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Lagebericht 2025

LASSELSBERGER GmbH

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Stichtag 31. Dez. 2025 · Eingereicht am 30. Sep. 2026

Inhaltsverzeichnis

LASSELSBERGER GmbH

Allgemeine Wirtschaftsentwicklung

Die im Geschäftsjahr 2025 erwartete konjunkturelle Belebung setzte in vielen Märkten nur langsam ein, sodass positive Nachfrageimpulse insgesamt begrenzt blieben. Entsprechend war das Marktumfeld in mehreren Regionen weiterhin von einer zurückhaltenden Investitionstätigkeit und einer insgesamt verhaltenen wirtschaftlichen Dynamik geprägt.

Darüber hinaus kam es im Jahresverlauf wiederholt zu kurzfristigen Marktverwerfungen, die insbesondere durch handelspolitische Maßnahmen sowie geopolitische Entwicklungen beeinflusst wurden. Dazu zählten unter anderem Ankündigungen neuer Zölle sowie verschiedene fiskal- und wirtschaftspolitische Maßnahmen, die zu einer erhöhten Unsicherheit im internationalen Handelsumfeld führten. Geopolitische Spannungen, zunehmender Protektionismus sowie wirtschaftspolitische Interventionen führten zu einer erhöhten Volatilität der Märkte und erschwerten in einzelnen Bereichen die Planbarkeit wirtschaftlicher Entwicklungen.

Die wirtschaftliche Entwicklung in Europa war im Jahr 2025 insgesamt von einer moderaten und weiterhin fragilen Erholung geprägt. Nach den wirtschaftlichen Belastungen der Vorjahre durch hohe Energiepreise, steigende Zinsen und eine schwache Industriekonjunktur zeigte sich eine leichte Stabilisierung der wirtschaftlichen Aktivität. Das Bruttoinlandsprodukt in der Europäischen Union und im Euroraum wuchs im Jahresverlauf moderat um rund 1 % bis 1,5 %, blieb damit jedoch weiterhin unter dem langfristigen Durchschnitt und deutlich hinter der Dynamik anderer großer Wirtschaftsregionen zurück.

Die wirtschaftliche Entwicklung verlief innerhalb Europas uneinheitlich. Während einige Länder, insbesondere in Südeuropa sowie in Teilen Mittel- und Osteuropas, eine vergleichsweise robuste Wachstumsdynamik verzeichneten, blieb die Konjunktur in mehreren großen Industrieländern verhalten. Insbesondere die Industrieproduktion entwickelte sich in vielen Regionen weiterhin schwach, was auf eine gedämpfte Investitionstätigkeit, eine verhaltene globale Nachfrage sowie strukturelle Anpassungsprozesse in energieintensiven Branchen zurückzuführen ist.

Die Inflationsrate ging im Laufe des Jahres deutlich zurück und näherte sich wieder den Zielwerten der Geldpolitik von 2 % an. In der Folge stabilisierte sich die Kaufkraft der privaten Haushalte, und in vielen Ländern kam es zu einer allmählichen Erholung der Reallöhne, was den privaten Konsum unterstützte. Gleichzeitig blieb die Investitionstätigkeit vieler Unternehmen aufgrund der weiterhin erhöhten Finanzierungskosten sowie der bestehenden wirtschaftlichen Unsicherheiten teilweise zurückhaltend.

Die Zinsentwicklung in Europa war im Jahr 2025 von einer schrittweisen Lockerung der Geldpolitik geprägt. Nachdem die Leitzinsen in den Jahren zuvor zur Bekämpfung der hohen Inflation deutlich angehoben worden waren, begann die Europäische Zentralbank im Verlauf des Jahres 2025 mit mehreren moderaten Zinssenkungen. Der maßgebliche Einlagensatz der EZB, der zuvor bei 4,0 % gelegen hatte, wurde im Jahresverlauf schrittweise reduziert und lag gegen Jahresende bei 2,0 %. Hintergrund dieser Maßnahmen war der deutliche Rückgang der Inflationsraten im Euroraum sowie der Versuch, die wirtschaftliche Erholung zu unterstützen.

Die Energiepreise in Europa entwickelten sich im Jahr 2025 insgesamt stabil bis leicht rückläufig, nachdem es in den Vorjahren infolge der Energiekrise zu erheblichen Preisanstiegen gekommen war. Insbesondere die Großhandelspreise für Erdgas und Strom gingen gegenüber den Höchstständen der Jahre 2022 und 2023 spürbar zurück und trugen zu einer teilweisen Entspannung an den Energiemärkten bei. Dennoch blieben die Energiepreise in vielen europäischen Ländern weiterhin über dem Niveau der Jahre vor der Energiekrise.

Die europäische Bauindustrie befand sich im Jahr 2025 weiterhin in einer Phase der Stabilisierung nach mehreren Jahren rückläufiger Entwicklung. Nach Rückgängen der Bauproduktion in den Jahren 2023 und 2024 stagnierte das Bauvolumen in den 19 von Euroconstruct analysierten Ländern im Jahr 2025 weitgehend und wuchs nur geringfügig um rund 0,3 % gegenüber dem Vorjahr. Damit blieb die Bautätigkeit insgesamt auf einem vergleichsweise niedrigen Niveau. Hauptursachen hierfür waren weiterhin hohe Baukosten, erhöhte Finanzierungskosten sowie eine insgesamt verhaltene Investitionsbereitschaft, insbesondere im privaten Sektor.

Innerhalb der einzelnen Bausegmente zeigte sich eine deutlich unterschiedliche Entwicklung. Der Wohnungsneubau blieb der schwächste Bereich, da hohe Zinsen und eingeschränkte Finanzierbarkeit vieler Projekte die Nachfrage belasteten und die Fertigstellungen auf den niedrigsten Stand seit etwa einem Jahrzehnt zurückgingen. Demgegenüber erwies sich der Tiefbau als stabilisierender Faktor, getragen insbesondere von Investitionen in Energie-, Verkehrs- und Schieneninfrastruktur sowie von öffentlichen Infrastrukturprogrammen. Der

sonstige Hochbau entwickelte sich moderat, blieb jedoch aufgrund der unsicheren wirtschaftlichen Rahmenbedingungen ebenfalls hinter früheren Wachstumsraten zurück.

Die aktuellen wirtschaftlichen Prognosen für Europa gehen von einer moderaten, aber weiterhin vergleichsweise schwachen Wachstumsdynamik in den kommenden Jahren aus. Für den Euroraum wird für das Jahr 2026 ein reales Wirtschaftswachstum von rund 1,1 % bis 1,3 % erwartet, gefolgt von einer leicht höheren Expansion von etwa 1,4 % im Jahr 2027. Damit bleibt die wirtschaftliche Dynamik in Europa deutlich unter dem Wachstum anderer großer Wirtschaftsregionen. Positive Impulse werden insbesondere von einer allmählichen Erholung der Reallöhne, steigenden öffentlichen Investitionen sowie einer moderaten Belebung des privaten Konsums erwartet. Gleichzeitig bleibt das Investitionswachstum vieler Unternehmen aufgrund weiterhin relativ hoher Finanzierungskosten und einer begrenzten Planungssicherheit gedämpft.

Der aktuelle Konflikt im Iran stellt neben dem immer noch andauernden russischen Angriffskrieg gegen die Ukraine einen zusätzlichen Unsicherheitsfaktor für die wirtschaftliche Entwicklung in Europa dar. Insbesondere mögliche Beeinträchtigungen der Energieversorgung im Nahen Osten können zu steigenden Preisen für Öl und Gas führen und damit den Inflationsdruck erhöhen sowie die Produktionskosten für Unternehmen belasten. Darüber hinaus können geopolitische Spannungen in der Region zu Störungen internationaler Handels- und Transportwege sowie zu erhöhter Volatilität an den Rohstoff- und Finanzmärkten führen. Insgesamt besteht daher das Risiko, dass eine weitere Eskalation des Konflikts die wirtschaftliche Dynamik in Europa dämpfen und die Planbarkeit wirtschaftlicher Entwicklungen im Jahr 2026 beeinträchtigen könnte.

Die weiteren wirtschaftlichen Auswirkungen des Konflikts sind derzeit jedoch schwer abschätzbar und hängen maßgeblich von dessen Dauer und Intensität sowie von möglichen Reaktionen der internationalen Staatengemeinschaft ab. Insbesondere Entwicklungen bei den Energiepreisen, im internationalen Handel sowie im globalen Finanzumfeld könnten die konjunkturelle Entwicklung in Europa beeinflussen. Eine nachhaltige Eskalation der geopolitischen Spannungen könnte zu zusätzlichen Belastungen für Unternehmen und Verbraucher führen und damit die wirtschaftliche Erholung verzögern.

Geschäftsverlauf und Lage der Gesellschaft

Die LASSELSBERGER GmbH ist ein Produzent von Transportbeton, Sand, Kies, Betonblöcken sowie verschiedener Fertigbeton- und Recyclingprodukte mit Sitz in Pöchlarn (NÖ). Die LASSELSBERGER GmbH ist ein wesentliches Unternehmen der LASSELSBERGER Group, einem führenden Hersteller von Rohstoffen, Baustoffen und keramischen Fliesen in Europa sowie teilweise in Asien.

Die Umsätze der operativen Kernbereiche der LASSELSBERGER GmbH haben sich im Geschäftsjahr 2025 im Vergleich zum Vorjahr insgesamt um 3,86 % verbessert. Insgesamt betrug im Geschäftsjahr 2025 der Umsatzanteil aus dem operativen Geschäft 31.197 TEUR. Hinzu kamen noch Umsätze aus dem Verwaltungsbereich, was einen Gesamtumsatz der LASSELSBERGER GmbH von 31.700 TEUR ergab.

Im Sand und Kies lag der Umsatz bei rund 7.243 TEUR (-3,90 %), der Umsatz in den Betonwerken 19.066 TEUR (+6,95 %) und im Bereich der Trockenbaustoffe bei 4.889 TEUR (+4,62 %).

Die Zugänge in das Sachanlagevermögen im Geschäftsjahr 2025 betrugen insgesamt 1.025 TEUR. Neben Investitionen in bestehende Betriebsgebäude wurden auch Grundstücke angekauft und Ausgaben im Fuhrpark getätigt.

Davon abgesehen sind im Kerngeschäft keine weiteren besonderen Ereignisse hervorzuheben.

Finanz- und ertragswirtschaftliche Kennzahlen

Angaben aus dem Lagebericht, Originalseite 5
in TEUR31.12.202531.12.2024+/- in TEURin %
EBIT628641-13-2,0%
Umsatzerlöse31.67030.3631.3074,3%
Betriebserfolg (EBIT)628641-13-2,0%
EBIT/Umsatzerlöse in %1,98%2,11%-6,1%
Umsatzerlöse31.67030.3631.3074,3%
Betriebserfolg (EBIT)628641-13-2,0%
Abschreibung IAV und SAV2.0732.094-21-1,0%
EBITDA2.7012.735-34-1,2%
EBITDA / Umsatzerlöse in %8,53%9,01%-5,3%
Eigenkapital16.04515.7353102,0%
Bilanzsumme30.03429.7053291,1%
Eigenmittelquote in % der Bilanzsumme53,42%52,97%0,9%
Liquide Mittel-2.171-1.274-89770,4%
Saldo aus Konzernfinanzierung6.0004.0002.00050,0%
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten412966-554-57,3%
Net Debt4.2413.69254914,9%
Net Debt4.2413.69254914,9%
Eigenkapital16.04515.7353102,0%
Gearing in %26,43%23,46%12,7%
Cash Flow aus betrieblicher Tätigkeit2.6496.639-3.990-60,1%
Jahresüberschuss310445-135-30,3%
Eigenkapital16.04515.7353102,0%
Eigenkapitalrentabilität in %1,93%2,83%-31,7%

Das EBITDA veränderte sich im Vergleich zum Vorjahr von +2.735 TEUR auf +2.701 TEUR, das operative Ergebnis betrug im Geschäftsjahr 2025 +628 TEUR.

Im Geschäftsjahr 2025 wurden Beteiligungserträge in Höhe von 3 TEUR erzielt. Den Zinserträgen in Höhe von 50 TEUR standen Zinsaufwendungen von 281 TEUR gegenüber. Es ergibt sich somit ein Ergebnis vor Steuern in Höhe von +401 TEUR.

Der Cash Flow aus der operativen Geschäftstätigkeit betrug 2.649 TEUR.

Die Eigenmittelquote erhöhte sich im Vergleich zum Vorjahr von 52,97 % auf 53,42 %. Die Nettoverschuldung (inkl. Berücksichtigung des Saldos aus der Konzernfinanzierung) stieg von 3.692 TEUR auf 4.241 TEUR. Die Gearing-Ratio erhöhte sich von 23,46 % auf 26,43%.

Besondere Ereignisse 2025

Wesentliche Finanzierungsvereinbarungen

Die LASSELSBERGER Group baut auf eine zentrale Finanzierungsstruktur mit der LASSELSBERGER Group GmbH als zentrale Kreditnehmerin.

Die LASSELSBERGER GmbH hat im Rahmen dieser Finanzierungsstruktur ein Intercompany- Darlehen in Höhe von 6.000 TEUR bei der Muttergesellschaft aufgenommen.

Auf Basis eines Cash Pooling Vertrages hat die LASSELSBERGER GmbH ein Guthaben in Höhe von 2.156 TEUR bei der LASSELSBERGER Group GmbH.

Im Zuge der Einbringung des operativen Teilbetriebes der LASSELSBERGER Group GmbH (vormals LASSELSBERGER GmbH) in die LASSELSBERGER GmbH (vormals LASSELSBERGER Verwaltung GmbH) wurde eine Factoring-Vereinbarung mit Übergang des Ausfallrisikos auf den Factor übernommen. Im Jahresdurchschnitt wurden 1.749 TEUR aus dieser Finanzierungsform gezogen.

Finanzinstrumente

Die eingesetzten Finanzinstrumente der LASSELSBERGER Group werden auch in der LASSELSBERGER GmbH eingesetzt.

Zu den Finanzinstrumenten zählen sowohl finanzielle Vermögenswerte und Verbindlichkeiten als auch vertragliche Ansprüche und Verpflichtungen über den Tausch bzw. die Übertragung finanzieller Vermögenswerte. Die (originären) Finanzinstrumente umfassen auf der Aktivseite im Wesentlichen Finanzanlagen wie Wertpapiere, Beteiligungen, Forderungen und flüssige Mittel. Auf der Passivseite entsprechen sie weitgehend den Verbindlichkeiten.

Die LASSELSBERGER GmbH erfasst ihre Finanzinstrumente im System der LASSELSBERGER Group GmbH, dem webbasierten „LB-WebTreasury“. Dieses System ermöglicht eine revolvierende und währungsdifferenzierte Liquiditätsplanung je Gesellschaft.

Risikomanagement

Die LASSELSBERGER GmbH ist im Rahmen ihrer Geschäftstätigkeit unterschiedlichen Risiken ausgesetzt. Prinzipiell wird in der LASSELSBERGER GmbH so wie in der LASSELSBERGER Group „Risiko“ als die Möglichkeit der Abweichung von Unternehmenszielen verstanden und ist somit die Bandbreite möglicher Zukunftsszenarien. Der Risikobegriff beinhaltet dabei sowohl die Möglichkeit eines Verlustes (Risiko im eigentlichen Sinn) als auch einer Nichtrealisierung eines zusätzlichen Gewinns. Die zentrale Aufgabe unseres Risikomanagements liegt in der frühzeitigen Erkennung möglicher Risiken und der Planung bzw. Veranlassung jener Maßnahmen, die nachteilige Auswirkungen auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage vermeiden oder zumindest begrenzen sollen. Das Risikomanagementsystem wird durch ein – auf den Tätigkeitsbereich der Gesellschaft angemessen abgestimmtes – System der internen Kontrolle unterstützt.

Zusätzlich wird das Risikomanagement durch die Funktion „Group Internal Audit“ unterstützt. Seit 2017 wird bei allen wesentlichen Gesellschaften das konzernübergreifende Risikomanagementsystem „R2C“ verwendet, in dem die wesentlichen Risiken für die jeweilige Gesellschaft erfasst und teilweise quantitativ bewertet werden. Diese Risikoeinschätzungen und Bewertungen werden mindestens halbjährlich überprüft.

Wesentliche Risiken für die LASSELSBERGER GmbH bestehen in Markt- bzw. Wettbewerbsrisiken. Einkaufsseitig bestehen die Risiken steigender Rohstoff- und Energiepreise, die zu Margenänderungen führen können. Während die Risiken bei den Rohstoffpreisentwicklungen aufgrund der vertikalen Integration der Lasselsberger Group (= überwiegende Verarbeitung und Veredelung von eigenen Rohstoffen) überschaubarer sind, ist man den Risiken von steigenden Energiepreisen vollumfänglich ausgesetzt. Zur Reduktion dieser Risiken werden die Teuerungen so gut wie möglich weitergegeben.

Preisänderungsrisiko

Preisänderungsrisiken bestehen darin, dass der Wert eines Finanzinstrumentes aufgrund von Veränderungen des Marktpreises oder preisbeeinflussender Parameter (wie Wechselkurse, Volatilitäten oder Marktzinssätze) Schwankungen unterworfen ist. Innerhalb der LASSELSBERGER GmbH bestehen solche Preisänderungsrisiken, vor allem bei den variablenverzinsten Intercompany-Darlehen gegenüber der LASSELSBERGER Group GmbH.

Liquiditätsrisiko

Liquiditätsrisiken bestehen im Allgemeinen darin, dass ein Unternehmen möglicherweise nicht in der Lage ist, die Finanzmittel zu beschaffen, die zur Tilgung der im Zusammenhang mit

Finanzinstrumenten eingegangenen Verpflichtungen notwendig sind. Die bestehenden Liquiditätsreserven versetzen die Gesellschaft in die Lage, ihren Verpflichtungen fristgerecht nachzukommen.

Die LASSELBERGER GmbH wird über ein Intercompany-Darlehen von der LASSELSBERGER Group GmbH finanziert. Die damit verbundene, vertraglich abgesicherte Bereitstellung von Liquiditätsreserven ist eine wesentliche Grundlage zur Steuerung des Liquiditätsrisikos und zur Absicherung des geplanten Wachstums.

Wesentliches Instrument zur Steuerung des Liquiditätsrisikos bei der LASSELSBERGER GmbH ist eine revolvierende, währungsdifferenzierte Liquiditätsplanung, die über das System „LB-WebTreasury“ durchgeführt wird. Die folgenden beiden Planjahre werden über die Budgetplanung abgedeckt, sodass ein Planungshorizont für einen Zeitraum von 36 Monaten gewährleistet ist.

Ausfallsrisiko

Ausfallsrisiken ergeben sich im Allgemeinen aus der Gefahr, dass der Vertragspartner eines Finanzinstruments seinen Verpflichtungen nicht oder nicht fristgerecht nachkommen kann und dadurch finanzielle Verluste eintreten.

Die LASSELSBERGER GmbH verfügt über ein gut funktionierendes Forderungsmanagement, bei dem die finanzielle Position, die Kreditwürdigkeit und aktuelle Marktbedingungen Berücksichtigung finden. Bei Unregelmäßigkeiten im Zahlungsverhalten werden schriftliche Mahnungen versendet und bei Bedarf Zahlungsziele verkürzt, um das Kreditrisiko zu begrenzen. Für einen Teil der Forderungen sind Verträge betreffend den Verkauf von qualifizierten Forderungen aus Lieferungen und Leistungen abgeschlossen. Die Verträge regeln den Forderungsverkauf als True-Sale-Transaktionen. Damit geht das Delkredererisiko bereits zum Zeitpunkt des Verkaufs auf den Käufer über. Das Ausfallsrisiko für die restlichen Kundenforderungen wird aufgrund von Erfahrungswerten grundsätzlich als gering eingestuft.

Die LASSELSBERGER GmbH hat zusätzlich im Jahr 2024 eine Warenkreditversicherung für B2B-Kunden bei Coface Austria Service GmbH abgeschlossen. Coface ist eines der weltweit führenden Unternehmen in der Bereichen Kreditversicherung, Wirtschaftsauskünfte und Inkasso. Mit mehr als 75 Jahren Erfahrung im Kredit- und Risikomanagement unterstützt, Coface 100.000 Unternehmen in rund 200 Märkten.

Nachhaltigkeitsrisiken

Als Nachhaltigkeitsrisiken, auch ESG-Risiken genannt, werden Ereignisse oder Bedingungen aus den drei Bereichen Umwelt (Environment), Soziales (Social) und Unternehmensführung (Governance) bezeichnet, deren Eintreten Auswirkungen auf den Wert einer Anlage haben könnten. Diese Risiken können einzelne Unternehmen genauso wie ganze Branchen oder Regionen betreffen.

Nachhaltigkeitsrisiken lassen sich weiters unterteilen in einerseits Outside-in Risiken – Risiken der Umwelt, die auf das Unternehmen einwirken wie physische Risiken (Extremwetterereignisse, Überschwemmung oder Dürren) oder transitorische Risiken (Risiken aus dem Übergang zu einer CO2-armen Wirtschaft wie z.B. durch erhöhte Preise von Emissionszertifikaten für emissionsintensive Wirtschaftszweige oder Veränderungen von gesellschaftlichen Einstellungen und Konsummustern), andererseits Inside-out Risiken – Risiken, die durch die Unternehmensaktivität für seine Umwelt entstehen (z.B. ein Risiko zur Umweltverschmutzung oder Menschenrechtsverletzung), wobei sich diese Risiken wechselseitig beeinflussen (klimaschädliches Unternehmensverhalten führt zur Verstärkung des Klimawandels und den Folgen).

LASSELSBERGER GmbH liefert die Daten in ihrem Bereich an die LASSELSBERGER Group, die unter Nutzung des Konzernprivilegs den Nachhaltigkeitsbericht für die gesamte Gruppe erstellen wird.

Forschung und Entwicklung

Auch im Geschäftsjahr 2025 konzentrierten sich die Forschungs- und Entwicklungsaktivitäten der LASSELSBERGER Group auf die erfolgreiche Zusammenarbeit mit dem in der Rechtsform eines Vereines geführten Kompetenzzentrums in Pöchlarn. Dieser Verein betreut auf effiziente Art und Weise verschiedene Unternehmen der Branche und setzt unter Zuhilfenahme modernster Geräte technische Innovationen um, um den steigenden Anforderungen des Marktes gerecht zu werden. Das Kompetenzzentrum sichert so die Qualität und Attraktivität der Lasselsberger Produkte.

Umweltbelange und Arbeitnehmerbelange

Auf die Erfüllung aller gesetzlichen Anforderungen betreffend Umweltbelange im Zusammenhang mit Rekultivierung, Gewässerschutz sowie Abfallbeseitigung wird auch weiterhin entsprechend Bedacht genommen.

Die Lasselsberger GmbH ist bestrebt, die Fertigung seiner kompletten Produktpalette kontinuierlich zu verbessern. Dabei wird höchster Wert daraufgelegt, sämtliche Produktionsprozesse nicht nur zu besonders sicheren Bedingungen für seine MitarbeiterInnen zu gestalten, sondern auch nachteilige Auswirkungen für die Umwelt zu vermeiden.

In Abhängigkeit von der divisionalen Zugehörigkeit bestehen spezielle Fortbildungsmaßnahmen für die MitarbeiterInnen. Die Fluktuation hält sich im gewöhnlichen Rahmen. Laufende Aktivitäten in der Personalbeschaffung und Personalentwicklung sollen die Realisierung der langfristigen Wachstumsziele durch Bindung bestehender MitarbeiterInnen und selektiver Akquisition neuer MitarbeiterInnen sicherstellen.

Der Mitarbeiterstand war im Jahresdurchschnitt 93 Mitarbeiter.

Geschäftsentwicklung 2026 und Ausblick

Der vor vielen Jahren eingeschlagene Weg der LASSELSBERGER Group (Effizienzsteigerung, Nutzung von Marktchancen sowie kontinuierliche Modernisierung bzw. Erweiterung der bestehenden Produktionskapazitäten unter Beachtung von konzernweit festgelegten Verschuldungsgrenzen) wird auch im Geschäftsjahr 2026 – trotz der vor allem geopolitisch schwierigen Rahmenbedingungen – auch durch die LASSELSBERGER GmbH weiter fortgesetzt.

Die Entwicklung der Weltwirtschaft, die Auswirkungen der zunehmenden geopolitischen Spannungen, die Inflations- und Zinsentwicklungen werden weiterhin genau beobachtet, um bei Bedarf notwendige Anpassungsmaßnahmen vornehmen zu können.

Voraussichtliche Ergebnisentwicklung

Die zum Zeitpunkt der Erstellung des Jahresabschlusses bestehenden konjunkturellen Unsicherheiten, verstärkt durch anhaltende geopolitische Spannungen und die daraus resultierenden Belastungen der Energiemärkte, schränken weiterhin die Visibilität in unseren wesentlichen Märkten deutlich ein. Diese Spannungen können zudem die weltwirtschaftliche Entwicklung insgesamt – insbesondere im Hinblick auf Inflation und Zinsniveau – erheblich

negativ beeinflussen und erschweren damit eine verlässliche Einschätzung der Geschäfts- und Ergebnisentwicklung für das Geschäftsjahr 2026.

Der Fokus für 2026 bleibt auf der Sicherung der Liquidität, der Anpassung der Produktionskapazitäten auf eine möglicherweise stärker schwankende Nachfrage, der Generierung von Cashflows und der damit verbundenen Absicherung der Innenfinanzierungskraft sowie einem strikten Working Capital Management.

Auf Basis, der bereits eingeleiteten und bei Bedarf noch auszuweitenden Maßnahmen erwarten wir für das Geschäftsjahr 2026 ein positives Jahresergebnis, welches auf dem Niveau des Jahres 2025 liegen wird.

Pöchlarn, am 9. April 2026

Die Geschäftsführung

Ing. Daniel Lasselsberger, MBA

Mag. Klaus Královec

Mag. Walter Riess

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