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Lagebericht 2024

ADA Möbelwerke Holding AG

Original-PDF

Stichtag 31. Dez. 2024 · Eingereicht am 01. Sep. 2025

Inhaltsverzeichnis

1.

Wirtschaftsbericht

1.1. Wirtschaftliche Rahmenbedingungen des Unternehmens

Die ADA Möbelwerke Holding AG ist das Mutterunternehmen von sieben GmbHs in Osterreich, Ungarn und Rumänien, welche Polstermöbel, Betten, Matratzen und Lattenroste erzeugen bzw, damit handeln. Die Gesellschaft ist Gruppenträger einer steuerlichen Unternehmensgruppe.

Neben der Verwaltung dieser Beteiligungen und der Konzernsteuerung erbringt die Gesellschaft Dienstleistungen gegenüber ihren Tochtergesellschaften in den Bereichen:

- Sales - Marketing - Procurement - IT - Finance - Development - HR - Operational Excellence

Die Rahmenbedingungen der vier produzierenden Tochtergesellschaften sowie der Handelsgesellschaft am mitteleuropäischen Möbelmarkt sind unverändert schwierig. Die Branche ist nach wie vor von Preisdruck und zunehmender Konzentration vor allem auf Kundenseite geprägt.

Die weltpolitischen Ereignisse der letzten Jahre haben wesentliche Auswirkungen auf die globale Wirtschaftsentwicklung und beeinflussen die Finanz-, Waren- und Dienstleistungsmärkte weiterhin sehr stark. Der seit 2022 anhaltende Ukraine-Konflikt sowie weitere politische Unruhen wie zum Beispiel im Nahen Osten, beeinflussten auch das Jahr 2024 negativ. Zwar sind die Beschaffungswege mittlerweile gesichert und die Rohstoffpreisentwicklung mehr oder weniger stabil, die aus der allgemeinen politischen Lage resultierende Verunsicherung sorgt allerdings weiterhin für eine starke Kaufzurückhaltung in der Möbelbranche.

Nach der Insolvenz der Leiner & kika Möbelhandels GmbH Mitte 2023 folgte schließlich Ende 2024 das endgültige Aus des einst größten Möbelhändlers Osterreichs. Der Firma ADA ist auch 2024 kein Schaden aus den offenen Forderungen entstanden, da der Ausfall zu 100 % besichert war und ein straffes Debitorenmanagement vorhanden ist. Nicht mehr gelieferte, jedoch bereits

produzierte Aufträge konnten im Rahmen von Sonderabverkaufsmaßnahmen kostenneutral abgewickelt werden.

Der in der Coronakrise eingerichtete Krisenstab zur Bewältigung der Folgen hat sich mittlerweile aufgrund der volatilen Marktlage zum daily business geformt. Im Rahmen von wöchentlichen Standups sowie monatlichen Management-Meetings wird zeitnah auf aktuelle Entwicklungen und Einfluss- und Risikofaktoren reagiert und gezielte unternehmensspezifische Maßnahmen gesetzt.

Dies umfasst folgende im Jahr 2024 gesetzte Maßnahmen:

• Abschluss von weiteren Finanzierungen zur Absicherung der Liquiditätssituation in der gesamten ADA-Gruppe • Abschluss der Verlagerung von Sitzgruppen- und Matratzenfertigung sowie Schaumstoffkonfektion von der österreichischen Tochtergesellschaft in die ungarischen Tochterbetriebe • Schließung und Veräußerung des Sägewerks sowie weiterem nicht mehr betriebsnotwendigem Vermögen am Produktionsstandort Anger • Weiterer intensiver Personalabbau im Ausmaß von über 20 % im gesamten Konzern im Jahr 2024 • Diverse Sortimentsmaßnahmen zur Erhöhung der Rohmarge • Sondervereinbarungen mit Kunden zur gezielten Verbesserung von Produktmargen und Umsätzen • Budgetkürzungen zur Reduktion der Fixkosten • Optimierungen im Fertigungsprozess (alternativer Materialeinsatz, Optimierung und Zentralisierung von Fertigungsschritten) • Verzicht von Darlehensforderungen gegenüber der Tochtergesellschaft ADA Möbelfabrik GmbH, Anger in Höhe von T€ 4.900 • Aussetzung der Zinszahlungen für die noch ausstehenden Darlehensforderungen gegenüber der Tochtergesellschaft ADA Möbelfabrik GmbH, Anger ab 01.04.2024 bis zum 30.4.2025 • Übertragung der verbleibenden Pensionsansprüche an die Muttergesellschaft bei gleichzeitigem Forderungsverzicht an die ADA Möbelfabrik GmbH

Weiters wurden folgende zusätzliche Maßnahmen beschlossen, welche in den Jahren 2025 und 2026 umgesetzt werden:

• Weitere Reduktion der Lagerbestände zur Freisetzung von gebundenem Kapital • Weiterhin sehr straffes Kostenmanagement mit Einzelfreigabeerfordernis für relevante Investitionen und Aufwendungen • Weitere Personalmaßnahmen als Folge der Produktionsoptimierungen sowie Anpassung an die aktuelle Auftragslage, unter anderem die Einführung einer 4-Tage-Woche in der Produktion sowie einigen Teilen der

Verwaltung ab dem 01.03.2025 bis zumindest zum Betriebsurlaub im Juli 2025.

• Zentralisierung der Produktion von bislang vier auf nunmehr eine verbleibende Produktionshalle (von 60.000 m² auf 14.000 m2) • Weitere Optimierung der Bettenproduktion • Veräußerung von Betriebsgebäuden und nicht betriebsnotwendigem Betriebsvermögen an die ADA Möbelwerke Holding AG und anschließender Weiterveräußerung an einen Dritten • Umfassende Verkaufsoffensiven, um den Umsatz in einem anhaltend schwierigen Marktumfeld zu halten und zusätzliche Potentiale (neue Lizenzpartner und Absatzmärkte) zu nutzen • Bündelung aller Ressourcen mit Fokus auf Kundenzentrierung zur Schaffung eines Vertrauensvorteiles und Sicherung der bestehenden und zusätzlicher Platzierungsflächen in den Ausstellungshäusern • Laufende Optimierungen des Produktportfolios • Weitere Zentralisierung und Optimierung der Fertigungsprozesse und des Materialeinsatzes

Insbesondere aufgrund der wirksamen Liquiditätsmaßnahmen konnten in den Tochterbetrieben ADA Nova Kft. und ADA fabrica de mobila s.r.l., ausreichend Mittel freigesetzt werden, um entsprechende Gewinnausschüttungen an die Muttergesellschaft zu leisten. Diese Ausschüttungen stärken sowohl die Liquidität als auch die Kapitalstruktur der Muttergesellschaft und können so gezielt zur Umsetzung notwendiger Restrukturierungs-, Digitalisierungs- und Optimierungsmaßnahmen im gesamten Konzern eingesetzt werden.

Auch wenn das Geschäftsjahr 2025 nochmals stark von Umsatzeinbußen in den Tochterbetrieben gekennzeichnet ist, was sich wiederum negativ auf die Ergebnissituation auswirkt, werden laufend Maßnahmen gesetzt, um die Ertragskraft nachhaltig zu stabilisieren. Insbesondere im Bereich der Liquiditätssicherung können laufend Potentiale durch penibles Working Capital Management und Freisetzung von nicht betriebsnotwendigem Vermögen gehoben werden, wodurch die Liquidität in den nächsten 12 Monaten nach aktuellem Stand jedenfalls stabil bleibt. Daher geht die Geschäftsleitung aus heutiger Sicht davon aus, dass auf Basis der angeführten Maßnahmen in Verbindung mit der sehr soliden Liquidität und Kapitalstruktur jedenfalls von einem Fortbestand des Unternehmens („Going Concern Prämisse“) auszugehen ist.

1.2. Geschäftsverlauf und Geschäftsergebnis

Angaben aus dem Lagebericht, Originalseite 3
Beträge in T€20242023
Umsatzerlöse6.3337.112
Material10
Personal1.819987
Angaben aus dem Lagebericht, Originalseite 4
Abschreibungen331358
Sonstige betr. Aufwendungen4.8454.279
Betriebsergebnis-6191.552
Finanzergebnis-622-524
Ergebnis vor Steuern-1.2411.028

Die Dienstleistungsumsätze sind um rd. 10,95 % gegenüber dem Vorjahr gesunken. Die pensionsbedingte Nachbesetzung im Vorstand sowie eine Reduktion der Effekte aus Abfindungsvereinbarungen zu Firmenpensionsansprüchen, welche 2023 und 2024 vollzogen wurden, sorgten für eine wesentliche Steigerung bei den Personalkosten. Die Steigerung konnte jedoch durch eine gezielte Reduktion des Management-Teams mit resultierender Ressortumverteilung abgemildert werden. Die Erhöhung der sonstigen betrieblichen Aufwendungen resultiert insbesondere aus dem Forderungsverzicht gegenüber der Tochtergesellschaft ADA Möbelfabrik GmbH, Anger. Das negative Finanzergebnis resultiert insbesondere aus den notwendigen Abwertungen der Beteiligungsansätze gegenüber den Tochterunternehmen, welche allerdings überwiegend durch die bereits weiter oben erwähnten Beteiligungserträge aus den Tochterbetrieben Nova und Salonta kompensiert werden konnten. Insgesamt war das Ergebnis vor Steuern im Wesentlichen aufgrund von Einmaleffekten negativ, die Eigenkapitalquote der Muttergesellschaft konnte aufgrund der konsequenten Maßnahmen zur Optimierung der Kapitalstruktur allerdings sogar geringfügig gesteigert werden.

1.3. Betriebswirtschaftliche Kennzahlen

1.3.1. Vermögenslage

a) Eigenkapitalquote (Anteil des Eigenkapitals am Gesamtkapital)

Angaben aus dem Lagebericht, Originalseite 5
31.12.202431.12.2023
TeTe
Eigenkapital40.57044.261
Gesamtkapital50.54655.418
Eigenkapitalquote in %80,2679,87

Die Eigenkapitalquote zeigt an, in welchem Ausmaß (gerechnet zu Buchwerten) sich der Eigentümer selbst am Risiko und an der Finanzierung des Unternehmens beteiligt.

b) Anlagenintensität (Anteil des Anlagevermögens am Gesamtvermögen)

Angaben aus dem Lagebericht, Originalseite 5
31.12.202431.12.2023
TeTe
Anlagevermögen40.15941.474
Gesamtvermögen50.54655.418
Anlagenintensität in %79,4574,84

Die Anlagenintensität gibt Aufschluss über die Kapitalbindung sowie über die betriebliche Flexibilität.

c) Investitionen in % der Betriebsleistung

Angaben aus dem Lagebericht, Originalseite 5
31.12.202431.12.2023
TeTe
Investitionen (inkl. Finanzanlagen)5.0261.259
Betriebsleistung (inkl. sonst. betr. Ertr.)6.3787.176
Investitionen in % der Betriebsleistung78,8017,54

Diese Kennzahl dient der Beurteilung des Investitionsvolumens.

d) Investitionsdeckung

Angaben aus dem Lagebericht, Originalseite 6
31.12.202431.12.2023
T€Te
Investitionen ohne Finanzanlagen126259
Abschreibungen ohne Finanzanlagen331358
Investitionsdeckung in %37,9372,28

Die Investitionsdeckung dient der Beurteilung, ob die Investitionen ausreichen, um die Kapazitäten aufrecht zu erhalten.

1.3.2. Finanzlage

a) Anlagendeckungsgrad I (Verhältnis von Eigenkapital zum Anlagevermögen)

Angaben aus dem Lagebericht, Originalseite 6
31.12.202431.12.2023
TeTe
Eigenkapital40.57044.261
Anlagevermögen40.15941.474
Anlagendeckungsgrad I in %101,02106,72

b) Mobilitätsgrad (Verhältnis von kurzfristigem Umlaufvermögen zu kurzfristi-

gem Fremdkapital)

Angaben aus dem Lagebericht, Originalseite 6
31.12.202431.12.2023
TeTe
kurzfristiges Umlaufvermögen4.9857.881
kurzfristiges Fremdkapital7.0488.768
Mobilitätsgrad in %70,7489,89

Diese Kennzahl zeigt, inwieweit die kurzfristig fälligen Schulden durch die kurzfristig gebundenen Vermögensgegenstände gedeckt werden. Dies bietet einen Anhaltpunkt für die kurzfristige Liquiditätslage des Unternehmens.

c) Verschuldensgrad (Verhältnis Eigenkapital/Fremdkapital)

Angaben aus dem Lagebericht, Originalseite 7
31.12.202431.12.2023
TeTe
Fremdkapital9.97611.157
Eigenkapital40.57044.261
Verschuldensgrad in %24,5925,21

Der Verschuldensgrad zeigt die Finanzierungsstruktur.

d) Bankverschuldung

Angaben aus dem Lagebericht, Originalseite 7
31.12.202431.12.2023
TeTe
Bankverbindlichkeit8.5377.714
Gesamtkapital50.54655.418
Bankverschuldung in %16,8913,92

Diese Kennzahl zeigt die Abhängigkeit von Banken an.

e) Anlagendeckungsgrad III

Angaben aus dem Lagebericht, Originalseite 7
31.12.202431.12.2023
TeTe
Eigenkapital40.57044.261
Langfristiges Fremdkapital2.9282.235
Anlagevermögen (SAV + FAV)40.15941.474
Langfristiges Umlaufvermögen (inkl.
latenter Steuern)5.4026.062
Anlagendeckungsgrad III in %95,4797,81

Der Anlagendeckungsgrad III zeigt die Finanzierungsqualität bzw. die Fristenkonformität des Anlagevermögens.

f

Working Capital

Angaben aus dem Lagebericht, Originalseite 7
31.12.202431.12.2023
TeTe
Kurzfristiges Umlaufvermögen (inkl.
ARA)4.9857.881
Kurzfristiges Fremdkapital7.0488.768
Working Capital-2.063-887

Diese Kennzahl gibt Aufschluss über die Liquidität und somit über die Beweglichkeit des Unternehmens.

g) Cash Flow in % der Betriebsleistung

Angaben aus dem Lagebericht, Originalseite 8
31.12.202431.12.2023
TeTe
CF (Ergebnis vor Steuer + Afa)4.7408.836
Betriebsleistung6.3787.176
CF in % der Betriebsleistung74,31123,13

Diese Kennzahl dient der Messung der Fähigkeit für Investitionen, Schuldentilgung und Gewinnausschüttung aus eigen erwirtschafteten Mitteln.

h) Schuldentilgungsdauer

Angaben aus dem Lagebericht, Originalseite 8
31.12.202431.12.2023
TeTe
Fremdkapital9.97611.157
Liquide Mittel42383
CF (Ergebnis vor Steuern + Afa)4.7408.836
Schuldentilgungsdauer in Jahren2,101,22

Die Schuldentilgungsdauer gibt an, in wie vielen Jahren das Fremdkapital auf Basis der derzeitigen Ertragslage zurückgezahlt werden kann.

i) Innenfinanzierungsgrad Investitionen

Angaben aus dem Lagebericht, Originalseite 8
31.12.202431.12.2023
TeTe
CF (Ergebnis vor Steuern + Afa)4.7408.836
Investitionen (inkl. Finanzanlagen)5.0261.259
Innenfinanzierungsgrad Investitionen in
%94,31701,89

Diese Kennzahl zeigt an, wieviel Prozent der Investitionen aus dem Cash Flow des laufenden Jahres gedeckt werden.

1.3.3. Ertragslage

a) Eigenkapitalrentabilität (Verhältnis Jahresüberschuss/Jahresfehlbetrag zu durchschnittlichem Eigenkapital)

Angaben aus dem Lagebericht, Originalseite 9
31.12.202431.12.2023
TeTe
Jahresüberschuss/Jahresfehlbetrag-3.690677
durchschnitliches Eigenkapital42.41543.922
Eigenkapitalrentabilität in %negativ1,54

Die Eigenkapitalrentabilität zeigt die Verzinsung des durchschnittlichen Eigenkapitals.

b) Umsatzrentabilität I (Verhältnis Betriebsergebnis zu Betriebsleistung)

Angaben aus dem Lagebericht, Originalseite 9
31.12.202431.12.2023
TeTe
Betriebserfolg-6191.552
Betriebsleistung6.3787.176
Umsatzrentabilität I in %negativ21,63

Die Umsatzrentabilität I misst die Ertragskraft des Unternehmens ohne Berücksichtigung des Finanzergebnisses.

1.3.4. Kostenstruktur

a) Personaltangente in %

Angaben aus dem Lagebericht, Originalseite 9
31.12.202431.12.2023
TeTe
Personalaufwand1.819987
Betriebsleistung6.3787.176
Personaltangente in %28,5213,75

Diese Kennzahl drückt die Personalintensität, Produktivität und Personalkostenentwicklung des Unternehmens aus.

b) Sonstiger betrieblicher Aufwand Tangente in %

Angaben aus dem Lagebericht, Originalseite 10
31.12.202431.12.2023
TeTe
Sonstiger Aufwand4.8454.279
Betriebsleistung6.3787.176
Sonstiger Aufwand Tangente in %75,9659,63

Diese Kennzahl zeigt die Bedeutung der sonstigen Aufwendungen.

1.3.5. Finanzlage

Anlagendeckungsgrad II (Verhältnis von Eigenkapital und langfristigem Fremdkapital zum Anlagevermögen)

Angaben aus dem Lagebericht, Originalseite 10
31.12.202431.12.2023
TeTe
Eigenkapital40.57044.261
Sozialkapital1952.203
sonstige langfristige Rückstellungen3231
40.79846.495
Anlagevermögen40.15941.474
Anlagendeckungsgrad II in %101,59112,11

Geldflussrechnung gemäß AFRAC-Stellungnahme 36

Die Geldflussrechnung ermöglicht eine Beurteilung der Fähigkeit des Unternehmens, Zahlungsüberschüsse zu erwirtschaften, Zahlungsverpflichtungen zu erfüllen und das Eigenkapital zu bedienen sowie der Auswirkungen von Investitions- und Finanzierungsvorgängen auf die Finanzlage.

Angaben aus dem Lagebericht, Originalseite 11
20242023
€TE
1. Ergebnis vor Steuern-1.240.603,621.028
3 Abschreibungen/Zuschreibungen auf Vermögensgegenstände des Bereichs Investitionstätigkeit5.980.246,037.790
* Gewinne/Verluste aus dem Abgang von Vermögensgegenständen des Be- reichs Investitionstätigkeit7.472,04-18
Beteiligungserträge, Erträge aus anderen Wertpapieren und Ausleihungen
4.-/+ des Finanzanlagevermögens sowie sonstige Zinsen und ähnliche Erträge/ Zinsen und ähnliche Aufwendungen-5.019.727,05-6.907
* sonstige zahlungsunwirksame Aufwendungen/Erträge, soweit nicht Zeilen 7 bis 9 betreffend-25.940,74-26
6.Netto-Geldfluss aus dem betrieblichen Ergebnis-298.553,341.866
„ Zunahme/Abnahme der Vorräte, der Forderungen aus Lieferungen und Leis- tungen sowie anderer Aktiva169.137,161.353
8.+/- Zunahme/ Abnahme von Rückstellungen-1.871.725,80-2.112
2, Zunahme/Abnahme der Verbindlichkeiten aus Lieferungen und
Leistungen sowie anderer Passiva-105.302,10-1.987
10. Netto-Geldfluss aus der betrieblichen Tätigkeit vor Steuern-2.106.444,08-879
11. - Zahlungen für Ertragsteuern-18.041,00-4
12. Netto-Geldfluss aus der betrieblichen Tätigkeit-2.124.485,08-882
13.Einzahlungen aus Anlagenabgang (ohne Finanzanlagen)8.458,3418
14. + Einzahlungen aus Finanzanlagenabgang und sonstigen Finanzinvestitionen344.341,680
15. - Auszahlungen für Anlagenzugang (ohne Finanzanlagen)-125.650,98-259
16. - Auszahlungen für Finanzanlagenzugang und sonstige Finanzinvestitionen-4.285.680,00-6.836
17. + Einzahlungen aus Beteiligungs-, Zinsen- und Wertpapiererträgen5.512.008,267.197
18. Netto-Geldfluss aus der Investitionstätigkeit1.453.477,30120
19.Einzahlungen von Eigenkapital0,000
20. - Rückzahlungen von Eigenkapital0,000
21. - Ausbezahlte Ausschüttungen0,000
Einzahlungen aus der Begebung von Anleihen und der Aufnahme von Fi-
22. +nanzkrediten7.522.233,027.500
23. - Auszahlungen für die Tilgung von Anleihen und Finanzkrediten-6.700.000,00-6.838
24. - Auszahlungen für Zinsen und ähnliche Aufwendungen-492.281,21-290
25. Netto-Geldfluss aus der Finanzierungstätigkeit329.951,81373
26. Finanomialantandan 17 12 + 12 + 201-341.055,97-390
27. +/-wechselkursbedingte und sonstige Wertänderungen der Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente0,000
28.Finanzmittelbestand am Beginn der Periode382.557,70772
29. Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente am Ende der Periode41.501,73383

Die Ausschüttungen der Tochtergesellschaften sowie interne und externe Finanzierungs- und Liquiditätssicherungsmaßnahmen hatten den wesentlichsten Einfluss auf die Netto-Geldflüsse.

Angaben aus dem Lagebericht, Originalseite 12
1.4. Analyse nichtfinanzieller Leistungsindikatoren
Umwelt- und Nachhaltigkeitsbericht:
Das Unternehmen erbringt ausschließlich Dienstleistungen; Umweltbeein-
trächtigungen sind nicht gegeben. ADA steht für die nachhaltige Nutzung aller
zur Verfügung stehender Ressourcen (HR-Ressourcen, Materialien, Produkti-
onsmethoden). Ergänzend wird auf die Ausführungen unter ,4. Stand und
Ausblick bei der Nachhaltigkeitsberichterstattung" verwiesen.

Sozialbericht:

Die Mitgliedschaft im Fachverband der holzverarbeitenden Industrie bedingt die Anwendung des dafür geltenden Kollektivvertrages. Neben laufenden innerbetrieblichen Fortbildungen werden auch außerbetriebliche Fortbildungen (vor allem in den Bereichen Führungskräfteentwicklung, EDV-Anwendungund Marketing) angeboten und vom Unternehmen bezahlt. Allen Mitarbeitern wird die steuerfreie Bezugsumwandlung gem. § 3 Abs. 1 Z. 15 lit.a EStG angeboten. Für einen Teil der Mitarbeiter bestehen direkte und indirekte Pensionszusagen.

2. Prognose- und Risikobericht

Die Gesellschaft erzielt nur Einnahmen aus der Erbringung von Dienstleistungen für Tochtergesellschaften und im Bereich des Finanzergebnisses. Im laufenden Geschäftsjahr 2025 (bis März) stiegen die Dienstleistungserlöse um rund 23 % gegenüber dem Vorjahr. Diese Steigerung wird sich im Laufe des Jahres wesentlich reduzieren, da sie im Wesentlichen aus einem in Q1/2024 wirkenden Einmaleffekt herrührt und die gesetzten Maßnahmen zur Kostenreduktion weiter positiv auf die Kostenstruktur wirken, was geringere DL-Erlöse zur Folge hat.

In den Tochterunternehmen der Gesellschaft wird laufend versucht, erfolgreiche Strategien für die anhaltend schwierige Situation in der Möbelbranche zu finden. Aus einer Kombination der Jahresergebnisse 2024 bzw. zur Sicherung der Liquidität der Tochterunternehmen erfolgt im Jahr 2025 nur eine geringfügige Ausschüttung überflüssiger Mittel in einer der Dienstleistungstöchter. Zukünftige Ausschüttungen erfolgen unter Berücksichtigung etwaiger Förderauflagen, in Abhängigkeit der Ergebnis- bzw. Liquiditätsentwicklung sowie unter Berücksichtigung geplanter Investitionsvorhaben in den Gesellschaften.

Die Tilgungs- sowie Zinszahlungen aus den bestehenden und neu abgeschlossenen Bankenfinanzierungen können jedenfalls vereinbarungsgemäß erfüllt werden.

Im Berichtsjahr kam es zu keinem Einsatz von derivativen Finanzinstrumenten.

3. Forschungs- und Entwicklungsbericht

Die Gesellschaft betreibt keine Forschung und Entwicklung.

4. Stand und Ausblick bei der Nachhaltigkeitsberichterstattung

ADA hat bereits wichtige Schritte unternommen, um sich auf die Nachhaltigkeitsberichterstattung gemäß der Corporate Sustainability Reporting Directive (CSRD) vorzubereiten. Die Wertschöpfungskette des Unternehmens wurde analysiert und definiert, und nach Abschluss der Wesentlichkeitsanalyse wurde die Einbindung der identifizierten Stakeholder gestartet. Die Stakeholderanalyse ist derzeit in vollem Gange. Die Wesentlichkeitsanalyse hat ergeben, dass die Themen Wasser- und Meeresressourcen, Biodiversität und Okosysteme sowie betroffene Gemeinschaften nicht als wesentlich für ADA eingestuft werden.

Parallel dazu wurde ein erster Durchlauf der Risikoanalyse durchgeführt. Dabei wurde die Thematik „Extremwetterereignisse könnten Lieferketten unterbrechen“ als größtes Risiko identifiziert. Dies unterstreicht die Notwendigkeit, klimabedingte Herausforderungen in der strategischen Planung des Unternehmens zu berücksichtigen und Maßnahmen zur Risikominderung in der Lieferkette zu entwickeln.

Auf Basis der Wesentlichkeitsanalyse liegt der Fokus der Berichterstattung auf den Minimum Disclosure Requirements, wodurch sich rund 280 potenzielle Datenpunkte für das Unternehmen ergeben. Um eine vollständige und regelkonforme Nachhaltigkeitsberichterstattung zu gewährleisten, achten wir darauf, die geltenden Reportingrichtlinien umzusetzen. Gleichzeitig behalten wir mögliche Änderungen in den Berichtspflichten (siehe Omnibus I und II) im Blick. Unabhängig davon sehen wir Nachhaltigkeit weiterhin als einen zentralen strategischen Aspekt für die zukünftige Unternehmensentwicklung.

Aktuell gehen wir in die GAP-Analyse über und starten parallel mit der Datenerhebung, um eventuelle Lücken in der Datenverfügbarkeit zu identifizieren und zu schließen. Noch Anfang 2025 war geplant, bis Mitte 2025 die Erarbeitung einer Treibhausgasbilanz nach dem Greenhouse Gas (GHG) Protocol zu erstellen, einen Probelauf der Berichterstattung durchzuführen, die Prozesse zu optimieren und damit eine reibungslose Umsetzung für die erste offizielle

Berichtslegung im Jahr 2026 sicherzustellen. Aufgrund der Entscheidung des Europäischen Parlaments vom 03.04.2025 zur Verschiebung der Anwendung der Rechtsvorschriften zur CSRD-Nachhaltigkeitsberichterstattung ist der erste Nachhaltigkeitsbericht nun erst im Jahr 2028 für das Jahr 2027 zu erstellen. Aus diesem Grund wird der Zeitplan aus Kostenoptimierungsgründen gestreckt.

Mit den beschriebenen Maßnahmen stellt ADA sicher, dass das Unternehmen nicht nur den regulatorischen Anforderungen entspricht, sondern auch langfristig eine transparente und effektive ESG-Strategie verfolgt. Dies trägt dazu bei, Datenerhebung und Monitoring weiter zu optimieren und das Vertrauen der Stakeholder in die Nachhaltigkeitsbemühungen des Unternehmens zu stärken.

5. Zweigstellenbericht

Die Gesellschaft hat keine Zweigniederlassungen.

Anger, 04.07.2025

Die Vorstände

gez.: DI Nikolaus Szlavik

gez.: Mag. (FH) Micháel Wibmer

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