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HEINRICH-BAU
Ges. m.b.H.
I. Geschäftsverlauf und Lage der Gesellschaft
Das abgelaufene Geschäftsjahr war von einer steigenden Nachfrage gegenüber dem Rückgang nach COVID im Vorjahr geprägt. Die Kapazitäten waren weitgehend ausgelastet. Die Betriebsleistung hat sich um rd. € 1,7 Mio erhöht (VJ € 1,4 Mio verringert); der Materialaufwand hat sich um rd. € 0,2 Mio erhöht (VJ € 0,5 Mio verringert) und der Aufwand für bezogene Leistungen ist um rd. € 1,2 Mio gestiegen (VJ € 0,8 Mio gesunken).
Die Einstandskosten waren im Geschäftsjahr - gegenüber dem Vorjahr – weiterhin, wenn auch moderater, von Preissteigerungen geprägt. Die Preisverhältnisse auf dem Bausektor bleiben aus derzeitiger Sicht dennoch noch angespannt. Trotz dieser Situation kommt es nach wie vor verhältnismäßig häufig zu Dumpingangeboten der Mitbewerber, mit immer noch steigender Tendenz; zusehends sieht man sich weiterhin äußerem Druck durch Konzerne ausgesetzt, die anscheinend im Kernwirkungsbereich des Unternehmens ebenfalls Fuß fassen wollen.
Im Hinblick auf die Erhaltung und Verbesserung unseres hohen Qualitäts- und Sicherheitsanspruches waren weiterhin Investitionen und Reparaturen zur technischen Erneuerung vorzunehmen. Für die nächsten Jahre ist aber mit keinen größeren Investitionen zu rechnen, da die Betriebsausstattung mittlerweile auf den neuesten Stand gebracht wurde.
Die Vermögenslage der Gesellschaft ist nach wie vor durch eine sehr gute Eigenkapitalausstattung gekennzeichnet. Das Eigenkapital beträgt zum Bilanzstichtag € 5 660.189,92 (VJ T€ 5 569); die Eigenkapitalquote 57,1% (VJ 53,0%).
Die Ertragslage zeigt sich durch ein erzieltes Ergebnis vor Steuern in Höhe von € 143.635,88. Im Geschäftsjahr 2024 wurde ein negatives Ergebnis vor Steuern von T€ -136 erzielt.
Nach Berücksichtigung des Steueraufwands in Höhe von € 52.454,23 (VJ Steuerertrag T€ -6), davon latente Steuern betreffend € 49.705,50 (VJ T€ - 7), errechnet sich ein Jahresüberschuss in Höhe von € 91.181,65 (VJ Jahresfehlbetrag T€ -130).
II. Finanzielle Leistungsindikatoren (ausgewählte Kennzahlen)
| Einheit | 2025 | 2024 | |||
|---|---|---|---|---|---|
| EBITDA | T€ | 765 | 454 | ||
| EBIT | T€ | 125 | -207 | ||
| Ergebnis nach Steuern | T€ | 91 | -130 | ||
| Personalaufwand | T€ | 8 | 804 | 8 | 664 |
| Mitarbeiter (Jahresschnitt) | Anzahl | 128 | 133 | ||
| Personalkosten pro Mitarbeiter | T€ | 68,8 | 65,1 | ||
| Anlagevermögen | T€ | 2 | 335 | 2 | 493 |
| Anlagendeckungsgrad1 | % | 298,0 | 280,2 | ||
| Investitionen in Sachanlagen2 | T€ | 478 | 673 | ||
| Bilanzsumme | T€ | 9 | 914 | 10 | 507 |
| Eigenkapital | T€ | 5 | 660 | 5 | 569 |
| Eigenkapitalquote3 | % | 57,1 | 53,0 | ||
| Eigenkapitalrendite4 | % | 1,6 | negativ | ||
| Fremdkapital | T€ | 4 253 | 4 | 938 | |
| Fremdkapitalquote | % | 42,9 | 47,0 | ||
| Cash Flow nach URG5 | T€ | 556 | 440 | ||
| Schuldentilgungsdauer nach URG5 | Jahre | 0,6 | 1,7 | ||
1 1 Eigenkapital + lfr. Fremdkapital im Verhältnis zum gesamten Anlagevermögen
2 ² Anlagenzugänge gemäß Anlagenspiegel, ohne Umbuchungen
3 ³ Eigenkapital zu Bilanzsumme
4 4 Ergebnis nach Steuern bezogen auf das Eigenkapital
5 ⁵ § 24 Unternehmensreorganisationsgesetz
III. Umwelt- und Arbeitnehmerbelange
Alle für unser Unternehmen bestehenden umweltrechtlichen Bestimmungen und Auflagen der Behörden werden erfüllt. Sämtliche anfallenden Abfälle werden von konzessionierten Unternehmen entsorgt.
Unser Unternehmen verfügt über Verantwortliche für Umweltbelange, den Arbeitnehmerschutz und Aus- und Weiterbildung. Ebenso beschäftigt unser Unternehmen eine externe Sicherheitsfachkraft sowie eine Arbeitsmedizinerin.
Der Großteil des Bedarfes an Fortbildung der Mitarbeiter kann intern abgedeckt werden, wobei bedingt durch neue Auflagen und/oder neueste Sicherheits- und Gesundheitstechnische Aspekte vermehrt Schulungen durch externe zertifizierte Unternehmen durchgeführt werden.
IV. Wesentliche Risiken und Ungewissheiten denen das Unternehmen
ausgesetzt ist
Die Gesellschaft ist im Rahmen ihrer geschäftlichen Tätigkeit Risiken ausgesetzt, die untrennbar mit ihrem unternehmerischen Handeln verbunden sind. Im Rahmen einer grundlegenden Risikobegrenzung werden nur Risiken eingegangen, die mit anerkannten Methoden und Maßnahmen innerhalb der Organisation handhabbar sind.
Beschaffungsrisiko
Den Beschaffungsrisiken hinsichtlich Einkaufspreisen bei Rohstoffen und Waren sowie bei der Inanspruchnahme von (externen) Leistungen begegnet die Gesellschaft durch eine kontinuierliche Beobachtung und sorgfältige Auswahl ihrer Lieferanten/Dienstleister bzw. damit verbundenen längerfristig ausgerichteten Rahmenvereinbarungen, wobei diese Vereinbarungen jährlich geprüft und am aktuellsten Stand gehalten werde.
Heinrich Bau-Gesellschaft m.b.H.
Bauunternehmen
Burgenlandstraße 22, 8280 Fürstenfeld
Versicherungsrisiken
Die Gesellschaft ist mit den branchenüblichen Versicherungsleistungen ausgestattet, insbesondere wird auf eine dem Geschäftsvolumen angepasste Betriebshaftpflicht geachtet.
Personalrisiken
Um hochqualifizierte Fachkräfte mit branchenspezifischen Fähigkeiten zu gewinnen und zu binden, pflegt die Gesellschaft engen Kontakt zu Fachschulen und Lehrlingsausbildungsstätten. Für die Mitarbeiter bietet die Gesellschaft attraktive Vergütungssysteme und Möglichkeiten sich fort und weiter zu entwickeln.
Kreditrisiken/Ausfallrisiken
Neben den Risiken bei der Vorfinanzierung von Aufträgen können auch allgemeine Finanzrisiken auftreten, darunter Zahlungsverzögerungen durch Kunden oder Schwierigkeiten beim Eintreiben von Forderungen. Dem Debitorenmanagement wird daher größtmögliches Augenmerk geschenkt.
Liquiditätsrisiken
Die Gesellschaft verfügt derzeit über ausreichende Geldmittel, sodass keine größeren Kreditaufnahmen erforderlich sind.
Risiken der IT-Systeme
Potenziellen Risiken im Hinblick auf Verfügbarkeit, Zuverlässigkeit und Effizienz der IT-Systeme der Gesellschaft wird durch laufende Anpassungsmaßnahmen begegnet; hierbei zeichnet sich jedoch ab, dass die EDV-Anlage insb. servertechnische Ausstattung in der näheren Zukunft erneuert werden muss.
V. Finanzinstrumente
Im abgelaufenen Jahr wurden keine derivativen Finanzinstrumente eingesetzt.
VI. Zweigniederlassungen
Die Gesellschaft unterhält keine Zweigniederlassungen.
VII. Forschung und Entwicklung
In den Bereichen Forschung und Entwicklung ist das Unternehmen derzeit nicht aktiv tätig, unterhält aber rege Beziehungen zur Technischen Universität (TU) Graz. Unter anderem zeigt sich dies durch die aktive Teilnahme an Kongressen und dem Austausch mit verschiedenen Forschungsinstitutionen, im konkreten Fall dem Institut für Betonbau ebendort.
Die in den vergangenen Jahren angekündigte Publikation (Fachbereich der theoretischen Materialwissenschaft unter dem Arbeitstitel: „Besonderheiten der viskoelastischen Betoneigenschaften bei erhärtungsbedingter Zwangsbeanspruchung und deren recheneffiziente Erfassung“) wurde weitestgehend fertiggestellt, befindet sich jedoch immer noch im Review-Prozess für das Wiley-Journal „Beton und Stahlbetonbau“. Aufgrund einer kürzlich an der TU Graz fertiggestellten Dissertation, die u.a. das in gegenständlicher Publikation beschriebene Materialmodell eingehend untersucht und verifiziert hat, kann die Veröffentlichung erst 2027 stattfinden. Dies, da die aus der Dissertation gewonnenen Erkenntnisse noch unbedingt in die Publikation eingearbeitet werden sollen, um größtmögliche Kohärenz zu gewährleisten..
Künftig ist geplant auch aktuelle (praxisbezogene) Forschungsprojekte des Instituts für Betonbau der TU Graz auf der Baustelle („on-site“) umzusetzen und/oder gegebenenfalls die Entwicklung neuer Technologien zu unterstützen bzw. diese einzusetzen. Dies soll z.B. in Kooperation mit verschiedenen Forschungsförderungsgesellschaften wie FFG oder FWF etc. erfolgen; gleichzeitig ist es der Fa. Heinrich Bau-Ges.m.b.H. ein Anliegen sich i.S. der Nachhaltigkeit/Klimaschutzes zu positionieren. Diesbezüglich fanden bereits Vorgespräche mit Vertretern der TU Graz resp. dem Institut für Betonbau statt.
Heinrich Bau-Gesellschaft m.b.H.
Bauunternehmen
Burgenlandstraße 22, 8280 Fürstenfeld
VIII. Voraussichtliche Entwicklung
Das laufende Geschäftsjahr ist nach wie vor geprägt von einer schwächeren Baukonjunktur bzw. schlechteren Auftragslage der Industrie bzw. Gewerbebetriebe. Daher sind künftig negative Auswirkungen auf das Wachstum zu erwarten, jedoch nicht auf die weitere Fortführung der Unternehmenstätigkeit. Es ist allerdings zu erwarten, dass sich dieser Konjunkturtrend langsam umzukehren beginnt.
Die kollektivvertragliche Erhöhung der Personalkosten ist im laufenden Geschäftsjahr im Vergleich zum Vorjahr höher ausgefallen (Arbeiterinnen 2026/2027: +3,60 %; VJ 2025/2026: +2,70 % bzw. Angestellte 2026/2027: +3,60 %; VJ 2025/2026: +2,70 %). Am Materialsektor gibt es weiterhin Preissteigerungen, jedoch nicht in dem Ausmaß, als das in den vergangenen Jahren der Fall war. Im heurigen Jahr wird ein ausgeglichenes Betriebsergebnis erwartet.
Unser Unternehmen ist bestrebt auch weiterhin eine führende Marktstellung in der Oststeiermark einzunehmen. Aufgrund der zuvor bzw. auch eingangs beschriebenen Situation im Hinblick auf (regionsfremde) Mitbewerber bzw. mitbewerbenden Konzernen ist es jedoch erforderlich, auch weiterhin Aufträge außerhalb dieser Region zu erhalten, um eine beständige Auslastung zu gewährleisten und damit den Personalstand halten zu können.
Fürstenfeld, am 23.09.2026