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Lagebericht 2024

Tischler Rohstoff e.Gen.

Original-PDF

Stichtag 31. Dez. 2024 · Eingereicht am 25. Sep. 2025

Inhaltsverzeichnis

1. Bericht über den Geschäftsverlauf und die wirtschaftliche Lage

1.1. Wirtschaftliches Umfeld

Die wirtschaftliche Lage in Osterreich und der gesamten Europäischen Union blieb auch 2024 von Unsicherheiten geprägt. Während einige Sektoren wie der öffentliche Dienstleistungsbereich stabiler wirkten, zeigte die Gesamtwirtschaft in vielen Bereichen eine verhaltene Erholung. Die Nachfrage nach Investitionsgütern blieb schwach, und die Konsumausgaben stagnierten, was die wirtschaftliche Dynamik weiter bremste. Zudem sorgen die anhaltend hohe Inflation und steigende Arbeitslosigkeit für zusätzliche Herausforderungen.

Auch im internationalen Kontext ist die wirtschaftliche Entwicklung von langsamen Wachstumsraten und geopolitischen Unsicherheiten geprägt. In vielen europäischen Ländern blieb die Erholung moderat, während strukturelle und konjunkturelle Herausforderungen, wie eine schwache globale Handelsnachfrage, die Wirtschaft weiter belastete.

1.2. Geschäftsverlauf

In einem wirtschaftlich herausfordernden Umfeld ist das Geschäftsjahr 2024 aus Sicht der Tischler Rohstoff e. Gen. nicht zufriedenstellend verlaufen. Die rückläufige Nachfrage am Bau und im Baunebengewerbe sowie ein deutlicher Rückgang im Geschäft mit Endverbrauchern führten letztendlich zu erheblichen Umsatzrückgängen. Trotz teils erheblicher Einsparungen im Personalaufwand konnte durch die gleichzeitig hohen Einmaleffekte in den Sachaufwendungen in Zusammenhang mit dem Generationenprojekt (Neubau) - und den entsprechend der Ausnutzung von Bankkrediten höheren Zinsaufwendungen kein ausgeglichenes Jahresergebnis erwirtschaftet werden.

Im abgelaufenen Geschäftsjahr wurde somit ein Jahresverlust von T€ 1.269 erzielt.

Die Eigenmittel reduzierten sich dadurch von T€ 7.773 auf T€ 6.503.

Die Entwicklung des Gesamtvermögens war in erster Linie durch die Baumaßnahmen für die neue Lager- und Produktionshalle geprägt, welche planmäßig im Geschäftsjahr 2025 in Betrieb genommen werden soll. Die Lagerbestände wurden im Zusammenhang mit dem Generationenprojekt der Genossenschaft und den einhergehenden beengten Platzverhältnissen nochmals reduziert. Die Kundenforderungen waren im Dezember stichtagsbezogen merklich geringer. Im Zusammenhang mit den langfristigen Finanzierungen des Bauprojektes haben sich auf der Passivseite die Bankverbindlichkeiten deutlich erhöht.

1.3. Bericht über die Zweigniederlassungen

Die Genossenschaft unterhält keine Zweigniederlassungen.

1.4. Finanzielle Leistungsindikatoren

Die wesentlichen finanziellen Indikatoren der Genossenschaft in den letzten beiden Jahren stellen sich wie folgt dar:

Angaben aus dem Lagebericht, Originalseite 2
Veränderung
Kennzahlen20242023in %
Bilanzsumme (BS) in T€27.81318.60549,5
Anlagevermögen in % der BS79,261,617,6
davon Grundstücke und Bauten in % der BS34,047,7-13,7
Umlaufvermögen in % der BS20,637,1-16,5
davon Vorräte (Waren) in % der BS10,017,3-7,3
davon Lieferforderungen in % der BS6,313,0-6,7
Lagerdauer in Tagen58,162,3
Eigenmittelquote gemäß URG23,441,8-18,4
Rohertrag in T€6.1627.044-12,5
Personalaufwand in % vom Rohertrag62,059,52,5
so. betriebliche Aufwendungen in % vom Rohertrag41,431,410,0
Betriebsergebnis in T€-560346
Ergebnis vor Steuern in TE-1.118296
Ergebnis nach Steuern in T€-1.269215
Eigenkapitalrentabiliät vor Steuernneg6,3
Betrieblicher Cash-flow in T€-700850

2. Bericht über die voraussichtliche Entwicklung des Unternehmens und die Risiken des Unternehmens

2.1. Voraussichtliche Entwicklung des Unternehmens

Die Umsatzentwicklung für das laufende Geschäftsjahr 2025 hat sich nach dem Umsatzeinbruch 2024 etwas erholt, wenngleich wir für das Handwerk für das Gesamtjahr mit einer anhaltend herausfordernden Entwicklung rechnen.

Die Zielsetzung des laufenden Geschäftsjahres ist, sowohl einen Umsatz über dem langjährigen Durchschnitt als auch wieder ein positives Betriebsergebnis zu erreichen. Das Geschäftsjahr 2025 wird wiederum durch den geplanten Um-/Neubau des Betriebsgebäudes geprägt sein.

Die im Jahr 2025 geplanten tourlichen Investitionen beschränken sich im Wesentlichen auf Ersatz- und Instandhaltungsinvestitionen sowie der Erneuerung des Fuhrparks. Darüber hinaus erfolgt mit dem Um-/Neubau die für die Genossenschaft größte Investition der Unternehmensgeschichte mit rd. EUR 25,0 Mio., welche im Jahr 2025 fertiggestellt werden soll.

2.2. Wesentliche Risiken und Ungewissheiten

Die wesentlichen Risiken der Gesellschaft stellen sich wie folgt dar:

Beschaffungsrisiko

Risken im Zusammenhang mit der Beschaffung von Rohstoffen und Waren für unsere Mitglieder und Kunden wird durch sorgfältige Auswahl der Lieferanten und Abschluss von periodischen Rahmenvereinbarungen begegnet. Nach Versorgungsengpässen in der Holzbranche in den letzten Jahren hat die Genossenschaft interne Maßnahmen eingeleitet, um die Versorgungssicherheit der Mitglieder möglichst zu gewährleisten.

Risikofrüherkennungs- und Risikomanagement-System

Die Genossenschaft ist im Rahmen ihrer geschäftlichen Tätigkeit Risiken ausgesetzt, die untrennbar mit ihrem unternehmerischen Handeln verbunden sind. Die Risikopolitik der Gesellschaft zielt darauf ab, die vorhandenen Chancen optimal auszuschöpfen und Risiken nur dann einzugehen, wenn ihnen im Gegenzug die Chance auf eine entsprechende Wertsteigerung gegenübersteht. Im Rahmen einer grundlegenden Risikoabgrenzung werden nur Risiken eingegangen, die mit anerkannten Methoden und Maßnahmen innerhalb der Organisation handhabbar sind.

Das Risikomanagement der Genossenschaft ist Bestandteil der Unternehmensführung und in die Gestaltung unserer Geschäftsprozesse eingebunden. Ein zielorientiertes Controlling sowie ein regelmäßiger Strategieabgleich sorgen dafür, dass bei unternehmerischen Entscheidungen Chancen und Risiken in einem ausgewogenen Verhältnis stehen und frühzeitig erkannt werden.

Kreditrisiken

Die Genossenschaft ist als Handelsbetrieb mit allgemeinen Finanzrisiken, darunter Zahlungsverzögerungen durch Kunden oder Schwierigkeiten beim Eintreiben von Forderungen, konfrontiert. Ein Schwerpunkt des Forderungsmanagements der Genossenschaft liegtin einem konsequenten_ Debitorenmanagement. Kreditlimitüberschreitungen bei durch die Kreditversicherung besicherten Forderungen sowie bei nicht versicherten Forderungen werden laufend auf Geschäfts- und Bereichsleitungsebene überwacht.

Liquiditätsrisiken

Das Liquiditätsmanagement der Genossenschaft ist darauf ausgerichtet, jederzeit über ausreichend Barmittel zu verfügen, um die Verbindlichkeiten bedienen zu können.

Versicherungsrisiken

Die Genossenschaft ist mit den branchenüblichen Versicherungsleistungen ausgestattet, insbesondere wird auf eine, dem Geschäftsvolumen angepasste Betriebshaftpflicht geachtet.

Risiken der IT-Systeme

Potenzielle Risiken im Hinblick auf Verfügbarkeit, Zuverlässigkeit und Effizienz der IT- Systeme der Genossenschaft werden durch laufende Anpassungsmaßnahmen begrenzt.

Finanzinstrumente

Die in der Bilanz ausgewiesenen originären Finanzinstrumente sind Gegenstand des allgemeinen Risikomanagements der Genossenschaft. Erkennbare Risiken und notwendige Vorsorgen werden im Rahmen der angewandten Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden erfasst und sind im vorliegenden Jahresabschluss angemessen berücksichtigt. Derivative Finanzinstrumente wurden nicht eingesetzt.

3. Bericht über die Forschung und Entwicklung

Die Genossenschaft unterhält keine Forschungs- und Entwicklungsbereiche.

4. Bericht über den Bestand sowie den Erwerb und die Veräußerung eigener Anteile

Die Genossenschaft hält keine eigenen Anteile.

Hohenems, 10. April 2025

Der Vorstand

Mag. (FH) Thomas Singer hauptamtlicher Vorstand Obmann

MAG.(FH) MA/IBA Mathias Giesinger ehrenamtliçher Vorstand

Michael Hartmann Obmannstellvertreter

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