← Zurück zum Firmenprofil

Lagebericht 2025

Schwarzach Packaging GmbH

Original-PDF

Stichtag 31. Dez. 2025 · Eingereicht am 29. Sep. 2026

Inhaltsverzeichnis

Wirtschaftliche Rahmenbedingungen und Branchenentwicklung

Die weltwirtschaftliche Entwicklung blieb im Jahr 2025 insgesamt verhalten und war weiterhin von geopolitischen Spannungen, einer schwachen Industriekonjunktur sowie anhaltender Unsicherheit auf den intenationalen Märkten geprägt. Insbesondere die Konflikte in der Ukraine und im Nahen Osten, sowie wachsende Abschottungstendenzen im Welthandel belasteten das wirtschaftliche Umfeld zusätzlich. Gleichzeitig führten volatile Energie- und Rohstoffmärkte sowie anhaltend hohe strukturelle Kosten in Europa zu einem herausfordernden Marktumfeld für die exportorientierte Industrie.

Die wirtschaftliche Dynamik in Europa blieb weiterhin schwach. Die Konsumzurückhaltung privater Haushalte blieb trotz rückläufiger Inflation und steigender Realeinkommen spürbar. Viele Untenehmen agierten angesichts der wirtschaftlichen und geopolitischen Unsicherheiten weiterhin vorsichtig bei Investitionen und Lageraufbau.

Die österreichische Wirtschaft befand sich 2025 weiterhin in einem anspruchsvollen Umfeld. Nach mehreren schwachen Jahren zeigte sich laut Einschätzungen der Osterreichischen Nationalbank zwar eine leichte Stabilisierung der Konjunktur; eine nachhaltige wirtschaftliche Erholung blieb jedoch aus.

Auch die österreichische papier- und kartonverarbeitende Industrie war 2025 weiterhin von einem schwierigen Marktumfeld geprägt. Laut Fachverband PROPAK entwickelten sich Umsatz- und Exportmärkte rückläufig, wobei sich der Verpackungsbereich insgesamt etwas stabiler zeigte als andere Segmente der Branche. Die Nachfrage blieb insbesondere in der DACH-Region verhalten, gleichzeitig hielt der intensive Preis- und Wettbewerbsdruck innerhalb Europas an. Belastend wirkten darüber hinaus steigende Personal-, und Standortkosten, welche die Wetbewerbsfähigkeit österreichischer Produktionsunternehmen zunehmend unter Druck setzten. Viele Abnehmer agierten vorsichtig bei Abrufen, reduzierten Lagerbestände und fokussierten sich verstärkt auf kurzfristige Einkaufsentscheidungen. Dadurch blieb die Übersichtlichkeit entlang der Lieferketten eingeschränkt und die Planbarkeit herausfordernd.

Gleichzeitig standen Unternehmen der Branche vor steigenden regulatorischen Anforderungen auf europäischer Ebene. Insbesondere die EU-Verpackungsverordnung PPWR (Packaging and Packaging Waste Regulation) sowie die EUDR- Verordnung (EU Deforestation Regulation) führten zu zusätzlichem Anpassungs- und Investitionsbedarf entlang der gesamten Wertschöpfungskette. Themen wie Recyclingfähigkeit, Verpackungsoptimierung, Nachweispflichten, Rückverfolgbarkeit von Rohstoffen und umfassende Dokumentationsanforderungen gewannen weiter an Bedeutung. Dadurch steigen sowohl die Anforderungen an nachhaltige Verpackungslösungen als auch an Transparenz und Compliance innerhalb der Lieferketten.

Vor diesem Hintergrund standen in der Branche weiterhin Maßnahmen zur Effizienzsteigerung, Prozessoptimierung und Kostenkontrolle im Fokus. Gleichzeitig gewannen Investitionen in Automatisierung, Digitalisierung und nachhaltige Produktionsprozesse weiter an Bedeutung, um langfristig wettbewerbsfähig zu bleiben. Trotz einer leichten Stabilisierung einzelner Marktsegmente blieb das Marktumfeld insgesamt herausfordernd und von hoher Unsicherheit geprägt.

Geschäftsverlauf 2025

Die Schwarzach Packaging GmbH hat sich mit etwas mehr als 400 Mitarbeitenden als leistungsstarker mittelständischer Anbieter hochwertiger Kartonverpackungen in der DACH-Region erfolgreich positioniert. Durch strategische Weiterentwicklungen und gezielte Unternehmensakquisitionen in Osterreich und der Schweiz konnte die Marktpräsenz in den vergangenen Jahren kontinuierlich ausgebaut werden. Mit einem klaren Fokus auf Qualität, Nachhaltigkeit und kundenorientierte Verpackungslösungen bedient Schwarzach Packaging insbesondere anspruchsvolle Branchen wie Lebensmittel, Kosmetik sowie Premium- und Markenprodukte. Als regional verankerte Gesellschaft mit internationaler Ausrichtung zählt das Unternehmen zu den etablierten Herstellern hochwertiger Faltschachtelverpackungen im deutschsprachigen Raum.

Ein strategisch bedeutender Schritt im Geschäftsjahr 2025 war die Integration der Bayer Kartonagen GmbH in die Schwarzach Packaging GmbH. Im Rahmen einer Nachfolgelösung wurden Mitarbeitende, Maschinen sowie das bestehende Leistungsportfolio übernommen und schrittweise in den Standort Schwarzach integriert. Die langjährige partnerschaftliche Zusammenarbeit beider Unternehmen bildete dafür eine solide Grundlage. Ziel des Zusammenschlusses ist es, Kompetenzen zu bündeln, Synergien zu nutzen sowie Kapazitäten und technisches Knowhow nachhaltig auszubauen. Gleichzeitig bekennt sich Schwarzach Packaging klar zum Standort Vorarlberg und zur langfristigen Sicherung von Arbeitsplätzen und Wertschöpfung in der Region. Der Integrationsprozess verlief im Geschäftsjahr planmäßig und wurde mit besonderem Fokus auf Kontinuität, Produktionssicherheit und unverändert hohe Qualitätsstandards umgesetzt.

Erlöse und Umsatz (in TEUR)

Angaben aus dem Lagebericht, Originalseite 2
20252024Abw.
Umsatzerlöse84.56978.856+7,2%
Betriebsleistung84.04478.004+7,7%
Sonstige betriebl. Erträge1.024914+12,0%

Die Umsatzerlöse erhöhten sich im Geschäftsjahr 2025 gegenüber dem Vorjahr um rund 5,7 Mio. EUR bzw. 7,2 % auf 84,6 Mio. EUR. Wesentliche Wachstumstreiber waren insbesondere die gestiegenen Erlöse im Inlandsgeschäft, während sich die Exportumsätze insgesamt auf hohem Niveau stabil entwickelten.

Die Betriebsleistung erhöhte sich gegenüber dem Vorjahr um rund 6,04 Mio. EUR bzw. 7,7 % auf 84,04 Mio. EUR, was aufgrund einer rückläufigen negativen Bestandsveränderungen die insgesamt positive Absatzentwicklung unterstreicht. Die sonstigen betrieblichen Erträge lagen im Geschäftsjahr 2025 mit 1,02 Mio. EUR über dem Niveau des Vorjahres. Wesentliche Ertragspositionen resultierten aus dem Verkauf von Anlagevermögen, Versicherungsvergütungen und aus den Erlösen diverser Nebenleistungen.

Exportanteil

Angaben aus dem Lagebericht, Originalseite 2
20252024
Inlandserlöse24,9%21,8%
Ausiandserlöse75,1%78,2%
Gesamt100%100%

Der Exportanteil lag im Geschäftsjahr 2025 mit 75,1 % weiterhin auf hohem Niveau, verringerte sich jedoch gegenüber dem Vorjahr leicht, während sich der Anteil der Inlandserlöse entsprechend auf 24,9 % erhöhte.

Unternehmensergebnisse (in TEUR)

Angaben aus dem Lagebericht, Originalseite 3
In Tausend EUR20252024+/-
Betriebsergebnis1.8913.040-1.149
Finanzergebnis120(102)+222
Ergebnis vor Steuern2.0112.938-927
EBITDA17.3308.022-692
EBIT22.0323.106-1.074
Steuern vom Einkommen und Ertrag(414)(595)+181
Jahresüberschuss1.5972.343-746

Das Betriebsergebnis verringerte sich im Geschäftsjahr 2025 trotz gestiegener Betriebsleistung auf 1,89 Mio. EUR nach 3,04 Mio. EUR im Vorjahr. Ursächlich hierfür waren insbesondere der deutliche Anstieg der Personalaufwendungen sowie der Abschreibungen infolge der hohen Investitionstätigkeit der vergangenen Jahre.

Das EBITDA reduzierte sich gegenüber dem Vorjahr um 8,6 % auf rund 7,3 Mio. EUR, während das EBIT mit 2,03 Mio. EUR ebenfalls unter dem Vorjahresniveau lag. Positiv entwickelte sich hingegen das Finanzergebnis, welches sich aufgrund gesunkener Zinsaufwendungen sowie höherer Zinserträge deutlich verbesserte und positiv war.

Insgesamt wurde ein Jahresüberschuss von 1,597 Mio. EUR erzielt, der damit unter dem 2,343 Mio. EUR lag. Vorjahreswert von

Kosten und Aufwand (in TEUR)

Angaben aus dem Lagebericht, Originalseite 3
2025in % BL2024in % BL+/-
Materialaufwand & bezogene Leistungen36.55743,5%34.67844.5%+1.879
Personalaufwand31.17537,1%26.60034,1%+4.575
Abschreibungen5.2986,3%4.9166.3%+382
Sonst. betr. Aufwand10.14712,1%9.68412,4%+463

Der Materialaufwand einschließlich bezogener Leistungen erhöhte sich im Geschäftsjahr 2025 zwar um rund 1,9 Mio. EUR auf 36,6 Mio. EUR, lag aber mit 43,5 % im Verhältnis zur Betriebsleistung unter dem Vorjahresniveau.

Der Personalaufwand hingegen stieg deutlich um rund 4,6 Mio. EUR auf 31,2 Mio. EUR bzw. 37,1 % der Betriebsleistung. Dies resultierte insbesondere aus höheren Lohn- und Gehaltsaufwendungen durch die Ubernahme des Personals der Bayer Kartonagen GmbH in Verbindung mit erneut hohen kollektivvertraglichen Anpassungen sowie gestiegenen Sozialabgaben.

Die Abschreibungen erhöhten sich infolge der umfangreichen Investitionstätigkeit der vergangenen Jahre auf knapp 5,3 Mio. EUR.

Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen lagen mit 10,1 Mio. EUR über dem Vorjahresniveau. Wesentliche Kostenpositionen betrafen Instandhaltungen von Maschinen und Anlagen, Mietaufwendungen, Transport- und Frachtkosten, Versicherungen sowie diverse Betriebs- und Verwaltungskosten. In dieser Position sind einmalige Aufwendungen durch die Firmenübernahme enthalten.

1 Das EBITDA zeigt das EBIT zuzüglich der Abschreibungen.

2 Das Ergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT) entspricht dem um die Zinsen und ähnlichen Aufwendungen gem. § 231 Abs 2 Z 15 bzw. Abs 3 Z 14 UGB

korrigierten Ergebnis VOR Steuen.

Cash Flow3 (in TEUR)

Angaben aus dem Lagebericht, Originalseite 4
20252024+/-
Netto CF aus betriebl. Tätigkeit (vor Steuern)4.70810.677-5.969
Netto CF aus Investitionstätigkeit-10.093-104-9.989
Netto CF aus Finanzierungstätigkeit-22-5.568+5.546

Der Netto-Cashflow aus der betrieblichen Tätigkeit vor Steuern verringerte sich im Geschäftsjahr 2025 auf 4,7 Mio. EUR nach 10,7 Mio. EUR im Vorjahr. Trotz eines weiterhin positiven operativen Cashflows wirkten sich insbesondere der Aufbau von Vorräten und Forderungen sowie der Rückgang kurzfristiger Verbindlichkeiten liquiditätsmindernd aus.

Der Netto-Cashabfluss aus der Investitionstätigkeit belief sich auf -10,1 Mio. EUR und lag damit deutlich über dem Vorjahresniveau. Wesentliche Ursachen hierfür waren neben Investitionen in das Anlagevermögen insbesondere Auszahlungen im Zusammenhang mit strategischen Beteiligungs- und Finanzierungsmaßnahmen innerhalb der Unternehmensgruppe sowie der Übernahme der Bayer Kartonagen GmbH.

Der Netto-Cashflow aus der Finanzierungstätigkeit verbesserte sich gegenüber dem Vorjahr deutlich auf -22 TEUR, da im Berichtsjahr keine Tilgungen von Finanzverbindlichkeiten erforderlich waren und die Zinsaufwendungen auf niedrigem Niveau lagen.

Insgesamt verringerte sich der Finanzmittelfonds zum Bilanzstichtag auf 3,443 Mio. EUR. Trotz der hohen Investitionstätigkeit und der strategischen Unternehmensakquisition verfügt die Schwarzach Packaging GmbH weiterhin über eine solide Liquiditätsausstattung und eine sehr stabile Finanzstruktur.

Kapitalstruktur (in TEUR)

Angaben aus dem Lagebericht, Originalseite 4
2025%2024%
Anlagevermögen20.06135,0%21.86938,5%
Umlaufvermögen, ARA & aktive latente Steuern37.28865,0%34.98961,2%
AKTIVA57.349100%56.858100%
Eigenkapital41.73972,8%40.19470,7%
Fremdkapital inkl. Rückstellung & Investitionszuschüsse15.55827,2%16.66429,3%
PASSIVA57.349100%56.858100%

Die Bilanzsumme der Schwarzach Packaging GmbH erhöhte sich leicht auf 57,3 Mio. EUR nach 56,9 Mio. EUR im Vorjahr. Die Vermögensstruktur war weiterhin durch ein hohes Umlaufvermögen geprägt, dessen Anteil insbesondere infolge gestiegener Vorräte sowie höherer Konzernforderungen auf 65,0% der Bilanzsumme anstieg. Das Anlagevermõgen reduzierte sich hingegen infolge planmäßiger Abschreibungen und Anlagenabgänge leicht auf 20,1 Mio. EUR.

Die Kapitalstruktur der Gesellschaft weist weiterhin eine sehr solide Eigenkapitalbasis auf. Das Eigenkapital erhöhte sich aufgrund des erwirtschafteten Jahresüberschusses auf 41,7 Mio. EUR, wodurch dessen Anteil von 70,7% auf 72,8% anstieg. Gleichzeitig reduzierten sich die Verbindlichkeiten weiter, wobei zum Bilanzstichtag keine Finanzverbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten bestanden.

Die Rückstellungen beliefen sich auf 8,9 Mio. EUR und betrafen im Wesentlichen Abfertigungs-, Pensions- sowie Personalrückstellungen. Insgesamt zeigt sich damit weiterhin ein sehr stabiles und konservatives Bilanzbild mit hoher Eigenmittelausstattung und guter finanzieller Unabhängigkeit.

3 Die Cash Flow Berechnung erfolgte durch eine Geldflussrechnung entsprechend der AFRAC Stellungnahme 36.

Angaben aus dem Lagebericht, Originalseite 5
20252024
ROI (Gesamtkapitalrentabilität)3,6%7.3%
ROE (Eigenkapitalrentabilität)4,9%5,2%
DieRentabilitätskennzahlen lagenimGeschäftsjahr2025 unter demVorjahresniveau, wobei sich

die

Gesamtkapitalrentabilität (ROI) 4 infolge des niedrigeren operativen Ergebnisses auf 3,6% verringerte und die Eigenkapitalrentabilität (ROE)5 mit 4,9% weiterhin eine solide Verzinsung des eingesetzten Eigenkapitals widerspiegelte.

Unternehmensbeteiligungen

Die Schwarzach Packaging GmbH ist Teil der Unternehmensgruppe der VBG Holding AG und verfügt aktuell über keine Unternehmensbeteiligungen.

Chancen und Risiken

Die Schwarzach Packaging GmbH agiert weiterhin in einem herausfordernden Marktumfeld, das von konjunkturellen Unsicherheiten, zurückhaltendem Konsumverhalten sowie einem hohen Wettbewerbs- und Preisdruck innerhalb der europäischen Verpackungsindustrie geprägt ist. Insbesondere Überkapazitäten im Markt sowie steigende Personal-, Energie- und regulatorische Kosten wirken sich belastend auf die Margensituation der Branche aus. Zusätzlich führen Strukturveränderungen im Kundenumfeld – etwa Produktionsverlagerungen, Fusionen und Zentralisierungen großer Abnehmer – zu einer stärkeren Konzentration von Einkaufsentscheidungen und einer weiteren Intensivierung des Wettbewerbs.

Mit der im Februar 2025 in Kraft getretenen EU-Verpackungsverordnung (PPWR), aus der wesentliche Bestimmungen ab August 2026 anzuwenden sind, ergeben sich weitreichende Veränderungen für die Verpackungsindustrie. Vor allem die Anforderungen an recyclinggerechtes Verpackungsdesign („Design for Recycling"), Rezyklierbarkeit sowie Dokumentations- und Nachweispflichten werden die Branche nachhaltig verändern.

Auch die europäische Entwaldungsverordnung (EUDR) bringt zusätzliche Anforderungen entlang der Lieferkette mit sich, insbesondere im Hinblick auf Transparenz, Rückverfolgbarkeit und Compliance bei papier- und faserbasierten Rohstoffen. Die konkreten Auswirkungen dieser regulatorischen Entwicklungen sind in vielen Bereichen noch nicht abschließend absehbar. Gleichzeitig ergeben sich daraus jedoch Chancen für innovative und nachhaltige Verpackungslösungen. Die Schwarzach Packaging GmbH sieht sich aufgrund ihrer hohen technischen Kompetenz sowie der starken Ausrichtung auf recyclingfähige und faserbasierte Verpackungslösungen gut positioniert, um von dieser Entwicklung zu profitieren und bestehende Marktpositionen weiter auszubauen.

Die fortschreitende Digitalisierung und Vernetzung der Produktions- und Geschäftsprozesse erhöhen gleichzeitig die Anforderungen an IT-Sicherheit und Datenschutz. Cyberrisiken, Systemausfälle oder Datenverluste können erhebliche Auswirkungen auf Produktionsabläufe und Geschäftsprozesse haben. Das Unternehmen investiert daher laufend in die Weiterentwicklung der IT-Infrastruktur sowie in organisatorische und technische Sicherheitsmaßnahmen. Darüber hinaus sieht die Gesellschaft in den Bereichen Digitalisierung, Automatisierung und künstliche Intelligenz wesentliche Zukunftspotenziale. Im Geschäftsjahr wurde hierzu eine eigene Projektgruppe zur Implementierung und Evaluierung von KI-Anwendungen eingerichtet, um Effizienzpotenziale zu identifizieren, Prozesse weiterzuentwickeln und den Wissenstransfer innerhalb des Unternehmens zu stärken. Ergänzend wurde mit dem Management Review 360" ein bereichsübergreifendes Instrument zur strukturierten Analyse und Weiterentwicklung von Prozessen, Risiken und organisatorischen Potenzialen etabliert.

4 Die Gesamtkapitalrentabilität (Return on Investment – ROI) ergibt sich aus dem Verhältnis des Ergebnisses vor Zinsen und Steuen zum Gesamtkapital.

Als Basis der Kapitalrentabilität dient das Kapital zum Anfang des Geschäftsjahres.

5 Die Eigenkapitalrentabilität (Return on Equity – ROE) ist das Verhältnis aus dem Ergebnis vor Steuern zum Eigenkapital am Beginn des Geschäftsjahres.

Anlage 4/6

Trotz der bestehenden Herausforderungen sieht die Schwarzach Packaging GmbH aufgrund ihrer engen Kundenbeziehungen, hohen Qualitätsstandards und technologischen Kompetenz weiterhin gute Chancen, sich nachhaltig im Markt zu behaupten. Zusätzlich konnte sie durch die Übernahme der Bayer Kartonagen GmbH ihre strategische Position weiter stärken. Mit der Integration des Unternehmens ergeben sich zusätzliche Potenziale in den Bereichen Produktportfolio, Marktpräsenz, Kundenstruktur, Produktionskompetenz und Kapazitätserweiterung, Wodurch die Wettbewerbsfähigkeit der Gesellschaft nachhaltig weiter ausgebaut werden kann. Der langfristig stabile Bedarf an Verpackungslösungen – insbesondere im Lebensmittelbereich – bildet dabei weiterhin eine wesentliche Grundlage für die zukünftige Geschäftsentwicklung.

Investitionen

Im Geschäftsjahr 2025 lagen die Investitionsschwerpunkte der Schwarzach Packaging GmbH weiterhin auf der Modernisierung, Digitalisierung und Automatisierung der Produktionsprozesse. Ziel der Investitionen war es, die Effizienz und Prozessstabilität weiter zu erhöhen sowie die Wettbewerbsfähigkeit in einem anspruchsvollen Marktumfeld nachhaltig abzusichern. Besonderes Augenmerk wurde dabei auf die Weiterentwicklung nachhaltiger und qualitativ hochwertiger Produktionsiösungen gelegt, um den steigenden Anforderungen von Kunden und regulatorischen Rahmenbedingungen gerecht zu werden. Darüber hinaus stellte die Übernahme der Bayer Kartonagen GmbH einen wesentlichen strategischen Schritt dar.

Forschung und Entwicklung

Auch im Geschäftsjahr 2025 investierte die Schwarzach Packaging GmbH gezielt in Forschung, Entwicklung und Innovation, um die technologische Wettbewerbsfähigkeit des Unternehmens nachhaltig zu stärken und zukünftigen Markt- und Kundenanforderungen frühzeitig zu begegnen. Schwerpunkte lagen dabei auf der Entwicklung nachhaltiger Verpackungsiösungen sowie der kontinuierlichen Optimierung bestehender Produkte, Materialien und Produktionsprozesse.

Im Fokus der Entwicklungsaktivitäten standen insbesondere recyclingfähige und ressourcenschonende Verpackungskonzepte im Hinblick auf die zukünftigen Anforderungen der EU-Verpackungsverordnung (PPWR). Dabei wurden unter anderem materialeffiziente Konstruktionen, Design-for-Recycling-Ansätze sowie alternative Veredelungsund Barrierelösungen weiterentwickelt, um Nachhaltigkeit, Produktsicherheit und Funktionalität bestmöglich miteinander zu verbinden.

Darüber hinaus wurden Investitionen in die Digitalisierung und Automatisierung von Entwicklungs- und Produktionsprozessen fortgeführt. Moderne digitale Workflows sowie simulationsgestützte Entwicklungsprozesse ermöglichen eine effizientere Umsetzung kundenspezifischer Anforderungen und verkürzte Entwicklungszeiten. Ergänzend wurden im Berichtsjahr erste KI-gestützte Anwendungen und Automatisierungspotenziale evaluiert, um interne Prozesse weiterzuentwickeln und Effizienzsteigerungen zu unterstützen.

Die Innovationsaktivitäten erfolgen in enger Zusammenarbeit mit Kunden, Lieferanten und externen Partnern, um technologische Entwicklungen und regulatorische Anforderungen frühzeitig in marktfähige Lösungen zu überführen. Damit stärkt die Schwarzach Packaging GmbH ihre Position als innovativer und nachhaltiger Entwicklungspartner im internationalen Verpackungsmarkt.

Umwelt- und Sozialverantwortung (CSR)

Die Schwarzach Packaging GmbH versteht nachhaltiges und verantwortungsbewusstes Handeln als wesentlichen Bestandteil ihrer Unternehmensstrategie und integriert ökologische, soziale sowie unternehmensethische Aspekte laufend in operative und strategische Entscheidungsprozesse. Ziel ist es, langfristige wirtschaftliche Stabilität mit verantwortungsvollem Handeln gegenüber Mitarbeitenden, Umwelt, Kunden, Lieferanten und der Gesellschaft zu verbinden. Dabei orientiert sich das Unternehmen zunehmend an den Anforderungen moderner ESG- und Nachhaltigkeitsstandards sowie an den zukünftigen Berichtsanforderungen im Umfeld der europäischen Nachhaltigkeitsregulatorik und der Voluntary Sustainability Reporting Standards for SMEs (VSME).

Im Bereich Umweltverantwortung verfolgt die Schwarzach Packaging GmbH das Ziel, Ressourcen effizient einzusetzen, Emissionen zu reduzieren und Produktionsprozesse kontinuierlich nachhaltiger zu gestalten. Schwerpunkte liegen insbesondere auf der Steigerung der Energieeffizienz, der Reduktion von Materialeinsatz und Abfällen sowie der Förderung recyclingfähiger und kreislauffähiger Verpackungslösungen. Der verstärkte Einsatz faserbasierter Materialien sowie die laufende Optimierung von Produktions- und Logistikprozessen tragen dazu bei, die Umweltbelastungen entlang der Wertschöpfungskette nachhaltig zu reduzieren. Darüber hinaus leisten die Nutzung erneuerbarer Energien sowie der Ausbau eigener Photovoltaikanlagen einen wichtigen Beitrag zur Verbesserung der CO2-Bilanz des Unternehmens.

Zur weiteren Systematisierung und kontinuierlichen Verbesserung der Umweltleistungen wurden im Berichtsjahr zusätzliche organisatorische und dokumentierte Maßnahmen umgesetzt. In diesem Zusammenhang bereitete sich das Unternehmen auf die für das Jahr 2026 geplante Erstzertifizierung nach ISO 14001 vor. Mit der Einführung eines strukturierten Umweltmanagementsystems sollen Umweltaspekte noch stärker in betriebliche Abläufe integriert, Risiken systematisch bewertet sowie Nachhaltigkeitsziele messbar gesteuert werden.

Auch soziale Verantwortung besitzt innerhalb der Schwarzach Packaging GmbH einen hohen Stellenwert. Die Gesundheit, Sicherheit und langfristige Zufriedenheit der Mitarbeitenden bilden eine zentrale Grundlage des Unternehmenserfolges. Die betriebliche Gesundheitsförderung (BGF), welche in den vergangenen Jahren umfassend umgesetzt wurde, bleibt weiterhin ein wichtiger Bestandteil der Unternehmenskultur. Die gesetzten Maßnahmen in den Bereichen Gesundheitsprävention, Ergonomie, Bewegungsförderung und psychosoziale Unterstützung werden dauerhaft fortgeführt und kontinuierlich weiterentwickelt. Darüber hinaus investiert das Unternehmen laufend in Aus- und Weiterbildung, Nachwuchsförderung sowie die Schaffung eines modernen und sicheren Arbeitsumfeldes. Chancengleichheit, respektvolle Zusammenarbeit und die Vereinbarkeit von Beruf und Familie bilden dabei wesentliche Grundsätze der Personalpolitik.

Neben ökologischen und sozialen Themen gewinnt auch eine verantwortungsvolle Unternehmensführung zunehmend an Bedeutung. Aspekte wie Compliance, Informationssicherheit, nachhaltige Lieferketten, Transparenz sowie langfristige Partnerschaften mit Kunden und Lieferanten werden schrittweise weiterentwickelt und stärker in interne Prozesse integriert. Die Schwarzach Packaging GmbH verfolgt dabei das Ziel, ihre Nachhaltigkeitsleistungen transparent darzustellen und langfristig entlang anerkannter ESG-Kriterien weiter auszubauen.

Darüber hinaus sieht sich das Unternehmen auch als verantwortungsvoller Partner in der Region. Die Zusammenarbeit mit Schulen und Bildungseinrichtungen, die Bereitstellung qualifizierter Ausbildungsplätze sowie die Unterstützung sozialer und kultureller Initiativen unterstreichen die regionale Verbundenheit und das langfristige gesellschaftliche Engagement der Schwarzach Packaging GmbH.

Sonstige Angaben

Die Schwarzach Packaging GmbH betreibt keine Zweigniederlassungen. Somit entfallen entsprechende Anmerkungen.

Anlage 4/8 Lagebericht 2025 – Schwarzach Packaging GmbH

Rah Joser, MBA e.h.

Johannes Knapp e.h.

Schwarzach, am 02. Juni 2026

Wir verwenden Cookies, um grundlegende Funktionen der Plattform sicherzustellen und anonymisierte Nutzungsstatistiken zu erfassen. Durch einen Klick auf "Akzeptieren" stimmst du der Verwendung dieser Cookies zu.