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Lagebericht 2025

Mondi Korneuburg GmbH

Original-PDF

Stichtag 31. Dez. 2025 · Eingereicht am 28. Sep. 2026

Inhaltsverzeichnis

L A G E B E R I C H T für das Geschäftsjahr 2025

Darstellung des Geschäftsverlaufes und Darstellung der Lage des Unternehmens

Angesichts der schwierigen Markt- und Wirtschaftsbedingungen im Jahr 2025 ging das Absatzvolumen leicht zurück (-1,4%). Dank einer vorteilhaften Veränderung im Kundenmix konnten die Verkaufspreise jedoch gesteigert werden, was insgesamt zu einem moderaten Umsatzanstieg von 1,7% führte.

Der Gesamtumsatz des Jahres 2025 erreichte 118,0 Mio. Euro.

Angaben aus dem Lagebericht, Originalseite 1
Umsatz 2025EUR118,0 Mio.(davon rd. 96,9% Export)
Umsatz 2024EUR116,0 Mio.(davon rd. 95,5% Export)

Das Absatzvolumen in m² im Vergleich zum Vorjahr entwickelte sich wie folgt:

Beutel: -1,5 % Laminate: -1,9 % Other Bags: +53,8 %

Die Aufwendungen für Energie (Elektrizität und Gas) stiegen im Jahr 2025 auf EUR 1,7 Mio. (Vorjahr EUR 1,1 Mio.) was einer Erhöhung von 46,2% entspricht. Diese Entwicklung resultierte sowohl aus einem durchschnittlichen Preisauftrieb von 26% als auch aus einem höheren Energieverbrauch, bedingt durch die Inbetriebnahme zusätzlicher Maschinen und die Umwidmung ehemaliger Lagerflächen in Produktionsbereiche.

Das Produktionsvolumen sank leicht auf 130,0 Mio. m² (2024: 132,0 Mio. m²; -1,5 %). Die Rohstoffpreise erhöhten sich moderat um durchschnittlich 0,6%. Zusammen mit gestiegenen Entsorgungskosten und Kosten für bezogene Dienstleistungen ergaben sich Materialaufwendungen von 56,9 Mio. EUR (2024: 55,8 Mio. EUR) was einem Plus von 1,9% entspricht.

Die Bruttomarge (Profitabilität nach variablen Kosten) lag 2025 bei 45,1% und damit unter dem Vorjahreswert von 47,1%.

Der Personalaufwand erhöhte sich um 4,2% (Kollektivvertrag +2,9%). Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen, einschließlich Instandhaltung sowie Lager- und Transportkosten, stiegen dank strikter Kostenkontrolle lediglich um 0,5% (Jahresdurchschnittliche Inflation 2025: 3,6%).

Der Gewinn vor Steuern erreichte 15,2 Mio. EUR bzw. 12,9% des Umsatzes. Im Vorjahr lag dieser Wert noch bei 18,5 Mio. EUR bzw. 16,0% des Umsatzes.

Mondi Korneuburg GmbH, Korneuburg

Darstellung der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage und Analyse des Geschäftsergebnisses

Um mit der steigenden Nachfrage Schritt zu halten und den Betrieb an der Kapazitätsgrenze zu entlasten, wurde im Jahr 2023 ein Erweiterungsprojekt eingeleitet. Die Anpassungen im bestehenden Werk, der Bau eines zweiten Werks und die Anschaffung zusätzlicher Maschinen haben im Jahr 2024 begonnen und werden voraussichtlich bis Ende 2026 andauern.

Diese bedeutende, von der Gruppe finanzierte Investition führte im Jahr 2025 zu einem Anstieg der Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen aus Finanzierungen, die sich auf 46,5 Mio. EUR beliefen (Vorjahr: 27,4 Mio. EUR).

Die Sachanlagen wurden im Jahr 2025 um 14,3 Mio. EUR erhöht und erreichten einen Wert von EUR 62,1 Mio. (Vorjahr EUR 47,8 Mio.).

Die Eigenkapitalquote sank im Jahr 2025 auf 24,3% von 31,2% im Jahr 2024. Die Gewinnausschüttung im Jahr 2025 für das Geschäftsjahr 2024 betrug 14,3 Mio. EUR. Der Bilanzgewinn reduzierte sich gegenüber 2024 um EUR -2,6 Mio.

Zum Bilanzstichtag bestanden keine Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten (Vorjahr: 0 EUR).

Der Netto-Geldfluss aus der laufenden Geschäftstätigkeit belief sich im Jahr 2025 auf 14,9 Mio. EUR und lag damit unter dem Vorjahreswert von 18,3 Mio. EUR.

Die Rendite auf das eingesetzte Kapital (ROCE) erreichte im Jahr 2025 26,3%. Der Rückgang gegenüber der außergewöhnlich hohen Vorjahresquote von 39,5% ist im Wesentlichen auf die umfangreichen Investitionstätigkeiten im Geschäftsjahr zurückzuführen.

Nichtfinanzielle Leistungsindikatoren

Den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern, die auch im Jahr 2025 mit großem Einsatz und Engagement maßgeblich zum Erfolg des Unternehmens beigetragen haben, gilt besonderer Dank. Zum Jahresende waren insgesamt 299 Beschäftigte auf Kopfzahlbasis (Total Heads) im Unternehmen tätig (Vorjahr: 293). Der Anteil weiblicher Mitarbeiterinnen betrug 27,4% und lag damit leicht über dem Vorjahreswert von 26,6%

In Zusammenarbeit mit unseren Großkunden wurden die ersten recycelbaren Monomaterialprodukten auf den Markt gebracht. Allerdings handelt es sich hierbei um die frühen Phasen der Produktion umweltfreundlicher Produkte und ihr Beitrag zur Gesamtrentabilität ist noch gering.

Voraussichtliche Entwicklung des Unternehmens

Für das Geschäftsjahr 2026 plant das Unternehmen erneut gezielte Maßnahmen zur weiteren Steigerung von Produktivität und Effizienz. Auf Basis des aktuellen Budgets wird ein Mengenwachstum von 4,2% erwartet, das sowohl durch bestehende Kundenbeziehungen als auch durch die Gewinnung neuer Kunden im Bereich Beutel und Laminate getragen werden soll.

Mondi Korneuburg GmbH, Korneuburg

Die aktuelle geopolitische Lage, insbesondere die jüngsten Spannungen und kriegsbedingten Unsicherheiten im Zusammenhang mit Iran, wird voraussichtlich deutliche Auswirkungen auf die Kostenentwicklung bei Energie und Rohstoffen haben. Obwohl das Risiko von Versorgungsengpässen weiterhin als gering eingeschätzt wird, wurden Preissteigerungen bei Gas, Strom sowie Folien bereits angekündigt und teilweise umgesetzt. Nach derzeitigem Kenntnisstand ist davon auszugehen, dass diese Belastungen das gesamte Geschäftsjahr 2026 prägen werden. Die negativen Effekte auf die Profitabilität sollen durch notwendige, konzernweit vorbereitete Verkaufspreisanpassungen sowie durch Maßnahmen zur Effizienzsteigerung und Optimierung der Kostenstrukturen kompensiert werden.

Die Fixkosten werden infolge der gestiegenen Energiepreise ebenfalls höher ausfallen und könnten die im Budget veranschlagte Inflationsrate von 2,1͏% übersteigen. Das Ausmaß dieser Entwicklung hängt maßgeblich von der Dauer der Krise im Iran und den damit verbundenen Energiepreiserhöhungen ab. Die Personalkosten werden voraussichtlich um 2,5͏% steigen, bedingt durch Anpassungen im Rahmen der noch nicht abgeschlossenen Kollektivvertragsverhandlungen für den betreffenden Bereich.

Bereits seit 2023 wird Wert auf die Nachhaltigkeit von Produkten gelegt. Der Fokus liegt auf der Entwicklung von Monomaterialprodukten, die die Recyclingfähigkeit gewährleisten. Dies sichert zukünftige Verkäufe und stellt die Einhaltung der entsprechenden EU-Vorschriften sicher. Es ist jedoch nicht zu erwarten, dass Monomaterialprodukte im Jahr 2026 einen großen Teil des Portfolios ausmachen werden.

Aufgrund der langfristig positiven Erfolgsaussichten in den Kernmärkten soll das Werk weiter ausgebaut werden. Der Bau begann bereits im Jahr 2023 und soll planmäßig im Jahr 2026 abgeschlossen sein. Die Investitionen bleiben daher auch im Jahr 2026 hoch. Durch die Konzernfinanzierung wird eine ausreichende Liquidität sichergestellt.

Risikoberichterstattung

Die Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände sowie die Zahlungsmittel sind mit Buchwerten ausgewiesen. Dem Ausfallsrisiko wird durch ausreichende Wertberichtigungen Rechnung getragen. Darüber hinaus wurde im Jahr 2008 eine firmenweite Kreditversicherung abgeschlossen. Zusätzlich versucht das Management das Ausfallsrisiko von Forderungen durch die Zusammenarbeit mit Schuldnern mit erstklassiger Bonität und die Einholung von ausreichenden Informationen über deren Bonität zu minimieren. Weiters werden nicht rechtzeitig beglichene Forderungen regelmäßig eingemahnt.

Für Zins- und Währungsschwankungen erfolgt grundsätzlich keine Absicherung, da deren Auswirkungen als gering eingeschätzt werden.

Per 31.12.2025 wurde ein derivatives Finanzinstrument eingesetzt, um einen Anlagenkauf in Fremdwährung abzusichern. Dies ist eine einmalige Absicherungsmaßnahme und läuft im 2. Quartal 2026 aus. Das Volumen betrug zum 31. Dezember 2025 EUR 115.454,04 und der negative Marktwert EUR 8.486,12, welcher per 31. Dezember 2025 in den sonstigen Verbindlichkeiten verbucht wurde.

Per 31.12.2024 bestanden keine derivativen Finanzinstrumente.

Mondi Korneuburg GmbH, Korneuburg

Risikofaktoren im Zusammenhang mit den aktuellen geopolitischen Krisen – insbesondere den Konflikten im Iran und in der Ukraine – lassen sich derzeit nur eingeschränkt verlässlich beurteilen. Nach heutigem Kenntnisstand sind die potenziellen Auswirkungen jedoch voraussichtlich auf mögliche Preissteigerungen bei einzelnen Materialien sowie auf vereinzelte Lieferengpässe begrenzt.

Forschung und Entwicklung

Seit Ende 2013 wird am Standort Korneuburg kein separates R&D Center (als Teilbetrieb) geführt. Alle Forschungs- und Entwicklungsbelange werden weiterhin über das eigene Anwendungstechnikteam abgewickelt und im Bedarfsfall durch das R&D Center am Standort der Mondi Halle. Damit ist das Potenzial für das weitere Umsatz- und Profitabilitätswachstum des Unternehmens sowie des Konzerns sichergestellt.

Informationen über Umwelt- und Arbeitnehmerbelange

Durch regelmäßige Wartungs- und Instandhaltungsarbeiten entsprechen die Produktionsanlagen dem aktuellen Stand der Technik. Die Sicherheit der Mitarbeiter steht an erster Stelle. Dies wird durch regelmäßige Schulungen sowie Audits gewährleistet. Darüber hinaus hat die Mondi Korneuburg GmbH im Jahr 2025 ihr Gesundheitsmanagementprogramm weitergeführt. Diese Aktivitäten werden 2026 fortgesetzt werden.

Die Mondi Korneuburg GmbH nimmt am konzernweiten Umweltreporting teil und achtet auf den nachhaltigen Einsatz der benötigten Ressourcen.

Zweigniederlassungen

Die Gesellschaft hat keine Zweigniederlassungen.

Korneuburg, am 15. April 2026

DIE GESCHÄFTSFÜHRUNG

Angaben aus dem Lagebericht, Originalseite 4
Eveline WagnerThomas Fuchs
Eveline WagnThomas Fuchs
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Eveline Wagner-HahnThomas Fuchs

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