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Lagebericht 2025

KÖNIG Fachpersonal GmbH & Co KG

Original-PDF

Stichtag 31. Dez. 2025 · Eingereicht am 07. Sep. 2026

Inhaltsverzeichnis

I.) Bericht über die Lage und Entwicklung im abgelaufenen Geschäftsjahr

1. Geschäftsverlauf und Lage

Seit über 60 Jahren sind wir als qualifiziertes Unternehmen in der Personaldienstleistung für Industrie, Handwerk und Verwaltung erfolgreich tätig.

Im Rahmen der Arbeitskräfteüberlassung sind unsere Mitarbeiter schwerpunktmäßig in Osterreich, aber auch im Auftrag österreichischer Kunden im Ausland tätig. Unser robustes Geschäftsmodell in Verbindung mit einem umfangreichen Fachwissen Erfahrungswerten ermöglichen es uns, auch volatile Marktlagen gut zu meistern. und großen

Im Geschäftsjahr 2025 entwickelte sich das wirtschaftliche Umfeld weiterhin herausfordernd. Zusätzlich kam es innerhalb der Organisation zu personellen Veränderungen: Im Laufe des Jahres schied ein Niederlassungsleiter sowie ein Vertriebsmitarbeiter aus dem Unternehmen aus. Diese Positionen konnten zwar bereits im Laufe des Jahres wieder nachbesetzt werden, jedoch ist erfahrungsgemäß eine gewisse Einarbeitungszeit erforderlich, bis neue Mitarbeiter ihre volle operative Leistungsfähigkeit erreichen. In Kombination mit der allgemein schwächeren Marktsituation führte dies dazu, dass das Geschäftsjahr 2025 mit einem negativen Ergebnis von 591.956,33 abgeschlossen wurde.

Als Reaktion darauf wurden strukturelle Maßnahmen eingeleitet. Dazu zählen insbesondere die Schließung der Niederlassung Salzburg sowie weitere Einsparungen im Fixkostenbereich. Durch diese Maßnahmen sowie die mittlerweile abgeschlossene personelle Neuaufstellung im Vertrieb strebt die Gesellschaft für das Geschäftsjahr 2026 eine ausgeglichene Ergebnisentwicklung mit einem leicht positiven Jahresergebnis an.

2. Ertragslage

Im Geschäftsjahr 2025 lag das Betriebsergebnis bei -600,9 T€ (Vorjahr: +253,3 T€). Dieser Rückgang spiegelt sich auch im Finanzergebnis wider, das mit -591,9 T€ deutlich unter dem Vorjahreswert von 294,15 T€ liegt.

Angaben aus dem Lagebericht, Originalseite 1
ErgebnisquellenGeschäftsjahrVorjahr Veränderung in
Te
2025 in T€in T€
Betriebsergebnis-600,91253,53-854,44
Finanzergebnis940,62-31,62
Jahresergebnis-591,96294,15-886,11

3. Finanzlage

Die Finanzlage der Gesellschaft ist weiterhin als stabil zu beurteilen. Grundlage dafür sind insbesondere der in 2023 erfolgte Gesellschafterzuschuss iHv. EUR 500.000,00 und das Auffüllen der Verlustzuweisung 2023 durch das nicht entnommene Jahresergebnis 2024.

Zusätzlich wurde für eine Zwischenfinanzierung eine Nachrangigkeitserklärung für einen Anteil der Gesellschafterverbindlichkeit iHv EUR 580.926,27 gegenüber der finanzierenden Bank abgegeben.

Ergänzend wurde vorsorglich mit der finanzierenden Bank ein Uberziehungsrahmen zu marktüblichen und wirtschaftlich günstigen Konditionen vereinbart, um auch bei kurzfristigen Liquiditätsschwankungen jederzeit ausreichend finanzielle Flexibilität sicherzustellen. Insgesamt verfügt die Gesellschaft damit über eine solide finanzielle Grundlage zur Sicherstellung des laufenden Geschäftsbetriebs.

Verbindlichkeiten wurden innerhalb der Zahlungsfristen beglichen und Forderungen im üblichen Rahmen vereinnahmt.

4. Vermögenslage

Das Anlagevermögen reduzierte sich im Geschäftsjahr 2025 deutlich auf 36,80 T€ (Vorjahr: 128,81 T€), was primär auf den Verkauf von Wertpapieren sowie eines Kraftfahrzeugs zurückzuführen ist. Parallel dazu verzeichnete das Umlaufvermögen einen Rückgang auf 1.831,66 T€ (Vorjahr: 3.043,95 T€) Die Umlaufintensität liegt bei 98% (Vorjahr 96%), die Anlagenintensität hat sich entsprechend von 4% auf 2% reduziert.

5. Finanzielle Leistungsindikatoren

Für unsere Unternehmenssteuerung ziehen wir Kennzahlen heran. Unser Fokus liegt dabei auf Umsatzentwicklung, Umsatzrendite und dem Cashflow.

Die Umsatzerlöse beliefen sich im Geschäftsjahr 2025 auf 15.630 T€, was einem Rückgang von 5.336 T€ (ca. 25 %) gegenüber dem Vorjahr (20.966 T€) entspricht.

Der Cashflow aus der betrieblichen Tätigkeit beträgt -877 T€ (Vorjahr 149 T€), der Cashflow aus Investitionstätigkeit 54 T€ (Vorjahr 26 T€) und der Cashflow aus der Finanzierungstätigkeit 11 T€ (Vorjahr -30 T€). Der Endbestand der flüssigen Mittel beläuft sich auf 625 T€ (VJ 1.437 TE).

Gegenüber dem Jahresüberschuss 2024 von 294,15 T€ (Umsatzrentabilität 3,5 %) schließt das aktuelle Geschäftsjahr mit einem Jahresfehlbetrag von 591,96 T€ ab, was einer negativen Umsatzrentabilität von -3,8 % entspricht, die Eigenkapitalrentabilität ist im Jahr 2025 negativ (VJ 56%).

Die Zahlungsmoral unserer Kunden bleibt weiterhin positiv; es sind keine besonderen Risiken bei offenen Posten abzusehen. Die wirtschaftliche Lage kann auch unter Berücksichtigung der Finanzstärke der Muttergesellschaft als stabil bezeichnet werden.

6. Gesamtaussage

Unter Berücksichtigung der eingeleiteten Maßnahmen sowie der erwarteten wirtschaftlichen Entwicklung im Geschäftsjahr 2026 schätzt die Geschäftsführung die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft weiterhin als zufriedenstellend und ausreichend positiv.

Unser Finanzmanagement ist darauf ausgerichtet, Verbindlichkeiten stets innerhalb der Zahlungsfrist zu begleichen und Forderungen innerhalb der Zahlungsziele zu vereinnahmen. Bei Lieferverbindlichkeiten erfolgen die Zahlungen unter Ausnutzung der Skontoabzüge.

7. Finanzinstrumente

Es wurden keine Finanzinstrumente verwendet.

8. Zweigniederlassungsbericht

Wir unterhalten neben dem Stammhaus in Wien Niederlassungen in Graz und Linz.

II. Prognosebericht

1. Voraussichtliche Entwicklung

Die wirtschaftlichen Rahmenbedingungen bleiben weiterhin von einer insgesamt verhaltenen konjunkturellen Entwicklung geprägt. Insbesondere in den für die Gesellschaft relevanten Branchen Bau, Industrie und Gewerbe ist weiterhin eine zurückhaltende Investitions- und Auftragslage zu beobachten.

Im Geschäftsjahr 2025 wirkten sich neben der allgemeinen Marktsituation auch interne Veränderungen auf die wirtschaftliche Entwicklung der Gesellschaft aus. Durch das Ausscheiden eines Niederlassungsleiters sowie eines Vertriebsmitarbeiters kam es temporär zu Einschränkungen in den Vertriebsaktivitäten. Die Positionen konnten zwar nachbesetzt werden, jedoch war eine entsprechende Einarbeitungsphase erforderlich.

Als Reaktion auf die wirtschaftliche Entwicklung wurden strukturelle Maßnahmen eingeleitet. Dazu zählen insbesondere die Schließung der Niederlassung Salzburg sowie Optimierungen im Fixkostenbereich, um die Kostenstruktur nachhaltig zu verbessern. Parallel dazu wurde der Vertrieb organisatorisch neu aufgestellt.

Auf Basis dieser Maßnahmen sowie der stabilen finanziellen Ausgangssituation geht die Geschäftsführung davon aus, dass sich die wirtschaftliche Entwicklung im Geschäftsjahr 2026 stabilisieren wird. Ziel ist es, durch eine verstärkte Vertriebsaktivität, eine verbesserte Auslastung der Mitarbeiter sowie eine optimierte Kostenstruktur wieder eine ausgeglichene Ergebnisentwicklung zu erreichen.

2. Chancen- und Risikobericht

Die Geschäftsentwicklung der Gesellschaft ist wesentlich von der allgemeinen konjunkturellen Lage sowie von der Entwicklung in den für die Personaldienstleistungsbranche relevanten Branchen abhängig. Nach mehreren wirtschaftlich schwächeren Jahren wird für Osterreich für das Jahr 2026 wieder ein moderates Wirtschaftswachstum von rund 1 % erwartet, was als erster vorsichtiger Lichtblick für die wirtschaftliche Entwicklung gesehen werden kann. Dennoch bleibt die wirtschaftliche Situation weiterhin von Unsicherheiten geprägt, insbesondere im Zusammenhang mit der Investitionsbereitschaft der Industrie sowie der Entwicklung im Bauund Gewerbebereich.

Risiken können sich daher insbesondere aus konjunkturellen Abschwächungen, Veränderungen arbeits- und sozialrechtlicher Rahmenbedingungen sowie aus einem zunehmenden Wettbewerb innerhalb der Branche ergeben.

Gleichzeitig ergeben sich aus wirtschaftlich unsicheren Zeiten auch Chancen für die Personaldienstleistungsbranche. Viele Unternehmen greifen gerade in Phasen wirtschaftlicher Unsicherheit verstärkt auf Personaldienstleister zurück, da der Einsatz von Leiharbeitskräften

eine flexible Anpassung des Personalstandes an die jeweilige Auftragslage ermöglicht und Personalressourcen dadurch kurzfristig aufgebaut oder auch wieder reduziert werden können.

Durch die langjährige Marktpräsenz der Gesellschaft sowie die bestehenden Kundenbeziehungen sieht die Geschäftsführung gute Voraussetzungen, diese Marktchancen auch künftig erfolgreich zu nutzen.

III. Forschung und Entwicklung

Die Gesellschaft betreibt aufgrund ihrer Geschäftstätigkeit im Bereich der Personaldienstleistungen keine klassischen Forschungs- und Entwicklungsaktivitäten. Investitionen erfolgen vielmehr laufend in die Weiterentwicklung interner Prozesse, Vertriebsstrukturen sowie digitaler Systeme, um die Effizienz und Servicequalität für Kunden und Mitarbeiter kontinuierlich zu verbessern.

Wien, den 18. März 2026

Christian Frühwirth Geschäftsführer

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