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Lagebericht 2025

Meier Verpackungen GmbH

Original-PDF

Stichtag 31. Dez. 2025 · Eingereicht am 28. Sep. 2026

Inhaltsverzeichnis

1. Geschäftsverlauf, Geschäftsergebnis und Lage des Unternehmens (Wirtschaftsbericht)

a. Geschäft und Organisation

Die Firma Meier Verpackungen GmbH mit Firmensitz in Hohenems, Vorarlberg, ist ein Handelsunternehmen im Bereich Nahrungsmittelverpackungen und Verbrauchsmaterialien. In Albersdorf, Steiermark, befindet sich eine weitere Betriebsstätte. Seit dem Jahr 2015 ist die Firma Meier Verpackungen GmbH eine Tochtergesellschaft der in London börsennotierten Bunzl plc.

Die Geschäftsführung wurde im Wirtschaftsjahr 2025 durch Herrn Philipp Hauser, Stephan Holzhammer und Claus Hertnagel ausgeübt.

b. Rahmenbedingungen auf den Absatzmärkten

Das Wirtschaftsjahr 2025 ist wie bereits im Vorjahr von der Rezession der österreichischen Wirtschaft sowie den Auswirkungen des Russisch-Ukrainischen Krieg auf die Energie- /Treibstoffpreise und Inflation geprägt. Über das gesamte Jahr hinweg konnte im Einzelhandel ein Rückgang von hochwertigen in Österreich produzierten Lebensmittel festgestellt werden. Der Preisdruck am Markt aufgrund von Herstellern welche vermehrt in den Markt drängen ist deutlicher spürbar als in den letzten Jahren. Aufgrund der angespannten wirtschaftlichen Lage unserer Kunden (Kostendruck) wird oft das „billigste“ Produkte gekauft. Dienstleistungen und/oder Qualität sind untergeordneter als früher. Die EU Verordnungen für Verpackungen und speziell Lebensmittelverpackungen erzeugen einen zusätzlichen administrativen Aufwand und Unsicherheiten am Markt.

c. Rahmenbedingungen auf den Beschaffungsmärkten

Der Beschaffungsmarkt im Wirtschaftsjahr 2025 war durch starke Produktionsüberkapazitäten am Markt aufgrund von fehlender Menge am Absatzmarkt geprägt. Gleichzeitig sind die Hersteller aber auch von der hohen Inflation sowie gestiegener Energie-/Treibstoffpreise betroffen und müssen ihre Preise hoch halten. Der wirtschaftliche Spielraum für Händler wird immer geringer.

d. Analyse der Ertragslage unter Einbeziehung der wichtigsten finanziellen Leistungsindikatoren Das Rohergebnis hat sich im Vergleich zum Vorjahr von 8.140 TEUR auf 6.747 TEUR verändert. Dies entspricht einer prozentuellen Veränderung von -17,0%.

Das Ergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT) veränderte sich von EUR 971.993,91 im Jahr 2024 auf EUR 34.026,49.

Angaben aus dem Lagebericht, Originalseite 2
20252024
Ergebnis vor Zinsen und
Steuern (EBIT)34.026971.994
ordentliches Ergebnis vor Zinsen
Gesamtkapitalrentabilität (%) Gesamtkapital0,411,1
Ergebnis vor Steuern
Eigenkapitalrentabilität (%) Eigenkapital2,241,3

e. Vermögens- und Finanzlage

Das Gesamtvermögen der Meier Verpackungen GmbH hat sich von 7.849 TEUR im Wirtschaftsjahr 2024 auf 7.321 TEUR im Wirtschaftsjahr 2025 verändert.

Nicht im Anlagevermögen ausgewiesen sind insbesondere die Betriebsliegenschaften in Hohenems und Albersdorf, welche von der Meier Anlagen- und Betriebsgesellschaft mbH angemietet werden. Ebenfalls nicht im Anlagevermögen befindet sich überwiegend der Fuhrpark.

Aktiva

Angaben aus dem Lagebericht, Originalseite 2
31.12.202531.12.2024
TSD €% %TSD €% %
Immaterielle Vermögensgegenstände791,11221,6
Sachanlagen1291,71501,9
Finanzanlagen0 00 00 00 0
Anlagevermögen2082,82723,5
Vorräte2.52834,53.54245,1
Forderungen aus Lieferungen/Leistungen2.50234,22.41730,8
Übrige Forderungen1321,82222,8
Wertpapiere0 00 00 00 0
Geld und Geldanlagen1.85725,51.28116,3
Umlaufvermögen7.02096,07.46295,0
Aktive Rechnungsabgrenzung751,0971,2
Aktive latente Steuern180,2170,2
7.321100,07.849100,0
Angaben aus dem Lagebericht, Originalseite 3
20252024
Eigenkapital
Eigenkapitalquote (%)21,4198
Gesamtkapital
Nettoumlaufvermögen (Working Capital)1.5261.431
Verzinsliches Fremdkapital
Nettoverschuldung - Flüssige Mittelnegativnegativ
Nettoverschuldung
Nettoverschuldungsgrad (Gearing)(%) Eigenkapitalnegativnegativ

f. Liquiditätslage

Die Geldflußrechnung zeigt folgendes Ergebnis:

Angaben aus dem Lagebericht, Originalseite 3
Geldflussrechnung
TSD €20252024
Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit565241
Cashflow aus Investitionstätigkeit-8-110
Cashflow aus Finanzierungstätigkeit19-950
Zahlungswirksame Veränderung des Finanzmittelbestandes576-819

g. Forschung und Entwicklung

Die Aufwendungen für Forschung und Entwicklung werden im branchenüblichen Umfang vor allem in Zusammenarbeit mit unseren wichtigsten Lieferanten durchgeführt. Darüber hinaus wird im Lebensmittelsektor verstärkt mit den österreichischen Laboratorien zusammen gearbeitet. Meier Verpackungen hat sich an verschiedenen Forschungsprojekten des Forschungsinstitut) beteiligt. OFI (Österr.

h. Zweigniederlassungen

Im Stammhaus in Hohenems ist der Verwaltungssitz der Firma, mit allen administrativen Abteilungen sowie dem Einkauf und Verkauf. Das Lager sowie die Qualitätssicherung ist im Firmengebäude am Standort Albersdorf untergebracht.

An beiden Standorten sind büroseitig ausreichende Räumlichkeiten für ein zukünftiges Wachstum.

Der Standort Albersdorf beheimatet auch die Räumlichkeiten des Hauptlagers der Firma Meier Verpackungen. Die Räumlichkeiten sind vollständig ausgelastet.

2. Voraussichtliche Entwicklung des Unternehmens (Prognosebericht)

Es wird davon ausgegangen, dass sich die Rohstoffpreise am Beschaffungsmarkt beruhigen und ein leichter Anstieg verzeichnet werden kann. Der Absatzmarkt sollte sich aufgrund der sinkenden Inflation und Rezession wieder etwas erholen. Das Unternehmen versucht das neue Marktsegment HORECA weiter auszubauen und dieses Portfolio bei bestehenden Kunden der Lebensmittelindustrie zu platzieren. Für das Jahr 2026 wurde eine Umsatzsteigerung von ca. 2,7% budgetiert.

3. Risikoberichterstattung (Risikobericht)

a. Wesentliche Risiken und Ungewissheiten, denen das Unternehmen ausgesetzt ist

(Risikomanagementsystem)

Die wesentliche Aufgabe eines Risikomanagementsystems liegt in der frühzeitigen Erkennung möglicher Risiken und der Planung bzw. Veranlassung jener Maßnahmen, die nachteilige Auswirkungen negativer Entwicklungen auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Unternehmens hintanhalten oder zumindest begrenzen. Zentraler Bestandteil des Risikomanagementsystems ist ein umfassendes Berichtssystem, mit dem die gesamtwirtschaftliche und branchenspezifische Entwicklung laufend analysiert und deren voraussichtliche Auswirkung auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Unternehmens bestimmt wird. Ergebnis dieses Berichtssystems ist ein regelmäßiger Bericht an die Geschäftsführung, um dieser ein möglichst zeitnahes Gesamtbild der aktuellen und zukünftigen Risiken zu geben. Der Risikobericht wird – nach Geschäftsbereichen gegliedert – von jenen Stellen erstellt, die auftretende Risiken frühestmöglich erfassen und nach einheitlichen Maßstäben bewerten können. Die Aggregation der Berichtsteile erfolgt durch das im betrieblichen Rechnungswesen angeordnete Controlling. Je nach Risikokategorie sind die folgenden Stellen mit der Abfassung des Risikoberichts betraut.

1. Branchen- und bereichsspezifische Risiken betreffend Produktentwicklung, Beschaffung und Absatz werden von den einzelnen Geschäftsbereichen wahrgenommen und dokumentiert. Es wird weiters ein lückenloses Kontrollsystem darüber geführt, dass sämtliche Nahrungsmittelverpackungen der in der Zwischenzeit in Kraft getretenen EU Rechtsprechung entsprechen. Darüber hinaus wurden entsprechende Versicherungen im Bereich der Haftpflicht und der erweiterten Produkthaftung abgeschlossen. 2. Die Erkennung und Dokumentation von Personalrisiken, finanzwirtschaftlichen und informationstechnologischen Risiken obliegt der Geschäftsführung. 3. Die Kontrollmaßnahmen der branchenspezifische BRC-Zertifizierung (ähnlich ISO- Zertifizierung) haben sich im Unternehmen etabliert. 4. Die Beurteilung von Auswirkungen der Wirtschafts- und Ukraine-Krise und deren Risiken für das Unternehmen obliegt der Geschäftsführung.

b. Risiken im Zusammenhang mit Finanzinstrumenten

Die in der Bilanz ausgewiesenen Finanzinstrumente sind Gegenstand des allgemeinen Risikomanagements des Unternehmens, welches in den Buchhaltungs- und Bilanzierungsmethoden seinen Niederschlag findet.

Im Rahmen des konzernweiten Cash-Pooling-Systems sind Guthaben zugunsten anderer Konzerngesellschaften verpfändet. Diese können insbesondere im Insolvenzfall einer anderen Konzerngesellschaft zu einer Inanspruchnahme der entsprechenden Mittel führen und damit die kurzfristige Liquiditätslage beeinflussen. Hieraus ergeben sich potenzielle Liquiditäts- und Cashflow-Risiken, die Auswirkungen auf die Beurteilung der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage haben können. Das Risiko wird fortlaufend überwacht und im Rahmen des konzernweiten Liquiditätsmanagements gesteuert.

Außer den bereits im Jahresabschluss und im Anhang adressierten Risiken bestehen keine weiteren Preisänderungs-, Ausfall-, Liquiditäts- und Cashflow-Risiken.

Hohenems, am 02. März 2026

Die Geschäftsführung

(Philipp Hauser)

(Stephan Holzhammer)

(Clals Hertnagel)

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