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DER
Golm Silvretta Lünersee Tourismus GmbH
Allgemeines
Die vorliegenden Zahlen des Jahresabschlusses zum 31. Oktober 2025 sind das Ergebnis des Geschäftsjahres 2024/25, das den Zeitraum vom 1. November 2024 bis zum 31. Oktober 2025 umfasst.
Besondere Ereignisse
Gastronomie und Bergbahninfrastruktur Grüneck
Im Februar 2024 genehmigte der Aufsichtsrat der illwerke vkw das lang geplante Projekt „Berggastronomie und Bergbahninfrastruktur Grüneck“. Das Bauvorhaben umfasst:
ein Self-Order-Restaurant mit ca. 900 Sitzplätzen sowie einem integrierten Kinderrestaurant für Schulgruppen, ein ganzjährig geöffnetes À-la-Carte-Restaurant mit rund 150 Sitzplätzen, einen Skiverleih mit Skidepot, einen Skikindergarten sowie eine Pistengerätegarage mit integrierter Werkstatt und sonstigen Mitarbeiteraufendhaltsräumen, Lagerflächen etc.
Der Baubeginn erfolgte unmittelbar nach dem Ende der Wintersaison im April 2024. Im Winter 2024/25 standen im Restaurant Grüneck aufgrund eines Teilabbruchs deutlich reduzierte Sitzplatzkapazitäten zur Verfügung. Darüber hinaus musste der Winterbetrieb am Erlebnisberg Golm bereits am 30. März und damit rund drei Wochen früher als üblich eingestellt werden. Grund dafür war die notwendige Baufreiheit für die nächste Bauphase.
Während der Sommermonate 2025 wurden die Rohbau- und Ausbauarbeiten fortgesetzt. Aufgrund der Baustelle war Grüneck im Sommer ausschließlich über die 4er-Sesselbahn Matschwitz erreichbar.
Die Fertigstellung des neuen Gebäudes wurde planmäßig im Dezember 2025 abgeschlossen.
Die offizielle Eröffnung fand am Freitag, den 5. Dezember 2025 statt.
Da die Golm Silvretta Lünersee Tourismus GmbH als reine Betriebsgesellschaft organisiert ist, werden sämtliche Investitionen im Zusammenhang mit dem Projekt bei der Eigentümerin und Muttergesellschaft illwerke vkw AG bilanziert.
Geschäftsführerwechsel
Mit 31. Juli 2025 ist Dipl.-HTL-Ing. Harald Feldkircher aus der Geschäftsführung der Golm Silvretta Lünersee Tourismus GmbH ausgeschieden. Seine Agenden wurden mit 1. August 2025 von Dipl.-Ing. Martin Zugg übernommen, der seither gemeinsam mit Judith Grass, MA, die Geschäftsführung bildet.
Geschäftsverlauf
Die Wintersaison 2024/25 begann am Erlebnisberg Golm unter günstigen Bedingungen. Ausreichende Schneelage und stabile Witterungsverhältnisse ermöglichten einen reibungslosen Saisonstart ohne Einschränkungen. Während der Weihnachtsferien wurden an mehreren Tagen über 5.000 Gäste verzeichnet, das war seit 2019 nicht mehr der Fall. Der 30. Dezember stellte mit 5.667 Ersteintritten den besucherstärksten Tag der Saison dar.
Nahezu alle Pisten und Skirouten – darunter die Talabfahrt nach Vandans und die Skiroute ins Gauertal – konnten im Winter 24/25 geöffnet werden.
Im Rahmen eines FIS-Europacup-Bewerbs wurde Ende Februar ein offizieller Testlauf des Bewerbes Buckelpiste für die geplanten FIS-Weltmeisterschaften 2027 im Montafon durchgeführt. Neu gestaltete Funlines im mitten im Skigebiet ergänzten das Wintersportangebot am Erlebnisberg Golm.
Die Wintersaison musste aufgrund der Bauarbeiten für das neue Bergrestaurant Grüneck bereits am 30. März – rund drei Wochen früher als üblich – beendet werden. Dennoch verzeichnete der Erlebnisberg Golm mit 275.000 Ersteintritten ein Plus von 5 % gegenüber dem Vorjahr (262.000). Die ursprüngliche Zielmarke von 280.000 Ersteintritten wurde damit knapp verfehlt (–1,5 %).
Der Anteil der GSL Tourismus GmbH im Montafon Brandnertal Pool belief sich im Winter auf 9,1 %. Die Gesamtzahlen im Pool stiegen um 1,5% auf 1,23 Mio. Ersteintritte. Die ausgegebenen Saison- und Jahreskarten lagen bei 39.250 Stück (+375 im Vergleich zum Vorjahr).
Die Nächtigungszahlen im Montafon nahmen im Winter 2024/25 um -2,56% ab. Die durchschnittliche Aufenthaltsdauer sank geringfügig von 4,3 auf 4,2 Tage.
Die Sommersaison 2025 war von wechselhaften Wetterverhältnissen geprägt. Auf einen positiven Saisonstart im Juni folgte ein sehr niederschlagsreicher Juli. Der August zeigte ein stabiles Nachfrageverhalten, während der September durch eine geringere Auslastung unter der Woche gekennzeichnet war.
Am Erlebnisberg Golm wurden im Sommer 2025 insgesamt 212.000 Ersteintritte gezählt, was einem Rückgang von rund 4 % gegenüber dem Vorjahr entspricht. Dieses Ergebnis liegt dennoch über dem reduzierten Planwert, der aufgrund der baubedingten Einschränkungen (Zugänglichkeit Grüneck nur über Umsteigen auf die 4er-Sesselbahn Matschwitz sowie verkürzte Saisonzeiten) etwa 10 % unter Vorjahr bei 200.000 Ersteintritten kalkuliert war. Der Alpine-Coaster und der wiedereröffnete Flying Fox sorgten für anhaltend hohe Nachfrage im Sommerangebot.
Im Sommer kam es im Gebiet der Silvretta-Hochalpenstraße zu einer kompletten Straßensperre infolge des Steinschlags im Sommer 2024. In der Folge blieben die erwarteten Umsätze im Restaurant Silvrettasee um 0,6 Mio. EUR deutlich unter den Planwerten.
Der Anteil der GSL Tourismus GmbH am Montafon Brandnertal Pool im Sommer 25 betrug 14,9%. Die Gesamtfrequenz des Pools stieg um 3,1% auf 0,93 Mio. Fahrten. Die Zahl der ausgegebenen Sommer-Saisonkarten ging auf 4.119 Stück (-582 zum Vorjahr) zurück.
Die Nächtigungszahlen im Montafon lagen im Sommer 2025 auf eine erfreuliche Entwicklung mit einer Steigerung um 3,4 %. Die durchschnittliche Aufenthaltsdauer lag unverändert bei 3,5 Tagen.
Zusammenfassend war das Geschäftsjahr 2024/25 durch eine gute Wintersaison und ein witterungsbedingt schwächeres Sommergeschäft gekennzeichnet. Externe Faktoren wie die Sperre der Silvretta-Hochalpenstraße wirkten sich zusätzlich belastend auf die Sommerergebnisse aus. Die Auswirkungen der Bauarbeiten am Bergrestaurant Grüneck sowie die frühere Schließung des Skigebiets waren ebenfalls in der Entwicklung der Gästezahlen spürbar.
Ertragslage
Die Umsatzerlöse betrugen im Geschäftsjahr TEUR 15.810 (Vorjahr TEUR 14.971). Von diesen Umsatzerlösen entfielen TEUR 12.613 (Vorjahr TEUR 11.934) auf die Bahnen, TEUR 1.217 (Vorjahr TEUR 1.209) auf die Gaststättenbetriebe, TEUR 930 (Vorjahr TEUR 988) auf die Schneesportschule Golm sowie TEUR 1.051 (Vorjahr TEUR 840) auf sonstige Umsatzerlöse.
Im Materialaufwand von TEUR 2.320 (Vorjahr TEUR 2.298) sind vor allem der Stromverbrauch, der Wareneinsatz für die Gaststättenbetriebe sowie der Materialaufwand für die laufenden Betriebs- und Instandhaltungsmaßnahmen enthalten.
Der Personalaufwand belief sich in Summe auf TEUR 7.043 (Vorjahr TEUR 6.943).
In den sonstigen betrieblichen Aufwendungen von in Summe TEUR 4.444 (Vorjahr TEUR 4.536) sind vor allem die Fremdleistungen für den Betriebs- und Instandhaltungsaufwand und der Werbeaufwand enthalten.
Per Saldo ergab sich im Geschäftsjahr einen Betriebserfolg in Höhe von TEUR 2.443 (Vorjahr TEUR 1.545) sowie nach Berücksichtigung des Finanzergebnisses von TEUR 1 (Vorjahr TEUR 4) ein Ergebnis vor Steuern in Höhe von TEUR 2.444 (Vorjahr TEUR 1.549).
Nach Abzug des Körperschaftsteueraufwandes beläuft sich das Ergebnis nach Steuern auf TEUR 1.877 (Vorjahr TEUR 1.094), welches aufgrund des bestehenden Ergebnisabführungsvertrages zur Gänze von illwerke vkw AG erstattet wird.
Vermögenslage
Wie aus der Bilanz zum 31. Oktober 2025 ersichtlich, belief sich das Vermögen der Gesellschaft auf insgesamt TEUR 3.215 (Vorjahr TEUR 3.509). Da die Golm Silvretta Lünersee Tourismus GmbH als reine Betriebsgesellschaft konzipiert ist, ist in der Bilanz kein Sachanlagevermögen enthalten. Das Sachanlagevermögen wird daher bei der Eigentümerin und Muttergesellschaft Illwerke vkw AG bilanziert.
Auf der Aktivseite der Bilanz sind die Wertpapiere des Anlagervermögens mit TEUR 34 (Vorjahr TEUR 33) ausgewiesen.
Im Umlaufvermögen sind die Vorräte mit TEUR 150 (Vorjahr TEUR 396) sowie die Forderungen in Höhe von TEUR 2.147 (Vorjahr TEUR 2.208) enthalten. Dabei sind vor allem die Forderungen gegenüber der Illwerke vkw AG in Höhe von TEUR 1.997 zu erwähnen, welche aus der Abrechnung der laufenden Leistungsbeziehungen entstanden sind.
Bankguthaben und Kassabestände beliefen sich per 31.10.2025 auf TEUR 733 (Vorjahr TEUR 735).
Auf der Passivseite ist das Eigenkapital unverändert mit TEUR 74 ausgewiesen. Darin enthalten ist das übernommene, eingeforderte und eingezahlte Stammkapital mit TEUR 37 sowie eine nicht gebundene Kapitalrücklage in Höhe von TEUR 37, welche aus der Verschmelzung mit der Illwerke Gaststätten-Betriebsgesellschaft m.b.H. entstanden ist.
Die Rückstellungen in Höhe von TEUR 1.130 (Vorjahr TEUR 1.487) betreffen vor allem die Rückstellung der nicht abgerechneten Leistungen mit TEUR 187 sowie die Rückstellung für nicht konsumierte Urlaube sowie Zeitguthaben in Höhe von TEUR 420.
In der Position Verbindlichkeiten in Höhe von TEUR 1.697 (Vorjahr TEUR 1.681) sind vor allem Lieferverbindlichkeiten, Verbindlichkeiten aus sozialer Sicherheit sowie erhaltene Anzahlung aus Gutscheinen enthalten.
Finanzlage
Die Finanzlage der Golm Silvretta Lünersee Tourismus GmbH ist bestimmt durch die Integration in den Cash-Pool des illwerke vkw Konzerns. Die aus dem laufenden Betrieb erzielten Liquiditätsüberschüsse werden laufend an die illwerke vkw abgeführt. Die Golm Silvretta Lünersee Tourismus GmbH ist eine reine Betriebsführungsgesellschaft; die Auszahlungen für Investitionen in das Sachanlagevermögen werden durch die Muttergesellschaft illwerke vkw AG getätigt.
Mitarbeiter
Zum Bilanzstichtag 31. Oktober 2025 wurden 72 Dienstnehmer (VJ 72) beschäftigt. Der durchschnittliche Personalstand betrug 107 Mitarbeiter (VJ 110).
Forschung und Entwicklung
Eigene Forschungs- und Entwicklungsaktivitäten werden nicht durchgeführt.
Zweigniederlassungen
Sind keine vorhanden.
Voraussichtliche Entwicklungen des Unternehmens
Für das Geschäftsjahr 2025/26 wird nach einem Jahr mit baubedingten Einschränkungen aufgrund des neuen Bergrestaurants wieder ein regulärer Winterbetrieb am Erlebnisberg Golm erwartet. Mit der Fertigstellung des neuen Bergrestaurants Grüneck und der damit verbundenen Erweiterung des gastronomischen und infrastrukturellen Angebots rechnet die Golm Silvretta Lünersee Tourismus GmbH mit einem Anstieg der Ersteintritte auf 300.000 Gäste im Winter.
Das neue À-la-carte-Restaurant Feineck, das ganzjährig geöffnet ist, soll eine neue Zielgruppe ansprechen und zusätzliche Wertschöpfung ermöglichen. Ebenso wird durch den neuen, integrierten Skishop und Skiverleih an der Talstation Vandans sowie der Bergstation Grüneck weiteres Umsatzpotenzial erschlossen. Monatlich geplante Kinder- und Musikveranstaltungen sollen zudem die Frequenz in schwächeren Zeiträumen außerhalb der Ferien erhöhen und gezielt lokale sowie regionale Gäste ansprechen.
Für den Sommer 2026 wird am Erlebnisberg Golm ebenfalls eine positive Entwicklung am Erlebnisberg Golm erwartet. Durch die Neugestaltung des Bereichs rund um die Bergstation Grüneck – inklusive eines neuen Kinderspielbereichs, eines Rundwanderwegs und eines Kinderklettersteigs – wird das Angebot für Familien erweitert. Das À-la-carte-Restaurant Feineck wird auch im Sommer geöffnet sein. Insgesamt wird mit einem moderaten Anstieg der Gästezahlen gerechnet.
Demgegenüber steht im Gebiet Silvretta-Bielerhöhe eine Einschränkung bevor: Die Silvretta- Hochalpenstraße wird im Sommer 2026 definitiv geschlossen bleiben. Infolgedessen bleibt auch das Restaurant Silvrettasee geschlossen. Der Kiosk sowie das Silvretta-Lädile werden geöffnet sein und ein reduziertes Angebot für Tagesgäste bereitstellen.
Risikomanagementsystem
Zentraler Bestandsteil des Risikomanagementsystems ist ein umfassendes Berichtssystem, mit dem die betriebswirtschaftliche wie auch die branchenspezifische Entwicklung laufend analysiert wird. Die Geschäftsführung erhält regelmäßig entsprechende Berichte über die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage sowie auch branchenspezifischen Daten (Frequenzen, Ersteintritte).
Klima und Umwelt
Diesen nicht beeinflussbaren Risiken versuchen wir mit effizienten Schneeanlagen, welche einen integrierten Teil der notwendigen Infrastruktur und Voraussetzung für den wirtschaftlichen Erfolg darstellen, entgegenzutreten. Im Weiteren werden wir unsere Alternativangebote weiter ausbauen und verstärkt den Ausbau einesJahresbetriebsforcieren.
Technik
Unsere gesamten technischen Einrichtungen werden auf einem hohen technischen Standard gehalten und entsprechen auch allen behördlichen Sicherheitsvorschriften.
IT-Risiken
IT-Risiken werden im Rahmen des Unternehmensrisikomanagements behandelt. Die vom Unternehmen der illwerke vkw bezogenen IT-Dienstleistungen werden im Rahmen eines Informationssicherheitsmanagementsystems betrieben und regelmäßig überprüft. Für diese Systeme ist eine Zertifizierung nach ISO 27001 (Informationssicherheitsmanagement) vorhanden. Netzwerkzonenkonzepte sichern die unterschiedlichen Systeme ab.
Personal- und Fluktuationsrisiko
Dem Risiko der Abwanderung von Fach- und Führungskräften wird mit einem leistungsgerechten Vergütungssystem und vorbildlichen Sozialleistungen entgegen.
Finanzielle Risiken
Aufgrund der Einbindung der Golm Silvretta Lünersee Tourismus GmbH in den Cash-Pool der illwerke vkw AG und die damit verbundene laufende Abfuhr von Liquiditätsüberschüssen bzw. der Möglichkeit auch kurzfristig allenfalls erforderliche Liquidität im Konzern anzufordern, werden die finanziellen Risiken als gering eingestuft.
Bregenz, den 12. Mai 2026
Sul Afrobl
Judith Grass, MA
Geschäftsführerin
DI (FH) Martin Zugg Geschäftsführer