Inhaltsverzeichnis
1.) Beschreibung des Unternehmens
a) allgemeine Beschreibung der Unternehmensstruktur, Tätigkeitsbereiche &
Betriebsstätten
Die Diringer & Scheidel Austria GmbH ist ein Bauunternehmen, das sich auf die Sanierung von unterirdischer Infrastruktur, vor allem Abwasser-, Trinkwasser-, Gas-, sowie industrieller Rohrleitungsnetze spezialisiert hat.
Der primäre Marktraum der Diringer & Scheidel Austria GmbH ist Österreich, allerdings werden auch laufend Projekte außerhalb Österreichs offeriert und durchgeführt.
Die Diringer & Scheidel Austria GmbH beschäftigt im Jahresschnitt etwa 61 Mitarbeiter. Davon20 im Angestelltenverhältnis und 41 operativ tätige Arbeiter.
Der Sitz der Gesellschaft im oberösterreichischen Pucking ist aus logistischer Sicht als optimal zu bezeichnen. Von hier aus werden sämtliche Projekte im In- und Ausland zentral organisiert und betreut. An diesem Standort befindet sich auch das Lager, die gesamte Maschinentechnik, sowie die Büroräumlichkeiten aller Angestellten.
Die Diringer & Scheidel Austria GmbH ist eine 100%ige Tochtergesellschaft der Diringer & Scheidel Rohrsanierung GmbH & Co KG mit Sitz im deutschen Mannheim.
Das Unternehmen ist ist im Bereich "grabungsfreie, bzw. grabungsarme Sanierung von Rohrleitungsnetzen inkl. zugehöriger Bauwerke" tätig. Das Portfolio umfasst nahezu alle gängigen Sanierungsverfahren der folgenden Verfahrensgruppen:
• Reparaturverfahren • Renovierungsverfahren • Erneuerungsverfahren • Bauwerksinstandsetzung • Reinigung und Inspektion
Die Gesellschaft unterhält keine gesonderte Betriebsstätte. Sämtliche Verwaltungsaufgaben werden vom Sitz der Gesellschaft aus erledigt.
2.) Bericht über Geschäftsverlauf und wirtschaftliche Lage
a) Geschäftsverlauf des abgelaufenen Wirtschaftsjahres
Erläuterungen über die wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Rahmenbedingungen Im abgelaufenen Wirtschaftsjahr 2025 setzte sich der stark negative Trend des Jahres 2024 fort. Bund, Länder und Gemeinden haben aufgrund von budgetären Engpässen die Investitionen indie Sanierung der unterirdischen Infrastruktur stark zurückgefahren. Lediglich auf Druck der Wasserrechtsbehörden und bei entsprechendem Gefährdungspotential für Umwelt oder für die Verund Entsorgungssicherheit, wurden Projekte im unbedingt nötigen Ausmaß umgesetzt. Für die Branche bedeutete das, dass die vorhandenen Kapazitäten – wie auch schon imJahr 2024 – kaum ausgelastet werden konnten. Das Preisniveau verfiel weiter, nicht zuletzt auch durchdie Aktivitäten neuer Marktteilnehmer, die sich in der Rohrsanierungssparte etablieren wollen.
Auch bei unserem zweiten wichtigen Kundensegment, den Industriekunden, wirkte sich die angespannte Lage der Gesamtwirtschaft im abgelaufenen Geschäftsjahr deutlich negativ auf die Investitionsbereitschaft aus. Gewerbe- und Industriebetriebe in Österreich leiden unter hohem Kostendruck und sind in vielen Bereichen im internationalen Wettbewerb nicht mehr konkurrenzfähig. Im Jahr 2025 setzten daher viele dieser unter Druck geratenen Betriebe nur die für den Betrieb essentiellen Leitungssysteme instand.
Die Gesellschaft erwartet naturgemäß ein tadelloses Funktionieren der öffentlichen Wasserver- und Abwasserentsorgung. Die Instandhaltung und Sanierung dieser Lebensadern der Gesellschaft werden aber von der Bevölkerung nicht aktiv eingefordert, da die damit verbundenen Problemeund Notwendigkeiten dem Bürger meist verborgen bleiben. Durch den fehlenden gesellschaftlichen Druck kann das Thema „Instandhaltung und Sanierung der unterirdischen Infrastruktur“ grundsätzlich als politisch durchaus unbeliebt bezeichnet werden. Allerdings ändert das nichts an der faktischen Notwendigkeit diese Leitungsnetze auf gleichbleibendem technischemStandzu halten. Die aktuelle Zurückhaltung der öffentlichen Hand bedeutet daher weitgehend eine Verschiebung der notwendigen diesbezüglichen Leistungen in die Zukunft.
In der Diringer & Scheidel Austria GmbH führte dieses wirtschaftliche Umfeld weiterhin zu einem unzureichenden Auftragsbestand im Kernmarkt Österreich. Die Auslastung konnte nur durch Hilfestellungen innerhalb der Unternehmensgruppe und durch Projekte im Ausland gewährleistet werden. Daraus resultierte auch im abgelaufenen Geschäftsjahr ein zu geringer Umsatz undein deutlich negatives Betriebsergebnis.
Spezifische Fragen und Probleme des Geschäftszweiges
Die Sparte, in der sich das Unternehmen bewegt, ist gekennzeichnet von hohem Investitionsbedarf in Anlagentechnik, wobei hier überwiegend Spezialfahrzeuge zum Einsatz kommen, die auch inder hauseigenen Werkstatt gewartet und repariert werden.
Das qualifizierte Fachpersonal ist aufgrund fehlender Ausbildungsangebote am freien Markt nicht verfügbar und stellt das wichtigste Asset des Unternehmens dar. Die Diringer & Scheidel Austria GmbH ist aufgrund der langjährigen Erfahrung vieler ihrer Fachkräfte einer der Technologieführer der Branche in Österreich.
Entwicklung des Ergebnisses
Im Geschäftsjahr 2025 verblieb der Umsatz auf einem niedrigen Niveau. Gleichzeitig war im Gegensatz zum Vorjahr, das durch einen Bestandsaufbau bei den unfertigen Erzeugnissen geprägt war, ein deutlicher Bestandsabbau zu verzeichnen. Dies wirkte sich zusätzlich belastend auf die Ergebnisentwicklung aus. Die eingeleiteten Kosteneinsparungen konnten die fehlenden Erlöse und den geringeren Ergebniseffekt aus der Bestandsveränderung nicht vollständig ausgleichen, wodurch sich das Jahresergebnis weiter verschlechterte.
Personal- und Sozialwesen
Die Diringer & Scheidel Austria GmbH ist als Bauunternehmen an den gültigen Kollektivvertragfür Arbeiter und Angestellte des Baugewerbes und der Bauindustrie gebunden. Das Entlohnungsschema und die Einstufung der Mitarbeiter sind entsprechend auf dieser Basis aufgebaut. Das Lohn- und Gehaltsniveau kann als branchenüblich bezeichnet werden.
Mit dem gewählten Betriebsrat wurden eine Reihe von Betriebsvereinbarungen abgeschlossen, mittels derer Vergütungsansprüche wie Gleitzeiten, Fahrtzeiten, Wochenendarbeiten, etc. geregelt werden.
Darüber hinaus finden selbstverständlich sämtliche gesetzlichen Regelungen hinsichtlich Arbeitszeiten, Arbeitnehmerschutz, Ausländerbeschäftigung, Lohn- und Sozialdumping, etc. Berücksichtigung.
Die Lohn- und Gehaltsverrechnung wird im eigenen Haus durchgeführt.
b) Bericht über Forschung und Entwicklung
In der Muttergesellschaft der Diringer & Scheidel Austria GmbH werden eigene Anwendungstechniker beschäftigt. Die Diringer & Scheidel Austria GmbH selbst betreibt keine Forschung und Entwicklung.
c) Darstellung der Ertrags-, Finanz- und Vermögenslage des Geschäftsverlaufs anhand finanzieller Leistungsindikatoren
Kennzahlen zur Vermögenslage & Finanzlage
Nettoverschuldung
| Nettoverschuldung (Net Debit) | 2025 | 2024 |
|---|---|---|
| verzinsliches Fremdkapital | 4.904.558,72 | 3.613.153,10 |
| - liquide Mittel & kurzfr. WP d. UV | 4.425,06 | 6.297,64 |
| = Nettoverschuldung | 4.908.983,78 | 3.619.450,80 |
| Verzinsliches Fremdkapital: | ||
| - Rückstellungen für Abfertigungen/Pensionen | 0,00 | 0,00 |
| - Rückstellungen für Jubiläumsgelder | 51.838,31 | 0,00 |
| - Verbindlichkeiten gg. verbund. Unternehmen | 2.052.486,62 | 3.206.250,00 |
| - Verbindlichkeiten gg. Kreditinstituten | 2.800.233,79 | 406.903,17 |
| 4.904.558,72 | 3.613.153,17 |
Die Nettoverschuldung des Unternehmens erhöhte sich im Wirtschaftsjahr von EUR 3.619.450,81 auf EUR 4.908.983,78. Gegenüber dem Vorjahr entspricht dies einem Anstieg von EUR 1.289.532,97. Die Zunahme ist im Wesentlichen auf die angespannte Ergebnissituation zurückzuführen, durch die nicht in ausreichendem Umfang Mittel aus dem laufenden Geschäft generiert werden konnten.
Nettoumlaufvermögen
| Nettoumlaufvermögen (Working Capital) | 2025 | 2024 |
|---|---|---|
| Umlaufvermögen | 4.615.099,93 | 4.309.353,77 |
| + ARAP, aktive latente Steuern | 9.628,40 | 3.902,13 |
| - langfristiges Umlaufvermögen | 0,00 | 0,00 |
| = kurzfristiges Umlaufvermögen | 4.624.728,33 | 4.313.255,90 |
| - kurzfristiges Fremdkapital | -5.445.770,39 | -2.386.335,28 |
| -kurzfristige PRAP | 0,00 | 0,00 |
| = Nettoumlaufvermögen (WC) | -821.042,06 | 1.926.920,62 |
| kurzfristiges Fremdkapital: | ||
| - Steuerrückstellungen | 0,00 | 0,00 |
| - Sonstige Rückstellungen | 383.812,40 | 383.387,3 |
| - kurzfristige Verbindlichkeiten | 5.061.957,99 | 2.002.947,32 |
| 5.445.770,39 | 2.386.335,28 |
Das Nettoumlaufvermögen (Working Capital) verringerte sich im Geschäftsjahr von EUR 1.926.920,62 auf EUR -821.042,06. Der Rückgang ist im Wesentlichen auf den Anstieg der kurzfristigen Verbindlichkeiten zurückzuführen. Diese Entwicklung steht in engem Zusammenhang mit der Zunahme der Nettoverschuldung, wie im vorangegangenen Abschnitt bereits erläutert.
Eigenkapitalquote
| Eigenkapitalquote (Equity Ratio) | 2025 | 2024 |
|---|---|---|
| Eigenkapital | 266.343,71 | 1.684.329,09 |
| Gesamtkapital | 6.865.982,41 | 6.670.514,37 |
| = Eigenkapitalquote | 3,9% | 25,3% |
Die Eigenkapitalquote verringerte sich im Geschäftsjahr auf 3,9 % (Vorjahr: 25,3 %). Ursache hierfür war insbesondere der deutlich höhere Jahresfehlbetrag, der durch eigenkapitalstärkende Maßnahmen der Muttergesellschaft nicht vollständig kompensiert werden konnte. Vor dem Hintergrund der anhaltenden Verlustsituation überwacht die Geschäftsleitung die Entwicklung des Eigenkapitals und der Eigenkapitalquote laufend. Dadurch wird sichergestellt, dass ein etwaiger Handlungsbedarf frühzeitig erkannt und erforderlichenfalls zeitnah Maßnahmenzur Sicherung einer angemessenen Kapitalausstattung ergriffen werden können. Hierzu zählt insbesondere die frühzeitige Abstimmung mit der Muttergesellschaft hinsichtlich möglicher Eigenkapitalzuschüsse zur Stärkung der Eigenkapitalbasis.
Nettoverschuldungsgrad
| Nettoverschuldungsgrad (Gearing) | 2025 | 2024 |
|---|---|---|
| Nettoverschuldung | 4.908.983,78 | 3.619.450,81 |
| Eigenkapital | 266.343,71 | 1.684.329,09 |
| = Nettoverschuldungsgrad | 1.843,1% | 214,9% |
Im Wirtschaftsjahr erhöhte sich die Nettoverschuldung um EUR 1.289.532,97, während sich das Eigenkapital infolge des Jahresverlustes verringerte. In der Folge stieg der Nettoverschuldungsgrad im Geschäftsjahr von 214,9 % auf 1.843,1 %. Die Entwicklung resultiert im Wesentlichen aus dem Anstieg der Nettoverschuldung sowie dem gleichzeitigen Rückgang des Eigenkapitals infolge des Jahresfehlbetrags. Dadurch verschlechterte sich das Verhältnis von Nettoverschuldungzu Eigenkapital erheblich.
Finanzlage - Geldflussrechnung
| 2025 | 2024 | |
|---|---|---|
| 1. Ergebnis vor Steuern | -2.622.033,38 | -1.738.020,25 |
| 2. Überleitung auf den Netto-Geldfluss aus dem | ||
| Ergebnis vor Steuern | ||
| a. Gewinn aus dem Abgang von Vermögensgegenständen | ||
| des Investitionsbereichs | -58.121,00 | -14.128,12 |
| b. Abschreibungen/Zuschreibungen auf Gegenstände des | ||
| Anlagevermögens sowie auf Wertpapiere des | ||
| Umlaufvermögens | 794.428,38 | 825.410,77 |
| GELDFLUSS AUS DEM ERGEBNIS | -1.885.726,00 | -926.737,60 |
| c. Zu-/Abnahme der Vorräte, Forderungen aus Lieferungen | ||
| und Leistungen sowie anderer Aktiva | -432.497,01 | 2.235.971,73 |
| d. Zunahme der Rückstellungen, ausgenommen für Steuern | ||
| vom Einkommen | 54.443,39 | 49.389,82 |
| e. Ab-/Zunahme der Verbindlichkeiten aus Lieferungen und | ||
| Leistungen sowie anderer Passiva | -834.320,59 | 53.039,04 |
| -476.066,83 | 3.149.683,24 | |
| 3. NETTO-GELDFLUSS AUS DEM ERGEBNIS VOR | ||
| STEUERN | -3.098.100,21 | 1.411.662,99 |
| 4. Zahlungen für Steuern | ||
| a. Steuern vom Einkommen | 4.048,00 | -426,40 |
| b. sonstige Forderungen aus Steuern | 123.700,00 | -123.700,00 |
| c. aktive latente Steuern | -4.548,00 | -73,60 |
| d. Veränderungen Steuerrückstellungen | 0,00 | -101.427,00 |
| 123.200,00 | -225.627,00 | |
| 5. NETTO-GELDFLUSS AUS DER LAUFENDEN | ||
| GESCHÄFTSTÄTIGKEIT | -2.974.900,21 | 1.186.035,99 |
| 6. Netto-Geldfluss aus der Investitionstätigkeit | ||
| a. Einzahlungen aus Anlagenabgang (ohne Finanzanlagen) | 76.250,00 | 61.435,53 |
| b. Anlagenzugänge It. Anlagenspiegel (ohne Finanzanlagen) | -696.552,99 | -654.093,36 |
| -620.302,99 | -592.657,83 | |
| 7. Netto-Geldfluss aus der Finanzierungstätigkeit | ||
| a. Einzahlung von Kapitalrücklagen | 1.200.000,00 | 1.600.000,00 |
| b. Einzahlungen/Auszahlungen für die Aufnahme/Tilgung | ||
| von sonstigen Finanzkrediten | 2.393.330,62 | -2.197.058,75 |
| 3.593.330,62 | -597.058,75 | |
| 8. ZAHLUNGSWIRKSAME VERÄNDERUNG DES | ||
| FINANZMITTELBESTANDES | -1.872,58 | -3.680,59 |
| 9. Finanzmittelbestand am Beginn der Periode | 6.297,64 | 9.978,23 |
| 10. Finanzmittelbestand am Ende der Periode | 4.425,06 | 6.297,64 |
Kennzahlen zur Ertragslage
Ergebnis vor Steuern
| Ergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT) | 2025 | 2024 | |
|---|---|---|---|
| Ergebnis vor Steuern | -2.622.033,38 | -1.738.020,2 | |
| + Zinsen und ähnliche Aufwendungen | |||
| - = Ergebnis vor Zinsen und Steuern | 207.161,56 -2.414.871,82 | 215.296,14 -1.522.724,11 | |
Im Geschäftsjahr 2025 fiel das Ergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT) mit EUR -2.414.871,82 negativ aus (Vorjahr: -1.522.724,11). Ursache hierfür war insbesondere die weiterhin schwache Auftragslage, die aus einem anhaltend schwierigen Branchenumfeld resultiert, das durch ein nach wie vor niedriges Niveau an öffentlichen Ausschreibungen sowie durch einen massiven Bietungswettbewerb unter den am Markt agierenden Wettbewerbern gekennzeichnet ist.
Umsatzrentabilität
| Umsatzrentabilität | 2025 | 2024 |
|---|---|---|
| Ergebnis vor Zinsen und Steuern | -2.414.871,82 | -1.522.724,11 |
| Umsatzerlöse | 10.903.349,72 | 10.501.530,73 |
| = Umsatzrentabilität | -22,1% | -14,5% |
Die Umsatzrentabilität ist im Wirtschaftsjahr 2025 weiter zurückgegangen und liegt zum Bilanzstichtag bei einem Wert von -22,1% (Vorjahr: -14,5 %). Die Entwicklung wurde vor allem durch die schwache Auftragslage belastet. Darüber hinaus führten der zunehmende Preiswettbewerb zu Margendruck sowie die nur eingeschränkte Anpassbarkeit der bestehenden Fixkostenstrukturen bei rückläufiger Auslastung zu einer weiteren Verschlechterung des Verhältnisses von Ergebnis zu Umsatz.
Kapitalrentabilität
| Eigenkapitalrentabilität (ROE) | 2025 | 2024 | ||
|---|---|---|---|---|
| Ergebnis vor Steuern | -2.622.033,38 | -1.738.020,25 | ||
| durchschnittliches Eigenkapital | 975.336,40 | 1.753.552,42 | ||
| = Eigenkapitalrentabilität (ROE) | -268,8% | -99,1% | ||
| Gesamtkapitalrentabilität (ROI) | 2025 | 2024 | ||
| Ergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT) | -2.414.871,82 | -1.522.724,11 | ||
| durchschnittliches Gesamtkapital | 6.768.248,39 | 7.837.766,14 | ||
| = Gesamtkapitalrentabilität (ROI) | -35,7% | -19,4% | ||
| Eigenkapital | 2025 | 2024 | 266.343,71 | 1.684.329,09 |
| 2024 | 2023 | 1.684.329,09 | 1.822.775,74 | |
| 1.950.672,80 | 3.507.104,83 | |||
| durchschnittliches EK | 975.336,40 | 1.753.552,42 | ||
| Gesamtkapital | 2025 | 2024 | 6.865.982,41 | 6.670.514,37 |
| 2024 | 2023 | 6.670.514,37 | 9.005.017,91 | |
| 13.536.493,78 | 15.675.532,28 | |||
| durchschnittliches GK | 6.768.248,39 | 7.837.766,14 |
Fremdkapital
| 2025 | |||
|---|---|---|---|
| kurzfristig | langfristig | gesamt | |
| Subventionen | 0,00 | 0,00 | 0,00 |
| Rückstellungen | 0,00 | 0,00 | 0,00 |
| Abfertigung | 0,00 | 0,00 | 0,00 |
| Jubiläum | 0,00 | 51.838,31 | 51.838,31 |
| Gewährleistung | 107.150,00 | 52.030,00 | 159.180,00 |
| Steuerrü | 0,00 | 0,00 | 0,00 |
| So Rü | 276.662,40 | 0,00 | 276.662,40 |
| Verb.+PRAP | 5.061.957,99 | 1.050.000,00 | 6.111.957,99 |
| Gesamt | 5.445.770,39 | 1.153.868,31 | 6.599.638,70 |
Die Kapitalrentabilität entwickelte sich im Geschäftsjahr 2025
aufgrund des negativen
Jahresergebnisses rückläufig und weist sowohl beim Eigen- als auch beim Gesamtkapital negative Werte auf. Die Eigenkapitalrentabilität beträgt -268,8 % (Vorjahr: -99,1 %), die
Gesamtkapitalrentabilität liegt bei -35,7 % (Vorjahr: -19,4 %).
Die stark negative Entwicklung beider Kennzahlen ist im Wesentlichen auf das deutliche Absinken des operativen Ergebnisses zurückzuführen, dessen Ursachen bereits anhand der Entwicklungdes EBIT und der Umsatzrentabilität erläutert wurden
Kennzahlen gemäß Unternehmensreorganisationsgesetz (URG)
Ermittlung der Eigenmittelquote nach § 23 URG:
| 2025 | 2024 | |
|---|---|---|
| EUR | EUR | |
| Eigenkapital laut Bilanz | 266.343,71 | 1.684.329,09 |
| + unversteuerte Rücklagen | 0,00 | 0,00 |
| Eigenkapital | 266.343,71 | 1.684.329,09 |
| Gesamtkapital (§224 Abs. 3 UGB) | 6.865.982,41 | 6.670.514,37 |
| - von den Vorräten absetzbare Anzahlungen | 593.665,32 | 780.783,86 |
| - Investitionszuschüsse | -0,00 | -0,00 |
| Gesamtkapital | 7.459.647,73 | 7.451.298,23 |
Eigenmittelquote nach § 23 URG:
| Eigenkapital x 100 | |
|---|---|
| 3,57 % Gesamtkapital | 22,60% |
Ermittlung der fiktiven Schuldentilgungsdauer nach § 24 URG:
| 2025 | 2024 | ||
|---|---|---|---|
| EUR | EUR | ||
| Rückstellungen | 487.680,71 | 433.237,32 | |
| + | Verbindlichkeiten | 6.111.957,99 | 4.552.947,96 |
| - sonstige Wertpapiere und Anteile | 0,00 | 0,00 | |
| - von den Vorräten absetzbare Anzahlungen | 593.665,32 | 780.783,86 | |
| - liquide Mittel | -4.425,06 | -6.297,64 | |
| = effektives Fremdkapital | 7.188.878,96 | 5.760.671,50 | |
| Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit | -2.622.033,38 | -1.738.020,25 | |
| - | auf die gewöhnliche Geschäftstätigkeit entfallende Steuern vom | ||
| Einkommen | --4.048,00 | - 426,40 | |
| + Abschreibungen auf das Anlagevermögen und Verluste aus | |||
| dem Abgang von Anlagevermögen | 794.814,38 | 828.164,24 | |
| - | Zuschreibungen zum Anlagevermögen und Gewinne aus dem | ||
| Abgang von Anlagevermögen | -58.507,00 | -16.881,59 | |
| - | Auflösung Investitionszuschüsse | -0,00 | -0,00 |
| +/- Veränderung langfristiger Rückstellungen | 54.018,31 | 16.500,00 | |
| Mittelüberschuss aus der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit | -1.827.659,69 | -910.664,00 | |
Fiktive Schuldentilgungsdauer nach § 24 URG:
| (effektives) Fremdkapital | k. A. (negativer Mittelüberschuss) Mittelüberschuss) | |
|---|---|---|
| Mittelüberschuss d. gew. | ||
Geschäftstätigkeit
Nach § 22 des URG wird Reorganisationsbedarf vermutet, wenn die Eigenmittelquote weniger als 8 % und die fiktive Schuldentilgungsdauer mehr als 15 Jahre beträgt.
Die Eigenkapitalquote ist im Wirtschaftsjahr 2025 iSd URG-Kennzahlen auf 3,57% zurückgegangen. Im laufenden Wirtschaftsjahr erfolgten aber bereits weitere Einzahlungen indie Kapitalrücklage zur Stärkung des Eigenkapitals. Der Mittelüberschuss aus der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit ist aufgrund der Verluste im laufenden Wirtschaftsjahr negativ.
3.) Vorgänge von besonderer Bedeutung nach Schluss des Geschäftsjahres
Wirtschaftliche und politische Ereignisse
Nach dem Abschlussstichtag sind keine neuen wesentlichen Ereignisse (außer die seit 2022, in Folge des Ausbruchs des Ukraine-Krieges, und des Iran-Angriffs der USA per 28.02.2026 anhaltenden Auswirkungen auf die Energiepreise und auf die volkswirtschaftliche und fiskalpolitische Lage und danach folgend die allgemeine volkswirtschaftliche Rezession und fiskalpolitischen Entscheidungen Europas) eingetreten, die weder in der Bilanz noch in der Gewinnund Verlustrechnung berücksichtigt sind. Daraus ergeben sich daher keine finanziellen Auswirkungen.
4.) Voraussichtliche Entwicklung der Gesellschaft unter Angabe der wesentlichen Risiken und Chancen des Unternehmens
a) Volkswirtschaftliche & voraussichtl. Entwicklung - Prognosebericht
Die Zahlungseingangsperioden waren im Geschäftsjahr 2025 unverändert tendenziell lange, das Risiko hinsichtlich Zahlungsausfällen aber weiterhin gering, da überwiegend für die öffentliche Hand und größere Industriekunden gearbeitet wird.
Auf Seiten der Materiallieferanten besteht weitgehend Versorgungssicherheit. Es werden regelmäßig Bonitätsauskünfte eingeholt, die für die Festlegung von Lieferrahmen verwendet werden. In begründeten Einzelfällen werden auch Bankgarantien bzw. Vorauszahlungen vereinbart. Das Fremdwährungsrisiko ist durch die überwiegend vereinbarte Vertragswährung EUROstark begrenzt. In einzelnen Fällen mit Währungsrisiko, wird durch andere Dispositionen und vertragliche Gestaltungen das Risiko minimiert.
Die weitere Entwicklung im Heimmarkt Österreich kann aus folgenden Gründen vorsichtig optimistisch eingeschätzt werden:
- Die vorhandenen unterirdischen Leitungsnetze instand zu halten ist eine zwingende Aufgabe der Politik. Die Jahre des Sparkurses in diesem Bereich sollten zwangsläufig zur Freimachung zusätzlicher Mittel in der Zukunft führen, um Schaden von der Umwelt abzuwenden, die hohen europäischen Standards in diesem Bereich zu erfüllen, langfristig die Versorgung der Bevölkerung mit sauberem Trinkwasser, sowie die schadlose Ableitung der Abwässer zu - gewährleisten. Der Klimawandel führt auch in Österreich vermehrt zu sinkenden Grundwasserpegeln und damit notwendigerweise zu zusätzlich erforderlichen Investitionen in die Wassergewinnung und die Leitungsnetze. - Gesamtwirtschaftlich ist eine leichte Aufhellung festzustellen. Darüber hinaus ist das zuverlässige Funktionieren der Ver- und Entsorgungsleitungen für die meisten Betriebe systemrelevant und unbedingt erforderlich. Aus diesem Grund wird der Sanierung der Leitungsnetze künftig eine höhere Priorität eingeräumt werden müssen.
Wesentliche Änderungen im Unternehmen
In den Bereichen Beschaffung, Produktion, Personal, Investitionen und Finanzierung sind folgende wesentliche Änderungen geplant:
| - Beschaffung und Produktion | |||||
|---|---|---|---|---|---|
| Die Einkaufsstrategie der benötigten Materialien beruht darauf, für ein technisches Verfahren | |||||
| zumindest zwei Materialanbieter mit gleichwertigen Produkten zu haben, umentsprechende | |||||
| Verhandlungen führen zu können. Nachdem die Produkte in dieser Branche entsprechende | |||||
| Zulassungen aufweisen müssen und die Zahl der Hersteller sehr beschränkt ist, sind | |||||
| Änderungen im Bereich Beschaffung nicht angedacht. Lediglich die Thematik Nachhaltigkeit | |||||
| soll künftig im Beschaffungsprozess noch mehr Berücksichtigung finden. | |||||
| Die Bauproduktion läuft mit etablierten, zertifizierten Verfahren und wird schrittweise, im | |||||
| Rahmen von technischen Weiterentwicklungen verbessert. | |||||
| - Personal | |||||
| Im Bereich Recruiting werden mittlerweile vermehrt Social Media Kanäle genutzt. Vor allembei | |||||
| der Suche nach operativen Mitarbeitern ist man damit bereits jetzt sehr erfolgreich. | |||||
| - Investitionen und Finanzierung | |||||
| Aufgrund des negativen Betriebsergebnisses wurden Neu- und Reinvestitionen auf das | |||||
| unbedingt erforderliche | Maß | zurückgenommen. | Die | Themen | Nachhaltigkeit und |
| Energieeffizienz spielen bei Investitionsentscheidungen eine immer größere Rolle. | |||||
Entwicklung der Marktstellung
In den einzelnen Tätigkeitsbereichen wird folgende Entwicklung der Marktstellung erwartet: Es wird erwartet, dass die Diringer & Scheidel Austria GmbH ihre Marktstellung künftig deutlich verbessern kann. Das Unternehmen ist durch intensive Akquisitionstätigkeit dabei, einen höheren Bekanntheitsgrad und damit mehr Marktdurchdringung zu erreichen. Aufgrund des vorhandenen Know-how Vorsprungs in manchen Bereichen (z.B. Sanierung von Druckrohrsystemen), ist von einer Verbesserung der Marktposition in den nächsten Jahren auszugehen.
Tendenzielle Entwicklung von Umsatz und Ergebnis
Im Wirtschaftsjahr 2025 blieb der Umsatz aufgrund der obig beschriebenen Rahmenbedingungen wie erwartet auf einem niedrigen Niveau. Für 2026 wird infolge der Intensivierung der Zusammenarbeit innerhalb der Unternehmensgruppe sowie der verstärkten Marktbearbeitung angrenzender Auslandsmärkte eine leichte Umsatzsteigerung prognostiziert. Das Ergebnis dürfte im gleichen Zeitraum weiterhin negativ ausfallen, sich gegenüber dem Berichtsjahr jedoch leicht verbessern. Dies ist insbesondere auf die erwartete Umsatzsteigerung sowie auf eingeleitete Maßnahmen zur Verbesserung der Kostenstruktur zurückzuführen. anhaltenden Verlustsituation und des bestehenden Vor dem Hintergrund der
Reorganisationsbedarfs verfolgt die Geschäftsleitung die wirtschaftliche Entwicklung der Gesellschaft anhand geeigneter Steuerungsgrößen fortlaufend, um auf Abweichungen frühzeitig reagieren und erforderlichenfalls zeitnah weitere geeignete Maßnahmen einleiten zu können. Die Unternehmensplanung wird regelmäßig überprüft und bei Bedarf aktualisiert. Die Geschäftsleitung geht davon aus, dass die Unternehmensfortführung (Going Concern) sichergestellt ist. Diese Einschätzung wird insbesondere durch das klare Bekenntnis der Muttergesellschaft bzw. der gesamten Unternehmensgruppe zum Fortbestand der Diringer & Scheidel Austria GmbHsowie deren Bereitschaft unterstützt, bei Bedarf weitere finanzielle Maßnahmen, insbesondere Eigenkapitalzuschüsse, zur Stabilisierung der Gesellschaft zu ergreifen.
b) Wesentliche Risiken und Ungewissheiten - Risikobericht - Risikomanagement
Die Gesellschaft befindet sich in einer angespannten Liquiditätssituation. Aufgrund der anhaltend negativen Jahresergebnisse sowie der entsprechenden Cashflows im Prognosezeitraumwirddie Gesellschaft für das Fortbestehen weiterhin auf ausreichende Liquiditätszuführung von außen angewiesen sein. Die Muttergesellschaft Diringer & Scheidel Rohrsanierung GmbH & Co. KG, Mannheim, hat hierfür am 31. Dezember 2025 eine Patronatserklärung ausgesprochen, wonachsie die Diringer & Scheidel Austria GmbH auf erste Anforderung mit ausreichend liquiden Mitteln unterstützen wird, um zu gewährleisten, dass die Diringer & Scheidel Austria GmbHihren Zahlungsverpflichtungen nachkommen kann. Diese Patronatserklärung ist betraglich nicht begrenzt und hat eine Laufzeit bis zum 30. Juni 2027.
Zur Aufrechterhaltung einer positiven Liquiditätsausstattung und somit zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit ist die Gesellschaft daher auf die finanzielle Unterstützung der Diringer & Scheidel Rohrsanierung GmbH bestandsgefährdendes Risiko dar. & Co. KG, Mannheim, angewiesen. Dies stellt ein
Das Unternehmen lebt ein aktives, strukturiertes Risikomanagement, um frühzeitig potenzielle Risiken sowie Chancen zu erkennen, systematisch zu bewerten und daraus schlussfolgernd angemessene Korrektur-, Vorbeuge- und Verbesserungsmaßnahmen umzusetzen.
Des Weiteren wird die Auseinandersetzung mit möglichen Risiken und Chancen für die Erstellung der Unternehmensziele genutzt um aktuelle, marktorientierte und realistische Ziele setzenzu können. Auch wird die Risikobetrachtung in die strategische Unternehmensausrichtung einbezogen.
Ausgehend von unseren Qualitätsgrundsätzen werden im Rahmen der monatlich stattfindenden Teambesprechungen alle relevanten Risiken in systematischer Weise und kontinuierlich identifiziert. Risikorelevante Beobachtungsbereiche in unserem Unternehmen sind:
• Finanzielle Risiken • Produkt- und Dienstleistungsrisiken • Sicherheits- und Sachrisiken • Rechtsrisiken • Personenrisiken • Umweltrisiken • Marktrisiken • Risiken betreffend externe Partner und Lieferanten
Wichtige Instrumente für die Identifikation von Risiken sind u.a.:
• Beobachtung und Analyse von Gesetzesänderungen, Statistiken, Wirtschaftsprognosen • Regelmäßige Besprechungen • Kunden- und Mitarbeiterbefragungen • Audits • Markt- und Wettbewerberanalysen • Lieferantenbewertungen • Fehler- und Reklamationsmanagement
Die identifizierten Risiken werden mit Hilfe einer SWOT-Analyse hinsichtlich ihrer potenziellen Auswirkungen auf das Unternehmen bewertet und in eine Rangordnung gebracht. Damit kanndie Risikosteuerung gezielt auf die größten Risiken ausgerichtet werden. Die Analyse und Bewertung werden durch die Geschäftsführung organisiert.
Auf Basis dieser Risikoanalyse werden durch die Geschäftsführung in Abstimmung mit den betreffenden Führungskräften die erforderlichen Entscheidungen getroffen und Maßnahmen umgesetzt. Ziel dieser Risikosteuerung ist es, das Gesamtrisiko unseres Unternehmens in einem tragbaren und akzeptablen Rahmen zu halten und ein insgesamt ausgewogenes Verhältnis zwischen Chancen und Risiken zu erreichen. Grundsätzlich werden folgende Risikobewältigungsstrategien angewendet:
- Risikominderung Maßnahmen, die der Senkung der erwarteten negativen Auswirkungen oder der Eintrittswahrscheinlichkeit dienen z.B.: Personalschulungen, technische Sicherheitseinrichtungen, Verbesserung von Arbeitsabläufen, etc. - Risikoübertragung Übertragung von Risiken auf Dritte, wie Versicherungsunternehmen, Vertragspartner, etc. z.B.: Forderungsausfall, Brand, Unfall, Transport, etc. - Risikovermeidung Reduzierung, Einstellen von risikobehafteten Aktivitäten z.B.: Ablehnung von Aufträgen, keine Angebotslegung, Ausscheiden von Verfahren mit zu hoher Risikobehaftung
Die Wirksamkeit des Risikomanagementprozesses einschließlich der Instrumente und
Steuerungsmaßnahmen wird laufend durch folgende Methoden überwacht:
• Prozessbegleitende Überwachung der Abläufe durch Bauleiter und/oder Geschäftsführung • Management Reviews, monatliches Reporting • Reklamationsmanagement • Interne und externe Qualitätsaudits
Datum, Unterschriften der Geschäftsführer (Ing. Michael Griebaum)
Datum, Unterschriften der Geschäftsführer (Tobias Volckmann)