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Wirtschaftliches Umfeld
Das Bruttoinlandsprodukt in der EU zeigte 2025 mit 1,4 % ein leichtes Wachstum etwas über jenem des Vorjahres. Österreichs Wirtschaft erholt sich nur langsam von der 2 Jahre andauernden Rezession, das BIP-Wachstum betrug für das Gesamtjahr 2025 + 0,6 %. Während der private Konsum moderat wuchs, stand die österreichische Exportwirtschaft - trotz leichter Erholung gegenüber dem Vorjahr - unter Druck. Die schwache Wirtschaftsentwicklung der letzten Jahre wirkte sich auch auf den Arbeitsmarkt negativ aus. Die Arbeitslosenquote stieg 2025 um 0,5 Prozentpunkte auf 7,5 %. Die Inflation im Jahr 2025 betrug in Österreich 3,6 % und lag damit höher als im Vorjahr und auch über dem EU- Durchschnitt von 2,1 %. Die hohe Inflation in Österreich wurde durch hohe Preissteigerungen im Dienstleistungssektor sowie anhaltend hohe Energiepreise beeinflusst. Auf Basis der schwachen Konjunkturentwicklung in der EU und der weiter rückläufigen Inflation im Euroraum hat die EZB den Leitzins weiter gesenkt. Dieser lag per Jahresende 2025 auf einem Niveau von 2 %. Der PKW-Markt in der Europäischen Union stieg 2025 mit +1,8 % leicht auf 10,8 Mio. Neuzulassungen. Der österreichische Fahrzeugmarkt zeigte mit +12,3 % ein deutlich stärkeres Wachstum und lag mit 284.978 neu zugelassenen PKW über dem Niveau des Vorjahres. Verglichen mit dem Vorkrisenniveau von 2019 liegt der PKW- Markt aber immer noch um rund 13 % zurück.
Geschäftsverlauf und finanzielle Leistungsindikatoren
Im Geschäftsbereich Reifenhandel der AUTO PLUS Fahrzeugzubehör GmbH werden im Wesentlichen die Marken Bridgestone, Lassa und Sailun vertrieben. In Summe konnten im Geschäftsjahr 784.000 (Vorjahr: 707.000) Reifen verkauft werden. Zudem werden in dieser Gesellschaft der Handel von Kfz-Zubehör sowie die Tätigkeit eines Versicherungsmaklers abgewickelt. Die Umsätze der Gesellschaft liegen über dem Vorjahresniveau. Auf Basis der höheren Umsätze liegt auch das Ergebnis vor Steuern bei geringeren Margen und höheren Sachkosten etwas über dem Vorjahr. Im 1. Halbjahr 2025 war auch der Handel von Servierund Reinigungsrobotern noch in dieser Gesellschaft enthalten. Dieser Teilbetrieb wurde mit Einbringungsvertrag vom 15.12.2025 mit Wirkung zum 30.06.2025 unter Inanspruchnahme der umgründungssteuerrechtlichen Begünstigungen des Art. III. UmgrStG in die neu gegründete Denzel Robotics GmbH eingebracht. Per 31.12.2025 hält die AUTO PLUS Fahrzeugzubehör GmbH 90 % der Anteile an dieser Gesellschaft. Die Denzel Robotics GmbH erwirtschaftete im Jahr der Gründung ein negatives Ergebnis.
Der Jahresüberschuss liegt bei € 2,1 Mio. gegenüber € 1,9 Mio. im Vorjahr. Dies entspricht einer Umsatzrendite von 2,3 % (Vorjahr: 2,5 %) sowie einer Eigenkapitalrendite von 77,9 % (Vorjahr: 71,8 %). Der Netto-Geldfluss aus dem betrieblichen Ergebnis der AUTO PLUS Fahrzeugzubehör GmbH beträgt € 2,6 Mio. (Vorjahr: € 2,3 Mio.), der Netto-Geldfluss aus der betrieblichen Tätigkeit € 2,5 Mio. (Vorjahr: € 2,4 Mio.). Der Netto-Geldfluss aus der Investitionstätigkeit ist mit € 0,1 Mio. negativ (Vorjahr: € 0,4 Mio. negativ).
Der Netto-Geldfluss aus der Finanzierungstätigkeit ist durch die Ergebnisüberrechnung an den Gesellschafter mit einem Wert von € 2,1 Mio. negativ (Vorjahr: € 1,9 Mio. negativ). In Summe ergibt sich eine zahlungswirksame Veränderung der Zahlungsmittel um + € 0,3 Mio. (Vorjahr: + € 0,2 Mio.). Die Eigenkapitalquote liegt bei 9,1 % (Vorjahr: 12,3 %).
Investitionspolitik
In Summe wurden T€ 144 in Sachanlagen und immaterielle Wirtschaftsgüter investiert.
Forschung und Entwicklung
Forschung und Entwicklung wird nicht betrieben.
Risiko- und Chancenmanagement
Durch die implementierten Kommunikationsprozesse und elektronischen Informationssysteme ist ein laufendes Monitoring der denkbaren Risikopositionen gewährleistet. Dazu zählen in erster Linie die Forderungen gegenüber Kommerzkunden, insbesondere im Zusammenhang mit dem Großhandel von Reifen, Zubehör und Ersatzteilen sowie in- und ausländische Lieferantenverbindlichkeiten.
Die AUTO PLUS Fahrzeugzubehör GmbH ist keinem bedeutenden Preisänderungsrisiko ausgesetzt. Ein- und Verkauf erfolgen nahezu vollständig auf Euro-Basis. Allerdings können durch die hohe Wettbewerbsintensität am Kfz-Markt Verschlechterungen der Einkaufskonditionen teilweise nicht unmittelbar an die Kunden weitergegeben werden. Das Ausfallsrisiko wird durch die breite Kundenstruktur, ein straffes Forderungsmanagement und laufende Bonitätsüberwachung von großen Kunden minimiert.
Das Cash-Flow- und Liquiditätsrisiko ist durch die fristenkonforme Finanzierung und eine laufende, detaillierte Liquiditätsplanung und -kontrolle wirtschaftlich als gering einzustufen. Schwankungen im laufenden Finanzierungsbedarf können durch die in der Gruppe bestehende Finanzierungsstruktur jederzeit ausgeglichen werden.
Durch laufende Beobachtung der internen und externen Prozesse werden diese kontinuierlich verbessert und angepasst. Im Rahmen der Strategie- und Planungsprozesse analysiert die Geschäftsleitung mögliche Chancen für jeden einzelnen Geschäftsbereich. Investitionsmöglichkeiten werden auf Basis von Wirtschaftlichkeitsberechnungen geprüft und priorisiert. Damit soll eine effektive Verwendung der vorhandenen Mittel gewährleistet werden.
Nichtfinanzielle Leistungsindikatoren
Personal
Der Personalstand der AUTO PLUS Fahrzeugzubehör GmbH betrug zum Bilanzstichtag 31 Personen gegenüber 32 Personen im Vorjahr.
Durch die Identifikation mit dem Unternehmen und das Engagement für dessen Ziele leisten die Mitarbeiter der AUTO PLUS Fahrzeugzubehör GmbH einen entscheidenden Beitrag zum Unternehmenserfolg. Es wird laufend versucht das Qualifikationsniveau der Mitarbeiter durch interne und externe Schulungen zu erhöhen, damit für die Kunden die bestmögliche Betreuung und Beratung gewährleistet ist. Die Geschäftsführung dankt allen Führungskräften, Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern für ihren wertvollen Einsatz und die Leistungsbereitschaft, die der Gesellschaft im Abschlussjahr eine erfolgreiche Entwicklung ermöglicht hat.
Umweltbelange und Nachhaltigkeit
Das Thema Umwelt und Nachhaltigkeit ist uns ein großes Anliegen. Bei allen Investitionen sind Umweltaspekte und Nachhaltigkeit ein wichtiger Bestandteil des Entscheidungsprozesses. Insbesondere konnten im Zuge der Modernisierung der Standorte in den letzten Jahren Steigerungen in der Energieeffizienz erzielt werden, beispielsweise durch den Bau großflächiger Photovoltaik-Anlagen sowie durch die Umrüstung der Beleuchtung auf LED. Der Strombezug der Denzel Gruppe stammt zu 100 % aus erneuerbaren Energien. Auch im Bereich der Dienstwagenflotte forciert Denzel die Elektromobilität und geht dank einer Fülle an Plug-In Hybrid- und Elektrofahrzeugen mit gutem Beispiel voran.
Voraussichtliche Entwicklung des Unternehmens
Für das Jahr 2026 wird für den Euroraum (+1,2 %) und für Österreich (+0,8 %) mit einem geringfügig steigenden, jedoch weiterhin auf niedrigem Niveau liegenden Wachstum des Bruttoinlandsproduktes gerechnet. Die Inflation in Österreich (Prognose 2026: 2,4 %) soll gegenüber 2025 um über 1 Prozentpunkt sinken und sich damit dem Zielwert der EZB von 2 % annähern. Die nationale Arbeitslosenquote wird für 2026 mit 7,5 % auf ähnlichem Niveau wie 2025 prognostiziert. Die wirtschaftlichen Aussichten in Europa sind weiterhin verhalten. Neben den hohen geopolitischen Risiken stellen in Österreich vor allem die weiter erforderlichen Budgetkonsolidierungsmaßnahmen ein Risiko für das Wachstum dar. Für den Kfz-Markt in Österreich erwarten wir für 2026 ein ähnliches Niveau wie im Jahr 2025.
In den Prognosen sind die möglichen negativen Effekte des Krieges im Nahen Osten noch nicht berücksichtigt. Aktuell ist noch nicht umfassend absehbar, in welchem Umfang sich dieser auf die weitere Entwicklung auswirken wird. Es ist aber zu erwarten, dass die steigenden Energiepreise die Inflation und das Wirtschaftswachstum negativ beeinflussen werden. Bei einem länger anhaltenden Konflikt bzw. einer weiteren Ausweitung besteht zudem das Risiko, dass es neben steigenden Transportkosten auch zu globalen Verwerfungen der Lieferketten kommt. Dies könnte auch die Lieferfähigkeit einzelner Hersteller einschränken. Die Geschäftsführung beobachtet die weitere Entwicklung, insbesondere die Energie- und Transportkosten aufmerksam und wird bei Bedarf entsprechende Maßnahmen umsetzen. Erste Energiesparmaßnahmen wurden bereits implementiert.
Die AUTO PLUS Fahrzeugzubehör GmbH plant für das Geschäftsjahr 2026 ein positives Ergebnis unter dem Niveau von 2025.
Wien, 17. März 2026
Die Geschäftsführung
Markus Zahlner, MBA rkus Zahlner, MB
Michael Gänsthaler Michael Gänsthaler