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Lagebericht 2025

Montafonerbahn Aktiengesellschaft

Original-PDF

Stichtag 31. Dez. 2025 · Eingereicht am 17. Juli 2026

Inhaltsverzeichnis

Ertragslage

Die gesamten Umsatzerlöse des Berichtszeitraumes beliefen sich auf EUR 22.433 Tsd. und lagen damit um EUR 1.793 Tsd. über dem Vorjahreswert. Das Ergebnis vor Steuern erhöhte sich gegenüber dem Vorjahr von EUR 3.049 Tsd. um EUR 445 Tsd. auf EUR 3.494 Tsd.

Angaben aus dem Lagebericht, Originalseite 1
Leistungsindikatoren
20252024
Umsatzerlöse€ 22.433.262,08€ 20.640.243,13
Kennzahlen zur Ertragslage
Ergebnis vor Steuern€3.493.989,36€ 3.048.700,13
Kapitalrentabilität
Eigenkapitalrentabilität (ROE)18,04%17,94%
Gesamtkapitalrentabilität (ROI)9,58%10,09%
Kennzahlen zur Vermögens- und
Finanzlage
Nettoverschuldung (Net Debt)€ 0,00€ 0,00
Nettoumlaufvermögen (Working Capi tal)€ 2.726.294,94€ 5.372.307,51
Eigenkapitalquote (Equity Ratio)60,40%51,20%
Eigenkapitalquote inkl. Invest itionszuschüsse63,50%54,40%
Nettoverschuldungsgrad (G earing)0,00%0,00%
Cash-flow Kennzahlen
Cash-flow aus laufender Geschä ftstätigkeit€ 174.927,84€ 8.580.789,51
Cash-flow aus der Investitionstätigkeit-€ 2.820.411,27-€ 4.081.177,49
Cash-flow aus der Finanzierungstätigkeit-€ 133.146,73€ 0,00
Nettogeldfluss gesamt-€ 2.778.630,16€ 4.499.612,02
Finanzmittelbestand am Beginn der Periode€ 6.793.121,62€ 2.293.509,60
Finanzmittelbestand am Ende der Periode€ 4.014.491,46€ 6.793.121,62

Wichtige Geschäftsbereiche

Im Bereich Energie wurden im Geschäftsjahr 2025 insgesamt 56,65 GWh an die Energiekunden geliefert. Dies entspricht einer Steigerung von 0,94 % gegenüber dem Vorjahr mit 56,12 GWh.

Das Litzkraftwerk erzeugte aufgrund des geringen Wasserdargebots der Litz im Jahr 2025 eine elektrische Arbeit von 15,92 GWh und damit 28,71 % weniger als im Vorjahr (22,33 GWh).

Der Ausbau des Stromverteilnetzes schritt im Berichtsjahr planmäßig voran. Im Jahr 2025 wurden fünf Trafostationen als Neuanlagen in Betrieb genommen. Weitere acht Trafostationen befinden sich derzeit im Bau und werden im Jahr 2026 fertiggestellt.

Aufgrund aktueller Anforderungen in den Bereichen erneuerbare Energie und Elektromobilität werden bestehende Verteilnetzverbindungen sowie Trafostationen in ihrer Leistungsfähigkeit aufgerüstet. Gleichzeitig werden die Distanzen zwischen den Trafostationen halbiert. Der kontinuierliche Ausbau des Stromverteilnetzes wird das Unternehmen auch in den kommenden Jahren fordern, um den modernen Anforderungen gerecht zu werden.

Im Geschäftsjahr 2025 stellte die Montafonerbahn AG den in enger Kooperation mit den illwerke vkw betriebenen Stromhandel ein. Ursache hierfür war eine durch Marktverschiebungen entstandene, neu zu bewertende wettbewerbsrechtliche Situation, in deren Folge die bestehende Kooperation als kartellrechtlich problematisch eingestuft worden wäre. Die Option, den Stromhandel eigenständig an der Börse zu betreiben, stellte aufgrund der hohen Komplexität des Stromhandels, der erforderlichen Handelsmengen sowie des damit verbundenen wirtschaftlichen Risikos keine praktikable Alternative dar.

Künftig wird die Montafonerbahn AG als Servicepoint vor Ort in Schruns für die illwerke vkw im Montafon tätig sein und die enge Zusammenarbeit in angepasster Form fortführen. Die neue Leit- und Steuerungstechnik des Litzkraftwerkes wurde im Jahr 2025 in Betrieb genommen und wirkt sich bereits effizienz- und leistungssteigernd auf die Stromproduktion aus.

Der Photovoltaikanlagenpark wurde im Jahr 2025 sowohl beim alten als auch beim neuen Litzkraftwerk um insgesamt 54 kWp erweitert. Insgesamt betreibt die Montafonerbahn AG nun 600 kWp, was einer jährlichen Stromerzeugung von rund 600 MWh entspricht.

Der Bereich mbs Installation entwickelte sich im Berichtsjahr erfreulich positiv. Insbesondere im Bereich erneuerbare Energie und Elektromobilität verlagerte sich die Nachfrage verstärkt auf Batteriespeicherlösungen und Anlagenerweiterungen. Im Geschäftsfeld Nachrichten- und Informationstechnologie, ehemals Media, konnte die Kooperation mit Russmedia weiter intensiviert werden. Zudem wurden die Kabel-TV-Produkte an VOLhighspeed übergeben. VOLhighspeed bietet den Kundinnen und Kunden künftig neben den Breitband Internet-Produkten eine deutlich erweiterte Produktpalette und treibt das non-lineare Fernsehen auf Basis von IP-TV weiter voran. Im Geschäftsbereich Bahn lag der Schwerpunkt im Jahr 2025 auf umfangreichen Instandhaltungsmaßnahmen. Neben der Erneuerung der Eisenbahnkreuzungssicherungsanlagen EK Moos, EK Rätikon, EK Herman-Sander-Weg und EK Grütweg wurden ein Schwellentausch, eine Schotterbettreinigung sowie eine Teilerneuerung der Kabeltrogstrecke durchgeführt. Zusätzlich wurde im Bahnhof Brunnenfeld eine rund 400 m lange Stützmauer zur Trassenoptimierung errichtet.

Das 9. Mittelfristige Investitionsprogramm wurde – analog zum 8. Mittelfristigen Investitionsprogramm – um ein Jahr verlängert. Der Bund als größter Finanzierungspartner hat bereits im Geschäftsjahr 2024 den Anteil für 2025 sowie nun auch den Anteil für 2026 an die Montafonerbahn Aktiengesellschaft überwiesen.

Personal

Zum 31. Dezember 2025 beschäftigte die Montafonerbahn Aktiengesellschaft 87 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter. Gegenüber dem Vorjahr (91) entspricht dies einem Rückgang um vier Personen. Davon sind neun Lehrlinge im Bereich mbs Installation tätig. Im Geschäftsjahr 2025 absolvierte kein Lehrling die Lehrabschlussprüfung.

Im Berichtsjahr feierte ein Mitarbeiter sein 40-jähriges, ein Mitarbeiter sein 35-jähriges und ein weiterer Mitarbeiter sein 25-jähriges Dienstjubiläum. Zwei Mitarbeiter wurden in den wohlverdienten Ruhestand verabschiedet.

Im Geschäftsjahr 2025 fanden die erforderlichen Schulungen, Weiterbildungsmaßnahmen und Unterweisungen statt. Der Fokus im Personalmanagement richtet sich weiterhin verstärkt auf die Lehrlingsausbildung sowie auf die Weiterbildung der eigenen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter.

Der Vorstand Ekkehard Nachbaur dankt allen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern sowie dem Betriebsrat und der Personalvertretung für ihr großes Engagement, die konstruktive Zusammenarbeit und die starke Identifikation mit den Kundinnen und Kunden sowie der Region. Ein besonderer Dank gilt den Kundinnen und Kunden für das entgegengebrachte Vertrauen und die Treue.

Negativmeldung gemäß UGB

Gemäß den Bestimmungen des UGB ist auf die Bereiche Forschung und Entwicklung, Zweigniederlassungen sowie Finanzinstrumente einzugehen. Keine der genannten Tätigkeiten werden im Unternehmen betrieben.

Finanzielle Risiken und Ungewissheiten

Im Geschäftsjahr 2025 hat sich die hohe Inflation des Jahres 2024 deutlich verringert und stabilisiert. Das Zinsniveau hat sich im Vergleich zu den Vorjahren auf einem weiterhin relativ hohen Niveau eingependelt. Auch der Arbeitskräftemangel zeigte gegen Ende des Geschäftsjahres eine leichte Entspannung.

Aufgrund der guten finanziellen Ausstattung des Unternehmens mit Eigenmitteln stellen die weiterhin erhöhten Zinsen kein wesentliches Risiko für die Montafonerbahn AG dar. Die Umsetzung der Risikostrategie „Trennung von Vermögen und Betrieb“ wurde auch im Geschäftsjahr 2025 konsequent weiterverfolgt.

Vorschau 2026

Die weiterhin sehr angespannte Auftragslage im Baunebengewerbe als Folge der Bauwirtschaftskrise wird voraussichtlich auch im Geschäftsjahr 2026 anhalten. Die Weiterentwicklung der Elektro- und Anlagentechnik sowie der Daten-, Bahn- und Energieinfrastruktur wird – wie bereits im vergangenen Geschäftsjahr – ein zentrales Thema im Unternehmen bleiben.

Mit vereinten Kräften sowie einer motivierten und disziplinierten Belegschaft wird es möglich sein, die Montafonerbahn Aktiengesellschaft auch weiterhin erfolgreich durch diese herausfordernde Zeit zu führen und die Wettbewerbsfähigkeit langfristig zu sichern.

Es ist eine spannende Zeit mit vielen Herausforderungen.

Schruns, 16. Februar 2026

Der Vorstand

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