Inhaltsverzeichnis
1. Geschäftsverlauf und Lage der Gesellschaft
Die Absatzkanäle entwickeln sich sehr unterschiedlich. Im Lebensmittelhandel und Großhandel wird der Mitbewerb, vor allem durch die eigenen Fleischwerke, immer stärker sodass hier ein Rückgang im Absatz festzustellen ist. In der Gastronomie wird der Wettbewerb immer intensiver und Preis sensibler. Die Preise bei den Exportmärkten sind schwer zu halten, da die Lohnstückkosten, wie in Gesamteuropa sehr hoch sind. Zudem hat der Ausbruch der Maul- und Klauen Seuche Ende März den für uns wichtigen japanischen Markt gesperrt. Das Geschäft mit den eigenen Filialen läuft stabil und entwickelt sich gut weiter. Dadurch wurde das Risiko weiter diversifiziert.
Die Materialeinsatzquote ist gesunken, da zum einen der Rohstoffpreis in manchen Wochen nachgelassen hat und Absatzkanäle mit einer hohen Materialeinsatzquote verringert wurden.
2. Wirtschaftliche Lage des Unternehmens
Im Wirtschaftsjahr 2024/25 konnten alle Verbindlichkeiten vereinbarungsgemäß beglichen werden. Der Kontokorrentrahmen ist derzeit nicht ausgeschöpft, sodass es im Jahr 2025/26 unter normalen Umständen zu keinen Liquiditätsengpässen kommen sollte.
Die Vermögenslage umfasst 17,2% (Vorjahr: 20,7%) Anlagevermögen und 82,8% (Vorjahr: 79,3%) Umlaufvermögen inkl. aktive Rechnungsabgrenzungsposten und aktive latente Steuern. Der Anlagendeckungsgrad (Eigenkapital / Anlagevermögen) beträgt im Geschäftsjahr 337,2% (Vorjahr:261,8%).
Die Finanzlage ergibt einen Netto Geldfluss aus der laufenden Geschäftstätigkeit von TEUR 2.386, einen Netto Geldfluss aus der Investitionstätigkeit von TEUR -308 und einen Netto-Geldfluss aus der Finanzierungstätigkeit von TEUR -211.
Im Geschäftsjahr 2024/25 beträgt die Eigenmittelquote im Sinne des URG (= Eigenmittel / (Bilanzsumme – Zuschüsse aus öffentlichen Mitteln) 58,0% (Vorjahr: 53,8%).
3. Voraussichtliche Entwicklung und Risiken der Gesellschaft
Die Umsatzentwicklung im Lebensmitteleinzelhandel und Großhandel ist konjunkturabhängig. Die Mengenentwicklung ist rückläufig. Die Kostensteigerungen konnten nicht im vollen Umfang abgefedert
werden. Trotzdem kommt es vermehrt zur Nachfrage von Eigenmarken anstatt von traditionellen Marken, wodurch es vor allem für Markenhersteller schwieriger wird die notwendigen Umsätze zu erzielen.
Auch in der Gastronomie sind die Vorhersagen immer schwieriger, da die Anzahl der Insolvenzen steigt und durch den Personalmangel in der Branche immer mehr Ruhetage eingeführt werden. In den Hauptsaisonen Sommer und Winter hängt die Buchungslage sehr stark vom Wetter ab.
Der Exportumsatz wird deutlich sinken, da der japanische Markt zumindest Kochschinken wieder in Italien einkaufen darf. Die Kompensation über andere Produkte wird sich hier als schwierig erweisen.
Im Zuge des Risikomanagements haben wir uns für die IFS-Zertifizierung - zur Lebensmittelsicherheit - entschieden. Im Mai 2008 wurden wir erfolgreich zertifiziert. Eine Überprüfung der Zertifizierung findet jedes Jahr statt. Die letzte Überprüfung wurde positiv am 12.10.2024 zertifiziert.
4. Forschung und Entwicklung
Die Entwicklung des „Thymian-Honig Schinken“ wurden im Jahr 2024/25 erfolgreich abgeschlossen.
5. Bestehende Zweigniederlassungen der Gesellschaft
Neben der Produktion in Villach betreibt das Unternehmen in Treffen eine Produktionsstätte für Prosciutto und Speck. Die folgenden vier im Berichtszeitraum bestehenden Filialen werden als Fleischerfachgeschäfte, mit Theke als Imbiss, an den angeführten Standorten betrieben:
• 9500 Villach, Klagenfurter Straße 29 • 9500 Villach, Gewerbezeile 2; an diesem Standort wird auch ein Restaurant und ein Abholmarkt betrieben. • 9020 Klagenfurt am Wörthersee, St. Veiter Straße 194 • 9020 Klagenfurt am Wörthersee, Benediktinerplatz Obj. 15A
Villach, am 15. Dezember 2025
Die Geschäftsführung
Kurt Frierss
Christoph Frierss Rudolf Frierss