Inhaltsverzeichnis
Vlbg. Fliesenpool GmbH
1. Bericht über den Geschäftsverlauf und die wirtschaftliche Lage
1.1 Darstellung und Analyse des Geschäftsverlaufes und des Geschäftsergebnisses 2025
Die operative Ergebnissituation des Wirtschaftsjahres 2025 ist bedingt durch das allgemeine wirtschaftliche Umfeld als nicht zufriedenstellend zu betrachten. Die angestrebten Unternehmensziele in Bezug auf Umsatz und Betriebserfolg wurden jedoch erreicht.
Durch den Einbruch in der Baubranche konnten die steigenden Kosten nicht an unsere Kunden weitergegeben werde. Die Produktivität war zufriedenstellend.
Die Gesamtleistung lag mit € 20,733.806,24 um 12,70 % über jener des Vorjahres in Höhe von € 18,397.818,89 und um 8,58 % über jener des Vor-Vorjahres in Höhe von € 19,094.867,70.
Der Jahresüberschuss beträgt € 68.239,84. Der Vorjahresüberschuss betrug € 251.230,96.
Die Vlbg. Fliesenpool GmbH ist das größte Fliesenverlegeunternehmen in Vorarlberg. Die Gesellschaft verfügt über einen Stamm langjähriger und fachkundig ausgebildeter Mitarbeiter. Die Mitarbeiter garantieren durch umfassendes Wissen für hohe Qualitätsarbeit, Terminsicherheit, Vertragstreue und Flexibilität.
Die Leistungsbereiche der Vlbg. Fliesenpool GmbH umfassen:
Lieferung und Verlegung von Fliesen, Platten, Mosaike, Natursteine und Kunststeine sowie den Verkauf und den Einbau von Kachelöfen, Offenen Kaminen und Kaminöfen.
Produktion und Zuschnitt von Naturstein- und Feinsteinzeugplatten wie z.B.
Küchenarbeitsplatten oder Waschtische.
Die Kundenstruktur reicht vom 5-Sterne-Hotel bis zur privaten Kleinstreparatur. Sie umfasst Hotels und Restaurants, Industriebetriebe, Amtsgebäude – öffentliche Auftraggeber, Handel und Gewerbe, Sozial-, Kultur- und Bildungszentren, gemeinnützige Wohnbaugesellschaften, private Wohnbaugesellschaften, Banken, Privathäuser, Tischlereien und Küchenstudios. Wir arbeiten in allen Bereichen mit langjährigen Kunden und Partnern zusammen.
Das Forderungsrisiko bei gewerblichen Kunden haben wir über eine Kreditversicherung abgedeckt. Die Forderungen gegenüber privaten Kunden ist weit gestreut und dahingehend das Forderungsausfallrisiko als gering einzuschätzen. Durch die allgemeine wirtschaftliche Lage in der Baubranche achten wir verstärkt auf mögliche Forderungsausfallrisken.
1.2
Finanzielle Leistungsindikatoren
Kennzahlen zur Ertragslage
| 2023 | 2024 | 2025 | |
|---|---|---|---|
| Umsatzerlöse (Sales) | |||
| Umsatzerlöse | |||
| 1000 | 19.520 | 18.305 | 21.094 |
| Ergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT) | |||
| Ergebnis vor Zinsen und Steuern | |||
| 1000 | 1.024 | 219 | 156 |
| Umsatzrentabilität (Return on sales - ROS) | |||
| Ergebnis vor Zinsen und Steuerm | |||
| Umsatzerlöse | 5% | 1% | 1% |
| Eigenkapitalrentabilität (Return on equity - ROE) | |||
| Ergebnis vor Steuem | |||
| Eigenkapital | 49% | 11% | 7% |
| Gesamtkapitalrentabilität (Return on investment - ROI) | |||
| Ergebnis vor Zinsen und Steuern | |||
| Gesamtkapital | 21% | 5% | 3% |
Kennzahlen zur Vermögens- und Finanzlage
| 2023 | 2024 | 2025 | |
|---|---|---|---|
| Nettoverschuldung (Net Debt) | |||
| verzinsliches Fremdkapital - | |||
| - flüssige Mittel | |||
| 1000 | n/a | 291 | 239 |
| Nettoumlaufvermögen (Working Capital) | |||
| Umlaufvermögen - langfristiges | |||
| Umlaufvermögen - kurzfristiges Fremdkapital | |||
| 1000 | 2.086 | 1.586 | 1.635 |
| Eigenkapitalquote (Equity Ratio) | |||
| Eigenkapital | |||
| Gesamtkapital | 43% | 37% | 34% |
| Nettoverschuldungsgrad (Gearing) | |||
| Nettoverschuldung | |||
| Eigenkapital | n/a | 18% | 14% |
| Geldfluss aus dem Ergebnis | 676 | 309 | 243 |
| Netto-Geldzufluss aus laufender Geschäftstätigkeit | 312 | -325 | 264 |
| Netto-Geldabfluss aus der Investitionstätigkeit | 566 | -47 | -235 |
| Netto-Geldzufluss aus der Finanzierungstätigkeit | -1.108 | -770 | 124 |
1.3 Vorgänge von besonderer Bedeutung nach Ende des Geschäftsjahres
Der Rückgang beim Neubau von Eigentumswohnungen hat die Talsohle erreicht und stabilisiert sich auf niedrigem Niveau. Der Produktionsrückgang in diesem Bereich wird durch Sanierungsarbeiten, Gewerbe und Tourismus ausgeglichen.
Das Debitorenausfallrisiko steigt wieder. Das Mahnwesen und das Finanzcontrolling wurde im Bereich der Kunden-OP angepasst und verbessert.
Durch unsere stabile wirtschaftliche Situation und der verwendeten Steuerungs- und Überwachungssysteme sieht die Geschäftsführung der Gesellschaft derzeit keine existenzgefährdenden Risiken.
2. Bericht über die zukünftige Entwicklung und Risiken des Unternehmens
| 2.1 | Voraussichtliche Entwicklung des Unternehmens |
|---|---|
| Die Auftragseingänge 2026 liegen auf dem Niveau von 2025. Wir erwarten eine | |
| gelichbleibende Produktivität. |
| 2.2 | Risikoberichte |
|---|
Das Naturstein- und Feinsteinzeugbearbeitungszentrum wird von Dornbirn nach Götzis verlagert. Im Mai und Juni 2026 erfolgt der Aufbau des neuen Maschinenparks sowie der Umzug der kompletten Abteilung. Der Verkauf im Bereich Natursteine, Zuschnitte im Bearbeitungszentrum und Servicearbeiten wird verstärkt und ausgebaut.
Weitere Änderungen in der Geschäftspolitik sind nicht geplant.
2.2.1 Allgemeiner Risikobericht
Zum Stichtag 31.12.2025 bestehen keine Fremdwährungskredite.
Durch die große Anzahl an Stammkunden und den aktuellen Auftragsstand rechnen wir unter Berücksichtigung der aktuellen wirtschaftlichen Lage in der Baubranche für 2026 mit einem gleichbleibenden Betriebsergebnis im Vergleich zu 2024 und 2025.
Durch unser großes Netzwerk am Bau und unser breites Angebotsspektrum sind wir in der Lage einen Teil des Rückgangs in der Baubranche zu kompensieren. Rückgänge im Neubau- Wohnbaubereich können durch verstärkte Aktivitäten in den Bereichen Hotellerie, Gewerbe, Kommunale Bauten, Sanierung sowie Service abgefedert werden.
Für die kommenden Jahre ist dem allgemeinen Mangel an Facharbeitskräften entgegenzuwirken.
2.2.2 Finanzinstrumente (Risikomanagement) – Spezieller Risikobericht
Ziel des Finanz- und Risikomanagements der Gesellschaft ist die Sicherung des Unternehmenserfolges gegen finanzielle Risiken jeglicher Art. Beim Management der Finanzpositionen verfolgt das Unternehmen eine konservative Risikopolitik. Zur Absicherung gegen das Liquiditätsrisiko und zur Aufrechterhaltung der jederzeitigen Zahlungsfähigkeit wird ein Liquiditätsplan erstellt, der laufend an aktuelle Änderungen angepasst wird und als die Basis für die Geldmitteldisposition dient.
Soweit für finanzielle Vermögenswerte (Forderungen, Finanzanlagen) Ausfalls- und Bonitätsrisiken erkennbar sind, werden entsprechende Wertberichtigungen vorgenommen. Zur Minimierung von Ausfallsrisiken verfügt das Unternehmen über ein adäquates Mahnwesen und Debitorenmanagement sowie über eine Forderungsausfallsversicherung für gewerbliche Kunden.
3. Bericht über die Forschung und Entwicklung
Unser Unternehmen ist im Baunebengewerbe und naturgemäß im Bereich Forschung und Entwicklung nicht tätig. Sehr wohl sind wir in Vorarlberg Vorreiter bei der Einführung technischer Erneuerung und der Umsetzung neuer Normen.
4. Niederlassungen der Gesellschaft
Betriebsstätten werden in Götzis, Nenzing, Dornbirn und Hohenems betrieben
Götzis, am 12.5.2026
Die Geschäftsführung
WWerner Beck, MBA
Mst. Alexañder Bell