Inhaltsverzeichnis
Klangfarbe Musikinstrumente u. tontechnische Geräte Handels ges.m.b.H.
I. Geschäftsverlauf und Lage des Unternehmens im Berichtsjahr 2023/24
Geschäftstätigkeit, Geschäftsergebnis und Lage des Unternehmens
Die Klangfarbe Musikinstrumente u. tontechn. Geräte Handelsges.m.b.H., (KLANGFARBE) wurde 1989 zur Übernahme des seit den frühen 1980er Jahren vom damaligen Verein Klangfarbe betriebenen wirtschaftlichen Geschäftsbetriebs „Handel mit Musikinstrumenten u. tontechnischen Geräten“ gegründet und war bis etwa 2002 als Handelsbetrieb mit hohem Dienstleistungscharakter und einer starken Verbundenheit in die gesamte Kunstszene mit den vier Abteilungen (Grobgliederung) E-Gitarre & Bass, Akustikinstrumente und Percussion, Keyboards & Studio Equipment sowie Sound & Light (umfassend DJ Equipment, PA-Beschallung, Licht und Multimedia sowie die Planungsabteilung Klangplan) tätig.
In den Jahren 2002 bis 2006 wurden diese Abteilungen in vier unabhängige Unternehmen, im Alleineigentum der jeweiligen Gesellschafter-GF ausgegliedert, die Klangfarbe Musikinstrumente u. tontechn. Geräte Handelsges.m.b.H. war für den einheitlichen Auftritt nach außen, Dienstleistungen zur Unternehmenssteuerung und dem Marketing, sowie dem Betrieb gemeinsam genutzter Ressourcen wie zB Raum, Webshop verantwortlich. Obzwar nicht gesellschaftsrechtlich verbunden, war die Wahrnehmung der fünf Unternehmen im Außenauftritt geprägt durch die Nutzung der gemeinsamen Marke „Klangfarbe".
2010 übersiedelten die Unternehm vom Gründungsstandort Einsiedlerplatz im 5.Bezirk in die Wiener Gasometer, im Verlauf der Jahren stellte sich die 5-Firmen-Struktur jedoch immer mehr als entwicklungstechnischer Hemmschuh dar. So startete im Mai 2019 ein Restrukturierungsprozess, wobei im Rahmen eines Asset Deals die Warenbestände und die Betriebsausstattung der Gerhard Moser Handel mit Studioequipment und Keyboards GmbH und der Wolfgang Handl GmbH übernommen wurden und die Nicholas Eggl GmbH und die Christian Eibl Handel mit Ton- und Lichtanlagen GmbH jeweils als übertragende Gesellschaften mit der Klangfarbe Musikinstrumente u. tontechn. Geräte Handelsges.m.b.H. als aufnehmender Gesellschaft verschmolzen wurden.
Damit wurden die vier Abteilungen unter das Dach des vormaligen Gründungsunternehmens, nun aber mit neuer Beteiligungsstruktur rückgeführt und die Klangfarbe Musikinstrumente u. tontechn. Geräte Handelsges.m.b.H betreibt seit 1.8.2019 wieder Osterreichs größtes Musikhaus mit einer Geschäftsfläche von rd. 3.500 m2 im Gasometer Simmering.
Zusammenfassung der Entwicklung in den Jahren 2019-2024
Der Businessplan der übernehmenden Geschäftsführung sah vertretbare strukturelle Verschlankungen und moderate jährliche Umsatzsteigerungsraten vor. Die Finanzierung sollte auch mit überschaubarem Wachstum in 7 Jahren darstellbar sein, auch wenn die Unternehmensleitung stets eine höhere Steigerung angepeilt hatte. Es war der Unternehmensführung sehr bewusst, dass die internen Umstellungen der Abläufe und die Zuteilung der Personalstärke bzw. deren Einsparung eine gewisse Zeit brauchen würden.
Während der andauernden Verwerfungen durch die Covid-19 Pandemie, damit einhergehende Unterbrechungen der Lieferketten und die steigende Inflation nach Ausbruch des Ukraine-Konfliktes ergab sich klar, dass den Fokus auf stetes Wachstum im Shop zu richten, die "Pflicht" zur erfolgreichen Entwicklung des Unternehmens ist, der Ausbau des Online-Umsatzes blieb nach dieser Betrachtung weiterhin die "Kür". Der Onlineshop hat die wichtige Funktion über das Sortiment und die Preisgestaltung zu informieren, führt zur "Sichtbarkeit" im Internet und nicht wenige Kundinnen kommen aufgrund der Vor-Information im Webshop dann anschließend ins Geschäftslokal, um stationär zu kaufen.
Umsatzzuwächse sind im Onlineshop kurzfristig etwa durch Niedrigstpreise auf Kosten der Marge und Erhöhung der Versandkosten grundsätzlich möglich, eine solche Strategie in der Geschäfts-Entwicklung zu verfolgen, wäre bei der Beteiligungsstruktur (Umsatzbeteiligung der TAUROS) des Unternehmens aber durchaus kontraproduktiv für den zu erzielenden Erfolg und cash flow.
Die fortgesetzte negative konjunkturelle Entwicklung - und damit einhergehende Änderung des Käuferverhaltens waren in der Folge die größten Herausforderungen für Klangfarbe Musikinstrumente u. tontechn. Geräte Handelsges.m.b.H. Zwar konnten noch bis zum 2. Quartal des Geschäftsjahres der Klangfarbe Musikinstrumente u, tontechn. Geräte Handelsges.m.b.H von Juli bis September 2023 noch geplante, moderate Umsatzuwächse erzielt werden, dies jedoch mit rückläufigen Rohaufschlägen. Die Hauptsaison (September 23 bis Jänner 24) der KLANGFARBE verlief hinsichtlich Umsatzentwicklung verglichen mit dem Vorjahr zurückhaltend, die Vorjahresumsätze konnten in geringen Ausmaß gesteigert werden, der Rohaufschlag stabilisiert.
Das erste und zweite Quartal des Geschäftsjahres 2024/25 waren von einem unerwartet hohen Umsatzeinbruch -
Klangfarbe Musikinstrumente u. tontechnisqhe
Geräte Handels ges.m.b.H.
geschuldet einem Rückgang in der effektiven Anzahl von Käufern und zusätzlich einem Rückgang des Pro-Kopf-Umsatzes geprägt, der Rohaufschlag konnte im Vergleich zum abgelaufenen Geschäftsjahres bislang nicht verbessert werden. Der üblicherweise umsatzstärkste Zeitraum 10-12/2024 (QIIl) war im weiteren Verlauf ebenso von einem im Vergleich zum Vorjahr zu beobachtenden Umsatzrückgang - dieser jedoch in abgeschwächter Form - geprägt, der Rohaufschlag konnte jedoch verbessert werden, dh trotz eines Umsatzrückganges ein gleichbleibender Rohertrag verzeichnet werden. Das letzte Quartal (1/2025 bis 3/2025) verlief zufriedenstellend, war aber nicht ausreichend, den unüblichen saisonalen Verlauf In QIII auszugleichen. Trotz entsprechender Stundungsvereinbarungen mit wesentlichen Stakeholdern im Dezember 2024 und extensiven Bemühungen der Geschäftsführung zur Kosteneinsparung im Personalbereicht bzw. im Bereich des übrigen Aufwandes sowie in der Straffung des Lagers führte der weitere Umsatzrückgang in 4-5/2025 dazu, dass mit 16.6.2025 die Eröffnung eines Sanierungsverfahrens beantragt werden musste. Nachdem das Unternehmen auf Grund der Auswirkungen der Pandemie 2020-2022 und unter Bedachtnahme auf die laufenden Finanzierungen - keine wesentlichen Reserven aufbauen konnte, mit deren Hilfe entsprechende Engpässe in den verfügbaren Zahlungsmitteln auf Grund unvorhergesehener Umsatzschwankungen bzw. - entwicklungen überbrückt werden konnten, ohne externe Finanzierungen in Anspruch nehmen zu müssen, ist Zahlungsunfähigkeit eingetreten.
Neben den durch den Preisdruck im Internethandel begründeten, etwas geringeren Aufschlägen insgesamt, sowie dem beobachteten Umsatzrückgang auf Grund des geänderten Konsumverhaltens schmälerten hauptsächlich die Kostensteigerung in den Bereichen Pacht und Energie sowie die Lohnabschlüsse wiederum das Ergebnis, sodass im Berichtsjahr, welches Ende März 2025 endete, zwar ein Rohergebnis in Höhe von TEUR 3.429 (iVJ TEUR 3.875) erzielt wurde und das Ergebnis vor Steuern (vor Berücksichtigung der Auswirkungen der Änderung der Bewertungsmethode gem. den Ausführungen unter 1.1.1. des Anhangs iHv TEUR -2.528) auf TEUR -365 (iVJ TEUR -70) absank.
Klangfarbe Musikinstrumente u. tontechnische
Geräte Handels ges.m.b.H.
| Ertrags-, Finanz- und Vermögenslage | ||
|---|---|---|
| (Werte in TEUR | 2024/25 2023/24 | |
| Rohergebnis | 3.875 | 3.429 |
| Abschreibungen | 88 | 88 |
| Finanzergebnis | -55 | -65 |
| EBITDA (einschließlich Auswirkung | 73 | -389 |
| Anderung der Bewertungsmethode in | ||
| 2024/25) | ||
| EBIT (einschließlich Auswirkung Änderung | -14 | -2.893 |
| (der Bewetungsmethode in 2024/25) |
Kennzahlen zur Vermögensstruktur und Verschuldung
| 2023/24 | 2024/25 | |
|---|---|---|
| Eigenkapitalquote in % | 19,19% | negativ| |
| Auf Grund der Anderung der Bewertungsmethodik von Annahme der Unternehmensfortführung zu Bewertung nach | ||
| Liqidationswerten ist das Eigenkapital 2024/25 negativ. | ||
| Kennzahlen zur Liquiditätslage | |||
|---|---|---|---|
| 2023/24 | 2024/25 | ||
| |fiktive Schuldentilqungsdauer | 67,9 Jahre | nciht zu ermitteln | |
| Kennzahlen zur Rentabilität | |||
| 2023/24 | 2024/25 | ||
| Eigenkapitalrentabilität | negativ | negativ | |
Geräte Handels ges.m.b.H.
Kennzahlen zur Finanzierung - Geldflussrechnung für das Geschäftsjahr 2022/23
| 2024/2025 | 2023/2024 | |
|---|---|---|
| TEUR | TEUR | |
| 1. Ergebnis vor Steuern | -2.893 | -70 |
| 2. Überleitung auf den Netto-Geldfluss aus dem Ergebnis vor Steuern | ||
| a. Verlust aus dem Abgang von Vermögensgegenständen des | ||
| Investitionsbereichs | 0 | 0 |
| b. Abschreibungen/Zuschreibungen auf Gegenstände des | ||
| Anlagevermögens sowie auf Wertpapiere des Umlaufvermögens | 119 | 81 |
| c. Erträge aus der Auflösung von Bewertungsreserven aus | ||
| Investitionszuschüssen | -2 | -1. |
| Geldfluss aus dem Ergebnis | -2.776 | 10 |
| d. Abnahme der Vorräte, Forderungen aus Lieferungen und Leistungen | ||
| sowie anderer Aktiva | 2.842 | 164 |
| e. Ab-/Zunahme der Rückstellungen, ausgenommen für Steuern vom | ||
| Einkommen | -177 | 75 |
| f. Zunahme der Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen sowie | ||
| anderer Passiva | 305 | 35 |
| 3.086 | 354 | |
| 3. Netto-Geldfluss aus dem Ergebnis vor Steuern | 193 | 284 |
| 4. Zahlungen für Steuern | ||
| a. Steuern vom Einkommen | -93 | -8 |
| b. sonstige Forderungen aus Steuern | 3 | -18 |
| c. aktive latente Steuern | 92 | -7 |
| d. Veränderungen Steuerrückstellungen | 0 | -10 |
| 2 | -42 | |
| 5. Netto-Geldfluss aus der laufenden Geschäftstätigkeit | 196 | 241 |
| 6. Netto-Geldfluss aus der Investitionstätigkeit | ||
| a. Anlagenzugänge It. Anlagenspiegel (ohne Finanzanlagen) | -14 | -18 |
| b. Investitionszuschüsse | -46 | -110 |
| -61 | -127 | |
| 7. Netto-Geldfluss aus der Finanzierungstätigkeit | ||
| a. Einzahlungen/Auszahlungen für die Aufnahme/Tilgung von sonstigen | ||
| Finanzkrediten | -183 | -109 |
| 8. zahlungswirksame Veränderung des Finanzmittelbestandes | -48 | 5 |
| 9. Finanzmittelbestand am Beginn der Periode | 332 | 327 |
| 10. Finanzmittelbestand am Ende der Periode | 284 | 332 |
F&E-Tätigkeiten der Gesellschaft
Der Geschäftsgegenstand des Unternehmens ist Handel mit Musikinstrumenten und tontechnischen Geräten und nicht auf Forschung und Entwickiung ausgerichtet. Es werden daher keine Forschungs- und Entwicklungstätigkeiten im engeren Sinn gesetzt.
| Klangfarbe Musikinstrumente u. tontechnische | |||||||
|---|---|---|---|---|---|---|---|
| Geräte Handels ges.m.b.H. | |||||||
| II. Voraussichtliche Entwicklung und Ausblick auf das neue Geschäftsjahr | |||||||
| Die Rahmenbedingungen für die weitere Entwicklung lassen sich wie folgt zusammenfassen: | |||||||
| Die österreichische Wirtschaft dürfte im Jahr 2025 um etwa ½% gewachsen sein. Die in der zweiten Jahreshälfte | |||||||
| beobachtete Konjunkturerholung wird sich in 2026 verstetigen und das Bruttoinlandsprodukt sowohl 2026 als auch | |||||||
| 2027 um etwas über 1% zulegen. Die Export- und Industriekonjunktur belebt sich, bleibt jedoch anfållig für | |||||||
| Rückschläge. Die Inflation bleibt bis Ende 2025 hoch und beträgt im Durchschnitt 3½%. Anfang 2026 wird sie | |||||||
| sprunghaft zurückgehen und im Jahresdurchschnitt knapp über 2½% liegen. 2027 wird sie weiter leicht sinken. Infolge | |||||||
| der hohen Inflation sanken die verfügbaren Einkommen der privaten Haushalte 2025 in realer Rechnung und dürften | |||||||
| auch 2026 nicht steigen, Der private Konsum | wird wegen | der verhaltenen Einkommensentwicklung im | |||||
| Prognosezeitraum nur wendig Dynamik entfalten. | |||||||
| (https://www.wifo.ac.at/wp-content/uploads/upload-6792/kp_2025_04.pdf, | |||||||
| Die verhaltene Entwicklung des privaten Konsums - der Gesamtindikator der Konsument:innenstimmung der | |||||||
| Europäischen Kommission stagnierte 2025 auf unterdurchschnittlichem | Niveau - und die weiterhin | ||||||
| bestehenden Unsicherheiten in Zusammenhang mit dem | Ukraine-Konflikt sowie der Haltung der USA in der | ||||||
| Zoll- bzw. Grönlandfrage, den daraus resultierenden globalen sozialen und politischen Risiken beeinflussen - | |||||||
| ebenso wie die unsichere konjunkturelle Entwicklung die Prognosefähigkeit des Unternehmens wesentlich. | |||||||
| Die Unternehmensführung ist bestrebt, trotz der | widrigen | exogenen Faktoren die 20% Quote je | |||||
| Insolvenzgläubiger wie im Sanierungsplan angeboten zu erfüllen, die Barquote von 5% wurde berelts | |||||||
| fristgerecht zur Auszahlung gebracht. Weitere Quoten zu je 5% sind binnen 6, 18 und 24 Monaten ab Annahme | |||||||
| des Sanierungsplans zu entrichten. | |||||||
| Solange diese Quoten nicht gesichert entrichtet sind, geht die Unternehmensführung in ihrer Bewertung der | |||||||
| Vermögensgegenstände und Schulden noch von einem Liquidationsszenario aus. | |||||||
| Das Unternehmen, noch immer in seiner Position als Marktführer in Osterreich erkennt aber auch in der jetzigen - von | |||||||
| extremen Unsicherheiten geprägten - Situation die Möglichkeit, durch entsprechende Steuerung des Einkaufes und der | |||||||
| zu vereinbarenden Konditionen Deckungsbeiträge bzw. Rohaufschläge so zu gestalten, dass trotz des schwächelnden | |||||||
| Konsumverhaltens und des derzeit ungünstigen konjunkturellen Umfeldes die Bezahlung der Quoten an die Gläubiger | |||||||
| und damit schlussendlich auch Fortführung des Unternehmens möglich ist. | |||||||
| III. | Wesentliche | Risken | und | Ungewissheiten | des | Unternehmens, | Finanzinstrumente, |
| Risikomanagementmethoden und Sicherungsgeschäfte | |||||||
| Absatzrisiko | |||||||
| Einnahmen und Erlöse der | Klangfarbe Musikinstrumente u. tontechn. Geräte Handelsges.m.b.H. resultieren | ||||||
| ausschließlich aus dem Handel mit Musikinstrumenten und tontechnischen Geräten, der Teilbetrieb, welcher die in | |||||||
| Zusammenhang mit der Planung, Konfiguration und Installation dieser Geräte und Anlagen stehenden Dienstleistungen | |||||||
| angeboten hatte, wurde während des Sanierungsverfahrens geschlossen. | |||||||
| Das Angebot im stationären Handel ist in höchstem Maße durch Angebote von anderen in- und ausländischen | |||||||
| Internetanbietern konkurrenziert, sodass das Unternehmen einem beständigen Preisdruck ausgesetzt ist. Dabei ist ein | |||||||
| Absatzrisiko bei einzelnen Marken oder Produkten zumindest vorrübergehend gegeben, wenn ein Konkurrent die | |||||||
| Onlinepreise drastisch unter die Mindestkalkulation senkt. Dabei handelt sich zumeist um konkurrentenseits | |||||||
| vorgenommene kurzfristige Lagerbereinigungen, auf welche dann möglicherweise eine Reaktion - Auslistungen oder | |||||||
| aber auch Mitziehen in der Preisgestaltung - gesetzt werden muss. | |||||||
| Trotz des Sanierungsverfahren zeichnet sich das Unternehmen immer noch durch eine breite Aufstellung im | |||||||
| Produktsortiment mit mehreren hundert Marken und tausenden Artikeln im Programm aus und aus dem oben | |||||||
| beschriebenen Sachverhalt der Lagerbereinigung durch konkurrenzierende Unternehmen - im Gegensatz zur | |||||||
| allgemeinen Konkurrenzierung durch Internetanbieter - keine relevante breitflächige Bedrohung zu sehen. | |||||||
| Beschaffungsrisiko | |||||||
| Der Beschaffungsmarkt für Musikinstrumente und tontechnische Geräte konzentriert sich im wesentlichen auf rd. 8-12 | |||||||
| Produzenten, teils aus dem asiatischen, teils aus dem US-amerikanischen Raum. Aufgrund seit langem bestehender | |||||||
Klangfarbe Musikinstrumente u. tontechnische Geräte Handels ges.m.b.H,
Lieferantenbeziehungen war das Lieferantenrisiko - bis zur Eröffnung des Sanierungsverfahrens - an sich (Verlässlichkeil als Partner/Seriosität des Lieferanten) als gering einzuschätzen. Transport-, Währungs-, Rechts- und insbesondere das Preissteigerungsrisiko auf Grund der marktbeherrschenden Stellung einzelner Anbieter werden durch laufende Beschaffungsplanung und Marktbeobachtung adressiert. Auf Grund des Sanierungsverfahrens wurden die Liefer- und Zahlungsbedingungen für das Unternehmen jedoch - trotz weiterhin bestehenden Vertrauens eines großen Teils der Lieferanten - so angepasst, dass ein sehr geplantes Vorgehen in der Beschaffung, insbesondere unter Bedachtnahme auf die Vereinbarkeit von Lieferfristen und Zahlungsbedingungen angezeigt ist.
Zinsänderungsrisiko
Das Risiko einer Zinsänderung besteht für die Zahlungsmittel, Finanzanlagen und Finanzschulden, Durch die Unternehmensleitung erfolgt eine ständige Beobachtung und Bewertung der Zinsentwicklung. Bei den Wertpapieren der Finanzanlagen handelt es sich um kurzfriftig veräußerbare Anleihen. Für einen Teil der Finanzschulden ist ein Fixzinssatz bis 30.6.2029 vereinbart gewesen. Nach Zahlung der letzten Quote werden keine Finanzschulden, welche einem Zinsänderungsrisiko unterllegen, gegeben sein,
Kreditrisiko
Die in den Finanzanlagen enthaltenen Wertpapiere sowie die in den kurzfristigen Vermögenswerten ausgewiesenen Forderungen und sonsligen Vermögensgegenstände und die Guthaben bei Kreditinstituten stellen das maximale Kreditrisiko dar. Das Ausfallrisiko bei Forderungen aus Lieferungen und Leistungen reduziert sich durch die idR große Anzahl von Kunden mit relativ zum Umsatz gesehenen geringen Forderungsbeständen, Durch ein konsequentes Forderungsmanagement wird das Ausfallrisiko weiter reduziert. Die Erlöse werden im Wesentlichen im stationären Handel durch Barverkäufe erzielt, der Anteil an Verkäufen im Webshop wächst jedoch beständig. Dementsprechend wurden Maßnahmen getroffen, um das Risiko von Forderungsausfällen bzw. Betrugsfällen in diesem Bereich zu begrenzen (Abwicklung über Klarna, Paypal).
Liquiditätsrisiko
Das Liquiditätsrisiko bezeichnet das Risiko, dass finanzielle Verpflichlungen nicht zur Fälligkeit bedient werden können. Aufgrund der laufenden Einnahmen im stationären Handel/Webshop und auf Grund des Umstandes, dass derzeit ie keine Lieferverbindlichkeiten eingegangen werden können, ist dieses Risiko als wohl wesentlich, aber überschaubar einzustufen. Es verbleibt aber jedenfalls das wesentliche, und unter den derzeitigen Rahmenbedingungen nur eingeschränkt beurteilbare Risiko der Verfügbarkeit von Liqudität zur Bedienung der im Sanierungsplan angebotenen Quoten.
Zur Risikokontrolle und -steuerung verfügt das Unternehmen über ein Berichtswesen, das dem Management ausreichend und zeitnahe Informationen zur Verfügung stellt.
Ukraine-Konflikt/Situation USA/Frage Zölle/Grönland
Die Risiken in Zusammenhang mit dem Ukraine-Konflikt und des nicht einschätzbaren Vorgehens der USA in Zusammenhang mit der Implementierung neuer Zölle bzw. den Ansprüchen auf Grönland werden durch die Geschäftsführung laufend beobachtet und evaluiert, wobei inbesondere Zinsrisiken und Risiken durch Preissteigerungen im Bereich Energie, Transport und Wareneinkauf angesprochen werden.
Finanzinstrumente oder spezielle Sicherungsgeschäfte gibt es nicht.
Wien, am 27. Jänner 2026
Martin Ricl
stian