Inhaltsverzeichnis
BIBUS AUSTRIA Ges. m. b. H. Lagebericht 2025
I. Grundlagen des Unternehmens
1. Struktur und Geschäftsmodell:
Die BIBUS Austria Ges. m. b. H. als Tochter der BIBUS AG (Schweiz) mit Minderheitsbeteiligung des lokalen Geschäftsführers (20%) hat eine langjährige Unternehmensgeschichte und ist, unter anderem, autorisierte Vertretung führender Marken von Industriekomponenten in den Bereichen Hydraulik, Pneumatik, Mechatronik, Messtechnik und 3D – Druck.
Aus diesen Komponenten werden auf Kundenwunsch entsprechende Baugruppen und Aggregate geplant und montiert.
Ende 2024 erfolgte die käufliche Übernahme des Bereichs „Antriebstechnik“ der TAT Antriebstechnik Ges. m. b. H. in Leonding bei Linz (der Bereich Automatisierung verblieb beim Unternehmen). Das Unternehmen hat Stärken im angrenzenden Produktbereich mit zusätzlichen Lieferanten zu BIBUS Austria. Weiters waren die belieferten Kunden wichtig für das Wachstum des Unternehmens. Die Integration dieses Unternehmens wurde im Laufe des Jahres 2025 abgeschlossen.
Allgemein kommen die Kunden aus dem Bereich Fahrzeugbau, Maschinen- und Vorrichtungsbau sowie Automatisierung. Das Unternehmen besteht seit 1989 und hat auf beiden Standorten 52 Mitarbeiter.
2. Forschung und Entwicklung:
BIBUS Austria Ges. m. b. H. übt keine Forschungstätigkeiten aus, sondern entwickelt und montiert eigene Baugruppen und Aggregate gemäß Kundenwunsch.
Die Aufwendungen in diesem Bereich sind geringfügig.
II. Wirtschaftsbericht
1. Gesamtwirtschaftliche Rahmenbedingungen:
Die Entwicklung im Berichtsjahr war, trotz schwierigen wirtschaftlichen Umfelds, leicht positiv.
Die allgemeine konjunkturelle Entwicklung und das erschwerte Exportgeschäft für die Endkunden wirkten belastend.
Das Auftragsvolumen im Stammgeschäft ist leicht gestiegen, durch das erste volle Geschäftsjahr seit der Übernahme von TAT in Leonding ist der Umsatz gestiegen.
2. Geschäftsverlauf und Lage:
Im Geschäftsjahr 2025 wurde der Umsatz gegenüber dem Vorjahr um 39% gesteigert; das Betriebsergebnis konnte ebenfalls um ca. 70% erhöht werden.
Wichtige organisatorische Anpassungen wurden in der neuen Niederlassung vorgenommen, diese sollten im Laufe des Geschäftsjahres 2026 nun positive Auswirkungen zeigen.
3. Finanzielle Leistungsindikatoren:
Die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Unternehmens kann derzeit als stabil betrachtet werden. Die Eigenkapitalquote ist von 29,97% auf 30,66% gestiegen, der Verschuldungsgrad hat sich von 233% auf 210,66% verbessert.
Die Gesamtkapitalrentabilität betrug zum 31.12.2025 4,66%, die Umsatzrentabilität 2,70%.
4. Gesamtbeurteilung:
Der Geschäftsverlauf des Unternehmens zeigt nun wieder positive Tendenzen und sollte sich künftig stabilisieren. Eine weitere Aufstockung an zusätzlichem, technischem Personal ist für die Zukunft geplant, allerdings muss der weitere Verlauf vorerst beobachtet werden.
III. Prognosebericht - Risikobeurteilung
1. Risikomanagementziele
Das Unternehmen beliefert im Kalenderjahr rund 1.600 aktive Kunden, fast ausschließlich KMU’s, wobei der größte Kunde einen Umsatzanteil von rund 3,5% aufweist. 80% des Umsatzes werden mit 190 Kunden erzielt, das sog. Klumpenrisiko kann als ausgesprochen gering bezeichnet werden.
Durch den diversifizierten Branchenmix der Abnehmer ist man hier sehr krisensicher aufgestellt.
Auch lieferantenseitig gibt es eine breite Streuung, sodass man auch in diesem Bereich kaum Abhängigkeiten von einzelnen Unternehmen befürchten muss.
Personalrisken sind nicht erkennbar. Die Mitarbeiterfluktuation ist generell sehr gering.
Risiken bestehen im Bereich Energiepreise und Bezugsquellen sowie Abwanderung von Schlüsselkunden in das Ausland.
2. Bestehende Preisänderungs-, Ausfall-, Liquiditäts- und Cashflow- Risiken Ein beschaffungsmarktseitiges Preisänderungsrisiko kann im Wesentlichen an die Kunden weiterverrechnet werden,
Forderungsausfälle sind durch die breite Streuung der Kunden aus verschiedenen Branchen relativ gering.
Ausfallrisken wird durch entsprechende Sorgfalt und Einzelmaßnahmen begegnet.
Die Risiken in den Bereichen Beschaffung und Lieferketten haben sich eingependelt.
Die Währungsrisiken sind als äußerst gering zu bezeichnen, da kaum Waren außerhalb des EUR – Raumes eingekauft werden.
Entsprechende lieferantenseitige Preisänderungen müssen punktuell an Kunden weitergegeben werden, was zwar branchenüblich ist, jedoch in Einzelfällen zu Verwerfungen führen kann.
Die Finanzierung des Unternehmens erfolgt klassisch in EUR.
3. Ausblick
Die ersten Monate des Jahres 2026 zeigen sich wirtschaftlich schwach positiv, die politische Entwicklung im Iran und der Ukraine sind zu beobachten.
Die Integration der Niederlassung Leonding ist soweit abgeschlossen, sodass hier mit einem positiven Ergebnis in diesem Teilbereich gerechnet werden kann.
Es sollte zumindest möglich sein, das Ergebnis des Vorjahres zu übertreffen.
St. Andrä – Wördern, 25. März 2026
Ing. Mag.(FH) Bernd C. Tröster