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Lagebericht 2025

Pointner & Rothschädl Chemikalien Produktions- und Handels- gesellschaft m.b.H.

Original-PDF

Stichtag 31. Dez. 2025 · Eingereicht am 30. Sep. 2026

Inhaltsverzeichnis

L A G E B E R I C H T

Gemäß § 243 UGB erstellt die Geschäftsführung der Pointner & Rothschädl Chemikalien Produktions- und Handelsgesellschaft m.b.H., Puch / Salzburg den nachfolgenden Lagebericht für das Geschäftsjahr 2025.

1. Bericht über das Geschäftsergebnis

1.1. Erläuterungen zu Geschäft und Rahmenbedingungen

Hauptgeschäftsgegenstand der Pointner & Rothschädl Chemikalien Produktions- und Handelsgesellschaft m.b.H. ist der Großhandel und der Vertrieb von chemisch-technischen Produkten und Spezialitäten. Der größte Absatzmarkt ist Osterreich; wir erzielten über 70 % unserer Umsätze im Jahr 2025 in unserem Home-Market und somit auch einen maßgeblichen Teil unserer Umsätze im benachbarten Ausland.

Die wirtschaftlichen Rahmenbedingungen waren im abgelaufenen Jahr für unser Unternehmen von der schwachen Entwicklung der allgemeinen Konjunktur, insbesondere der Bau- und Automobilwirtschaft, sowie von den Auswirkungen der Kriege auf Energie- und Logistikkosten geprägt. Dies hat zu Verunsicherungen, zu Preissprüngen nach oben und unten sowie zu Bedarfsrückgängen geführt. Ferner haben sich folgende Faktoren ausgewirkt:

• Die Inlandsnachfrage war im Jahr 2025 weiterhin schwach; insbesondere seit Mitte des Jahres kam es zu Bedarfsrückgängen und zu einem erheblichen Abbau von Lagerbeständen bei Lieferanten und Kunden. • Die Rohstoffpreise waren 2025 volatil mit Preissprüngen nach oben und unten, getrieben von Energiekosten, Transportkapazitäten, Anti-Dumping-Zöllen und dem Preisdruck asiatischer Anbieter. • Die Kosten für unser Unternehmen, insbesondere die Personalkosten aufgrund der kollektivvertraglichen Anpassungen, sind weiter gestiegen und konnten nur zum Teil an unsere Kunden weitergegeben werden; dies macht den Standort Österreich auch für ein Unternehmen wie unseres immer unattraktiver. • Allgemein hatten unsere Kunden, vor allem in der Bau- und Automobilwirtschaft, eine schwache Produktionsauslastung. • Die Konjunkturentwicklung in Mittel- und Zentraleuropa war schwach; die chemische Industrie in Deutschland verzeichnete 2025 laut VCI einen Produktionsrückgang von rund 3 % bei einer Kapazitätsauslastung von nur rund 72 %.

1.2. Analyse des Geschäftsverlaufes und Geschäftsergebnisses

Das Geschäftsjahr 2025 ist am Ende als konstant zu bewerten, vornehmlich aufgrund neuer Geschäftschancen. Als Ergänzung werden folgende finanzielle Leistungsindikatoren dargestelt.

1.2.1. Vermögenslage

Angaben aus dem Lagebericht, Originalseite 2
202320242025
Eigenkapital x 100
a) EigenkapitalquoteGesamtkapital61.8%73,0%14,7%
Fremdkapital x 100
b) FremdkapitalquoteGesamtkapital38,2%27,0%85,3%
Anlagevermögen x 100
c) AnlagenintensitätGesamtvermögen12,7%10,2%8.6%
4. Unschlaghäufigkeit vorralseinsatz Durchschnittl. Lager7,556,685,95

1.2.2. Finanzlage

Angaben aus dem Lagebericht, Originalseite 2
202320242025
Cashflow der laufenden 81 Geschäftstätigkeit€6.144.195,31€1.849.045,54€ 19.534.135,88
b) Cash how der investit€ -65.726,02€ -107.178,96€6.881,78
c) Cashion der manie - E-6.960.205.93€-1.011.089,72€ -17.995.640,25
d) Working Capital=€ 10.255.000,00€ 14.432.000,00€ 15.902.000,00

1.2.3. Ertragslage

Angaben aus dem Lagebericht, Originalseite 3
202320242025
a) Personalintensität◦Personalaufwand x 100 Betrieblicher Aufwand-3,65 %4,58%5,15%
Ergebnis vor Steuern
Eigenkapitalrentabili-x 100
9) tät vor SteuernDurchschnittl. Eigenkapi-24,89% 33,15% 37,19%
tal
Ergebnis vor Steuern
c) Umsatzrentabilitätx 100=5,88 %9,73%7,24%
Umsatz

2. Risikobericht

2.1. Allgemeines Risiko

Durch unsere europaweite Tätigkeit in unserer Unternehmensgruppe sind wir einer Vielzahl von Risiken ausgesetzt. Um diesen Risiken gerecht zu werden, wird das Risikomanagement in erster Linie durch Planungs- und Controlling- Prozesse unterstützt. Die Pointner & Rothschädl Chemikalien Produktions- und Handelsgesellschaft m.b.H. ist vor allem von folgenden Risiken betroffen:

• Auswirkungen der globalen Warenströme • Allgemeine Konjunkturentwicklung, insbesondere der Bauindustrie, des Automobilzuliefersektors, des Maschinenbaus und der Exportindustrie • Es ist für uns entscheidend, geeignete Mitarbeiter zu gewinnen und zu halten. • Der Verlust eines Prinzipals ist branchen- und geschäftsmodelltypisch, allerdings eröffnet die fortschreitende Globalisierung und die damit verbundene Transparenz immer neue Möglichkeiten für ein Unternehmen wie das unsrige, was wir nutzen und intensivieren. • Gewährleistung aufgrund mangelhafter Qualität der von uns gehandelten Produkte • Unzureichende Beratung und somit falscher Einsatz unserer Produkte • Unzureichende Verfügbarkeit bei unseren Lieferanten an Ressourcen, so dass wir nicht frist- und mengengerecht beliefert werden. • Ferner sind die Kosten für die von uns bezogenen Produkte und Dienstleistungen wegen beschädigten Supply-Chain-Strängen als Risiko zu nennen, wenn wir dies nicht ausreichend puffern können • Insolvenzgefahr unserer Kunden, insbesondere im zentraleuropäischen Ausland

Die Risiken und ihre potenziellen Auswirkungen werden im Rahmen des Risikomanagements laufend erhoben, analysiert und minimiert, damit frühzeitig Risiken aber auch Chancen erkannt und abgewogen werden.

Neben diesen allgemeinen Risiken stellen weitere Entwicklungen im Jahr 2025 sowie folgend 2026 unser Unternehmen vor neue Herausforderungen:

• Kann Europa die Folgen der Kriege bewältigen und die Wirtschaft vor nachhaltigen wirtschaftlichen Einschränkungen schützen, insbesondere die Verfügbarkeit von sämtlichen notwendigen Ressourcen, u.a. zu wettbewerbsfähigen Konditionen? In der chemischen Industrie ist diese Frage zurzeit nicht positiv zu beantworten. • Die politische Entwicklung hat weltweit und in Europa an Stabilität verloren, wobei die Versorgung Europas und somit von unseren europäischen Lieferanten und uns selbst mit Rohstoffen eine geopolitische Dimension ungekannten Ausmaßes erreicht hat. • Die Handelskonflikte können Auswirkungen auf unsere Versorgung und den Bedarf bei unseren Kunden haben. • Der Nahost-Krieg seit Ende Februar 2026 und die Sperrung der Straße von Hormus haben zu Rohölpreisen über 100 US-Dollar je Barrel, zu erheblichen Verteuerungen bei Naphtha, Erdgas und ölbasierten Produkten sowie zu Verfügbarkeitsengpässen und zum Abreißen einzelner Lieferketten geführt. Für unser überwiegend petrochemisch basiertes Handelssortiment sind die Versorgungssicherheit und die Stabilität der Lieferketten damit das wesentliche Risiko des laufenden Geschäftsjahres.

Aufgrund der vorliegenden Risikoeinschätzung haben wir für die wesentlichen Risiken wie Geschäftsunterbrechung, Produkthaftpflicht, Betriebshaftpflicht, Kreditschutz, Transport und Lagerung von Produkten entsprechende Versicherungen abgeschlossen und entsprechende Rückstellungen gebildet.

Aus heutiger Sicht lassen sich keine Risiken erkennen, die den Fortbestand des Unternehmens gefährden könnten.

2.2. Verwendung von Finanzinstrumenten

Die Begrenzung der Währungs- und Rohstoffpreisrisiken erfolgt durch folgende Finanzinstrumente:

• Kontrakt-Abschlüsse mit Kunden und Lieferanten • Währungssicherungsgeschäfte

2.3. Umwelt

Wir richten uns als verantwortungsbewusstes Unternehmen des Chemiehandels an der Philosophie und den Grundsätzen des Responsible Care-Gedankens aus und wir streben danach, die Umweltrisiken zu minimieren.

Unser Unternehmen ist nach DIN EN ISO 9001:2015 sowie ECOVADIS zertifiziert, womit wir unter den Top Unternehmen sind.

3. Voraussichtliche Entwicklung des Unternehmens

Das Geschäftsjahr 2026 ist von der Ende Februar 2026 erfolgten militärischen Eskalation im Nahen Osten und der daraus resultierenden weitgehenden Sperrung der Straße von Hormus geprägt, über die vor dem Krieg rund ein Fünftel des weltweit gehandelten Rohöls und Flüssiggases transportiert wurde. Der Rohölpreis stieg im März 2026 auf über 100 US-Dollar je Barrel; Naphtha, Erdgas sowie ölbasierte Grund- und Spezialchemikalien verteuerten sich innerhalb weniger Wochen erheblich, gleichzeitig kam es zu Verfügbarkeitsengpässen und zum Abreißen einzelner Lieferketten. Für unser Handelsgeschäft bedeutet dies stark schwankende Einstandspreise, verlängerte Lieferzeiten, Zuteilungen durch Lieferanten sowie ein volatiles Bestellverhalten unserer Kunden, das zunächst von Vorsichtsbestellungen und in der Folge wieder von Zurückhaltung geprägt war. Trotz der im April 2026 vereinbarten Waffenruhe und der im Juni 2026 unterzeichneten Absichtserklärung zur Beendigung des Krieges rechnet die Branche mit einer Normalisierung der petrochemischen Rohstoffversorgung erst gegen Anfang 2027. Die Sicherstellung der Versorgung unserer Kunden und die Stabilität unserer Lieferketten stellen damit die zentralen Herausforderungen des laufenden Geschäftsjahres dar.

Die aktuellen Entwicklungen bergen ein hohes Unsicherheitsrisiko in den Prognosen und Planungen; dennoch gehen wir für 2026 von einer stabilen Geschäftsentwicklung aus, vor allem durch den Gewinn von Umsätzen mit neuen Produktlinien und Vertretungen. Wir haben unsere Investitionen 2026 in unser Serviceangebot gegenüber den Planungen nicht reduziert. Umsatz- und Ergebniserwartung 2026 sind stabil.

Je nach Möglichkeit wollen wir akquirieren, um aktiv an der Marktentwicklung mitzuwirken und unsere Position auszuweiten.

4. Forschung und Entwicklung

Als Großhandel für Chemikalien unterhalten wir keine eigene Forschung und Entwicklung, stellen aber unseren Partnern unsere technische Expertise durch Ausarbeitungen im Labor oder gemeinsam bei unseren Kunden vor Ort zur Verfügung.

5. Mitarbeiter

Die Entwicklung unseres Unternehmens wird durch das Engagement und die Qualität unserer Mitarbeiter gestaltet, wobei insbesondere die Kenntnisse unserer Mitarbeiter über unsere Märkte, unsere Produkte und Prozesse sowie Risiken und auch Chancen entscheidend sind. Daher ist eine kontinuierliche Aus- und Fortbildung in Aspekten der täglichen Distributionserfüllung, regulatorischen und gesetzlichen Anforderungen sowie unserer Produkte für uns sehr wichtig.

Ferner sind wir aktiv bestrebt, Unfälle zu vermeiden und aktiven Unfallschutz zu gewährleisten.

6. Zweigniederlassungen

Unser Unternehmen hat keine Zweigniederlassungen.

Puch / Salzburg, den 30. September 2026

Angaben aus dem Lagebericht, Originalseite 6
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