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Lagebericht 2025

Brauerei Frastanz eGen

Original-PDF

Stichtag 31. Dez. 2025 · Eingereicht am 30. Sep. 2026

Inhaltsverzeichnis

L A G E B E R I C H T

2 0 2 5

der

Brauerei Frastanz

Bericht über den Geschäftsverlauf und die wirtschaftliche Lage

1.1. Geschäftsverlauf

1.1.1. Erläuterungen der wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Rahmenbedingungen

Das volkswirtschaftliche Umfeld in Osterreich:

Nach zwei rezessiven Jahren zeigte die österreichische Wirtschaft im Jahr 2025 wieder eine leichte Stabilisierung. Laut den vorläufigen Ergebnissen von Statistik Austria stieg das reale Bruttoinlandsprodukt im Jahresdurchschnitt um 0,6 %. Die Erholung blieb jedoch schwach und uneinheitlich. Während der Dienstleistungsbereich die Entwicklung stützte, blieben Industrie, Bauwirtschaft und investitionsnahe Bereiche weiterhin von verhaltener Nachfrage, hohen Kosten und einem schwierigen internationalen Umfeld geprägt. Die Wettbewerbsfähigkeit vieler Unternehmen war durch die in den Vorjahren stark gestiegenen Lohn-, Energie- und Finanzierungskosten weiterhin belastet.

Der private Konsum entwickelte sich im Jahr 2025 nur moderat. Die Konsumausgaben der privaten Haushalte stiegen real um rund 0,5 %, gleichzeitig blieb die Sparneigung hoch. Hohe Lebenshaltungskosten, eine nur zaghafte Verbesserung der Stimmung und Unsicherheit über die weitere wirtschaftliche Entwicklung wirkten dämpfend. Auch die Nachfrage nach Unternehmenskrediten und Investitionen blieb trotz sinkender Leitzinsen insgesamt vorsichtig. Im Bau- und Wohnbereich war weiterhin Zurückhaltung erkennbar.

Im internationalen Umfeld blieb Europa gegenüber den dynamischeren Wirtschaftsräumen USA und Asien weiterhin zurück. Die deutsche Wirtschaft als wichtigster Handelspartner Osterreichs entwickelte sich nur schwach, was insbesondere exportorientierte Unternehmen belastete. Für 2026 wird in Osterreich zwar eine weitere, aber nur moderate Konjunkturbelebung erwartet. Die Osterreichische Nationalbank geht für 2026 von einem realen Wachstum von 0,8 % aus. Die Erholung dürfte vor allem von sinkenden Finanzierungskosten, einer langsameren Teuerung und einer schrittweisen Verbesserung des privaten Konsums getragen werden.

Die Geldpolitik im Euroraum wurde im Jahresverlauf 2025 schrittweise gelockert. Nach dem deutlichen Zinsanstieg der Vorjahre führten die ersten Leitzinssenkungen der Europäischen Zentralbank zu einer gewissen Entspannung bei den Finanzierungskosten. Dennoch blieb das Zinsniveau weiterhin spürbar über dem Niveau der Jahre vor der Hochinflationsphase. Für Unternehmen bedeutete dies, dass Investitionen und Finanzierungen weiterhin mit erhöhten Kosten verbunden waren. Gleichzeitig verbesserten die sinkenden Zinsen die Rahmenbedingungen für künftige Investitionsentscheidungen schrittweise, Insgesamt blieb die Zinsentwicklung damit auch im Jahr 2025 ein wichtiger Einflussfaktor für die wirtschaftliche Entwicklung.

Die Inflationsrate lag im Jahresdurchschnitt 2025 bei 3,6 % und damit höher als im Vorjahr. Preistreibend wirkten insbesondere Wohnen, Wasser und Energie, aber auch Nahrungsmittel und Dienstleistungen. Die Teuerung blieb damit trotz Entspannung gegenüber den Spitzenwerten der Jahre 2022 und 2023 weiterhin deutlich spürbar. Auch der Arbeitsmarkt zeigte die schwache Konjunktur. Die Arbeitslosenquote nach nationaler AMS-Berechnung erhöhte sich im Jahresdurchschnitt 2025 in Osterreich auf 7,4 %; in Vorarlberg lag sie bei 5,9 %.

Über der weiteren Entwicklung stehen weiterhin geopolitische und handelspolitische Unsicherheiten. Der Krieg in der Ukraine, Spannungen im Nahen Osten, mögliche Handelskonflikte sowie notwendige Budgetkonsolidierungen können die konjunkturelle Erholung dämpfen. Gleichzeitig bleiben Energie- und Rohstoffmärkte anfällig für kurzfristige Preisschwankungen, was auch die Planbarkeit in der Lebensmittelund Getränkeproduktion beeinträchtigen kann.

Die wirtschaftliche Situation in der Region:

Die wirtschaftliche Lage in Vorarlberg blieb auch im Jahr 2025 herausfordernd. Im Vorarlberger Handel waren zwar erste Erholungstendenzen erkennbar, die Entwicklung blieb aber differenziert: nominell stieg der Gesamtumsatz leicht, trotzdem blieb die Situation weiterhin angespannt. Die Kaufkraft vieler Haushalte

1 Quellenbasis für den allgemeinen Wirtschaftsteil: Statistik Austria (BIP und Verbraucherpreisindex 2025). OeNB und EZB (Konjunktur- und Zinsentwicklung). AMS/WKO (Arbeitsmarkt), WKO Vorariberg (Handelskonjunktur) sowie Verband der Brauereien Osterreichs/WKO (Braubilanz 2025).

war durch hohe Lebenshaltungskosten belastet. Ein bewusstes und preisorientiertes Konsumverhalten war daher auch 2025 deutlich zu beobachten.

Der Trend zu Sonderangeboten und günstigeren Produkten setzte sich fort. Gleichzeitig zeigte sich erneut eine differenzierte Marktentwicklung. In bestimmten Segmenten, insbesondere bei regionalen, hochwertigen und handwerklich hergestellten Lebensmitteln und Getränken, blieb die Nachfrage erfreulich stabil, Die regionale Verwurzelung, die hohe Markenloyalität und die sichtbare Genossenschaftsidee wirkten sich weiterhin positiv auf die Marktposition der Brauerei aus.

Bei Energie, Verpackung, Rohstoffen und Personal blieben die Kosten spürbar über dem Niveau der Vorkrisenjahre. Einzelne Entlastungen konnten den allgemeinen Kostendruck nur teilweise ausgleichen. Die Investitionen in die neue Brauerei und die modernisierten Anlagen zeigten im laufenden Betrieb jedoch zunehmend positive Effekte. Stabilere Prozesse, eine bessere Energieeffizienz und eine höhere Produktionssicherheit unterstützten die Produktqualität und die laufende Betriebsführung.

Die österreichische Brauwirtschaft befand sich 2025 in einer Phase spürbarer Veränderung. Der Gesamtausstoß inklusive alkoholfreiem Bier und Export lag österreichweit bei 9,25 Mio. Hektolitern und damit um 7,1 % unter dem Vorjahr. Rückläufige Konsummengen, ein verändertes Genussverhalten und die Umstellung auf das Einwegpfandsystem prägten den Markt. Positiv entwickelte sich hingegen die Nachfrage nach alkoholfreien Bieren, deren Inlands-Ausstoß weiter zulegen konnte. Diese Marktverschiebung bestätigt die strategische Bedeutung alkoholfreier und regional positionierter Produkte auch für die Brauerei Frastanz1.

1.1.2. Geschäftsentwicklung

1.1.2.1. Entwicklung des Gesamtumsatzes

Die Entwicklung des Gesamtumsatzes im Geschäftsjahr 2025 zeigt folgendes Bild (in TEUR):

Angaben aus dem Lagebericht, Originalseite 3
GJ 2024GJ 2025Veränderung
Gesamtumsatz13.36713.581+ 214

Der Gesamtumsatz erhöhte sich von TEUR 13.367 um TEUR 214 bzw. rund 1,6 % auf TEUR 13.581. Damit konnte die Genossenschaft den Umsatz trotz eines schwierigen Marktumfelds und rückläufiger Entwicklungen im österreichischen Biermarkt weiter steigern. Die Entwicklung ist vor allem auf eine stabile regionale Marktbearbeitung, positive Beiträge im Fassbierbereich, die Weiterentwicklung alkoholfreier Produkte sowie höhere Erlöse aus Pfand, Vermietung und Veranstaltungen zurückzuführen.

1.1.2.2. Entwicklung des Umsatzes nach Warengruppen

Im Jahr 2025 verlief die Umsatzentwicklung in den einzelnen Absatzkanälen erneut differenziert. Der Gastronomiebereich zeigte sich insgesamt stabil bis erfreulich. Die Erlöse Frastanzer Fass stiegen von TEUR 2.008 auf TEUR 2.220. Feste, Vereinsveranstaltungen und die Saisongastronomie entwickelten sich insgesamt solide, blieben jedoch weiterhin wetter- und veranstaltungsabhängig. Das Bockbierfest konnte die Erlöse von TEUR 258 auf TEUR 286 erhöhen und leistete damit erneut einen wichtigen Beitrag zur regionalen Sichtbarkeit der Brauerei.

Im Lebensmitteleinzelhandel blieb der Absatz von Flaschenbier auf einem hohen Niveau, war jedoch weiterhin starkem Preis- und Aktionsdruck durch nationale und internationale Anbieter ausgesetzt. Die Erlöse Frastanzer Flasche lagen mit TEUR 5.869 leicht unter dem Vorjahreswert von TEUR 5.985. Demgegenüber entwickelten sich Handelswaren alkoholfreie Getränke mit TEUR 2.006 nach TEUR 1.949 sowie die Produktion VOUS mit TEUR 1.154 nach TEUR 929 positiv. Diese Entwicklung unterstreicht die Bedeutung der alkoholfreien und regionalen Ergänzungssortimente.

Erfreulich entwickelte sich insbesondere der Bereich alkoholfreier Produkte. Das alkoholfreie BIO-Bier konnte weiter an Bekanntheit gewinnen und leistete einen positiven Beitrag zur Sortimentsentwicklung. Auch die Limomarke VOUS wurde weiterentwickelt und in der regionalen Marktbearbeitung gestärkt. Die Erlöse aus Produktion Fremdbier entfielen gegenüber dem Vorjahr, konnten jedoch durch die positive Entwicklung anderer Warengruppen, durch Lohnabfüllungen und Sonderproduktionen sowie durch sonstige Erlöse teilweise kompensiert werden.

* Quellenbasis für den allgemeinen Wirtschaftsteil: Statistik Austria (BIP und Verbraucherpreisindex 2025), OeNB und EZB (Konjunktur- und Zinsentwicklung),

AMS/WKO (Arbeitsmarkt), WKO Vorariberg (Handelskonjunktur) sowie Verband der Brauereien Osterreichs/WKO (Braubilanz 2025).

1.1.3. Geschäftsführung und Mitarbeiter

Die Geschäftsführung blieb im Jahr 2025 unverändert.

Zum Stichtag 31.12.2025 beschäftigte die Genossenschaft nach Köpfen 16 Angestellte und 39 Arbeiter. Die durchschnittliche Anzahl der Beschäftigten im Geschäftsjahr wird im Anhang dargestellt. Der Personalstand wurde entsprechend den betrieblichen Erfordernissen angepasst. Die Entwicklung des Personalaufwands zeigt trotz des weiterhin anspruchsvollen Arbeitsmarktes eine leichte Entlastung gegenüber dem Vorjahr.

1.1.4. Leistungen besonderer Art

Spezielle Leistungen für einzelne Zielgruppen und zur Weiterentwicklung der betrieblichen Strukturen:

• Stabilisierung und Optimierung des ERP-Systems • Digitalisierung von Prozessen über die gesamte Produktion und Logistik • Optimierung der neuen Brauerei und Produktionsanlagen • Marktbearbeitung und Weiterentwicklung des alkoholfreien BIO-Bieres • Einführung und Weiterentwicklung der Mitgliederkarte • Stabilisierung und Begleitung der Braugaststätte Rösslepark • Marktbearbeitung und Weiterentwicklung VOÜS

1.1.5. Besondere Ereignisse im Geschäftsjahr

Das Geschäftsjahr 2025 stand im Zeichen der weiteren Stabilisierung und Optimierung der neuen Brauerei sowie der modernisierten Produktionsanlagen. Nach den umfangreichen Investitionen der Vorjahre lag der Schwerpunkt nicht mehr auf der Errichtung neuer Infrastruktur, sondern auf der erfolgreichen Überführung der Anlagen in einen stabilen und effizienten Regelbetrieb. Die Produktionsabläufe wurden weiter verbessert, interne Schnittstellen geschärft und die Prozesssicherheit in der täglichen Arbeit erhöht.

Ein besonderer Fokus lag auf der Stabilisierung und Optimierung des ERP-Systems. Die im Unternehmen eingesetzten digitalen Strukturen wurden weiterentwickelt und zunehmend stärker in die betrieblichen Abläufe eingebunden. Dies betraf insbesondere die Bereiche Produktion, Logistik, Warenwirtschaft und Verwaltung. Durch die Digitalisierung von Prozessen über die gesamte Produktion und Logistik konnten Transparenz, Planbarkeit und Steuerungsmöglichkeiten weiter verbessert werden. Die damit verbundenen organisatorischen Anpassungen wurden laufend begleitet und Schritt für Schritt in den Arbeitsalltag integriert.

Die Optimierung der neuen Brauerei und der Produktionsanlagen zeigte sich vor allem in stabileren Abläufen, einer verbesserten Anlagenverfügbarkeit und einer höheren Prozesssicherheit. Die Erfahrungen aus dem laufenden Betrieb wurden genutzt, um einzelne Produktionsschritte weiter abzustimmen und Effizienzpotenziale zu heben. Die Produktqualität blieb durchgehend auf hohem Niveau. Die laufende Qualitätssicherung und die enge Abstimmung zwischen Produktion, Technik und Vertrieb trugen wesentlich dazu bei, die hohe Qualität der Frastanzer Produkte sicherzustellen.

Ein weiterer Schwerpunkt war die Marktbearbeitung und Weiterentwicklung des alkoholfreien BIO-Bieres. Dieser Produktbereich konnte sich in einem Marktumfeld, in dem bewusster Konsum und alkoholfreie Alternativen weiter an Bedeutung gewinnen, positiv positionieren. Die Brauerei sieht in diesem Segment weiterhin ein wichtiges Zukunftsfeld, da es sowohl bestehende Kundengruppen anspricht als auch neue Absatzmöglichkeiten eröffnet.

Auch die Marke VOUS wurde im Geschäftsjahr 2025 weiterentwickelt und in der regionalen Marktbearbeitung gestärkt. Die Entwicklung dieses Sortimentsbereichs bestätigt die strategische Bedeutung alkoholfreier und regional positionierter Getränke. VOUS ergänzt das klassische Biergeschäft und unterstützt die breitere Aufstellung der Brauerei im regionalen Getränkemarkt.

Mit der Einführung und Weiterentwicklung der Mitgliederkarte wurde ein weiterer Schritt zur Stärkung der Genossenschaft und der Mitgliederbindung gesetzt. Die Mitgliederkarte ermöglicht eine gezieltere Ansprache der Mitglieder, schafft zusätzliche Vorteile und unterstützt die laufende Kommunikation mit der

¹ Quellenbasis für den allgemeinen Wirtschaftsteil: Statistik Austria (BIP und Verbraucherpreisindex 2025), OeNB und EZB (Konjunktur- und Zinsentwicklung), AMS/WKO (Arbeitsmarkt). WKO Vorarlberg (Handelskonjunktur) sowie Verband der Brauereien Österreichs/WKO (Braubilanz 2025).

genossenschaftlichen Basis. Damit wird der Förderauftrag der Genossenschaft auch im täglichen Marktauftritt sichtbarer.

1.1.6. Erfüllung des Genossenschaftszweckes

Die Genossenschaft stellt im Rahmen der geschäftlichen Aktivitäten ihre Einrichtungen und Leistungen den Mitgliedern zur Verfügung. Weiters werden zugunsten der Mitglieder informative Veranstaltungen durchgeführt, die echte Bierkultur fördern und die gelebte Regionalität sichtbar machen.

Durch die Mitgliederkarte, gezielte Mitgliederaktionen, Veranstaltungen und die laufende Kommunikation konnte der genossenschaftliche Gedanke im Geschäftsjahr 2025 weiter gestärkt werden. Die Brauerei versteht sich weiterhin als regional verankertes Unternehmen, das die Interessen seiner Mitglieder, Kunden, Mitarbeitenden und Partner in den Mittelpunkt stellt.

1.2. Bericht über Betriebsstätten

Die Investitionen der Genossenschaft betrafen im Geschäftsjahr 2025 im Wesentlichen Sachanlagen, immaterielle Vermögensgegenstände sowie Finanzanlagen. In Sachanlagen wurden TEUR 662 investiert. Darüber hinaus entfielen TEUR 51 auf immaterielle Vermögensgegenstände sowie TEUR 736 auf Finanzanlagen inkl. Umgebuchter Ausleihungen. Die Investitionen in Sachanlagen betrafen im Wesentlichen Rest- und Optimierungsmaßnahmen im Zusammenhang mit der Modernisierung der Brauerei, laufende Ersatzinvestitionen sowie Investitionen in Digitalisierung, Betriebsausstattung und Effizienzverbesserungen. Die Anlagen im Bau reduzierten sich gegenüber dem Vorjahr deutlich, was den weitgehenden Abschluss der großen Investitionsphase widerspiegelt.

1.3. Darstellung der Lage inkl. finanzieller Leistungsindikatoren

1.3.1. Vermögenslage

Die Bilanzsumme erhöhte sich im Jahr 2025 um TEUR 1.473 bzw, rund 5,5 % auf TEUR 28.428, Das Anlagevermögen verringerte sich von TEUR 23.462 auf TEUR 22.671. Diese Entwicklung ist insbesondere auf planmäßige Abschreibungen sowie Abgänge bzw. Neuordnungen von Vermögenswerten zurückzuführen. Wesentlich beeinflusst wurde die Entwicklung durch den Verkauf einer Gaststätte, der einerseits zu Abgängen im Anlagevermögen führte und andererseits die Forderungspositionen erhöhte, Innerhalb des Anlagevermögens reduzierten sich die Sachanlagen von TEUR 22.814 auf TEUR 21.380, während die Finanzanlagen von TEUR 438 auf TEUR 1.172 anstiegen,

Das Umlaufvermögen erhöhte sich deutlich von TEUR 3.319 auf TEUR 5.521. Wesentlicher Treiber war insbesondere der Anstieg der Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände von TEUR 1.725 auf TEUR 3.837. Darin enthalten sind Forderungen im Zusammenhang mit dem Verkauf der Gaststätte in Höhe von TEUR 2.040. Darüber hinaus erhöhten sich die Vorräte von TEUR 1.539 auf TEUR 1.669, Insgesamt spiegelt die Vermögenslage die abgeschlossene Investitionsphase, die Neuordnung einzelner Vermögenspositionen, den Verkauf der Gaststätte sowie den weiterhin hohen Mittelbedarf im operativen Geschäft wider.

1.3.1.1. Eigenkapital

Das buchmäßige Eigenkapital erhöhte sich im Jahr 2025 um TEUR 753 auf TEUR 870. Der Eigenkapitalanteil beträgt 3,1 % des Gesamtkapitals. Das erweiterte Eigenkapital inklusive Investitionszuschüsse beläuft sich auf TEUR 1.773 bzw. 6,2 % der Bilanzsumme, Positiv wirkten insbesondere der Jahresüberschuss in Höhe von TEUR 662 sowie die Erhöhung der Geschäftsanteile verbleibender Mitglieder von TEUR 2.554 auf TEUR 2.645. Der Bilanzverlust konnte dadurch von TEUR 3.027 auf TEUR 2.365 reduziert werden.

1.3.1.2. Fremdkapital

An Positionen des Fremdkapitals einschließlich Investitionszuschüssen wurden zum 31.12.2025 insgesamt TEUR 27.558 ausgewiesen. Dies entspricht 96,9 % des Gesamtkapitals. Das Fremdkapital exklusive Investitionszuschüsse beläuft sich auf TEUR 26.655 bzw. 93,8 % der Bilanzsumme. Die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten lagen mit TEUR 23.274 weiterhin auf hohem Niveau und prägten die Finanzierungsstruktur der Genossenschaft. Die Rückstellungen erhöhten sich auf TEUR 1.227, im Wesentlichen aufgrund höherer Personal- und sonstiger Rückstellungen.

* Quellenbasis für den allgemeinen Wirtschaftsteil Statistik Austria (BIP und Verbraucherpreisindex 2025), OeNB und E28 (Konjunktur- und Zinsentwicklung).

AMS/WKO (Arbeitsmarkt), WKO Vorarlberg (Handelskonjunktur) sowie Verband der Brauereien Österreichs/WKO (Braubilanz 2025).

1.3.2. Ertragslage

Die Betriebserträge entwickelten sich im Jahr 2025 deutlich positiv und erhöhten sich gegenüber dem Vorjahr von TEUR 13.752 auf TEUR 15.178. Die Umsatzerlöse stiegen auf TEUR 13.581. Zusätzlich erhöhten sich die sonstigen betrieblichen Erträge auf TEUR 1.601, vor allem aufgrund der Einmaleffekte aus dem Abgang bzw. der Neuordnung von Anlagevermögen. Operativ wirkten sich die stabile Absatzentwicklung, Preis- und Sortimentsanpassungen, die positive Entwicklung alkoholfreier Produkte sowie zusätzliche Erlöse aus Veranstaltungen, Vermietung und Sonderabfüllungen positiv aus.

Die Betriebsaufwendungen lagen im Geschäftsjahr 2025 weiterhin auf hohem Niveau, entwickelten sich aber insgesamt günstiger als im Vorjahr. Der Materialaufwand einschließlich bezogener Leistungen erhöhte sich von TEUR 5.045 auf TEUR 5.343. Der Personalaufwand verringerte sich dagegen von TEUR 4.092 auf TEUR 4.004. Die Abschreibungen erhöhten sich infolge der Investitionen der Vorjahre auf TEUR 1.603. Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen reduzierten sich von TEUR 2.713 auf TEUR 2.641. Positiv wirkten sich stabilere Abläufe in der neuen Brauerei, geringere Anlaufbelastungen und erste Effizienzgewinne aus.

Das Betriebsergebnis in Relation zur Betriebsleistung betrug im Jahr 2025 11,70 %. Der diesbezügliche Vorjahreswert lag bei 2,87 %. Das im Jahr 2025 erwirtschaftete Ergebnis vor Steuern beläuft sich auf TEUR 709 und hat sich gegenüber dem Vorjahr um TEUR 1.388 verbessert. Nach Steuern wurde ein Jahresüberschuss von TEUR 662 erzielt, nach einem Jahresfehlbetrag von TEUR 678 im Vorjahr. Die Ergebnisverbesserung beruht sowohl auf operativen Fortschritten als auch auf wesentlichen Einmaleffekten aus Anlagenabgängen.

2 Der Eigenkapitalanteil wird wie folgt ermittelt: Eigenkapital / Bilanzsumme 31.12.2025 x 100, 3 Betriebsergebnis laut GuV. 4

Betriebsleistung: Umsatzerlöse + Bestandsveränderungen + aktivierte Eigenleistungen.

1.3.3. Finanzlage

Das Finanzergebnis ist mit TEUR -881 weiterhin deutlich negativ, verbesserte sich jedoch gegenüber dem Vorjahr um TEUR 169. Die Zinsen und ähnlichen Aufwendungen reduzierten sich von TEUR 1.065 auf TEUR 890. Die Belastung ist weiterhin auf das im Zusammenhang mit den Investitionen erhöhte Finanzierungsvolumen sowie das im Vergleich zu den Vorkrisenjahren höhere Zinsniveau zurückzuführen. Die im Jahresverlauf 2025 eingetretene zinsseitige Entlastung wirkte sich bereits positiv aus, die Finanzierungskosten bleiben jedoch ein wesentlicher Einflussfaktor auf das Jahresergebnis.

Die Zahlungsfähigkeit der Genossenschaft war im Geschäftsjahr 2025 jederzeit gegeben. Die Liquiditätsplanung wurde laufend überwacht und an die operative Entwicklung sowie an die Finanzierungserfordernisse angepasst. Die liquiden Mittel reduzierten sich von TEUR 55 auf TEUR 15. Gleichzeitig erhöhten sich die Forderungen deullich, insbesondere die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sowie Forderungen gegenüber Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht. Ein besonderes Augenmerk liegt daher weiterhin auf aktivem Forderungsmanagement, Working-Capital- Steuerung und der planmäßigen Bedienung der Finanzverbindlichkeiten.

1.3.4. Nichtfinanzielle Leistungsindikatoren

Im Bereich Umwelt liegt der Fokus weiterhin auf einem sparsamen Einsatz von Ressourcen. Der Wasserund Energieverbrauch sowie die Abfall- und Emissionswerte stehen im Mittelpunkt der laufenden Überwachung und Optimierung. Die Modernisierung der Produktionsanlagen unterstützt die nachhaltige Ausrichtung des Unternehmens und schafft die Grundlage für eine effizientere Nutzung von Energie, Rohstoffen und betrieblichen Ressourcen.

Die Arbeitnehmerbelange betreffen vor allem Teamstabilität, Mitarbeitermotivation, Arbeitssicherheit und Personalentwicklung. Im Geschäftsjahr 2025 wurde weiterhin Wert auf eine sorgfältige Einarbeitung neuer Kolleginnen und Kollegen, interne Schulungen und eine direkte Kommunikation gelegt. Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter leisteten einen wesentlichen Beitrag zur Stabilisierung der neuen Abläufe, zur Verbesserung der Produktivität und zur erfolgreichen Weiterentwicklung der betrieblichen Prozesse.

Weitere wichtige Leistungsindikatoren 2025/2026:

• Entwicklung des Kundenstamms • Steigerung der Effizienz der Produktion

¹ Quellenbasis fur den allgemeinen Wirtschaftsteil: Statistik Austria (BIP und Verbraucherpreisindex 2025), OeNB und EZB (Konjunktur- und Zinsentwicklung), AMS/WKO (Arbeitsmarkt), WKO Vorariberg (Handelskonjunktur) sowie Verband der Brauereien Österreichs/WKO (Braubilanz 2025).

• Weiterentwicklung alkoholfreier Produkte, insbesondere des alkoholfreien BIO-Bieres • Entwicklung der Genossenschaftsmitglieder • Stärkung der digitalen Prozesse in Produktion, Logistik und Verwaltung

1.4. Besondere Vorgänge nach dem Geschäftsjahrabschluss

Die ersten Monate des Geschäftsjahres 2026 zeigen ein weiterhin anspruchsvolles Marktumfeld, Die Gesamtentwicklung bleibt von einer zurückhaltenden Konsumnachfrage, hohem Wettbewerbsdruck und einem preisbewussten Kaufverhalten geprägt. Insbesondere im klassischen Flaschenbiergeschäft sowie in Teilen des Gastronomie- und Fassbierbereichs ist eine verhaltenere Entwicklung erkennbar. Diese Entwicklung zeigl, dass die Absatzmärkte weiterhin sensibel auf Preis, Konsumstimmung, Wetter und Veranstaltungsaktivität reagieren.

Gleichzeitig zeigen einzelne Bereiche eine erfreuliche Entwicklung. Besonders positiv hervorzuheben ist die Entwicklung von VOUS. Die Marke konnte ihre Marktposition weiter stärken und bestätigt damit die strategische Bedeutung alkoholfreier und regional positionierter Getränke. Auch das alkoholfreie BIO-Bier bleibt ein wichtiges Zukunftsthema. Die Nachfrage nach alkoholfreien Produkten und bewussten Alternativen entwickelt sich weiterhin positiv und eröffnet der Brauerei zusätzliche Chancen außerhalb des klassischen Bierabsatzes.

Nach dem Geschäftsjahresabschluss wurde mit der Beteiligung an der Segos Braumanufaktur GmbH ein weiterer strategischer Schritt gesetzt. Die Gesellschaft mit Sitz in Göfis wurde im April 2026 in das Firmenbuch eingetragen und betreibt eine Braumanufaktur zur Erzeugung von Bier. Die Beteiligung eröffnet der Brauerei Frastanz zusätzliche Möglichkeiten im Bereich handwerklicher Spezialitäten, Produktentwicklung und regionaler Kooperationen. Gleichzeitig kann die kleinere Struktur der Braumanufaktur genutzt werden, um neue Bierideen und Sonderproduktionen in einem flexibleren Umfeld weiterzuentwickeln. Die Beteiligung ergänzt damit die bestehende Produktions- und Markenstrategie und stärkt die regionale Präsenz der Brauerei.

Ein weiterer wesentlicher Vorgang nach dem Geschäftsjahresabschluss betrifft den Verkauf eines nicht betriebsnotwendigen Grundstücks. Der daraus resultierende Mittelzufluss stärkt die Vermögens- und Finanzlage der Genossenschaft und verbessert die finanzielle Ausgangslage für das laufende Geschäftsjahr. Der Verkauf trägt wesentlich zur Stabilisierung der Liquidität bei und unterstützt die Unternehmensfortführung. Mittelfristig kann der Mittelzufluss zudem dazu beitragen, die Verschuldungsstruktur zu entlasten, die Zinslast zu senken und das Finanzergebnis zu verbessern.

Die Rohertragssituation zeigte sich im bisherigen Geschäftsjahr differenziert. Während sich einzelne Produkt- und Sortimentsbereiche stabil bzw. positiv entwickelten, blieb die Rohertragsentwicklung auf Gesamtunternehmensebene unter Druck. Dies zeigt, dass Preis-, Mengen- und Sortimentsveränderungen weiterhin eng beobachtet werden müssen. Die Optimierung von Einkauf, Produktion, Logistik und Sortimentssteuerung bleibt daher ein wesentlicher Ansatzpunkt, um die Wirtschaftlichkeit des laufenden Betriebs zu verbessern.

Auf der Kostenseite zeigt sich ein differenziertes Bild. Während einzelne betriebliche Aufwandsbereiche weiterhin gut kontrolliert werden konnten, bleibt der Personalaufwand ein wesentlicher Kostenfaktor. Auch das Finanzergebnis belastet die Ertragslage weiterhin deutlich. Die Finanzierungskosten bleiben daher ein zentrales Thema für die künftige Entwicklung. Zusätzlich wirken sich Sondereffekte aus Strukturmaßnahmen bzw. Abgangseffekten belastend auf das Ergebnis aus.

Der operative Geschäftsbetrieb bleibt trotz einzelner positiver Entwicklungen in bestimmten Sortiments- und Erlösbereichen weiterhin deutlich unter Druck. Die Entwicklung liegt unter den Erwartungen und macht deullich, dass die nachhaltige Stabilisierung der Ertragslage eine konsequente Fortführung der bereits eingeleiteten Maßnahmen erfordert. Im Mittelpunkt stehen dabei die weitere Optimierung der Abläufe, die Verbesserung der Auslastung, die aktive Marktbearbeitung, die Stärkung margenstarker Produkte sowie die laufende Kontrolle von Kosten, Forderungen und Liquidität.

Besondere Vorgänge mit existenzgefährdender Wirkung sind nach aktuellem Stand nicht erkennbar. Die Entwicklung der Absatzmärkte, der Kostenstruktur, der Finanzierungskosten und der Liquidität wird weiterhin laufend beobachtet und erforderliche Steuerungsmaßnahmen werden zeitnah gesetzt.

* Quellenbasis für den allgemeinen Wirtschaftsteil: Statistik Austria (BIP und Verbraucherpreisindex 2025), OeNB und EZB (Konjunktur- und Zinsentwicklung),

AMSIWKO (Arbeitsmarkt). WKO Vorarlberg (Handelskonjunktur) sowie Verband der Brauereien Österreichs/WKO (Braubilanz 2025),

2. Bericht über die voraussichtliche Entwicklung und Risiken des Unternehmens

2.1. Voraussichtliche betriebliche Entwicklung

Vor dem Hintergrund des bisherigen Geschäftsverlaufs im Jahr 2026 ist weiterhin von einem herausfordernden wirtschaftlichen Umfeld auszugehen. Die Entwicklung zeigt, dass der Markt keine automatische Mengenausweitung zulässt und dass Umsatzwachstum nur durch gezielte Marktbearbeitung, Produktinnovation, klare Positionierung und eine stärkere Nutzung bestehender Kundenbeziehungen erreicht werden kann.

Ein zentrales Ziel bleibt weiterhin die Stabilisierung der klassischen Absatzbereiche Flasche, Fass und Gastronomie. Diese Bereiche bilden nach wie vor das Fundament der Brauerei, stehen aber unter erheblichem Preis- und Wettbewerbsdruck. Insbesondere im Lebensmitteleinzelhandel ist eine konsequente Positionierung erforderlich, um sich gegenüber nationalen und internationalen Aktionsanbietern zu behaupten. In der Gastronomie und bei Veranstaltungen bleibt die Entwicklung weiterhin abhängig von Konsumstimmung, Wetter, Tourismus und regionaler Veranstaltungsaktivität.

Gleichzeitig ergeben sich klare Chancen aus der Weiterentwicklung alkoholfreier Produkte. Das alkoholfreie BIO-Bier und VOUS sind wichtige Bausteine für die künftige Marktstrategie, Beide Bereiche sprechen aktuelle Konsumtrends an und ermöglichen eine breitere Positionierung der Brauerei im regionalen Getränkemarkt. Diese Produkte sollen weiter gestärkt und gezielt in der Marktbearbeitung eingesetzt werden.

Die neue Brauerei und die modernisierten Produktionsanlagen bilden weiterhin eine wesentliche Grundlage für die künftige Entwicklung. In der Produktion konnten durch die Investitionen und Optimierungen der vergangenen Jahre bereits wesentliche Effizienzpotenziale gehoben werden. Die Produktionsabläufe sind weitgehend stabilisiert, und die bestehenden Anlagen werden zunehmend effizient genutzt. Eine wesentliche noch bestehende strukturelle Lücke betrifft das Sudhaus. Während viele nachgelagerte Produktionsbereiche bereits modernisiert wurden, stellt das Sudhaus weiterhin einen zentralen nächsten Entwicklungsschritt dar. Ziel ist es, die Möglichkeiten für eine künftige Modernisierung bzw. einen Neubau des Sudhauses weiter zu prüfen und die dafür erforderlichen Voraussetzungen zu schaffen.

Dabei soll auch die genossenschaftliche Struktur der Brauerei aktiv genutzt werden. Gemeinsam mit den Mitgliedern sollen geeignete Modelle geprüft werden, um die Finanzierung eines künftigen Sudhausprojekts zu unterstützen und das Projekt möglichst breit in der Genossenschaft zu verankern. Damit soll die Produktionsstruktur langfristig vervollständigt, die regionale Identifikation gestärkt und die Wettbewerbsfähigkeit der Brauerei weiter abgesichert werden.

Ein besonderer Schwerpunkt des laufenden Geschäftsjahres liegt auf der Logistik. Hier werden bestehende Abläufe analysiert, neu strukturiert und schrittweise optimiert. Ziel ist es, die Logistik effizienter, transparenter und besser planbar zu gestalten. Dazu zählen insbesondere die Verbesserung der internen Warenflüsse, die Optimierung von Lager- und Auslieferprozessen, eine klarere Strukturierung der Verantwortlichkeiten sowie eine bessere Abstimmung zwischen Produktion, Lager, Vertrieb und Zustellung. Die Logistik stellt damit einen wesentlichen Hebel dar, um die Wirtschaftlichkeit des laufenden Betriebs weiter zu verbessern.

Die Digitalisierung der Prozesse bleibt ein weiterer wesentlicher Entwicklungsschwerpunkt. Das ERP- System soll weiter stabilisiert und stärker als Steuerungsinstrument genutzt werden. Insbesondere in Produktion, Logistik, Warenwirtschaft, Vertrieb und Verwaltung sollen digitale Prozesse helfen, Transparenz, Geschwindigkeit und Planbarkeit zu erhöhen. Dadurch sollen operative Entscheidungen besser unterstützt, Schnittstellen reduziert und Effizienzpotenziale rascher erkannt werden.

Aufgrund des weiterhin hohen Finanzierungsaufwands bleibt die Verbesserung des operativen Ergebnisses von zentraler Bedeutung. Die Genossenschaft wird daher auch künftig ein besonderes Augenmerk auf Rohertrag, Kostenstruktur, Working Capital, Forderungsmanagement und Liquidität legen. Der Verkauf des nicht betriebsnotwendigen Grundstücks verbessert die Ausgangslage deutlich, ersetzt jedoch nicht die

¹ Quellenbasis für den allgemeinen Wirtschaftsteil: Statistik Austria (BIP und Verbraucherpreisindex 2025), OeNB und EZB (Konjunktur- und Zinsentwicklung), AMS/WKO (Arbeitsmarkt), WKO Vorarlberg (Handelskonjunktur) sowie Verband der Brauereien Österreichs/WKO (Braubilanz 2025).

Notwendigkeit, den operativen Betrieb nachhaltig weiterzuentwickeln. Die Stärkung der Eigenkapitalbasis und die schrittweise Verbesserung der finanziellen Stabilität bleiben wesentliche langfristige Ziele.

Für das laufende Jahr wird insgesamt mit einer positiven Entwicklung gerechnet. Der Grundstücksverkauf führt zu einer wesentlichen Entlastung und schafft zusätzlichen finanziellen Handlungsspielraum. Operativ bleibt der Betrieb zwar weiterhin von einem anspruchsvollen Marktumfeld geprägt, verfügt jedoch über eine grundsätzlich tragfähige Basis. Die künftige Ergebnisverbesserung hängt wesentlich davon ab, ob es gelingt, die klassischen Absatzbereiche zu stabilisieren, die positiven Entwicklungen bei alkoholfreien Produkten und VOUS weiter auszubauen, die Logistik nachhaltig zu optimieren und Finanzierungskosten mittelfristig zu senken. die

2.2. Wesentliche Risken und Ungewissheiten

Die wesentlichen Risiken der Brauerei Frastanz ergeben sich weiterhin aus dem wirtschaftlichen Umfeld, dem Konsumverhalten, dem Wettbewerbsdruck, den Kostenstrukturen und der Finanzierungsbelastung. Die bisherige Entwicklung im Jahr 2026 zeigt, dass insbesondere der klassische Biermarkt sensibel auf Nachfrageveränderungen reagiert. Rückgänge in einzelnen Absatzkanälen können sich rasch auf die Gesamtentwicklung auswirken.

Ein wesentliches Marktrisiko besteht im anhaltenden Preis- und Aktionsdruck, Nationale und internationale Anbieter treten im Lebensmitteleinzelhandel häufig mit aggressiver Preispolitik auf. Für eine regionale Qualitätsbrauerei ist es daher entscheidend, nicht ausschließlich über den Preis zu konkurrieren, sondern die Werte Regionalität, Qualität, Genossenschaft, Nachhaltigkeit und Verlässlichkeit klar zu kommunizieren. Gelingt dies nicht ausreichend, können Absatz und Margen unter Druck geraten.

Weitere Risiken bestehen im Gastronomie- und Veranstaltungsbereich. Dieser Absatzkanal ist weiterhin abhängig von Konsumstimmung, Wetter, regionalen Veranstaltungen, touristischer Entwicklung und der allgemeinen Kostensituation in der Gastronomie. Schwankungen in diesem Bereich können die Planungssicherheit beeinträchtigen. Gleichzeitig bietet die starke regionale Verankerung der Brauerei Chancen, durch gezielte Betreuung von Gastronomie, Vereinen und Veranstaltungen gegenzusteuern, Auch Kostenrisiken bleiben bestehen. Energie, Rohstoffe, Verpackung, Personal, Instandhaltung und Logistik bewegen sich weiterhin auf einem hohen Niveau. Einzelne Entlastungen können durch andere Kostensteigerungen wieder kompensiert werden. Die laufende Optimierung der betrieblichen Prozesse ist daher notwendig, um die Wettbewerbsfähigkeit zu sichern. Da in der bestehenden Produktion bereits wesentliche Effizienzpotenziale gehoben wurden, liegen weitere Ansatzpunkte insbesondere in der Optimierung der Logistik, der weiteren Digitalisierung der Abläufe sowie mittelfristig in der Prüfung einer Modernisierung bzw. eines Neubaus des Sudhauses.

Ein wesentliches finanzielles Risiko liegt weiterhin in der hohen Zins- und Finanzierungsbelastung, Obwoh! sich das Zinsumfeld gegenüber den Spitzenwerten der Vorjahre etwas entspannt hat, bleibt der Finanzierungsaufwand für die Genossenschaft erheblich. Die hohe Kapitalbindung aus den Investitionen der Vorjahre macht eine konsequente Liquiditätssteuerung erforderlich. Forderungsmanagement, Vorratssteuerung und die planmäßige Bedienung der Finanzverbindlichkeiten bleiben daher wesentliche Aufgaben der Geschäftsführung.

Risiken bestehen außerdem daraus, dass einzelne Periodenergebnisse durch Sondereffekte, insbesondere aus Strukturmaßnahmen, Anlagenabgängen oder sonstigen einmaligen Vorgängen, wesentlich beeinflusst werden können. Solche Effekte können das Jahresergebnis verbessern oder belasten, ohne die operative Ertragskraft des laufenden Geschäfts vollständig widerzuspiegeln. Für die Beurteilung der wirtschaftlichen Entwicklung ist daher eine klare Trennung zwischen operativer Geschäftsentwicklung und einmaligen Sondereffekten wesentlich. Der operative Betrieb bleibt weiterhin herausfordernd und erfordert eine konsequente Verbesserung von Absatz, Rohertrag, Kostenstruktur, Logistik, Working Capital und Finanzierung. Positive Einmaleffekte verbessern die finanzielle Ausgangslage, ersetzen jedoch nicht die notwendige nachhaltige Verbesserung des laufenden Geschäfts.

Chancen ergeben sich insbesondere aus der Weiterentwicklung alkoholfreier Produkte, der Marke VOUS, der Logistik, der Digitalisierung und der verbesserten Nutzung der neuen Produktionsinfrastruktur. Wenn es gelingt, diese Themen konsequent weiterzuführen, können neue Kundengruppen erschlossen, bestehende Kundenbeziehungen vertieft und zusätzliche Effizienzpotenziale genutzt werden.

* Quellenbasis für den allgemeinen Wirtschaftsteil: Statistik Austria (BIP und Verbraucherpreisindex 2025), OeNB und EZB (Konjunktur- und Zinsentwicklung),

AMS/WKO (Arbeitsmarkt), WKO Vorarberg (Handelskonjunktur) sowie Verband der Brauereien Österreichs/WKO (Braubilanz 2025).

Den genannten Risiken wird durch laufende Marktbeobachtung, Kostenkontrolle, Liquiditätsplanung, aktives Forderungsmanagement, Qualitätssicherung, gezielte Marktbearbeitung sowie die weitere Optimierung der Produktions- und Logistikprozesse begegnet.

3. Bericht über die Forschung und Entwicklung

Branchenbedingt gibt es keine relevanten Aktivitäten.

Frastanz, 12.08.2026

Angaben aus dem Lagebericht, Originalseite 10
Ben. Laurinernhart, M

M

Der Lagebericht wurde im Sinne der Satzung am 12.08.2026 vom Vorstand behandelt und genehmigt.

¹ Quellenbasis für den allgemeinen Wirtschaftsteil: Statistik Austria (BIP und Verbraucherpreisindex 2025), OeNB und EZB (Konjunktur- und Zinsentwicklung), AMS/WKO (Arbeitsmarkt), WKO Vorarlberg (Handelskonjunktur) sowie Verband der Brauereien Österreichs/WKO (Braubilanz 2025).

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