Inhaltsverzeichnis
BER CHT EUROTELESITES AG
Wirtschaftliche Lage
Das globale Wirtschaftsumfeld war 2024 weiterhin von anhaltenden Herausforderungen geprägt, darunter geopolitische Spannungen und Inflationsdruck, die sich auf die Wirtschaftstätigkeit auswirkten. Laut der Herbstprognose 2024 der Europäischen Kommission wird das reale BIP-Wachstum in der Eurozone voraussichtlich bei 0,8 % liegen. Die Inflationsrate soll sich auf 2,4 % stabilisieren, bleibt jedoch über dem Niveau vor der Pandemie. Mittel- und Osteuropa, Schlüsselregionen für EuroTeleSites, erlebten gemischte wirtschaftliche Entwicklungen. Einige Länder profitierten von einer relativen Stabilisierung, während andere ein langsameres Wachstum zu verzeichnen hatten.1
Entwicklung der Zinssätze
Im Jahr 2024 senkte die Europäische Zentralbank die Leitzinsen im Oktober um 25 Basispunkte und brachte den Satz für die Einlagefazilität auf 3,25%. Diese Anpassung spiegelte die Fortschritte bei der Inflationsbekämpfung und eine allmähliche Abschwächung des Arbeitskostendrucks wider, während die Finanzierungsbedingungen weiterhin restriktiv blieben. Die EZB verringerte auch ihre Ankaufsportfolios, wobei die Reinvestitionen im Rahmen des PEPP (Pandemic Emergency Purchase Program) bis 2024 auslaufen sollte. Diese Maßnahmen zielten darauf ab, die Inflation bei dem Ziel von 2% zu stabilisieren, was sich auf die Kreditkosten und die Investitionstätigkeit auf den EuroTeleSites-Märkten auswirkte.2
Im Telekommunikationssektor war das Jahr von einer robusten Datennachfrage und der schnellen Einführung der 5G-Technologie geprägt. Der mobile Datenverkehr stieg im Jahresvergleich um ca. 20% an, was auf die zunehmende digitale Aktivität und die Ausweitung von Hochgeschwindigkeits-Internetdiensten zurückzuführen ist. Um den sich entwickelnden Kundenbedürfnissen gerecht zu werden und die digitale Transformation der von der Euro TeleSites bedienten Regionen zu unterstützen, setzte EuroTeleSites die Strategie fort, ihre Infrastruktur zu erweitern und zu modernisieren.3
In Osterreich unterstützte EuroTeleSites die 5G-Expansion durch Standort-Rollouts und Upgrades, um die regulatorischen Ausbauverpflichtungen des Anchor Tenant zu erfüllen. Ein strategisches Kostenmanagement gleichte den Inflationsdruck aus und sorgte für eine konstante Leistung.
1 https://ec.europa.eu/eurostat/web/products-euro-indicators/w/2-17012025-ap;https://ec.europa.eu/eurostat/
web/products-euro-indicators/w/2-30102024-ap.
²https://www.ecb.europa.eu/press/pr/date/2024/html/ecb.mp241017~aa366eaf20.en.htmI?utm_source=chatgpt.com. 3https://www.ericsson.com/en/reports-and-papers/mobility-report/dataforecasts/mobile-traffic-forecast?utm_ source=chatgpt.com.
In Bulgarien stärkte EuroTeleSites ihre Position als zweitgrößtes Funkturm-Unternehmen. Der Ausbau und die Fertigstellung der obligatorischen Upgrades zeigten das Engagement des Unternehmens bei der Unterstützung ihres Anchor Tenant, der mit Auszeichnungen für Netzqualität und Geschwindigkeit weiterhin führend auf dem Markt ist.
In Kroatien wurden die Wachstumschancen durch die Nachfrage nach mobilen Daten und die Netzverdichtung vorangetrieben. Euro TeleSites baute ihre Infrastruktur durch die Einführung neuer Standorte, Upgrades und die Zusammenarbeit mit wichtigen Mietern aus, um zukünftige Projekte zu unterstützen.
In Nordmazedonien war das Jahr von bedeutenden Entwicklungen geprägt, einschließlich neuer Rollout- und Upgrade-Initiativen. Diese Bemühungen wurden durch eine verstärkte Zusammenarbeit mit A1 Mazedonien ergänzt. Ein bemerkenswerte Erweiterung der Geschäftstätigkeit war die erfolgreiche Einführung von Mega-Billboards, die zum Jahresende in Betrieb genommen wurden.
In Serbien, wo die 5G-Einführung voraussichtlich im Laufe des Jahres 2025 voranschreiten wird, konzentrierte sich EuroTeleSites auf den Ausbau von Standorten und erforschte innovative, nachhaltige Energielösungen, einschließlich Solar- und Hybridstromsysteme.
In Slowenien hat EuroTeleSites im Laufe des Jahres ihr Portfolio an passiver Infrastruktur erweitert, was zu einem stetigen Umsatzwachstum beigetragen hat. Das Unternehmen pflegte erfolgreich seine engen Beziehungen zu Mobilfunknetzbetreibern und unterstützte deren Initiativen zur Einführung von 5G.
Zusammenfassend lässt sich sagen, dass die Infrastrukturinvestitionen und innovativen Ansätze von EuroTeleSites in ihren Märkten ihre zentrale Rolle bei der Ermöglichung der digitalen Konnektivität in den Regionen, in denen sie tätig ist, unterstreichen. Dank des technologischen Fortschritts hat das Unternehmen die Herausforderungen des Jahres 2024 erfolgreich gemeistert und sich gleichzeitig für weiteres Wachstum positioniert.
Entwicklung des realen Brutto Inlands Produktes in den operativen Länderna
| 2023 | 2024 | 2025 Prognose | ||||
|---|---|---|---|---|---|---|
| BIP | Inflation | BIP | Inflation | BIP | Inflation | |
| Österreich | -0,80% | 7,70% | -0,60% | 2,90% | 1,10% | 2,10% |
| Bulgarien | 1,80% | 8,60% | 2,30% | 2,50% | 2,50% | 2,30% |
| Kroatien | 3,10% | 8,40% | 3,40% | 4,00% | 2,90% | 3,40% |
| Nordmazedonien | 1,00% | 9,00% | 2,20% | 3,30% | 3,60% | 2,30% |
| Serbien | 2,50% | 12,10% | 3,90% | 4,50% | 4,10% | 3,60% |
| Slowenien | 2,10% | 7,20% | 1,50% | 2,10% | 2,60% | 3,20% |
Einwohner und BIP pro Kopfa
| Einwohner | BIP pro Kopf | |
|---|---|---|
| in Tausend | in USD (2023) | |
| Österreich | 9.132 | 56.033 |
| Bulgarien | 6.447 | 15.885 |
| Kroatien | 3.860 | 21.865 |
| Nordmazedonien | 2.120 | 8.624 |
| Serbien | 6.623 | 12.281 |
| Slowenien | 1.828 | 32.610 |
4 https://www.imf.org/en/Publications/WEO/lssues/2024/10/22/world-economic-outlook-october-2024;https:// www.wko at/statistik/eu/europa-inflationsraten. pdf.
* https://data.worldbank.org/?locations=AT-BG-HR-SI-RS-MK.
Finanzielle Leistungsindikatoren
I Die Bilanzsumme zum 31. Dezember 2024 betrug TEUR 833.433 (Vorjahr: TEUR 821.930). I Das Anlagevermögen zum 31. Dezember 2024 betrug TEUR 820.489 (Vorjahr: TEUR 820.489). I Der Umsatz im Geschäftsjahr 2024 lag bei TEUR 3.995 (Vorjahr: TEUR 1.348) und setzte sich ausschließlich aus Erlösen aus Leistungen gegenüber EuroTeleSites Konzernunternehmen generiert. I Das Betriebsergebnis betrug im Geschäftsjahr 2024 TEUR -2.644 (Vorjahr: TEUR -2.290). I Zum 27. Dezember 2023 wurde beim Finanzamt ein Antrag auf Feststellung einer steuerlichen Unternehmensgruppe gestellt, so dass für die folgenden Jahre die Konzernsteuerumlage in der EuroTeleSites AG erfolgen wird. I Die Erträge aus der Auflösung von Rückstellungen betrugen 2024 TEUR 103 (Vorjahr: TEUR 0). I Der Jahresfehlbetrag betrug im Geschäftsjahr 2024 TEUR 1.598 (Vorjahr: TEUR -2.292). I Der Vorstand plant, vorbehaltlich der Zustimmung des Aufsichtsrats, der Hauptversammlung vorzuschlagen, keine Dividende je dividendenberechtigter Stückaktie auszuschütten. Dadurch wird es der EuroTeleSites Gruppe möglich, zukünftig die Finanzschulden zu tilgen.
Im Folgenden wird auf die für die EuroTeleSites AG wichtigsten finanzbzw. erfolgswirtschaftlichen Kennzahlen eingegangen:
I Die Eigenmittelquote gemäß § 23 URG betrug zum 31. Dezember 2024 98% (Vorjahr: 99,6 %). Die Kennzahl errechnet sich aus der Summe des Eigenkapitals dividiert durch das Gesamtkapital. I Die fiktive Schuldentilgungsdauer gemäß § 24 URG konnte wie im Vorjahr zum 31. Dezember 2024 nicht berechnet werden, da es im Geschäftsjahr 2024 zu keinem Mittelüberschuss gekommen ist. Die „fiktive Schuldentilgungsdauer" zeigt an, wie viele Jahre auf Basis des Ergebnisses vor Steuern die Rückzahlung der Gesamtschulden theoretisch dauert. I Die Eigenkapitalrentabilität (Verhältnis aus EBIT zum Eigenkapital) betrug -0,32% (Vorjahr: -0,3%). I Die Gesamtkapitalrentabilität (Verhältnis aus EBIT zum Gesamtkapital) betrug -0,32% (Vorjahr: -0,3%). I Der Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit betrug TEUR -961,8 (Vorjahr: TEUR 4,2). I Der Cashflow aus der Investitionstätigkeit betrug TEUR 0 (Vorjahr: TEUR 0). I Der Cashflow aus der Finanzierungstätigkeit betrug TEUR -90,3 (Vorjahr: TEUR -2).
Beteiligungen
EuroTeleSites AG ist per 31. Dezember 2024 zu 100% an der A1 Towers Holding GmbH beteiligt. A1 Towers Holding GmbH ist ein Anbieter für passive Infrastruktur. Dabei wurden zum Jahresende 13.637 Standorte (Vorjahr: 13.465), die Summe jeder Standorte der Länder, verwaltet.
Gesamtstandorte zum
| 31. Dezember | 2023 | 2024 | Veränderung |
|---|---|---|---|
| Österreich | 6.094 | 6.134 | 40 |
| Bulgarien | 2.741 | 2.771 | 30 |
| Kroatien | 1.573 | 1.598 | 25 |
| Nordmazedonien | 573 | 587 | 14 |
| Serbien | 1.702 | 1.751 | 49 |
| Slowenien | 782 | 796 | 14 |
| Gesamtstandorte | 13.465 | 13.637 | 172 |
| Gesamstandorte Greenfield | 6.076 | 6.162 | 86 |
| Gesamtstandorte Rooftop | 7.389 | 7.475 | 86 |
Ausblick auf das Geschäftsjahr 2025
Im Jahr 2025 wird sich EuroTeleSites AG weiterhin Leitungen für ihre Konzerngesellschaften erbringen, die EuroTeleSites Gruppe wird sich weiterhin auf ihr Kerngeschäft konzentrieren, d. h. die Vermietung passiver Infrastruktur, den Bau neuer Funktürme, die Durchführung obligatorischer Upgrades und die Einbindung von Drittmietern, um das Mietverhältnis positiv zu entwickeln. Das Wachstum wird durch den Ausbau von 5G und eine erhöhte Datennutzung vorangetrieben, wobei die Vermietungsverträge jährlich an die Inflation angepasst werden. Die maximale Inflationsanpassung für den Anchor Tenant beträgt 3%.
Das Management erwartet ein Umsatzwachstum von rund 4 %.
Wie im Jahr 2024 sind etwa 20% der Umsätze für CAPEX vorgesehen. Laut der jüngsten Mitteilung wird die Auktion zur Vergabe von 5G-Spektrumlizenzen in Serbien voraussichtlich im vierten Quartal 2025 stattfinden.
Der positive Cashflow wird zum Schuldenabbau genutzt und profitiert von niedrigeren Leitzinsen und reduzierten Zinszahlungen. Die Implementierung des gruppenweiten Transformationsprojekts ,Sitetracker' wird voraussichtlich in der ersten Hälfte des Jahres 2025 abgeschlossen sein und ermöglicht eine nahtlose und effiziente Verwaltung und Vermarktung der passiven Infrastruktur durch die Salesforce-Software für Euro TeleSites.
Risiko- und Chancenmanagement
Grundsätze und Vorgehensweisen
EuroTeleSites verfolgt ein systematisches Risikomanagement, in dem Chancen und Risiken analysiert und bewertet sowie Maßnahmen zur Risikovermeidung und -beseitigung umgesetzt und laufend verbessert werden.
Ausgangspunkt für das Enterprise Risk Management (ERM) von EuroTeleSites sind strategische Gespräche mit dem Aufsichtsrat und dem Audit Committee. Dabei stellt der Vorstand Risiken der Geschäftstätigkeit und ihre Relevanz für EuroTeleSites sowie mitigierende Aktivitäten vor. Zudem präsentiert er die Annahmen für die Planung (strategische Ausrichtung für die kommende Businessplan-Periode, Schwerpunktsetzung und Maßnahmenplan zur Realisierung der Chancen).
In weiterer Folge werden im Businessplan die Erwartungen an den Geschäftserfolg (und die erforderlichen Kosten und Investitionen) abgebildet und dabei übernommene Risiken übergeordneter Ziele evaluiert.
Die Risiken und Chancen werden anschließend anhand von zwei Dimensionen evaluiert:
1. potenzielle Auswirkungen und 2. Wahrscheinlichkeit eines Eintritts.
Für das Risikomanagement ist die Entwicklung wirkungsvoller Maßnahmen zur Risikowahrnehmung und Risikoreduktion entscheidend. Aktualisierungen erfolgen unter anderem basierend auf Vorstandssitzungen, monatlichen Performance Calls oder Leadership Meetings des Vorstands sowie nach Analyse kritischer Abweichungen von den gesetzten Zielen oder der Effektivität gesetzter Gegenmaßnahmen.
Das Risikomanagementsystem ist in vier Risikokategorien untergliedert:
1. Risiken und Chancen im Zusammenhang mit der Geschäftsstrategie. 2. Risiken und Chancen im Zusammenhang mit der Geschäftstätigkeit. 3. Risiken und Chancen im Zusammenhang mit der Finanzlage oder den allgemeinen wirtschaftlichen Bedingungen. 4. Risiken und Chancen im Bereich ESG und im Zusammenhang mit Gesetzen und Vorschriften.
Euro TeleSites ist in Osterreich und fünf weiteren Ländern aktiv. Damit ist eine geografische Diversifikation gegeben. Die Risiken in den jeweiligen Märkten sind unterschiedlich gelagert, weshalb das Risikomanagement (und vor allem die Mitigation von Risiken) den operativen Einheiten vor Ort obliegt. Gesteuert wird das Risikomanagement dabei von der EuroTeleSites AG und wird durch den Prüfungsausschuss des Aufsichtsrates überwacht.
Internes Kontrollsystem der Finanzberichterstattung
EuroTeleSites verfügt über ein internes Kontrollsystem (IKS) für die Finanzberichterstattung in Übereinstimmung mit den geltenden gesetzlichen Vorschriften. Die Notierung des (indirekten) Mehrheitseigentümers América Móvil an der New York Stock Exchange (NYSE) erfordert die Einhaltung des Sarbanes-Oxley Act (SOX). Das interne Kontrollsystem ist so konzipiert, dass es eine hinreichende Gewähr für die Zuverlässigkeit und Genauigkeit der externen Finanzberichterstattung in Ubereinstimmung mit internationalen und nationalen Standards bietet. Eine regelmäßige interne Berichterstattung an die Geschäftsleitung sowie die Prüfung des internen Kontrollsystems durch die Interne Revision stellen zudem sicher, dass Schwachstellen rechtzeitig erkannt, kommuniziert und entsprechend behoben werden. Die wichtigsten Inhalte und Grundsätze gelten für alle Unternehmen der EuroTeleSites.
Die Effektivität des IKS wird in regelmäßigen Abständen analysiert und bewertet. Jeweils zum Jahresende wird für relevante Konzerngesellschaften unter Einbindung zuständiger Fachbereiche eine Bewertung des IKS durch das Management durchgeführt. Die Unternehmensführung hat, basierend auf den Erkenntnissen dieser Bewertung und den definierten Kriterien, das interne Kontrollsystem über die Finanzberichterstattung als effektiv beurteilt.
Risiken und Chancen
Aus der Gesamtheit der für EuroTeleSites identifizierten Risiken werden im Folgenden die wichtigsten Risikokategorien und Einzelrisiken erläutert, die einen wesentlichen Einfluss auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage haben könnten. 1. Risiken und Chancen im Zusammenhang mit der Geschäftsstrategie
Steigerung der Umsätze und der Tenancy Ratio
EuroTeleSites geht davon aus, ihr Geschäft durch eine Steigerung der Vermietungen an bestehenden Standorten, den Aufbau neuer Standorte, die Entwicklung neuer Infrastruktur und Dienstleistungen zur Betreuung des wachsenden Kundenstamms ausbauen zu können.
EuroTeleSites prüft auch Wachstum durch Investitionen auf der Grundlage eines ehrgeizigen Geschäftsplans, um die Anzahl der Standorte zu erhöhen. Wesentliche Wachstumstreiber sind: wachsendes mobiles Datenvolumen, Beschleunigung des 5G-Rollouts, Anderung von Nutzerprofilen, regulatorischen Anforderungen und Investitionen sowie die Verdichtung des Netzwerkes. Die Mission von EuroTeleSites wird es sein, die digitale Transformation voranzutreiben, und das Unternehmen ist davon überzeugt, dass ihr Standortportfolio ein wichtiger Wegbereiter für eine nachhaltige, digitale Gesellschaft in Österreich und CEE ist.
Trotz des Wachstumsfokus des erfahrenen Managements könnte EuroTeleSites Schwierigkeiten haben, in seinen Märkten wettbewerbsfähig zu bleiben, die Tenancy Ratio zu erhöhen und den Kundenstamm wie geplant auszubauen. Zudem besteht das Risiko, Mieter aus der A1 Group aufgrund einer schwächeren Leistung oder eines Nachfragerückgangs zu verlieren. Dies könnte sich negativ auf Umsatz, Rentabilität und Cashflow auswirken.
Ein weiteres Risiko ist die Abhängigkeit des Unternehmens von einer kleinen Anzahl von Kunden, die einen großen Teil des Umsatzes generiert. Aus diesem Grund widmet sich EuroTeleSites mit einem stabilen und hochqualifizierten Team der Uberwachung und Analyse der Ergebnisse ihres Wachstums und positioniert sich strategisch durch aufmerksame Beobachtung der Markttrends und rechtzeitige Kommunikation mit den wichtigsten Stakeholdern.
Markt/Wettbewerb
Zum Erreichen ihrer Ziele muss EuroTeleSites sich weitere Vermietungen neben den bereits zugesagten sichern. Der Erfolg von EuroTeleSites hängt von der Fähigkeit des Unternehmens ab, gegen eine Reihe anderer Anbieter von Telekommunikationsinfrastruktur zu bestehen, die in den Märkten aktiv sind, in denen auch EuroTeleSites tätig ist. In den letzten Jahren hat die Zahl der Funkturmgesellschaften in Europa und damit der Umfang passiver Infrastruktur für aktive Komponenten zugenommen, wodurch sich der Wettbewerb um Mobilfunkbetreiber als Kunden intensiviert hat. Die Funkturmgesellschaften sind dabei bestrebt, ihre Tenancy Ratio zu erhöhen, was unter Umständen zu einem Abwärtsdruck auf die Preise für die Vermietung führen kann.
Ob es EuroTeleSites gelingt, sich gegenüber der Konkurrenz in den Märkten Mietverhältnisse zu sichern und die Zahl der Vermietungen an den Standorten zu erhöhen, könnte von einer Reihe von Faktoren abhängen, die außerhalb der Kontrolle des Unternehmens liegen. Dies gilt beispielsweise für einen Rückgang des Wachstums im Mobilfunkgeschäft oder der Nachfrage nach entsprechenden Diensten, das Unvermögen, gegenüber anderen Akteuren in der europäischen Telekommunikationsinfrastrukturbranche zu bestehen oder die Entwicklung und Implementierung neuer Technologien wie Internet über Satellit (einschließlich satellitengestütztes 5G) und die Bereitstellung eines Funkzugangsnetzes (Radio Access Network, „RAN"), durch die sich Verwendung von und die Nachfrage nach Mobilfunkdiensten über Funktürme sowie der Bedarf an Nutzungsfläche an den Standorten verringern könnte. Weitere Faktoren sind das Unvermögen, Mietverträge neu zu verhandeln oder eine Kundenabwanderung aufgrund von Zusammenschlüssen oder Konsolidierungen in der Mobilfunkbranche, die einen geringeren Mietbedarf seitens der konsolidierten Betreibergesellschaften zur Folge haben könnten.
EuroTeleSites entwickelt eine hybride Lösung für alternative Energiequellen, um das aktive Equipment ihrer Kunden zu unterstützen. Das System nutzt Solarzellen als Hauptenergiequelle, ergänzt durch ein Batteriesystem zur Speicherung von überschüssigem Strom. Ein Dieselgenerator dient als Backup, um eine unterbrechungsfreie Stromversorgung der Funkmasten sicherzustellen. Das Unternehmen bleibt weiterhin engagiert, die Tenancy Ratio zu erhöhen, indem es eine Strategie verfolgt, die klare Vorteile für die Kunden und den Anchor Tenant bietet. Dazu gehören Optionen wie Vorauszahlungspläne oder der Kauf von Grundstücken, um den Kundennutzen zu steigern.
Eine Entscheidung der A1 Group, den Bedarf neuer Türme zu reduzieren, könnte auch dazu führen, dass die Infrastruktur für andere Mieter in Zukunft fehlt.
Die Zusammenarbeit zwischen den Mobilfunknetzbetreibern in den Bereichen nationales Roaming/aktive gemeinsame Nutzung sowie Frequenzbündelung kann den Marktanteil von EuroTeleSites und die Verfügbarkeit zusätzlicher Mieter verringern. In Osterreich erhielt eine solche Kooperation mit regionaler Ausrichtung im Jahr 2023 die behördliche Genehmigung.
Letztlich könnten ein oder mehrere Mobilfunknetzbetreiber die strategische Entscheidung treffen, wieder mehr Sendemasten oder besonders kleinere Formfaktoren wie Microsites und Indoor-Standorte selbst zu bauen.
Businessplan/Budget
Zusätzlich zu den regelmäßigen Management-Sitzungen und strategischen Gesprächen verfügt EuroTeleSites über einen Mehrjahresplan. Die starke Integration des Mehrjahresplans mit dem Risikomanagement gewährleistet ein angemessenes Risikomanagement.
Grundstücksmieten
Die Mietzahlungen stellen den größten Einzelposten unter den Kosten von EuroTeleSites, aber auch die größte Chance auf Effizienzgewinne dar. Die Erneuerung eines Großteils der Mietverträge von Euro TeleSites innerhalb eines Jahres könnte jeweils erhebliche Vorauszahlungen des Mietzinses erforderlich machen, was wiederum den Operating Cash Flow von EuroTeleSites im jeweiligen Jahr schmälern könnte.
EuroTeleSites ist potenziell dem Risiko ausgesetzt, dass die Laufzeiten der mit den Grundstücksbesitzern geschlossenen Verträge kürzer ausfallen als die der Master Lease Agreements, die mit der A1 Group vereinbart wurden. In diesem Fall wäre EuroTeleSites gezwungen, neue Verträge abzuschließen oder die Verlängerung bestehender Verträge
zu erwirken, wozu das Unternehmen unter Umständen nicht – oder nur zu erhöhten Kosten – in der Lage ist.
Die Konzentration der Vermieter stellt auch ein Risiko für die Möglichkeit von EuroTeleSites dar, die Mietrechte zu verwalten. Obwohl die gesamte Vermieterlandschaft über alle Märkte hinweg nicht sehr konzentriert ist, gibt es in einigen Märkten Vermieter mit 3% bis 10% der gesamten Mietverträge. Wenn diese Vermieter ihre Marktmacht ausnutzen oder aus anderen Gründen keine Einigung erzielt werden kann, könnte sich dies negativ auf Euro TeleSites auswirken, da kurzfristig entweder mehr gezahlt oder eine große Anzahl von Standorten gleichzeitig ersetzt werden muss.
Darüber hinaus können Unternehmen von EuroTeleSites in Zukunft in Streitverfahren mit ihren Vermietern verwickelt werden, die den Betrieb einer bestimmten Infrastruktur durch EuroTeleSites beeinträchtigen oder EuroTeleSites dazu zwingen könnten, neue Infrastruktur Standorte zu errichten, um ihren Kunden weiterhin Dienstleistungen anbieten zu können. Dies könnte zu unvorhergesehenen Kosten führen und damit laufende/ zukünftige Projekte gefährden.
Durch den integrierten Ansatz des Risikomanagements berücksichtigt das Unternehmen alle identifizierten Risiken und bewertet deren mögliche Folgen sorgfältig. Dieser ganzheitliche Ansatz ermöglicht es, proaktiv geeignete Maßnahmen zu entwickeln und umzusetzen, um mögliche negative Auswirkungen zu minimieren und so zur Stabilität und Resilienz des Unternehmens beizutragen.
Instandhaltungskosten
Die Fähigkeit von EuroTeleSites, ein hohes Serviceniveau aufrechtzuerhalten, ist davon abhängig, dass das Unternehmen seine passive Infrastruktur entwickeln, instandhalten und erweitern kann. Dazu bedarf es eines hohen Kapitalaufwands und weiterer langfristiger Ausgaben. Zudem muss EuroTeleSites den Zustand ihrer passiven Infrastrukturanlagen prüfen und sich hinreichende Finanzierungsmittel für diese Maßnahmen sichern.
Die Anlagenzugänge im Zusammenhang mit der Instandhaltung der passiven Infrastruktur von EuroTeleSites dürften relativ stabil bleiben, unterliegen jedoch Schwankungen bedingt durch Faktoren wie Maschinenkosten und Bauarbeiten.
2. Risiken und Chancen im Zusammenhang mit der Geschäftstätigkeit
Makroökonomisches- und Inflationsrisiko
Ein Anstieg, der die Grenzwerte inflationsgebundener Preisanpassungen im Rahmen der Master Lease Agreements (die eine Erhöhung um bis zu 3% pro Jahr gestatten) und anderen Kundenverträgen überschreitet, kann die operative Marge und die Cashflows von EuroTeleSites schmälern und wesentliche nachteilige Auswirkungen auf die Finanzund Ertragslage des Unternehmens haben.
EuroTeleSites muss ihre Standorte upgraden. Eine höhere Inflation im Baugewerbe führt zu höheren Investitionen, um den zukünftigen Anforderungen gerecht zu werden.
Eine niedrige Inflation könnte sich negativ auf das Umsatzwachstum von Euro TeleSites auswirken, da die Jahresumsätze gemäß Master Lease Agreement mit der A1 Group einer Inflationsindexierung unterliegen. Um die mit der Inflation verbundenen Risiken zu mindern, ist es unerlässlich, einen strategischen Ansatz zur Preisoptimierung zu verfolgen. Dabei geht es darum, die Preise an die gestiegenen Kosten anzupassen und gleichzeitig die Marktbedingungen und die Sensibilität der Verbraucherpreise zu berücksichtigen. Das Ziel ist es, die Rentabilität zu erhalten, ohne die Nachfrage wesentlich zu beeinträchtigen oder den Kundenstamm zu verärgern. Durch die Nutzung datengestützter Erkenntnisse und Marktanalysen kann EuroTeleSites die Preisstrukturen optimieren, um die Margen zu schützen und gleichzeitig wettbewerbsfähig zu bleiben.
Naturkatastrophen, höhere Gewalt, physische Angriffe und andere unvorhergesehene Ereignisse oder Schäden
Die Standorte und andere Einrichtungen von EuroTeleSites sowie das Network Operation Center („NOC*) und das Shared Service Center, die von Unternehmen der A1 Group im Rahmen von Serviceverträgen mit EuroTeleSites betrieben werden, sind Risiken in Verbindung mit Naturkatastrophen wie Stürmen, Wetterextremen (z.B. längere Hitzewellen verursacht durch den Klimawandel), Erdbeben oder Uberschwemmungen (jeweils mit Beschädigung oder Außerbetriebsetzung von Standorten oder anderen Einrichtungen von EuroTeleSites, des NOC oder des Shared Service Center), Terrorismus (bei entsprechender Bedrohung, Beschädigung oder Außerbetriebsetzung von Standorten und anderen Einrichtungen von EuroTeleSites, des NOC oder des Shared Service Center) und anderen unvorhergesehenen Ereignissen oder Schäden ausgesetzt, darunter Stromausfällen, Telekommunikationsstörungen, Ausfällen der Netzwerksoftware, Vandalismus, Diebstahl oder Kraftstoffmangel. Zwar gibt es eine Versicherung für Vermögenswerte und mit den Partnern werden angemessene Service-Levels vereinbart, jedoch kann nicht garantiert werden, dass der Versicherungsschutz von EuroTeleSites alle Reparaturkosten abdeckt oder dass ihre Sanierungspläne ausreichend wirksam sind, da dies von der Art und dem Umfang solcher Ereignisse abhängt. Es ist jedoch anzunehmen, dass solche Ereignisse in der Regel nur einzelne Standorte in bestimmten Regionen betreffen und keine flächendeckenden Auswirkungen haben.
Computersystemausfall, Cyberrisiken und Datensicherheit
Der Ausfall eines Computersystems, ein Sicherheitsverstoß, ein menschlicher Fehler oder ein Cyberangriff könnte die Betriebsfähigkeit von Euro TeleSites stark einschränken. Für Euro TeleSites besteht die Gefahr, dass Dritte oder arglistige Insider mit Methoden der Cyberkriminalität, darunter Distributed-Denial-of-Service-Angriffen, versuchen könnten, die Verfügbarkeit, Vertraulichkeit und Integrität der IT-Systeme zu beeinträchtigen, auf die EuroTeleSites sich stützt. Dies könnte zu Schäden an Anlagen führen und einen finanziellen Schaden verursachen. Solche Angriffe könnten die aktuelle und/oder zukünftige Geschäftstätigkeit von EuroTeleSites erheblich belasten.
Die Strategie von EuroTeleSites, ihre IT-Dienstleistungen in die Cloud zu verlagern, könnte sich auch auf die finanzielle Lage von EuroTeleSites und/oder ihre Fähigkeit, ihr Geschäft zu betreiben, auswirken. Die Migration von IT-Services in die Cloud kann zusätzliche Kosten verursachen (z.B. bei der Einrichtung, für Wartung, Malware-Prävention, etc.) und/oder im Falle eines Ausfalls zu Einschränkungen des Geschäftsbetriebs von EuroTeleSites führen.
Aufgrund von Prozessänderungen und personellem Wechsel kommt es bei einigen Prozessen zu einem Rückstand. Dies kann finanzielle Auswirkungen haben, die über die geplanten Ausgaben hinausgehen. EuroTeleSites führt regelmäßig IT-Sicherheitsschulungen durch, um das Bewusstsein der Mitarbeiter zu schärfen und die Risiken im Zusammenhang mit Cyberbedrohungen wie Phishing und Malware zu reduzieren. Regelmäßige Backups wichtiger IT-Dienste (z. B. MS365 und Active Directory) stellen sicher, dass sich EuroTeleSites schnell von Systemausfällen, Cyberangriffen oder Datenverlusten erholen kann. Ein schrittweises Vorgehen bei der IT-Planung sorgt dafür, dass Projekte gut strukturiert und Ressourcen effizient verteilt werden.
3. Risiken und Chancen im Zusammenhang mit der Finanzlage oder den allgemeinen wirtschaftlichen Bedingungen
Schuldenrückzahlung
EuroTeleSites ist aufgrund der Abspaltung des Turmgeschäfts erhebliche Verbindlichkeiten eingegangen und wird möglicherweise nicht in der Lage sein, die Schulden abzubauen und das Investment-Grade-Rating zu halten. EuroTeleSites hat über das hundertprozentige Tochterunternehmen A1 Towers Holding im Juli 2023 Schuldscheine in Höhe von TEUR 500.000 ausgegeben und im Juni 2023 einen Laufzeitkredit, ebenfalls in Höhe von TEUR 500.000, vereinbart. Darüber hinaus hat A1 Towers Holding GmbH im Juni 2023 eine revolvierende Kreditfazilität vereinbart. Die Vereinbarung sieht eine revolvierende Kreditlinie von TEUR 75.000 vor. Im Jahr 2024 wurden insgesamt TEUR 210.000 zurückgezahlt. Die Mittel hierfür stammten zu TEUR 180.000 aus einer Privatplatzierung und zu TEUR 30.000 aus dem Free Cash Flow.
Die Strategie von EuroTeleSites besteht darin, die Verschuldung weiter zu reduzieren und das Investment-Grade-Rating beizubehalten. Diese Strategie, die in nächster Zeit keine Dividendenausschüttungen vorsieht, könnte jedoch auf Herausforderungen stoßen, wenn EuroTeleSites in Zeiten niedriger Einnahmen investiert. Solche Maßnahmen könnten zu einem reduzierten freien Cashflow führen und potenziell zusätzliche finanzielle und materielle Herausforderungen mit sich bringen.
Zins-, Refinanzierungs- und Liquiditätsrisiko
Schwankungen der Zinssätze können sich auf das künftige Wachstum und die Anlagestrategie von EuroTeleSites auswirken. Sie würden eine Erhöhung der Finanzaufwendungen von EuroTeleSites mit sich bringen, da EuroTeleSites im Falle eines Zinsanstiegs gezwungen sein könnte, Akquisitionen, Investitionen oder die Refinanzierung bestehender Schulden künftig zu höheren Kosten vorzunehmen.
Bei einer allgemeinen Anhebung des Zinsniveaus durch die Europäische Zentralbank (und potenziell anderer Zentralbanken in Ländern, in denen EuroTeleSites tätig ist) besteht für EuroTeleSites das Risiko, dass eine Refinanzierung nur zu ungünstigeren Konditionen möglich ist. Infolge des Rückgangs an den Kapitalmärkten und des Umfelds gestiegener Zinsen könnten sich die Schuldenlage von EuroTeleSites und die Bedingungen bestehender und zukünftiger Finanzierungsvereinbarungen verschlechtern, und die Fremdkapitalkosten und verbundenen Aufwendungen des Unternehmens könnten sich erhöhen. Dies könnte EuroTeleSites erschweren, bestehende und künftige Verbindlichkeiten und/oder laufende oder zukünftige Projekte zu refinanzieren.
4. Risiken und Chancen im Bereich ESG und im Zusammenhang mit Gesetzen und Vorschriften
Nichterfüllung von Environmental, Social und Governance („ESG“) Standards und entsprechenden Erwartungen
EuroTeleSites muss zunehmend strengere Standards für ökologische, soziale und Governance Aspekte (Environmental, Social & Governance, „ESG") und damit verbundene Erwartungen im Hinblick auf Umweltthemen wie Klimawandel und Nachhaltigkeit, soziale Belange wie Vielfalt und Menschenrechte sowie Fragen der Corporate Governance erfüllen. EuroTeleSites erwartet, dass die Vorschriften im Rahmen der Corporate Sustainability Reporting Directive (CSRD) erstmals im Geschäftsjahr 2025 (Finanzberichterstattung im Jahr 2026) auf EuroTeleSites Anwendung finden.
Im Jahr 2024 hat EuroTeleSites (als Lieferant der A1 Group) zur Klimarisikobewertung in Bezug auf die Funkturminfrastruktur beigetragen, getrennt nach Makro- (Greenfield,
Rooftop) und Mikrosites. Im Zuge der Analyse wurden keine signifikanten Risiken identifiziert, die sich kurzfristig materialisieren und zu Betriebsunterbrechungen führen könnten.
Da Euro TeleSites bestrebt ist, immer umweltfreundlicher zu werden, könnten sich gerade aus diesen Bemühungen neue Risiken ergeben. Die steigenden Kosten für Materialien wie Stahl, Zement (oder allgemein Materialien, die für den Bau von Gebäuden/Funktürmen benötigt werden), mineralische Komponenten, die für die Montage von Turmköpfen benötigt werden, sowie der steigende CO,e-Preis könnten den Return on Investment von EuroTeleSites beeinträchtigen.
Wenn bestimmte ESG-Standards nicht ordnungsgemäß oder nicht wie von den Anlegern erwartet erfüllt werden, kann dies zum Rückzug von Investoren und damit zu finanziellen Schwierigkeiten führen.
Regulierung
Das Geschäft von EuroTeleSites und das ihrer Kunden unterliegt nationalen und europäischen Gesetzen, Vorschriften sowie verwaltungstechnischen und gerichtlichen Entscheidungen. Infolge von Anderungen in diesem Bereich könnten die Kosten für EuroTeleSites steigen und die Umsatzerlöse sinken. Dies könnte die Fähigkeit einschränken, der Geschäftstätigkeit in ihrer gegenwärtigen Form fortzusetzen, und sich auf die Wettbewerbslandschaft von EuroTeleSites und von ihren Kunden auswirken. Insbesondere Zugangsregelungen in Verbindung mit Preisregulierungen könnten sich negativ auf EuroTeleSites auswirken.
Meinungsverschiedenheiten oder die Weigerung der Regierung, EuroTeleSites Genehmigungen zur Fortführung/Erweiterung des Geschäftsbetriebs zu erteilen, könnten erhebliche Auswirkungen auf das Potenzial von EuroTeleSites haben, wie geplant zu wachsen und ihre Geschäftstätigkeit fortzusetzen.
Fachkräftemangel
Ein Mangel an qualifizierten Mitarbeitern für jede Ebene und Position könnte die zukünftige Geschäftssicherheit des Unternehmens destabilisieren. Dies kann das Unternehmen dazu zwingen, mehr Arbeit auf die derzeitige Belegschaft zu verteilen, was sich negativ auf deren Leistungen und die des Unternehmens auswirken kann, oder unqualifiziertes Personal einzustellen und in Schulungen zu investieren, was das Unternehmen viel Geld und Zeit kosten kann. Darüber hinaus könnte der Beamtenstatus einiger Mitarbeiter ein zusätzliches Risiko darstellen, da diese möglicherweise nicht dieselbe Flexibilität oder Verfügbarkeit bieten, die in der dynamischen Geschäftswelt erforderlich ist, was langfristig negative Auswirkungen auf die operative Effizienz und Wettbewerbsfähigkeit von EuroTeleSites haben könnte.
Einhaltung von Sicherheitsstandards
Die Einhaltung der entsprechenden Sicherheitsanforderungen und -standards zur Vermeidung von Unfällen bei der Wartung von Funktürmen ist von entscheidender Bedeutung, um sicherzustellen, dass die Glaubwürdigkeit von EuroTeleSites nicht in Mitleidenschaft gezogen wird. Dies könnte auch durch unvorhersehbare Handlungen oder Eingriffe Dritter verursacht werden. Um rechtliche Risiken durch solche externen Aktionen zu vermeiden, muss EuroTeleSites sicherstellen, dass ihre eigenen Maßnahmen und Tätigkeiten klar strukturiert und dokumentiert sind.
Steuerliches Risiko
Anderungen von steuerbezogenen Gesetzen, Vorschriften oder Abkommen sowie nachteilige Feststellungen der Steuerbehörden könnten die Steuerlast von EuroTeleSites erhöhen oder die Finanz- und Ertragslage anderweitig beeinträchtigen. Die Steuerberechnungen von EuroTeleSites und ihre Auslegung von Gesetzen unterliegen der Überprüfung durch die Steuerbehörden. Sie könnten dabei den Steuerschätzungen oder Entscheidungen von Euro TeleSites widersprechen und die Bewertungen des Unternehmens
in Steuererklärungen oder anderen steuerbezogenen Unterlagen sowie ihre Einhaltung geltender Steuergesetze infrage stellen.
Während EuroTeleSites von der Angemessenheit ihrer Steuerschätzungen überzeugt ist, könnten aufgrund dieses Risikos zusätzliche Steuerverbindlichkeiten entstehen, und damit einhergehende Zinsen, Bußgelder oder regulatorische, administrative oder sonstige Sanktionen könnten wesentliche nachteilige Auswirkungen auf die Geschäftstätigkeit sowie die Finanz- und Ertragslage von EuroTeleSites haben. EuroTeleSites zielt darauf ab, die rechtzeitige Vorbereitung aller erforderlichen Unterlagen für Steuerzwecke, Ermittlungen und Beratung zu gewährleisten, indem im Umgang mit den Behörden ein proaktiver Ansatz verfolgt wird, um die Einhaltung der Vorschriften zu gewährleisten und potenzielle Probleme zu lösen, bevor sie eskalieren.
Compliance-Risiken
EuroTeleSites hat Compliance- und Risikomanagementsysteme eingerichtet, um die Einhaltung aller rechtlichen Vorschriften laufend und langfristig sicherzustellen. So hat Euro TeleSites ein Compliance-System eingeführt, das unter anderem Vorschriften im Bereich der Korruptions- und Geldwäschebekämpfung sowie kartellrechtliche Bestimmungen und Datenschutzvorschriften berücksichtigt, um potenzielle Verstöße zu verhindern bzw. aufzudecken und zu beheben. Das Risikomanagementsystem von EuroTeleSites findet gruppenweit Anwendung und ist integraler Bestandteil des Corporate-Governance- Systems des Unternehmens.
Die Effektivität von Risikomanagementsystemen weist jedoch inhärente Beschränkungen auf, die wesentliche nachteilige Auswirkungen auf die Geschäftsaussichten und Finanzposition von EuroTeleSites haben könnten.
Sonstige Angaben
Offenlegung gemäß § 243a UGB:
Aktionärsstruktur und Angaben zum Kapital
Das Grundkapital der EuroTeleSites AG beträgt unverändert EUR 166.125.000 und ist in 166.125.000 auf Inhaber lautende Stückaktien geteilt. Mit Jahresende 2024 befanden sich 56,96% oder 94.630.948 Aktien der EuroTeleSites AG im Besitz von América Móvil B.V., Niederlande („América Móvil B.V.“), einem hundertprozentigen Tochterunternehmen von América Móvil, S.A.B. de C.V. („América Móvil“). Die Republik Osterreich hält über die Österreichische Beteiligungs AG („ÖBAG“) 28,42% der Aktien. Der Rest von 14,62% entfällt auf den Streubesitz. Darin enthalten sind 1.131 Mitarbeiteraktien, die in einem Sammeldepot gehalten werden.
Die wesentlichen Finanzierungsvereinbarungen der Gesellschaft sehen marktübliche „Change of Control"-Klauseln vor, die im Fall eines Kontrollwechsels den finanzierenden Parteien Kündigungsrechte einräumen. Keine dieser Klauseln wurde im Geschäftsjahr 2024 und bis zum Berichtsdatum angewandt.
Die folgenden Informationen bezüglich eines Syndikatsvertrags basieren ausschließlich auf veröffentlichten Informationen. Darüberhinausgehende Informationen liegen der Gesellschaft nicht vor. Am 6. Februar 2023 einigten sich América Móvil, América Móvil B.V. und die OBAG auf die Verlängerung ihres Syndikatsvertrags aus 2014 betreffend die Telekom Austria AG für weitere zehn Jahre. Im Zuge dieser Verlängerung wurden auch Vereinbarungen betreffend die EuroTeleSites AG (vorbehaltlich deren nachfolgender Gründung) getroffen. Demnach haben América Móvil, América Móvil B.V. und die ÖBAG einen Syndikatsvertrag mit Regeln für die gemeinsame Ausübung der Stimmrechte in den Gremien der Gesellschaft, für die Wahl von Aufsichtsrats- und Vorstandsmitgliedern sowie Aktienverkaufsbeschränkungen geschlossen. Der Aufsichtsrat der Gesellschaft soll aus zehn Mitgliedern bestehen, wobei acht Mitglieder von América Móvil und zwei Mitglieder von der OBAG nominiert werden. Der Vorstand der Gesellschaft soll aus mindestens zwei und höchstens drei Mitgliedern bestehen. Zumindest ein Vorstandsmitglied mit der Funktion als CEO (Chief Executive Officer) soll von América Móvil nominiert werden können; ein Vorstandsmitglied, nämlich der CFO (Chief Financial Officer), soll von der OBAG nominiert werden können. Ein allfälliges drittes Vorstandsmitglied soll von América Móvil nominiert werden können. In der Satzung der Gesellschaft ist vorgesehen, dass solange die Republik Osterreich direkt oder indirekt zumindest 25% plus eine Aktie am Grundkapital der Gesellschaft hält, Kapitalerhöhungsbeschlüsse und die Begebung von Instrumenten, die ein Wandlungsrecht oder eine Wandlungsverpflichtung in Aktien der Gesellschaft beinhalten, sowie Anderungen dieser betreffenden Satzungsbestimmungen, einer Mehrheit bedürfen, die mindestens drei Viertel des bei der Beschlussfassung vertretenen Grundkapitals umfasst. Solange die OBAG mehr als 25% plus eine Aktie oder mehr am Grundkapital der EuroTeleSites AG hält, stehen der OBAG nach dem Syndikatsvertrag unter anderem die folgenden Mitbestimmungsrechte zu: Vetorechte bei Kapitalerhöhungen der EuroTeleSites AG und ihrer Tochtergesellschaften, bei der Ausgabe bestimmter wandelbarer Instrumente, bei der Bestellung des Abschlussprüfers, beim Abschluss von Rechtsgeschäften mit nahestehenden Personen, bei der Verlegung des Firmensitzes und wesentlicher Geschäftsfunktionen, einschließlich Forschung und Entwicklung, Änderung der Dividendenpolitik. Darüber hinaus erhält die OBAG die nach geltendem Recht zwingend vorgesehenen Sperrminoritätsrechte eines 25% plus eine Aktie haltenden Minderheitsaktionärs. Die Vetorechte der OBAG bei Kapitalerhöhungen und der Ausgabe bestimmter wandelbarer Instrumente sind – wie oben beschrieben – auch in der Satzung der Gesellschaft festgelegt. Selbst wenn die Beteiligung der ÖBAG auf unter 25% fällt, sie aber noch mit mindestens 10% beteiligt bleibt, stehen der ÖBAG noch bestimmte Vetorechte zu.
| Wien, am 10. Februar 2025 | ||
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| Der Vorstand der EuroTeleSites AG | ||
| Unterzeichner |Lars Patric Mosdorf | ||
| Unterzeichner Ivo Ivanovaki | ||
| EuroTele Sltes | Datum/Zeit-UTC 2025-02-10T14:01:03+01:00 | |
| EuroTeleSltes | Datum/Zeit-UTC 2025-02-10714:43:55+01:00 | |
| Prüfinformation | Diese Unterschrift ist gemäß EU Verordnung Nr. | |
| Prüfinformation | Diese Unterschrift ist gemäß EU Verordnung Nr. 910/2014 (elDAS) der handschriftlichen Unterschrift | 910/2014 (eIDAS) der handschriftlichen Unterschrift rechtlich gleichgestellt. |
| rechtlich gleichgestellt. Prüfung unter: https://www.signaturpruefung.gv.at | Prüfung unter: https://www.signaturpruefung.gv.at | |
| Ivo Ivanovski | Lars Mosdorf | |
| Generaldirektor | Finanzvorstand |
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