragen zu Umweltschutz und Arbeitssicherheit gestellt. Zudem beschafften und implementierten wir ein neues Tool zur Identifikation und Analyse von ESG-Risiken in der Lieferkette, um potenzielle Risiken frühzeitig zu erkennen und zu steuern.

Ein bedeutender Meilenstein war die erfolgreiche Matrixzertifizierung nach ISO 45001, die unser Engagement für Arbeitssicherheit und Gesundheitsschutz unterstreicht. Darüber hinaus stärkte eine umfassende Kampagne des betrieblichen Gesundheitsmanagements das Bewusstsein unserer Mitarbeitenden für das Thema Ernährung.

Im Februar 2025 erhielten wir für unser Nachhaltigkeitsengagement zum vierten Mal in Folge die EcoVadis-Goldmedaille. Zudem intensivierten wir den Austausch mit unseren Kunden, um gemeinsam nachhaltige Lösungen und Wertschöpfungsketten voranzutreiben.

9. Risikobericht

Als global agierendes Industrieunternehmen ist die Liebherr-Werk Nenzing GmbH einer Vielzahl strategischer, operativer und finanzwirtschaftlicher Risiken ausgesetzt. Diese umfassen insbesondere Volatilitäten im Auftragseingang, Kundenkonzentrationen, währungsbedingte Schwankungen sowie länder- und kundenspezifische Bonitätsrisiken. Ergänzend entstehen weitere Risiken aus Projektgrößen („Klumpenrisiken“), Beschaffungsengpässen, Stornierungen, politischen Rahmenbedingungen, Cyberbedrohungen und produktionstechnischen Abhängigkeiten.

Die fortschreitende Digitalisierung eröffnet zwar neue Wertschöpfungspotenziale, erhöht jedoch gleichzeitig die Gefahr disruptiver Marktveränderungen. Um diese Risikofelder beherrschbar zu halten, setzt das Unternehmen auf ein systematisches, frühzeitig ansetzendes Risikoerkennungsund Steuerungsmodell.

Ein zentraler Schwerpunkt liegt im aktiven Management von Finanzrisiken. Währungsrisiken aus internationalen Verkaufs- und Beschaffungsprozessen werden durch ein strukturiertes Hedging- Konzept abgesichert. Dabei folgt die Absicherungsstrategie dem Grundsatz, wirtschaftlich

relevante Kalkulationskurse zu stabilisieren. Für projektbezogene Aufträge in Fremdwährung werden spezifische Mikrohedges eingesetzt, während zukünftige Zahlungseingänge aus der Finanzplanung mittels Makrohedges pauschal abgesichert werden. Durch die zunehmend internationale Beschaffung ergibt sich zusätzlich ein natürlicher Hedge zwischen Fremdwährungsumsätzen und -aufwendungen.

Kredit- und Länderrisiken begegnet die Liebherr-Werk Nenzing GmbH durch strikte Kreditprüfungen, definierte Kreditlimite und standardisierte Prüfungsroutinen. Debitorenrisiken werden insbesondere durch vertraglich vereinbarte Anzahlungen begrenzt. Bei geeigneten Projekten sichern staatliche Exportgarantien potenzielle Zahlungsausfälle ab.

Zur Reduktion von Klumpen- und Länderrisiken tragen ein breit diversifiziertes globales Vertriebsnetz sowie ein vielseitiges Produktportfolio bei. Produktionsrisiken werden durch umfassende Richtlinien, Qualitäts- und Projektmanagementsysteme sowie hohe Standards in Sicherheits- und Umweltmanagement minimiert. Flankierend wirken kontinuierliche Mitarbeiterschulungen, technologische Weiterentwicklungen Instandhaltungsprogramme stabilisierend auf die Betriebsabläufe. und systematische

IT-Risiken werden durch ein konzernweites Sicherheits- und Berechtigungskonzept sowie technische Schutzmaßnahmen konsequent adressiert. Im Bereich der Beschaffung werden Risiken durch Mehrlieferantenstrategien, konzerninterne Synergien, vertragliche Lieferabsicherungen, strategische Lagerhaltung und optimierte Logistikprozesse begrenzt. Die Digitalisierung ist ein integraler Bestandteil der Unternehmensstrategie. Die Liebherr-Werk Nenzing GmbH investiert kontinuierlich in neue digitale Geschäftsmodelle, Produktinnovationen und Prozessoptimierungen, um künftige Marktanforderungen frühzeitig zu bedienen und langfristige Wettbewerbsfähigkeit sicherzustellen.

10. Forschung und Entwicklung

Als technologieorientiertes Unternehmen hat die Liebherr-Werk Nenzing GmbH im Jahr 2025 weiter in Forschungs- und Entwicklungsaktivitäten investiert. Gleichzeitig sind wir auch als Partner in unterschiedlichen öffentlich geförderten Forschungsprojekten aktiv.

Besonders hervorzuheben sind im Jahr 2025:

Im Bereich Spezialtiefbau wurde das LRB 18 durch das LRB 19 abgelöst. Dieses wurde insbesondere für die Anwendung Spundwandrammen optimiert. Trotz kompakter Baugröße erreicht das leistungsstarke Hydraulikaggregat eine hervorragende Effizienz. Die verschiedenen Anbaugeräte können dank des hydraulischen Schnellwechselsystems einfach getauscht werden – ohne Werkzeug und ohne Verlassen der Kabine. Nach einem erfolgreichen Feldtest wurden bereits erste Einheiten an Kunden ausgeliefert.

Im Produktsegment Raupenkrane wurde der LR 1400.1 SX erstmals mit einem Derrick-System ausgerüstet. Der Schwebeballast kann ohne Hilfskran variabel bestückt werden und hat durch den veränderlichen Wirkradius eine hohe Einsatzflexibilität. Für die großen Modelle der LR-Serie entstand zudem eine neue Pfahlhebe- und Schwenkvorrichtung, die das präzise Heben langer Pfähle mit nur einem Kran ermöglicht. Ein besonderes Highlight auf der Bauma 2025 war die Präsentation des LR 1300.2 SX unplugged, des weltweit größten batterie-elektrischen Raupenkrans.

Die weiterentwickelte Schlitzwandfräse LSC 8-20 C/L setzt neue Maßstäbe in Kraft und Effizienz und bietet optimierten Servicezugang für maximale Verfügbarkeit. Mit dem HS 8100.2 dual power präsentiert Liebherr den ersten vollelektrischen Seilbagger, der mit den Vorteilen von Zero Emission vor allem auf urbanen Baustellen überzeugt. Die integrierte Batterie- und Netzstromlösung sorgt für maximale Flexibilität und beeindruckende Energieeffizienz in der Anwendung. So entsteht ein leistungsstarker Allrounder, der moderne Anforderungen an Nachhaltigkeit und Produktivität mühelos erfüllt.

11. Bericht zu Zweigniederlassungen

Die Liebherr-Werk Nenzing GmbH unterhält keine Zweigniederlassungen.

12. Voraussichtliche Entwicklung des Unternehmens

Europa bleibt 2026 durch geopolitische Spannungen, regulatorische Eingriffe und zunehmenden chinesischen Preisdruck ein anspruchsvoller Markt, in dem Margen und Nachfrage volatil bleiben. In Nordamerika führen anhaltende US-Zölle zu erheblichen Margenrisiken, während sich die zuvor sehr starke Nachfrage leicht abkühlt und die Wettbewerbsintensität steigt. Gleichzeitig erhöhen ein volatiler Auftragseingang, wechselnde Finanzierungskonditionen und regionale Besonderheiten die Anforderungen an Preisstrategie und Risikoabsicherung, Insgesamt bewegen sich unsere Kernregionen in einem Marktumfeld, das 2026 durch starke Wettbewerbskräfte, geopolitische Einflüsse und eine deutliche Verschärfung der wirtschaftlichen Rahmenbedingungen geprägt ist.

Auf Basis eines guten Auftragsbestands, einer intakten Marktnachfrage und der weltweit laufenden Konjunkturprogramme in Infrastruktur- und Bauprojekte planen wir für den Bereich der Baumaschinen im Jahr 2026 ein Umsatzniveau von rund 739,0 Mio. EUR und damit ein Wachstum von 8,8 %.

Die Umsätze aus maritimen Aktivitäten und sonstigen Erlösen werden voraussichtlich 64,0 Mio. EUR erreichen.

Für das Jahr 2026 erwarten wir gesamt einen Umsatz von 803,0 Mio. EUR. Im Periodenvergleich bedeutet dies eine Steigerung von ca. 7,6 %.

Der zunehmende Preisdruck in unseren Absatzmärkten stellt uns weiterhin vor die Herausforderung, die Profitabilität trotz erwarteter Materialkostensteigerungen und der in den vergangenen Jahren deutlich gestiegenen Personalkosten zu sichern. Unter diesen Rahmenbedingungen ist davon auszugehen, dass die Marge im Vergleich zum Vorjahr rückläufig sein wird.

Die kontinuierliche Neu- und Weiterentwicklung von Produkten sowie digitalen Dienstleistungen ist ein zentraler Erfolgsfaktor, um das geplante Unternehmenswachstum auch in den kommenden Jahren nachhaltig zu sichern.

Gleichzeitig gewinnt die Qualifizierung der Mitarbeitenden weiter an Bedeutung. Ihr Wissen, ihre Fähigkeiten und ihre Leidenschaft bilden die Grundlage, um im internationalen Wettbewerb bestehen zu können. Daher bleibt eine gezielte Weiterbildungsstrategie ein wesentlicher Schwerpunkt der zukünftigen Unternehmensentwicklung.

Vergi

Gerhard Frajnef

Hölger Streiz

Stefan Maier mitt Chupe

Nenzing, 06.02.2026

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