Inhaltsverzeichnis
1.Geschäftsverlauf, -ergebnis und Lage des Unternehmens
1. Geschäfts- und Rahmenbedingungen
Die Gründung des Unternehmens erfolgte im Jahr 1984. Alleingesellschafterin der DF Austria GmbH ist die Austro LBK Technik GmbH.
Der Unternehmenssitz ist in A-1230 Wien, Gastgebgasse 27 registriert.
Eine Zweigniederlassung (Zentral-Ersatzteillager) ist unter der Adresse A-2320 Schwechat, Concorde Business Park 3/2 im Firmenbuch eingetragen. Das Büro der Zweigniederlassung wurde zum 31.12.2025 auf den Unternehmenssitz verlegt und die Zweigniederlassung wird in 2026 geschlossen.
Nach dem vollständigen Erwerb der Geschäftsanteil vom Hersteller SAME DEUTZ-FAHR Deutschland GmbH fand im Dezember 2024 eine Umfirmierung der Gesellschaft statt. Seit 11.12.2024 firmiert die vormalige Deutz-Fahr Austria Landmaschinen Gesellschaft m.b.H. als DF Austria GmbH.
2.
Geschäftsverlauf
Nachdem die Covid-Förderungen den Absatz im Landtechnikmarkt bis 2021 massiv in die Höhe getrieben hatten, setzte ab 2022 ein Rückgang beim Neuzulassungsmarkt ein. In 2025 reduzierte sich der Neuzulassungsmarkt gegenüber 2024 um 10,8 % oder 419 Einheiten, Vor dem Hintergrund des anhaltenden Strukturwandels in der Landwirtschaft nahm der Anteil der Traktoren über 125 PS kontinuierlich zu. Im Geschäftsjahr 2024 setzte sich diese Entwicklung jedoch nicht weiter fort, und auch 2025 kehrte der Anteil nicht zur zuvor bestehenden Dynamik zurück, sondern blieb weiterhin unter dem Höchstniveau des Jahres 2023. Es ist damit zu rechnen, dass dieses Segment in rund fünf Jahren die Hälfte des Absatzes des Gesamtmarkts ausmachen wird. Dieser Trend zu leistungsfähigeren Maschinen zeigt sich auch bei Anbaugeräten.
Anteil PS-Segmente am Gesamtmarkt
100% 90% 80% 70% 60% 50% 40% 0
في في في ڏي کي في في فوي کي. اي کي في ڏي. في جي في في bي. اکي في اي.
< 124 PS @=> 125 PS
Produktionswert und Wertschöpfung der heimischen Landwirtschaft wuchsen 2025 kräftig. Dank zufriedenstellender Ernten im Pflanzenbau und gestiegener Erlöse in der tierischen Erzeugung nahm der Produktionswert des landwirtschaftlichen Wirtschaftsbereichs um 10 % auf rund 10,98 Mrd. Euro zu. Die Aufwendungen für Vorleistungen, Abschreibungen und sonstige Produktionsabgaben wurden in Summe auf rd. 8,8 Mrd. Euro geschätzt (-2,7 %). Die Bruttowertschöpfung zu Herstellungspreisen, der Saldo von Produktionswert und Vorleistungen, ist mit rd. 5,1 Mrd. Euro (+18,1 %) angestiegen. Die im Rahmen der Einkommensermittlung berücksichtigten öffentlichen Gelder, darunter Ausgleichzahlungen und Prämien der ÖPUL, sanken leicht (-0,7%). Für das im landwirtschaftlichen Wirtschaftsbereich erwirtschaftete Faktoreinkommen ergab sich damit ein nomineller Anstieg um 24,2 % auf rd. 3,8 Mrd. Euro.
Die wertmäßige Entwicklung der pflanzlichen Erzeugung (+11,3 %) war im Jahr 2025 vor allem mengenbedingt. Während das Preisniveau insgesamt leicht rückläufig war (-0,5 %), nahm das Produktionsvolumen deutlich zu (+11,9 %). Besonders kräftige Wertzuwächse verzeichneten Getreide (+16,7 %), Olsaaten und Olfrüchte (+17,2 %), Obst (+33,7 %) sowie Wein (+30,4 %), was maßgeblich auf eine deutliche Ausweitung der Erzeugungsmengen zurückzuführen war. Demgegenüber blieb die Entwicklung bei Futterpflanzen (+0,2 %) nahezu stabil. Bei Kartoffeln (-9,5 %) führten deutliche Preisrückgänge (-20,3 %) trotz einer spürbaren Ausweitung des Produktionsvolumens (+13,6 %) zu einem Wertverlust. Zuckerrüben (-39,6 %) verloren infolge eines starken Produktionsrückgangs ebenfalls deutlich an Wert.
In der tierischen Erzeugung stiegen die Preise im Vorjahresvergleich im Mittel deutlich um 9,3 %. Bei einer nur geringfügigen Ausweitung des Produktionsvolumens (+0,6 %) erhöhte sich der Produktionswert insgesamt um 9,9 %. Maßgeblich für diese positive Entwicklung waren insbesondere kräftige Preissteigerungen bei Rindern (+29,3 %) sowie bei Milch (+11,2 %). Während die Schweineproduktion preisbedingt weiter rückläufig war (-8,3 %), konnte dies durch die Wertzuwächse in anderen Bereichen mehr als ausgeglichen werden.
| Merkmal | Produktionswert | Volumen | Preis | ||
|---|---|---|---|---|---|
| 2025 | Veränderung zum Vorjahr | Veränderung zum Vorjahr | |||
| In Mio. Euro | In Mio. Euro | In Prozent | In Prozent | In Prozent | |
| PRODUKTIONSWERT DES LANDW. WIRTSCHAFTSBEREICHS | 10 979 | 997 | 10,0 | 5,4 | 4,4 |
| Landwirtschaftliche Erzeugung | 10 282 | 965 | 10,4 | 5,7 | 4,4 |
| Pflanzliche Erzeugung | 4 620 | 469 | 11,3 | 11,9 | -0,5 |
| Getreide | 1 096 | 157 | 16,7 | 16,3 | 0,3 |
| Ölsaaten und Ölfrüchte | 295 | 43 | 17,2 | 15,1 | 1,8 |
| Eiweißpflanzen | 18 | 2 | 9,7 | 4,6 | 4,9 |
| Zuckerrüben | 67 | -44 | -39,6 | -43,2 | 7,3 |
| Futterpflanzen | 679 | 1 | 0,2 | -4,4 | 4,8 |
| Gemüse | 540 | 7 | 1,3 | 4,0 | -2,6 |
| Pflanzen und Blumen1 | 484 | 9 | 1,8 | -0,1 | 1,9 |
| Kartoffeln | 117 | -12 | -9.5 | 13,6 | -20,3 |
| Obst | 508 | 128 | 33,7 | 25,5 | 6,5 |
| Wein | 724 | 169 | 30,4 | 42,6 | -8,8 |
| Sonstige pflanzliche Erzeugnisse2 | 92 | 11 | 14,1 | 8.6 | 5,1 |
| Tierische Erzeugung | 5 210 | 471 | 9.9 | 0,6 | 9,3 |
| Rinder | 1 200 | 240 | 24,9 | -3,3 | 29,3 |
| Schweine | 911 | -67 | -6.8 | 1.6 | -8,3 |
| Sonstige Tiere3 | 370 | 14 | 4,0 | 1,2 | 2,7 |
| Milch | 2 216 | 256 | 13,0 | 1,6 | 11,2 |
| Sonstige tierische Erzeugnisse4 - | 513 | 29 | 5,9 | 1,6 | 4,2 |
| Erzeugung landw. Dienst- leistungen | 452 | 24 | 5,7 | 2,5 | 3,1 |
| Nichtlandw. Nebentätigkeiten (nicht trennbar) | 697 | 32 | 4,8 | 0,3 | 4,4 |
Q. STATISTIK AUSTRIA, Landwirtschaftliche Gesamtrechnung. – Erste Vorschatzung vom November 2025. – Nominell – Produktionswerie: zu Herstellungspreisen, d. h. Inklusive Gülersubvenlionen und exklusive Gütersteuern – Volumen- und Preisindex: bezogen auf die Produktion zu Erzeugerpreisen. 1) Blumen und Zierpfianzen (inkl. Weihnachlsbaume). Baumschulen. Anpflanzungen - 2) Hopfen, Textilpflanzen, Heil-, Duft- und Gewürzpflanzen, Energiegraser, Schif, Samereien, Stroh - 3) Getiugel, Schafe und Ziegen, Einhufer, Jagd. — 4) Eier, Honig, Rohwolle
Der Gesamtumsatz 2025 wurde mit folgenden Produktgruppen erwirtschaftet:
| DEUTZ-FAHR Traktoren | ca. 75,5 % des Gesamtumsatzes | ||
|---|---|---|---|
| DEUTZ-FAHR Pressen | ca. 1,2 % des Gesamtumsatzes | ||
| • | DEUTZ-FAHR sonstige Landmaschinen | ca. 0,5 % des Gesamtumsatzes | |
| Ersatzteile DEUTZ-FAHR | ca. 22,8 % des Gesamtumsatzes |
Vom Gesamtumsatz der DF Austria GmbH wurden ca. 73 % in ÖOsterreich erwirtschaftet. Bei der Betrachtung der einzelnen Produktgruppen der DF Austria GmbH sind folgende Veränderungen des Umsatzes gegenüber dem Vorjahr festzustellen:
| DEUTZ-FAHR Traktoren | ca. | + | 18,7 % | gegenüber 2024 |
|---|---|---|---|---|
| Ersatzteile DEUTZ-FAHR | ca. | 6,4 % | gegenüber 2024 |
2.1
Geschäftsfeld Traktor
Der Großteil des Umsatzes der DF Austria GmbH wird in 2025 weiterhin mit Traktoren erzielt. Die DF Austria GmbH verzeichnete in 2025 einen deutlichen Marktanteilsanstieg von 3,9 % auf 5,5%.
Betrachtung der Auslandsmärkte:
Slowenien
Im Jahr 2025 sank der Absatz des Gesamtmarktes für Traktoren in Slowenien um 3,5 % auf 899 Einheiten (Vorjahr: 932). Deutz-Fahr steigerte seinen Marktanteil deutlich von 5,2 % auf 7,6 % und lag damit klar über dem Durchschnitt der Jahre 2018 bis 2023 (5,49 %).
Slowakei
Der Gesamtmarkt für Traktoren über 50 PS in der Slowakei ist im Jahr 2025 auf 904 Einheiten gestiegen. Deutz-Fahr erreichte mit 52 zugelassenen Traktoren einen Marktanteil von 5,75 % und verzeichnete damit gegenüber dem Vorjahr einen Absatzzuwachs von 21 Einheiten.
2.2
Geschäftsfeld Ersatzteile
Die Deutz-Ersatzteilumsätze blieben auf einem hohen Niveau, gingen im Geschäftsjahr 2025 jedoch von EUR 5,4 Mio. auf EUR 5,1 Mio. zurück. Die DF Austria GmbH rechnet auch künftig mit einer stabilen bis leicht rückläufigen Entwicklung.
1. Erfolgswirtschaftliche Kennzahlen
| Beträge in TEUR | 2025 | 2024 | 2023 | 2022 | 2021 | 2020 |
|---|---|---|---|---|---|---|
| Rohertrag | 5.154 | 5.171 | 5.392 | 6.672 | 6.629 | 5.736 |
| Ergebnis vor Zinsen, Steuern | ||||||
| und Abschreibungen | -98 | -38 | 919 | 1.109 | 1.526 | 605 |
| (EBITDA) | ||||||
| Ergebnis vor Zinsen, Steuern | ||||||
| (EBIT) | -1.648 | -42 | 912 | 1.100 | 1.502 | 559 |
| Ergebnis vor Steuern (EBT) | -1.818 | -327 | 676 | 1.021 | 1.446 | 492 |
| Jahresfehlbetrag bzw. | ||||||
| Jahresüberschuss | -1.756 | -253 | 542 | 670 | 1.073 | 384 |
Der Rohertrag hat sich aufgrund des rückläufigen Marktes gegenüber dem Vorjahr weiter reduziert.
2.
Rentabilitätskennzahlen
| 2025 | 2024 | 2023 | 2022 | 2021 | 2020 | |
|---|---|---|---|---|---|---|
| Eigenkapital- | ||||||
| -41,00% rentabilität (ROE) | -6,01% | 12,77% | 19,68% | 30,03% | 12,03% | |
| Gesamtkapital- | ||||||
| -12,82% rentabilität (ROI) | -0,30% | 6,48% | 8,14% | 11,41% | 4,10% | |
| Betriebsrentabilität | ||||||
| -3,54 % (ROCE) | -2,45% | 17,72% | 33,51% | 136,36% | 30,29% |
3.
Finanzwirtschaftliche Kennzahlen
| Beträge in TEUR | 2025 | 2024 | 2023 | 2022 | 2021 | 2020 |
|---|---|---|---|---|---|---|
| Nettoverschuldung | ||||||
| (Net Debt) | 118 | -306 | 293 | -593 | -3.853 | -2.407 |
| Eingesetztes Kapital | ||||||
| (Capital Employed) | 3.484 | 3.727 | 4.732 | 3.459 | 1.077 | 1.718 |
| Nettoumlaufvermögen | ||||||
| (Working Capital) | 3.645 | 4.416 | 4.189 | 3.524 | 4.082 | 3.098 |
| Verschuldungsgrad | ||||||
| (Gearing) | 3,31% | -5,76% | 5,27% | -11,80% | -71,97% | -56,23% |
| Eigenkapitalquote | ||||||
| (Equity Ratio) | 30,47% | 37,83% | 38,13% | 37,15% | 39,67% | 33,37% |
Die Eigenkapitalquote ist aufgrund des Jahresfehlbetrags gesunken.
4. Berechnung der Kennzahlen
EBITDA:
EBIT:
Ergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT) + Jahresabschreibungen vom Anlagevermögen Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen
Ergebnis vor Steuern (EBT) + Zinsen und ähnliche Aufwendungen Ergebnis vor Zinsen und Steuern
Eigenkapitalrentabilität (ROE): Ergebnis vor Steuern (EBT) Eigenkapital (Durchschnitt) Eigenkapitalrentabilität
Gesamtkapitalrentabilität (ROI):
Betriebsrentabilität (ROCE):
Ergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT) Gesamtkapital (Durchschnitt) Gesamtkapitalrentabilität Zwischensumme gem. § 231 Abs. 2 Z 9 bzw. Abs. 3 Z 8 UGB (Betriebserfolg) Capital Employed Betriebsrentabilität
Nettoverschuldung (Net Debt): Festverzinsliches Fremdkapital liquide Mittel Nettoverschuldung
Eingesetztes Kapital (Capital Employed): + Eigenkapital verzinsliches Fremdkapital + Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten + Rückstellungen für Abfertigungen, Pensionen und Jubiläen + Rückstellungen für Drohverluste - verzinsliches Vermögen Eingesetztes Kapital
Eigenkapitalquote (Equity Ratio): Eigenkapital Gesamtkapital Eigenkapitalquote
Verschuldungsgrad (Gearing): Nettoverschuldung Eigenkapital Verschuldungsgrad
Nettoumlaufvermögen (Working Capital): Umlaufvermögen langfristiges Umlaufvermögen kurzfristiges Fremdkapital (Verbindlichkeiten + kurzfristige RSt) + ARA Nettoumlaufvermögen
5. Kapitalflussrechnung
Die Kapitalflussrechnung wurde für das Jahr 2025 nach den Vorgaben der AFRAC- Stellungnahme 36 über die Geldflussrechnung (UGB) erstellt.
| Beträge in TEUR | 2025 | 2024 | |
|---|---|---|---|
| 1. Ergebnis vor Steuern | -1.817.872,54 | -326.745,21 | |
| +/- Abschreibungen/Zuschreibungen auf Vermögensgegenstände des | |||
| 2. Investitionsbereichs | 1.549.821,70 | 4.713,83 | |
| 3. -/+ Gewinn/Verlust aus dem Abgang von Vermögensgegenständen des | 0,00 | 0,00 | |
| -/+ Beteiligungserträge, Erträge aus anderen Wertpapieren und | |||
| 4. | Ausleihungen des Finanzanlagevermögens sowie sonstige Zinsen und ähnliche Erträge/Zinsen und ähnliche Aufwendungen | 147.739,39 | 235.330,13 |
| 5. | Geldfluss aus dem Ergebnis | -120.311,45 | -86.701,25 |
| -/+ Zunahme/Abnahme der Vorräte, der Forderungen aus Lieferungen und | |||
| 6. Leistungen sowie anderer Aktiva | 246.596,27 | 1.175.243,41 | |
| 7. +/- Zunahme/Abnahme von Rückstellungen | -222.806,38 | -291.589,02 | |
| +/- Zunahme/Abnahme der Verbindlichkeiten aus Lieferungen und | |||
| 8. Leistungen sowie anderer Passiva | -391.371,78 | -9.845,40 | |
| 9. | Netto-Geldfluss aus der betrieblichen Tätigkeit vor Steuern | -487.893,34 | 787.107,74 |
| 10. - Ertragsteuern | 61.618,99 | 73.955,90 | |
| 11. Netto-Geldfluss aus der betrieblichen Tätigkeit | -426.274,35 | 861.063,64 | |
| 12. + Einzahlungen aus Anlagenabgang (ohne Finanzanlagen) | 0,00 | 0,00 | |
| 41+ Einzahlungen aus Finanzanlagenabgang und sonstigen | |||
| Finanzinvestitionen | 25.000,00 | 25.000,00 | |
| 14. - Auszahlungen für Anlagenzugang (ohne Finanzanlagen) | -1.844,46 | -4.028,00 | |
| 43 - Auszäniungen tur Finanzanlagenzugang und sonstige | 0,00 | 0,00 | |
| 16. + Einzahlungen aus Beteiligungs-, Zinsen- und Wertpapiererträgen | 22.021,38 | 49.015,40 | |
| 17. Netto-Geldfluss aus der Investitionstätigkeit | 45.176,92 | 69.987,40 | |
| 18. - Auszahlungen zur Bedienung des Eigenkapitals | 0,00 | 0,00 | |
| 19. - Auszahlungen für die Tilgung von Anleihen und Finanzkrediten | 0,00 | 0,00 | |
| 20. - Auszahlungen für Zinsen und ähnliche Aufwendungen | -169.760,77 | -284.345,53 | |
| 21. Netto-Geldfluss aus der Finanzierungstätigkeit | -169.760,77 | -284.345,53 | |
| 22. zahlungswirksame Veränderung des Finanzmittelbestandes | -550.858,20 | 646.705,51 | |
| 23. + Finanzmittelbestand am Beginn der Periode | 797.604,68 | 150.899,17 | |
| 24. Finanzmittelbestand am Ende der Periode | 246.746,48 | 797.604,68 | |
Die liquiden Mittel haben sich im Wesentlichen aufgrund des Netto-Geldflusses aus der betrieblichen Tätigkeit verschlechtert.
III. Forschung und Entwicklung
Die DF Austria GmbH ist ein reines Handelsunternehmen. Forschung und Entwicklung wurde nicht betrieben.
Forschung und Entwicklung erfolgen in professioneller Weise von den beiden Zentralen der Marken Deutz Fahr (Italien/Deutschland). Das Ergebnis sind stetige Produktverbesserungen, um den Anforderungen und Bedürfnissen des Marktes gerecht zu werden.
IV. Ausblick 2025 und Folgejahre
In 2025 blieben die Auswirkungen der weiterhin erhöhten Inflation ein prägender Faktor für das wirtschaftliche Umfeld in Osterreich, während das allgemeine Zinsniveau im Jahresverlauf infolge mehrerer Zinssenkungen deutlich zurückging.
Das inflationsbereinigte landwirtschaftliche Faktoreinkommen je Jahresarbeitseinheit stieg 2025 um 21,2% gegenüber dem Vorjahr. Vor diesem Hintergrund schafft die stabile Einkommensentwicklung eine verlässliche Grundlage für die Investitionsbereitschaft der Landwirte. Für das Geschäftsjahr 2026 wird im österreichischen Traktorenmarkt insgesamt von einer stabilen bis leicht positiven Entwicklung der Neuzulassungszahlen ausgegangen.
Ein zentraler Schwerpunkt im Geschäftsjahr 2026 liegt auf der Weiterentwicklung und Optimierung der Händlerstruktur, um die Zusammenarbeit zu intensivieren und bestehende Marktpotenziale konsequent zu erschließen. Ergänzend wird das Produktportfolio gezielt angepasst, um auf die sich verändernden Kundenbedürfnisse einzugehen. Durch diese Maßnahmen sollen sowohl der Maschinenverkauf als auch das After-Sales-Geschäft gestärkt, der Marktanteil ausgebaut und nachhaltiges Umsatzwachstum erzielt werden.
V. Risikoberichterstattung
1. Allgemeines
Risiken und Auswirkungen werden im Rahmen des Risikomanagements erhoben und analysiert. Verantwortlich hierfür ist die Geschäftsleitung. Zentrale Stelle des Berichtswesens ist der Bereich Controlling, dem die Durchführung der operativen Planung unterliegt.
2.
Marktrisiken
Risiken entstehen grundsätzlich aus der konjunkturellen Entwicklung der für das Unternehmen relevanten Absatzmärkte. Durch die Streuung in verschiedene Absatzmärkte und durch die Aufnahme neuer Produkte versucht man dem allgemeinen Marktrisiko entgegenzutreten. Das vom Ukraine-Krieg ausgehende Marktrisiko wird laufend im Rahmen von verschiedenen Szenarien evaluiert. Die instabilen weltweiten Lieferketten stehen hier besonders im Fokus.
3. Finanzwirtschaftliche Risiken
Derivative Finanzinstrumente werden in der DF Austria GmbH nicht eingesetzt.
Die Werthaltigkeit der Forderungen wird im Rahmen der laufenden Überwachung durch das Controlling überprüft. Für Neukunden wird eine KSV-Auskunft eingeholt. Zur Überwachung der bestehenden Kunden wird unterstützend das Monitoring durch den KSV herangezogen. Seit 2004 gibt es eine Zusammenarbeit mit einer Factoring-Gesellschaft, welche das Factoring für die DF Austria GmbH abwickelt. Seit dem 1.1.2018 ist dies die Raiffeisen Factor Bank. Dieses Bankinstitut überprüft ebenfalls laufend die Bonität der Kunden und informiert zusätzlich bei negativen Entwicklungen. Kundenaufträge wurden ausnahmslos in Euro angenommen. Ein Währungsrisiko in dieser Hinsicht besteht somit nicht. Liquiditätsengpässe treten normalerweise verstärkt in den ersten beiden Monaten und im Frühherbst des Jahres auf. In diesen Zeiträumen (Hauptauslieferungszeit für Maschinen bzw. Frühbezugszahlungen für die kommende Saison) müssen viele Maschinen vorfinanziert werden, Kurzfristige Bankkredite werden daher naturgemäß in Anspruch genommen. Die Rückführung dieser Bankkredite erfolgt nach Eingang der Kundenzahlungen. Es besteht somit nur ein geringes Zinsänderungsrisiko.
Wien, am 1 27.4 2016
Mag Adelheid Adelwöhrer