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der
Medizinisches Zentrallaboratorium Gesellschaft m. b. H.
A-6800 Feldkirch, Carinagasse 41
1. Unternehmen
% im Besitz des Die Medizinisches Zentrallaboratorium Gesellschaft mbH (MZL) ist zu 60 Landes Vorarlberg und zu 40 % im Besitz der Arztekammer für Vorarlberg. Die Gesellschaft betreibt fünf Laboratorien an den Standorten Landeskrankenhaus Feldkirch, Landeskrankenhaus Rankweil, Landeskrankenhaus Bregenz, Landeskrankenhaus Bludenz und Landeskrankenhaus Hohenems.
2. Geschäftsverlauf
2.1 Geschäft und Rahmenbedingungen
Auftraggeber sind die Landeskrankenhäuser, das Österreichische Rote Kreuz sowie frei praktizierende Ärzte in Vorarlberg. Das Spektrum der anforderbaren Untersuchungen umfasst über 400 Parameter aus den Bereichen Klinische Chemie, Immunologie, Endokrinologie, Hämatologie, Gerinnung, Blutgruppenserologie, Infektionsserologie, Therapeutisches Drugmonitoring. Toxikologie und
2.2 Geschäftsergebnis, Ertragslage
Der Geschäftsverlauf des Unternehmens war im abgelaufenen Geschäftsjahr 2025 unverändert positiv. Die getätigten Investitionen konnten aus Eigenmitteln finanziert werden. Der Jahresabschluss vom 26. Juni 2026 wurde in Bezug auf die Auflösung der Gewinnrücklagen geändert.
| in TEUR | 2025 | 2024 | Verände | in | % |
|---|---|---|---|---|---|
| rung | |||||
| Betriebsergebnis | 5.745 | 5.208 | 537 | 10 | |
| Finanzergebnis | 398 | 679 | -280 | -41 | |
| Ergebnis vor Steuern | 6.143 | 5.887 | 256 | 4 | |
| Steuern | - 1.387 | - 1.344 | -43 | 3 | |
| Ergebnis nach Steuern | 4.756 | 4.543 | 213 | 5 | |
| Auflösung/Dotierung Rücklagen | 1.200 | 4.400 | -4.400 | k.A. | |
| Gewinnvortrag | 58 | 116 | -58 | -50 | |
| Bilanzgewinn | 6.014 | 9.059 | -4.245 | -47 |
2.3 Finanzlage
| in TEUR | 2025 | 2024 Veränderung | |
|---|---|---|---|
| Jahresüberschuss | 4.756 | 4.543 | 213 |
| Cash flow aus der betrieblichen Tätigkeit | 6.811 | 5.206 | 1.605 |
| Cash flow aus der Investitionstätigkeit | -4.476 | 198 | -4.674 |
| Cash flow aus der Finanzierungstätigkeit | -9.000 | -4.000 | -5.000 |
| Verfügbare liquide Mittel | 9.910 | 16.575 | -6.665 |
Die finanzielle Lage des Unternehmens ist unverändert als gesichert zu bezeichnen, Der Geldabfluss im Rahmen der Finanzierungstätigkeit resultiert aus der Bedienung von Eigenkapital. Die Zahlen stammen aus einer Geldflussrechnung, die entsprechend der AFRAC-Stellungnahme 36 (Juni 2020) erstellt wurde.
2.4 Vermögenslage
| in TEUR | 2025 | 2024 | Veränderung | in | % |
|---|---|---|---|---|---|
| lanqfristige Vermögensqegenstände | 8.519 | 4.640 | 3.879 | 84 | |
| kurzfristige Vermögensgegenstände | 17.493 | 25.918 | -8.425 | -33 | |
| Summe AKTIVA | 26.012 | 30.558 | -4.546 | -15 | |
| lanqfristiges Fremdkapital | 3.170 | 3.193 | -23 | -1 | |
| kurzfristiges Fremdkapital | 4.427 | 4.704 | -277 | -6 | |
| Eigenmittel | 18.414 | 22.661 | -4.247 | -19 | |
| Summe PASSIVA | 26.012 | 30.558 | -4.546 | -15 |
Das langfristige Fremdkapital betrifft Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von mehr als 1 Jahr.
2.5 Finanzielle Leistungsindikatoren
| 2025 | 2024 | 2023 | |||
|---|---|---|---|---|---|
| Ergebnis vor Steuern in TEUR | 6.143 | 5.887 | 5.458 | ||
| Eigenkapitalrentabilität (Ergebnis vor Zinsen und | |||||
| Steuern/Eigenkapital am Beqinn des Gj) | 27,11 % | 26,62 % | 20,97 % | ||
| Gesamtkapitalrentabilität (Ergebnis vor Zinsen und | |||||
| Steuern/Gesamtkapital am Beginn des Gj) | 20,10 % | 19,72 % | 16,68 | % | |
| Nettoumlaufvermögen in TEUR (kurzfristiges | |||||
| Umlaufvermöqen - kurzfristiges Fremdkapital) | 12.159 | 20.308 | 18.965 | ||
| Eigenmittelquote (Eigenkapital am Ende des | |||||
| Gj/Gesamtkapital) | 70,79 % | 74,16 % | 74,12 % | ||
2.6 MitarbeiterInnen
Die MitarbeiterInnen verfügen über eine fundierte fachspezifische Ausbildung und übernehmen Verantwortung für die jeweiligen Aufgabengebiete.
Die Rekrutierung neuer MitarbeiterInnen im technischen und ärztlichen Bereich stellt ein vorrangiges Ziel der nächsten Monate und Jahre dar. Darüber hinaus investiert das MZL kontinuierlich in Weiterbildung um ständig den hohen Qualitätsansprüchen gerecht zu werden. Zur dauerhaften Sicherung der BMA-Ausbildung wird ab 2023 SchülerInnen aus Vorarlberg eine Finanzierung der FH-Ausbildung angeboten, die mit einem 3-Jahres-Vertrag nach der Ausbildung verbunden ist.
Darüber hinaus bietet das MZL für StudentInnen in der Ausbildung zur(m) BMA an den FHG Innsbruck, Graz, Salzburg und Wien weiterhin viele Praktikumsplätze an. Für 2026 sind bereits einige Praktiktumsplätze vergeben – aber noch nicht alle.
2.7 Forschung und Entwicklung
Aufwändige und teure Analytik wird vor allem am Standort Feldkirch durchgeführt. Die anderen Standorte bieten die für die Akutmedizin notwendige Analytik an. Die wissenschaftlichen Kooperationen mit verschiedenen Abteilungen und Arbeitsgruppen in den Landeskrankenhäusern und dem Vorarlberg Institute for Vascular Investigation and Treatment (VIVIT) sowie der UFL wurden weiter ausgeweitet.
| 2.8 | Organisation |
|---|
| Die | Geschäftsprozesse | werden | mit | Unterstützung | eigener | elektronischer | ||||
|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|
| Datenverarbeitungsanlagen abgewickelt. Es kommen langjährig erprobte Programme zum | ||||||||||
| Einsatz. | ||||||||||
3. Risiko
3.1 Allgemeines Risikomanagement
Das allgemeine Risikomanagement des Unternehmens berücksichtigt die notwendigen Planungs- und Entscheidungsprozesse zur Risikoanalyse und Risikobeherrschung.
3.2 Absatz und Beschaffung
Aus heutiger Sicht bestehen wesentliche Risiken im Absatzbereich, insbesondere durch mögliche Tarifänderungen der Versicherungsträger – allen voran der bereits verhandelte Tarif der BVAEB. Diese Entwicklungen können zu spürbaren Erlösrückgängen führen und beeinflussen die Ergebnislage direkt.
Auf der Beschaffungsseite wirken sich die anhaltenden globalen Krisen, insbesondere die geopolitischen Spannungen in der Straße von Hormus, auf die Lieferketten aus, Die Lieferanten haben bereits deutliche Preissteigerungen angekündigt, die vom MZL nicht an die Kostenträger weitergegeben werden können. Dadurch öffnet sich die Preis-Kosten-Schere weiter, was die wirtschaftliche Stabilität zusätzlich belastet.
3.3 Betriebliche Risiken
Aufgrund der langen Lebensdauer der bestehenden Laborausstattung müssen 2025 neue Analysengeräte im Bereich Hämatologie und Gerinnung angeschafft werden.
Darüber hinaus verschärft sich der Wettbewerbsdruck im Bundesland Vorarlberg. Mitbewerber aus dem süddeutschen Raum drängen zunehmend in den regionalen Markt. Diese Entwicklung birgt das Risiko eines potenziellen Marktanteilsverlustes, der sich mittel- bis langfristig negativ auf Umsatz und Ergebnis auswirken könnte.
3.4
Finanzielle Risiken
Die Gesellschaft betreibt ein dem Geschäftsumfang entsprechendes Cash- und Liquiditätsmanagement. Damit ist ausreichend Liquidität vorhanden, um eingegangene Verbindlichkeiten zu begleichen.
Bei der Veranlagung der flüssigen Mittel steht die Risikominimierung im Vordergrund, Höhere Ertragschancen werden nur bei geringem Restrisiko angestrebt. Anlageziele sind laufend hohe Erträge, allerdings sollen größere Beträge schnell verfügbar sein.
Die Eigenkapitalquote ist weiterhin ein zentraler Indikator für die finanzielle Stabilität des MZL und muss daher kontinuierlich überwacht werden. Eine zu geringe Eigenkapitalausstattung würde die Fähigkeit des MZL beeinträchtigen, sich aus eigener Kraft zu finanzieren und notwendige Investitionen zu tätigen. Um die Wettbewerbsfähigkeit langfristig sicherzustellen, ist es daher essenziell, die Eigenkapitalquote auf einem ausreichend hohen Niveau zu halten. Durch eine vorausschauende Finanzplanung soll dies ebenfalls gewährleistet werden.
Beim Kauf von Anleihen wird auf die Schuldnerbonität größten Wert gelegt (Bankenanleihen), Das Ausfallrisiko von Kundenforderungen ist durch den Einsatz des effektiven Debitorenmanagements als gering einzustufen.
3.5
Personalrisiko
Durch regelmäßige intensive interne und externe Fortbildungsmaßnahmen wird der Wissensstand der MitarbeiterInnen auf höchstem Niveau gehalten, Einschränkend ist zu erwähnen, dass Alters- und Geschlechterverteilung im Betrieb dazu führt, dass regelmäßig qualifizierte MitarbeiterInnen den Betrieb verlassen, um sich - zumindest vorübergehend - ihrer Familie zu widmen.
Eine große Herausforderung stellt nach wie vor die Rekrutierung von hochqualifiziertem technischem und ärztlichem Fachpersonal dar.
Im Bereich Personal und Organisation bestehen derzeit erhebliche Risiken, Mehrere Schlüsselpositionen wurden identifiziert, für die es eine Nachfolgeregelung benötigt, Die bevorstehenden Abgänge sind langjährige Know-how-Träger, die über Jahrzehnte zentrale Funktionen im Unternehmen ausgeübt haben. Der damit verbundene Verlust an Erfahrungswissen stellt eine wesentliche Herausforderung dar,
Besonders kritisch ist die Aufrechterhaltung des operativen Betriebs in den Bereichen Arztlicher Dienst und Qualitätsmanagement zu beurteilen. Ohne zeitgerechte Nachbesetzungen und strukturierte Wissenssicherung besteht das Risiko von Engpässen, die sowohl die Leistungsfähigkeit als auch die Erfüllung regulatorischer Anforderungen des MZL beeinträchtigen könnten.
4. Ausblick auf das Geschäftsjahr 2026
Die nächsten Jahre werden maßgeblich durch Digitalisierung, Prozessoptimierung und systematische Strategiearbeit geprägt sein, um weiterhin effiziente und qualitativ hochwertige Labordiagnostik anbieten zu können. Treiber dafür sind der enorme Aufholbedarf bei derzeit papierlastigen Prozessen, der Fachkräftemangel, die steigenden Einkaufspreise und der Druck auf die Tarife.
Im 2026 müssen in der Labordiagnostik in der Abteilung Hämatologie und Gerinnung neue, weitgehend Analysengeräte und -straßen ersetzt und in Betrieb genommen werden, Hier wird auf einen hohen Automatisierungsgrad Wert gelegt.
Ein weiterer wesentlicher Schwerpunkt wird auf der Digitalisierung sowie der Optimierung zentraler Verwaltungs- und Laborprozesse gelegt. Ziel ist es, Abläufe effizienter zu gestalten, Medienbrüche zu reduzieren und die Leistungsfähigkeit der Organisation nachhaltig zu erhöhen. Parallel dazu sollen bestehende Systeme auf einen state-of-the-art-Standard gebracht und technologisch zukunftssicher ausgerichtet werden. Dies erlaubt strukturierte Steuerungs- und Transparenzinstrumente zu etablieren.
Feldkirch, 16. September 2026
Die Geschäftsführerin
P. Hemmae - Ludi
Primaria PD Dr. Angelika Hammerer-Lercher